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143 search results for "mft"

MFT-Weitwinkelzoom: M.Zuiko 9–18mm ƒ4–5.6

Posted in Erfahrungsberichte

Das Olympus M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6 (Olympus | Amazon) habe ich im Frühjahr 2014 gekauft, um den Weitwinkelbereich des 12mm ƒ2.0 (unter Anderem in diesem Artikel beschrieben), das ich bis dahin im Einsatz hatte, zu erweitern. Es zeichnet sich durch geringes Gewicht und kompaktes Volumen aus und bietet mit 9mm MFT (18mm KB) einen für die meisten Situationen ausreichend breiten Sichtwinkel. Ich besitze ebenso das 7–14mm ƒ2.8 Pro, habe es aber bedeutend weniger oft im Einsatz, da ich meist zu Fuß zum Fotografieren ausrücke. Weiterlesen

Der Kern von MFT ist Kompaktheit

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Micro FourThirds hat auch zur diesjährigen photokina ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Sowohl Panasonic als auch Olympus haben neue MFT-Kameramodelle und -Objektive angekündigt. Und wieder fragen Kommentatoren, weshalb Olympus nicht endlich ein Voll- oder Mittelformatsystem lanciert?

Wer solche Fragen stellt, hat den Kern von MFT nicht verstanden. Beim System von Olympus und Panasonic dreht sich alles um Kompaktheit! Kein anderes kann vergleichbare Transportabilität bei gleichzeitiger Erfüllung professioneller Ansprüche bieten. Zwar sind die Gehäuse von Sonys APS-C-Kameras auch kaum größer, doch spätestens wenn es darum geht auch Objektive einzubeziehen ist MFT klar im Vorteil. Weiterlesen

MFT ist quicklebendig!

Posted in Fotografie

So lange es MFT gibt wird die Plattform in regelmäßigen Abständen totgesagt. Dass das System tatsächlich quicklebendig ist hat der gestrige Tag im Vorprogramm der photokina einmal mehr bewiesen.

Panasonic hat mit der GH5 die Nachfolgerin seines Top-Modells und mit der G81 eine spritzwasserfeste Semipro-Kamera angekündigt. Olympus ergänzt die Pen-Serie um die kompakte E-PL8 (Amazon-Affiliate-Link) und stellt das neue Flaggschiff OM-D E-M1 Mk2 vor.

Das Duo Panasonic und Olympus ergänzt sich perfekt. Während Panasonic in der Regel etwas voluminösere aber leichtere MFT-Kameras mit stark funktionaler Ausrichtung baut und in Sachen Video die meisten anderen Kamerahersteller in den Sack steckt, platziert sich Olympus mit meist kompakteren Modellen die verhältnismässig schwerer sind und dadurch massiver wirken als Fotografen-zentrierte Marke mit stylisheren Modellen. Weiterlesen

14 MFT-Objektive getestet

Posted in Fotografie

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich meine MFT-Objektive schon einmal getestet. Mittlerweile ergänzt eine Pen-F mit 20MP meine Kamera-Ausrüstung und die bietet die Möglichkeit via Sensor-Shift Bilder mit 50MP aufzunehmen (in RAW sogar 80MP). Eine gute Möglichkeit den Objektivtest zu wiederholen.

chart

Wieder habe ich einen Test-Chart genommen und mit all meinen Objektiven formatfüllend bei verschiedenen Blendeneinstellungen abgelichtet. Nachfolgend die Ergebnisse.

Neben einer Reihe an Aufnahmen von der größten zur kleinsten Blendenöffnung mit normaler Auflösung, habe ich Aufnahmeserien bei hochauflösender Einstellung erstellt. Aktiviert man die Sensor-Shift-Funktion werden die Einstellungen auf ƒ8 als kleinste Blendenöffnung limitiert. Olympus wird wissen weshalb dieses Limit gesetzt wird: Wie im vorangegangenen Artikel beschrieben erreicht das MFT-System bei ƒ11 einen kritischen Wert ab dem Detailschärfe deutlich sichtbar sinkt. Bei 20MP mag die Schärfe bei ƒ11 wohl noch akzeptabel sein, bei 50MP wohl kaum mehr.

Man mag nun denken: Was? An MFT-Objektiven sind kleinere Blendenöffnungen als ƒ11 praktisch nicht nutzbar? Da ist KB mit ƒ22 aber viel besser! In der Praxis ist der Unterschied jedoch ein theoretischer, denn die Schärfentiefe ist bei MFT bei ƒ11 praktisch identisch mit KB bei ƒ22. Und das ist ja der Sinn kleiner Blendenöffnungen: Größere Schärfentiefe.

Die folgenden Abbildungen sind Tatsächliche-Pixel-Ausschnitte des Test-Charts. Ich habe einen Ausschnitt mit Linienpaare-Messung gewählt, da sich da die Unterschiede der verschiedenen Blendeneinstellungen und Objektive am besten vergleichen lassen.

Natürlich kann mein provisorischer Test bei weitem nicht mit professionellen Tests in spezialisierten Laboren mithalten – will er auch nicht. Aber ein bisschen Aussagekraft lässt sich davon schon ableiten, denn schließlich fotografiert man in der Praxis auch nicht mit der millimetergenauen Präzision standardisierter Tests.

Der nachfolgend abgebildete Ausschnitt ist in der Vorlage etwa 17mm breit, die feinsten Linien zwischen 9 und 10 auf der Skala sind mit freiem Auge kaum mehr zu unterscheiden. Wenn man die Abbildungen also betrachtet muss man sich bewusst sein, dass sie die Schwächen der Objektive wie unter einem Vergrößerungsglas abbilden.

Mich persönlich überrascht es, dass die extrem kompakten und Teils ja auch wirklich vergleichsweise günstigen Objektive auch bei 50MP noch eine wirklich gute Abbildungsleistung zeigen. Die Auflösungen von 19–20MP die bei MFT aktuell Standard sind ist ihre Detailschärfe durch die Bank absolut ausreichend. Und für die präzise Arbeitsweise mit Studioblitzen oder stabilen Stativen die für extrem hohe Auflösungen unumgänglich ist, ist MFT nicht gedacht. MFT ist ein System für Fotografen die viel und gerne unterwegs sind und dabei unbeschwert aus der freien Hand fotografieren wollen.

Olympus M.Zuiko 12mm ƒ2.0

Das 12mm ƒ2.0 ist war eines meiner ersten MFT-Objektive. Bei einer Reise zwei Wochen durch Frankreich habe ich fast ausschließlich damit fotografiert.

Es bildet bereits ab Offenblende scharf ab, allerdings neigt es ein bisschen zu Farbsäumen und der Kontrast wird erst durch Abblenden um zwei Blendenschritte optimal.

In Sachen Detailschärfe spielt es auf Augenhöhe mit dem M.Zuiko 7–14mm Pro-Weitwinkel. Dabei ist das Objektiv so kompakt, dass sich eine Pen damit gut in eine Jacken- oder Manteltasche stecken lässt.

Amazon-Affiliate-Link

OLYMPUS-M.12mm-F2.0_12mm_F2.8
ƒ2.8
OLYMPUS-M.12mm-F2.0_12mm_F4
ƒ4
OLYMPUS-M.12mm-F2.0_12mm_F5.6
ƒ5.6
OLYMPUS-M.12mm-F2.0_12mm_F8
ƒ8

Olympus M.Zuiko 17mm ƒ1.8

Das Ergebnis dieses Tests lässt mich fast wünschen ich hätte ihn gar nicht gemacht: Die Resultate des 17mm fallen sehr enttäuschend aus. Man muss bis auf mittlere Blende abblenden um akzeptable Resultate zu erzielen. Dabei listet dxomark.com die Linse auf dem dritten Platz aller MFT-Objektive – nach meinem Ergebnis schwer nachvollziehbar.

OLYMPUS-M.17mm-F1.8_17mm_F1.8
ƒ1.8
OLYMPUS-M.17mm-F1.8_17mm_F2.8
ƒ2.8
OLYMPUS-M.17mm-F1.8_17mm_F4
ƒ4
OLYMPUS-M.17mm-F1.8_17mm_F5.6
ƒ5.6
OLYMPUS-M.17mm-F1.8_17mm_F8
ƒ8

Panasonic Lumix G Macro 30mm ƒ2.8

Das Panasonic 30mm Macro ist derzeit mein Immer-dabei-Objektiv an der Pen-F. 60mm KB ist ein gerade noch akzeptabel enger Bildausschnitt für den kontinuierlichen Einsatz – an sich bevorzuge ich eher Weitwinkel-Brennweiten. Der Vorteil des Macros ist halt, dass man jederzeit auch Winzigkeiten fotografieren kann die mit anderen Linsen kaum abzubilden sind.

Die Schärfeleistung ist exzellent und bereits ab Offenblende voll nutzbar. Dabei ist die Linse wirklich preiswert. Ein absoluter Preis-Leistungs-Hit!

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LUMIX-G-MACRO-30-F2.8-_30mm_F2.8
ƒ2.8
LUMIX-G-MACRO-30-F2.8-_30mm_F4
ƒ4
LUMIX-G-MACRO-30-F2.8-_30mm_F5.6
ƒ5.6
LUMIX-G-MACRO-30-F2.8-_30mm_F8
ƒ8 (hier hat die Belichtungsautomatik leider eine Überbelichtung erzeugt aber, dass die Schärfe noch immer gut ist, ist zu erkennen)

Panasonic Lumix G 20mm ƒ1.7

Das 20mm ƒ1.7 von Panasonic genießt einen hervorragenden Ruf, kann aber nicht ganz mit dem deutlich neueren 30mm Macro mithalten. Bei Offenblende bildet es für ein MFT-Objektiv relativ unscharf ab. Die beste Abbildungsleistung ergibt sich bei ƒ5.6. Blende ƒ8 ist noch immer gut aber nicht mehr ganz so scharf wie ƒ5.6.

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LUMIX-G-20-F1.7_20mm_F1.7
ƒ1.7
LUMIX-G-20-F1.7_20mm_F2.8
ƒ2.8
LUMIX-G-20-F1.7_20mm_F4
ƒ4
LUMIX-G-20-F1.7_20mm_F5.6
ƒ5.6
LUMIX-G-20-F1.7_20mm_F8
ƒ8

Panasonic Laica DG Summilux 25 ƒ1.4

Das Objektiv zeichnet ab Offenblende relativ scharf, ist aber bis Blende ƒ2.8 ein bisschen verwaschen.

Interessante Alternative: Das 30mm Macro zeichnet bei ƒ2.8 vergleichbar scharf wie das 25mm, obwohl das dort Offenblende ist. Dabei ist das 30mm deutlich preiswerter.

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LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1.4-_25mm_F1.4
ƒ1.4
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1.4-_25mm_F2
ƒ2
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1.4-_25mm_F2.8
ƒ2.8
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1.4-_25mm_F4
ƒ4
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1.4-_25mm_F5.6
ƒ5.6
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1.4-_25mm_F8
ƒ8

Olympus M.Zuiko 45mm ƒ1.8

Ein Must-Have für alle MFT-Kamerabesitzer das ich auch auf jedem Foto-Kurs allen MFT-Fotografen empfehle. Es spielt absolut auf Augenhöhe mit dem exzellenten Nikon 85mm ƒ1.8, kostet dabei allerdings gerade einmal die Hälfte.

Ein bisschen schwammig bei Offenblende – zumindest wenn man mit 50MP Testskalen fotografiert. In der Praxis mit normalen Auflösungen sind die leichten Schwächen kaum relevant.

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OLYMPUS-M.45mm-F1.8_45mm_F1.8
ƒ1.8
OLYMPUS-M.45mm-F1.8_45mm_F2.8
ƒ2.8
OLYMPUS-M.45mm-F1.8_45mm_F4
ƒ4
OLYMPUS-M.45mm-F1.8_45mm_F5.6
ƒ5.6
OLYMPUS-M.45mm-F1.8_45mm_F8
ƒ8

Olympus M.Zuiko 60mm ƒ2.8 Weiterlesen

APS-C vs. MFT – was erzielt bessere Bildqualität?

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Beim gestrigen stöbern auf YouTube habe ich das oben eingebundene Video entdeckt. Der Präsentator vergleicht dabei die Qualität von APS-C- und MFT-Sensoren anhand simpler Mathematik. Ich versuche das einmal etwas abgekürzt ins Deutsche zu übertragen.

Die mit einem Fotoapparat zu erzielende Abbildungsqualität hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Qualität der Objektive gehört dazu auch der Bildsensor. Beim Sensor wiederum gehört die Pixeldichte zu einem wesentlichen Faktor, der Dinge wie Detailschärfe, Rauschverhalten und Kontrastumfang bestimmt. Die Pixeldichte errechnet man in der Regel aus Fläche ÷ Megapixel.

Das DX-Format von Nikon (außer Canon verwenden die meisten anderen Hersteller dasselbe Format für ihre APS-C-Kameras) beträgt etwa 23,7mm × 15,6mm, das sind 369,72mm2. Aktuell haben Nikons DX-Kameras in der Regel 24 Megapixel. Es ergibt sich also folgende Rechnung:

  • 369,72÷24=15,405

Der Faktor für die Pixeldichte einer solchen Kamera beträgt also etwa 15,4.

MFT-Kameras weisen in der Regel eine geringere Auflösung auf, bis zur Vorstellung von Panasonics GX8 und Olympus’ Pen-F lag das Limit bei 16 Megapixel. Das Format von MFT beträgt 17,3mm × 13mm, das sind 224,9mm2.

  • 224,9÷16=14,05625

Daraus ergibt sich ein Faktor von etwa 14 für die Pixeldichte (im Video wird mit etwas anderen Formaten gerechnet, die sich allerdings nicht meinen Recherchen decken). Ein Unterschied von etwa 10% – nicht Nichts aber auch nicht weltbewegend, vor allem eben weil die Pixeldichte nur eines von mehreren Bausteinchen ist aus denen sich die Abbildungsqualität eines Aufnahmesystems ergibt.

Einen Unterschied gibt es dennoch: Die größere Auflösung erlaubt bei gleicher Qualität einen größeren Ausdruck. Mit 24 Megapixel erzielt eine DX-Kamera bei 300ppi eine Ausgabegröße von 50,8cm × 33,87cm. Eine MFT-Kamera mit 16 Megapixel ergibt bei 300ppi lediglich ein Ausgabeformat von 39,1cm × 29,3cm. Allerdings bringt man diesen Vorteil nur zu Papier wenn mit ausreichend hochwertigen Objektiven und entsprechend präzise gearbeitet wird (also in der Regel Stativ oder Blitz).

Meine MFT-Objektive im Test

Posted in Fotografie

»Objektive im Test« ist vielleicht ein bisschen hoch gestapelt, denn wer sich für Laborgebnisse interessiert wird anderswo kompetentere Bewertungen finden. Mein kleiner Test fiel recht unprofessionell aus: Testchart an die Wand gepappt, Kamera auf Stativ und rasch mit verschiedenen Blendeneinstellungen durch fotografiert.

testchart
Der Testchart wie ich ihn mit den verschiedenen Objektiven aufnahm und orange markiert die beiden Ausschnitte die weiter unten zu sehen sind. Den größeren Ausschnitt musste ich wählen weil ich mit der kürzesten Brennweite, dem 12mm MFT (24mm Kleinbild) nicht näher an die Vorlage heran kam.

Auf Dinge wie exaktes Ausrichten der Winkel von Kamera zu Testchart habe ich dabei nicht geachtet. Auch die Ausleuchtung war dilettantisch: Tageslicht durchs Fenster plus Tageslichtleuchtstoffröhren. Mir ging es schlicht darum selbst einmal meine eigenen Objektive getestet zu haben – selber machen ist immer eindrücklicher als aus zweiter Hand erfahren! Und wenn ich sowas schon mache, wieso nicht gleich die Ergebnisse mit euch teilen.

Abgesehen davon, dass der Testaufbau nicht viel mit der Präzision gemein hat mit der im Labor gemessen wird, sind natürlich auch die JPEGs die anschließend folgen nur bedingt aussagekräftig, da sie zumindest leicht komprimiert sind. Die beiden Abbildungen sind jeweils 100-%-Ausschnitte, beide aus dem mittleren Bereich des Testcharts.

Als Kamera kam eine Olympus OM-D E-M1 zum Einsatz. Die Aufnahmen entstanden in RAW und wurden mit Capture One Pro entwickelt. Die Abbildungsqualität erscheint an meinem Bildschirm und am RAW-Konverter natürlich deutlich besser als die JPEGs die ihr hier im Browser seht und entlockten mir zunächst einmal ein staunendes »Wow!«, obwohl ich so einen Test zumindest für einzelne Objektive nicht zum ersten Mal mache.

M.Zuiko 12mm ƒ2.0

Das Olympus M.Zuiko 12mm ƒ2.0 (Amazon-Affiliate-Link) gehört zu meinen liebsten Objektiven, ist häufig auf meiner Immer-dabei-Kamera drauf und glänzt durch exzellente Leistung bei geringstem Volumen. Das Objektiv besticht bereits bei Offenblende mit hervorragender Abbildungsqualität bis in die Randbereiche, lediglich der Kontrast verbessert sich sichtbar durch Abblenden von 2.0 auf 2.8. Die Verbesserung die durch Abblenden erreichbar ist dürfte allerdings praktisch kaum relevant sein, was heißt, dass das Objektiv bedingungslos offenblendentauglich ist.

OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2 OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2_Siemens
Blende: ƒ2.0
OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2_8 OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_12mm_F2_0-4 OLYMPUS_M_12mm_F2_0-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

Leica Summilux 15 ƒ1.7

Das kleine Leica (Amazon-Affiliate-Link) kaufte ich gemeinsam mit der Lumix GM1. Abgesehen davon, dass ich eine Brennweite zwischen 24mm und 40mm Kleinbild für mein MFT-System wollte reizte mich auf der Blendenring am Objektiv. Die GM1 ist nur mit einem Einstellrad ausgestattet – der Blendenring erlaubte mir im manuellen Belichtungsmodus ohne Umschalten Blende und Verschlusszeit regeln zu können.

Die JPEGs täuschen ein bisschen über die tatsächliche Qualität hinweg. Auch wenn eine Zunahme von Detailschärfe und Kontrast durch Abblenden bis ƒ4.0 zu erkennen ist halte ich auch hier den Unterschied für den praktischen Einsatz für kaum relevant.

LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-1_7 LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-1_7_Siemens
Blende: ƒ1.7
LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-2_8 LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-4 LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

M.Zuiko 17mm ƒ1.8

35mm Kleinbild ist in meinen Augen die besser Normalbrennweite. Das kleine 17mm von Olympus (Amazon-Affiliate-Link) habe ich gekauft um das 15mm Lumix zu beerben. Qualitativ schenken sich die beiden Linsen laut dxomark.com-Tests nicht viel – das Leica bildet schärfer ab hinkt aber bei der chromatischen Aberration. Ich schätze am Olympus 17er neben der Brennweite die Kompaktheit – es ist mein kleinstes Objektiv – und den Schnappschuss-Fokus.

OLYMPUS_M_17mm_F1_8-1_8 OLYMPUS_M_17mm_F1_8-1_8_Siemens
Blende: ƒ1.8
OLYMPUS_M_17mm_F1_8-2_8 OLYMPUS_M_17mm_F1_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_17mm_F1_8-4 OLYMPUS_M_17mm_F1_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

Lumix G 20mm ƒ1.7

Das 20mm ƒ1.7 (Amazon-Affiliate-Link) genießt einen ausgezeichneten Ruf. Es war meine erste MFT-Linse die ich vor Jahren zusammen mit einer Lumix G3 kaufte. Heute habe ich es nur mehr selten im Einsatz, allerdings weniger weil mich die Qualität nicht überzeugt, als vielmehr, dass ich mit der Brennweite von 40mm nicht so viel anfangen kann.

Auch bei diesem Objektiv ist ein Gewinn an Schärfe und Kontrast durch Abblenden zu erkennen, doch auch hier fällt beides so gering aus, dass man die Relevanz für die Praxis durchaus in Frage stellen darf.

LUMIX-G-20-F1_7-1_7 LUMIX-G-20-F1_7-1_7_Siemens
Blende: ƒ1.7
LUMIX-G-20-F1_7-2_8 LUMIX-G-20-F1_7-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
LUMIX-G-20-F1_7-4 LUMIX-G-20-F1_7-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

Leica Summilux 25mm ƒ1.4

Der Gewinn an Detailschärfe und Kontrast fällt beim 25er Leica (Amazon-Affiliate-Link) deutlicher aus als bei den meisten anderen MFT-Objektiven die ich testete. Allerdings ist beides dermaßen exzellent, dass das zu verschmerzen ist.

Würde ich heute noch einmal ein 25er für mein MFT-System kaufen würde ich mich allerdings nicht mehr für das Leica entscheiden sondern für jenes von Olympus (Amazon-Affiliate-Link) – qualitativ schenken sie sich nicht viel, doch das Olympus ist deutlich kleiner und preiswerter.

LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-1_4 LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-1_4_Siemens
Blende: ƒ1.4
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2 LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2_Siemens
Blende: ƒ2.0
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2_8 LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8

M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 (bei 40mm)

Das 12–40-ƒ-2.8 (Amazon-Affiliate-Link) dürfte wohl das Standardzoom für MFT sein. Seine Abbildungsqualität ist dermaßen gut und sein Bokeh so schön weich, dass man sich wirklich fragen muss wozu man da noch weitere Festbrennweiten in dem Bereich braucht – sofern es nicht um jedes Drittel Lichtstärke und jedes Gramm Gewicht geht ist das 12–40er für seinen Brennweitenbereich eigentlich auch alleine ausreichend. In Sachen Detailschärfe und Kontrast ab Offenblende schlägt es sogar die meisten Festbrennweiten in seinem Bereich, vor allem wenn man die Randbereiche mit berücksichtigt.

Dabei ist seine Naheinstellgrenze dermaßen gering, dass man auch Kleinstes gut abbilden kann und es schon sehr winzig werden muss, bevor man zum Makro greifen muss. Als ob das nicht schon genug wäre punktet es darüber hinaus auch durch Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit, was es zusammen mit einer E-M5 oder E-M1 sogar absolut sauwettertauglich macht.

OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-2_8 OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-4 OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0
OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-5_6 OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-5_6_Siemens
Blende: ƒ5.6

M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8 (bei 40mm)

Das 40–150er (Amazon-Affiliate-Link) ist für mich vor allem deshalb interessant, weil es bei Blende ƒ2.8 und 150mm auch ein Freistellen relativ großer Objekte erlaubt. In der Bildmitte erhält man (bei den 40mm bei denen ich testete) auch bei Offenblende eine scharfe und kontrastreiche Abbildung, zu den Rändern hin hingegen gehört es zu den Linsen im Test deren Detailschärfe bei Offenblende am offensichtlichsten reduziert ist – mit den beste Linsen in meinem kleinen Test kann es in diesen Bereichen nicht mithalten (allerdings habe ich aber eben nur die Anfangsbrennweite getestet, bei anderen Zoomstellungen mag sich das Bild ändern).

OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-2_8 OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-4 OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0
OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-5_6 OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-5_6_Siemens
Blende: ƒ5.6

M.Zuiko 45mm ƒ1.8

Für einen Preis von knapp über 250 Euro ist das 45er-1.8 (Amazon-Affiliate-Link) ein Objektiv das man einfach haben muss, wenn man mit MFT fotografiert. Es bietet exzellente Detailschärfe. Zwar sieht man auch hier einen Gewinn von Kontrast und Schärfe durch abblenden, aber wieder gilt, dass die Unterschiede dermaßen gering sind, dass die praktische Relevanz für die meisten Motive absolut vernachlässigt werden darf. Bei dxomark.com wird die Linse als 4.-bestes Objektiv für MFT gelistet – obwohl ich auch das deutlich teuerere 75er ƒ1.8 habe kommt das porträttauglichere 45er in der Praxis deutlich häufiger zum Einsatz, nicht zuletzt auch wegen seines wunderbar cremigen Bokehs (was allerdings beim 75er schon noch einmal eine Nummer feiner ausfällt).

OLYMPUS_M_45mm_F1_8-1_8 OLYMPUS_M_45mm_F1_8-1_8_Siemens
Blende: ƒ1.8
OLYMPUS_M_45mm_F1_8-2_8 OLYMPUS_M_45mm_F1_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_45mm_F1_8-4 OLYMPUS_M_45mm_F1_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

M.Zuiko 60mm ƒ2.8 Macro Weiterlesen

Weitwinkelvergleich für MFT

Posted in Erfahrungsberichte

Als ich letzte Woche eine Olympus OM-D E-M5 Mark II im Hochauflösenden Modus (40 Megapixel) testete, kam mir der Gedanke, dass das doch eine gute Gelegenheit ist einmal meine Olympus Weitwinkelobjektive zu vergleichen. Zum Vergleich traten an: M.Zuiko 12mm ƒ2.0 (Olympus | Amazon), M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 (Olympus | Amazon) und M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6 (Olympus | Amazon) – alle mit Stativ bei Blende ƒ8.0 und ISO200.

motiv-weitwinkelvergleich12mm-ausschnitt12-40-ausschnitt9-18-ausschnitt
Oben das Motiv, darunter ein 100-%-Ausschnitt je einer Aufnahme des M.Zuiko 12mm ƒ2.0, M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 und M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6.

Bei diesem Test ging es mir vor allem um den Vergleich der Detailschärfe, nicht um Dinge wie Verzeichnung oder chromatische Aberration. Vergleiche ich die drei Aufnahmen entdecke ich zwar Unterschiede die mir jedoch praktisch kaum relevant erscheinen, was mich selbst auch etwas überraschte – immerhin kostest das 9–18mm nicht viel mehr als die Hälfte des 12–40mm und auch deutlich weniger als die 12-mm-Festbrennweite.

Wer es genau wissen will findet bei dxomark.com die Labormessungen für die drei Linsen. Bei deren Gesamtwertung fällt der Vergleich andres aus. An der OM-D E-M1 erreicht das 12mm 22 Punkte, das 12–24mm 20 Punkte und das 9–18mm 14 Punkte.

Nachtrag | Andreas hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass die Detailschärfe eines Objektivs im mittleren Bereich nicht allein aussagekräftig für die Qualität einer Optik ist und das ist natürlich korrekt. Ich versuche zwar nicht hier amtlichen Fototestern wie dxomark.com und dpreview.com Konkurrenz zu machen, dennoch möchte ich drei Ausschnitte aus dem Randbereich nachreichen (in den Ecken enthält mein Motiv keine Elemente die für einen Vergleich aussagekräftig wären). Hier sieht man, dass das M.Zuiko 12–40mm am meisten Schärfe und Kontrast liefert, während die 12mm Festbrennweite etwas abfällt und das 9–18mm das Schlusslicht bildet.

_5130153_randbereich12mm-randbereich12-40mm-randbereich9-18mm-randbereich
In der obersten Abbildung habe ich einen Ausschnitt im Randbereich markiert. Die Abbildungen darunter zeigen eine 100-%-Ansicht der Aufnahmen von M.Zuiko 12mm ƒ2.0, M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 und M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6.

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Zwei Jahre OM-D und MFT

Posted in Erfahrungsberichte

Im vorangegangenen Artikel habe ich beschrieben wie ich von Nikon zu Olympus gekommen bin. Nun möchte ich meine Eindrücke und Ansichten über MFT und die OM-Ds zusammenfassen.

Die beste Kamera gibt es nicht

Fragt man mich wer die besten Kamerasysteme baut müsste ich wohl antworten »Nikon«. Sollte die Nikon D7100 und in ihrer Nachfolge die D7200 nicht die im Verhältnis Preis zu Funktion/Qualität beste Kamera am Markt sein, so spielt sie doch sicherlich ganz vorne mit. Nummer 1 des Kameramarktes ist aber Canon und die Profis die sich für diese Marke entschieden haben sind sicher keine Deppen – sie hatten sicher gute Gründe Canon zu wählen.

Alle Kamerahersteller kochen mit demselben Wasser. Jede Marke hat Stärken und Schwächen, jedes System Vor- und Nachteile. Die beste Kamera die für alle Fotografen ideal passt gibt es nicht. Vielmehr wird der Einsatzbereich und die subjektiven Sympathien jedes einzelnen Anwenders darüber entscheiden was er für sich selbst als ideale Kamera erachtet.

Für mich baut Olympus mit den OM-Ds die besten Kameras. Fragt mich jemand was für eine Kamera ich kaufen würde: »eine OM-D«. Logisch. Ich habe zwei davon! Fragt mich jemand was für eine Kamera er kaufen soll sage ich: »Es kommt drauf an!«

Es kommt vor allem darauf an wie man was fotografieren und wie man es darstellen beziehungsweise ausgeben möchte. Die eierlegende Wollmilchsau in Sachen Kamera wird es niemals geben. Statt dessen finde ich wir sollten die Vielfalt loben und uns darüber freuen, dass die unterschiedlichen Systeme praktisch für jeden das passende Angebot liefern dürften.

Kleinliches Geplänkel im Sinne von »mein’s ist besser als dein’s«, halte ich für verzichtbar – ebenso wie die Grabenkämpfe Mac versus Windows, Android versus iOS oder eben auch Canon versus Nikon.

Trotzdem wird dieser Artikel Vergleiche zwischen Nikon und Olympus enthalten, schließlich bin ich von Nikon auf Olympus umgestiegen und der Leser soll erfahren welche Vor- und Nachteile der System ich sehe.

Gewicht und Volumen

Jedes System hat Stärken und Schwächen schrieb ich. Die größte Stärke des MFT-Systems ist zweifellos das geringe Volumen. Zwar bauen heute auch andere Hersteller Systeme mit kleinen Kameragehäusen doch wer Objektive nicht mit in seine Kalkulation einbezieht macht die Rechnung ohne den Wirt.

Das heißt im Umkehrschluss natürlich, dass bei Fotografen für die Mobilität keine große Bedeutung hat das stärkste Argument pro MFT wegfällt. Gesellen sich zu geringem Bedarf die Ausrüstung weit zu schleppen noch riesige Hände dürften zumindest Olympus’ Kameras nicht mehr in die engere Wahl kommen.

Die neue Leichtigkeit

Für mich bedeutet das geringe Volumen und relativ geringe Gewicht die Erfahrung einer ganz neuen Leichtigkeit des Fotografierens. Dabei ist geringes Gewicht wirklich relativ zu betrachten. Nimmt man eine E-M1 mit 12–40mm ƒ2.8 in die Hand fühlt sie sich überraschend schwer an. Sie liegt satt in der Hand und vermittelt den Eindruck erstklassiger Materialqualität. Kaum eine Kamera die sich mehr wie ein Block soliden Metalls anfühlt als die E-M1- und E-M5-Modelle – eine Ausnahme mögen die in einer ganz anderen Preisklasse spielenden Leicas sein.

Erst wenn man das tatsächliche Gewicht der OM-D (inklusive 12–40mm 879g) mit einer D610 samt 24–79mm Objektiv vergleicht (1750g – die D610 alleine wiegt 850g) wird einem bewusst, dass man an ein Leichtgewicht in Händen hält. Selbst eine Sony α7S bringt mit 24–70mm 1463g auf die Waage.

Es ist die ausgewogene Balance aus hochwertiger Haptik, solidem Gewicht bei sich perfekt in die Hände schiegendem Volumen das die OM-D E-M1 die Fotografieren für mich mehr den je zu einem Flow werden lässt. Es fällt schwer diese emotionale Qualität in Worte zu fassen – im Deutschen scheint mir das Wort Leichtigkeit am passendsten, doch näher kommen für mich die englischen Begriffe smooth und easy.

Abstriche bei der Ergonomie

Kompakte Gehäuse haben allerdings nicht nur Vorteile. Die E-M5 – die Mark II ebenso wie die Mark I – sind als kompakte Begleiter konzipiert. Für stundenlange Fotosessions scheinen sie mir kaum geeignet.

Die E-M1 liegt mit ihrem wulstigen Griff schon deutlich besser in der Hand, doch der Body allein ist mir noch immer zu klein – da die Kamera verhältnismäßig niedrig ist greift mein kleiner Finger ins leere und das vermittelt das Gefühl den Apparat nicht sicher in Händen zu haben. Montiere ich hingegen den optionalen Hochformatgriff liegt sie mir besser in Händen als jede andere Kamera mit der ich bislang gearbeitet habe – Spiegelreflexkameras empfinde ich seither als klobig.

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 Mit dem optionalen Hochformatgriff liegt die E-M1 perfekt in der Hand.

Allerdings löst ein Hochformatgriff nicht das Problem, dass auf einem kompakten Gehäuse schlicht und einfach weniger Platz ist als auf einem voluminösen. Auf einer D7100 oder D600 fallen die Bedienelemente größer aus, sind besser zu ertasten und haben meist einen deutlicheren Druckpunkt. Darüber hinaus liegen die Tasten an den OM-Ds auch noch dichter beieinander was es schwerer macht die gerade benötigte Taste sofort zu finden und immer wieder dazu führt, dass man die falsche drückt.

Schulter-, Rücken und Konditionsschonend

Nun, konditionsschonend muss man vielleicht nicht nur als Vorteil betrachten, doch der Rücken und die Schultern danken einem ein MFT-System. Wer MFT packt, packt nicht selten zwei Drittel oder drei Viertel weniger Gewicht und Volumen ein als das was bei einer Kleinbild-DSLR zu erwarten wäre.

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Kaum zu glauben, aber der Fotograf trägt eine E-M1, eine E-M5, eine Lumix G1, ein 12–40mm Objektiv, ein 9–18mm Objektiv, ein 100–300mm Objektiv, eine 45mm Festbrennweite, eine 12mm Festbrennweite und eine 20mm Festbrennweite – nebst anderen Dingen die sich in der Fototasche befinden.

Elektronischer Sucher

Nicht jeder mag elektronische Sucher – ich liebe sie. Bereits vor der Aufnahme kann ich mir Histogramm und Belichtungswarnung anzeigen lassen, Änderungen von Zeit oder Blende wirken sich auf die Helligkeit des Sucherbildes aus und nach der Aufnahme wird die Bildrückschau im Sucher angezeigt – das Nehmen der Kamera von den Augen um auf das Display zu schielen entfällt. Sogar Menüs lassen sich über das Sucherbild einstellen.

Natürlich hat es seinen Preis, wenn sich eine Kamera nur via elektronischer Anzeigen bedienen lässt. Der Akku ist schneller geleert als bei einer DSLR mit der man sehr sparsam arbeiten kann wenn man die automatische Bildrückschau auch deaktiviert.

Klappbares Touch-Display

Klappbare Displays habe ich immer geschätzt und bei meinen Nikons immer vermisst – wie oft bin ich auf dem dreckigen Boden herumgerobbt um bei einer interessanten Perspektive noch durch den Sucher schauen zu können. Vor allem das rein nach oben klappbare Display der E-M1 und E-M5 Mark I hat es mir angetan – für das nach außen klappende Display der E-M5 Mark II kann ich mich hingegen noch nicht so begeistern.

Gefallen finde ich auch am Touch-Display. Wer es noch nie versucht hat mag es für Spielerei halten. Doch es hat durchaus seinen Vorteil in manchen Situationen den Fokuspunkt per Fingertip bestimmen zu können und gleichzeitig auszulösen. In den meisten Fällen schappt der AF auch augenblicklich und perfekt sitzend zu.

Schärfentiefe

Das größte Thema in Sachen pro und contra MFT stellt in der Regel die größere Schärfentiefe der kleineren Sensoren dar. ƒ1.4 bei MFT entspricht in Sachen Schärfentiefe ƒ2.8 bei Kleinbild. 1.4 versus 2.8 – das ist natürlich ein deutlicher Unterschied und er ist nicht von der Hand zu weisen.

Freisteller die sich bei einer APS-C-Kamera auch mit Standardobjektiven geringer Lichtstärke gut realisieren lassen sind nicht unbedingt die Stärke von MFT. Wer stark weichgezeichnete Hintergründe wünscht muss bei Zoomobjektiven tiefer in die Tasche greifen oder eine Festbrennweite einsetzen – ein vergleichbares zerfließen der Hintergrundfarben wie es mit lichtstarken Objektiven an Kleinbild möglich ist bleibt einem im selben Ausmaß verschlossen. Selbst das 42,5mm ƒ1.2 Objektiv von Panasonic entspricht nur etwa 2.5 bei 85mm KB und ist damit weit entfernt von dem was ein 85mm ƒ1.4 Kleinbildobjektiv an geringer Schärfentiefe zu Stande bringt.

Geringe Schärfentiefe ist nicht immer besser

Unter den Tisch fällt meist, dass größere Schärfentiefe auch Vorteile haben kann wie zum Beispiel in der Makrofotografie. Ebenfalls profitiert von der größeren Schärfentiefe wer bei Events unter gedämpftem Licht ohne Blitz fotografiert. Das Problem ist bekannt: Fotografiert man mit Offenblende ist die Schärfentiefe so gering, dass bei mehreren Personen die nicht exakt auf einer Ebene von der Linse entfernt stehen oft nur eine scharf auf der Aufnahme landet. Der Spielraum mit MFT ist hier doch größer.

Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass der größere Spielraum einer Kleinbildkamera bei der ISO-Empfindlichkeit den Nachteil wahrscheinlich wieder auszugleichen vermag.

Volle Detailschärfe ab Offenblende

Ein bekanntes Problem ist auch, dass die meisten Objektive bei Offenblende noch nicht die volle Detailschärfe und den maximalen Kontrast erreichen. Selbst bei guten Kleinbildobjektiven ist es oft notwendig um ein oder zwei Blenden abzublenden. Bei meinen Tests von MFT-Objektiven konnte ich dieses Problem nicht feststellen – ein nennenswerter Unterschied zwischen maximaler und verkleinerter Blendenöffnung war mit freiem Auge nicht zu erkennen.

Bokeh

Während Detailschärfe objektiv messbar ist kann die Beurteilung von Bokeh nur subjektiv ausfallen. Mein subjektiver Eindruck ist, dass die Bokehs meiner MFT-Linsen in der Regel sanfter und attraktiver ausfallen als ich das von den meisten Nikon-Objektiven gewohnt bin.

Zugegeben: Ich besaß nur wenige der edlen ƒ1.4 Objektive. Mag sein, dass meine MFT-Linsen im Vergleich dazu alt aussehen würden. Doch neben dem 85mm ƒ1.8 – mein bevorzugtes Porträtobjektiv unter meinen ehemaligen Nikon-Linsen – kann sich das Olympus 45mm ƒ1.8 durchaus sehen lassen und staubt am Ende noch die Auszeichnung für den Preisknüaller ab.

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Mit dem M.Zuiko 75mm ƒ1.8 lässt sich ein wunderbar cremiges Bokeh erzielen.

Auflösung

Wer nach hoher Auflösung sucht, sucht bei Olympus und Panasonic an der falschen Stelle. Für leidenschaftliche Landschafts- und Architekturfotografen sowie alle die häufig große Poster drucken wollen bieten andere Hersteller bessere Apparate an. Bei MFT ist derzeit bei 16 Megapixel Schluss. Bei Nikon sind 24 Megapixel längst Standard, 36 Megapixel auch für Amateure erreichbar und von Canon wurde gerade 50 Megapixel angekündigt.

Wer allerdings megaviel Megapixel will sollte auch megapräzise fotografieren. Andauernd locker aus der Hand nach der Kehrwert-der-Brennweite-Regel zu belichten produziert damit keine detailreicheren Bilder, sondern nur größere Daten die die Festplatten verstopfen und nach Investitionen in neuere Computer schreien. Feinstes Glas ist ebenso angesagt wie öfter mit Stativ und Blitz arbeiten.

Für mich lautet die Frage nicht wie viel Megapixel kann ich bekommen, sondern wie viel Megapixel brauche ich. Schon in Zeiten als ich noch mit der 12-MP-D700 fotografierte behauptete ich immer 18MP sind genug (für mich). Damit lassen sich A3-Ausdrucke bei 300ppi erzielen. Mehr ist für meine üblichen Anforderungen nicht notwendig.

Pixelshift

Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich auch, dass Olympus mit der neuen Pixelshift-Funktion der E-M5 Mark II die Karten neu gemischt hat. Dabei wird der Sensor während der Aufnahme mehrmals so verschoben, dass sich eine Auflösung von 40 Megapixel ergibt. Laut Vergleichen mit einer D800 bei dpreview ist das wieder erwarten keine reine Spielerei sondern erzielt Ergebnisse, die sich mit Nikons-Vollformat-Megapixelmonster durchaus messen können.

16 Megapixel für den Alltag zu nutzen aber 40 zur Verfügung zu haben wenn man sie wirklich einmal braucht ist eine interessante Option, auch wenn das im Moment nur bei unbewegten Motiven und mit Stativ funktioniert. Laut Olympus arbeite man aber schon fleißig daran die Technik so weit zu bringen, dass man sie auch ohne Stativ aus freier Hand einsetzen kann.

Rauschen

Keine Frage ist, dass Rauschen bei MFT schneller Thema wird als bei APS-C oder Kleinbild und ich verstehe, dass es Motive gibt bei denen das kleinste Rauschen stört. Solche Motive kommen auch mir manchmal unter doch in der Regel kann ich mit ein Bisschen Rauschen leben.

Tatsächlich finde ich eine feine Struktur bei vielen Aufnahmen sogar charmant weshalb ich häufig in der Nachbearbeitung digitales Korn hinzufüge. Natürlich ist es umso besser weniger eine Kamera zum Rauschen neigt. Doch bei der Qualität die moderne Kameras heute sogar bei Werten von ISO6400 und darüber noch erreichen kann ich damit leben, dass meine kompakten Begleiter nicht in der vordersten Liga mitspielen.

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Wer hätte in analogen Zeiten geglaubt, dass so eine Aufnahme ohne Stativ aus freier Hand gemacht wurde?

Kontrastumfang

Nikon-Fotografen schätzen Ihre Apparate vor allem auch wegen des hervorragenden Kontrastumfangs der Sensoren. Olympus kann da bei Weitem nicht mithalten. Vergleicht man die OM-Ds jedoch mit dem was bei dxomark.com im Durchschnitt für Canons Kameras an Dynamikumfang angegeben wird stehen die OM-Ds allerdings gar nicht so schlecht da.

Fokussierung

Als Olympus die E-M5 vorstellte hieß es, die Zeiten in denen spiegellose Kameras langsamer fokussierten als DSLRs seien Geschichte. Im normalen fotografischen Alltag möchte ich dem gerne zustimmen und bei den allermeisten Motiven kann ich keinen Unterschied zwischen meinen MFT-Kameras und meinen früheren Nikons feststellen.

Anders sieht es aber aus wenn sich die Motive so schnell bewegen wie Vögel im Flug. Gelang es mir mit meinen Nikons mühelos Dutzende Treffer zu landen wenn ich am Bodensee Möwen bei der Flugshow folgte, produziere ich mit meinen MFTs praktisch nur Fehlschüsse.

Lesern die beabsichtigen häufig Motive zu fotografieren die so schnell unterwegs sind, dass man ihnen mit der Kamera kaum folgen kann würde ich eher zu einer DSLR raten.

Funkstille

Was mich am längsten überlegen ließ ob ich wirklich von Nikon auf Olympus umsteigen soll war der Umstand, dass nur für Canon und Nikon Funk-TTL-Systeme für kabelloses Blitzen zur Verfügung stehen.

Zwar bieten auch Olympus und Panasonic ein System für kabelloses Blitzen das ebenso komfortabel zu benutzen ist wie jenes von Nikon, doch nach meiner Erfahrung reagiert es etwas weniger zuverlässig und Outdoors ist es generell schwierig damit zu arbeiten, im Sonnenlicht geht in der Regel gar nichts mehr.

Bei meinem Nikon-System stand ich wegen der Schwierigkeiten kurz davor mir ein Funksystem von Pocket Wizzard oder Pixelking zuzulegen. Beim Umstieg auf Olympus setzte ich auf die Hoffnung, dass diese mit zunehmendem Erfolg von MFT auch dessen Blitzsystem unterstützen würden – bislang eine vergebliche Hoffnung.

Glücklicherweise fand ich mittlerweile eine Lösung von Aokatec die ich bereits in einem kurzen Bericht beschrieb. Nach mehreren Fotosessions kann ich bestätigen, dass es absolut zuverlässig funktioniert.

Beispiellose Bildstabilisierung

Branchenprimus ist Olympus wenn es um Bildstabilisierung geht. Schon häufiger habe ich Aufnahmen von bis zu einer Sekunde aus freier Hand gemacht und brauchbare Ergebnisse erzielt. Die Aufnahme unten wurde versehentlich mit einer Belichtungszeit von 4 Sekunden aufgenommen – das kleine Versehen demonstriert eindrucksvoll was Olympus’ 5-Achsen-Bildstabilisierung zu leisten in der Lage ist.

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Bei einer Belichtungszeit von 4 (vier!) Sekunden aus freier Hand aufgenommen. Verrauscht aufgrund von ISO1600 und starker Dunkelheit, doch die Verwackelung ist fast schon zu vernachlässigen.

Die OM-D ist meine ideale Kamera

Olympus’ OM-Ds sind für mich die idealen Kameras und ich kann sie jedem nur wärmstens empfehlen. Am Ende hängt die Zufriedenheit mit einem System aber immer mit der Art zu Fotografieren ab und was für mich perfekt sitzt muss bei anderen noch lange nicht passen. Ich habe versucht sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Systems herauszustreichen. Dass das Fazit am Ende positiv ist war klar, denn sonst wäre ich ja kein zufriedener OM-D-Fotograf. Tatsächlich kann man mich sogar durchaus als OM-D-Fan bezeichnen.

Mein Weg zu OM-D und MFT

Posted in Fotografie

Als ich mich 2006 für meine erste digitale Spiegelreflexkamera interessierte hätte es eigentlich eine Olympus werden sollen. Ich hatte mich beim Fotografieren mit digitalen Kompaktkameras an das Arbeiten mit Display gewohnt und dachte ich wollte auch mit einer DSLR so arbeiten. Olympus war damals der einzige Anbieter von Spiegelreflexkameras der LiveView anbot.

Der Kauf einer Olympus E-330 war eigentlich beschlossene Sache doch der Händler überredete mich sie doch zunächst einmal übers Wochenende zu testen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, denn an diesem Wochenende entdeckte ich, dass Knipsen mit Display als Sucher bei einer Kompakten OK sein mag aber nicht der Arbeitsweise entspricht wie ich mit einer DSLR arbeiten will.

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Wäre die erste Wahl für meine erste digitale Spiegelreflexkamera gewesen: Die Olympus E-330. Am Ende wurde es eine Nikon D80. (Bild: © Olympus Camera Wallpaper Library)

Trotzdem, dass ich heute bei Olympus angekommen bin bereue ich rückblickend die Entscheidung gegen eine Olympus- und für eine Nikon-DSLR nicht. Mittlerweile weiß ich, dass das FourThirds-System bei einer DSLR niemals so große Sucher erlaubt hätte wie das Nikons DX- und Kleinbildformate erlauben.

Mit meinem Umstieg von DX auf Kleinbild 2008 gewannen nicht nur meine Kameragehäuse an Volumen und Gewicht sondern auch meine Objektive. In der Euphorie der ersten Zeit der Arbeit mit professionellen Kameras und Objektiven schleppte ich häufig eine Ausrüstung mit 6kg und mehr mit auf Reisen.

Im Studio ist eine Kleinbildkamera eine feine Sache, denn sie liegt mit ihrem Gewicht satt und stabil in der Hand, ist griffig und das voluminöse Gehäuse bietet ausreichend Platz für gut platzierte und zu ertastende Bedienelemente. Auf Fotosafari oder für Fotosessions on Location hingegen entpuppen sich die Systeme als im wahrsten Sinne des Wortes beschwerlich.

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Die Klamm in der diese Aufnahme entstand erfordert einen Anmarsch einer halben Stunde über steiles Gelände. Mit einer Kleinbildkamera, mehreren Objektiven, Blitzen, Stativen, Schirmen und was man sonst noch für so eine Session benötigt eine Herausforderung für jemanden der Sport gegen Fotografie eingetauscht hat (Modell: Carina; © Markus Wäger).

Kompakte Alternative gesucht | Der Wahnsinn mit umfangreicher Vollformatausrüstung auf Reisen zu gehen legte sich mit der Zeit und die Vernunft forderte eine kompakte Alternative. Kompaktkameras leisten mittlerweile zwar hervorragendes und mit der Qualität anspruchsvoller Modelle könnte ich mich vielleicht abfinden, doch die große Schärfentiefe kompakter Apparate ist zu schmerzhaft für den kleinbildverwöhnten Fotografen.

2011 entdeckte ich die Panasonic Lumix G3 und entschied mich für sie in Kombination mit Panasonics 20mm ƒ1.7 Objektiv (40mm KB) als kompakte Begleiterin für den Alltag und auf Reisen.

Die G3 war keine perfekte Kamera doch ich war durchaus zufrieden mit ihr. Der Gedanke meine geliebte Nikon-Ausrüstung durch das MFT-System von Panasonic und Olympus zu ersetzen wäre mir dennoch nicht gekommen und wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich den Wechsel eines Tages vollziehen würde hätte ich ihn nur belächelt.

Zurück zum Vollformat | Die G3 war eine Kamera mit der ich wie gesagt zufrieden war, Nikons Kameras hingegen begeisterten mich. Deshalb blieb die Lumix wieder immer öfter zuhause und an ihre Stelle trat wieder meine Nikon D700. Allerdings begleiteten mich nun nicht mehr knapp ein halbes Dutzend Objektive auf Reisen und Ausflüge sondern meist beschränkte ich mich auf ein 24–85mm-Zoom oder gleich ganz auf eine 24mm-Festbrennweite.

Reist man mit Kleinbildkamera und einer einzigen Festbrennweite hält sich die Belastung in Grenzen. Aus diesem Grund hätte ich keinen Grund mehr gesehen mich neuerlich nach einer kompakteren Alternative umzusehen. Der Grund, dass ich das Äugen nach einer Zweitkamera trotzdem nicht aufgab hieß vielmehr Alltag. Zu Häufig konnte ich Motive nicht einfangen weil ich keine Kamera dabei hatte. Nun ja, das iPhone. Aber so sehr ich bewundere was Manche so aus diesem Telefon herausholen kann ich mich selbst doch nicht damit anfreunden.

2013 hatten alle bekannten Kameramarken spiegellose Systemkameras im Angebot. Den Vorreitern Olympus und Panasonics (2008) waren nach und nach Sony (2010), Samsung (2010), Nikon (2011), Pentax (2011), Fujifilm (2012) und Canon (2012) gefolgt. Mit geringerem Volumen – zumindest was die Gehäuse betraf – punkteten alle Systeme. Nikons 1-Format allerdings war mir doch zu klein, Pentax’ Q noch vielmehr, Pentax’ K-01 Design war (ist) mir zu seltsam, Canons M machte mir den Eindruck eines reinen Me-too-Produkts und Samsung fiel nicht zuletzt wegen des kleinen Objektivangebots aus.

Fuji X, Sony NEX oder Olympus MFT | Diese drei Systeme kamen am Ende in Frage als ich mich Anfang 2013 wieder konkret mit der Anschaffung einer neuen Systemkamera beschäftigte. Fuji hätte gute Karten gehabt – ich mag die Marke und ich mag das Design der X-Serie. Allerdings verlangte ich nach einer Kombination aus Sucher und Klappdisplay was damals bei Fuji nicht zu finden war – und selbst wenn wäre das überschaubare Objektivangebot wahrscheinlich ein KO-Kriterium gewesen.

Präferiert hätte ich das Gehäuse der Sony NEX6 oder NEX7. Diese Kameras waren hervorragend beleumundet und entsprachen in vielerlei Hinsicht meinen Vorstellungen. Olympus hingegen stand zu der Zeit nicht besonders hoch in meiner Gunst – meine letzte Olympus war die Kompakte XZ-1 gewesen und diese hat bei mir mehr Ärger als Begeisterung hervorgerufen.

Sony gegen Olympus | Drei Mal fuhr ich zum Fachhändler und verglich die Modelle bis ich mich wirklich für eines – Sony NEX6 bzw. NEX7 oder Olympus OM-D E-M5 – entscheiden konnte. Ausschlaggebend war am Ende das Objektivangebot für das MFT-System neben dem sich die Palette direkt kompatibler NEX-Objektive bescheiden ausnahm. Nicht nur, dass ich für die NEXen kein einziges (!) Objektiv fand das exakt meinen Anforderungen entsprochen hätte, auch, dass Sony zwar kompakte Gehäuse baut aber die Objektive kaum handlicher waren als jene für DX- und APS-C-Spiegelreflexkameras ließen Sony am Ende für ausscheiden und Olympus als Sieger zurück.

Ich erinnere mich noch wie ich den Laden mit der OM-D-Box verließ und überzeugt war einen Fehler gemacht zu haben den ich rasch bedauern würde. Doch das exakte Gegenteil geschah.

Begeisterung schleicht sich ein | Da ich zu der Zeit als ich die E-M5 anschaffte mit meinem Buch über die Nikon D7100 beschäftigt war kam ich kaum zum Fotografieren mit ihr. Nur gelegentlich begleitete sie mich an Abenden – zusammen mit meinen beiden MFT-Objektiven, dem alten Panasonic 20mm ƒ1.7 und einer 45mm ƒ1.8 Festbrennweite –, wenn mir die Nikon zu klobig war.

Zwar war sie wie gesagt nicht oft im Einsatz, doch immer häufiger fragte ich mich, wenn ich die Ergebnisse der OM-D mit dem verglich was ich mit einer D7100 oder D600 erzielte, wozu ich mich eigentlich mit den Spiegelreflexkameras abschleppte. Nicht, dass die Bilder der Olympus besser gewesen wären, doch sie waren auch nicht schlechter. Die Ausrüstung hingegen belastete mich lediglich mit einem Bruchteil des Gewichst der DSLRs.

Die Leichtigkeit des Fotografierens | Doch nicht nur die Ergebnisse nahmen mich für die OM-D ein. Auch das Arbeiten mit ihr vermittelte mir eine Freude die ich bislang so nicht gekannt hatte. Nicht, dass ich meine Nikons nicht geliebt hätte und gerne damit gearbeitet hätte – nur war der Spaß mit der OM-D noch einmal deutlich größer.

Weshalb ich das so empfand kann ich nicht wirklich sagen. Das direkt reagierende und klappbare Touch-Display trug sicher seinen Teil bei. Ebenso, dass mir die Lupe des elektronischen Suchers eine Freude am manuellen Fokussieren bereitete, die ich mit optischen Suchern nie empfand.

Nicht unwichtig für mein Designerherz ist das Design der OM-Ds, wozu nicht nur die Optik gehört, sondern auch die hervorragende Materialanmutung der Gehäuse.

Vor allem dürfte es die Handlichkeit des Systems sein, das mir eine Leichtigkeit des Fotografierens vermittelt, das ich so zuvor nicht kannte. Es erinnert mich viel mehr an die 70er und 80er Jahre als jeglicher verkrampfte Versuch das Design der damaligen Zeit 1:1 in das Plastik des 21. Jahrhunderts zu gießen.

Systemwechsel | Ob das meine Begeisterung für die OM-Ds tatsächlich erschöpfend erklärt kann ich nicht eindeutig beantworten. Vielmehr wird es wohl so sein, dass ich mit ihr die perfekte Kamera für mich gefunden habe, auch wenn ich nicht alles an ihr perfekt finde. Die OM-Ds passen mir so gut, dass ich mich nach der Vorstellung der E-M1 und meinen ersten Erfahrungen mit ihr für etwas entschied, was ich zuvor für ziemlich unmöglich gehalten hätte: Obwohl ich mit Nikon immer sehr zufrieden war beschloss ich das System zu wechseln.

Diesem Artikel wird in den nächsten Tagen ein zweiter Teil folgen: »Zwei Jahre MFT – meine Erfahrungen¡

MFT-Weitwinkelzoom für die OM-D

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Begonnen habe ich mit MFT-Fotografie mit einer Panasonic G3 und Panasonics Festbrennweite 20mm ƒ1.7 – ein wirklich überzeugendes kleines Objektiv. So lange ich die G3 nutzte war das mein einziges MFT-Objektiv und mir ging dabei nicht wirklich was ab, schließlich nutzte ich MFT als immer-dabei-System und für die eine oder andere Reise, fotografierte aber ansonsten mit einer Vollforamtausrüstung von Nikon.

Mit der Olympus OM-D EM-5 habe ich mein MFT-System um das Olympus M.Zuiko 45mm ƒ1.8 und das M.Zuiko 12mm ƒ2.0 erweitert. Das extrem preiswerte 45er machte mir zum ersten mal bewusst, dass in MFT mehr steckt als nur ein kompaktes Zweitsystem für unterwegs zu sein.

Glaubt man den Messungen von dxomark.com, erreicht mein damaliges Porträt-Lieblings-Objektiv – das Nikon AF-S 85mm ƒ1.8 – zwar phänomenale Werte und schlägt das Olympus 45mm im Labor um Längen, doch der Real-World-Eindruck der Resultate drängte mir Frage auf, weshalb ich für ein Vollformatsystem deutlich mehr ausgeben und das Vierfache Volumen und Gewicht durch die Gegend schleppen sollte.

Fakt ist, dass ein sehr gutes Vollformatobjektiv an einer 24MP- oder 36MP-Kamera bessere Werte erzielt, als das mit den lediglich 16MP, die derzeit für MFT verfügbar sind, möglich ist. Fakt ist aber auch, dass für meinen Bedarf 18MP genug sind, und daran hat sich auch durch die Arbeit mit den hervorragenden 24MP-Boliden D7100 und D600/D610 nichts geändert. 24MP sind geil aber eben trotzdem überflüssig, wenn man sie nicht braucht (und allen, die jetzt an »cropen« denken, gebe ich den Tipp sich etwas ausgiebiger mit Detailschärfe und Auflösung zu befassen – die Dinge sind nicht immer so einfach wie man sie als Laie sieht).

Diesseits von Laborbedingungen, in der Anwendung in der Praxis und beim subjektiven Eindruck den Fotos vermitteln, gefällt mir das, was ich mit dem Olympus 45mm ƒ1.8 erziele oft besser, als das was das Nikon 85mm ƒ1.8 erzeugt. Zwar erreicht man mit ƒ1.8 an Vollformat deutlich kürzere Schärfentiefe – auch das ist ein Fakt –, doch das Ding mit dem Bokeh scheinen MFT-Objektive offensichtlich extrem gut hin zu bekommen und ich finde, dass das 45mm-Olympus meist ein schöneres Bokeh erzeugen, als das 85mm-Nikon (DAS IST ABER SUBJEKTIV! Ich bin Mensch, kein Labor!)

Es sind zwei Dinge, die MFT nach meiner bisherigen Erfahrung besonders gut kann: Bokeh und hervorragende Schärfe und Kontrast bei Offenblende. Erfahrene Fotografen wissen, dass die meisten Objektive bei Offenblende nicht die optimale Abbildungsqualität erzielen, weshalb viele Fotografen meist etwas abblenden. Blende ƒ1.8 an Vollformat ergibt in der Praxis ohnehin für die meisten Porträt-Situationen eine zu kurze Schärfentiefe, weshalb ich längst ƒ4 vorgezogen habe (Vollformat ƒ4 entspricht etwa ƒ1.8 an MFT). Bei den MFT-Objektiven die ich diesbezüglich testete ist zwischen der Aufnahme eines Testcharts bei Offenblende und abgeblendeten Aufnahmen kein Unterschied in der Schärfe und im Kontrast zu erkennen.

Mit der OM-D E-M1 habe ich mein Vollformat-System durch ein Olympus-System ersetzt und mit weiteren Objektiven ausgebaut.

Was mir jetzt zuletzt noch fehlte war ein extremes Weitwinkelzoom. Zur Auswahl stehen dem MFT-Fotografen aktuell zwei Modelle: Das Panasonic 7–14mm ƒ4 und das Olympus M.Zuiko 9–18mm ƒ4–5.6. Ich habe mich für das Olympus-Weitwinkelzoom entschieden und gestern bekommen.

Für das Panasonic-Weitwinkel sprächen 4mm KB weiterer Blickwinkel, durchgehende Lichtstärke ƒ4, und dass ihm eine marginal bessere Abbildungsqualität nachgesagt wird. Ich kann nicht beurteilen, ob der hauchdünne Qualitätsunterschied des Panasonics in der Praxis relevant ist, da ich nicht beide testen konnte, vermute allerdings, dass das nicht der Fall ist. +1 LW besser am längeren Ende der Brennweite ist zwar nett, in der Praxis allerdings bei so kräftigen Weitwinkeln und dem Unterschied von ƒ4 auf ƒ5.6 nicht wirklich relevant (anders sähe es mit 1.4 zu 2.0 aus – das wäre durchaus relevant). Meine Gründe für das Olympus-Weitwinkel:

Auch die 14mm weiteste Brennweite beim Panasonic sind zwar nett, doch aus meiner Erfahrung mit dem Nikon 14–24mm ƒ2.8 weiß ich, dass 14mm oft des Guten zu viel sind – für meinen Anwendungsbereich: ich bin weder ausgesprochener Landschaftsfotograf noch Fischaugen-Fan! Auf der anderen Seite ist mir beim Olympus sympathischer mit einem Objektiv bis 36mm zu kommen, wo das Panasonic bei 24mm endet.

Das Olympus-Objektiv ist deutlich kleiner und leichter als das Panasonic. Es ist sogar sehr klein und leicht – fast schon ein Pancake –, fühlt sich aber trotzdem wertig an. Hier muss ich vielleicht an Olympus’ edlen Metallobjektiven kritisieren, dass diese sehr sensibel gegenüber Kratzern sind. Das beeinträchtigt zwar die Funktion nicht, aber es schmerzt wenn so ein wunderschönes Metallobjektiv Kratzer am Gehäuse aufweist. Plastik und Gummi ist diesbezüglich einfach gutmütiger.

Das Olympus erlaubt den Einsatz von Filtern, was für Landschaftsfotogragie durchaus relevant ist, das Panasonic hat kein Filtergewinde.

Das Olympus-Weitwinkel kostet gerade einmal die Hälfte des Panasonic.

Gestern machte ich meinen ersten Ausflug mit dem neuen Weitwinkel und kann nach Check und Entwicklung der Bilder sagen, dass es meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen hat. Dazu beigetragen hat, dass ich an den Bildern praktisch keine Vignettierung entdecken konnte, sich Verzerrungen in respektablen Grenzen halten, und dass das Objektiv für ein Weitwinkel ein extrem schönes Bokeh zeigt. Natürlich erreicht man mit maximal 36mm bei ƒ5.6 kaum einmal etwas was man als kurze Schärfentiefe bezeichnen könnte – nur wenn man sehr nahe an ein Motiv ran geht. Doch wenn man das macht, dann ist das Bokeh sehr schön flauschig weich. Das bin ich von APS-C und Vollformat praktisch durchgehend unruhiger gewohnt.

AN DIE VOLLFORMAT-FREUNDE: Ich weiß, dass Autoren die sich positiv über etwas anderes als Vollformat äußern, gerne Prügel und Kritik oder zumindest »ja, aber« von euch kassieren. Mir liegt es fern MFT als das überlegene System darzustellen – das wäre Unsinn! Mit Vollformat ist definitiv bessere Qualität zu erreichen und das wird auch so bleiben. Nur ist Vollformat nicht durchgehend überlegen. MFT und andere Systeme haben auch ihre Stärken und Bereiche in denen sie sich Vollformat gegenüber überlegen zeigen. Es liegt am Ende am Einsatzbereich des Anwenders. Wer seine Kamera meist lokal verwendet und maximale Abbildungsqualität erzielen möchte, der profitiert von Vollformat nicht zuletzt auch durch ein besseres Handling der größeren Geräte. Wer jedoch Transportabilität gegen Abbildungsqualität abwägt, für den ist Vollformat nicht die erste Wahl. Und es ist genau diese Überlegung die mich zu MFT brachte. Wäre ich Studiofotograf hätte ich den move von Nikon zu Olympus niemals vollzogen!

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Erfahrungsbericht: Nikon Z5

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Meine erste eigene Kamera mit Wechselobjektiv war eine Nikon F70. Die analoge Spiegelreflex kam 1994 auf den Markt. Gekauft habe ich sie wohl 1998. Vier Jahre nach Marktantritt war dieses Modell noch immer aktuell. Erst 2000 erschien mit der F80 ein Nachfolger. Ein Modellzyklus von sechs Jahren! Kaum mehr vorstellbar, in einer Zeit in der Jahr für Jahr neue Modelle gefordert werden und eines mit drei Jahren am Markt als Methusalem gilt.

Auch meine erste Digitalkamera war von Nikon: E990.

Meine erste Digitale: Nikon E990

Ebenso entschied ich mich bei der ersten DSLR für Nikon, für die D80. Weiterlesen

Erfahrungsbericht: Sony A7 III

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Sony A7C

Eigentlich sollte mein nächster Bericht der Sony A7C gelten. Allerdings konnten wir uns nicht so recht anfreunden. Der Handgriff ist für meine Finger zu wenig ausgeprägt, der Abstand zwischen Griff und Objektiv ist ziemlich eng, vor allem, wenn sich der Durchmesser des Objektivs nach dem Bajonett erheblich ausdehnt. Den Versuch Vollformat-Bodys auf das Volumen von Gehäusen mit Halb oder Viertel so großem Sensor zu schrumpfen sehe ich nach wie vor kritisch – die Physik ist gnadenlos!

Zwischen Fingern und Griff sieht man den Boden durch, zwischen Griff und Objektiv sind sie eingeklemmt, die Fingergelenke stehen am Objektiv an. Die verkrampfte Handhaltung rührt hier daher, dass ich die A7C halten und gleichzeitig mit dem Handy ein das Problem illustrierendes Foto machen musste. Komfortabel ist dieses Kamera für mich nicht zu halten.

Nun ist die A7C wohl eher für die Street gedacht und nicht für Genres in denen gewichtige Linsen eingesetzt werden. Mit kompakten Festbrennweiten ist sie sicher eher in ihrem Element. Allerdings hätten wir auch auf der Straße keine Freude aneinander. Nicht zuletzt weil der Sucher so klein ist, dass ich finde, er wird seiner Bezeichnung gerecht: Man muss ihn suchen bevor man durchblickt. Als Gleitsicht-Brillenträger habe ich Probleme das gesamte Sucherbild scharf zu überblicken – die Anzeige des Batteriestatus rechts oben kann ich nur schwer ablesen. Weiterlesen

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