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0.1. Vier Schritte zum Bild

Fotoschule onLine - Kreative Digitalfotografie verständlich erklärt

Möchte man Fotografie ambitioniert be­treiben, steht man plötzlich vor einem Berg theoretischer und technischer Grundlagen und Fragen:

  • Kann ein Zoomobjektiv mehr als entfernte Objekte heran­holen?
  • Mit was für einer Brennweite fotografiert man Gesichter am Besten?
  • Was macht die Blende genau? Wann wähle ich welche Ein­stellung und weshalb stehen kleine Blendenzahlen für große Blendenöffnungen?
  • Mit welcher Automatik zur Belichtung soll man arbeiten? Oder ist es besser alle Einstellungen manuell vorzunehmen?
  • Wenn die Belichtung von Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit beeinflusst wird – was stelle ich dann wann wie ein?
  • Und wie finde ich überhaupt heraus was die optimale Be­lichtung ist?

Dabei sind das alles mehr oder weniger technische Fragen. Doch lebt gute Fotografie von der Technik alleine? Genügt es eine gute Foto-Ausrüstung zu haben und mit den Einstellungen vertraut zu sein? Oder ist Fotografie mehr als das?

Ich glaube, dass die Technik in der Fotografie eine Nebensache sein sollte. Was zählt, ist das Bild. Das Ergebnis. Die Technik ist lediglich Mittel zum Zweck.

Doch bei aller Überzeugung, dass der Fotograf das Foto macht, nicht die Kamera, bleibt unbestritten, dass in der digitalen Fotografie ohne Technik rein gar nichts geht. Wer sich nicht mit den theoretischen Grundlagen der Fotografie im Allgemeinen und den technischen Möglichkeiten seiner Digitalkamera im Speziellen auseinander setzt, wird immer durch die Grenzen seines Know-hows in seiner kreativen Entfaltung eingeschränkt bleiben.

Reines Wissen darum, was für eine Auswirkung eine be­stimmte Funktion hat, genügt dabei jedoch keinesfalls. Trockenes Grundlagenwissen führt genauso wenig automatisch zu besseren Bildern, wie die neuere, teurere Kamera. Gute Aufnahmen sind in erster Linie eine Frage des Gewusst-wie. Wer allerdings rein bei Fragen, wie »was macht die Blende«, ansetzt zäumt das Pferd von hinten auf. Schließlich stellt sich der Fotograf nicht die Frage »Ich habe hier Blende ƒ1.8 – was könnte ich damit fotografieren?« Vielmehr ist der Ausgangspunkt der Überlegungen das Motiv. Zum Beispiel die Frage wie viel sogenannte Schärfen­tiefe ich mir dafür vorstelle. Dann kommt die Antwort: Mit der Blende. Oder der Brennweite. Oder von beidem ein bisschen.

Vier Schritte – dann: Klick!

Der Weg zum kreativen Bild lässt sich in der Regel auf vier gestalterische Grundüberlegungen reduzieren:

  • Perspektive | Welchen Blickwinkel auf mein Motiv wähle ich? Wie weit entfernt positioniere ich mich und welche Brennweite setze ich ein?
  • Schärfe | Was soll scharf sein? Wo soll der schärfste Punkt liegen und wie tief darf der Bereich davor und dahinter sein der auch noch scharf abgebildet wird?
  • Belichtung | Welche Einstellungen sind notwendig, um zu einer optimalen Belichtung zu gelangen? Wie kann ich Unter- und Überbelichtung verhindern.
  • Komposition | Wie wähle ich den Bildausschnitt des Motivs, so dass das Bild nicht nur abgebildet ist sondern auch harmonisch und spannend wirkt?

Dann: Klick!

Solche Überlegungen unterscheiden das bewusst gestaltende Fotografieren vom einfachen Knipsen von Schnappschüssen. Beim Letzteren zückt man die Kamera und: Klick! Beim Ersteren stehen zwischen Einschalten der Kamera und Durchdrücken des Auslösers meist diese vier Schritte. Nicht bei absolut jeder Aufnahme. Doch als Anhaltspunkt, mit welchen Überlegungen man grundsätzlich beim kreativen Fotografieren ansetzen kann, ist das Konzept bestens geeignet.

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Ein persönlich wertvolles Bild muss keinen künstlerischen Anspruch erfüllen oder technisch brillant in Szene gesetzt sein. Knipsen von Schnappschüssen ist erlaubt und hilft uns später beim Erinnern – und das nur selten weniger gut als perfekt inszenierte Szenen (Dank an Thom für das Foto).

Der fünfte Schritt

Streng genommen braucht es einen fünften Schritt zum perfekten Bild. Und dieser fünfte Schritt ist eigentlich der erste: Bevor ich mich vor einem Subjekt positionieren und über Perspektive, ­Schärfe, Belichtung und Komposition nachdenken kann muss erst einmal ein Bildinhalt gefunden sein – muss die Bildidee stehen.

Auch das Finden des Bildinhalts ist ein kreativer Prozess – gute Motive werden nur selten zufällig eingefangen. In der Regel steht vor der fotografischen Umsetzung ein guter Einfall als Initial­zündung. Oder aber die offenen Augen des Fotografen entdecken ein scheinbar alltägliches, in jedem Fall interessantes Objekt, an dem der normale Passant vielleicht achtlos vorüber ginge.

Wenn ich von ›vier Schritten zum Bild‹ spreche, dann meine ich die vier Schritte die zwischen Bildidee oder Motivauswahl und dem Drücken des Auslösers liegen.

Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
»Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger«
Rheinwerk-Verlag 2015, 437 Seiten, gebunden, komplett in Farbe
ISBN 978-3-8362-3465-8
Buch: 29,90; E-Book: 24,90
Weitere Informationen und Demokapitel auf der Website des Verlags;
Affilate-Link zum Buch bei Amazon.

Objektiv betrachtet: Nikon AF-S 24-70 mm 2.8

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Nikons 24–70mm Objektiv, mit durchgehender Lichtstärke ƒ2.8, dürfte wohl zur unverzichtbaren Standardausrüstung vieler Nikon-Fotografen zählen. Im Trio mit dem Nikon 14–24mm ƒ2.8 und dem 70–200mm ƒ2.8 erreicht der investitionsfreudige Fotograf einen Brennweitenbereich von 14–200mm bei durchgehender Lichtstärke 2.8 und exzellenter Bildqualität.

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Seit ich vor ein paar Monaten das 14–24mm bekommen habe, fotografiere ich viel und gerne damit. Doch das 24–70mm bietet natürlich einen viel weiteren Einsatzbereich. Von der Landschaftsaufnahme bis zum Portrait – dieser Brennweitenbereich ist mit dieser Lichtstärke ziemlich universal einsetzbar. Deshalb ist es auch das Objektiv, das ich bei Fotosafaris und Shootings am häufigsten vor meiner großen Kamera habe.

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Natürlich ist das Objektiv weder leicht noch billig. Gutes Glas hat seinen Preis und sein Gewicht. Aber die Abbildungsqualität die sich dadurch erzielen lässt hat schon etwas für sich. Zwar leben gute Aufnahmen vor allem vom Motiv, von der Bildidee und von Komposition und Bildaufteilung. Doch wenn diese Paramater stimmen, dann ist es vor allem das Material und die gekonnt eingesetzte Technik die einer Aufnahme den letzte Schliff verleiht. Mit dem Nikon AF-S 24–70mm ƒ2.8 ist dieser Schliff besonders fein.

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Weitere Bilder mit dem Nikon AF-S 24–70 ƒ2.8

Objektiv betrachtet: Nikon AF-S DX 35mm 1.8

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In meiner Serie über meine Objektivausrüstung möchte ich heute das Nikon AF-S DX 35mm ƒ1.8 vorstellen.

Einmal eine kurze Erklärung das die Buchstabenkürzel zu bedeuten haben: AF steht für Autofocus. Das S heißt, dass ich nach dem automatischen Einstellen die Fokussierung von Hand verstellen kann, ohne, dass das AF-Getriebe Gefahr läuft Schaden zu nehmen. Bei älteren Objektiven ohne diesen S-Zusatz ist das nicht zu empfehlen. Dort sollte man es tunlichst unterlassen am Fokusring zu drehen, nachdem die Kamera fokussiert hat – also so lange man den Auslöser halb durchgedrückt hat.

DX bedeutet, dass das Objektiv für Kameras mit kleinem APS-Sensor ausgelegt ist und auf Kameras mit Kleinbildsensor (der Volksmund spricht vom Vollformatsensor – Nikon nennt es FX)nur einen recht kleinen Bildbereich abdeckt.

Meine Arbeitskamera ist die D700, ihres Zeichens eine FX-Kamera mit Kleinbildsensor, weshalb ich dieses Objektiv daran auch nicht verwende.

Meine immer-dabei-Kamera jedoch ist eine D80 und die hat den kleineren DX-Sensor und auf dieser Kamera ist das 35mm 1.8 mein liebster Begleiter. Zur immer-dabei-D80 also das immer-dabei-35mm. Grandkoses Gespann!

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Das obere Bild entstand in dunkelster Nacht aus freier Hand mit der D80. Bei einer Lichtstärke von 1.8, 35mm und ISO800 lässt sich das machen.

Vor dem AF-S 35mm 1.8 war das AF 50mm 1.8 mein ständiger Begleiter. Ein etwas betagtes Objektiv, das aber noch immer einen sehr guten Ruf genießt, vor allem da es schon ab etwa 100 Euro zu haben ist. Allerdings entsprechen die 50mm dieses Objektivs an der D80 einer Brennweite von 75mm und das ist praktisch ein Tele. Immer mit Tele fotografieren ist schon eine arge Einschränkung. Also habe ich mich entschieden es mit dem neuen 35mm-Objektiv zu versuchen und ich habe es nicht bereut.

Neben der Brennweite war das alte AF 50mm mein einziges Objektiv, das mir nicht erlaubt manuell nachzufokussieren. Das ist lästig, wenn man die Nachfokussiererei erst einmal gewöhnt ist.

Das AF-S 35mm 1.8 bildet schön scharf ab, bei der großen maximalen Blendenöffnung kann man aber auch sehr schöne Unschärfen erzielen und die Schärfentiefe kurz halten, auf was ich halt stehe. Die 35mm Brennweite entsprechen auf Kleinbild umgerechnet knapp der Normalbrennweite von 50mm und das soll so ungefähr der menschlichen Wahrnehmung am nächsten kommen.

Ich kann das Objektiv nur jedem empfehlen, der eine Nikon mit kleinerem Sonsor hat und nach einem guten, Lichtstarken Objektiv mit Festbrennweite Ausschau hält. Und eine Festbrennweite kann ich ohnehin jedem Fotografen empfehlen.

Ein paar Alltagsschnappschüsse, die mit dem AF-S 35mm entstanden sind, habe ich in einer mobileMe-Galerie zusammengestellt.

Richtigstellung: Ein Besucher hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass nicht bei jedem S-Nikkor (also nicht jedes AF-S) manuell nachfokussiert werden kann.

Urheberrecht und -unrecht

Gestern hat mich der Kommentar eines Fotografen erreicht, dessen Foto ich im Blog gezeigt habe. Er hat sich beschwert, dass ich unter meinem Namen ein Foto von ihm zeige ohne seine Erlaubnis einzuholen. In einem freundlichen Mailwechsel konnten wir die Sache gütlich klären, doch es hat mich angeregt einmal mehr über Urheberrecht im Internet nachzudenken.

Zum Einen habe ich zwar immer auf die Quelle zurück verlinkt wenn ich ein Beispiel exzellenter Arbeit präsentierte aber ich muss gestehen, dass ich zu faul war auch den Namen des Fotografen mit anzuführen. Das habe ich jetzt geändert.

Ich habe bereits mit einigen Fotografen über ihre Meinung dazu gesprochen, was sie davon halten wenn ich ihre Fotos in meinem Blog zeige. Das Feedback ging durchgehend in die Richtung, dass sie sich darüber freuen wenn ich hier ihre Fotos zeige, solange ich zu ihnen zurück verlinke.

Das ist auch meine Einstellung dazu: Ich freue mich wenn jemand meine Arbeiten herzeigt solange er mich als Urheber kenntlich macht und meine Bilder nicht kostenlos verwendet um damit sein eigenes Geschäft anzukurbeln. Das heißt, wenn ein Verlag der mit seinen Publikationen Cash macht meine Bilder verwendet um den Einkauf kostenpflichtiger Agenturbilder oder Aufträge an Fotoreporter zu umgehen, dann halte ich das nicht für legitim. Noch viel verwerflicher finde ich es, wenn Werbeagenturen und Werbegrafiker Bilder klauen. Da ist es mit einer einfachen Quellenangabe oder Namensnennung nicht getan! Wer Geld mit den Werken Anderer verdient, sollte diese auch an seinem Gewinn beteiligen. Das ist nur fair.

Beunruhigend finde ich die derzeitige Praxis von Google Bücher ohne das Einholen der Rechte zu scannen und ins Internet zu stellen. Das edle Mäntelchen, das sich der Infomonopolist da umhängt, ist doch falsche Fassade, denn Google macht mit seinen Services enorme Kohle. Autoren sollen dann pro Buch mit ein paar Euro abgespeist werden und der GoogleKrake steckt die Millionen ein? Hm. :\

Noch geht es um Bücher, die nicht mehr erhältlich sind. Aber wie soll das weiter gehen, wenn der Trend zum geilen Geiz anhält. Glaubt ihr ich schreibe noch Bücher, wenn ich damit nichts mehr verdienen kann? Glaubt ihr Irgendjemand schreibt noch Irgendeinen anspruchsvollen hochwertigen Text, wenn er davon nicht mehr leben kann?

Zurück zum Thema Bilder, denn so einfach ist das Thema mit den Blogs noch nicht abgehakt. Zwar ist die Kohle, die ich mit GoogleAdds und AmazonLinks verdiene, so wenig, dass das nix mit einer kommerziellen Nutzung zu tun hat. Aber neben dem Spaß am Bloggen sehe ich das Weblog schon auch als Marketinginstrument und hoffe, dass ich damit Promotion für meinen Namen und meine Bücher machen kann. Also ist auch mein Blog ein bisschen kommerziell. Und das gilt für viele Blogs.

Zwar müsste ich den Blog wie er jetzt ist einstellen, wenn ich für jedes Beispiel eine Erlaubnis einholen müsste, ganz zu schweigen davon, dass ich keine Lizenzgebühren für Bilder die ich zeige abgeben könnte. Die Einkünfte aus den Büchern sind gerade groß genug das Schreiben eines neuen Buches wirtschaftlich so einigermaßen zu rechtfertigen. Aber vor diesem Hintergrund kann ich doch verstehen, dass nicht alle Fotografen oder Designer erbaut sind ihre Arbeiten in fremden Umfeldern zu finden – ob mit Quellenangabe oder ohne. Überhaupt ist es legitim, dass der Schöpfer eines Werkes nicht will, dass seine Arbeit auf einem Blog oder einer Site erscheint von der er nie etwas erfährt.

Natürlich unterstützt die Verbreitung von Arbeiten Kreativer in Blogs, auf Sites und in Communitys die Reputation ihrer Schöpfer. Das ist meine Sichtweise und die Sichtweise Vieler die ich kenne. Aber es ist auch legitim es anders zu sehen.

Wer ein Werk schafft hat in meinen Augen auch das Recht zu bestimmen was damit geschieht und was nicht damit geschehen darf. Die Mentalität Vieler zu glauben, sie hätten EIN RECHT auf Alles was andere im Schweiße ihres Angesichts erarbeiten und erschaffen und das Recht es sich auch so zu nehmen, wenn Sie den dafür verlangten Preis nicht bezahlen wollen, nicht können oder für zu hoch erachten, finde ich gelinde gesagt zum Kotzen. Schade, dass diese Mentalität längst zum Mainstream geworden ist und nur die wenigsten Leute ein Problem damit haben sich einfach zu nehmen, wonach ihnen gelüstet.

Ich will hier nicht als Ritter der Rechte ausbeuterischer Industrien auftreten. Wenn eine gierige Musikindustrie gewöhnliche Hausfrauen und Mütter zu Millionenklagen verdonnert und ihr Leben ruiniert, weil sich auf ihrer Festplatte ein paar illegal erworbene Musikstücke gefunden hat, dann ist das mehr zum Kotzen als man jemals essen kann – eine Industrie, die keine Skrupel hat mit minderwertiger Massenware die Taschengeldbörsen Minderjähriger zu plündern. Aber nur weil sich da eine Industrie und einige Multis auf übelste daneben benehmen, rechtfertigt das nicht, dass wir – du und ich – uns einfach überall bedienen dürfen und einfach nehmen wonach uns ist.

Ein kleiner Fotograf ist kein Plattenmulti. Ein kleine Softwareschmiede mit einer sauberen Shareware ist kein Adobe, kein Microsoft, kein Apple. Und ein Schriftdesigner schafft seine Schriften in der Regel aus einer Leidenschaft die finanziell nie vergolten wird.

Das sind nur so ein paar Gedanken zum Urheberrecht und ein Aufruf dazu, dass wir alle darüber nachdenken dürfen, wo die Produkte die uns Freude machen oder uns helfen einen Job zu erledigen her kommen, wer sie gemacht hat, was er dafür aufgewendet hat und, dass er wahrscheinlich auch davon leben können möchte.

Selbstbedienungsladen Internet

Robert Kneschke hat vor einigen Tagen in seinem Blog einen Artikel veröffentlicht, den ich so interessant fand, dass ich ihn gebeten habe ihn auch in meinem Blog zu posten. Es geht dabei darum, dass beim Thema Internet und Computer die landläufige Meinung herrscht, alles müsse gratis sein.

In Roberts Artikel geht es um Stock-Fotografie, mit der er seinen Lebensunterhalt verdient. Doch die Selbstbedienungsmentalität bei Dingen die von Menschen kreativ geschaffen werden betrifft nicht nur Fotos. Es ist dasselbe beim Thema Schriften, Software, Design, Illustration, Musik und Text. Für viele Anwender ist es selbstverständlich sich tausende Songs bei Freunden zu besorgen, Soft- und Shareware vom Internet zu saugen und ohne Lizenzgebühr zu nutzen, für Schriften zu bezahlen ist ohnehin ein absurder Gedanke und interessante Artikel einfach aus Blogs zu kopieren ist mittlerweile sogar bei professionellen Verlagen Gang und Gäbe.

Leute wie Robert möchten aber ebenso von ihrer Arbeit leben, wie Schriftdesigner, Softwareprogrammierer, Musiker, du und ich. Ich spreche hier nicht nur von Microsoft, Adobe, Apple und Sony Entertainment – wer deren Leistung raubkopiert scheint sich ohnehin als Robin Hood zu fühlen. Ich spreche von den vielen Kreativen für die die Lizenzen ihrer Werke das wirtschaftliche Überleben sichern sollen.

Ich will über niemanden urteilen der einmal ein paar Songs mit Freunden tauscht, ein paar nicht lizensierte Schriften auf seiner Festplatte archiviert oder eine Software eine Zeit lang unter Umgehung einer Sperre testet. Doch die Selbstverständlichkeit mit der viele Leute glauben ein Recht darauf zu haben, Leistungen Anderer kostenlos zu konsumieren ohne den Schöpfern eine Entschädigung zukommen lassen zu müssen, stimmt mich bedenklich.

Liebe Leute: Stellt euch vor es wären eure Leistungen und Andere würden sich bedienen ohne euch einen müden Cent zukommen zu lassen. Ja andere würden eure Leistung sogar kostenlos nützen um ihren eigenen Umsatz zu erhöhen und ihr schaut durch die Finger. (Und bitte klammert die Vorstellung aus, dass den kreativ Schaffenden ohnehin nichts abgeht, da alle Millionäre sind. Die meisten können gerade überleben – wenn überhaupt)

Hier nun Roberts Geschichte:

»Vor zwei Wochen hatte ich im Blog einen Artikel mit dem Titel »Bilderklau im Internet – Strafen oder sein lassen« geschrieben, bei dem die Kommentare nur so einprasselten. Der Tenor der Aussagen: Man muss nicht immer sofort mit dem Anwalt kommen. Sehe ich genauso. Aber reicht eine freundliche Mail?

Folgender Fall:

Ich habe wieder im Internet gesucht, wo meine Fotos benutzt werden. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die ich im Artikel “10 Tipps zum Finden der eigenen Fotos” beschrieben habe. Diesmal wurde ich wieder fündig, aber auf einem anderen Weg.

In den Logdateien meiner Webseite verzeichnete ich auffällig viele Besucher von der Social-Networking-Webseite www.jappy.de. Ich habe mir die Webseite genauer angesehen und gemerkt, dass es dort ein Sport zu sein scheint, Bilder mit ganz vielen anderen Menschen zu tauschen, bzw. diese in den Gästebüchern der Freunde zu zeigen. Leider schert es die meisten überhaupt nicht, ob die Fotos urheberrechtlich geschützt sind oder nicht.

Da gibt es Screenshots von Filmen, kommerzielle Bilder aus Bildagenturen, Fotos von Flickr und eben auch Fotos von anderen Webseiten, zum Beispiel meiner. Innerhalb einiger Minuten habe ich drei meiner Fotos in den Gästebüchern und Foren von jappy.de gefunden. Die meisten der Fotos werden auch nicht kopiert, sondern per Hotlinking eingefügt. Das führt neben der Urheberrechtsverletzung noch zu zusätzlichem Traffic bei den Originalseiten, von wo die Fotos kommen, für den die Betreiber meist Geld zahlen müssen. Sie werden damit also doppelt geschädigt.

Weil das bei jappy.de keine einmaligen Ausrutscher sind, weil die Bilder als Hotlink genutzt werden und weil mehrere meiner Bilder betroffen waren, wollte ich nicht nur eine nette Mail schreiben, sondern mich für meine Arbeitszeit, in der ich die Bilder suchen musste, entschädigen lassen.

Immerhin: jappy.de hat eine gut findbare eigene Emailadresse für Rechtsverletzungen und ich bekam innerhalb einer Stunde Antwort von der Rechtsabteilung. Der Mitarbeiter teile mir mit, dass die betreffenden User informiert wurden und sich bei mir melden sollen.

Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf von der Frau, die eins der Bilder geklaut hatte. Es handelt sich um ein Obstfoto, was bei einer Google Images-Suche nach »Obst« relativ weit vorne auftaucht. Das Obstfoto sieht vielleicht dahingeworfen aus, erforderte aber einen sorgfältigen Aufbau und Obst im Wert von über 30 Euro.

Die Dame argumentierte nach diesem Muster:

  • das sei total üblich bei Jappy
  • das Bild habe sie nicht von mir, sondern das gab es bei Google
  • sie wusste nicht, dass das verboten sei
  • wenn das bei Google angezeigt wird, muss das doch kostenlos sein

Nach einer Weile sah sie ein, dass ihre Handlung nicht rechtens war. Ich bot ihr schlicht an, das Foto in der kleinsten Web-Auflösung nachträglich über meine Bildagentur zu lizensieren und fertig. Fand ich fair. Kostenpunkt: 20 Euro. (Ja, da hat sie etwas Pech gehabt: Andere Fotos von mir werden auch für 5 Euro in der Web-Auflösung angeboten bzw. sehr ähnliche Obst-Fotos gäbe es als Microstock-Fotos auch für 1 Euro, aber das betreffende Foto wird von mir ausschließlich über eine etwas teurere Agentur vertrieben).

Daraufhin meinte sie zu mir, dass das doch nicht mein Geschäftsmodell sein könne, die Leute über Google zu meinen Fotos zu locken und dann Geld zu kassieren. Da war ich baff. Ich erinnerte sie daran, dass ich erstens niemanden gezwungen habe, mein Foto ohne meine Erlaubnis zu kopieren und zweitens sowohl im Foto selbst als auch auf der Seite, wo mein Foto gezeigt wird, deutlich ein Copyright-Zeichen zu sehen ist, was mich als Urheber des Fotos ausweist. Mit allen dazugehören Rechten, wie bei der Nutzung Geld zu verlangen.

Ich erinnerte auch daran, dass ich mit meiner Mail ihr Anwaltskosten in Höhe von mehreren hundert Euro sparen würde. Aber statt Dankbarkeit erntete ich Wut. Finde ich ehrlich gesagt verständlich, aber was soll ich machen? Alles ignorieren? Meine Zeit dafür opfern, nette E-Mails an die Bilderdiebe zu schreiben, ohne dafür entschädigt zu werden? Was meint ihr dazu? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Ich habe mich für die Variante »nette Mail plus Rechnung« entschieden. Die 20 Euro wurden bezahlt. Eine regelmäßige Bildkäuferin wird die Frau sicher trotzdem nicht werden. Der Kontakt zu den zwei anderen Usern steht noch aus.«

Die Technik macht kein Foto

Wenn es um die Bedeutung der Technik für gelungene Aufnahmen geht, scheiden sich die Geister. Die einen rennen ein Fotografenleben lang besserem und teurerem Equipment nach, die anderen behaupten, dass die Qualität der Kameraausrüstung relativ bedeutuntslos ist. Wie meistens haben beide ein Bisschen recht.

Gute Fotografie besteht aus drei Komponenten:

  1. Inhalt
  2. Gestaltung
  3. Technik

Nur eine gute Bildidee oder ein wirklich interessantes Motiv führen zu einem beachtenswerten Resultat. Der Bildinhalt muss allerdings außergewöhnlich spektakulär sein, um auch ohne eine gute Bildgestaltung noch etwas rüber zu bringen. Das heißt ein gutes Motiv will in der Regel auch gut in Szene gesetzt werden. Einen Ausschnitt und seine Gewichtung und Proportionen zu komponieren, ist von größter Bedeutung für die Bildwirkung und braucht Erfahrung. Der aktuelle Trend banale Alltagsmotive in ungewöhnlichem Licht oder Perspektive neu zu erschließen, zeigt, wie viel mit guter Bildgestaltung möglich ist – da entstehen durchaus immer wieder beeindruckende Ansichten, bei Motiven die eigentlich absolut keine inhaltlichen Qualitäten zu haben scheinen.

Bildinhalt und Gestaltung haben etwa zwei Drittel Anteil an einem gelungenen Foto. Wer das ignoriert, wird niemals wirklich gute Aufnahmen machen. Doch die Bedeutung der Technik zu ignorieren, wäre ein fataler Fehler. Ich habe lange Zeit in intensiver Auseinandersetzung, vor allem mit der Gestaltung von Aufnahmen, mit einem relativen Low-Budget-Equitment gearbeitet: Mit einer Nikon D80 und einem 18–200mm Zoomobjektiv. Relativ Low-Budget bedeutet, dass dafür noch immer circa 1.500 Euro über den Ladentisch gegangen sind.

Absolut: Auch mit den Konstruktionsbedingten Mängeln dieses Allround-Objektivs lassen sich beeindruckende Aufnahmen erzielen, wenn man sich mit Inhalt und Gestaltung auskennt und auseinandersetzt. Dennoch konnte die Qualität meiner Aufnahmen praktisch niemals an jene heranreichen, die ich an den Bildern professioneller Fotografen bewundere. Bilder, wie man sie in Büchern, Zeitschriften und Magazinen abgebildet findet. Das ist natürlich auch frustrierend, weil man das Gefühlt hat, es sei mangelndes Können und Wissen, weshalb man diesen Grad professioneller Abbildungsqualität nicht erreicht.

Seit mir aber der Auftrag zum Schreiben eines Buches über eine professionelle Kamera die Möglichkeit eröffnet hat mit professionellem Equipment zu fotografieren, ist mir bewusst geworden, welche Bedeutung gute Geräte und Optiken für das letzte Quäntchen Abbildungsqualität professioneller Aufnahmen haben. Ein einziges Bild, aufgenommen mit einer Festbrennweite die preislich in der Region von 4.000 Euro liegt, hat mir den Unterschied zwischen der Abbildungsqualität von Amateur-Optiken und professionellen Systemen überdeutlich vor Augen geführt.

Damit möchte ich euch nicht aufrufen, all eure preiswerten Objektive im Altglaskontainer zu versenken. Ganz im Gegenteil: Setzt euch mit Bildgestaltung und Bildinhalt auseinander. Ein Fotograf, der mit diesen beiden Komponenten der Fotografie virtuos umzugehen versteht, wird auch mit der billigsten Kompaktkamera bessere Ergebnisser erzielen, als ein Knipser, der davon keine Ahnung hat mit dem teuersten Equipment. Seid euch aber bewusst, dass das letzte Drittel Qualität professioneller Aufnahmen an der professionellen Ausrüstung liegt. Wenn ihr trotz intensiver Auseinandersetzung mit Fotografie nicht an die Qualität der Profis ran kommt, dann liegt es wahrscheinlich weniger an euren mangelnden Fähigkeiten, als vielmehr an der Einsteiger-Fotoausrüstung.

Super Zoom! Aber wozu?

In letzter Zeit sind wieder ordentlich zoomstarke Kompaktkameras, Bridgekameras und Superzooms auf den Markt gekommen. Die Hersteller überbieten sich mit Brennweitenbereichen. Da bringt Nikon eine P90 auf den Markt, die von 28–624mm reicht (umgerechnet auf Kleinbildformat). Olympus bietet sogar mit SP590-UZ ein Modell von 26–676mm an!

Früher fand ich den Gedanken an solche Boliden auch Geil. Mit beinahe 700mm Brennweite, da müsste man doch in der Lage sein die Schuhbändel vom Mann im Mond zu fotografieren. Wer aber wirklich einmal versucht hat mit langer Brennweite eine Vogel in ein paar Dutzend Meter Entfernung auf den Sensor zu bannen, wird wissen, wie schnell ein paar Meter Abstand ein paar Millimeter Brennweite überfordern können – auch wenn es 700mm sind. Gerade wer darauf aus ist, mit langen Rohren kleine Objekte zu jagen, wird seine Brennweitenträume schnell von der banalen Wirklichkeit eingeholt sehen. Aber eigentlich ist die Relativität von Brennweite noch das kleinere Problem an solchen Zoomgiganten. Das Problem ist vielmehr, dass sich mit Kompaktkameras mit langen Brennweiten nur selten gute Aufnahmen erzielen lassen. Das hat mit Atmosphäre und Licht zu tun.

Da ist einmal das Problem, dass man, je länger die Brennweite, desto mehr Licht benötigt. Leider lässt ein Objektiv desto weniger Licht zum Sensor, je länger die Brennweite ist. Das Resultat: Bei den extremen Verlängerungen mit Zoomriesen lassen sich nur unter äußerst hellen Lichtbedingungen einigermaßen unverwackelte Aufnahmen erzielen. Am besten bei strahlenden Sonnenschein. Leider ist strahlender Sonnenschein aufgrund harter Licht-Schatten-Kontraste nicht unbedingt der Freund gelungener Aufnahmen.
Der zweite Feind guter Aufnahmen auf weite Distanzen ist die Atmosphäre. Je größer die Distanz, desto mehr sorgt die Atmosphäre dafür, dass Aufnahmen milchig, flau und kontrastarm werden.

Es gibt sicher Aufnahmesituationen, in denen eine Kompaktkamera mit langer Brennweite gute Ergebnisse erzielen kann. Ich vermute aber, dass hinter dem Trend zu Kameras mit superlanger Brennweite in erster Linie die volkstümliche Weisheit »Viel hilft viel« steckt. Und darüber hinaus Unwissenheit.

Ich vermute, dass viele Käufer von Superzoomkameras von den Resultaten der Geräte enttäuscht sein werden und die Lust am Fotografieren verlieren.

Entgegen dem Trend zum langen Telezoom scheint es aber auch einen Trend zum Weitwinkel bei Kompaktkameras zu geben – eine Entwicklung, der ich viel mehr abgewinnen kann. Weitwinkel werfen viele Probleme von Superzooms gar nicht auf. Man ist oft in der Lage auch mit günstigen Modellen beeindruckende Landschafts- und Städteaufnahmen zu machen, und man bekommt vor allem dort mehr Action aufs Bild, wo Kompaktkameras vor allem daheim sind: Auf Partys und überall wo Leute zusammen kommen.

Welche Kamera ist die richtige?

Via Twitter hat mich am Wochenende die Frage nach der besten Kamera erreicht. Ich bin Nikon-Fotograf aus absoluter Überzeugung. Deshalb kann ich nichts anderes empfehlen als eine Nikon.

Die drei großen Hersteller – Nikon, Canon und Sony – haben sicher langfristig das größte Potenzial und das größte Angebot an Objektiven – vor allem Canon und Nikon.

Mir fallen viele Argumente pro Nikon ein: Nikon ist bekannt dafür, besonders gute, große, helle Sucher zu bauen, und auch beim Systemblitzen scheint Nikon derzeit die Nase vor allen anderen Herstellern zu haben (vor allem wenn es um entfesseltes Blitzen geht). Die Qualität der Nikon-Objektive steht außer Zweifel (und im Gegensatz zu einem geizigen Mitbewerber 😉 kommen Nikon-Linsen immer MIT Streulichtblende), und, und, und.

Ein Canon-Fan wird aber wohl genau so viele Argumente pro Canon liefern. Alle Hersteller kochen mit Wasser und beinahe jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Am Besten ist immer zu überlegen, was möchte ich mit der Kamera machen und welche must-have-Eigenschaften ergeben sich daraus für die Kamera. Bei Street-Photography ist derzeit zum Beispiel die Panasonic G1 neue Micro-Four-Thirds sicher eine Überlegung wert: Klein und kein Spiegel, der Lärm macht. Studio-Fotografen die einen preiswerten Einstieg ins Profi-Segment mit hoher Auflösung suchen und auf hohe ISO-Werte verzichten können, sollten die Sony α900 ansehen. Für alle, die im Gegensatz auf eine gigantische Auflösung verzichten können (man sollte sich ernsthaft überlegen, wie viel Auflösung man braucht und wie viel Auflösung zu viel ist), aber hohe ISO-Werte zu schätzen wissen, für die stellt die D700 (und darüber die D3) eine Revolution dar. Canons D700-Konkurrent 5D Mark II punktet mit fast schon doppelter Auflösung, wirft damit natürlich extrem hohe Datenmengen auf und ist damit auch deutlich langsamer als die D700. Bezüglich Rauschen habe ich von dieser Kamera schon gelesen, dass sie besser als die D700 sein soll, und gehört, dass sie mit der D700 nicht mithalten kann.

Und dann muss einem eine Kamera immer auch vom Feeling und der Bedienung her gut liegen und sympathisch sein. Ein Produkt wie ein Kamerasystem, darf einem nicht nur funktional entgegen kommen, sondern man muss es auch emotional mögen.

Nikon D700 – Das Buch zur Kamera ist da

Nikon D700 Das Buch zur Kamera

Heute Mittag war’s soweit: Ich konnte endlich das erste Exemplar meines Nikon D700 Buches in Händen halten. Leider habe ich jetzt keine Zeit hier meine Kamera auf ein Stativ zu bauen, und deshalb habe ich einfach schnell mit iSight ein Foto von mir und meinem jüngsten Baby gemacht, und das ganze in Photoshop etwas gepimpt.

Interessenten können das Buch in Deutschland bei Buch & Video bestellen (versandkostenfrei innerhalb Deutschlands), für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Amazon, und natürlich im Buchhandel, ISBN 978-3925334917.

Mir macht das Schreiben eines solchen Buches verdammt viel Spaß, aber es ist eine unheimliche Hackn (österreichisch für viel Arbeit 🙂 ). Jetzt hoffe ich natürlich auf reißenden Absatz, damit sich der Aufwand auch einigermaßen lohnen wird. Wenn einer von euch das Buch liest und so gut findet, wie ich hoffe, dass es ist, dann kann er mir einen riesigen Stein in den Garten schmeißen, indem er seine Meinung durch eine Rezension bei Amazon (und den anderen üblichen verdächtigen) weiterverbreitet. Das könnte für dieses Buch besonders wichtig werden, denn wie es scheint, werden Bücher des Verlages derzeit gezielt durch extrem schlechte Rezensionen diskreditiert. Es steht wohl zu befürchten, dass diese Form des unlauteren Wettbewerbs auch mein Buch wieder treffen wird.

Ich habe ja leider letztes Jahr bereits bei meinem Photoshop-Buch und InDesign-Training damit Erfahrung sammeln dürfen (mehr darüber ist über die Links unten zu erfahren).

Bitte aber meinen Aufruf nicht missverstehen: Ich möchte nicht, dass jetzt jemand eine Rezension schreibt, der das Buch gar nicht gelesen hat, nur um mir einen Gefallen zu tun. Das wäre dann sicher gut gemeint, aber ich halte nichts vom Schummeln und möchte mich nicht auf das Niveau von Mitbewerbern herablassen, die glauben ihre Werke durch manipulierte Rezensionen puschen, und Mitbewerber durch ebenso falsche Rezensionen schlecht machen zu müssen. Ich hoffe, dass mir möglichst viel Leute, die vom Buch angetan sind, helfen, das Buch besser zu verkaufen. Und gute Rezensionen bei Amazon helfen echt! Das gilt natürlich auch für meine Photoshop-Werke. 🙂

Links zu den Artikeln zu den Ereignissen bei Amazon im letzten Jahr:

Nikon D700 – Das Buch zur Kamera

Noch ist es nicht ganz fertig. Die letzten Korrekturen stehen noch aus und dann muss es erst gedruckt werden. Bei Amazon kann es aber bereits vorbestellt werden: »Nikon D700 – Das Buch zur Kamera«.

Ursprünglich hätte das Werk eine Gemeinschaftsproduktion zwischen mir und Pascal werden sollen. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass mich die Kamera so sehr fasziniert hat, dass ich das Projekt sehr stark an mich gezogen habe. Es hat sich auch herausgestellt, dass das gemeinsame Schreiben gar nicht so einfach ist, wie vorgestellt. Wahrscheinlich bin ich auch nicht der geeignete Team-Player dafür. Ich habe doch gerne alles unter eigener Kontrolle.

Auch wenn am Ende aus dem geplanten 50:50-Projekt ein 80:20-Projekt geworden ist, hat Pascal großen Anteil am Resultat. Wir haben viele Fotoshootings und Tests gemeinsam durchgeführt, mit Ausnahme des letzten Kapitels, war er immer der erste, der ein Kapitel las und seinen Input gegeben hat, und wir haben viele Themen gemeinsam diskutiert.

Zum Buch: Es war mir wichtig, dass es keine Zweitausgabe des Handbuchs der D700 wird, sondern ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Im ersten Kapitel erkläre ich einiges zur Technik, zum Sensor, zum Autofokus-System usw. Das zweite Kapitel heißt »Grundlagen für Fortgeschrittene«. Natürlich sind die D700-Anwender nicht an Fotobasics interessiert. Doch wer kein mit allen Wassern gewaschener Vollprofi ist, hat sehr oft Löcher in seinem Know-how. Ich erkläre was es mit Farben und Tonwerten auf sich hat, was ein Tonwertumfang ist und wie er sich auf Aufnahmen auswirkt, wie man die Histogramme während des Fotografierens für optimal belichtete Aufnahmen nutzt, was das Zonensystem mit dieser optimalen Belichtung zu tun hat, und weshalb der Fotograf gelegentlich gegensteuern muss. Im dritten Kapitel erkläre ich alle wichtigen Einstellungen an und über die Menüs der Kamera: Von Voreinstellungen zum Sichten und
Beurteilen, über Einstellungen für richtig belichtete Aufnahmen, Einstellungen für scharfe Aufnahmen und LiveView. Zum Abschluss des Kapitels beschreibe ich in einem längeren Kapitel das Fotografieren mit System Blitzen bis hin zur Arbeit mit dem Nikon Advanced Wireless Lighting. Das letzte Kapitel gibt dem Leser über ca. 60 Seiten hinweg einen Einblick in die digitale Dunkelkammer. Ich stelle kurz Programme wie Nikon Capture NX2, Adobe Photoshop und Photoshop Lightroom, Apple Aperture etc. vor. Nachfolgend beschreibe ich die Grundlagen der Arbeit in der digitalen Dunkelkammer, die wichtigsten Möglichkeiten und vor allem den Umgang mit Raw-Dateien, bei Nikon NEF.

Das Buch kann selbstverständlich auch über den Buchhändler um die Ecke bestellt werden. ISBN 978-3-925334-91-7

Falls einer von euch, liebe Leser, das Buch liest, freue ich mich über Feedback von euch.

Nachdem dieses Projekt praktisch abgeschlossen ist, arbeite ich bereits mit Vollgas an »Photoshop CS4 – Die Workshops«.