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Autor: Markus Waeger

Olympus OM-D E-M1X

Posted in Erfahrungsberichte

Die E-M1X (Olympus) ist ein Monster von einer MFT-Kamera. Für MFT entscheidet man sich primär, weil man mit einem kompakten und handlichen System fotografieren will. Deshalb habe ich mich für MFT entschieden. Die E-M1X liegt zwar ausgesprochen gut in Händen und ist somit handlich, aber sie ist weder kompakt noch leicht. Sie wirkt nur unwesentlich weniger als eine Nikon D850, wobei sie bei diesem Gewicht den Hochformatgriff integriert hat, die D850 hat das nicht.

Was also spricht dafür, so eine riesige und schwere Kamera mit vergleichsweise winzigem Sensor zu kaufen?

Zunächst einmal sind voluminöse Bodys von Vorteil, wenn man mit langen und schweren Teleobjektiven arbeitet. So führt die E-M1X in Kombination mit dem M.Zuiko 300mm ƒ4 Pro zu einer durchaus noch ausgewogeneren Ergonomie, als die an E-M1 II. Noch deutlicher wird das beim für nächstes Jahr angekündigten 150–400mm ƒ4.5 Superzoom. Mit dem darin integrierten 1,25-Telekonverter wird damit auf Kleinbild hochgerechnet ein 375–1000mm Zoom. Kombiniert man dazu noch den 2-fach-Telekonverter, landen wir bei 750–2000mm. Damit macht nicht nur das voluminöse Gehäuse Sinn, sondern auch die darin enthaltene Rechenpower zweier Prozessoren. Diese wird die Kamera dann sicher brachen können, soll bei 2000mm und ƒ11 noch annehmbar scharf gestellt werden können. Wie das funktionieren soll – darauf bin ich bereits gespannt.

Wenn es gut funktioniert, erhält man natürlich ein einzigartiges System: 2000mm Brennweite in noch immer handlicher Form mit der marktführenden Bildstabilisierung von Olympus! Ich gestehe, das bringt mich zum Sabbern.

Was auch reizend ist, an der E-M1X: Der Joystick zur Messfeldauswahl – gleich zwei Mal; einmal in Querformat-, einmal in Hochformatposition. Der Joystick war einer der Gründer, der mich zur Lumix G9 verleitet hat – ich bin froh ihn jetzt auch bei Olympus zu sehen.

Auch schön: Die Möglichkeit die Akkus in der Kamera via USB zu laden. Zum Laden nutze ich Solar Powerbanks (Diese beiden: Amazon-Affiliate-Link | Amazon-Affiliate-Link), die ich mit einem zusätzlichen Solarpanel (Amazon-Affiliate-Link) lade – also zumindest vom Frühjahr bis Herbst mit Sonnenenergie.

Es sind allerdings andere Dinge, die die E-M1X zu einer besonderen Kamera machen. Eines davon ist der Handheld-High-Res-Modus.

50MP-High-Res-Aufnahme: ƒ8 | 1/400s | ISO100 | 12mm MFT

Die Abbildung oben zeigt eine Aufnahme, die aus freier Hand im High-Res-Modus entstand, unten ein 1:1-Ausschnitt. Nicht gestochen scharf, wobei die Frage offen bleibt, ob eine Kamera mit einem Sensor mit 50MP echter Auflösung aus freier Hand ein deutlich besseres Resultat erzielt hätte.

1:1-Ausschnitt aus der Aufnahme oben

Zu den Vorzügen von MFT-Kameras gehört die exzellente Bildstabilisierung. Auch schon mit einer E-M1 II (und ich vermute mit allen aktuellen Olympus-Modellen) lässt sich der Mond des Nachts mit einer entsprechend langen Brennweite gut und scharf abbilden. Doch als der erste Vollmond nach dem ich die E-M1X erhalten hatte aufging, interessierte mich, ob das auch im High-Res-Modus aus freier Hand klappt.

Unbeschnittenes Bild des Mondes im High-Res-Modus aufgenommen

Die Abbildung oben zeigt das unbeschnittene Resultat mit 50MP, aufgenommen mit M.Zuiko 300mm und 1,4-fach-Telekonverter, 840mm KB, ƒ5.6, 1/1600s, ISO200. Die Abbildung unten zeigt den Zuschnitt auf den Mond. Die Aufnahme hat noch immer 8MP, was etwa einen praktisch hochauflösenden Ausdruck auf A4 erlaubt.

Zuschnitt der Aufnahme oben: ≈ 8MP
1:1-Ausschnitt

Nun ist im 1:1-Ausschnitt nicht zu übersehen, dass das Resultat nicht absolut scharf ist. Tatsächlich ist sie nicht besser, als bei einer Aufnahme, die im normalen Modus erstellt und dann auf die Auflösung des High-Res-Bildes hoch interpoliert wird. Das ist allerdings generell ein Problem hochauflösender Kameras: Je höher die Auflösung, desto eher macht sich die unvermeidliche Verwackelung des Freihandfotografierens im Resultat bemerkbar. Dennoch zeigt das Beispiel sehr schön, was bei Olympus mittlerweile technisch möglich ist – es spricht Bände über die Qualität von Olympus’ Sensorstabilisierung.

Um herauszufinden wie groß das praktische Potenzial des High-Res-Modus der kleinen MFT-Sensoren tatsächlich ist, werde ich noch einige Tests machen und Erfahrungen sammeln müssen, wobei es am Ende eher die Neugier ist, zu erfahren, was mein System theoretisch leisten könnte, ohne dass ich es praktisch tatsächlich bräuchte – in der Regel finde ich mit den 20MP der Kameras mein Auslangen.

Eine andere Eigenschaft, die die E-M1X neben dem Handheld-High-Res-Modus einzigartig macht, ist der Live-ND-Modus. Damit wird elektronisch die Wirkung eines ND-Filters simuliert, was auch unter Tags Langzeitbelichtungen möglich macht. Ich konnte bislang erst einmal kurz mit der Funktion experimentieren und habe dabei versehentlich nur ND3 statt des Maximalwerts ND5 eingestellt. Als Resultat bin ich bei ƒ11 und 1/8 Sekunde gelandet – ND5 hätte dementsprechend 1/2s ermöglicht und durch Abblenden auf ƒ22 wären 2s möglich geworden. Und wie immer gilt: Alles aus freier Hand!

Verwischtes Wasser durch verzögerte Belichtung mit Live-ND-Filter

Natürlich lässt sich mit einer wirklich hochauflösenden Kamera mit Stativ und präziser Arbeit mehr aus den Motiven herausholen. Allerdings wird der Unterschied erst wirklich relevant, wenn man bei der Ausgabe an die Grenzen geht. Demgegenüber erlaubt das System ein unkompliziertes Handling, eine Flexibilität und eine Leichtigkeit in der Fotografie, die man anderswo nicht findet. Nicht umsonst hört man dauernd Fotografen die von anderen Systemen auf MFT wechselten, sagen, dass sie eine Freude an der Fotografie wiederentdeckt haben, die sie davor so nicht mehr hatten.

Einmal mehr leistet Olympus auch Pionierarbeit durch die Integration künstlicher Intelligenz in eine Kamera, wobei die darauf basierende AI-Motivverfolgung von Flugzeugen, Zügen und Autos derzeit für mich nicht relevant sind, da diese Objekte nicht zu den für mich relevanten Motiven gehören. Ich hoffe aber, dass mit der Zeit auch Tiere zu den erkannten Objekten kommen.

Gut ist die Fokussierung schon jetzt. Die Abbildung unten zeigt eine Aufnahme eines hektischen Starenschwarms vor unruhigem Hintergrund. Keine leichte Aufgabe für ein AF-System. In wie fern allerdings die E-M1X der E-M1 II überlegen ist, vermag ich derzeit nicht zu sagen.

Fazit? Kurz und bündig: Die E-M1X mag eine spezielle Kamera sein, aber gerade das macht sie so attraktiv für mich, sie macht Spaß und ist für mich jeden Euro wert.

M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO320
M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO250
M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ5.6 | 1/400s | ISO3200
M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ6.3 | 1/1600s | ISO200

InDesign CC: Einstellungen zurücksetzen und Voreinstellungen

Posted in Adobe InDesign

Es gibt bereits eine ganze Serie an Tutorials zu InDesign von mir. Diese sind zwar überwiegend nach wie vor aktuell, dennoch starte ich hiermit eine neue Serie über das Layout-Programm, bei der ich einige Tutorials aus meinen Workshop-Buch über InDesign – »Adobe InDesign CC – Schritt für Schritt zum perfekten Layout (Links: Verlag | Amazon-Affiliate) – heranziehe und vorführe.

Fotogalerie

Posted in Fotografie

Seit sich bei mir Fotografie mit Internet getroffen haben, habe ich zunächst Flickr getestet, dann 500px und nebenher auch Instagram. Flickr macht neben 500px keinen Sinn und letzteres gefiel mir einfach besser. Instagram habe ich mit Facebook und allem anderen vom Zuckerberg hinter mir gelassen.

Die sozialen Fotonetzwerke sind irgendwie nicht so mein Ding. Das läuft meist so nach dem Prinzip »gefällt dir mein Bild, gefällt mir auch deines« und werd nur liked aber nicht kommentiert, erzielt auch keinen nennenswerten Impact. Grundsätzlich ist mir das zwar egal, so dass ich auch ohne großartige Zustimmung weiterhin gelegentlich Fotos auf 500px geladen habe, doch am Ende hinterließ das immer das Gefühl als würde ich meine Bilder ein einen bodenlosen Abgrund werfen.

Am sinnvollsten erschien es mir meine Bildergalerie mit meinem Blog zu verknüpfen, was 500px leider nicht anbietet. Möglich machte mir das SmugMug, wo ich seit einigen Wochen Fotos von Natur, Landschaft und Getier veröffentliche. Wer sich dafür interessiert, darf sich eingeladen fühlen gelegentlich hineinzuschauen. Kommentare sind natürlich so erlaubt wie willkommen.

markuswaeger.smugmug.com

Kurse

Posted in Kurse

Seit 2005 unterrichte ich für die epos|akademie in Götzis in Vorarlberg. Epos ist der führende Apple-Händler in Österreichs westlichstem Bundesland und bietet seit den späten 1990ern auch Seminare zu Apple-Produkten und Gestaltungsprogrammen an. Die Seminare stehen selbstverständlich auch Windows-Anwendern offen – über die Hälfte der Teilnehmerinnen meiner Kurse arbeitet primär oder ausschließlich mit Microsofts Betriebssystem.

Die epos|akademie ist ein kleines Seminarunternehmen. Es bestehen zwei Seminarräume. Einmal ein mit 10 Macs ausgestatteter Raum für die Kurse an den Computern und ein zweiter Raum für Kurse für die keine Rechner notwendig sind. Die Kurse finden vier bis zehn Teilnehmerinnen statt. Die kleinen Gruppen ermöglichen es mir als Seminarleiter optimal auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen der einzelnen Anwender einzugehen. Als kleiner Anbieter fällt es uns leicht persönlichen Service ganz groß zu schreiben. Folgende Kurse und Lehrgänge werden von mir unterrichtet.

Adobe InDesign – die komplette Basis

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout«. Es richtet sich an Anwenderinnen die gerade erst mit dem Programm beginnen, sowie an jene, die bereits damit arbeiten und ihre Effizienz mit dem Programm verbessern möchten.

Das Seminar beginnt mit dem Einrichten der Benutzeroberfläche, dem Anlegen von Dokumenten und dem Seitenmanagement, vermittelt wie sich mit Layoutrahmen einfache Grafiken erstellen lassen, beschreibt den Umgang mit Farben, führt in die Arbeit mit Bildern ein und erklärt ausführlich die Formatierung von Texten sowie den Umgang mit umfangreichen Mengentexten. Die Formatierung von Listen wird generell, der Umgang mit Tabellen bei Bedarf erklärt. Abgeschlossen wird mit der Überprüfung der Dokumente für die Erstellung druckreifer PDFs sowie dem PDF-Export.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe InDesign für Experten

»Adobe InDesign für Experten« beginnt da, wo »die komplette Basis« endet. Auch dieses Seminar basiert auf »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout«, nimmt allerdings die Fortgeschrittenen-Techniken auf, die darin beschrieben sind.

Das Seminar erklärt beschreibt die Möglichkeiten der Arbeit mit Volltonfarben und erklärt Farbmanagement in InDesign, zeigt die Möglichkeiten zur effizienten Textformatierung großer Textmengen mit Hilfe von Absatz- und Zeichenformaten sowie Suchen/Ersetzen und GREP auf, beschreibt das Management von Büchern, das Erstellen komplexer Listen und Tabellen, den Aufbau von hierarchisch gegliederten Überschriften, die Erstellung von Inhaltsverzeichnissen und Indizes, das Anlegen von Querverweisen, sowie die Arbeit mit Fußnoten.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an zwei Tagen oder vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Photoshop – die komplette Basis

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe Photoshop – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«. Es richtet sich an Anwenderinnen die gerade erst mit dem Programm beginnen, und ebenso an jene, die bereits damit arbeiten und ihre Effizienz mit dem Programm verbessern möchten. Wer mit der Arbeit mit Ebenenmasken noch nicht vertraut ist, wird wahrscheinlich in diesem Seminar seinen optimalen Lernweg finden, den anderen empfehle ich den Fortgeschrittenenkurs.

Ich beginne auch dieses Seminar mit dem Einrichten der Oberfläche. Daran schließen sich die praktisch wichtigen theoretischen Grundlagen an und es wird erörtert was es mit Pixeln und Auflösung auf sich hat, und was beim Umgang mit Farbe zu beachten ist. Danach folgen Schritt für Schritt das Erstellen von Auswahlbereichen, das Freistellen und Maskieren, das Verbessern von Helligkeit und Kontrast, die Korrektur von Farbstichen und die Manipulation von Farben, die Grundlagen der Arbeit mit RAW-Dateien, das Erstellen von Montagen, die Grundlagen der Bildretusche, die Arbeit mit Text, und die Möglichkeiten von Filtern und Effekten.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Photoshop für Experten

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe Photoshop – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«, nimmt allerdings die komplexeren und anspruchsvolleren Beispiele auf. Die Inhalte des Seminars »die komplette Basis«, vor allem die Arbeit mit Einstellungsebenen und Ebenenmasken, sollten Vertraut sein.

Es wird das Erstellen komplexer Auswahlen mit Hilfe von Farbauswahl und Kanälen sowie das Erstellen von Luminanzmasken erklärt, das Freistellen haariger Subjekte, professionelle Möglichkeiten der Helligkeits- und Farbkorrektur mit Hilfe von Histogrammen, Gradationskurven und Farbkanälen, die Gesichtsretusche sowie das Glätten von Haut mit Hilfe frequenzmodellierter Hautretusche sowie das Erstellen von Montage u.a. mit Hilfe von Füllmethoden.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an zwei Tagen oder vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Illustrator

Dieses Seminar beschreibt die Arbeit mit dem führenden Grafik- und Vektorprogramm, Adobe Illustrator. Es richtet sich sowohl an Neueinsteiger, als auch an bereits etwas erfahrende Anwender, die ihre Know-how vertiefen und Ihre Arbeitseffizienz verbessern möchten. Es beginnt bei der Erstellung einfacher Grafiken, erklärt den Umgang mit Farbe und Farbfeldern, zeigt, wie sich mit Hilfe der Transformieren-Funktionen komplexere Grafiken konstruieren lassen, zeigt dem Anwender und wie sich mit Hilfe des Zeichenstiftes komplexe Grafiken zeichnen lassen. Der Umgang mit Text wird ebenso vermittelt wie das Beschneiden von Bildern. Am Ende kennen die Kursteilnehmerinnen alle in der Praxis relevanten Funktionen des Programms.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Die komplette Druckvorstufe mit Adobe CC

Dieser siebenwöchige Lehrgang bündelt die Inhalte der Kurse »Adobe InDesign – die komplette Basis«, »Adobe Photoshop – die komplette Basis« und »Adobe Illustrator«. Er richtet sich an alle, die mit den führenden Druckvorstufenprogrammen von Adobe professionell und effiziente Layouts erstellen möchte. Der etwas umfangreichere Zeitumfang im Vergleich zu den Einzelkursen sowie die Möglichkeit der Abstimmung der Inhalte macht den Kurzlehrgang sinnvoll für jeden, der alle drei Programme lernen möchte.

Der Lehrgang umfasst 98 Stunden an 14 Tagen. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Affinity Photo

Das britische Software-unternehmen Serif hat mit Affinity Photo einen viel beachteten und ernstzunehmenden Mitbewerber für Adobe Photoshop auf den Markt gebracht. In diesem Seminar erkläre ich alle wichtigen Grundlagen der Bildbearbeitung damit. Die Inhalte basieren auf meinem Buch »Affinity Photo – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Die epos Fotoschule

Nachdem ich 2011 mein Buch »Kreativ Fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« veröffentlicht hatte bot es sich an, daraus einen Kurs zu machen. Das aktuelle Seminar basiert auf der neuesten Auflage des Nachfolgers dieses Buches, »Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger«.

Der Kurs richtet sich an alle, die lernen wollen die Funktionen ihrer Kamera zu verstehen und kreativ einzusetzen. Optimal ist dafür natürlich eine eigene Systemkamera, es haben aber auch schon Teilnehmer mit kompakten Apparaten Teil genommen. Der Kurs vermittelt die kreative Fotografie auf Basis umfangreicher Präsentationen, es wird aber ebenso ausprobiert, und – sofern das Wetter es zulässt – im Freien fotografiert.

Das Seminar dauert 18 Stunden und findet an drei Tagen oder sechs Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Grafik und Gestaltung

So wie »die epos Fotoschule« basiert auch dieser Crash-Kurs in Sachen Gestaltung auf einem meiner Bücher. »Grafik und Gestaltung« ist seit seinem Erscheinen 2010 wohl soetwas wie das Standardwerk zu Grafikdesign in deutscher Sprache.

Die Inhalte des Seminars sind die Grundlagen von Grafikdesign und Wahrnehmung, Formenlehre, Farbenlehre, Arbeit und visuelle Kommunikation mit Bildern, Schrift, Lesetypografie, Gestaltungsraster sowie Corporate Design. Die Themen werden begleitet von zahlreichen Anschauungsbeispielen in einer umfangreichen Präsentation und in der Runde besprochen und diskutiert. Computer werden dabei keine eingesetzt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

epos Werbelehrgang

Der Werbelehrgang ist ein etwa acht Monate dauernder berufsbegleitender Intensiv-Lehrgang, an dessen Ende eine Präsentation einer Projektarbeit vor einer Jury aus drei Experten steht. Die Teilnehmer lernen nicht nur mit den in der Medienbranche dominanten Programmen umzugehen, sondern auch visuelle Kommunikation und Werbung im Rahmen des Marketings zielgruppengerecht und effizient zu gestalten.

Neben der Arbeit mit den Programmen Adobe Illustrator, InDesign, Photoshop und XD, lernen die Teilnehmerinnen Formenlehre, Farbenlehre, Typografie, Webdesign, SEO und SEM (Suchmaschinenoptimierung) Kommunikationsdesign, Marktkommunikation, die Grundlagen des Marketing, Werbekonzepte entwicklen, die Grundlagen der Textgestaltung, und vieles mehr, was erforderlich ist Werbung gekonnt zu platzieren.

Unterrichtet werden diese Inhalte aus einem Team aus sieben Spezialisten, in dem ich den Bereich Druckvorstufe, visuelle Kommunikation und Gestaltungsprogramme inne habe, sowie die Leitung des Lehrgangs.

Ich habe in den letzten Jahren mehrere Artikel über den Lehrgang gepostet, unter anderem hier, hier und hier. Besonders gefreut hat mich zuletzt dieses Feedback einer Absolventin, die an den Lehrgang ein Studium in München angehängt hatte:

Der Werbelehrgang war wirklich super und ich habe viel mehr gelernt als an der Uni. Das hab ich dann nur noch durchgezogen damit ich den Wisch habe …

Catrin Mungenast, Grafikdesignerin

Der Lehrgang ist berufsbegleitend und findet jeweils Freitags Nachmittags und Samstags statt. Er umfasst 330 StundenWeitere Informationen, Termine und Anmeldemöglichkeit an 55 Tagen. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit sind auf der Website der epos|akademie zu finden.

Bokeh wird überbewertet

Posted in Theorie & Technik

Vor ein paar Jahren habe ich auf einer Facebook-Seite gepostet, dass ich Bokeh für überbewertet halte, und dass man es sich mit lichtstarken Prime Lenses einfach und bequem machen kann: Blende aufreißen, draufhalten, abdrücken. Die geringe Schärfentiefe löst das Subjekt aus der Umgebung und damit gleichzeitig alle gestalterischen und kompositorischen Probleme.

Es hat schon was, wenn man ein Subjekt vor einem quirligen Hintergrund freistellen kann um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das zu lenken, was man ihm zeigen möchte. Für Bokeh sensibilisierte Augen werden wahrscheinlich regelmäßig Ahs und Ohs von sich geben, wenn sie in Kinoproduktionen ganze Personen aus dem Hintergrund herausgelöst sehen. Als Fotograf muss mein einiges investieren um einen vergleichbaren Effekt zu erzielen. Das 200mm ƒ2 von Nikon kann das. Es kostet aber auch knapp 7000 Euro.

Das Video unten hat mich an meine Aussage von damals erinnert. Der Fotograf der es präsentiert zeigt die Ergebnisse einer kleinen Erhebung, die er zum Thema Bokeh machte. Das auch für mich etwas überraschende Ergebnis: Unbedarfte Betrachter finden Aufnahmen mit ausgeprägter Unschärfe in der Regel weniger attraktiv, als Bilder mit etwas detaillierteren Hintergründen. Bokeh scheint vor allem einen zu interessieren: Den Fotografen selbst. Und der Präsentator des Videos teilt offensichtlich meine Ansicht, dass man es sich mit reichlich Bokeh sehr bequem machen kann, und dass Komposition und Bildgestaltung eine ganz andere Herausforderung darstellen, wenn man Subjekt mit Umfeld in Beziehung setzen muss.

Das freut natürlich den MFT-Fotografen, bekommen wir doch immer wieder zu hören, dass man mit unsrem System nicht arbeiten könne, weil man kein ausreichendes Bokeh erhalte. Ich persönlich denke ja, dass das Ausmaß der Unschärfe alleine kein Maßstab für die Qualität des Bokehs ist. Viel wichtiger finde ich, wie weich – wie cremig – es ausfällt. Ich hatte an meinen Nikon-Vollformatkameras lichtstarke Optiken im Einsatz, die ein recht harsches Bokeh erzeugten. Meine MFT-Objektive bilden unter vergleichbaren Bedingungen zwar etwas mehr Details ab, haben aber allesamt ein recht weiches Bokeh.

Ich bin zwar wegen des Gewichts des Systems von Vollformat auf MFT umgestiegen. Ausschlaggebend war aber, dass ich entdeckte, dass ich mit dem Olympus 45mm ƒ1.8 genauso attraktive Porträts erzielte, wie mit Nikons 85mm ƒ1.8. Erst diese Erkenntnis löste die Frage auf, weshalb ich eigentlich eine so große und schwere Ausrüstung mit mir herumschleppe.

Bitte nicht falsch verstehen: Das Oly 45er machte keine schöneren Aufnahmen als das Nikon 85er. Sie sind aber auch nicht schlechter. Dabei kostet die Oly-Linse gerade einmal die Hälfte.

Und dann kommt noch etwas dazu: Es ist eine bekannte Weisheit, dass Objektive erst bei mehr oder weniger starker Abblendung ideale Schärfeleistung und Kontrast erzielen. Ich habe das mit einigen Nikon-Linsen getestet und bestätigt gefunden. Ich habe außerdem auch mit all meinen Olympus- und Panasonic-Objektiven getestet, mit dem Ergebnis, dass viele bereits bei Offenblende eine nahezu optimale Detailzeichnung erreichen, und bei denjenigen, bei denen das nicht der Fall ist, bereits durch geringes Abblenden ihr Optimum erreichen.

Wie immer gilt: Ich halte MFT nicht für besser als andere Systeme. Größere Sensoren haben definitiv Vorteile. Ich will nur jenen entgegen treten, die die Nachteile des Systems größer darstellen als sie sind, und dann meist noch gleichzeitig die Vorteile klein reden. Jedes System hat Vor- und Nachteile und je unterschiedlicher die Systeme sind, die uns angeboten werden, desto größer die Chance, dass jeder das findet, was für ihn optimal ist.

Die kreative Fotoschule

Posted in Bücher

Ende Februar ist die vollständig überarbeitete zweite Auflage von »Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger« in den Handel gekommen. Die erste Auflage erhielt bei Amazon 61 Leserrezensionen mit einer Durchschnittswertung von 4,8.

Seit Erscheinen der ersten Auflage habe ich in meinen Fotokursen damit gearbeitet. Das hat mir viel Erfahrung gebracht, was daran gut verstanden wir, und wo Nachbesserung sinnvoll wäre. Darauf aufbauend habe ich das didaktische Konzept noch einmal neu gegliedert und natürlich die Inhalte an die neuen technischen Entwicklungen angepasst. Auch das Design habe ich noch einmal verbessert – für mich persönlich neben »Das ABC der Farbe« mein bislang schönstes Buch.

Seite des Inhaltsverzeichnisses

Geändert habe ich unter anderem, dass ich den Inhalt nun in drei Teile gegliedert habe: Den ersten Teil bilden drei Kapitel zu den Themen »Menschliche Wahrnehmung und fotografische Aufnahme«, »technische Grundlagen« und »Motiv«.

Grundlagenexkurs zum Thema Kontrastumfang in Kapitel 1
Erklärung des Formatfaktors in Kapitel 2
Über »das Motiv« in Kapitel 3

Der zweite Teil enthält den eigentlich Kern der Fotoschule, das 2011 für »Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« entwickelte Vier-Schritte-zum-Bild-Konzept. Zunächst geht es um die Gestaltung der Perspektive mittels der Parameter Brennweite, Distanz und Blickwinkel. Es folgt als zweiter Schritt die Bestimmung der Schärfe, was im Wesentlichen den Fokuspunkt und die Schärfentiefe betrifft. Den dritten Schritt bildet die Belichtung. Hier erkläre ich auch die Grundlagen des Blitzens. Den Abschluss des dritten Teils bildet das Kapitel über Komposition.

Beschreibung von Perspektive im 4. Kapitel
Beschreibung von Perspektive im 4. Kapitel
Schärfentiefe im 5. Kapitel
Schärfentiefe im 5. Kapitel
Im 6. Kapitel dreht sich alles um Licht und Belichtung
Im 6. Kapitel dreht sich alles um Licht und Belichtung
Das 7. Kapitel befasst sich mit Fragen der Komposition
Das 7. Kapitel befasst sich mit Fragen der Komposition

Den abschließenden 3. Teil des Buches bildet ein Kapitel über die Grundlagen der digitalen Dunkelkammer sowie eine Liste die noch einmal die wichtigsten Punkte des Vier-Schritte-zum-Bild auf fünf Seiten zusammenfasst.

Grundlagen der digitalen Dunkelkammer in Kapitel 8
Grundlagen der digitalen Dunkelkammer in Kapitel 8
Checkliste zum Vier-Schritte-zum-Bild-Konzept inklusive grafischer Darstellung der Zusammenhänge
Checkliste zum Vier-Schritte-zum-Bild-Konzept inklusive grafischer Darstellung der Zusammenhänge
Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger
Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger

Angaben zum Buch

Leserstimmen

Für Einsteiger in die Fotografie ist dieses Buch ein Muss. Schließich lernt man hier Zusammenhänge und bekommt – und das ist das Wichtigste – ein geschultes Auge. Daher: Kaufempfehlung!

Webdigital

Super Buch um das fotografieren zu lernen!

H. Heigl via Amazon

Leserstimmen zur 1. Auflage

Der Autor schreibt sehr sympathisch und man fühlt sich an die Hand genommen und durch das Buch geführt – es macht Spaß es zu lesen.

Turtle via Amazon

5 Sterne vergebe ich selten. Und wenn ich etwas zu kritisieren habe, schreibe ich das auch. Bei dem Buch habe ich keinen negativen Punkt finden können.

Smithi80 via Amazon

Ein kurzweiliges Buch, das aus dem unbedarften Knipser einen ambitionierten Hobbyfotografen gemacht hat, der die Welt nun mit anderen (fotografischen) Augen sieht.

KE via Amazon

Super Buch um das Fotografieren autodidaktisch zu erlernen und definitiv sein Geld wert!

Steffen Poschwald via Amazon

Obwohl ich bereits eine Reihe von Büchern dieser Art gelesen habe empfinde ich die kreative Fotoschule von Markus Wäger absolut als Bereicherung in meinem Bücherschrank. Ein klare Kaufempfehlung.

Franklin J. via Amazon

Für mich ist dieses Buch ein ‚must have im Bücherregal‘ geworden.

DBocksteger via Amazon

Der Qualität des Buches kommt es zu Gute, dass Markus Wäger u. a. Grafikdesigner ist – die Gestaltung ist ein Genuss! Stellenweise hat man das Gefühl, einen Bildband in Händen zu halten.

Rolf via Amazon

Fazit: Markus Wäger hat auch mit diesem Werk eine Referenz geschaffen, an der sich andere Fotobücher messen lassen müssen (wie einst schon mit „Grafik und Gestaltung“).

Ernst Michalek via Amazon

Auch für erfahrene Hobbyfotografen ist es ganz sicher eine Bereicherung, da Themen näher gebracht werden, welche ich so noch nicht wußte.

Michi via Amazon

PS: Die zweite Auflage geht wie immer ohne Leserrezensionen an den Start. Positive Leserrezensionen sind wichtig, damit ein Buch den erforderlichen Rückenwind bekommt. Ich freue mich deshalb – und nicht nur deshalb – über jede Empfehlung beim Buchhändler eures Vertrauens. Danke!

Mein neues schönstes Buch ist da: Fotoschule 2.0

Posted in etc.

Letzte Woche bei mir eingetroffen: Die zweite und vollständig überarbeitete Auflage von »Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger« (Buchseite des Verlags | Amazon Affiliate-Link). Auf Basis der Erfahrungen die mich den Inhalten der ersten Auflage in den letzten Jahren in meinen Kursen machte, habe ich versucht es noch besser zu machen. Schon das vorherige Buch hat auf Amazon 61 Rezensionen und eine Durchschnittswertung von 4,8 Sternen erhalten. Ich bin gespannt wie die neue Version bei den Lesern ankommt.

Zum zweiten Mal, nach »Das ABC der Farbe«, habe ich bei der Gestaltung weitgehend freie Hand bekommen. So konnte ich es in allen Details so gestalten, wie ich es mir vorstellte und musste das Design nicht in ein vorgegebenes Korsett zwängen. Ich finde, dass sich diese Freiheit gelohnt hat, und hoffe, dass der Leser das ebenso empfindet.

Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger

Falls ihr es lest und es euch hilft und gefällt, freue ich mich auf weitere positive Rückmeldungen. Leider muss 2.0 ohne Rückenwind so vieler positiver Feedbacks an den Start gehen und wieder bei 0 anfangen. Falls ihr findet, dass es eure Empfehlung verdient, schreibt doch eine Rezension beim Buchhändler eures Vertrauens! Ich sag schon einmal vorab danke!

Natürlich wird Lob und Tadel gerne auch über die Kommentarfunktion hier im Blog entgegen genommen. Konstruktiv kritische Leser helfen mir als Autor meine Bücher weiter zu entwickeln und zu verbessern. Und Lob hilft ohnehin um auch in Zukunft mit Enthusiasmus an weiteren Werken zu arbeiten.