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Monat: Oktober 2019

Luminar 4 und Capture One Pro 20

Posted in Digitale Dunkelkammer

Am 18. November will Skylum Luminar 4 veröffentlichen. Die Werbetrommel für die neuen Funktionen werden ja schon länger gerührt. In den Mittelpunkt rückt Skylum seit Luminar 3 die AI-Funktionen. Diese sollen das Bild analysieren und auf Basis künstlicher Intelligenz für optimale Ergebnisse sorgen.

Ich habe seit der ersten Version von Luminar eine Lizenz und experimentiere gelegentlich damit. Aus den Socken hauen mit die Ergebnisse der AI-Funktionen bislang nicht, allerdings macht das Spiel mit Luminar auf meinem Rechner bislang begrenzten Spaß, da das Programm recht zäh arbeitet – dabei nutze ich seit Herbst ein neues MacBook Pro und dessen Vorgänger war auch noch keine Antiquität. Vor diesem Hintergrund bin ich gespannt, ob es Skylum mit Luminar 4 endlich gelingt eine flüssiges Arbeiten zu ermöglichen, ansonsten dürften wohl die versprochenen Effizienzvorteile durch AI in der zähen Arbeitsgeschwindigkeit versumpfen. Weiterlesen

Mein HDR-Workflow

Posted in Fotografie

Olympus E-M5 II | M.Zuiko 12–100mm ƒ4.0 | 20mm (40mm KB) | ƒ5.6 | 1/20s | ISO1000 | Belichtungsreihe mit 5 Aufnahmen | HDR mit Aurora HDR | Optische Korrektur mit DxO ViewPoint

Heute erreichte mich eine Mail eines Lesers, der sich für meinen HDR-Workflow interessiert. Da der Aufwand zur Erklärung überschaubar ist, möchte ich ihn kurz in einem Beitrag beschreiben.

Der Leser meinte nebenbei auch, dass er HDR bislang skeptisch sah – verstehe ich – aber, dass ihm meine Bilder gefielen – danke! – und er sich deshalb damit auseinandersetzen wollte. Nebenbei erwähnte er noch, dass HDR auch Geschmacksache sein.

Nun, ja und nein! Jeder Person steht es zu ihren persönlichen persönlichen Geschmack zu pflegen. Darüber steht keiner anderen ein Urteil zu. Weiterlesen

Wohin geht die Fotografie?

Posted in Fotografie & Gedanken

Olympus E-M5 II | Panasonic Lumix G 20mm ƒ1.7 | 20mm (40mm KB) | ƒ8| 3,2s | ISO200 | Variabler ND-Filter | Capture One

Der Emmebach bildet sich etwa auf Höhe der Götzner Millrütte, wo er von mehreren kleineren Bächen die im Gebiet um die Hohe Kugel entspringen gespeist wird. Dieses Foto entstand dort, wo er in die Örflaschlucht einfließt.

Ich habe auch ältere Aufnahmen von dieser Stelle. Früher war für für solche Langzeitbelichtungen ein Stativ notwendig. Dieses Bild entstand hingegen mit einem variablen ND-Filter und der Olympus OM-D E-M5 II bei einer Verschlusszeit von 3,2 Sekunden aus freier Hand. Auch beim hochaufgelösten Originalbild (16MP) kann man auf 100% einzoomen und findet an der Detailschärfe nichts zu bemängeln. Ich zweifle, dass ein Stativ zu einem nennenswert schärferen Ergebnis geführt hätte. Dabei markiert die E-M5 noch nicht einmal die Spitze dessen, was mit einer MFT-Kamera heute stabilisierbar ist – von Dualstabilisierung mit einem entsprechenden Objektiv ganz zu schweigen. Weiterlesen

Alles Neu. Aber warum eigentlich?

Posted in Fotografie & Gedanken

Freunde | Olympus E-M1 II | M.Zuiko 12-40mm ƒ2.8 | 27mm (54mm KB) | ƒ8 | 1/400 | ISO200 | Belichtungsreihe mit 5 Belichtungen | Aurora HDR

Das ungleiche Baumpaar im Rheindelta, nahe des Rohrspitzes, fasziniert mich jedes Mal, wenn ich daran vorbei fahre. Unter besonderem Licht entfaltet die Szene einen besonderen Charme. Diese Aufnahme ist eine Belichtungsreihe aus fünf Belichtungen, die ich mit Aurora HDR vereint habe.

Es ist schon beachtlich, was Kameratechnik und Software heute leistet. Dank Bildstabilisierung kann ich die Belichtungsreihe aus freier Hand halten. Was die einzelnen Bildausschnitte dennoch verschoben sind, korrigiert die Software. Weiterlesen

E-Bike-Erfahrungen

Posted in Erfahrungsberichte

Am Bodensee | Olympus E-M1X | Olympus M.Zuiko 9–18mm ƒ4–5.6 | 10mm (20mm KB) | ƒ5.6 | 1s | ISO64 | Live-ND-Filter | Capture One

Die Abbildung oben entstand mit dem Live-ND-Filter der E-M1X. In diesem Modus simuliert die Kamera die Wirkung eines Graufilters. Wenn ich die Methode richtig verstanden habe, nimmt sie in diesem Modus mehrere Belichtungen auf und verrechnet sie zu einer Aufnahme, die dem Effekt einer langen Belichtungszeit ähnelt. Aufnahmen mit einem physischen ND-Filter sehen zwar etwas anders aus, dennoch betrachte ich es als willkommene Erweiterung der Möglichkeiten einer Kamera.

Langzeitbelichtung aus freier Hand

Beachtlich ist, dass man heute Aufnahmen wie diese ohne Stativ machen kann. 1 Sekunde Belichtungszeit wäre vor ein paar Jahren aus freier Hand undenkbar gewesen. Hier profitiert das MFT-System vom kleinen Bildsensor, der sich besser stabilisieren lässt, als größere. 1 Sekunde ist dabei noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange – ich habe schon brauchbare Belichtungen mit 3 Sekunden gehalten und Aufnahmen von Nachthimmeln mit 5 Sekunden gesehen, von denen der Fotograf behauptete, sie Freihand gehalten zu haben. Weiterlesen

Grafik und Gestaltung: Ein kompetentes und klasse lesbares Buch

Posted in Rezension

So etwas Fantastisches hatte ich noch nicht in den Händen. Sie haben es so gut hinbekommen, dass es bei mir wahre Begeisterungsstürme ausgelöst hat. Sie haben alles so gründlich und dabei klar beschrieben. Ich meine, man kann es nicht besser machen, als wie Sie es getan haben. Ihnen 1000 Dank!

Amazon-Rezension von Carsten Schick

★★★★★ 5 von 5 Sternen

Danke! Danke! Danke!

Der Turmfalke

Posted in Fotografie & Gedanken

Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600 | ISO200 | Capture One
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ6.3 | 1/1600 | ISO250 | Capture One
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ6.3 | 1/1600 | ISO250 | Capture One
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600 | ISO250 | Capture One
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600 | ISO250 | Capture One
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600 | ISO250 | Capture One
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ6.3 | 1/1600 | ISO320 | Capture One

Wenn man im Vorarlberger Rheintal einen Greifvogel sieht, ist es mit größter Wahrscheinlichkeit ein Rotmilan, ein Bussard oder ein Turmfalke. Der Turmfalke ist die verbreitetste Falkenart in Mitteleuropa. Oft steht er im Rüttelflug über einem Feld wie ein Hubschrauber in der Luft, bis er sich plötzlich pfeilschnell zu Boden stürzt.

Während ich vom Rotmilan schon ein paar ganz passable Aufnahmen einfangen konnte, ist mir das vom Turmfalke bisher noch nicht so recht gelungen. Während der Rotmilan schon einmal unmittelbar über einem kreist und einen argwöhnisch beäugt, hält der Falke mehr Distanz zum Menschen. Er ist außerdem auch deutlich kleiner. Steht er über einem Feld in der Luft ist er an sich ein leichtes Motiv, sofern er nahe genug ist. Allerdings eröffnet sich dann meist ein anderes Problem: Entweder hat man ihn im Gegenlicht, oder er dreht einem den Rücken zu. Ich unterstellte ihm schon er mache das absichtlich einfach aus Gehässigkeit dein Fotografinnen gegenüber, bis meine Frau die Vermutung äußerte, dass er bevorzugt mit dem Licht im Rücken jagt – kling logisch! Weiterlesen

Eichelhäherherbst

Posted in Fotografie & Gedanken

Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 | 300mm (600mm KB) | ƒ4.5 | 1/1600s | ISO500 | Capture One
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 | 300mm (600mm KB) | ƒ4.5 | 1/1600s | ISO400 | Capture One

Auf Wikipedia ist zu lesen, »der Eichelhäher ist ein Sinngvogel aus der Familie der Rabenvögel«. Ich persönlich habe noch nie einen singen gehört. Was man von ihm meist hört ist sein heiserer Schrei. Meist vernimmt man ihn schon aus der Ferne und was man von ihm in der Regel zu sehen bekommt, ist sein Abflug. Weil sein Ruf auch andere Tiere darauf aufmerksam macht, dass etwas möglicherweise Bedrohliches im Anmarsch ist, nennt man Eichelhäher auch die »Polizei des Waldes«.

Während man seiner Stimme seine Zugehörigkeit zu den Krähenvögeln durchaus anhört, lässt sein wunderschön gezeichnetes Gefieder kaum darauf schließen. Weiterlesen

Panasonics gegen Staub abgedichtete Objektive sind nicht gegen Staub abgedichtet

Posted in Theorie & Technik

Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass ich darüber berichtete, wie ich nach einem Aufenthalt an der Nordsee mit Sand im Tubus meines Panasonic Leica 100–400mm Objektivs nachhause kam. Bemerkbar machte sich das durch ein unschönes Kratzen beim Drehen an Zoom- und Fokusring. Natürlich ist mir klar, dass ein Aufenthalt an einem windigen Sandstrand eine Herausforderung für ein Objektiv darstellt, ebenso wie das Fotografieren im Regen. Aber genau aus diesem Grund investiere ich auch einmal das Doppelte in Equipment das verspricht solchen Bedingungen zu widerstehen. Zumindest meine Olympus-Objektive, die derselben Situation ausgesetzt waren, haben das auch anstandslos getan. Weiterlesen