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Schlagwort: Gestaltung

Grafik und Gestaltung: Ein kompetentes und klasse lesbares Buch

Posted in Rezension

So etwas Fantastisches hatte ich noch nicht in den Händen. Sie haben es so gut hinbekommen, dass es bei mir wahre Begeisterungsstürme ausgelöst hat. Sie haben alles so gründlich und dabei klar beschrieben. Ich meine, man kann es nicht besser machen, als wie Sie es getan haben. Ihnen 1000 Dank!

Amazon-Rezension von Carsten Schick

★★★★★ 5 von 5 Sternen

Danke! Danke! Danke!

Kurse

Posted in Kurse

Seit 2005 unterrichte ich für die epos|akademie in Götzis in Vorarlberg. Epos ist der führende Apple-Händler in Österreichs westlichstem Bundesland und bietet seit den späten 1990ern auch Seminare zu Apple-Produkten und Gestaltungsprogrammen an. Die Seminare stehen selbstverständlich auch Windows-Anwendern offen – über die Hälfte der Teilnehmerinnen meiner Kurse arbeitet primär oder ausschließlich mit Microsofts Betriebssystem.

Die epos|akademie ist ein kleines Seminarunternehmen. Es bestehen zwei Seminarräume. Einmal ein mit 10 Macs ausgestatteter Raum für die Kurse an den Computern und ein zweiter Raum für Kurse für die keine Rechner notwendig sind. Die Kurse finden vier bis zehn Teilnehmerinnen statt. Die kleinen Gruppen ermöglichen es mir als Seminarleiter optimal auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen der einzelnen Anwender einzugehen. Als kleiner Anbieter fällt es uns leicht persönlichen Service ganz groß zu schreiben. Folgende Kurse und Lehrgänge werden von mir unterrichtet.

Adobe InDesign – die komplette Basis

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout«. Es richtet sich an Anwenderinnen die gerade erst mit dem Programm beginnen, sowie an jene, die bereits damit arbeiten und ihre Effizienz mit dem Programm verbessern möchten.

Das Seminar beginnt mit dem Einrichten der Benutzeroberfläche, dem Anlegen von Dokumenten und dem Seitenmanagement, vermittelt wie sich mit Layoutrahmen einfache Grafiken erstellen lassen, beschreibt den Umgang mit Farben, führt in die Arbeit mit Bildern ein und erklärt ausführlich die Formatierung von Texten sowie den Umgang mit umfangreichen Mengentexten. Die Formatierung von Listen wird generell, der Umgang mit Tabellen bei Bedarf erklärt. Abgeschlossen wird mit der Überprüfung der Dokumente für die Erstellung druckreifer PDFs sowie dem PDF-Export.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe InDesign für Experten

»Adobe InDesign für Experten« beginnt da, wo »die komplette Basis« endet. Auch dieses Seminar basiert auf »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout«, nimmt allerdings die Fortgeschrittenen-Techniken auf, die darin beschrieben sind.

Das Seminar erklärt beschreibt die Möglichkeiten der Arbeit mit Volltonfarben und erklärt Farbmanagement in InDesign, zeigt die Möglichkeiten zur effizienten Textformatierung großer Textmengen mit Hilfe von Absatz- und Zeichenformaten sowie Suchen/Ersetzen und GREP auf, beschreibt das Management von Büchern, das Erstellen komplexer Listen und Tabellen, den Aufbau von hierarchisch gegliederten Überschriften, die Erstellung von Inhaltsverzeichnissen und Indizes, das Anlegen von Querverweisen, sowie die Arbeit mit Fußnoten.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an zwei Tagen oder vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Photoshop – die komplette Basis

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe Photoshop – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«. Es richtet sich an Anwenderinnen die gerade erst mit dem Programm beginnen, und ebenso an jene, die bereits damit arbeiten und ihre Effizienz mit dem Programm verbessern möchten. Wer mit der Arbeit mit Ebenenmasken noch nicht vertraut ist, wird wahrscheinlich in diesem Seminar seinen optimalen Lernweg finden, den anderen empfehle ich den Fortgeschrittenenkurs.

Ich beginne auch dieses Seminar mit dem Einrichten der Oberfläche. Daran schließen sich die praktisch wichtigen theoretischen Grundlagen an und es wird erörtert was es mit Pixeln und Auflösung auf sich hat, und was beim Umgang mit Farbe zu beachten ist. Danach folgen Schritt für Schritt das Erstellen von Auswahlbereichen, das Freistellen und Maskieren, das Verbessern von Helligkeit und Kontrast, die Korrektur von Farbstichen und die Manipulation von Farben, die Grundlagen der Arbeit mit RAW-Dateien, das Erstellen von Montagen, die Grundlagen der Bildretusche, die Arbeit mit Text, und die Möglichkeiten von Filtern und Effekten.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Photoshop für Experten

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe Photoshop – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«, nimmt allerdings die komplexeren und anspruchsvolleren Beispiele auf. Die Inhalte des Seminars »die komplette Basis«, vor allem die Arbeit mit Einstellungsebenen und Ebenenmasken, sollten Vertraut sein.

Es wird das Erstellen komplexer Auswahlen mit Hilfe von Farbauswahl und Kanälen sowie das Erstellen von Luminanzmasken erklärt, das Freistellen haariger Subjekte, professionelle Möglichkeiten der Helligkeits- und Farbkorrektur mit Hilfe von Histogrammen, Gradationskurven und Farbkanälen, die Gesichtsretusche sowie das Glätten von Haut mit Hilfe frequenzmodellierter Hautretusche sowie das Erstellen von Montage u.a. mit Hilfe von Füllmethoden.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an zwei Tagen oder vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Illustrator

Dieses Seminar beschreibt die Arbeit mit dem führenden Grafik- und Vektorprogramm, Adobe Illustrator. Es richtet sich sowohl an Neueinsteiger, als auch an bereits etwas erfahrende Anwender, die ihre Know-how vertiefen und Ihre Arbeitseffizienz verbessern möchten. Es beginnt bei der Erstellung einfacher Grafiken, erklärt den Umgang mit Farbe und Farbfeldern, zeigt, wie sich mit Hilfe der Transformieren-Funktionen komplexere Grafiken konstruieren lassen, zeigt dem Anwender und wie sich mit Hilfe des Zeichenstiftes komplexe Grafiken zeichnen lassen. Der Umgang mit Text wird ebenso vermittelt wie das Beschneiden von Bildern. Am Ende kennen die Kursteilnehmerinnen alle in der Praxis relevanten Funktionen des Programms.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Die komplette Druckvorstufe mit Adobe CC

Dieser siebenwöchige Lehrgang bündelt die Inhalte der Kurse »Adobe InDesign – die komplette Basis«, »Adobe Photoshop – die komplette Basis« und »Adobe Illustrator«. Er richtet sich an alle, die mit den führenden Druckvorstufenprogrammen von Adobe professionell und effiziente Layouts erstellen möchte. Der etwas umfangreichere Zeitumfang im Vergleich zu den Einzelkursen sowie die Möglichkeit der Abstimmung der Inhalte macht den Kurzlehrgang sinnvoll für jeden, der alle drei Programme lernen möchte.

Der Lehrgang umfasst 98 Stunden an 14 Tagen. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Affinity Photo

Das britische Software-unternehmen Serif hat mit Affinity Photo einen viel beachteten und ernstzunehmenden Mitbewerber für Adobe Photoshop auf den Markt gebracht. In diesem Seminar erkläre ich alle wichtigen Grundlagen der Bildbearbeitung damit. Die Inhalte basieren auf meinem Buch »Affinity Photo – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Die epos Fotoschule

Nachdem ich 2011 mein Buch »Kreativ Fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« veröffentlicht hatte bot es sich an, daraus einen Kurs zu machen. Das aktuelle Seminar basiert auf der neuesten Auflage des Nachfolgers dieses Buches, »Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger«.

Der Kurs richtet sich an alle, die lernen wollen die Funktionen ihrer Kamera zu verstehen und kreativ einzusetzen. Optimal ist dafür natürlich eine eigene Systemkamera, es haben aber auch schon Teilnehmer mit kompakten Apparaten Teil genommen. Der Kurs vermittelt die kreative Fotografie auf Basis umfangreicher Präsentationen, es wird aber ebenso ausprobiert, und – sofern das Wetter es zulässt – im Freien fotografiert.

Das Seminar dauert 18 Stunden und findet an drei Tagen oder sechs Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Grafik und Gestaltung

So wie »die epos Fotoschule« basiert auch dieser Crash-Kurs in Sachen Gestaltung auf einem meiner Bücher. »Grafik und Gestaltung« ist seit seinem Erscheinen 2010 wohl soetwas wie das Standardwerk zu Grafikdesign in deutscher Sprache.

Die Inhalte des Seminars sind die Grundlagen von Grafikdesign und Wahrnehmung, Formenlehre, Farbenlehre, Arbeit und visuelle Kommunikation mit Bildern, Schrift, Lesetypografie, Gestaltungsraster sowie Corporate Design. Die Themen werden begleitet von zahlreichen Anschauungsbeispielen in einer umfangreichen Präsentation und in der Runde besprochen und diskutiert. Computer werden dabei keine eingesetzt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

epos Werbelehrgang

Der Werbelehrgang ist ein etwa acht Monate dauernder berufsbegleitender Intensiv-Lehrgang, an dessen Ende eine Präsentation einer Projektarbeit vor einer Jury aus drei Experten steht. Die Teilnehmer lernen nicht nur mit den in der Medienbranche dominanten Programmen umzugehen, sondern auch visuelle Kommunikation und Werbung im Rahmen des Marketings zielgruppengerecht und effizient zu gestalten.

Neben der Arbeit mit den Programmen Adobe Illustrator, InDesign, Photoshop und XD, lernen die Teilnehmerinnen Formenlehre, Farbenlehre, Typografie, Webdesign, SEO und SEM (Suchmaschinenoptimierung) Kommunikationsdesign, Marktkommunikation, die Grundlagen des Marketing, Werbekonzepte entwicklen, die Grundlagen der Textgestaltung, und vieles mehr, was erforderlich ist Werbung gekonnt zu platzieren.

Unterrichtet werden diese Inhalte aus einem Team aus sieben Spezialisten, in dem ich den Bereich Druckvorstufe, visuelle Kommunikation und Gestaltungsprogramme inne habe, sowie die Leitung des Lehrgangs.

Ich habe in den letzten Jahren mehrere Artikel über den Lehrgang gepostet, unter anderem hier, hier und hier. Besonders gefreut hat mich zuletzt dieses Feedback einer Absolventin, die an den Lehrgang ein Studium in München angehängt hatte:

Der Werbelehrgang war wirklich super und ich habe viel mehr gelernt als an der Uni. Das hab ich dann nur noch durchgezogen damit ich den Wisch habe …

Catrin Mungenast, Grafikdesignerin

Der Lehrgang ist berufsbegleitend und findet jeweils Freitags Nachmittags und Samstags statt. Er umfasst 330 StundenWeitere Informationen, Termine und Anmeldemöglichkeit an 55 Tagen. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit sind auf der Website der epos|akademie zu finden.

Das ABC der Farbe

Posted in Bücher

Bücher über Farbe gibt es viele und viele davon sind lesenswert. Keines orientiert sich allerdings konkret an Fotografen und Grafikdesigner. Nachdem ich in »Grafik und Gestaltung« ein recht umfangreiches Kapitel über Farbe geschrieben hatte, bot es sich an das Thema in einem eigenen Buch zu vertiefen.

»Das ABC der Farbe« geht allerdings nicht einfach nur weiter in die Tiefe und die Breite als das entsprechende Kapitel in »Grafik und Gestaltung«, sondern es geht das Thema ganz anders an. Während »Grafik und Gestaltung« ein klassisches Fachbuch ist, bei dem der Text im Mittelpunkt stehen und Bilder begleiten und illustrieren, stehen bei »ABC der Farbe« Bilder und Illustrationen im Mittelpunkt und der Text erklärt sie.

Jede Doppelseite befasst sich mit einem konkreten Aspekt der Farbe, beginnend bei Licht, Schatten, Schwarz, Weiß und Grau, Endend mit Farbräumen und Proof-Möglichkeiten. In der Regel werden die Doppelseiten von einem Bild oder einer Hand voller Abbildungen dominiert, der beschreibende Text nimmt meist in gutes Viertel der Seite ein.

Die Inhalte sind so strukturiert, dass sie von vorne nach hinten aufeinander aufbauen und sich das Buch linear lesen lässt. Doch da auf jeder Doppelseite ein ganz konkreter Begriff erklärt wird, eignet sich »Das ABC der Farbe« auch als Farb-Lexikon« – dazu gibt es zu Beginn auch ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis. Ein Umfangreicher Index am Ende hilft auch Begriffe unterhalb der Hauptebene zu finden.

Kapitel 1: Licht

Farbe beginnt beim Licht. Ohne Licht keine Farbe. Dem Licht gegenüber steht der Schatten, sein Gegensatz ist das Schwarz. Wer Gestaltung verstehen will, muss Kontraste verstehen. Das gilt für den Fotografen natürlich noch viel mehr als für den Grafikdesigner.

Kapitel 2: Farbe

Geht es im 1. Kapitel um Kontraste und Helligkeit, beleuchtet das 2. die bunten Aspekte des Themas. Das beginnt bei der Physik der Farbe, führt über den Unterschied zwischen Licht- und Körperfarben, die Einteilung in Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben, die Frage was Komplementärfarben genau sind und Endet mit den Eigenschaften von Farbe: Buntton, Sättigung Helligkeit sowie der Farbtemperatur.

Kapitel 3: Farbwahrnehmung

Auf das Kapitel mit den eher physikalischen Aspekten der Farbe, folgt eines darüber, wie wir Farbe wahrnehmen. Ich erkläre die Grundlagen wie unsere Augen Farben wahrnehmen und wie sie nach aktuellem Stand des Wissens wahrscheinlich im Gehirn verarbeitet wird.

Kapitel 4: Farben und Wirkung

Das 4. Kapitel befasst sich Farbe für Farbe mit Wirkungen und Assoziationen. Zu jeder Farbe gibt es einige Farbtafeln verschiedener Nuancen und gängiger Namen für sie inklusive der Farbwerte in CMYK, RGB und HSB.

Kapitel 5: Farbsysteme

Als junger Gestalter dachte ich Farbsysteme wären eine exakte und allgemeingültige Wissenschaft, die quasi auf Naturgesetzen basiert. Tatsächlich handelt es sich dabei um Hilfsmittel für verschiedene Aufgaben. Und da es die verschiedensten Aufgaben gibt, existieren auch sehr viele unterschiedliche Ansätze für Farbsysteme. Ein System für alle Aufgaben gibt es nicht und ist auch nicht in Sicht – ich bin mir heute auch sicher, dass es so etwas niemals geben wird.

In diesem Kapitel stelle ich die für Grafiker und Fotografen wichtigsten Systeme vor, wozu RGB, CMYK, HSB/HSL und L*a*b* gehören.

Kapitel 6: Farbgestaltung

Das 6. Kapitel dreht sich um Farbgestaltung. Es beginnt mit drei jeweils 24-teiligen Farbkreisen inklusive der Achsen Weiß, Schwarz und Grau. Darauf aufbauend werden Farbkontraste und Farbharmonien beschrieben.

Kapitel 7: Farbe in der Praxis

Das letzte Kapitel führt die physikalischen Grundlagen in die technische Praxis des Grafikers und Fotografen. Themen wie Graustufen, Farbkanäle, Duplex und Volltonfarben und Farbtiefe werden beschrieben. Ich erkläre die wichtigsten Aspekte der digitalen Dunkelkammer des Fotografen. Es werden die Grundlagen der Farbkorrektur beschrieben und wie man Histogramme als Hilfsmittel nutzt. Ausführlich wird auch das Farbmanagement beleuchtet.

Angaben zum Buch

  • 400 Seiten, gebunden, komplett in Farbe,  großes 21-×-24-Format;
  • Rheinwerk-Verlag, 2017
  • ISBN 978-3-8362-4501-2
  • Buch: 39,90; E-Book: 35,90; Buch/E-Book-Bundle: 44,90
  • Amazon-Affilate-Link

Durch die vielen Bilder ist es einfach ein Augenschmauß für Künstler – es macht Lust, das Gelesene gleich auszuprobieren. Empfehlung für jeden, der sich in irgendeiner Form mit Farben beschäftigt

M. Latteier via Amazon

Ein Buch zum Nachschlagen für alle, die sich mit Farbe näher beschäftigen möchten. Meines Erachtens ein „must have“ für alle Fotografen, die nicht nur Bildgestaltung, sondern auch Bildbearbeitung machen. Schade, dass dieses Buch nicht schon vor 20 Jahren erschienen ist.

Elke E. via Amazon

Das Thema Farbe wird viel zu oft gar nicht oder zu gering beachtet. Das Buch hätte ich mal viel eher in die Finger kriegen müssen.

Tandoor via Amazon

Ein wunderschönes Buch.

FamilyCMF via Amazon

Mein persönliches Fazit: alles was man zum Thema Farbe wissen muss – und noch ein bisschen mehr. Toll!

Bernhard Rauscher via Amazon

Grafik und Gestaltung

Posted in Bücher

Grafik und Gestaltung könnte man vielleicht als mein Hauptwerk bezeichnen. Auf jeden Fall ist es das dickste und schwerste Buch das ich bislang schriebe. Ich gehe davon aus, dass es das auch bleiben wird.

Seit dem Erscheinen der Erstauflage 2010 ist es so etwas wie das Standardwerk für grafische Gestaltung in deutscher Sprache geworden.

Kapitel 1: Grafikdesign

Das 1. Kapitel gefasst sich mit der Frage was Design und Grafikdesign überhaupt bedeutet und was beispielsweise der Unterschied zur Kunst ist. Alles was Menschen an an visuell sichtbarem schaffen wird gestaltet aber nicht alles wird designt. Design ist zielgerichtet und stellt im Idealfall eine optimale Synthese aus Funktion und Ästhetik dar.

Kapitel 2: Wahrnehmung

Grafikdesign folgt Regeln. Viele davon basieren auf der Art wie wir Menschen die Welt wahrnehmen. Die sogenannten »Gestaltgesetze der Wahrnehmung« bilden eine wichtige Grundlage für die Gestaltung. Es gehr vor allem darum Layouts so anzulegen, dass die einzelnen Elemente zu einer Einzeit verschmelzen. In diesem Kapitel beschreibe ich die wichtigsten Grundlagen.

Kapitel 3: Form

Das 3. Kapitel widmet sich der Formenlehre, erklärt die Funktionen von Punkt, Linie und Fläche, beschreibt die wichtigsten Proportionen und Seitenverhältnisse, wie beispielsweise den Goldenen Schnitt, und widmet sich Fragen der Gewichtung.

Kapitel 4: Farbe

Auf die Formenlehre folgt die Farbenlehre. Es werden die wichtigsten Grundlagen des Farbensehens und -empfindens beschrieben, die Farbräume mit denen der Grafikdesigner zu tun hat, es wird erklärt was Farbmanagement ist, welche Bedeutung Farbsysteme haben, wie man bewusst mit Farben gestaltet und welche Wirkungen mit den wichtigsten Farben verbunden werden.

Kapitel 5: Bild

Texte transportieren Informationen, Bilder Emotionen. Das 4. Kapitel beleuchtet welche Wirkungen und Aussagen sich mit Bildern erzielen lassen. Unter anderem werden verschiedene Techniken beschrieben, mittels derer sich unterhaltsame Printwerbung gestalten lässt.

Kapitel 6: Schrift

Bilder können sehr offensiv und offensichtlich wirken. Schrift wirkt eher unterschwellig. Deshalb wird sie von vielen Gestaltern stiefmütterlich behandelt – nicht nur von Laien und Einsteigern! Dabei kann man damit den Charakter eines Designs maßgeblich prägen. Ich weiß gerade aus Projektbesprechungen des Werbelehrgangs in dem ich unterrichte, wie Schrift wirken kann. Gelingt es einem talentierten Einsteiger für einen Entwurf eine interessante, passende und wirkungsvolle Schrift zu verwenden, entlockt das den anderen Teilnehmern meist ein »Wow!« und schnell folgt die Frage, welche Schrift denn zum Einsatz kam. In diesem Kapitel möchte ich die wichtigen Grundlagen zum Verständnis von Schrift vermitteln.

Kapitel 7: Lesetypografie

Es genügt nicht, eine gleichermaßen funktionale wie coole Schriftart für ein Layout zu wählen, man muss sie auch richtig einstellen können. Die Grundeinstellungen für Texte in den Programmen sind in der Regel nicht wirklich ideal für gut lesbare Texte – egal ob es sich um Word, Illustrator oder InDesign handelt. Die Schriftgrößen sind zu groß, die Zeilenabstände zu gering – jedenfalls für Lesetexte; für Überschriften ist der Zeilenabstand zu weit. Im 7. Kapitel erkläre ich welche Einstellungen für gut lesbare Texte notwendig sind.

Kapitel 8: Gestaltungsraster

Design lebt von Ordnung, Achsen und klaren Proportionen. Gestaltungsraster helfen rasch zu Layouts zu kommen, die Gestaltung designt wirken lassen. In diesem Kapitel erkläre ich, wie Gestaltungsraster entwickelt werden.

Kapitel 9: Corporate Design

Corporate Design ist das Kleid eines Unternehmens. Mittels eines starken Logos, einer festen Hausfarben und klar definierten Farbräumen, sowie einer individuellen Typografie, kann man sich visuell vom Mitbewerber ab- und aus dem allgemeinen visuellen Rauschen herausheben.

Kapitel 10: Druck und Druckvorstufe

Das letzte Kapitel beleuchtet die wichtigsten technischen Aspekte, die für die Gestaltung druckreifer Daten wissenswert sind.

Grafik und Gestaltung – das umfassende Handbuch

Ein Exemplar des Buches in chinesischer Sprache

Mittlerweile hat das Buch mit »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout« ein Schwesterchen bekommen, in dem ich beschreibe, wie kompetente Gestaltung im wichtigsten Programm für Grafikdesigner umgesetzt werden kann.

Leserstimmen

»Ein Standardwerk! Für Mediengestalter und solche, die es mal werden wollen, ist dieses Buch ein absolutes Must have, wie ich finde! Die 10 ausführlichen und sorgfältig gestalteten Kapitel dieses farbigen Buches sind toll geschrieben und mit gut ausgewählten und passenden sowie hilfreichen Bildern versehen.«

Ina via Amazon

»Ich bin von diesem umfangreichen Handbuch sehr begeistert, vieles was ich mir mühsam in den letzten 2 Jahren zusammengetragen habe, ist hier verständlich und kompakt zusammengeschrieben.«

Juliana Fabula via Amazon

»Es ist alles andere als ein staubtrockener Schinken, sondern ein Nachschlagewerk für jeden kreativen Kopf, der vom Logo bis zum kompletten Corporate Design Inspiration und Tipps möchte.«

La-Na via Amazon

»Dieses Buch sollte in keinem Bücherschrank eines Gestalters fehlen.«

Benno Selin via Amazon

»Ein solides, anwenderfreundliches Praxishandbuch mit klaren Strukturen.«

Tati Heer via Amazon

»Prädikat: Vorbehaltlos zu empfehlen!«

Heike May via Amazon

»Einfach ein gutes Buch.«

H. Heigel via Amazon

Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout

Posted in Bücher

2010 erschien mein großes Werk, »Grafik und Gestaltung«. Darin geht es um die allgemeinen Grundlagen der grafischen Gestaltung. In der Praxis entstehen die meisten Layouts die in den Druck gehen in Adobe InDesign. Deshalb nahm ich in dem Buch mehrmals Bezug auf das Programm. Allerdings ließ sich das Thema in einem Grundlagenwerk nur streifen.

Mit »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout« wollte ich »Grafik und Gestaltung« ein Praxisbuch für die Anwendung der Gestaltungsgrundlagen in Adobe InDesign zur Seite stellen. Ich wollte nicht einfach nur ein Buch über eine Software schreiben, und darin ihre Funktionen und Werkzeuge beschreiben, sondern vielmehr schwebte mir vor das vor dem Hintergrund einer grafisch kompetenten Umsetzung zu tun.

Kapitel 1: Oberfläche und Grundlagen

Im 1. Kapitel beschreibe ich die Programmoberfläche, zeige welche Voreinstellungen ich zu ändern empfehle, wie sich InDesign über die Voreinstellungen hinaus individualisieren lässt, wie man die Oberfläche für eine effiziente Arbeit einrichten und als Arbeitsbereich speichern kann, erkläre alles Wissenswerte zum Thema Ansicht und führe vor, wie sich Tastaturbefehle anpassen lassen.

Kapitel 2: Dokumente erstellen und verwalten

Zu Adobe InDesigns Stärken gehören das Erstellen und Gestalten umfangreicher Dokumente. In Kapitel 2 erkläre ich alles Wissenswerte zur Verwaltung von Dokumentseiten.

Kapitel 3: Grafische Aufgaben

InDesign ist kein Grafikprogramm im herkömmlichen Sinn. Dennoch starte ich den Einstieg in die kreative Arbeit mit dem Layoutprogramm mit der Erstellung grafischer Arbeiten, denn anhand dieser lässt sich das Grundkonzept der Software – die Arbeit mit sogenannten Layoutrahmen – am besten Erlernen. Dabei beschreibe ich nicht nur die technischen Aspekte, sondern zeige, wie man Werkzeuge und Funktionen so einsetzt, dass eine Gestaltung entsteht, die den Prinzipien des Designs entsprechend auf Achsen und Proportionen aufbaut.

Kapitel 4: Grundlagen der Textbearbeitung

Es folgt ein Kapitel über die wesentlichsten Grundlagen zur Arbeit mit Text.

Kapitel 5: Farbe

Technisch betrachtet geht es bei der Gestaltung druckreifer Daten um die Einstellung von Farben, das Erstellen von Farbfeldern, die Arbeit mit Volltonfarben, das Farbmanagement sowie die Kontrolle korrekter Farbeinstellungen mit Hilfe des Separationen-Bedienfelds. Doch Farbe ist auch ein wesentlicher Aspekt der Gestaltung. Deshalb gehe ich auch auf Farbharmonien, Farbkontraste sowie darauf ein, wo bei der Anwendung von Farbe Gestaltungsfallen lauern.

Kapitel 6: Bilder und Grafiken

Wer in InDesign anderes setzen will, als Romane, wird es auch mit Bildern zu tun hat. In diesem Kapitel erkläre ich alles Wissenswerte über das Platzieren von Bildern, das Anpassen und Bearbeiten, worauf man bei Pixelbildern achten muss, welche Möglichkeiten Graufstufenbilder bieten und wie man platzierte Bilder an ein anderes Programm zur Bearbeitung übergibt, wie man mit verschiedenen Arten freigestellter Bilder arbeitet, zeige Beispiele mit Bitmap- und Duplex-Bildern, demonstriere wie man ein Bild in mehrere Rahmen oder auch in Buchstaben platzieren kann. Außerdem zeige ich auch, wie man einen Freisteller in InDesign erstellt.

Kapitel 7: Lesetypografie

Die wichtigste Aufgabe in InDesign ist bei vielen Gestaltungsaufgaben die Formatierung von Text. Lesetypografie entsteht aber nicht, indem man eine schicke Schrift aussucht, und das Gros der Einstellungen den Werksvorgaben des Programms überlässt. Im Gegenteil! Für die meisten Aufgaben ist die voreingestellte Schriftgröße zu groß und der Zeilenabstand zu gering. In diesem Kapitel erkläre ich wie sich InDesigns Möglichkeiten zur Textformatierung so einsetzen lassen, dass exzellente Typografie entsteht. Dabei kommt aber auch nicht zu kurz, wie man nicht nur sauber, sondern auch Effizient gestaltet, indem man Absatz- und Zeichenformate nutzt, sowie die Möglichkeiten der Automatisierung.

Kapitel 8: Detailtypografie

Während sich das 7. Kapitel der Gestaltung großer Textmengen widmet, geht das 8. in die Details. Auch hier versuche ich so gut als möglich die praktischen Werkzeuge mit einer gestalterisch gekonnten Anwendung zu verbinden.

Kapitel 9: Musterseiten und Gestaltungsraster

Vater der Idee dieses Buches über InDesign, war, ein Buch über Gestaltungsraster zu schreiben. Ich habe mich bereits in »Grafik und Gestaltung« ausgiebig mit diesem Thema befasst. Mir wäre bislang kein wirklich gutes Praxisbuch zur Planung und Anlage von Gestaltungsrastern bekannt. Als Standardwerke werden noch immer Publikationen aus einer Zeit, lange bevor Computer zur Gestaltung zum Einsatz kamen, genannt. Dabei bieten Programme wie InDesign heute Möglichkeiten, die die Konzepte von damals wirklich alt aussehen lassen.

Als ich über ein Konzept über ein modernes Praxisbuch über Rastertypografie nachdachte, wurde mir bewusst, dass man das kaum machen kann, ohne dabei stark auf InDesign Bezug zu nehmen. Weshalb also nicht gleich ein ganzes Praxisbuch über InDesign schreiben. Und so ist dieses Buch entstanden. Im 9. Kapitel beschreibe ich, wie man die Möglichkeiten von InDesign nutzt, mit Effizienz zu aufgeräumten und designt wirkenden Layouts zu gelangen.

Kapitel 10: Effekte

»Weniger ist mehr« ist ein wichtiger Leitspruch im Design. Speziell für Effekte sollte das gelten. Doch wie sagte einst ein schöner Werbespruch über Beton: »Es kommt drauf an, wes man draus macht.« In diesem Sinn zeige ich in diesem Kapitel, welche Möglichkeiten zu Effekten InDesign bietet.

Bild in Text

Kapitel 11: Listen und Tabellen

Zu den Eselsarbeiten in InDesign gehört das Formatieren von Tabellen. In diesem Kapitel zeige ich, wie man mit InDesigns – zugegebenermaßen sehr komplexen – Tabellenfunktionen selbst umfangreiche Tabellen effizient formatieren kann.

Außerdem demonstriere ich, wie sich Listen effizient formatieren lassen. In meinen InDesign-Kursen überrascht mich oft, wie wenig teils recht erfahrene Anwender darüber wissen, und wie umständlich sie manchmal vorgehen, Listen zu formatieren, die sich mit den richtigen Einstellungen sehr viel effizienter gestalten ließen.

Kapitel 12: Buch-Funktionen

Kapitel 12 dreht sich um einen wesentlichen Kern meiner Arbeit als Buchgestalter: Um die Funktionen rund um Bücher. Dazu gehört, wie sich mittels einer speziellen Palette mehrere InDesign-Dokumente zusammen als Buch verwalten lassen, wie man diese Dokumente abgleichen kann, wie man Inhaltsverzeichnisse und Indizes erstellt, sowie das Setzen von Querverweisen.

Kapitel 13: Datenaufbereitung und Ausgabe

Wer mit InDesign Dokumente gestalten, will Sie in der Regel auch ausgeben, in der Regel für den Druck. In diesem Dokument zeige ich, wie man Dokumente überprüft, allfällige Reparaturen ausführt, Adobe-Stock-Fotos übernimmt, Daten für den Druck verpackt und PDFs erstellt.

Kapitel 14: Interaktive Dokumente

Oberflächlich betrachtet scheint InDesign perfekt für die Erstellung interaktiver Dokument gerüstet zu sein und wahrscheinlich wollte Adobe das Programm auch in diese Richtung entwickeln. Ich hatte immer Zweifel, dass sich Print und Interaktiv effizient in einem Programm verbinden lässt – die beiden Dinge sind zu verschieden. Es ist wie mit diesen Amphibienfahrzeugen, mit denen man sowohl im Wasser, als auch auf Land vorwärts kommt: Sie können beides nicht einmal mittelprächtig.

InDesign ist ein hervorragendes Programm für die Druckvorstufen, aber kaum für die Aufbereitung interaktiver Daten geeignet. Adobe hat das längst selbst erkannt und setzt auf andere Produkte – die Profis der interaktiven Produktion tun das ebenfalls. Vieles von dem, was InDesign an interaktiven Fähigkeiten bietet, lässt sich nur im Flash-Format ausgeben, und dabei handelt es sich um ein totes Dateiformat. Dennoch sind nicht alle Interaktiv-Funktionen von InDesign für die Katz. Mit etwas Know-how, lassen sich beispielsweise PDF-Formulare mit ausfüllbaren Feldern erstellen, die darüber hinaus auch noch barrierefrei sind. Im letzten Kapitel zeige ich, wie das geht.


Markus Wäger: Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout

Leser-Rezensionen

Mein persönliches Lieblingskapitel ist natürlich »Bilder und Grafiken«, »Musterseiten und Gestaltungsraster« (letzteres hilft mir bei meinen Fotobüchern richtig gut) und »Lesetypographie«. Bei diesen Kapiteln fällt mir besonders auf, dass der Autor nicht nur InDesign erklärt sondern das Ganze mit seinem Wissen über Layout und Design kombiniert.

Tandoor (Amazon)

Ich arbeite nun schon länger mit InDesign, konnte aber auch durch dieses Buch wieder neue Funktionen kennen lernen.

Christian K. (Amazon)

Mehr als 150 Workshop-Einheiten bietet das Buch und alle Dateien stehen als Download zur Verfügung. Das nenne ich zeitgemäß und praktisch!

Wombatine (Amazon)

Die Technik macht kein Foto

Posted in Theorie & Technik

Wenn es um die Bedeutung der Technik für gelungene Aufnahmen geht, scheiden sich die Geister. Die einen rennen ein Fotografenleben lang besserem und teurerem Equipment nach, die anderen behaupten, dass die Qualität der Kameraausrüstung relativ bedeutuntslos ist. Wie meistens haben beide ein Bisschen recht.

Gute Fotografie besteht aus drei Komponenten:

  1. Inhalt
  2. Gestaltung
  3. Technik

Nur eine gute Bildidee oder ein wirklich interessantes Motiv führen zu einem beachtenswerten Resultat. Der Bildinhalt muss allerdings außergewöhnlich spektakulär sein, um auch ohne eine gute Bildgestaltung noch etwas rüber zu bringen. Das heißt ein gutes Motiv will in der Regel auch gut in Szene gesetzt werden. Einen Ausschnitt und seine Gewichtung und Proportionen zu komponieren, ist von größter Bedeutung für die Bildwirkung und braucht Erfahrung. Der aktuelle Trend banale Alltagsmotive in ungewöhnlichem Licht oder Perspektive neu zu erschließen, zeigt, wie viel mit guter Bildgestaltung möglich ist – da entstehen durchaus immer wieder beeindruckende Ansichten, bei Motiven die eigentlich absolut keine inhaltlichen Qualitäten zu haben scheinen.

Bildinhalt und Gestaltung haben etwa zwei Drittel Anteil an einem gelungenen Foto. Wer das ignoriert, wird niemals wirklich gute Aufnahmen machen. Doch die Bedeutung der Technik zu ignorieren, wäre ein fataler Fehler. Ich habe lange Zeit in intensiver Auseinandersetzung, vor allem mit der Gestaltung von Aufnahmen, mit einem relativen Low-Budget-Equitment gearbeitet: Mit einer Nikon D80 und einem 18–200mm Zoomobjektiv. Relativ Low-Budget bedeutet, dass dafür noch immer circa 1.500 Euro über den Ladentisch gegangen sind.

Absolut: Auch mit den Konstruktionsbedingten Mängeln dieses Allround-Objektivs lassen sich beeindruckende Aufnahmen erzielen, wenn man sich mit Inhalt und Gestaltung auskennt und auseinandersetzt. Dennoch konnte die Qualität meiner Aufnahmen praktisch niemals an jene heranreichen, die ich an den Bildern professioneller Fotografen bewundere. Bilder, wie man sie in Büchern, Zeitschriften und Magazinen abgebildet findet. Das ist natürlich auch frustrierend, weil man das Gefühlt hat, es sei mangelndes Können und Wissen, weshalb man diesen Grad professioneller Abbildungsqualität nicht erreicht.

Seit mir aber der Auftrag zum Schreiben eines Buches über eine professionelle Kamera die Möglichkeit eröffnet hat mit professionellem Equipment zu fotografieren, ist mir bewusst geworden, welche Bedeutung gute Geräte und Optiken für das letzte Quäntchen Abbildungsqualität professioneller Aufnahmen haben. Ein einziges Bild, aufgenommen mit einer Festbrennweite die preislich in der Region von 4.000 Euro liegt, hat mir den Unterschied zwischen der Abbildungsqualität von Amateur-Optiken und professionellen Systemen überdeutlich vor Augen geführt.

Damit möchte ich euch nicht aufrufen, all eure preiswerten Objektive im Altglaskontainer zu versenken. Ganz im Gegenteil: Setzt euch mit Bildgestaltung und Bildinhalt auseinander. Ein Fotograf, der mit diesen beiden Komponenten der Fotografie virtuos umzugehen versteht, wird auch mit der billigsten Kompaktkamera bessere Ergebnisser erzielen, als ein Knipser, der davon keine Ahnung hat mit dem teuersten Equipment. Seid euch aber bewusst, dass das letzte Drittel Qualität professioneller Aufnahmen an der professionellen Ausrüstung liegt. Wenn ihr trotz intensiver Auseinandersetzung mit Fotografie nicht an die Qualität der Profis ran kommt, dann liegt es wahrscheinlich weniger an euren mangelnden Fähigkeiten, als vielmehr an der Einsteiger-Fotoausrüstung.

Top of the Blogs im August

Posted in etc.

Im Mai habe ich schon einmal »Meine Blog-Top-Ten« veröffentlicht. Charts aber sind nichts für die Ewigkeit, sondern sind laufend in Bewegung. Man findet neue Blogs, verliert das Interesse an bestehenden Anlaufstellen – und dann kommt noch dazu, dass sich das Interesse auch immer mal wieder verschiebt. Ein paar von meinen lieben Lesern werden mit Enttäuschung festgestellt haben, dass in den letzten Wochen die Themen rund um Design und Typo etwas aus dem Mittelpunkt dieser Website geraten ist. Das heißt nicht, dass mein Interesse daran erloschen ist, hat aber drei gute Gründe:

  1. Ich habe enorm viel zu tun, und kaum noch Freizeit, geschweige denn Zeit mich angemessen um mein Weblog zu kümmern (wenn Pascal nicht wäre …)
  2. Ich halte nach wie vor in vielen Design- und Typoblogs-Ausschau nach interessanten News für euch, aber die Nachrichten über Innovationen, heisse Tutorials und coole Freefonts halten sich derzeit in Grenzen
  3. Pascal und ich arbeiten jetzt an einem gemeinsamen Buch-Projekt und dabei geht es um Fotografie. Es ist noch zu früh, um mehr zu verraten, aber der Auftrag bestimmt natürlich auch den Fokus meiner täglichen Recherchen

Das heißt aber nicht, dass das Thema aus der Welt ist: Zum Jahreswechsel stehen zwei neue Publikationen zu Software-Anwendungen an und von Frühjahr bis Herbst werde ich daran arbeiten mein Baby zur Welt zu bringen: Ein ehrgeiziges Buch-Projekt, das Grafikdesign als Ganzes erschlagen soll. 🙂

Hier also jetzt meine aktuellen Top-Ten:

  1. fokussiert.com
    Leser können Bilder abgeben, die dann von Profis bewertet und kommentiert werden; sehr interessant!
  2. www.designtagebuch.de
    Nach wie vor einer meiner liebsten Blogs mit täglich aktuellen Beispielen aus der Welt der Gestaltung; regelmäßige Leser konnten hier vor kurzem ein Interview mit der Person dahinter lesen: Achim Schaffarinna
  3. blog.reduxo.de
    Hier treffen sich Werbung, Gestaltung und Unterhaltung; schnell besucht und gut amüsiert; wo kriegt der Daniel nur immer die tollen Beispiele her?
  4. www.typeneu.com
    Das tägliche Muss für alle Typo-Fans!
  5. www.hoemmerich.com
    Interessante Beispiele und News zu Gestaltung; Martin Hömmerich war mein erster Interview-Partner
  6. www.fscklog.com
    Die perfekte Ergänzung zu macnews.de für alle Apple-Fans
  7. stylespion.de
    Der Name ist Programm: Schöne Beispiele zu allem was mit visuellem Stil zusammenhängt
  8. www.studio5555.de
    Hat auch mit Stil zu tun und ist auch sehenswert
  9. www.typoblog.ch
    Dürfte öfters aktualisiert werden, aber wenn was kommt, dann ist es interessant; Aktuell: der Hinweis auf die sehr schöne Aaux Next bei TypeTrust, jetzt im Sonderangebot um 200 Dollar je Schriftfamilie (jeweils 18 Schnitte!) – da ist es mir wieder einmal schwer gefallen, nicht gleich zu zuschlagen
  10. www.fontwerk.com
    Schade, dass Ivo derzeit nicht mehr Zeit hat, auf Fontwerk Artikel zu schreiben, sonst wäre das Fontwerk sicher weiter vorne; aber wer zwei Blogs betreibt (www.zoomfeed.de) und auch arbeiten möchte, hat’s eben nicht leicht

In den kommenden Wochen kann ich euch hoffentlich noch ein paar Interessante Interviews liefern, mit Leuten die hinter diesen und anderen Blogs stehen. Die beiden bereits veröffentlichten waren ja schon sehr viel versprechend. Ich bin schon gespannt auf die Antworten die die Kollegen auf meine Fragen geben werden.

Im Interview: Achim Schaffrinna

Posted in etc.

Achim Schaffrinna schreibt das designtagebuch.de – seit vielen Monaten die unangefochtene Nr. 1 meiner Blogparade. In diesem Weblog stellt er beinahe täglich Re-Designs vor – in erster Linie Logos, aber auch Internet-Auftritte. Eine Informations- und Inspirationsquelle, wie mir sonst für diesen Bereich eigentlich kaum eine zweite einfällt.

Achim spart nicht mit Kritik, bleibt dabei aber stets sachlich. Missgunst oder gar Neid – wie er bei Gestaltern ja leider doch oft und gerne zu finden ist – dürfte ihm niemand unterstellen können. Gerade deshalb gehört sein Weblog längst zu den wichtigsten und meist besuchten Weblogs in der deutschen Gestaltungs-Weblogsphäre. Achim lebt und arbeitet – nach einer neun Monate dauernden Weltreise – heute in Hannover.

Achim

Frage: Hallo Achim. Kannst du kurz deinen Werdegang beschreiben – wie du zur Gestaltung gekommen bist, welche Leidenschaft du damit verknüpfst und womit du heute im Wesentlichen dein Einkommen bestreitest?

Achim: Gestaltung begann bei mir maßgeblich mit Airbrush. Als Jugendlicher habe ich mir mit der Gestaltung von T-Shirts, Einladungskarten und Schildern ein Taschengeld verdient. Eigentlich wollte ich damals Innenarchitektur studieren, bis mich ein Kunde mal gefragt hat, ob Grafikdesign für mich nicht die bessere Wahl sei. Die Frage brachte Einiges ins Rollen. Bei einem einjährigen Praktikum in einem kleinen Designbüro, habe ich dann herausgefunden, was ich mein Leben lang machen möchte. Ich zog dann 1994 zwecks Studiums aus dem Rheinland nach Hannover. Wo ich bis Anfang 1999 „Designinformatik“, so hieß der Studiengang tatsächlich, studierte. An der FH Hannover habe ich in den 5 Jahren eine unglaublich wertvolle Sensibilisierung für Farben und Formen erfahren. Nach den Vorlesungen und an den Wochenenden arbeitete ich zudem freiberuflich für zahlreiche Agenturen in Hannover und gestaltete für ein Plattenlabel alles, was sie benötigten. Seit Oktober 2000 arbeite ich bei der Agentur Cybay New Media, wo ich heute den Bereich Design leite, was auch den letzten Teil Deiner Frage beantwortet. Noch mal kurz zur angesprochenen Leidenschaft. Während meiner Weltreise habe ich festgestellt, dass ein Leben ohne kreatives Arbeiten für mich ein Stück weit unausgefüllt ist. Trotz der Freiheit jeden Tag tun und lassen zu können wonach einem ist, verspürte ich mit Fortdauer der Tour ein innere Unruhe, die daraus resultierte, dass meine Kreativität nicht ausgelebt werden konnte. Es gibt wohl zwei Dinge, die ich nicht abstellen bzw. in mir unterdrücken kann. Fernweh und die Leidenschaft für das Gestalten.

Frage: Gestaltung lebt im Spannungsfeld zwischen Kreativität und Funktionalität. Wo liegen bei dir die Prioritäten?

Achim: Gerade bei den digitalen Medien ist Funktionalität unablässlich. Nutzer dürfen erwarten, dass ein Webauftritt die für sie relevanten Informationen leicht zugänglich bereithält. Ist dies nicht gegeben, werden sie eine alternative Adresse ansteuern. Bei jedem meiner Projekte schlüpfe ich selbst in die Rolle des Nutzers, um das Design in Bezug auf seine »Führungsqualitäten« zu hinterfragen. Gleichzeitig ist das Design eine entscheidende Komponente innerhalb eines Markenauftritts, um sich vom Mitbewerber deutlich sichtbar zu unterscheiden. Ein gutes Corporate Design sollte im Idealfall sowohl gangbare Wege aufzeigen und notwendige Grenzen ziehen, aber auf der anderen Seite den unterschiedlichen Medienadaptionen möglichst viel Freiraum einräumen. Wahrlich ein Spagat. Über die Jahre hat sich mein Schwerpunkt deutlich in Richtung Design für digitale Medien verlagert, wo ich mich heute sehr sehr wohl fühle. Mich fasziniert die Dynamik in Web und die Aufgabe Design und Funktion unter einen Hut zu bekommen jedes Mal aufs Neue.

Frage: Wie gehst du ein Gestaltunsprojekt an? Wie kommst du zu kreativen Lösungen und was machst du, wenn sich die Inspiration einmal nicht bis zur Deadline einstellt?

Achim: Stressig und hektisch gehts bei mir nicht zu. Ich gehe eigentlich sehr besonnen und gut sortiert an eine Aufgabe. Selbst an Stellen, wo es mal hakt überwiegt bei mir immer die Zuversicht, dass am Ende etwas Gescheites dabei rum kommt. Vor der Gestaltung beginne ich mit der Sondierung der Mitbewerber. Eine Recherche, sofern sie nicht schon während der Konzeption erfolgte, ist meist der erste Schritt. Das gilt für die Entwicklung einer CD-Linie ebenso wie für das Design von Webanwendungen. Aufgrund vielfältiger Vorgaben, Anforderungen und Ziele kanalisiert sich das Design dann meist in eine entscheidende Richtung. Diese wird dann ausgearbeitet. Ich glaube ein Entwurf sollte immer auch ein Stück weit eine Empfehlung für das gemeinsam verfolgte Ziel sein, weshalb ich eher davon absehe den Kunden mit zu vielen unterschiedlichen Varianten zu verwirren, die zwar alle recht unterschiedlich sein können, bei denen aber dann später offenkundig würde, dass sie eine konzeptionelle Tiefe vermissen lassen. Diese, meist aus Zeitknappheit, geborenen Pseudoentwürfe können später ein Projekt arg bedrängen. Zugegeben gelingt es nicht immer einen Neukunden, davon zu überzeugen, dass ein gut durchdachter Entwurf mehr kann, als drei eben mal auf die Schnelle skizzierten, gewollt unterschiedlichen Lösungsansätze. Sicherlich sollte man aber immer auch berücksichtigen, dass Kunden anders ticken, als Kreative. Deswegen muss ein Entwurf trotz aller Empfehlung offen genug sein, die nicht erfüllten Wünsche aus Kundensicht noch mit aufzunehmen. Klingt nach einer Gratwanderung. Ist aber aus meiner Sicht weniger schwindelerregend, als es sich anhört.

Frage: Welche Bedeutung hat Schrift und Typografie für deine Arbeit?

Achim: Da mein Schwerpunkt in den, durch technischen Restriktionen bestimmten digitalen Medien liegt, ist die Bedeutung sicherlich nicht so groß, wie bei Kreativen der Print-Branche. Im Mittelpunkt stehen eher die Auseinandersetzung mit Systemschriften, sowie die verschiedenen Techniken zur Einbindung von Hausschriften per Image- und Flash-Replacement (sIFR). Nichtsdestoweniger schätze ich eine gute Typo sehr. Typografie ist eine DER Säulen innerhalb einer CD-Linie. Ich bewundere die Schriftengestalter für ihre Arbeiten, allerdings wäre es mir persönlich zu nüchtern sich alleine mit der Konstruktion von Buchstaben zu beschäftigen. Bei der Logogestaltung wähle ich eher Schriften, die über einer sachliche Anmutung verfügen.

Frage: Und welche Bedeutung haben Bilder für dich? Woher beziehst du sie in der Regel? Ich nehme an – wenn ich dein Kunden-Portfolio so ansehe –, dass du eher fotografieren lassen kannst, anstatt dich bei klassischen oder gar lizenzfreien Agenturen bedienen zu müssen.

Achim: Bilder geben einem Projekt erst die notwendige Würze. Sie brennen sich schneller in die Köpfe der Menschen ein, als jedes Wort. Sie transportieren zwischen den Zeilen die Unternehmenskultur und sprechen unsere rechte Gehirnhälfte an, die sich um die Emotionen kümmert. Ich bin immer sehr glücklich, wenn Kunden bereits einen »Haus- und Hof-Fotografen« mitbringen. Ein Empfehlung spreche ich stets in Richtung Fotos vom Fotografen aus. Man sieht es dem Projekt später einfach an. Das Geld ist immer gut angelegt und für den Preis einer überteuerten Bilder-CD bekommt man locker auch 50-60 originäre Bilder vom Fotografen. Hier ist dann auch ausgeschlossen, dass man die erworbenen Bilder auf einer anderen Website entdeckt, was ich aus Kundensicht immer eher etwas peinlich fände. Anbieter bei denen ich schon einmal Bilder im Auftrag des Kunden erworben habe, sind PantherMedia, GettyImages, iStockphoto und Fotolia.

Frage: Ich bin der Ansicht, dass das Thema »Corporate Design« (bei kleineren Unternehmen ein stringentes Erscheinungsbild) in der Ausbildung von Gestaltern recht stiefmütterlich behandelt wird. In der späteren Berufspraxis wird es dann oft vernachlässigt, nicht verstanden um nicht zu sagen: ignoriert. Natürlich verengt es den Rahmen, in dem Kreativität statt finden kann. Doch ein guter Gestalter sollte in der Lage sein, auch unter klar abgegrenzten Rahmenbedingungen gute Lösungen zu erarbeiten.
Wie stehst du zu diesem Thema?

Achim: Das hängt vermutlich mit der Komplexität der Aufgabe zusammen. Tatsächlich war es auch zu meiner Studienzeit so, dass die Ausarbeitung einer kompletten CD-Linie erst im Diplom von Einigen angegangen wurde. Die Kombination Logo + Geschäftsausstattung ist sicherlich häufig angefragt gewesen, auch dank einiger Wettbewerbe, allerdings ist es damit ja nicht getan. Mein Studium war sehr vielschichtig. Fotografie, Messedesign, Kommunikationsdesign, Editorialdesign, Corporate Design, Kalligraphie, Animation, Webdesign, etc. Ich glaube die Erfahrungen, die man in jeder Disziplin gemacht hat, helfen einem später die ersten Aufträge anzugehen. Ich persönlich habe rückblickend vor allem Vorlesungen zum Thema CI/Branding/Marke vermisst. Beim gestalten einer CD-Linie geht es doch in erster Linie darum, die Unternehmensidentiät zu visualisieren. Um dies zu können, muss man sich aber zunächst einmal mit Kern der Marke oder dem, wofür das Unternehmen steht auseinandersetzen. Als Student hätte ich mir gewünscht, dass nicht nur die Disziplin Gestaltung auf dem Programm gestanden hätte, sondern auch Designberatung, bei der Kreative und Kunde gemeinsam Leitlinien entwickeln, die dann wiederum Auswirkungen auf ein Corporate Design haben. Oftmals ist es doch so, dass Kreative eine Aufgabe auf den Tisch bekommen, die sie dann umsetzen dürfen.

Frage: Gibt es ein Buch für dich, von dem du sagst: »Das muss jeder Gestalter gelesen haben!«

Achim: Wer Webdesign erstellt, sollte ein Vorstellung davon haben was Usability ist. An Jakob Nielsens Theorien / Standardwerken kommt man nicht vorbei, selbst wenn sich immer wieder Dinge ändern, was er selbst betont. Statt sich mit den eigenen Lieblingsfarben zu beschäftigen halte ich es für wichtiger sich mit den Bedürfnissen der Surfer auseinander zu setzen, dem eigentlichen Nutzen (Utility). Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Aspekten, die es Wert sind mehr als einen Gedanken daran zu verschwenden. Themen wie Farbenlehre, Informationsarchitektur (Integrierte Informationsarchitektur, Hendrik Arndt), Corporate Identity und auch die Markenführung (Brand Future, Achim Feige) sind allesamt überaus spannend.

Frage: Hast du noch weitere Informationstipps? Zeitschriften? Websites? Blogs? Oder: Wie informierst du dich und was sind deine Lern- und Inspirationsquellen?

Achim: Ehrlich gesagt würde ich Dir gerne mal über die Schulter schauen, wenn Du mit Photoshop arbeitest. Ich bin sicher, auch wenn ich fast 10 Jahre damit arbeite gibt es eine Menge, was ich noch dazu lernen könnte. Es ist einfach unglaublich komplex. Ansonsten stecke ich meine Nase berufs- und passionsbedingt täglich in unzählige Webauftritte. Wie war das damals noch mit der Inspiration, bevor es das Internet gab? Es ist mit Abstand die größte Inspirations- und Informationsquelle. Wenn ich ein Logo auf den Weg bringe nutze ich es außerdem zur Vorabrecherche. »Los Logos« und ähnliche Büchersammlungen helfen zudem dabei eine grobe Richtung einzuschlagen. Ich schaue mir wie gesagt vor einem Projekt immer die Lösungen der Mitbewerber und der Konkurrenz an, um auszuschließen und einzugrenzen.

Frage: Was würdest du Neueinsteigern raten, die Gestalter werden möchten: Wie wird man Gestalter und wie schafft man den Einstieg in die Branche?

Achim: Alles, was aus dem Kunstunterricht stammt zur Seite legen und eine Mappe eigens für die Bewerbung an einer Hochschule NEU anlegen. Zeichnungen aus der 12. Klasse interessieren keinen. Eine erste Anlaufstelle für Anwärter eines Designstudiengangs ist Precore.net. Hier zeigen Studenten ihre Mappen, mit denen sie erfolgreich die Aufnahme geschafft haben, so dass man einen guten Eindruck erhält, welche Leistung notwendig ist, um an einer Hochschule aufgenommen zu werden. Einrichtungen wie die VHS bieten zudem spezielle Mappenvorbereitungskurse an. Diese gehen über mehrere Monate und bereiten einen auf das Studium schon recht gut vor. Nach einem mehrjährigen Studium kann man sich schließlich in eine Agentur oder in die Selbstständigkeit wagen. Ohne solch eine Sensibilisierung für Farben und Formen geht man meiner Ansicht nach immer auf recht dünnem Eis, was aber nicht heißt, dass auch Ausnahmetalente ohne ein Studium erfolgreich sein können.

Frage: Gibt es sonst noch einen besonderen Rat oder Tipp, den du allen aufstrebenden Gestaltern mit auf den Weg geben möchtest?

Achim: Sich immer wieder Fragen stellen. Gutes Design ist meiner Meinung nach die Kunst des Weglassens. Muss diese Linie sein? Oder bekommt man eine Strukturierung auch nur mit Hilfe der Typografie hin? Außerdem lohnt es sich, mit dem, was man gestaltet tatsächlich zu beschäftigen und es nicht nur links oder rechts zu positionieren. Wie steht es um die Begrifflichkeit? Soll die Überschrift wirklich so bleiben? Ein Gestalter, der neben den Farben auch die Sprache selbst im Blick hat, kann für das Gesamtergebnis nur von Vorteil sein. So zumindest meine Interpretation von »Kommunikationsdesigner«.

Frage: Aus persönlichem Interesse: Ich bin über deine Aktivitäten im Internet auf dich aufmerksam geworden. Weshalb engagierst du dich auf diese Weise?

Achim: Vermutlich ist der Beweggrund nicht unähnlich mit dem vieler anderer Blogger. Know-how vermitteln, Diskussionen anstoßen und sich daran beteiligen, nicht nur Konsument sein sondern auch Produzent. Nach über 10.000 Kommentaren, die meine Artikel in gerade einmal 2 Jahren erhalten haben, bin ich zudem davon überzeugt, dass es viel Diskussionsbedarf zu Designthemen im deutschsprachigen Raum gibt. Das freut mich sehr. Ich will meinen Teil dazu beisteuern, dass dies auch weiterhin so bleibt.

10.000 Kommentare!? Wow! Ich habe in derselben Zeit gerade mal etwas über 500 empfangen dürfen. Gratulation zu dem tollen Erfolg und auch weiterhin alles Gute – beruflich, für dein Weblog und natürlich vor allem auch privat. Ich bedanke mich für das tolle Interview.