Direkt zum Inhalt

Vergleich: Fuji X-T3, Nikon Z5 und Olympus OM-D E-M1 III in der People-Fotografie

Posted in Erfahrungsberichte

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

People fotografiere ich leider viel seltener, als ich gerne würde. Als eher Einzelgänger findet man selten bereitwillige Opfer für eine Porträt-Session. Für diesen Vergleich konnte ich Kathrin als Modell gewinnen und sie machte ihren Job locker und gut und ich hoffe, sie ist mit den Ergebnissen ebenso zufrieden, wie ich.

An der Nikon Z5 setzte ich das 85mm ƒ1.8 ein. Dessen Vorgänger für DSLR war einmal mein favorisiertes Objektiv für Porträts. Vor allem für Gesichtsporträts kommt mir keine Brennweite unter 80mm oder über 120mm vor die Kamera.

Für die X-T3 wählte ich das 60mm ƒ2.4 Makro. Das liegt in meinem bevorzugten Brennweitenbereich.

An der E-M1 ist das 45mm ƒ1.2 der logische Partner für die anspruchsvolle People-Fotografie. Die OM-D mit 45mm ƒ1.2 wiegt 954g, die X-T3 mit 60mm ƒ2.4 Macro 797g und die Nikon Z5 mit 85mm ƒ1.8 1174g. Rolle spielen diese Gewichtsunterschiede aber in meinen Augen für so eine Session und auf einem Spaziergang von einer Stunde keine – es trägt ja nicht jeder, so wie ich, gleich alle drei zusammen durch die Gegend. Zum Tragen habe ich den Cotton Carrier eingesetzt.

Abbildungscharakter der Kamera und Stil des Fotografen

Nicht so recht anfreunden kann ich mich mit den Film-Simulationen der X-T3. Ich habe für Landschaft einmal das für Landschaft empfohlene Preset versucht und schnell wieder ausgeschaltet, und dasselbe diesmal beim Preset das Fuji für Porträts empfiehlt. Das ist allerdings meine subjektive Ansicht, keine Wertung im Sinn von: Olympus: Sehr gut; Nikon: Gut; Fuji: Befriedigend. Ich sehe regelmäßig Aufnahmen von Fotografen, die mit Fuji oder Nikon fotografieren und das besser als ich. Gute Bilder liegen am Ende doch mehr am Fotografen und seinem Stil, als an der Kamera, und nicht jeder Charakter jeder Kamera ist ideal für jeden Fotografen. Manchen kommt der Charakter der Fujis entgegen, mir nicht.

Ich habe zwar schon zu analoger Zeit mit Systemkamera fotografiert, aber damals war ich noch so sehr damit beschäftigt die Grundlagen zu erlernen, dass ich mich nicht mit der Bedeutung der Filme befasste. Deshalb weiß ich auch nicht, ob sich Fotografen damals stritten, ob nun Filme von Kodak, Agfa, Fuji, Illford oder wem auch immer besser sind. Viele hatten zwar ein bevorzugte Filmmaterial, doch ich bezweifle stark, dass sie ihre Zeit mit endlosen Debatten darüber verschwendet haben, welcher Film denn nun der beste sei. Ich vermute, wenn sie sich über die Qualität von Fotografien gestritten haben, ging es nicht um das Filmmaterial mit dem aufgenommen wurde.

Ich denke wir sollten sollten mit der Digitalfotografie dahin zurückkehren. Ich kann mit allen aktuellen Modellen professionelle Aufnahmequalität erzielen. Mit etwas Geduld in der Ausarbeitung wird man meist nahezu identische Ergebnisse erzielen. Ich kann nur wiederholen: Wir diskutieren über Peanuts!

Dennoch hat jede Kamera ihre Charakteristik, so wie Filme unterschiedliche Charakteristiken haben, und ich halte es für clever, sich für ein Modell zu entscheiden, das dem eigenen Stil und den eigenen Vorstellungen am nächsten kommen. Ich halte für das Thema für von wesentlich größerer Bedeutung, wie, ob ein Modell zu etwas mehr oder etwas weniger Rauschen neigt, oder auf dem Datenblatt 12LW oder 15LW angegeben sind – ein Unterschied der unter praktischen Aufnahmebedingungen kaum sichtbar zu machen ist (ich bin jedem dankbar der einen Gegenbeweis in Form von Vergleichsbildern vorlegt) – und ob sie 20MP, 40MP oder 60MP hat.

Während ich bei der Z5 mit ebenso wenig Klicks zu Resultaten gekommen bin die mir gefallen, wie bei der E-M1 – manchmal war gar kaum eine Entwicklungseinstellung notwendig – brauche ich bei den Fuji-RAWs bedeutend länger und muss etwas herum feilen, um am Ende dann doch nicht ganz glücklich damit zu sein. Noch einmal: Das ist keine allgemeine Wertung. Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass es viele Fotografen gibt, denen es genau umgekehrt geht. Ich will nur darauf hinweisen, dass man diesen Aspekt bei der Entscheidung für eine Kamera auf keinen Fall übersehen darf, um nicht unnötig viel Zeit mit Bildoptimierung zu verbringen und am Ende dann trotzdem oft unglücklich mit den Resultaten zu sein.

Natürlich gibt es Fotografen die eine Kamera mit möglichst viel Megapixel für ihre Aufnahmen benötigen – Landschafts- und Architekturfotografen beispielsweise. Sie müssen dafür halt in Kauf nehmen, dass eine Vollformat mit 60MP auch nicht wesentlich rauschfreier ablichten wird, als eine MFT mit 20MP, da sich die Pixeldichte nur gering unterscheidet. Sie müssen außerdem in Kauf nehmen sehr präzise arbeiten zu müssen, um den Nutzen der hohen Auflösung auszuschöpfen. Das heißt mit Stativ arbeiten und Fokussierung und Schärfentiefe sehr genau zu berechnen. Auf der anderen Seite gibt es Fotografen, die Kameras mit extrem gutem Rauschverhalten brauchen. Sportfotografen beispielsweise. Doch sie müssen in Kauf nehmen, dass beispielsweise eine A7S nur 12MP aufzeichnet.

Die folgenden Fuji-Aufnahmen laufen diesmal außer Konkurrenz, denn ich hatte kurz vor der Session ein Firwmare-Upgrade durchgeführt und vergessen das Aufnahmeformat wieder auf RAW einzustellen. Ich habe mich dennoch entschlossen die Bilder zu zeigen – im Gegensatz zu den Olympus- und Nikon-Aufnahmen halt allesamt unbearbeitet.

Zu geringe Schärfentiefe

Zunächst einmal ein Wort zum Heiligen Gral der aktuellen Fotoszene: Bokeh. Als ich begann mich intensiver der Porträtfotografie zuzuwenden, lernte ich ƒ4 als gute Faustregel für Vollformat für Gesichtsporträts kennen. Bei größerer Blendenöffnung wird der Schärfentiefebereich extrem kurz. Manchmal schrumpft er auf kaum mehr als 1mm. In der Abbildung unten sind bei ƒ1.8, 85mm und Vollformat gerade einmal die Augen scharf. Bereits die Augenbrauen sind im vorderen Bereich unscharf. Natürlich kann man sagen: »Die Augen sind das Wichtigste im Porträt und man habe sie hervorheben wollen«. Es ist legitim, sowas auch einmal zu machen. Als generelles Konzept finde ich es etwas dünn. Die Frage ist: Was wollen wir mit dem Foto zeigen? Ein Gesicht oder ein Bokeh?

NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/400sec | ISO-100

Das ist auch nicht anders, wenn ich mit der E-M1 bei 45mm und ƒ1.2 fotografiere. Hier ist sogar nur das von mir aus gesehen linke Auge scharf abgebildet, das rechte ist etwas unscharf. Das ist kein gutes Foto.

E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/1250sec | ISO-200

Die nächste Abbildung habe ich mir der Z5 bei ƒ4.5 aufgenommen. Die etwas größere Schärfentiefe lässt das Gesicht natürlicher wirken, der Hintergrund ist trotzdem schön weichgezeichnet und lenkt nicht vom Motiv ab. Mit ƒ5.6 oder ƒ8 wäre es vielleicht noch besser geworden – die Haare hätten sich seitlich wahrscheinlich scharf vom Hintergrund getrennt.

NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/4.5 | 1/60sec | ISO-100

Hier noch das JPEG aus der Fuji. Der Weißabgleich wurde von der Automatik erstaunlich kühl gewählt. Ich habe es so belassen. Trotz nur ƒ2.4 und APS-C ein schönes Bokeh. Auch hier dürfte die Schärfentiefe eher höher sein.

X-T3 | Fuji 60mm ƒ2.4 | 60mm (90mm KB) | f/2.4 | 1/210sec | ISO-160

Fotografiert man ein Porträt frontal hält sich der Schaden durch geringe Schärfentiefe meist noch in Grenzen. Schlimmer wird es bei diagonalem Blickwinkel. Dann wird ein Auge scharf, das andere unscharf abgebildet. Das wirkt besonders daneben, wenn man auch noch auf das hintere Auge fokussiert hat (hier nicht der Fall).

NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/400sec | ISO-100
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/640sec | ISO-200

Und noch einmal dasselbe: Bei der ersten nachfolgenden Aufnahme ist bei Blende ƒ1.8 das hintere Auge ziemlich unscharf abgebildet. In meinen Augen kein gutes Porträt. Bei der zweiten Aufnahme hat ƒ4.5 das hintere Auge gerade noch grenzwertig scharf abgebildet. Auch hier hätte die Blende also noch etwas mehr geschlossen sein dürfen.

NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/400sec | ISO-400
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/4.5 | 1/60sec | ISO-320

Und nicht nur, wenn man so nahe am Modell dran ist wie bei Gesichtsporträts, ist Offenblende bei lichtstarken Porträtobjektiven oft des Guten zu viel. Bei der Aufnahme mit ƒ1.8 ist das von mir aus gesehen linke Auge nicht ganz scharf (um es zu sehen müsst ihr das Bild per Klick in die Lightbox schicken).

NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/320sec | ISO-100

Blende ƒ4.5 bildet Kathrin als Ganzes scharf ab. Das Bokeh ist zwar lebendiger, aber das empfindet man wahrscheinlich nur negativ, wenn man ein von Bokeh besessener Fotograf ist.

NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/4.5 | 1/50sec | ISO-100

Nicht anders verhält es sich mit den Aufnahmen der E-M1.

E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/1000sec | ISO-200
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/3.5 | 1/100sec | ISO-200

Freisteller

Ab einer gewissen Größe des Motivs und dem dabei erforderlichen Abstand profitiert man dann allerdings doch von einer großen Offenblende eines lichtstarken Objektivs, wobei ich auch hier die mit der X-T3 und dem nur ƒ2.4 lichtstarken Objektiv entstandene Aufnahme der Fuji nicht schwächer finde, obwohl es auf Grund des Crop-Faktors um 2 Blenden lichtschwächer ist, als die Nikon mit 85mm ƒ1.8.

E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/400sec | ISO-200
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/400sec | ISO-400
X-T3 | Fuji 60mm ƒ2.4 | 60mm (90mm KB) | f/2.4 | 1/105sec | ISO-200

Mein Fazit

Ich konnte mit allen drei Kameras gut arbeiten. Die E-M1 und die Z5 unterscheiden sich bei Gewicht, Shaping und Handling ohnehin nur gering, die X-T3 ist von der Bedienung her bekanntermaßen anders, was am Ende Geschmacksache ist. Die Abbildungsqualität ist praktisch nicht zu unterscheiden. In dieser Galerie sind zwar die Aufnahmen der X-T1 wegen des kühlen Weißabgleichs klar von den anderen Bildern zu unterscheiden, die Z5- und E-M1-Bilder kann man aber wohl ohne auf die Bildbeschreibung zu schauen kaum einer Sensorgröße zuordnen.

Nicht nur die Bildcharakteristik betrachte ich als wesentlichen Aspekt bei der Entscheidung für ein Kamerasystem sein. Für noch viel wichtiger und eigentlich entscheidend halte ich mittlerweile das Handling des Systems sein. Eine Kamera die auf dem Datenblatt und in der Presse exzellent erscheint, mit deren Handhabung man in der Praxis jedoch nie so recht warm wird, kann sich nur negativ auf die fotografische Qualität der eigenen Arbeiten auswirken. Während ein System mit dem man gerne Fotografiert – mit dem zu Fotografieren einem Spaß macht – kann auch für Berufsfotografen ein entscheidenderer Faktor sein, als eine theoretisch perfekte Abbildungsqualität die in der Praxis niemand sieht.

Das ist natürlich alles ganz subjektiv meine Meinung. Aber das ist auch genau mein Rat: Seid subjektiv! Persönlicher Stil ist immer subjektiv. Wären wir in der Lage die Dinge objektiv zu betrachten, würden wir alle dasselbe sehen.

Weitere Aufnahmen

E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/2000sec | ISO-200
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/640sec | ISO-100
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/2500sec | ISO-200
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/1600sec | ISO-100
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/800sec | ISO-100
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/2000sec | ISO-200
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/2500sec | ISO-200
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/800sec | ISO-100
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/1000sec | ISO-100
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/3200sec | ISO-200
X-T3 | Fuji 60mm ƒ2.4 | 60mm (90mm KB) | f/2.4 | 1/350sec | ISO-160
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/1000sec | ISO-200
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/500sec | ISO-100
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/320sec | ISO-100
X-T3 | Fuji 60mm ƒ2.4 | 60mm (90mm KB) | f/4.5 | 1/58sec | ISO-200
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/1000sec | ISO-200
X-T3 | Fuji 60mm ƒ2.4 | 60mm (90mm KB) | f/2.8 | 1/170sec | ISO-200
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/1.2 | 1/500sec | ISO-200
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/3.2 | 1/50sec | ISO-63
X-T3 | Fuji 60mm ƒ2.4 | 60mm (90mm KB) | f/2.8 | 1/125sec | ISO-200
NIKON Z 5 | Nikon 85mm ƒ1.8 | 85mm | f/1.8 | 1/500sec | ISO-400
E-M1MarkIII | M.Zuiko 45mm ƒ1.2 Pro | 45mm (90mm KB) | f/4 | 1/40sec | ISO-200

Links:

  1. Meine Tests von Kameras und Ausrüstung sind wie eingangs erwähnt Erfahrungsberichte. Ich suche nicht danach, was an den Produkten gut und was schlecht ist, sondern arbeite damit und berichte, was mir positiv auffällt, und was für mich eher kontraproduktiv ist. Mich interessiert nicht, was theoretisch technisch gerade State of the Art wäre, sondern lediglich ob sich etwas in der Praxis praktisch bewährt. Wenn beispielsweise ein Sucher für mich in der Praxis gut funktioniert, ist mir egal, wie groß oder hoch aufgelöst er ist. Generell lege ich den Fokus eher darauf, was mir an dem Produkt gefällt, als das Haar in der Suppe zu suchen.
  2. Die perfekte Kamera für alles und alle gibt es nicht! Es gibt nur the right tool for the job – die richtige Kamera für die Aufgabe. Schlechte Apparate leistet sich kein Hersteller.
  3. Ein gutes Foto ist primär ein interessantes Motiv, gekonnt gestaltet fotografiert. Perfekte Detailschärfe und Absenz von Rauschen spielt dabei eine vernachlässigbare Nebenrolle. Ich kann mit Rauschen besser leben, als mit langweiligen schlecht gestalteten Bildern.
  4. Alles, was ich schreibe ist subjektiv, und jeder soll seine eigene subjektive Meinung haben.
  5. Foto-Hebenstreit unterstützt mich seit Jahren mit Ausrüstung für meine Tests und Versuche – ohne ihn wären einige hier gepostete Artikel nicht möglich gewesen. Deshalb verlinke ich die besprochenen Produkte auch gerne und provisionsfrei mit dem Hebenstreit-Online-Shop (sofern dort verfügbar). Wer lieber über Amazon bestellt bekommt auch den Link dahin geliefert und ich, falls ihr etwas bestellt, ein paar Cents oder – wenn es etwas Größeres ist – ein paar Euro.

2 Comments

  1. Rolf

    Hallo Markus,

    Toller Beitrag wieder einmal, danke.
    An einer Stelle bin ich anderer Meinung: Zu analogen Zeiten hat man genauso zum Equipment (also auch dem Filmmaterial) gefachsimpelt wie heute. Nur gab es damals noch keine sog. „Sozialen“ Medien. Stattdessen man hat meist eifrig im gleich interessierten Freundeskreis über Kameras, Objektive und die richtige Filmsorte debattiert. Bei letztere ging es natürlich um Eigenschaften wie Körnung (vgl. heutige Diskussionen über Rauschen), Schärfe (heute: Auflösung) und Farbcharakter. Ich habe mich z.B. irgendwann zu Fujichrome überreden lassen (nach Agfa), wobei es da noch die Varianten Sensia und Velvia gab oder gibt. Einer von beiden war eher kühler, der andere wärmer in den Farben. Mit Kodakchrome oder Ektachrome habe ich auch experimentiert, konnte mich aber nicht damit anfreunden.
    Bei den beneidenswerten SW-Fotografen mit eigener Dunkelkammer waren natürlich Agfa und Ilford hoch im Rennen.
    All das kann man heute in vielen Bildbearbeitungsprogrammen schön simulieren, z.B. in der Nik Collection.
    Ab und zu scanne ich mal wieder einige Dias, dann merke ich die Unterschiede in den Filmsorten ebenfalls.

    Grüße, Rolf

    12. November 2020
    |Reply
    • Danke für den Input. Da ich nur berichtet habe, was ich glaube, wie es »damals« war, du statt dessen persönliche Erfahrung hast, ist das natürlich wertvoller. Ich dachte schon, dass immer schon über Ausstattung – Filme, wie Kameras und Objektive – gestritten wurde. Aber ich vermute, dass der Fragen danach nicht die Bedeutung beigemessen wurde, wie heute dem Sensor. Schaut man in einschlägige Medien, Communitys und Foren, sieht es aus, als wenn daneben gar nichts relevant wäre. Vor allem geht es auch nur um die Sensorgröße – auch der Rest darum herum, bis hin zu den Objektiven, spielt nur mehr eine Nebenrolle. Ich gebe dir aber recht: Hätte es damals schon ein Internet, wie heute gegeben, wären die Debatten wohl auch anders verlaufen.

      13. November 2020
      |Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Solve : *
11 + 15 =


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.