Direkt zum Inhalt

Fotografen, Gründe und Argumente pro Micro FourThirds (MFT)

Posted in Theorie & Technik

Am 7. Dezember 2019 veröffentlichte ich einen Artikel mit dem Titel »Fotografen und Techniker«. Darin habe ich einige YouTube-Kanäle von Fotografen vorgestellt die mit MFT auf professionellem Niveau fotografieren. Seither habe ich diesem Artikel zwei weitere Videos hinzugefügt. Dabei ist mir in den Sinn gekommen, dass der Post insgesamt eine gute Sammlung ist, um Interessierten zu zeigen, dass man mit MFT professionell fotografieren kann und welche Gründe dafür sprechen – wobei nicht ausgespart wird, dass MFT natürlich auch Nachteile und Schwächen hat. Alles hat zwei Seiten, alles ist relativ!

»Fotografen und Techniker« dürfte leider keine ideale Überschrift sein, damit der Artikel von Interessierten gefunden wird. Ich überlegte dann kurz den Titel zu ändern, finde es aber besser, wenn ich die dort bereits geteilten Videos samt meiner Anmerkungen in einen neuen Artikel übernehme. Die seit Veröffentlichung neu hinzugekommenen Videos habe ich hier an den Beginn gestellt, dasselbe werde ich mit allen machen, die zukünftig hinzukommen.

BTW: Alles was ich hier schreibe und an Videos zusammentrage, richtet sich nicht gegen Vollformat. Die meisten Argumente lassen sich übrigens auch problemlos auf Kameras mit APS-C-Sensoren übertragen – ich denke dabei vor allem an Fujifilm, die voll darauf setzen und kein Vollformat anbieten. APS-C ist quasi der goldene Mittelweg zwischen Vollformat und MFT, was aber natürlich auch heißt, dass man die besonderen Vorteile von Vollformat auf der einen und MFT auf der anderen Seite immer nur halb erreicht.

Mike Kuna

Nachtrag 2.1.2020: Bei der Auswahl der Videos für diesen Artikel achte ich an und für sich darauf, dass sie von Fotografen stammen deren Arbeiten zeigen, dass sie fotografieren können und nicht nur über technische Aspekte sprechen. In den meisten Videos sind solche Arbeiten zu sehen, bei einigen habe ich mir anhand der Homepage einen Eindruck verschafft. Auf YouTube führe ich eine umfangreichere Liste mit MFT-Videos. Von Mike Kuna habe ich keine Fotos gesehen. Allerdings bringt der die Vor- und Nachteile von MFT, Vollformat wie auch APS-C dermaßen sachlich auf den Punkt, dass ich finde, dass es in diese Sammlung gehört.

Derek Forss

Nachtrag 31.12.19: Derek Forss fotografiert offensichtlich gerne in alten Gemäuern unter schwierigen Lichtbedingungen mit tiefen Schatten. Die im Video gezeigten Aufnahmen zeigen, dass das kein Problem für MFT ist.

Mark Lindström

Nachtrag 30.12.2019: Mark Lindström ist Fotograf. Die Aufnahmen die im Video zu sehen sind belegen, dass er fotografieren kann und nicht nur über Technik redet. Sein Handwerk analog erlernt, fotografiert er seit 2006 Digital – mit Vollformatkameras von Canon. Seit zwei Jahren nutzt er parallel zum Vollformat das MFT-System als transportablere Alternative. Seine Vergleiche beziehen sich nicht nur auf EOS-Spiegelreflexkameras, sondern ebenso auf das neue spiegellose R-System von Canon. Was er sagt ist im Wesentlichen genau das, was ich gerade versuche in einem schriftlichen Artikel zusammenzufassen: Keine Kamera ist perfekt für jede Aufgabe, jeden Fotografen, Jederzeit. Er beschreibt die Vorteile von MFT, nicht ohne außer Acht zu lassen, was Vollformat besser kann. Er nutzt noch immer Vollformat für die Aufgaben, für die es die besseren Eigenschaften mit sich bringt. Aber er sagt auch, dass mittlerweile etwa 80% seiner Aufnahmen mit MFT entstehen, und dass er viele davon wahrscheinlich nicht machen hätte können, wenn er auf ein Vollforamtsystem angewiesen gewesen wäre.

Andy Rouse

Nachtrag 22.12.2019: In diesem Interview für Professional Photo Magazin spricht der Tierfotograf Andy Rouse über Tierfotografie und weshalb er mit MFT fotografiert. Die gezeigten Bilder dürften außer Frage stellen, dass er weiß, wovon er spricht, wenn er über Fotografie spricht.

Joseph Ellis

Nachtrag 13.12.2019: Joseph Ellist ist Hochzeitsfotograf in Dallas und begeisterter Olympus-Fotograf. In seinem Kanal finden sich viele nützliche Tipps, gerade zur praktischen Arbeit mit einer OM-D. Neben OM-D-Modellen arbeitet er parallel auch mit einer Phase One Mittelformatkamera mit 100MP Auflösung. Wenn er über Sensorgröße, Auflösung und Details spricht, weiß er, worüber er redet, da er beide Systeme für seine professionelle Arbeit einsetzt. In diesem Video spricht er darüber wie relativ der Qualitätsunterschied zwischen einer 16MP MFT-Kamera und 100MP Mittelformat ist, wenn davon ein großformatiger Print erstellt wird.

Robin Wong

Nachtrag 12.12.2019: Robin Wong lebt und fotografiert auf Malaysia. Er hat sehr gute An- und Einsichten zu Fotografie und ihm zuzuhören finde ich immer inspirierend. Zu Beginn dieses Videos stellt er klar, dass in seinem Kanal keine Kamera und keine Marke ge-bashed wird – dass er für MFT aber nie gegen ein anderes System spricht. Das deckt sich mit dem, was ich in meinem Blog versuche. Dass ich MFT liebe, heißt nicht im geringsten, dass ich irgendein anderes System oder eine andere Marke ablehne. Robin Wong sagt, er liebt alle Kameras und alle Marken.

Wong erklärt in diesem Video, warum er davon ausgeht, dass Olympus niemals ein Vollformatsystem herausbringen wird: Olympus versteht sich als Alternative für Fotografen, die viel unterwegs sind und deshalb ein kompaktes und leichtes System bevorzugen.

Er rät, wenn man primär Landschaft und Architektur fotografiert und für großformatige Prints maximale Auflösung benötigt: Go full-frameI Wenn man überwiegend unter sehr schwachem Licht fotografiert, vielleicht weil Astrofotografie ein Kernthema darstellt: Go full-frame! Wenn der Lebensunterhalt davon abhängt, dass man für seine Klienten Motive mit geringster Schärfentiefe von Hintergründen freistellen kann: Go full-frame!

Für den überwältigenden Teil der Fotografen stellen diese Bedingungen jedoch eher kein ausschlaggebendes Argument dar (in Bokeh sind, wie das Video in diesem Artikel nahelegt, vor allem Fotografen vernarrt, während für normale Betrachter dabei sogar eher weniger mehr zu sein scheint). Für all diese ist MFT eine Option. Sie wird umso interessanter, je mehr Transportabilität und leichtes Handling von Bedeutung sind.

Es stimmt zwar, dass es mittlerweile spiegellose Vollformatkameras gibt die auch nicht nennenswert größer sind als die meisten MFT-Kameras sind (wobei die kleinsten MFT-Modelle selbstverständlich kleiner sind, als die kleinsten APS-C- oder Vollformatkameras). Doch Physik und Optik haben am Ende doch ein Wörtchen mitzureden, so dass die Linsen für einen größeren Sensor immer größer (und schwerer) ausfallen müssen, als für einen kleineren. Natürlich gibt es zu spiegellosen Vollformatkameras auch relativ kompakte und leichte Linsen. Doch wäre etwas undiffernziert die leichtesten Vollformat- mit den schwersten MFT-Linsen zu vergleichen – es gibt meist eine MFT-Alternative die bedeutend kleiner und leichter ist. Der Gewichtsvorteil von MFT ist ein Fakt, ebenso wie die Stärken von Vollformat bei Auflösung, High-ISO und Schärfentiefe Fakt sind.

MFT ist natürlich nicht für Jedermann und jede Frau das Richtige. Aber wie Aki Murata von Olympus in einem Interview so schön sagt: »Full-frame isn’t for everybody.« Olympus legte wie gesagt immer schon – bereits in analoger Zeit – viel Wert darauf, die kompaktesten und leichtesten Kameras anzubieten. Eine OM-D E-M5 hat etwa das Volumen einer analogen OM Kleinbildkamera der 70er Jahre. Damit zu fotografieren macht einfach Spaß.

Auf den MFT-kritischen Kanälen höre ich viel über High-ISO-Performance, Auflösung, Bokeh, bis hin zur Anzahl der Photonen die auf einen Mikrometer Sensor fallen (kein Scherz!). Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass auf diesen Kanälen häufig das Wort »Spaß« fallen würde, wenn über eine Kamera oder ein System berichtet wird. Sicher weiß ich hingegen, dass dieser Begriff bei Leuten die sich für MFT entschieden haben auffallend oft fällt.

Natürlich hatte ich mit meiner Vollformatkamera auch Freude am Fotografieren. Aber als ich zum ersten Mal mit einer Olympus E-M5 fotografierte, hat der Spaß noch einmal eine ganz andere Qualität erhalten. Das ist natürlich subjektiv! Ich habe keinen Zweifel daran, dass (hoffentlich) alle die mit APS-C- oder Vollformat (oder auch Mittelformat) fotografieren Freude an der Arbeit mit ihrer Ausrüstung haben. Mir fällt nur auf, dass der Faktor »Spaß« bei MFT auffallend häufig genannt wird, während das bei Vollformat kaum ein Faktor von Bedeutung zu sein scheint, und vielmehr High-ISO, Auflösung, Dynamikumfang, Bokeh und Photonen im Vordergrund stehen. Dabei beweisen viele der unten folgenden Videos, dass man mit MFT sehr wohl große Prints anfertigen, beeindruckende Landschaftsaufnahmen erstellen und bei wenig Licht professionelle Ergebnisse erzielen kann.

Wenn jemand sagt er oder sie könne (oder wolle) aus diesem und jenem Grund nicht mit MFT fotografieren, dann gibt es daran nicht das geringste auszusetzen. Wenn jemand sagt, man könne nicht mit MFT fotografieren, dann gibt es daran zwar auch nichts auszusetzen, ich würde aber raten er oder sie solle einfach fotografieren lernen. Viele der Videos unten zeigen, dass man kann und das Internet ist voller Bilder die es ebenso beweisen. Und jene die eine große Kamera benötigen um von ihren Kunden ernst genommen zu werden … ihr könnt euch den Rest denken. Das dürfte allerdings wohl in erster Linie ein Männerproblem sein.

Oddbjørn Austevik

Nachtrag 10.12.19: Man könne mit Aufnahmen einer MFT-Kamera keine großen Print machen, heißt es. Eine sehr relative Aussage, schließlich ist alles relativ – ich jedenfalls behaupte das, unter anderem in diesem Artikel. Dass man sehr wohl großformatige Bilder aus MFT-Aufnahmen erstellen kann, habe ich auch schon mit früheren Videos geteilt, unter anderem in meinem Artikel »Zeit für Olympus«. In meinem Artikel »Auflösung und Druckformat« finden sich ein paar Tabellen mit Richtwerten wie groß sich Bilder bei welchen Auflösungen und welchen Betrachtungsabständen drucken lassen.

Es gibt Motive bei denen tatsächlich davon auszugehen ist, dass der Betrachter bis auf die Lesedistanz von etwa 45cm – der Betrachtungsabstand, bei dem eine Auflösung von 300ppi relevant ist – an ein Bild herangehen um Details in Augenschein zu nehmen. Das sind aber seltene Ausnahmen. Der überwältigende Anteil der Motive wird aus umso größerer Entfernung betrachtet, je größer das Format ist. Anders lassen sich Bilder gar nicht erfassen. Wer würde sich schon im Kino freiwillig in die erste Reihe setzen?

Bei Prints im Format A1 kann man von einem Betrachtungsabstand von 2m ausgehen, wofür 60ppi ausreichend sind, bei A0 geht man von 3m aus, wofür 45ppi ausreichen sind. Wer nicht glaubt, dass bei größeren Abständen geringe Auflösungen keinen Unterschied mehr machen, soll sich einfach fragen ob ihm oder ihr schon einmal aufgefallen ist, dass Großflächenplakate üblicherweise mit einer Auflösung von 30ppi gedruckt werden. Mehr würde dabei gar nichts bringen, denn die Auflösung des Druckrasters ist zu gering mehr Auflösung des Digitalbildes zu transportieren. Betrachtet man diese Poster aus 45cm Distanz, sieht man vor allem riesige Rasterpunkte. Diese Rasterpunkte sind aber schon ab wenigen Metern Abstand nicht mehr zu erkennen, da das Auflösungsvermögen der Augen dafür nicht ausreichend ist.

Das Video unten zeigt eindrücklich, wie große Prints mit 16MP- und 20MP-Kameras und mit MFT möglich sind. Zwar zeigt der Fotograf auch ein paar Detailaufnahmen in denen Störungen und Pixel zu identifizieren sind. Aber wer sich daran stößt, setzt sich im Kino wahrscheinlich auch in die erste Reihe um möglichst feine Details erkennen zu können. Er wird dann halt von der Handlung an sich nichts mitbekommen. Ich habe das notgedrungen ein einziges mal gemacht und am Ende kam ich mir vor wie ein Krebs, der seine Augen in zwei verschiedene Richtungen zur gleichen Zeit drehen kann.

Ben Aqua

Nachtrag 10.12.19: Ich gehe davon aus, dass das Gros der Leute die behauptet man könne mit MFT nicht vernünftig fotografieren, das aus Hörensagen tun und sich niemals selbst ausreichend mit dem System befasst haben, um das aus eigener Erfahrung bestätigen zu können. In meinen Augen sind solche Meinungsbekundungen irrelevant, da sie eben nichts anderes als nachgeplapperte Vorurteile sind.

Wirklich interessant finde ich an Urteilen über ein System vor allem jene, die von Leuten getroffen werden, die die Systeme wirklich aus längerer Praxis kennen. Ich selbst lehne mich bei dem Thema nur deshalb aus dem Fenster, weil ich mehrere Jahre mit Vollformat fotografiert habe, Bücher über Vollformatkameras geschrieben habe und, nachdem ich mir eine MFT ohne Absicht Vollformat zu ersetzen zugelegt hatte, entdeckte, dass ich damit meine Art der Fotografie genau so gut betreiben kann, bei weniger Gewicht und mehr Spaß.

Alle Fotografen, die ich weiter oben vorgestellt habe, und noch viele mehr, über die ich auf YouTube stolperte, wissen worüber sie reden, wenn sie MFT mit Vollformat oder APS-C vergleichen, weil sie mit den größeren Sensoren arbeiteten bevor sie auf das kompaktere System umgestiegen sind. Natürlich finden sich ebenso Videos von Leuten die erklären, weshalb sie den umgekehrten Weg gegangen sind. Dabei werten die Wenigsten die einen Wechsel vorgenommen haben das System das sie verließen ab. Die meisten sagen einfach, es war nicht mehr das richtige Werkzeug für mich, das neue passt mir besser. Ben Aqua nennt das Video unten zwar »Why I ditched full frame«, aber er relativiert das auch, dass es etwas hart formuliert sein und, dass er viel Spaß mit seiner Canon hatte. Im weiteren führt der dann Gründe an, weshalb das Lumix-G-System für ihn das bessere Werkzeug ist.

Gavin Hoey

Gavin Hoey lernte ich auf dem Kanal von Adorama kennen, als ich mich vor einigen Jahren intensiver mit entfesselten Blitzen befasste. Damals fotografierte er mit einer Canon Vollformatkamera.

Seit einigen Jahren sehe ich Hoey nur mehr mit einer OM-D E-M5. Was mir an ihm gefällt, ist, dass er mit wenig Aufwand tolle Aufnahmen inszeniert und, dass er es zu beschreiben versteht, so dass es jeder nachmachen kann. Irgendwann sah ich auch einmal ein Video von ihm indem gleich mehrere beeindruckende Bilder von ihm in Serie zu sehen waren, aber das habe ich auf die Schnelle leider nicht mehr gefunden. Deshalb habe ich dieses ausgesucht.

Steve Huff

Steve Huff liebt alle Kameras und Marken – Olympus ebenso wie Leica. Er betreibt auch einen beliebten Blog unter stevehuffphoto.com. Ich habe den Eindruck als reise er Jahr ein Jahr aus in Sachen Fotografie die Welt. Steve Huff ist Tester aber er scheint dabei Fotograf geblieben zu sein. Man sieht seinen Aufnahmen den fotografischen Blick an. Ich habe Bilder anderer Vlogger gesehen, die auf derselben Produktvorstellungsveranstaltung für die E-M5 III waren, aber Huffs Aufnahmen sind um Welten besser. Seine Erfahrungsberichte sind sehr viel praxisbezogener, als die vieler anderer Foto-Blogger. Bei aller Liebe zu Kameras und ihren Hersteller ist er immer auch kritisch. Vor einigen Jahren hörte ihn erzählen, dass im Fuji keine Testmodelle mehr zur Verfügung stellte, weil er sie immer sehr kritisch kommentierte. Er hat sich die Modelle dann selbst gekauft um sie testen zu können (man muss gut verdienen als erfolgreicher Foto-Blogger – wenn ich das nur auch von mir sagen könnte!) Irgendwann sah ich dann ein Video über eine neuere Fuji von ihm, indem er sich sehr angetan vom Modell zeige und erklärte, dass viele der Punkte die er an früheren Modellen kritisierte, jetzt behoben seien.

Steve Goslin

Das folgende Video von Steve Goslin habe ich bereits einmal geteilt, weil er zwei Systeme nutzt: Eine Phase One Mittelformatkamera und eine OM-D E-M5. Seine Aufnahmen zeigen, dass er ein exzellenter Fotograf ist. Als Anwender einer Phase One sollte er in Sachen Bildqualität und Auflösung verwöhnt sein. Dass er daneben mit MFT fotografiert darf man ruhig als Beleg nehmen, dass das System für Profis nicht unbrauchbar ist. Hobby- und Amateurfotografen die das so sehen, sollten vielleicht einen Moment darüber nachdenken – hauptberufliche Tester dürfen das natürlich auch.

James Popsys

Auf den britischen Inseln scheinen aus irgendeinem Grund sehr sympathische Vlogger zu wachsen. Einer der sympathischten jungen Leute die ich auf YouTube bislang überhaupt gesehen habe, ist Matt Gould – er schießt Vögel mit Vollformat und soll deshalb nur beiläufig erwähnt werden (wer Vogelfotografie mag, sollte in seinem Kanal vorbei schauen). Nicht weniger gerne schaue ich Jamges Popsys zu. Ein Besuch auf seiner Site zeigt, dass er Fotograf ist und fotografieren kann. Er kam von einem größeren System (ich glaube APS-C) zu MFT. In diesem Video erklärt er, weshalb Vollformat nicht das richtige Werkzeug für ihn ist und er bei Lumix G bleiben wird.

Joe Edelman

Joe Edelman kann nicht nur wahnsinnig schnell sprechen – er kann auch herausragend fotografieren. In diesem Video erklärt er die Produktion eines Fotos für ein 14,6m langes Großflächenplakat, das mit einer OM_D E-M1 II entstand.

Chris Eyre-Walker

Noch einer der Fotografieren kann und es mit MFT tut. Auch hier kann man sich auf seiner Site davon überzeugen. Dieses Video, indem er in 24 Stunden 24 Fotos in ganz Belgien macht, stammt aus seine YouTube-Kanal. Es hat mich selbst daran erinnert, dass ich in letzter Zeit nur mehr mit auch für MFT-Verhältnisse schwerem Gerät unterwegs bin, und dabei aussehe wie ein dicht bepackter Esel. Die Leichtigkeit, die ich entdeckt habe, als ich zum ersten Mal mit einer OM-D E-M5 auf den Weg ging, habe ich über die Jahre hinweg wieder verloren. Ich habe mir vorgenommen, sie nach Möglichkeit wiederzuentdecken.

Das sind nur einige Videos und Kanäle exzellenter Fotografen die mit MFT arbeiten die ich über die Jahre hinweg gesehen habe und die ich für diesen Artikel wieder fand, weil ich sie in einer Liste gespeichert habe oder den Vloggern folge. Natürlich schaue ich ebenso Videos von exzellenten Fotografen an, die mit anderen Systemen arbeiten und deren Bilder nicht minder beeindruckend sind. Was echte Fotografen verbindet – egal ob sie mit kleinen oder großen Sensoren arbeiten – ist, dass es ihnen um die Fotografie geht. Viele davon zeigen sich auch begeistert von ihrem Werkzeug und erklären warum. Aber von kaum einem dieser teilweise über lange Jahre erfahrenen Anwender vernimmt man, dass sie sich abfällig über andere Systeme äußern. Sie erwähnen vielleicht, weshalb ihr System ideal für sie ist. Es gilt die Devise, get the right tool for the right job! Systeme für rubbish oder dead zu erklären tun in erster Linie Leute, denen es mehr um die Technik als um die Fotografie geht.

8 Comments

  1. Manfred G.

    Ein frohes Neues Jahr. Danke für die diesen Blog. Aus ihm spricht Praxis und Erfahrung. Ich wünsche für 2020 Erfolg und viel Freude mit leichtem Gewicht beim Fotografieren. Ich bin schon jetzt gespannt hier weiterzulesen.
    Gruß aus dem Rheinland ins schöne Österreich!
    Manfred G.

    1. Januar 2020
    |Reply
    • Danke. Ich wünsche ebenso allen Lesern alles Gute für 2020 und allzeit gut Licht.

      1. Januar 2020
      |Reply
  2. Lieber Markus,

    vielen Dank für deine Mühe, die Du in diesen Beitrag gesteckt hast, das wird oft leicht vergessen.

    LG Bernhard

    13. Dezember 2019
    |Reply
    • Ist schön gelegentlich ein Danke dafür zu bekommen. 🙂

      13. Dezember 2019
      |Reply
  3. Jochen Strobel

    So so, “Am 17. Dezember 2019…” 😉

    12. Dezember 2019
    |Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Enter Captcha Here : *

Reload Image