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Schlagwort: CC

Daniel Scott über New Features & Updates in Adobe CC 2020

Posted in Adobe Illustrator, Adobe InDesign, and Adobe Photoshop

Adobe CC 2020 steht seit einigen Tagen zum Download zur Verfügung. Früher habe ich mir nach Upgrades jeweils bei lynda.com angesehen, was es an Neuerungen gibt. Leider kann ich mich mit der Learning-Plattform nicht mehr so recht anfreunden, seit sie von LinkedIn übernommen wurde. Ist aber euch nicht tragisch, denn in den letzten Jahren hat sich in meinen drei Hauptprogrammen – InDesign, Illustrator und Photoshop – ohnehin nicht besonders viel getan, und die paar Peanuts die den Kunden hingeworfen wurde, ließen sich auch über die What’s-New-Seite von Adobe recht schnell verinnerlichen.

Mit Photoshop CC2020 scheint sich Adobe endlich wieder etwas mehr angetan zu haben. Nach meinem ersten Eindruck würde ich meinen, dass es das nennenswerteste Upgrade seit CS6 ist. Ob es daran liegt, dass Adobe mit Affinity Photo ein Hauch von Gegenwind aufkommen sieht, oder ob es eher daran liegt, dass parallel eine Photoshop-Version für das iPad entwickelt wurde, die den Namen Photoshop auch verdient – wer weiß?

Ich war in den letzten Tagen die ich mir erkältungsbedingt im Bett gegönnt habe (zwischen ein paar Kurstagen) etwas auf YouTube unterwegs – ein paar Videos die ich bemerkenswert fand, habe ich vor ein paar Tagen in einem eigenen Artikel geteilt – und bin dabei zufällig auch über Videos des Adobe Certified Instructors Daniel Scott gestolpert, die mir sehr gut gefallen haben, weshalb ich sie hier teilen möchte. Ich finde seine Art sehr sympathisch und er erklärt sehr klar in einem leicht verständlichen Englisch – nicht so schnell, dass man als Nicht-Native-Speaker nicht mitkommt, aber auch nicht so langsam, dass einem beim Zuhören die Socken einschlafen.

Ich werde bei Gelegenheit selbst noch eigenen Videos über die Neuigkeiten in Photoshop und InDesign aufnehmen – als Service für die Leser meiner Bücher, damit sie sehen, was sich in der neuen Version in Vergleich zu jener der letzten Auflage getan hat. Aber vorher muss ich meine Stimme wieder vollständig auf die Reihe kriegen und Aufarbeiten, was in den Tagen in denen ich Blau machte, liegen geblieben ist.

What’s New in Photoshop CC 2020?

What’s New in InDesign CC 2020?

What’s New in Illustrator CC 2020?

InDesign CC: Einstellungen zurücksetzen und Voreinstellungen

Posted in Adobe InDesign

Es gibt bereits eine ganze Serie an Tutorials zu InDesign von mir. Diese sind zwar überwiegend nach wie vor aktuell, dennoch starte ich hiermit eine neue Serie über das Layout-Programm, bei der ich einige Tutorials aus meinen Workshop-Buch über InDesign – »Adobe InDesign CC – Schritt für Schritt zum perfekten Layout (Links: Verlag | Amazon-Affiliate) – heranziehe und vorführe.

Kurse

Posted in Kurse

Seit 2005 unterrichte ich für die epos|akademie in Götzis in Vorarlberg. Epos ist der führende Apple-Händler in Österreichs westlichstem Bundesland und bietet seit den späten 1990ern auch Seminare zu Apple-Produkten und Gestaltungsprogrammen an. Die Seminare stehen selbstverständlich auch Windows-Anwendern offen – über die Hälfte der Teilnehmerinnen meiner Kurse arbeitet primär oder ausschließlich mit Microsofts Betriebssystem.

Die epos|akademie ist ein kleines Seminarunternehmen. Es bestehen zwei Seminarräume. Einmal ein mit 10 Macs ausgestatteter Raum für die Kurse an den Computern und ein zweiter Raum für Kurse für die keine Rechner notwendig sind. Die Kurse finden vier bis zehn Teilnehmerinnen statt. Die kleinen Gruppen ermöglichen es mir als Seminarleiter optimal auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen der einzelnen Anwender einzugehen. Als kleiner Anbieter fällt es uns leicht persönlichen Service ganz groß zu schreiben. Folgende Kurse und Lehrgänge werden von mir unterrichtet.

Adobe InDesign – die komplette Basis

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout«. Es richtet sich an Anwenderinnen die gerade erst mit dem Programm beginnen, sowie an jene, die bereits damit arbeiten und ihre Effizienz mit dem Programm verbessern möchten.

Das Seminar beginnt mit dem Einrichten der Benutzeroberfläche, dem Anlegen von Dokumenten und dem Seitenmanagement, vermittelt wie sich mit Layoutrahmen einfache Grafiken erstellen lassen, beschreibt den Umgang mit Farben, führt in die Arbeit mit Bildern ein und erklärt ausführlich die Formatierung von Texten sowie den Umgang mit umfangreichen Mengentexten. Die Formatierung von Listen wird generell, der Umgang mit Tabellen bei Bedarf erklärt. Abgeschlossen wird mit der Überprüfung der Dokumente für die Erstellung druckreifer PDFs sowie dem PDF-Export.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe InDesign für Experten

»Adobe InDesign für Experten« beginnt da, wo »die komplette Basis« endet. Auch dieses Seminar basiert auf »Adobe InDesign – Schritt für Schritt zum perfekten Layout«, nimmt allerdings die Fortgeschrittenen-Techniken auf, die darin beschrieben sind.

Das Seminar erklärt beschreibt die Möglichkeiten der Arbeit mit Volltonfarben und erklärt Farbmanagement in InDesign, zeigt die Möglichkeiten zur effizienten Textformatierung großer Textmengen mit Hilfe von Absatz- und Zeichenformaten sowie Suchen/Ersetzen und GREP auf, beschreibt das Management von Büchern, das Erstellen komplexer Listen und Tabellen, den Aufbau von hierarchisch gegliederten Überschriften, die Erstellung von Inhaltsverzeichnissen und Indizes, das Anlegen von Querverweisen, sowie die Arbeit mit Fußnoten.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an zwei Tagen oder vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Photoshop – die komplette Basis

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe Photoshop – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«. Es richtet sich an Anwenderinnen die gerade erst mit dem Programm beginnen, und ebenso an jene, die bereits damit arbeiten und ihre Effizienz mit dem Programm verbessern möchten. Wer mit der Arbeit mit Ebenenmasken noch nicht vertraut ist, wird wahrscheinlich in diesem Seminar seinen optimalen Lernweg finden, den anderen empfehle ich den Fortgeschrittenenkurs.

Ich beginne auch dieses Seminar mit dem Einrichten der Oberfläche. Daran schließen sich die praktisch wichtigen theoretischen Grundlagen an und es wird erörtert was es mit Pixeln und Auflösung auf sich hat, und was beim Umgang mit Farbe zu beachten ist. Danach folgen Schritt für Schritt das Erstellen von Auswahlbereichen, das Freistellen und Maskieren, das Verbessern von Helligkeit und Kontrast, die Korrektur von Farbstichen und die Manipulation von Farben, die Grundlagen der Arbeit mit RAW-Dateien, das Erstellen von Montagen, die Grundlagen der Bildretusche, die Arbeit mit Text, und die Möglichkeiten von Filtern und Effekten.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Photoshop für Experten

Das Seminar basiert auf meinem Buch »Adobe Photoshop – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«, nimmt allerdings die komplexeren und anspruchsvolleren Beispiele auf. Die Inhalte des Seminars »die komplette Basis«, vor allem die Arbeit mit Einstellungsebenen und Ebenenmasken, sollten Vertraut sein.

Es wird das Erstellen komplexer Auswahlen mit Hilfe von Farbauswahl und Kanälen sowie das Erstellen von Luminanzmasken erklärt, das Freistellen haariger Subjekte, professionelle Möglichkeiten der Helligkeits- und Farbkorrektur mit Hilfe von Histogrammen, Gradationskurven und Farbkanälen, die Gesichtsretusche sowie das Glätten von Haut mit Hilfe frequenzmodellierter Hautretusche sowie das Erstellen von Montage u.a. mit Hilfe von Füllmethoden.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an zwei Tagen oder vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Adobe Illustrator

Dieses Seminar beschreibt die Arbeit mit dem führenden Grafik- und Vektorprogramm, Adobe Illustrator. Es richtet sich sowohl an Neueinsteiger, als auch an bereits etwas erfahrende Anwender, die ihre Know-how vertiefen und Ihre Arbeitseffizienz verbessern möchten. Es beginnt bei der Erstellung einfacher Grafiken, erklärt den Umgang mit Farbe und Farbfeldern, zeigt, wie sich mit Hilfe der Transformieren-Funktionen komplexere Grafiken konstruieren lassen, zeigt dem Anwender und wie sich mit Hilfe des Zeichenstiftes komplexe Grafiken zeichnen lassen. Der Umgang mit Text wird ebenso vermittelt wie das Beschneiden von Bildern. Am Ende kennen die Kursteilnehmerinnen alle in der Praxis relevanten Funktionen des Programms.

Alle wichtigen Inhalte werden von den Teilnehmerinnen in kurzen Übungen wiederholt, um zu überprüfen ob sich das Gesehene und Gelernte auch im Alleingang umsetzen lässt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Die komplette Druckvorstufe mit Adobe CC

Dieser siebenwöchige Lehrgang bündelt die Inhalte der Kurse »Adobe InDesign – die komplette Basis«, »Adobe Photoshop – die komplette Basis« und »Adobe Illustrator«. Er richtet sich an alle, die mit den führenden Druckvorstufenprogrammen von Adobe professionell und effiziente Layouts erstellen möchte. Der etwas umfangreichere Zeitumfang im Vergleich zu den Einzelkursen sowie die Möglichkeit der Abstimmung der Inhalte macht den Kurzlehrgang sinnvoll für jeden, der alle drei Programme lernen möchte.

Der Lehrgang umfasst 98 Stunden an 14 Tagen. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Affinity Photo

Das britische Software-unternehmen Serif hat mit Affinity Photo einen viel beachteten und ernstzunehmenden Mitbewerber für Adobe Photoshop auf den Markt gebracht. In diesem Seminar erkläre ich alle wichtigen Grundlagen der Bildbearbeitung damit. Die Inhalte basieren auf meinem Buch »Affinity Photo – Schritt für Schritt zum perfekten Bild«.

Das Seminar dauert 14 Stunden und findet an vier Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Die epos Fotoschule

Nachdem ich 2011 mein Buch »Kreativ Fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« veröffentlicht hatte bot es sich an, daraus einen Kurs zu machen. Das aktuelle Seminar basiert auf der neuesten Auflage des Nachfolgers dieses Buches, »Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger«.

Der Kurs richtet sich an alle, die lernen wollen die Funktionen ihrer Kamera zu verstehen und kreativ einzusetzen. Optimal ist dafür natürlich eine eigene Systemkamera, es haben aber auch schon Teilnehmer mit kompakten Apparaten Teil genommen. Der Kurs vermittelt die kreative Fotografie auf Basis umfangreicher Präsentationen, es wird aber ebenso ausprobiert, und – sofern das Wetter es zulässt – im Freien fotografiert.

Das Seminar dauert 18 Stunden und findet an drei Tagen oder sechs Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

Grafik und Gestaltung

So wie »die epos Fotoschule« basiert auch dieser Crash-Kurs in Sachen Gestaltung auf einem meiner Bücher. »Grafik und Gestaltung« ist seit seinem Erscheinen 2010 wohl soetwas wie das Standardwerk zu Grafikdesign in deutscher Sprache.

Die Inhalte des Seminars sind die Grundlagen von Grafikdesign und Wahrnehmung, Formenlehre, Farbenlehre, Arbeit und visuelle Kommunikation mit Bildern, Schrift, Lesetypografie, Gestaltungsraster sowie Corporate Design. Die Themen werden begleitet von zahlreichen Anschauungsbeispielen in einer umfangreichen Präsentation und in der Runde besprochen und diskutiert. Computer werden dabei keine eingesetzt.

Das Seminar dauert 28 Stunden und findet an vier Tagen oder acht Abenden statt. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der epos|akademie.

epos Werbelehrgang

Der Werbelehrgang ist ein etwa acht Monate dauernder berufsbegleitender Intensiv-Lehrgang, an dessen Ende eine Präsentation einer Projektarbeit vor einer Jury aus drei Experten steht. Die Teilnehmer lernen nicht nur mit den in der Medienbranche dominanten Programmen umzugehen, sondern auch visuelle Kommunikation und Werbung im Rahmen des Marketings zielgruppengerecht und effizient zu gestalten.

Neben der Arbeit mit den Programmen Adobe Illustrator, InDesign, Photoshop und XD, lernen die Teilnehmerinnen Formenlehre, Farbenlehre, Typografie, Webdesign, SEO und SEM (Suchmaschinenoptimierung) Kommunikationsdesign, Marktkommunikation, die Grundlagen des Marketing, Werbekonzepte entwicklen, die Grundlagen der Textgestaltung, und vieles mehr, was erforderlich ist Werbung gekonnt zu platzieren.

Unterrichtet werden diese Inhalte aus einem Team aus sieben Spezialisten, in dem ich den Bereich Druckvorstufe, visuelle Kommunikation und Gestaltungsprogramme inne habe, sowie die Leitung des Lehrgangs.

Ich habe in den letzten Jahren mehrere Artikel über den Lehrgang gepostet, unter anderem hier, hier und hier. Besonders gefreut hat mich zuletzt dieses Feedback einer Absolventin, die an den Lehrgang ein Studium in München angehängt hatte:

Der Werbelehrgang war wirklich super und ich habe viel mehr gelernt als an der Uni. Das hab ich dann nur noch durchgezogen damit ich den Wisch habe …

Catrin Mungenast, Grafikdesignerin

Der Lehrgang ist berufsbegleitend und findet jeweils Freitags Nachmittags und Samstags statt. Er umfasst 330 StundenWeitere Informationen, Termine und Anmeldemöglichkeit an 55 Tagen. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit sind auf der Website der epos|akademie zu finden.

Photoshop CC 25: Motiv auswählen

Posted in Adobe Photoshop

Adobe hat mit einem kleinen Update im Januar Photoshop eine (relativ) große neue Funktion spendiert: Hinter »Motiv« verbirgt sich eine Funktion die auszuwählende Bildelemente automatisch erkennt und markiert. Das funktioniert überraschend gut und erzielt in der Regel bessere Kanten als es das Schnellauswahlwerkzeug vermag. Außerdem ist die Dosierung von »Farben dekontaminieren« zurück gekehrt.

Ist DxO PhotoLab die Lightroom-Alternative?

Posted in Digitale Dunkelkammer

Gerade erst einige Tage sind seit dem November 2018 Update von Adobes Creative Cloud vergangen und dem Artikel indem ich meine Gedanken dazu zusammengefasst habe. Nun arbeite ich selbst nicht mit Lightroom und verkneife mir üblicherweise Kommentare über Produkte die ich nicht selbst nutze, sondern kehre lieber vor der eigenen Tür. Lightroom bildet dabei ein Bisschen die Ausnahme. Vor allem, weil ich als Seminarleiter und Autor für Fotografie und Bildbearbeitung regelmäßig um Empfehlungen für die digitale Dunkelkammer gefragt werde. Und da ich in den ersten Tagen von Lightroom einige Zeit damit arbeitete und seine Schwester Adobe Camera Raw nach wie vor zu den regelmäßig von mir genutzten Werkzeugen gehört, maße ich mir auch an, ein Bisschen zur Diskussion beitragen zu können.

Bevor ich auf DxO Photo zu sprechen kann etwas Grundsätzliches: Ich glaube nicht, dass es ein Programm gibt das generell besser oder schlechter ist als seine Mitbewerber, jedenfalls nicht bei den Branchenführern, genauso wenig wie ich an ein Kamerasystem oder eine Marke glaubt die den anderen in jeder Beziehung überlegen wäre. Die Antwort lautet wie immer: Es kommt drauf an!

Wenn ich von »Branchenführern« spreche, dann meine ich die Programme nach meiner Erfahrung qualitativ State of the Art sind: Lightroom, Capture One und DxO Photolab (ehemals DxO Optics). Wir wissen alle wer Marktführer ist.

Wie gesagt habe ich Lightroom in den frühen Tagen einige Monate genutzt, konnte mich aber nicht mit dem strikten Interface, eingeteilt in verschiedene Arbeitsumgebungen, anfreunden, fand es immer etwas klobig und vermisste breit angelegte Unterstützung von Shortcuts bzw. die Möglichkeit der Individualisierung.

Nach einer wechselhaften und teilweise mühsamen Entwicklung, bedingt auch durch das verweisen und versterben von Apple Aperture, arbeite ich nun schon seit mehreren Jahren mit Capture One und bin rundum zufrieden damit. Würde ich gefragt, was würdest du für einen RAW-Konverter kaufen, kann die Antwort nur lauten Capture One, denn genau das nutze ich. Die Frage was würdest du empfehlen, muss ich jedoch anders antworten, denn dann muss ich den Fragesteller mit einbeziehen und die Möglichkeit, dass dieser vielleicht anders tickt als ich.

Capture One kann ich nicht ohne Einschränkungen jedem Empfehlen. Zwar liefert es nach meinem Dafürhalten die besten Resultate aller RAW-Konverter, doch die Unterschiede zu Lightroom sind beispielsweise nicht so eklatant, dass sich mein Urteil nicht als subjektiv bewerten und darüber streiten ließe. Wäre Lightroom kein professionelles Werkzeug würden nicht so viele Profis damit arbeiten. Es gibt zu viele Profis die das Produkt nutzen, als dass es mir auch nur im Traum einfallen würde deren professionelles Urteil in Frage zu stellen.

Es gibt zwei Dinge, die mich Capture One nicht ohne Einschränkungen empfehlen lassen: Erstens bietet es nach meinem dafürhalten zwar die professionellste Oberfläche aller RAW-Konverter, aber diese Professionalität geht auch mit einer Komplexität einher, wegen der ich befürchte, dass Laien davon überfordert sein könnten. Das zweite ist der Preis: Capture One kostet 330 Euro und wenn man Kosten für künftige Updates berücksichtigt – zuletzt im Jahresrhythmus erschienen – dann ist es deutlich kostspieliger als die Aboraten für Lightroom. Leute die gerade im Sonderangebot eine DSLR um 300 Euro erstanden haben verspüren vielleicht wenig Lust auf so eine Investition.

Dem gegenüber stehen die Vorteile von Lightroom: Die Qualität ist tadellos, es ist simpel zu bedienen, für 12 Euro im Monat bekommt man das führende Bildbearbeitungsprogramm dazu und für keinen anderen RAW-Konverter gibt es nur annähernd so viel Bücher, Workshops, Videos, Tutorials, Artikel, Berichte und Ressourcen – nicht zuletzt wird man kaum unter ein Rudel Fotografen gehen können, ohne jemanden zu treffen der das Programm ausreichend kennt, auch einmal eine knifflige Frage beantworten zu können.

Fazit: Obwohl ich mit Capture One arbeite gab ich Amateuren stets den Tipp sich aus genannten Gründen Lightroom anzusehen.

Das neu aus DxO Optics erstandene DxO PhotoLab mischt die Karten nun neu, da es preislich auf einem Niveau angekommen ist, auf dem es durchaus als Alternative zu Lightroom gehandelt werden kann. Zwar bietet DxO keine Photoshop-Alternative, doch zusammen mit Affinity Photo gibt man dafür etwa 180 Euro aus, und da Serif sehr lange Produktzyklen plant und ein Upgrade auf ein kommendes DxO PhotoLab voraussichtlich noch etwa die Hälfte kommen wird, ist man durchaus auf Augenhöhe mit Adobes Abogebühren.

Während Programme wie Alien Skin Exposure X3 oder On1 Photo RAW 2018 bei drastischen Weißabgleichskorrekturen sowie Lichter- und Schattenwiederherstellung Lightroom nicht ganz das Wasser reichen können, geben sich DxO und Capture One diesbezüglich keine Blöße. Außer Zweifel stehen auch die Qualitäten von DxO bei Objektivkorrekturen und Rauschunterdrückung. Diese drei Programme sind einander absolut ebenbürtig.

Das neue DxO PhotoLab glänzt dabei mit einem Feature das besonders aufhorchen lässt: DxO hat von Google die legendären Nik-Filter und deren Technologien übernommen und bereits in das neue Programm integriert. Dazu gehört auch Niks innovative U-Point-Technologie zur selektiven Bearbeitung von Bildbereichen. Bei meinen bisherigen Tests fand ich diese Integration extrem gelungen und Lightrooms Pinseln ebenso überlegen, wie Capture Ones Layer-Konzept.

Anders als Lightroom arbeitet PhotoLab nicht auf Basis einer Datenbank in die Bilder zu importieren sind, sondern man arbeitet direkt in den Foldern in denen sich die Bilder befinden (Capture One bietet beide Möglichkeiten). Die Entwicklungseinstellungen werden schlicht als Textdateien zu den Bildern gelegt, etwa so wie Adobe Camera Raw es mit XMP-Dateien tut. Das hat am Ende vor und Nachteile. Vorteil ist eine leichte Austauschbarkeit von Daten von einem Computer zum anderen. Nachteil ist, dass die Bildverwaltung nicht ganz die Möglichkeiten einer datenbankgestützten Bibliothek bieten dürfte.

Die Übersichtlichkeit ist bei PhotoLab nach meinem Dafürhalten nicht minder gewährleistet als bei Lightroom und sollte mit lediglich zwei Bereichen – Bibliothek und Entwicklung – vielleicht sogar etwas durchschaubarer sein. Für meine Anforderungen ein riesiger Vorteil: Die angezeigten Paletten lassen sich beliebig verschieben, neu zusammenstellen, schließen und eine optimierte Umgebung lässt sich als Arbeitsbereich speichern (ich weiß allerdings nicht ob das neue Lightroom CC diese Möglichkeit auch endlich bietet). Wermutstropfen: Individualisierung von Shortcuts sind in PhotoLab ebensowenig möglich wie in Lightroom und die Belegung ist eher noch dürftiger.

Etwas schwer durchschaubar sind in PhotoLab wie schon im Vorgänger in meinen Augen die Funktionen und ihre Benennung. Es ist nicht unmittelbar ersichtlich, was Smart Lighting oder ClearView zu bedeuten haben, und die Möglichkeit den Weißabgleich manuell einzustellen musste ich wegen Vergessens schon mehrfach suchen. Auch eine Aufteilung der Helligkeitsregler in Spitzlichter, Mitteltöne, Schatten und Tiefen ist man so nicht gewohnt. Das ist allerdings nichts, über das man nicht schnell hinweg kommen kann, und jemand der neu ist in der digitalen Dunkelkammer tut sich damit vielleicht sogar etwas leichter, da er noch keine Konditionierung bezüglich Begrifflichkeiten erfahren hat.

Leider verfügt PhotoLab aktuell noch nicht von Haus aus über eine Perspektivenkorrektur. Diese muss erst über das Zusatzprodukt ViewPoint nachgerüstet werden, das mit 41 Euro zu Buche schlägt. Lightroom kennt diese Funktion von Haus aus.

Wer noch weiter aufrüsten möchte, findet in FilmPack eine Möglichkeit. Das Produkt simuliert analoge Filme und ist eine echte Bereicherung, wenn man vom digitalen Look weg möchte, es ist aber mit 83 Euro für die Elite-Version auch kein Schnäppchen.

DxO PhotoLab ist mit seinem wettbewerbstauglichen Preis (in einer etwas abgespeckten Version aktuell ab 83 Euro), seiner einzigartigen Werkzeuge sowie seiner tadellosen Qualität ein absolute Bereicherung für den Markt der RAW-Konverter.

Fotografen sind unterschiedlich! Sie arbeiten unterschiedlich, nutzen unterschiedliches Equipment, fotografieren unterschiedliche Motive, bevorzugen unterschiedliche Bildlooks, haben unterschiedliche Zugangsweisen zur Bildentwicklung – es wäre absurd zu glauben, dass ein Programm es allen Anwendern recht machen könnte.

Es ist gut, aus einer Reihe an Produkten auswählen zu können, mit Lightroom, PhotoLab und Capture One aus drei sehr unterschiedlichen Anwendungen aussuchen zu können und das Angebot wachsen zu sehen. Es mag Vorteile haben seine Daten in einer Cloud speichern zu können (was ich mir bei meinem Bildbestand von 500GB exklusive Archiven allerdings eher schwer vorstellen kann) und man mag auch ein Abomodell begrüßenswert finden. Diese Ansicht muss aber nicht jeder teilen. Ich zum Beispiel kaufe Hardware nicht gerne gebraucht und muss zugeben lieber zu besitzen als zu mieten. Es ist gut, dass es Alternativen für diejenigen gibt, für die Lightroom nicht die passende Ansicht scheint, und es bleibt zu hoffen, dass die Alternativen wachsen und gedeihen. Bei einem Sterben der Mitbewerber und damit einer Monopolisierung eines Produkts würde nur einer gewinnen und alle anderen – die Kunden – würden verlieren. Es ist vor allem der Wettbewerb der die Entwicklung vorantreibt. Oder glaubt wirklich jemand, dass Alternativenlosigkeit die bessere Alternative wäre?