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Monat: Dezember 2019

MFT, APS-C, Vollformat oder gleich Mittelformat? Wie viel Sensor braucht der Mensch?

Posted in Theorie & Technik

Liegt das fotografische Glück in erster Linie darin möglichst feine Details möglichst rauscharm aufnehmen und am Bildschirm in der Vergrößerung zu bewundern, ist größer definitiv besser. Zieht man auch andere Aspekte in Betracht wird das Bild differenzierter.

Mit diesem Artikel versuche ich ein differenziertes Bild zu zeichnen. Natürlich spiegelt er meine subjektive Sichtweise. Jede Sichtweise ist subjektiv! Wo jemand behauptet seine Sichtweise sei die objektive sollte man schleunigst abschalten. Weiterlesen

Catalina mag Tethered Shooting nicht

Posted in Digitale Dunkelkammer

Nicht nur der Olympus Camera Updater ist unter Mac OS 10.15 schwer dazu zu bringen mit Olympus’ Server zu kommunizieren, auch Olympus Capture versteht unter dem aktuellen Betriebssystem nicht mehr so recht mit den angeschlossenen Kameras. Funktionierte Tethered Shooting bei mir mit dieser Software bislang immer reibungslos, geht im Moment gar nichts.

Zunächst habe ich Olympus Schlamperei bei der Aktualisierung ihrer Software unterstellt. Aber der MFT-Hersteller scheint mit dem Problem nicht allein dazustehen. Bereits vor zwei Wochen erhielt ich eine Nachricht von Phase One, dass Tethered Shooting mit Capture One Pro unter 10.15.2 nicht funktionieren würde. Eine kurze Recherche ergab, dass anscheinend auch Anwender von Canons Tethered-Shooting-Lösung über Probleme klagen. Weiterlesen

Olympus antwortet

Posted in etc.

Ich schrieb gestern einen Artikel mit dem Titel »Olympus antwortet nicht«. Darin ging es um ein paar Probleme, die ich mit Produkten von Olympus habe und vor allem darum, dass man sich nicht mehr meldet, wenn die ersten Ideen zur Problemlösung nicht helfen. So war das im Frühjahr geschehen – allerdings wegen einer Kleinigkeit, weshalb ich mich nicht weiter darum bemühte. Auf eine vor zehn Tagen übermittelte Nachricht blieb dann bisher wieder eine Antwort aus, was mich vorgestern zum besagten Artikel veranlasst. Heute nun hat sich Olympus doch gemeldet, weshalb ich besagten Artikel aus dem Blog gelöscht habe. Man mag die Verzögerung kritisieren, ich muss mich selbstkritisch allerdings auch fragen, ob ich nicht ein paar Tage mehr mit Schreiben des Artikels hätte warten können. Weiterlesen

Lumix G Leica Vario Elmar 100–400mm – Panasonic reagiert

Posted in Erfahrungsberichte

Seit letztem Herbst habe ich mich in mehreren Artikeln dem Umgang von Panasonic mit Problemen mit einem als staub- und spritzwasserfest beworbenen Objektiv gewidmet (leider nicht die einzige zweifelhafte Erfahrung mit Panasonics Kundenservice). Vor einigen Tagen hat sich dann Panasonic Deutschland (wovon Panasonic Österreich ein Ableger ist) endlich bei mir gemeldet. Ob das Dank der Intervention eines befreundeten Fotografen mit Kontakt nach Hamburg gesehen ist, oder ob es durch das Multimedia-Team von Panasonic, die ich via Twitter auf meine Artikel aufmerksam gemacht habe, geschehen ist, kann ich nicht sagen. Jedenfalls hat sich ein Mitarbeiter telefonisch gemeldet. In einem freundlichen Gespräch hat er mir mitgeteilt, dass man meine Angelegenheit zum Anlass nehme die Abläufe im Kundenservice zu überprüfen und womöglich zu verbessern, und dass mein Objektiv von Panasonic durch ein neues ersetzt wird. Weiterlesen

Bokeh und Schärfentiefe sind nicht dasselbe!

Posted in Bilder & Gedanken

Olympus E-M1 (Mk1) | Voigtlaender 42,5 ƒ0,95 Nokton | 1/250s | ISO200 | Kabellose Systemblitze | Exposure X

Diskussionen über Kamerasysteme drehen ich beinahe ausschließlich um vier Faktoren: Auflösung, High-ISO-Performance, Dynamikumfang und »Bokeh«. Dabei hat ein Kamerasystem dutzende Eigenschaften – und ich meine damit wirklich viele Dutzend! Ob es Zufall ist, dass ausgerechnet Eigenschaften im Zentrum der Debatten stehen, mit denen sich die vermeintliche Überlegenheit von Vollformat belegen lässt?

Ich vermute, viele Fotografen halten diese vier Aspekte deshalb für von so zentraler Bedeutung, weil viele Fotografen behaupten, dass sie das sind. Ich glaube aber, dass es nicht möglich ist herauszufinden, was für einen persönlich von echter Bedeutung ist, wenn man sich darauf verlässt, was andere als bedeutend proklamieren. Man kann nur selbst herausfinden, was für einen das Optimale ist. Das birgt natürlich das Risiko, etwas zu kaufen, das sich in der Praxis nicht bewährt. Ich habe schon Unmengen an fotografischem Zubehör gekauft, das meinen praktischen Anforderungen nicht gerecht wurde. Allerdings ist die Qualität von Kameras und Objektiven heute quer über alle bekannten Marken hinweg dermaßen hoch und die Technik so weit entwickelt, dass die Wahrscheinlichkeit ein für den eigenen Anspruch völlig ungeeignetes System zu erwischen ausgesprochen gering ist. Weiterlesen

Video: James Popsys über Bildrauschen (und zwei weitere Videos)

Posted in Bilder & Gedanken

Was James Popsys in diesem Video über Bildrauschen sagt, deckt sich im Wesentlichen mit dem, wie ich darüber denke. Bei den allermeisten von mir eingefangenen Motiven bei denen es – weshalb auch immer – zu Bildraschen gekommen ist, stört es mich nicht, oder es unterstützt sogar die Stimmung der Aufnahme. Manchmal füge ich Bildern die zu clean wirken Rauschen hinzu, was sich dann »Grain« (Korn) nennt, so wie es auch Popsys erwähnt. In meinen Augen ist der Unterschied zwischen Rauschen und Korn eher akademischer Natur – einem Laien lässt er sich wohl kaum einleuchtend erklären. Weiterlesen

Langzeit und HDR Freihand

Posted in Bilder & Gedanken

Olympus E-M5 II | M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6 | 14mm (28mm KB) | ƒ5.6 | BKT 1/3s–5s | ISO1600 | Belichtungen mit Aurora HDR zu HDR-Bild vereint

Ich schrieb kürzlich, dass ich das Spielerische in der Fotografie zurückgewinnen möchte. Das heißt Augen offen halten und neugierig für alles zu sein, es bedeutet für mich aber auch mit der Technik zu spielen.

Parallel beschäftige ich mich auch intensiv mit der Frage ob man mit MFT professionell fotografieren kann. Für mich selbst ist das zwar kein Thema, da ich der Ansicht bin, dass ich es kann. Das entnehme ich unter anderem dem Feedback auf die Bilder in meiner kreativen Fotoschule, die überwiegend von MFT-Kameras stammen. Aber da das leidige Thema in Blogs, Vlogs und Foren endlos zu Tode gekaut wird lässt mich nicht unberührt. Weiterlesen

Kein Moment ist wie der andere

Posted in Bilder & Gedanken

Forstweg am Rheinholz | Olympus E-M1MarkII | M.Zuiko 12–100mm ƒ4 | 25mm (50mm KB) | ƒ5.6 | 1/30s | ISO800 | Software: Exposure X5

Vorgestern schrieb ich, dass ich versuche das Spielerische in der Fotografie zurückzugewinnen. Ich bin zu fokussiert und zu fixiert auf wenige Themen geworden. Ich gehe nicht mehr mit der Neugier eines Anfängers durch die Welt, der sich bei allem was er sieht die Frage stellt: Wie sieht das wohl durch das Auge der Kamera aufgenommen aus? Mit der Zeit habe ich mir immer öfter gesagt, ach, das habe ich doch schon dutzende Male fotografiert, und habe es gelassen es noch ein weiteres Mal abzulichten. Dabei ist kein Sonnenuntergang wie ein anderer, kein Mensch wie ein anderer, keine Blume wie eine andere, jeder Vogel, jedes Wild, jede Katze ist einzigartig. Auch derselbe Weg sieht zweimal gleich aus. Sogar dasselbe starre Objekt lässt sich immer wieder neu entdecken. Weiterlesen

Leicht unterwegs

Posted in Bilder & Gedanken

Vor einiger Zeit wurde mir bewusst, dass mir in der Fotografie die Leichtigkeit und das Spielerische verloren gegangen ist. Wenn ich zum Fotografieren ausrücke, dann praktisch nur mehr mit zwei Kameras, einem Supertele, einem Standardzoom, Tragesystem für die Ausrüstung und Rucksack auf dem Buckel.

Ich erinnere mich gut an meine erste Zeit mit der Olympus OM-D E-M5 und den Spaß den mir die kleine Kamera machte. Sie gilt als die erste wirklich gute spiegellose Systemkamera. Und nicht nur deshalb ist sie in meinen Augen der bedeutendste Meilenstein im Kameradesign seit Luigi Collani in den 1980er Jahren für Canon eine Kamera mit organischer Form gestaltet hat. Olympus hatte bereits mit der ersten Pen den Retro-Trend losgetreten. Schon damit ist es Olympus’ Designern gelungen nicht einfach neue Technik in altes Design zu packen. Vielmehr haben sie die klassischen Designs neu interpretiert. Das gelingt niemandem so gut wie Olympus (Leica ist ein anderes Thema). Und mit der OM-D E-M5 gelant es ihnen besonders gut. Ich war damals zwar überzeugter Nikon-User, doch in das Design der E-M5 verliebte ich mich bereits als ich nur einen Ausschnitt des Body auf einer Gerüchteseite sah. Der Ausschnitt findet sich am Ende eines Artikels von 2012. Weiterlesen