Im Ernst, Peak Design?

Zwei Dinge sind mir etwas unverständlich: Erstens, was sich Peak Design beim Design der 3. Version des Capture Clips gedacht hat, und zweitens, wie die überwiegend positiven Rezensionen dafür auf Amazon zustande gekommen sind.

Nun, Letzteres kann ich mir zumindest so erklären, dass all die Rezensenten deutlich dickere Gurten an Ihren Taschen haben als ich. An meinem Lowepro Flipside 250 AW (Amazon-Affiliate-Link) beispielsweise ist es kein Problem, da ich den Clip dort am gepolsterten Teil des Tragegurts befestige. Anders jedoch sieht es am Lowepro Slingshot Edge 250 AW (Amazon-Affiliate-Link) aus, denn dort fixiere ich den Clip am nicht gepolsterten Teil des Gurts und dann stehen, wie im Bild oben zu sehen, die Schrauben deutlich über. Das ist im wahrsten Sinn des Wortes untragbar. Dasselbe gilt, wenn ich den Clip am Lowepro Passport Sling (Amazon-Affiliate-Link) befestige.

Was die 3. Version des Capture Clips eindeutig besser kann als seine Vorgänger, ist, dass die Beschichtung ein widerstandsfreieres Herausnehmen und Einhängen der Bodenplatte erlaubt. Dem steht aber gegenüber, dass die Bodenplatte schmaler ist, wodurch sie auch bei der Gurtbreite schneller an ihre Grenzen stößt – am gepolsterten Gurt des Flipside 250 geht es gerade noch – und die geringere Auflagefläche nicht ganz so angenehm zu tragen ist, und vor allem, dass sich eben die Schrauben im Falle des Überstehens untragbar in den Körper bohren.

Nun mag man ja argumentieren können, dass so eine Schraube rasch abgefeilt ist, aber das Produkt so zu gestalten, dass ein Überstehen erst gar nicht vorkommen kann, ist in meinen Augen Aufgabe des Herstellers. Umso mehr als das Unternehmen Design im Namen trägt und dazu auch noch behaupten an der Spitze dessen zu gestalten. Ich jedenfalls kann den Capture Clip v3 so nicht empfehlen – schade, dass die Vorgänger offensichtlich nicht mehr produziert werden.

2 Gedanken zu „Im Ernst, Peak Design?“

  1. Hallo Markus,

    eine Frage zu den LowePro Rucksäcken:
    In Deinem Beitrag vom Mai hattest Du über den Slingshot geschrieben („ideal für Tagestouren“) nicht aber über den Flipside. Den hast Du wahrscheinlich erst kürzlich angeschafft (vgl. Deine Rezension vom Juli auf Amazon). Ich überlege mir, einen von beiden anzuschaffen und war eigentlich auf den Slingshot fixiert. Allerdings hatte die Vorgängerversion (deutlich hässlicher als das aktuelle Modell) mal von meinem Fotohändler ausgeliehen. Dabei hatte ich den Eindruck, der Slingshot ist zu groß geschnitten für die E-M1.
    Im direkten Vergleich Slingshot Edge zu Flipside Trek: In welchen passt die E-M1 mit 12-40 und 40-150 + optional noch ein weiteres Objektiv (Makro oder WW-Zoom), besser?
    Ist der Flipside Ersatz für den Slingshot oder benutzt Du beide gleich häufig?
    Danke und Gruß,
    Rolf

    1. Richtig, der Flipside 250 AW ist neu. Ein guter Kauf. Für eine Tagestour ist der Slingshot nämlich nicht mehr optimal. Ich nutze beide parallel. Den Slingshot für Ausflüge bis etwa zwei oder drei Stunden, den Flipside wenn ich auf längere Ausflüge gehe. Der Sligshot ist etwas flexibler, weil er sich doch etwas einfacher von hinten nach vor wuchten lässt. Dafür verteilt der Flipside das Gewicht besser auf beide Schultern und ist für längere Ausflüge komfortabler zu tragen. Ich finde seinen Tragekomfort im Übrigen generell exzellent, auch wenn er mit einem reinen Wanderrucksack wahrscheinlich nicht ganz mithalten kann. E-M1 mit angesetztem 40–150mm geht in den Flipside gerade noch so rein, das 12–40mm sollte dazu problemlos Platz finden. Umgekehrt – also mit angesetztem 12–40 – sollte es etwas weniger knapp sein. Der Slingshot Edge 250 bietet etwas mehr Platz – E-M1 mit 40–150mm haben es darin nicht ganz so eng. Beide Rucksäcke sind maximal für eine Tagestour geeignet. Darüber hinaus wird es eng mit erforderlichen Klamotten und Verpflegung. Exzellent finde ich das Gurtsystem des Flipside.

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