Lumix 20mm ƒ1.7 – starkes Pancake

Meinen ersten realen Kontakt mit einer MFT-Linse hatte ich mit dem Panasonic Lumix G 20mm ƒ1.7 (Panasonic | Amazon). Ich fotografierte damals noch mit Vollformat. Freunde hatten mich gebeten einen Foto-Workshop mit ihnen zu machen und eine Fotografin hatte eine Pen mit diesem Objektiv dabei. Ich wusste natürlich, dass der kleine Sensor der MFT-Kamera für vergleichsweise große Schärfentiefe sorgt, und war von der Qualität des Bokehs ihrer Aufnahmen umso mehr überrascht, selbst bei einer Ablichtung einiger Kinder von Kopf bis Fuß.

2011 habe ich dann mit der Lumix G3 eine erste MFT-Kamera gekauft, als kompakten dritten Apparat neben einer Nikon D700 und Nikon D80, und mit ihm die erste Generation des Lumix 20mm G 20mm ƒ1.7.

Seither habe ich meine MFT-Ausrüstung auf über ein Dutzend Objektive aufgerüstet und das 20mm ƒ1.7 kommt nicht mehr so häufig zum Einsatz. Hergeben würde ich es trotzdem auf keinen Fall, denn die Detailschärfe des Objektivs ist exzellente (siehe auch dxomark.com-Lens-Database – die DXO-Bewertung fällt für das 20er an einer E-M1 ii nur geringfügig niedriger aus als für Nikons DX-35mm-1.8 an einer D500).

Das Bokeh ist schön weich und die Lichtstärke gut. Darüber hinaus stammt es aus einer Zeit als sich Olympus und Panasonic noch mühten das kompakte MFT-System mit flachen Pancake-Objektiven besonders kompakt auszustatten. Der Preis von etwa 300 Euro scheint mir deshalb durchaus angemessen.

Zugegeben ist 40mm eine für Fotografen etwas seltsame Brennweite. Traditionell erwarten wir von Festbrennweiten, dass sie 24mm, 28mm, 35mm und 50mm KB haben. Olympus kommt dem mit 12mm (≈24mm KB), 17mm (≈35mm KB) und 25mm (≈50mm KB) entgegen. Panasonic geht da mit einem 15mm und dem 20mm etwas eigene Wege.

Auch bei der Lichtstärke wirken 1.7 heute etwas eigenartig, sind wir doch gewohnt, dass die Schritte 1.4, 1.8, 2.0 verlaufen.

Die 40mm KB sind der klassischen Reportage-Brennweite von 35mm noch relativ nahe – man befindet sich irgendwo zwischen diesem moderaten Weitwinkel und der flexiblen Normalbrennweite von 50mm KB. Wer damit nicht fotografieren kann, kann nicht fotografieren. Bis in die 1980er Jahre hinein gab es kaum eine andere Möglichkeit als mit Festbrennweite zu arbeiten und 35mm gehörte zu den Standards.

2011 fuhr ich zwei Wochen mit dem Roadster durch Österreich und hatte nichts anderes als die Lumix G3 und das 20mm ƒ1.7 dabei (ich berichtete hier).

Aufgerüstet habe ich das Objektiv mit einer aufschraubbaren Aluminium-Streulichtblende von JCC (Amazon), die ihm bei einem Sturz wahrscheinlich einmal das Leben gerettet hat. Heute schütze ich die Frontlinse zusätzlich durch einen Hoya Pro1 UV-Filter (Amazon). Als Polfilter nutze ich einen Hoya Pro1 PL-C (Amazon), für  Lanzeitbelichtungen einen Haida Pro II Variabler Graufilter (Amazon – zur Zeit als ich den Artikel schreibe leider nirgends verfügbar).

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