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Monat: Mai 2013

Es geht auch ohne Creative Cloud

Posted in Adobe Photoshop

Seit ich mich 1997 selbständig machte bestellte ich jedes Upgrade meiner Adobe Programme Photoshop, Illustrator und später InDesign unmittelbar nach Ankündigung. Mit Photoshop CC, InDesign CC und Illustrator CC werde ich zum ersten Mal auf ein »Upgrade« verzichten.

Abgesehen davon, dass ich mein Leben lang eine Abneigung gegen Monopolisten, Diktatoren und Zwänge ganz allgemein habe und es mir schlicht widerstrebt mich in die Cloud nötigen zu lassen, fehlt mir schlicht und einfach der Grund für einen Auf- oder besser gesagt Umstieg. Ich arbeite seit ein paar Wochen mit Photoshop CC und außer kosmetischen Neuerungen, einem rascheren Start und einem Filter, der verspricht Verwackelungen aus Fotos heraus zurechnen, das aber meist nicht halten kann, gibt es kaum Veränderungen zu CS6. Berechnet man nicht gerade ein Bild neu – dieses Fenster hat sein Aussehen (durchaus zum positiven) verändert – merkt man kaum in welcher Version man arbeitet.

Dass sich bei Illustrator für das Gros der Anwender längst nichts nennenswertes tut bin ich gewohnt. Für mich gibt es bei der Präzision der Platzierung von Ankerpunkten seit langem sogar eher Rückschritte – Illustratoren mögen das anders sehen.

InDesign hatte in den letzten Jahren von all diesen Werkzeugen noch das größte Entwicklungspotenzial – es ist natürlich auch am jüngsten. Doch da ich mit dem erstellen von Inhalten für Tablet-Computer nichts am Hut habe erwarte ich mir nicht, dass InDesign CC noch etwas bringt, das mir die Kosten wert ist. Falls dem so wäre, plane ich lediglich InDesign einzeln zu abonnieren. Vielleicht wird das in Zukunft für mich sogar notwendig sein, will ich mit Partnern InDesign-Dokumente austauschen.

Beim absehbaren Umfang an Neuerungen in den genannten Programmen hieße für mich ein Einstieg in die Cloud in Zukunft für etwas Miete zu bezahlen, das ich bereits vor einem Jahr gekauft habe. Die Option durch ein CC-Abo plötzlich aus dem Vollen des Adobe-Produktangebots schöpfen zu können reizt mich wenig, denn es gibt kein einziges Programm darin, das mir abginge. Vor allem habe ich nicht vor mich mit noch weiteren Produkten von Adobe abhängig zu machen.

Viele behaupten nun es gäbe gar keine Alternativen als in die Cloud einzusteigen. Wenn das alle so sehen wird es wohl auch so sein. Aber wenn alle dasselbe tun hat es mich immer eher interessiert, was man denn sonst noch machen könnte – mir fehlt irgendwie die Herdenmentalität (sehe mich nicht zum Lemming geboren).

Dass es keine Alternative gäbe, sagte man mir auch als ich 2001 von XPress auf InDesign umstieg. Damals noch in der Version 1.5 wurde das Produkt von den meisten Experten der Branche als Flop betrachtet und es hieß man könne nicht damit arbeiten. Ich war einer der ersten, der nicht nur damit rumgespielt haben, sondern Quark vollständig durch InDesign zur Erstellung von Druckdaten ersetzt hat. War nicht einfach und nicht ganz schmerzfrei, denn Druckereien waren es gewohnt gesammelte XPress-Dokumente zu erhalten und hatten mit PDF meist noch wenig Erfahrung.

Ich gehörte bei InDesign also zu den Trendsettern und half somit mit den Erfolg des Programms vorzubereiten (und das Programm ist ja wirklich besser als alles andere, was der Markt derzeit zu bieten hat) und bin jetzt vielleicht wieder einer der ersten, der nach neuen Alternativen sucht. Ich mochte Quarks Politik nicht und kann Adobes nicht leiden.

Was Adobe dem Umsteiger auf CC verspricht ist die Cloud. Das soll man jetzt wohl haben müssen. Allerdings hat mir bislang keiner erklären können weshalb. Wegen 20GB Speicherplatz bei Adobe? Für knapp 5 Euro im Monat habe ich knapp 33GB bei SugarSync (ich bin also längst in der Cloud) und es ist mir dabei nicht unsympathisch, dass das nicht die Server eines Monopolisten sind.

Ganz abgesehen davon, dass mir das CC-Modell generell zuwider ist drängt sich noch eine Frage die Zukunft meiner Installationen betreffend auf: Wer garantiert mir denn, dass Adobe nicht bald auf die Idee kommt weitere Umsatzsteigerungen zu generieren, indem ein Anwender, der die Programme auf einem Desktop und einem Laptop nutzen möchte, auch für beides zu bezahlen hat? Für mich wäre das die nächste kleine Katastrophe.

Ich denke ich werde noch einige Jahre mit Photoshop und Illustrator CS6 arbeiten können, vielleicht auch mit InDesign. Genug Zeit um über Ausstiegsszenarien nachzudenken und zu schauen, wo sich der Markt hin entwickelt – schon für alle, die Photoshop CS3 oder InDesign CS4 haben gibt es wegen der Funktionalität kaum Notwendigkeiten auf höhere Versonen aufzurüsten (von den genannten Liquid-Layouts in InDesign einmal abgesehen). Wer clever ist, sollte in meinen Augen darüber nachdenken, sofern er weiterhin lediglich dieselben Programme nutzen möchte, die er bereits besitzt, es bei diesen keine wirklich wichtigen Neuerungen gibt und er keinen echten Bedarf an weiten Produkten des Adobe Angebots hat.

Konsequenzen der Creative Cloud

Posted in Grafik

Die anstehende Verpflichtung zur Creative Cloud wirft unerwartet Fragen, wohin sich meine Tätigkeit als Seminarleiter und Autor in den nächsten Jahren entwickeln wird. 12 Schulungsrechner mit Photoshop, Illustrator und InDesign auszustatten kostet im Jahr 7200 Euro. Adobe CS war schon bisher kein Schnäppchen. Dafür müssen viele Seminarplätze verkauft werden. Für einen kleinen Seminaranbieter, wie die Akademie an der ich unterrichte, kein Pappenstiel (für große Anbieter wohl auch nicht anders). Natürlich könnte man die Kosten an die Kunden weitergeben, aber ob die das akzeptieren werden?

Die Frage ob CC ja oder nein hat für mich vor dem Hintergrund, dass Bücher zu Photoshop und das Unterrichten der Creative Suite einen wesentlichen Teil meines Umsatzes ausmachen, somit schweres Gewicht und weitreichende Konsequenzen. Aber wieso nicht einfach einsteigen? Wieso bin ich nicht so begeistert, wie offensichtlich doch ein Teil der Adobe-Kunden, oder nehme es nicht zumindest so wie es ist?

Folgende Punkte geben mir zu denken und ich frage mich, ob die Befürworter der Creative Cloud darüber nachgedacht haben:

  • Creative Cloud bedeutet lebenslänglich. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Wer in die Cloud einsteigt und Programme wie Illustrator oder InDesign nutzt wird nie wieder aus dem Abo aussteigen können, will er die damit entstandenen Daten noch nutzen. Ganz egal, was Adobe in Zukunft macht und wie sie an der Preisschraube drehen werden. Das ist keine Schwarzmalerei sondern schlichte Tatsache.
  • Ich arbeite seit ein paar Wochen mit einer Testversion von Adobe Photoshop CC. Was es in dieser neuen Version an Neuerungen gibt sind ein paar Peanuts. Schon seit vielen Versionen sind die Innovationen in neuen Photoshop-Versionen überschaubar. Aber was in Photoshop CC neu ist, wird von den meisten anderen Software-Anbietern als kleine Zwischenversion kostenlos angeboten. Die einzige nennenswerte Änderung ist, dass man Photoshop CC nicht mehr kaufen kann. Man könnte es so sagen: Wer Photoshop CS6 hat und in in CC einsteigt mietet das Programm das er bereits bezahlt hat.
  • Adobe ist ein Börsennotierter Konzern. In solchen Konzernen geht es vor allem darum Gewinne zu maximieren. Ein Unternehmen mit Produkten ohne Alternativen hat beste Voraussetzungen zur Gewinnmaximierung. Wer keine Mitbewerber hat, muss sich um Kundennutzen nicht scheren. Zumal dann, wenn es für den Kunden beim Auftauchen von Mitbewerbern ausserordentlich schmerzhaft würde umzusteigen (ich spreche hier vor allem von InDesign) und man eine Schlüsseltechnologie wie PDF in der Hand hat. Vor diesem Hintergrund stellt sich nun nicht die Frage ob Adobe in Zukunft in Innovation und Weiterentwicklung investieren wird, sondern weshalb sie das tun sollten.
  • Soweit ich es mitbekomme überwiegt die Abneigung dem neuen Mietmodell gegenüber und einige Anwender rufen dazu auf CC zu boykottieren und bei CS zu bleiben. Das wäre im Grunde leicht möglich, denn Photoshop bietet für mich seit CS3 keine Änderungen mehr, die man haben muss, Illustrator hat für mich sogar schon länger, alles was ich brauche und einige Sachen mochte ich früher mehr, und mit InDesign CS4 hat man eigentlich auch alles was man braucht, sofern man keine Layouts für die digitale Publikation erstellen möchte. Ich denke also auch darüber nach bei CS6 zu bleiben. Allerdings unterstelle ich, dass es nur ganz wenigen Anwendern von InDesign möglich sein wird CC zu entsagen. In ein oder zwei Jahren werden die meisten in der Creative Cloud gelandet sein. Auch ich, will ich Daten von Kunden übernehmen oder mit ihnen austauschen können.

Mein Leben lang schon sträubt sich bei mir alles bei Zwängen und Befehlen. Ich entscheide gerne autonom. Dass Adobe mich hier vor die Alternative »friss oder stirb« stellt geht mir komplett gegen den Strich. Wer mit dem Zwang zu CC kein Problem hat, sollte sich fragen bei welchem »Friss oder stirb« bei ihm das Fass überläuft.

Ab in die Creative Cloud

Posted in Grafik

Vorweg: Ich war einst eine Art Adobe-Fanboy. Photoshop, InDesign und Illustrator sind (leider) konkurrenzlos und waren es schon bevor Adobe den einzigen nennenswerten Mitbewerber – Macromedia – übernommen hat. Es war der Morgen als ich in den Nachrichten von der Übernahme erfuhr, als mein Fan-Herz einen ersten Riss bekam und ich dachte, »Au Backe! Was wird das wohl für die Weiterentwicklung der Produkte bedeuten?«.

Als ehemaliger Adobe-GoLive-Nutzer gehörte ich auch zu den ersten die die negativen Folgen dieser Übernahme zu spüren bekamen. Ich hatte mit GoLive zu arbeiten begonnen, lange bevor erste Zeichen von Dreamweaver wahrgenommen werden konnten und lange bevor Adobe das Unternehmen GoLive (aus Hamburg) und das Produkt Cyberstudio (das von Adobe dann in GoLive umgenannt wurde) übernommen hat. Cyberstudio war seiner Zeit voraus und die Programmierer bei Macromedia haben sich das Programm sicher in weiten Teilen zum Vorbild genommen, als sie Dreamweaver entwickelten.

Adobe ließ GoLive nach der Übernahme von Macromedia auch prompt fallen – und damit natürlich auch die treuen GoLive-Kunden. Das Programm hatte unter der Ägide Adobes seinen zuvor doch recht guten Ruf verloren und damit die meisten Marktanteile an Macormedia. Ich erinnere mich noch, dass Adobe kurz nach der Übernahme von Macromedia GoLive 9 vorstellte. Auf der Produktseite von GoLive 9 gaben allerdings Worte zu denken, die sinngemäß wiedergegeben aussagten, dass »GoLive ein tolles Programm sei, mit dem man Webdesign wie mit einem Layoutprogramm machen könne, aber wer ein vernünftiges Webdesign-Programm wolle, der solle sich doch einmal Dreamweaver ansehen«.

Wie nach der Übernahme von vornherein klar war hat es ein GoLive 10 nie gegeben. Adobe nahm nicht nur noch rasch das Geld von den Dummen, die die weitere Entwicklung nicht vorhergesehen haben, sondern ließ auch seine GoLive-Bestandskunden komplett im Regen stehen – auf eine Möglichkeit GoLive-Projekte komfortabel in Dreamweaver-Projekte zu konvertieren wurde verzichtet.

Dreamweaver mag zu derzeit schon weitaus das bessere Produkt gewesen sein, als GoLive. Aber es waren die Strategen bei Adobe die verantwortlich waren, dass das Produkt gegenüber Dreamweaver verloren hat. Wer damals mit GoLive nicht konnte hatte mit Dreamweaver eine Alternative. Bei Photoshop & Co sieht das heute anders aus.

Wer professionell mit InDesign, Illustrator und Photoshop arbeitet findet kaum nennenswerte Alternativen. Klar gibt es andere Programme in den Kategorien Layout, Vektorgrafik und Bildbearbeitung. Aber irgendwie ist es, als hätte man sich an Mercedes S Klasse gewöhnt und für einen Wechsel stünden nur Skoda, Fiat und Seat zur Verfügung. Nichts gegen Skoda, Fiat und Seat – aber die bieten halt keine S Klasse an!

Was Adobe jetzt macht, ist, als würde Mercedes ein Modell aufstellen, bei dem man die Autos nur mehr mieten kann, dafür aber jedes Jahr ein neues bekommt. Klingt doch verlockend, oder?

Ich finde, solange es BMW, Audi und meinetwegen Lexus als Alternative gibt, mag das schon nett sein. Aber wenn man gar keine Wahl hat, als den Deal mit Mercedes einzugehen? Höchstens auf Fiat umzusteigen, oder den aktuellen Mercedes weiter zu fahren, bis er durchgerostet ist?

Software-Schmieden wie Microsoft und Adobe haben ein Problem: Ihre Produkte – Office und Creative Suite – sind ausgereift. In meinen Augen braucht kaum jemand eine neuere Version als Photoshop CS3. Natürlich ist da und dort ein bisschen was dazu gekommen. Aber für die wenigsten Anwender sind die Neuerungen in den folgenden Versionen bis CS6 so essenziell, als dass sich die etwa 800 Euro für die Upgrades rechtfertigen würden. Bei InDesign würde mir CS3 nicht genügen. Hier kamen in CS4 Innovationen dazu, auf die kein Anwender verzichten sollte. Aber wer nur für den Druck arbeitet und keine liquid Layouts erstellen muss, kann auf CS5, CS5.5 und CS6 gut verzichten. Illustrator wäre mir heute sogar in CS2 lieber als in CS6. Zwar sind nach CS2 durchaus nette Funktionen dazu gekommen. Allerdings sind das alles Werkzeuge für die ich eher keine Verwendung habe und in den für mich wichtigen Belangen hat sich die Genauigkeit des Programms eher zum negativen hin entwickelt.

Was aber tun, wenn man Produkte anbietet die praktisch keinen Verschleiß aufweisen, die sich aber auch kaum einmal mehr soweit verbessern lassen, als dass die Kunden bereit wären mehrere Hundert Euro dafür zu bezahlen? Ein Mietmodell ist da die perfekte Lösung. Heise schrieb zur Creative Cloud, Adobe müsse nun nur mehr so viel Aufwand in die Entwicklung stecken, um die Kunden nicht komplett zu vergraulen. Für einen Monopolisten ist das eigentlich kein Problem, denn selbst wenn jemand jetzt oder in den nächsten Jahren dermaßen verärgert werden sollte, dass er eine Alternative in Betracht zieht, wird der Umstieg sehr schmerzhaft. Speziell Grafiker und Agenturen haben praktisch keine andere Wahl als InDesign treu zu bleiben, denn sie müssen Daten mit Kunden und anderen austauschen.

Grundsätzlich stehe ich einem Mietmodell positiv gegenüber, weil ich die Situation der Software-Konzerne verstehe. Das Upgrade-Modell der vergangenen Jahrzehnte hat ausgedient. Für die Zukunft wird es zwei Modelle geben: Jenes von Apple und seinem App-Store, bei dem man eine Produktversion kauft, ohne dass man die Folgeversion als Upgrade zum halben Preis kaufen kann. Das ist eigentlich das Modell der Welt außerhalb der Software-Branche: Wer seinen Golf 6 durch einen Golf 7 ersetzen will bekommt ihn auch nicht zum halben Preis. Bei Apple sind dafür die Vollversionen deutlich günstiger, als es die Preise für Upgrades davor waren. Das andere Modell ist eben das Mietmodell, wie es Adobe derzeit gerade durchpresst, und wie es auch Microsoft gerne einführen würde.

Was mir an der Creative Cloud sauer aufstößt, ist die Preisgestaltung. Zwar lässt sich ein einzelnes Programm für etwa 20 Euro mieten, doch wer wie ich vier Programme für seine Arbeit benötigt, kommt um die ganze Cloud nicht herum. Klar: Für die 60 Euro Cloud-Gebühr kann ich mir auch jedes andere Programm herunterladen, das ich nicht brauche. Es stellt sich für mich aber die Frage, weshalb Adobe kein faireres Modell gewählt hat, bei dem man sich das Cloud-Abo nach den eigenen Anforderungen zusammenstellen kann. Zum Beispiel Photoshop alleine 20 Euro, Photoshop + InDesign 30 Euro … kommt Illustrator hinzu 35 Euro und so weiter. Sollte es für Adobe wirklich ein Problem sein, das Abo-Modell so einzurichten? Sicher nicht! Nur: Die Creative Cloud, wie sie jetzt gestrickt ist, bringt dem Konzern mehr Money. Und darum geht es doch! Nicht um Kundennutzen, sondern um den Gewinn für den Konzern.

Klar ist das eben das Wirtschaftssystem, in dem wir leben und in dem es nicht mehr darum geht was man macht, sondern wie viel Geld man damit machen kann. Jede strategische Entscheidung, die nicht dafür sorgt, dass ein Unternehmen noch mehr Gewinn macht, sondern den Nutzen der Kunden im Sinn hat – oder zumindest nicht aus den Augen verliert –, wird unweigerlich zum Absturz der Aktien an den Börsen führen. Das darf man nicht aus den Augen verlieren, wenn man solche – und andere – Praktiken von Konzernen kritisch beäugt. Was mich wundert sind die Schafe die dastehen und dem Ganzen auch noch Beifall zollen. Sie scheinen sich nicht zu fragen, welchen Grund Adobe in Zukunft noch haben sollte, seine Produkte innovativ weiter zu entwickeln. Wer jetzt CS3, CS4, CS5 oder CS6 hat, kann damit wahrscheinlich noch viele Jahre arbeiten – außer den armen Grafikern, die schon bald gezwungen sein werden auf InDesign CC umzusteigen, weil sie Daten austauschen müssen. Wer in Zukunft aus der Creative Cloud aussteigen will, wird keine Programm mehr haben, mit denen er arbeiten kann.

Wer nicht glaubt, dass Adobe in der Preisgestaltung unverschämt ist, der vergleiche einmal Preise für die amerikanische Cloud – 40$ – mit jenen für die deutsche – 60€.

Nikon D7100

Posted in Erfahrungsberichte

Ich bin ein emotionaler Mensch und kann mich überschwänglich für Dinge begeistern wenn sie mir gefallen. Ich kann sie aber auch in Grund und Boden zerreissen wenn sie mir missfallen. Die D7100 ist eine Kamera die mich begeistert. Überschwänglich! Ich halte sie in Sachen Preis/Leistung für das Beste das sich aktuell am DSLR-Markt befindet. Wer nicht glaubt er müsse unbedingt eine Vollformatkamera haben findet mit ihr ein Modell das absolut auf Augenhöhe mit Nikons FX-Kamera D600 liegt und dabei nur etwa die Hälfte kostet. Ist natürlich auch deshalb eine absolut subjektive Aussage, weil mit der Vergleich mit Canon, Pentax und Sony fehlt.

Die D7100 hat ebenso wie die D600 24 Megapixel. Schärfe und Rauschverhalten sind vergleichbar (wobei das mein subjektiver Praxiseindruck ist und ich keine Labortests angestellt habe, schließlich fotografiere ich in der Praxis und nicht im Labor).

So wie zuvor schon bei der der D800E hat Nikon bei der D7100 den Tiefpassfilter weggelassen. Solche Filter fanden sich bislang vor praktisch allen Digitalkamerabildsensoren um sogenannte Moirés zu verhindern. Moirés entstehen wenn sich extrem feine Muster überlagern, bei einer Digitalkamera die feine Pixelstruktur des Bildsensors mit beispielsweise der Struktur eines textilen Stoffes. Unangenehmer Nebeneffekt der Filter: Die Resultate werden einen Hauch unschärfer.

Nun: Die D7100 liefert beeindruckend scharfe Resultate. dpreviev behauptet zwar, dass die Resultate durch das Weglassen des Tiefpassfilters auch nicht schärfer sind als wenn sie einen hätte, allerdings frage ich mich woher sie eine D7100 mit Tiefpassfilter bekommen haben um diesen Vergleich anstellen zu können!? Mein Eindruck ist jedenfalls, dass die Aufnahmen der D7100 eine Schärfe zeigen wie ich sie bislang nicht gewohnt bin. Schon gar nicht von einer APS-C-Kamera. Mir drängt sich schon der Verdacht auf, dass das Weglassen des Tiefpassfilters dafür die Verantwortung trägt.

Nun da ich »Kreativ fotografieren mit Nikon D7100« fertig geschrieben habe muss ich die Kamera an der Verlag zurückgeben. Es blutet mir schon ein bisschen das Herz, denn sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich muss gestehen, dass ich sie lieber mag als die D600. Es ist einfach das Gesamtpaket das an der D7100 stimmig ist und begeistert. Allerdings sind die Brennweiten meiner Objektive absolut auf Vollformat abgestimmt. Außerdem wäre auch das etwas magere Angebot an sehr Brennweiten unterhalb von 35mm KB bei DX-Kameras ein Wermutstropfen für mich. Wer aber nicht so ein eingefleischter Weitwinkel-Fan ist wie ich für den gibt es spätestens seit der D7100 kaum mehr einen rationalen Grund unbedingt in eine Kleinbildkamera investieren zu müssen.

Nun muss man als hoffnungsloser Optimist natürlich immer ein Auge auf das Positive an jeder Sache werfen. Das positive daran, dass die Arbeit an »Kreativ fotografieren mit Nikon D7100« so gut wie abgeschlossen ist, ist, dass ich wieder mehr Zeit habe mit meiner noch recht neuen Olympus OM-D zu fotografieren, denn auch sie ist in ihrer Kategorie eine perfekte Kamera. Sehr kompakt und unglaublich schnell im fokussieren und auslösen. Obwohl eine spiegellose Systemkamera wohl eines der ersten Modelle das es in Sachen Geschwindigkeit beim Scharfstellen mit DSLRs aufnehmen kann. Ich hoffe ich finde in absehbarer Zeit einmal Zeit auch einen Artikel über sie zu posten.

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Kreativ fotografieren mit Nikon D7100

Posted in etc.

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»Kreativ fotografieren mit Nikon D7100« ist meine zweite Fotoschule zu einer Spiegelreflexkamera, ein Konzept, das beim Buch zur D600 bereits zu sehr positivem Feedback geführt hat. Etwas mehr darüber beim dpunkt.verlag. Bei Amazon lässt es sich auch schon vorbestellen. Wer lieber im klassischen Buchhandel bestellt: ISBN 978-3864900877. Als Veröffentlichungstermin ist im Moment noch Ende August angegeben. Das Buch ist aber fertig geschrieben und wird bald in Druck gehen. Ich rechne damit, dass es im Juni verfügbar ist.