Fri, 05. Feb. 10

Bei mir liegen seit einigen Monaten zwei Objektive rum, für die ich längst keinen Einsatz mehr habe und die ich verkaufen möchte. Die beiden Objektive haben einen Nikon-Anschluss. Wer Interesse hat, schickt mir einfach ein Angebot an blog09@markuswaeger.com.

Sigma 120-400mm F4.5-5.6 DG OS APO HSM

sigma400.jpg

Das Sigma 120—400 ist ein richtig fettes Teil mit langer Brennweite. Auf einer Kamera mit kleinem APS-C-Sensor (also einer Nikon DX-Kamera wie D60, D3000, D5000, D80, D90 und D200/D300) sind damit 600mm Brennweite möglich.

Das Objektiv hat mich vier oder fünf mal aus dem Büro heraus begleitet — ist also so gut wie nicht gebraucht. Der Grund dafür ist, dass ein Objektiv mit diesem Brennweitenbereich natürlich vor allem dann interessant ist, wenn man in der Natur Tiere fotografieren möchte. Hatte ich auch einmal vor, habe allerdings herausgefunden, dass das doch nicht so mein Ding ist, weshalb ich praktisch keine Verwendung für das lange Rohr habe und es zu einem fairen Preis abgeben möchte. Traut euch also zu bieten, wenn es euch interessant erscheint.

Gallerie mit ein paar Bildern des 120—400mm.

Mehr darüber bei sigma-foto.de

sigmaweitwinkel.jpg

Sigma 17-70mm F2.8-4 DC MAKRO OS HSM

Eigentlich ein Objektiv, das ich sehr gerne hatte. War eine Zeit lang mein ständiger Begleiter. 17—70mm ist ein interessanter Brennweitenbereich für alle Fälle. Bei 17mm kann man auch Landschaften eindrücklich abbilden, und mit 70mm sind auch Portraits kein Problem. Die Anfangslichtstärke von 2.8 ist keine schlechte Marke. Natürlich ist das Objektiv kein echtes Makroobjektiv, doch man kann praktisch bis an die Linse an ein Motiv herangehen, wodurch man sehr nahe am echten Makro dran ist. Für ein immer-dabei-Objektiv eine durchaus interessante Zusatzoption.

Das Teil hat mich wie beschrieben öfters begleitet, ist aber in einwandfreiem Zustand und wird von mir günstig abgegeben. Der Grund: Meine Ausstattung an Objektiven ist mittlerweile sehr umfangreich und als immer-dabei-Objektiv verwende ich heute lieber eine Festbrennweite (ihr wisst schon: Ein Objektiv mit dem man nicht zoomen kann).

Mehr darüber bei sigma-foto.de

Traut euch also einfach mal zu bieten: blog09@markuswaeger.com. Ich erwarte nicht, dass ich für die gebrauchten Objektive an den Neupreis herankomme.

Für alle, die sich Bilder, die damit entstanden sind ansehen wollen, habe ich eine Galerie mit Sigma 17—70mm Bildern online gestellt.

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Fri, 17. Jul. 09
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ; ; Kommentare: 5

Sensoren im Kleinbildformat haben gegenüber kleineren Formaten Vor- und Nachteile, obwohl die Diskussionen oft vermuten ließen, Kleinbild wäre der Weisheit letzter Schluss. Der derzeit unbestreitbare Vorteil der größeren Sensoren ist mit Sicherheit das bessere Rauschverhalten bei höheren Empfindlichkeiten. Man würde die Sache aber viel zu sehr vereinfachen, wenn man die Wahrheit auf diesen Blickwinkel beschränkte.

Olympus hat mit einigen Partnern den Four Thirds Standard aus der Taufe gehoben und kann damit einen entscheidenden Vorteil für sich verbuchen: Olympus und seine Partner bauen die derzeit kompaktesten Systemkameras. Dabei nagen diese Kameras jedoch bislang am Problem auf den kleineren Sensoren weniger Auflösung unterzubringen als die Konkurrenz und bereits bei geringeren ISO -Empfindlichkeiten zu mehr Rauschen zu neigen. Ob aber Auflösung und Rauschen die allein selig machenden Argumente beim Kauf einer Kamera sind, darf in Frage gestellt werden. Gerade Leute, die auf kompakte Kameras setzen, mögen mit einem solchen Gerät besser bedient sein als mit großen Kleinbildboliden. Durch den im Herbst 2008 eingeführten Micro Four Thirds Standard werden Kameras mit Wechselobjektiven nicht nur noch kompakter. Durch das Wegfallen des Spiegels bei den ersten Modellen dieses Systems (Panasonic G1) sollen sie auch praktisch geräuschlos sein. Langfristig läge in diesem System sicher vor allem für Fotografen, die gerne mit langen Brennweiten fotografieren ein großer Vorteil: Sie müssten nicht mehr mehrere Kilo schwere, klobige Superteles mit sich herumschleppen, sondern erhalten vergleichbare Brennweiten mit wesentlich weniger Glas. Ob der Markt das System jedoch annehmen wird muss sich erst herausstellen.

Betrachten wir einmal ein paar Vor- und Nachteile der Systeme und stellen Sie einander gegenüber:

Schärfentiefe: Mit der Größe des Sensors in unmittelbarem Zusammenhang steht die Schärfentiefe, die bei einer bestimmten Blende zu erreichen ist. Bei »normalen« Aufnahmen von Landschaft oder Architektur mögen sich diese Unterschiede nicht weiter dramatisch auswirken. Bei Makroaufnahmen jedoch fällt dieser Unterschied oft sehr eklatant ins Gewicht.

Makroaufnahme mit der APS-C-Kamera Nikon D80 – trotz Blende ƒ 32 ist die Schärfentiefe äußerst gering. Mit einer Kamera mit Vollformat-Sensor wäre sie noch einmal geringer!

Die Sensorgröße ist also der Grund, weshalb Sie mit preiswerten Kompaktkameras oft Makroaufnahmen erzielen können, die mit großen teuren Spiegelreflexkameras – wenn überhaupt – nur mit viel Aufwand zu erreichen sind. Für Makrofotografen kann der größere Sensor also durchaus ein Nachteil sein, wenn Sie die Tiefe des scharf abgebildeten Bereiches nicht auf ein Minimum reduzieren möchten.

Nahaufnahme mit der Kompakt­kamera Canon PowerShot A620 – trotz Blende ƒ4 ist die Schärfentiefe im Vergleich zur vorange­gangen Aufnahme der Blüten enorm! Der Grund dafür ist der deutlich kleinere Sensor.

Doch kein Vorteil ohne sein Gegenstück: Den Nachteil. Den Nachteil dieser enorm hohen Schärfentiefe bei kleinen Sensoren erfahren Sie, wenn Sie mit einer kompakten Knipse Menschen vor unruhigem Hintergrund fotografieren. Mit dem großen Sensor und der damit einhergehenden kleineren Schärfentiefe ist es ein leichtes den Hintergrund unscharf zu halten, wodurch das eigentliche Subjekt von ihm getrennt wird. Bei Kompakten ist das oft ein unlösbares Problem.

Schnappschuss mit einer Kompaktkamera: Die hohe Schärfentiefe der Kompaktkamera, mit der dieses Bild aufgenommen wurde, zeichnet den Hintergrund viel zu scharf. Wegweiser und Strukturen machen sich wichtig und lenken vom eigentlichen Motiv ab. Mit dem großen Sensor einer DSLR wäre es ein Leichtes gewesen, trotz großer Nähe mit weit offener Blende den Hintergrund zum »unscharfen Etwas« verfließen zu lassen.

Objektiv-Bildfeld-Abdeckungsverhältnis: Objektive erreichen ihre beste Abbildungsqualität zur Mitte hin. Kameras mit APS-C-Sensor nutzen zwar zum Teil dieselben Objektive wie sie auch für Kleinbildformat-Kameras eingesetzt werden. Sie nutzen aber nur einen Teil der Objektivöffnung. Jene Bereiche, in denen sich die Abbildungsqualität meist verschlechtert – was durch Vignettierung, Verzerrungen und deutliche Unschärfe zu Tage treten kann – werden von ihnen meist gar nicht mit abgebildet. APS-C-Kameras schneiden sich sozusagen das Sahneteil aus dem Objektivtörtchen.

Brennweiten und Brennweitenverlängerung: Das ist auch wieder ein Thema für Sparefrohs. An einer Kamera mit APS-C-Sensor wird aus einem 200 mm Objektiv quasi ein 300 mm Objektiv (bei Nikon; bei Canon ist der Umrechnungsfaktor nicht 1,5, sondern je nach Modell 1,3 oder 1,6). Natürlich verlängert sich die Brennweite des Objektivs um keinen Millimeter, wenn Sie sie von einer Vollformatkamera auf eine mit APS-C-Sensor schrauben. Doch wie eben erwähnt, schneidet sich der kleine Sensor aus dem Bildfeld nur einen kleineren Bereich heraus. Der Effekt ist also nicht viel anders, als würden Sie ein Bild mit der Vollformatkamera und einem 200 mm Objektiv aufnehmen, und das dann in Photoshop auf einen Bereich freistellen, welcher der Größe des kleineren Sensors entspricht. Deshalb dürfen Sie für Portraits auch nicht einfach ein 50mm-Objektiv auf 75mm hochrechnen. Die perspektivische Wirkung ist bei einem 50mm-Objektiv immer gleich, egal ob es an einer APS-C- oder einer Vollformatkamera montiert ist – und die täte den Gesichtsproportionen bei einer Portrait-Nahaufnahme nicht unbedingt gut. Das heißt für Portraits bleibt es auch mit kleineren Sensoren bei 85–120mm als optimale Brennweite.

Diese Aufnahme entstand mit Kleinbildsensor bei einer Brennweite von 40 mm und Blende ƒ 2,8.

Im Vergleich dazu 40 mm aus der­selben Distanz und Perspektive mit einem APS-C-Sensor, ebenfalls bei Blende ƒ 2,8. Der »Ausschnitt« entspricht einer 60 mm Brennweite.

Hier haben wir einen Ausschnitt der 40mm-APS-C-Aufnahme (dunkler und rund angeschnitten) über das erste 40mm-Kleinbildformat-Bild montiert – ­Perspektive und Ausschnitt sind deckungsgleich!

Aus der vermeintlichen und praktisch durchaus spürbaren Brennweitenverlängerung jedoch gleich den Schluss zu ziehen mehr Brennweitenverlängerung = besser, würde außer Acht lassen, dass Sie im Weitwinkelbereich Weite verlieren.

Empfindlichkeit: Größere Sensoren mit größeren Aufnahmepunkten haben in Bezug auf die Empfindlichkeit die Nase vorne – das ist landläufig bekannt.

Sucher: Die Größe des Suchers hängt vor allem auch von der Größe des Sensors ab. Nehmen wir an eine Kamera stellt das Sucherbild 1:1 dar (normalerweise wird das Sucherbild verkleinert dargestellt: Nikon D3 0,7-fach; Canon EOS-1Ds Mark III 0,76-fach), dann ergibt das natürlich mit einem Kleinbildsensor größeres Kino, als bei einem 1,5- oder 2-fach kleineren Sensor.

Wie Sie sehen, wird Kleinbildformat (oft auch als Vollformat bezeichnet) = besser der Wirklichkeit nicht gerecht. Die Wahrheit liegt einmal mehr im »Es kommt drauf an«.

Sensorformate: 1) Eines von vielen möglichen Großformaten;
2) Eines von mehreren möglichen Mittelformaten;
3) Kleinbildformat (35mm);
4) APS-C mit Faktor 1,5 im Verhältnis zu Kleinbild;
5) Four Thirds

Gekürzter und leicht adaptierter Auszug aus dem Buch »Nikon D700 – Das Buch zur Kamera«. Diese Auszüge sind auf dem Blog veröffentlicht:


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Mon, 04. May. 09

Oje! Der Samstag ist längst vorbei und ich habe meine Wochenschau noch nicht geschrieben! Dann mal ran an die kurze Zusammenfassung:

  • Letzte Woche habe ich von rucksack-center.de einen großen Tatonka Fotorucksack zum Testen und Berichten zugesandt bekommen. Am Freitag hatte ich bei einem Fotoshooting in der Burgruine Neuburg auf einem kleinen Berg in Koblach, im vorarlberger Rheintal, das erste mal die Möglichkeit das Teil in der Praxis zu testen. Mit dabei: Zwei Nikon SB600 Blitze und ein SB900, Nikon D700 und D80 Kameras, Nikkor 24–70mm, 70–200mm und 50mm Objektive, zwei Dutzend Akkus, fünf Ladegeräte, ein Manfrotto Dreibein-Stativ und zwei leichte Stative für die Blitze. Alles problemlos im Rucksack unterzubringen.
    Der Anstieg auf die felsige Erhebung im Rheintal dauert etwa 10 Minuten – keine anspruchsvolle Wanderung, doch der Eindruck über den Tragekomfort ist sehr gut. War bei Tatonka ja auch nicht anders zu erwarten. Nach diesem ersten Eindruck kann ich als erstes Fazit durchaus eine Empfehlung für den Rucksack aussprechen. Wer wie ich eine umfangreiche Ausrüstung zu einem Shooting onlocation mitnehmen möchte, ist damit bestens bedient. Ein professioneller Fotograf, der praktisch täglich mit einem solchen Rucksack auf den Weg geht, wird wohl etwas mehr in einen Rucksack investieren müssen: Der qualitative Eindruck hält nicht ganz mit meinen Lowepro-Taschen mit.
    Für die Praxis hätte ich mir etwas mehr, kleinere Innentaschen gewünscht. Man hat als Fotograf soviel kleines Zeugs bei sich, und in den relativ großen Innentaschen purzeln die Teile dann durcheinander. Die transparenten Abdeckungen für die Taschen für die Speicherkarten sperren oft den Reißverschluss. Man darf sich auch fragen, ob die Taschen für die Karten auf der Vorderseite gut untergebracht sind – schließlich greift man auf Apparate und Objektive über die Rückseite zu. Wer also die Karte wechseln will, muss den hinteren Deckel schließen, damit er den Rucksack umdrehen kann.
    Riemen für Stative befinden sich auf beiden Seiten des Rucksacks. Leider lässt es das System nicht zu, die Riemen einfach zu zieht und das Stative dann hält, sondern man muss etwas fummeln, um die Weite der Riemen zu justieren.
    Das ist jetzt aber sicher Mäckern auf hohem Niveau, denn unterm Strich macht der Rucksack einen durchaus guten Eindruck, einen sehr guten sogar, wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis betrachtet. Für 159 Euro ist der Rucksack ein absolutes Schnäppchen. Vergleicht man die 159 Euro mit den Preisen für die weniger aufwändig ausgestatteten Trekking-Rucksäcken desselben Herstellers, sieht man wie moderat das Angebot ist. Ich vermute, dass Tatonka den Rucksack bewusst zu einem sehr aggressiven Preis anbietet, um in das für sie neue Segment der Fotorucksäcke rein zu kommen. Ich habe mir einmal angesehen, was ein professioneller Fotorucksack in vergleichbarer Größe bei Lowepro kostet: Da muss man durchaus mit dem zwei- bis dreifachen Preis rechnen. Wer also kein  absoluter Fotoprofi ist und den großen Fotogrucksack nicht täglich braucht, der sollte sich den Tatonka-Rucksack etwas genauer ansehen.
    Wer den Tatonka DSLR Pack gewinnen will, hat die Chance dazu derzeit bei lens-flare.de. Außerdem findet ihr ein weiteres Review zum Rucksack bei farbfoto.de.
  • Freefont-Tipp bei dersven.de: Round in drei Schnitten. Sieht außerordentlich cool aus. :-)
  • Und noch ein Freefont-Tipp von Philipp vom Studio5555: Birra Stout.
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Wed, 15. Apr. 09
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ; ; Kommentare: 0

Nachdem unser Buch über die Nikon D700 nun schon seit Jahresbeginn am Markt ist und wir in der Zeit auch ausgiebig mit der Kamera weitergearbeitet haben, möchte ich für alle D700-Besitzer und Benutzer zwei Tipps nachlegen.

  1. Was mich immer wieder geärgert hat, an der D700, ist der Multifunktionswähler, der sich nicht nur horizontal und vertikal, sondern auch diagonal benutzen lässt. Beim Blättern durch Aufnahmen bei der Bildwiedergabe gerät man bei der Bedienung der Multifunktionstaste immer wieder unbeabsichtigt auf diagonal, statt horizontal und verrutscht prompt in der Wiedergabedarstellung, statt zum nächsten Bild zu blättern. Ärgerlich?
    Abhilfe schafft die Individualfunktion »f9 Einstellräder«: Schaltet man »Menüs und Wiedergabe« auf »On« kann fortan auch mit dem hinteren Einstellrad durch Bilder geblättert werden. Spart echt Nerven!
  2. Im Buch haben wir empfohlen die Einstellungen für »Wiedergabe« > »Nach dem Löschen« auf »Vorheriges Bild anzeigen« einzustellen. Der Grund ist, dass – zumindest ich – nach einigen Bildern gerne die Aufnahmen checke und dabei gleich ein paar Bilder lösche. Das geschieht dann von der jüngsten Aufnahme hin zu älteren. Dabei ist die Einstellung »Nach dem Löschen vorheriges Bild anzeigen« einfach bequemer.
    Doch in der Praxis kommt es auch oft vor, dass man eine ganze Serie an Bildern von der ersten zur letzten Aufnahme durchblättert und die schwachen Fotos löscht. Dabei wäre natürlich die Einstellung »Nächstes Bild anzeigen« besser. Seit einiger Zeit arbeite ich mit der Einstellung »Letzte Reihenfolge«. Dann erscheint nach dem Löschen beim Vorwärtsblättern das nächste, beim Löschen während des Rückwärtsblättern das vorangegangene. Während des Schreibens hatte ich Bedenken, dass diese Einstellung in der Praxis verwirrend sein könnte, und habe sie nicht empfohlen. In der Praxis habe ich nun aber die Erfahrung gemacht, dass das sehr gut funktioniert.
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Sat, 11. Apr. 09
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ; ; ; ; ; ; Kommentare: 0

Nikon D700 Buch in Amazon Charts

Seit meiner letzten Designworks Wochenschau sind schon wieder ein vier Wochen vergangen. Ich habe in der zwischenzeit eine viel zu kurze Woche Urlaub auf der Kanareninsel La Gomera verbracht und bei meiner Rückkehr schon wieder mehr als genug Arbeit vorgefunden. Kein gutes Omen für die Wiederaufnahme des »Designworks VideoPodcasts«. Hier wieder ein paar Kurzmeldungen zu News der letzten Tage:

  • Mein Buch über die Nikon D700 hat sich mittlerweile mehr oder weniger fix in den Top10 der Amazon-Nikon-Bücher-Verkaufs-Charts etabliert. Zeitweise erreicht es Platz 2 der Hitliste. Toll wäre nun natürlich auch einmal auf Platz 1 die Liste anzuführen.
  • Bei FontSquirrel gibt es mit Molot einen interessanten, blockigen, neuen Freefont.
  • Apples Service mobileMe wird immer interessanter für mich. Mittlerweile nutze ich ganz intensiv die mobileMe-Galerie um Bilder von Shootings online zu stellen und Modellen und Kunden zum Download anzubieten. Die Möglichkeit Galerien für öffentliche Besucher auszublenden und durch ein Passwort zu schützen, ist dabei besonders hilfreich. Auch die Möglichkeit große Daten rasch und einfach für Kunden zum Download freizuschalten bewährt sich für mich bestens und erleichtert mir das Leben. Das geht natürlich auch mit anderen Services als denen von Apple, aber es ist die Einfachheit die Apples Lösung für mich so attraktiv macht. So kann ich eben aus Aperture heraus in minutenschnelle ein mobileMe-Album erstellen. Und Zeit ist nun einmal ein wichtiger Faktor.
  • Noch ein interessanter, blockiger Freefont: Capricorn (via dersven.de).
  • Am vergangenen Samstag habe ich ein sehr cooles Foto-Shooting mit Sam & Martin. Dabei explodiert mir ein Blitz, wegen Überlastung. Man sollte eben auch beim Einkauf von Blitzen nicht zu sehr sparen. Ein paar Bilder des Shootings habe ich bei Flickr veröffentlicht.
  • Habe auch die Arbeit an meinem nächsten Buch, »Das Praxishandbuch Grafik und Gestaltung«, wieder aufgenommen.
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Sun, 22. Mar. 09

Nach einer sehr schönen, aber viel zu kurzen Woche Urlaub in La Gomera, bin ich wieder in Vorarlberg gelandet. 1600 Bilder habe ich mitgebracht. Derzeit bin ich am Aussortieren und Bearbeiten.

Mit auf Reisen war mein Lowe Pro SlingShot 200 AW Fotorucksack, beladen mit Nikon D700, Nikkor 70–300), Nikkor 24–70, Nikkor 70–200, iPod als Fotospeicher mit Apple-Kamera-Adapter, Ladegerät (natürlich), zwei Ersatzakkus (einer hätte eigentlich gereicht), drei CampactFlash Speicherkarten und Reinungungsstift und Reinigungstücher.

Der Rucksack hat sich entgegen meinen Erwartungen, trotz der schweren Ausrüstung (ca. 6kg) an nur einem Tragegurt auch bei mehrstündigen Ausflügen gut bewährt. Geschwenkt vor den Bauch lassen sich Objektive auch ohne Assistent gefahrlos tauschen. Außerdem fühlt es sich gut an, an stark frequentierten Orten den Rucksack vor dem Bauch tragen zu können. Manchmal habe ich auch einfach den Regenschutz als Diebstahlschutz über den Rucksack gezogen.

Der iPod als Datenspeicher ist eine Notlösung. Würde ich so was öfters als nur zweimal im Jahr im Urlaub brauchen, müsste eine andere Lösung her. Eine 4GB Karte auf den iPod übertragen dauert schon mal eine gute Stunde. Das geht eigentlich nur über Abend und Nacht, wenn die Kamera einmal zuhause bleibt, denn nach der Übertragung einer Karte muss der iPod erst wieder komplett neu geladen werden. Ohne volle Aufladung fällt mitten im Herunterladen der Strom aus. Dennoch: Da das bei mir wie gesagt nur zweimal im Jahr vorkommt, bin ich recht zufrieden mit dieser Lösung.

Was mir gefehlt hat, war ein Stativ. Meine Stative waren mir etwas zu groß und schwer für die Flugreise, am Zielort habe ich es dann aber doch vermisst. Jetzt habe ich mir halt einen Gorillapod Focus bestellt.

Meine D700 hat das Fehlen eines Stativs natürlich einigermaßen wettgemacht, mit den möglichen, hohen ISO-Werten. Die Kamera ist mir mittlerweile echt sehr gut an die Hand gewachsen und die Bedienung aller Elemente und Einstellung funktioniert mittlerweile weitgehend intuitiv – wichtig, wenn es darum geht, schnell Abdrücken zu können.

Am meisten Aufnahmen habe ich mit dem 24–70mm ƒ2.8 Nikkor gemacht. Das ist für mich auf Reisen einfach der wichtigste Brennweitenbereich. Das Objektiv ist echt der Hammer. Ebenso ein Hammer ist natürlich das 70–200mm ƒ2.8, das aber nicht so oft zum Einsatz gekommen ist – In erster Linie am Abend, denn da konnte ich die exzellente Lichtstärke nutzen. (Das Objektiv wird aber bei den Modell-Shootings in den kommenden Wochen sicher oft zum Einsatz kommen).

Unter Tags hatte ich lieber das 70–300mm Nikkor eingesetzt, das zwar erst bei Blende ƒ4.5 beginnt, aber damit doch deutlich mehr Brennweite hat, als das 70–200, leichter ist und dennoch auch bei weit offener Blende eine recht gute Schärfe hergibt. Bei Preisen ab ca. 500 Euro scheint mir dieses, für Kleinbild-Sensor taugliche Objektiv ein absolutes Schnäppchen zu sein, und äußerst empfehlenswert.

Bild: Das regelt die Zeit, ursprünglich hochgeladen von Markus Wäger

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Sat, 07. Mar. 09

Wieder ist eine Woche vorüber und ich fasse die wichtigsten Informationen um diesen Blog und die gelaufenen Tweets über meinen Twitter-Account wieder zusammen:

  • Mitte der Woche erhält mein D700-Buch eine erste, mit fünf Sternen sehr positive Rezension bei Amazon. Prompt springt das Buch dann bis auf Platz 4 der Nikon-Bücher-Bestsellerliste vor. Bei allen Vorbehalten die ich aus eigener Erfahrung gegenüber der Glaubwürdigkeit von solchen Rezensionen habe, zeigt es doch überdeutlich wie wichtig sie für den Verkaufserfolg eines Buchse sind.
  • Im Laufe der Woche gerate ich in eine heftige Diskussion mit einem Twitterfreund, weil er mir quasi rät, den Erfolg meiner Bücher durch in Auftrag gegebene Rezensionen bei Amazon zu fördern. Mir ist Manipulation in dieser Form absolut zuwider, obschon mir klar ist, dass sie längst gang und gäbe ist. Natürlich weise ich Leute die mir ihre Begeisterung für meine Bücher mitteilen darauf hin, dass sie mir einen riesigen Gefallen tun, wenn Sie ihre Meinung in einer Rezension bei Amazon veröffentlichen. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und rufe die Besucher des Blogs aktiv dazu auf, mich durch eine Rezension für mein D700- oder Photoshop-Buch zu schreiben. Doch es ist mir wichtig, dass nur Leute die ein Buch auch tatsächlich gelesen und für gut befunden haben, diesem Aufruf folgen. Das Pflegen dieses Weblogs und die laufende Suche nach interessanten Themen und Artikeln macht mir Spaß und ich hoffe, dass ich noch lange Zeit dafür finde und auch mit PodCasts wieder aktiver werden kann. Doch am Ende ist es auch eine flankierende Marketingmaßnahme um den Absatz meiner Publikationen zu unterstützten.
  • Zufälligerweise ist auch beim absolut hörenswerten Brouhaha-Podcast Social-Media-Experten Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach (luebue) und Alex Wunschel (podpimp) das Fälschen von Rezensionen ein Thema bei »Brouhaha 5 – Belkin bezahl Produktbewertungen«.
  • Interessanterweise sind in den letzten Wochen für meine Photoshop-CS3-Buch noch einmal drei oder vier äußerst positive Rezensionen dazugekommen. Da frage ich mich natürlich, ob tatsächlich die Eine oder der Andere meinem Aufruf der letzten Wochen gefolgt ist und mich bewertet hat. Danke auf jeden Fall an alle, die mir eine Rezension schreiben und mir helfen, dass sich mein Engagement besonders sorgfältig an meinen Büchern zu arbeiten und zu recherchieren und der damit verbundene Zeitaufwand auch auszahlt. Es spornt mich natürlich auch an hier aktiv zu bleiben, wenn es dem Verkauf meiner Bücher hilft.
  • Falls sich jemand daran stößt, dass ich mit jeder Wochenschau dazu aufrufe für meinen Podcast und meine Bücher zu voten, oder meine Sichtbarkeit mit Verlinkung zu fördern, dann schreibt mir bitte einen Kommentar. Mir ist auch, und vor allem, kritisches Feedback wichtig und ich nehme mir solche Sachen schon zu Herzen.
  • Weil wir gerade bei Büchern sind: Am letzten Sonntag habe ich das letzte Kapitel zum Photoshop-CS4-Buch fertig geschrieben und mittlerweile sind auch die Korrekturen komplett. Nächste Woche wird gedruckt.
  • Hier findet ihr eine Seite mit 100 sehr coolen Fotos, die mit dem iPhone aufgenommen wurden. :-O
  • Hier findet ihr eine Liste der Digitalkameras mit dem größten Dynamik-Umfang. Nikon-Freunde werden sich freuen, obschon am Stockerl zwei Fujis stehen.
  • Scrivener, das Programm mit dem ich meine Bücher schreibe, erhält nach langer Zeit und einiger Verwirrung ein kostenloses Update auf 1.5 und soll sich im Laufe des Jahres zu 2.0 weiterentwickeln. Am Mac sehe ich im Moment kein besseres Programm, wenn man ein Buch schreiben möchte.
  • Habe in der vergangenen Woche wieder einmal die beiden GTD-Programme OmniFocus und Things mit- und gegeneinder verglichen. Das mächtigere und flexiblere OmniFocus hat für mich noch immer bei weitem die Nase vorne. Damit plane ich z.B. auch Megaprojekte wie meine Bücher. Beide Programme sind so eine Art ToDo-Liste, nach dem »Getting Things Done«-Konzept von David Allen. Wer von GTD noch nie was gehört hat, und auch gelegentlich Probleme hat, seine sieben Sachen auf die Reihe zu kriegen, oder permanent mit dem Gefühl herum läuft »Da war doch noch was!?«, sollte vielleicht einmal David Allens Buch »Wie ich die Dinge geregelt kriege« lesen. Bei mir ist GTD mit OmniFocus das erste System das funktioniert – und das jetzt schon seit Monaten.
  • Mitte der Woche habe ich mich für einen Foto-Workshop bei Happyshooting angemeldet, im Juli in Tübingen. Freu mich schon. :-)
  • Wer iClip nutzt und mit InDesign arbeitet, sollte sich darauf gefasst machen, dass InDesign abschmiert, wenn er eine Index- oder Querverweismarke kopiert oder ausschneidet. Zumindest bei mir ist das so. Man kann dabei auch einen Inhalt in eine Zwischenablage kopieren, sie mit einem Shortcut belegen und hat diesen Inhalt dann permanent über diesen Shortcut zur Verfügung. iClip erlaubt multiple Zwischenablagen am Mac und hat mir die Arbeit am Photoshop-Buch extrem erleichtert.
  • Twittere im übrigen seit einiger Zeit schon vom iPhone aus und in jüngser Zeit mit der kostenlosen App Twitterfon (iTunes Link). Bekommt fünf Sterne von mir. Sehr gutes Programm.


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Sat, 28. Feb. 09


Die Woche war relativ ruhig. Samstag, Sonntag, Montag: Fasching, oder Karneval, je nach dem. Ist ja auch lustig: Erst die Birne voll schütten, und dann eine auf die Birne hauen. Und ich sitze in meinem Wohnzimmer, von wo aus ich das närrische Treiben mit verfolgen kann. Auf jeden Fall hatte der Spuk offensichtlich auch Auswirkungen auf Twitter, denn es blieb bis zur Wochenmitte recht ruhig. Hier eine Zusammenfassung der für mich interessantesten Tweets, Feeds und News rund um Web, Design, Foto und Mac:

  • Zur Abwechslung findet eine nützliche App den Weg auf mein iPhone: MacNews weist auf ein kostenloses Programm für das iPhone hin, das Auskunft über europäische Notrufnummern gibt und Anweisungen für verschiedene gefahren und Erste Hilfe Situationen gibt – sollte wohl auf keinem iPhone fehlen.
  • photoappar.at veröffentlicht eine Rezension zu meinem Buch »Nikon D700 – Das Buch zur Kamera«.
  • Liege am Dienstag nicht ganz krank, aber alles andere als gesund, im Bett und nutze die Zeit, meinen Delicious Account zu reaktivieren und die paar Links zu sortieren. Wer sich für Schriften interessiert findet hier 72 Foundrys die Fonts anbieten, und wer nichts dafür bezahlen will, findet hier immer noch 16 Quellen für recht ordentliche Freefonts.
  • Am Dienstag gibt Adobe eine ganze Reihe an Updates raus, unter anderem auch für InDesign und Photoshop.
  • Die Verlosung eines Buches – wahlweise Photoshop CS4 oder Nikon D700 – läuft noch immer. Gebt einfach eure liebsten, versteckten Photoshop-Shortcuts an.
  • Apple bietet den schnellsten Browser der Welt in einer Beta-Version an: Safari 4 ist tatsächlich und ganz deutlich spürbar schneller, als der Vorgänger. Wer mehr über versteckte und coole Features von Safari 4 wissen möchte, klickt hier. Mein Favorit ist die Develop-Option, die sich über die Voreinstellungen zuschalten kann, und die beim optimieren von Websites hilft.
  • OmniGroup macht den alternativen Profi-Webbrowser OmniWeb zur Freeware (nebst drei weiteren Programmen).
  • Scott Kelby startet NikonDTown, ein Podcast mit Tipps und Tricks für Nikon-Fotografen. Am Start ist der Screencast zwar noch nicht in iTunes zu finden, mittlerweile steht aber auch der Link in den iTunes Music Store, wo sich der Podcast kostenlos abonnieren lässt.
  • Im Laufe der Woche ist EventBox zum fixen Twitter-Client für mich geworden. Abgesehen von einer klaren, einfachen, übersichtlichen Oberfläche integriert das Programm auch FaceBook. Auch Flickr, Feeds und GoogleReader ließen sich integrieren, doch bei den ersten beiden bin ich mit der Integration noch nicht glücklich, letzteres nutze ich nicht.
  • Durch EventBox habe ich mich durchgerungen, mich auch bei FaceBook anzumelden. Also Leute: Ich bin jetzt auch auf dieser Seite für Kontakte offen.

Abschließend wie schon letzte Woche mein Bettelbrief an alle Leser um aktive Unterstützung – durch Links auf eurer Homepage oder moralischen Rückenwind mit einem kurzen Kommentar. :-) PodCast-Zuseher helfen mir mit einer Rezension bei iTunes (es soll bald mal wieder etwas weiter gehen), und Leser, die von meinen Büchern angetan sind, werfen mir mit einer Buchrezension einen riesigen Stein in den Garten.

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Wed, 25. Feb. 09
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ; Kommentare: 5

Vor ein paar Wochen bat ich Ralf-Jürgen Stilz ihm mein D700-Buch zur Rezension senden zu dürfen. Da er selbst eine Nikon D700 besitzt, ist ihm dieses Buch natürlich entgegen gekommen und er ist deshalb natürlich auch besonders prädestiniert, ein Buch über die Kamera zu rezensieren. Gestern hat er seine Rezension veröffentlicht und mir damit eine besondere Freude gemacht. Ich hatte zwar auf eine positive Rezension gehofft, das Feedback fiel aber noch besser aus, als ich es mir gewünscht habe.

»Gerade der mittlere und der letzte Teil des Buches, also »Grundlagen für Fortgeschrittene« und »Voreinstellungen und Funktionen« fand ich besonders interessant. Hier wird nämlich richtig Wissen vermittelt, anschaulich kurz, knapp und präzise. Fast schon zu viel Information, um alles auf einmal aufzunehmen. Deswegen werde ich das Buch immer wieder zur Hand nehmen (müssen).«

Die komplette Rezension könnte ihr beim ohnehin lesenswerten Blog photoappar.at lesen.

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Wed, 18. Feb. 09

In letzter Zeit sind wieder ordentlich zoomstarke Kompaktkameras, Bridgekameras und Superzooms auf den Markt gekommen. Die Hersteller überbieten sich mit Brennweitenbereichen. Da bringt Nikon eine P90 auf den Markt, die von 28–624mm reicht (umgerechnet auf Kleinbildformat). Olympus bietet sogar mit SP590-UZ ein Modell von 26–676mm an!

Früher fand ich den Gedanken an solche Boliden auch Geil. Mit beinahe 700mm Brennweite, da müsste man doch in der Lage sein die Schuhbändel vom Mann im Mond zu fotografieren. Wer aber wirklich einmal versucht hat mit langer Brennweite eine Vogel in ein paar Dutzend Meter Entfernung auf den Sensor zu bannen, wird wissen, wie schnell ein paar Meter Abstand ein paar Millimeter Brennweite überfordern können – auch wenn es 700mm sind. Gerade wer darauf aus ist, mit langen Rohren kleine Objekte zu jagen, wird seine Brennweitenträume schnell von der banalen Wirklichkeit eingeholt sehen. Aber eigentlich ist die Relativität von Brennweite noch das kleinere Problem an solchen Zoomgiganten. Das Problem ist vielmehr, dass sich mit Kompaktkameras mit langen Brennweiten nur selten gute Aufnahmen erzielen lassen. Das hat mit Atmosphäre und Licht zu tun.

Da ist einmal das Problem, dass man, je länger die Brennweite, desto mehr Licht benötigt. Leider lässt ein Objektiv desto weniger Licht zum Sensor, je länger die Brennweite ist. Das Resultat: Bei den extremen Verlängerungen mit Zoomriesen lassen sich nur unter äußerst hellen Lichtbedingungen einigermaßen unverwackelte Aufnahmen erzielen. Am besten bei strahlenden Sonnenschein. Leider ist strahlender Sonnenschein aufgrund harter Licht-Schatten-Kontraste nicht unbedingt der Freund gelungener Aufnahmen.
Der zweite Feind guter Aufnahmen auf weite Distanzen ist die Atmosphäre. Je größer die Distanz, desto mehr sorgt die Atmosphäre dafür, dass Aufnahmen milchig, flau und kontrastarm werden.

Es gibt sicher Aufnahmesituationen, in denen eine Kompaktkamera mit langer Brennweite gute Ergebnisse erzielen kann. Ich vermute aber, dass hinter dem Trend zu Kameras mit superlanger Brennweite in erster Linie die volkstümliche Weisheit »Viel hilft viel« steckt. Und darüber hinaus Unwissenheit.

Ich vermute, dass viele Käufer von Superzoomkameras von den Resultaten der Geräte enttäuscht sein werden und die Lust am Fotografieren verlieren.

Entgegen dem Trend zum langen Telezoom scheint es aber auch einen Trend zum Weitwinkel bei Kompaktkameras zu geben – eine Entwicklung, der ich viel mehr abgewinnen kann. Weitwinkel werfen viele Probleme von Superzooms gar nicht auf. Man ist oft in der Lage auch mit günstigen Modellen beeindruckende Landschafts- und Städteaufnahmen zu machen, und man bekommt vor allem dort mehr Action aufs Bild, wo Kompaktkameras vor allem daheim sind: Auf Partys und überall wo Leute zusammen kommen.

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