Di, 14. Okt. 08

von Markus

Als sich gestern zu »Klotzen statt Kleckern« in den Kommentaren Canon vs. Nikon diskutiert wurde, konnte ich mich nicht halten und habe mich prompt beteiligt. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich sehr für eine Marke begeistern kann. Ich bin sowas wie ein Apple-Fan, ein Nikon-Fan und war einmal ein MG-Fan. Bei Letzterem bin ich geläutert.

Ich versuche mich weitestgehend bewußt für ein Produkt und eine Marke zu entscheiden. Für mich ist Apple besser als Windows und Nikon besser als Canon. Das ist aber mein ganz subjektiver Eindruck, der sich zum einen nach meinen subjektiven Anforderungen an Produkte richtet. Außerdem redet wie wir wissen  der Bauch immer auch ein gewichtiges Wörtchen mit - und der schert sich wenig um Objektivität.

Bemühe ich mich Produkte und Marken rational und objektiv zu betrachten, dann glaube ich, dass am Ende fast alle Hersteller in fast allen Marktsegmenten eh nur mit Wasser kochen, und dass es Argumente pro Windows, pro Apple wie auch pro Nikon, pro Canon und nicht zu vergessen auch pro Olympus gibt. In den meisten Fällen lässt sich einem Argument pro einer Marke mit einem Gegenargument pro anderer Marke entgegnen. Was für jeden Einzelnen wichtig ist, muss eben auch jeder individuell für sich selbst entscheiden.

Am Ende darf man aber auch etwas Fan sein, wie ich finde. Und man darf auch zu seiner Manschaft halten, ob das Apple, Microsoft, Canon, Nikon oder der FC Bayern ist. So lange wir uns nicht die Schädeln dabei einschlagen. :-)

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Mo, 13. Okt. 08

von Pascal

Das Ergebnis der letzten Umfrage ist ziemlich eindeutig zweideutig. Die grosse Mehrheit begnügt sich bei DSLR mit den 10 Megapixeln. Dies entspricht in etwa dem Stand vor zwei Jahren als Nikon die D80 und Canon die EOS 400D auf den Markt brachte. Seither ist die Pixelzahl nur langsam gewachsen. Nikon setzt sogar bei der D700, obwohl top aktuelle, auf gerade mal 12Megapixel. Canon und Sony fahren weiter auf der Schiene »viel hilft viel«. Doch sind die beiden damit auf dem richtigen Weg? Schliesslich weiss der erfahrene Amateur und Profi, dass die grossen Pixel viel weniger stark zu rauschen beginnen bei höheren ISO-Werten und dass die grossen Pixel feine Strukturen viel besser abbilden können. Zudem macht die hohe Auflösung die Kamera träge da sie länger zum Speichern der Daten benötigt. Dies voll und ganz auf Kosten der Serienbildgeschwindigkeit.

Natürlich gibt es auch nachvollziehbare Gründe für die höhere Anzahl Pixel. Weit entfernte Objekte sollen auch bei einer Ausschnittsvergrösserung noch gut erkennbar sein. Zudem lässt sich das Bild problemlos stark beschneiden und die Qualität ist immernoch ausreichend für grössere Abzüge. Doch auch hier wieder die Frage, braucht, respektive will der anspruchsvolle Amateur oder Profi dieses Möglichkeiten? Soll das Bild nicht möglichst endnahe aus der Kamera ausgelesen werden? Wir – die Autoren dieses Blogs – glauben, dass man zurzeit mit 10 (max. 15MP) bestens bedient ist, wir sind also Ausnahmsweise mal auf der Seite der Mehrheit ;)

Ich als Canonist stecke nun etwas in der Klemme. Ein Update auf eine Kamera im KB Format wäre demnächst eigentlich fällig. Denn hatte man mal eine semiprofessionelle Kamera in der Hand, erscheint einem die EOS 400D plötzlich klein und mikrig. Ich bin zwar nachwievor davon überzeugt, dass keine Nikon (oder anderere Hersteller) der 400D in diesem Segment den Platz für bestes Preis- Leistungsverhältnis streitig machen kann, doch bei der 5D Mark II sieht das deutlich anders aus. Ich hatte nun eine Woche Zeit die D700 von Nikon zu testen und habe sie auch für ein Schwangerschafts–Shooting eingesetzt. Um es kurz zu halten, die Kamera ist wirklich Klasse. Ich bin mir zwar sicher, dass die EOS 5D Mark II ebenfalls gut ist, aber im Moment sprechen zwei Argumente gegen diese Kamera. 1. Sie hat 21MP, was mir im Moment eigentlich zu viel ist und 2. die EF-S Objektive passen nicht auf die Kamera. Man kann zwar die EF Objektive auf den Kameras mit APS-C Sensoren uneingeschränkt verwenden, leider funktioniert die Aufwärtskompatibiltät aber nicht. Somit wäre der Wechsel auf ein anderes System nicht ganz so schmerzhaft.

Wollen wir aber mal nichts überstürzen und widmen wir uns der nächsten Umfrage :) Da sich doch wieder über 100 Personen an der letzten Umfrage beteiligt haben, möchten wir als nächstes gerne von euch wissen, welcher Gruppe ihr euch zuordnen würdet. Die Umfrage wie immer rechts in der Seitenleiste.

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Mo, 06. Okt. 08

von Markus

Meine Verfolger bei Twitter und Besucher unseres Weblogs mit dem wachsamen Blick in die linke Seitenleiste konnten am Sonntag, den 28. September live mit verfolgen, wie ich am Pfänder in Vorarlberg die Leistungsfähigkeit zweier Objektive getestet habe – zumindest konntet ihr mitlesen (gut, ihr hattet hoffentlich besseres zu tun ;-) ).

Beim Foto-Shooting kamen zum Einsatz: Nikon D700, Nikon D80, Nikkor 70–300mm, und das noch sehr frische Sigma 120–400mm, das uns freundlicherweise von Sigma-Deutschland zur Verfügung gestellt wurde. Grundsätzlich hätte ich Sigmas Freundlichkeit hier auch mit einem positiven Feedback belohnt, aber wir wollen ja objektiv bleiben. Während sich das Nikkor beim Fotografieren pfeilschneller Greifvögel wacker geschlagen hat, habe ich mit dem Sigma-Objektiv lediglich ein paar Versuche gestartet. Leider kam der recht träge Autofokus mit dem Scharfstellen auf die fliegenden Vögel nicht mit. Zwar musste bei auf mich zuschießenden Falken – wie nicht anders zu erwarten – auch der AF des Nikon-Objektivs passen, aber in Situationen, in denen das Subjekt nicht mit Hochgeschwindigkeit direkt auf mich zuraste, schaffte dieses Objektiv eine beachtliche Trefferquote.

Bei Ausstattung und Feeling lässt das, mit knapp 900 Euro Listenpreis sehr preiswerte Sigma nichts zu wünschen übrig. Das Objektiv kommt wie bei Sigma gewohnt, in einer widerstandsfähigen Tasche daher, die Streulichtblende muss nicht extra gekauft werden, und mit Bildstabilisierung in zwei Stufen, sowie einer Verriegelung gegen ungwolltes Ausfahren des Zooms (was ich mir bei Nikon auch öfters wünschen würde) lässt sich von dieser Seite an Preis/Leisung nicht mosern.

Grundsätzlich hat sich mir nach diesem Shooting auch die Frage gestellt, in wie fern eine so große Brennweite – an meiner D80 immerhin 600mm umgerechnet auf KB – für die gestellte Aufnahme überhaupt richtig gewählt ist. Es muss schon ein außerordenltich klarer Tag sein, um bei Distanzen, die damit möglich werden, keine athmosphärisch getrübten Bilder heraus schauen. Die 300mm des Nikon-Objektivs waren für diesen Einsatz eigentlich absolut ausreichend – ohne Brennweitenverlängerung.

Dass das Sigma-Objektiv bei diesem Test versagt hat, sagt für mich aber noch nichts über die Qualität des Objektivs aus. Es mag für die Aufgabe pfeilschnelle Vögel zu fotografieren zwar nicht geeinet sein, aber wir werden es wohl in Bälde in einer gemächlicheren Situation testen, und uns ansehen, was es am KB-Sensor der D700 und dem DX-Sensor der D80 zu leisten in der Lage ist.

Allen, die die Leistungsfähigkeit ihrer AF-Systeme testen wollen, kann ich übrigens den Besuch der Adlerwarte am Pfänder nur empfehlen. Die flinken Räuber stellen höchste Anfoderungen an AF und Fotograf, und ganz nebenbei fallen bei passender Witterung auch noch sehr schöne Bilder ab. Für dieses Jahr ist es aber leider zu spät, denn von heute an ist Winterpause.

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Mi, 27. Aug. 08

von Pascal

Autor: Pascal Kategorien:
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Rund drei Wochen vor der Photokina in Köln, sind die beiden Grossen im Fotobusiness mit ihren neuesten Kameras für den anspruchsvollen Amateur an die Öffentlichkeit getreten. Beide Kameras basieren auf dem APS-C Format und haben damit Formatfaktoren von 1.5 bei Nikon, respektive 1.6 bei Canon.

Die Canon 50D kommt im edlen Magnesiumgehäuse daher wärend die D90 das Aluminiusm-Plastikgehäuse der D80 geerbt hat. Beide trumpfen mit einem 3″ Montior mit 920′000 Bildpunkten auf. Die 50D macht Bilder mit einer Auflösung von bis zu 15.1MP, die D90 verspricht deren 12.3MP. Die ISO Bereiche können bei der D90 auf bis zu ISO 6400 eingestellt werden, Canon sogar 12500. Canon setzt für die 50D neue Mikrolinsen und einen anderen Signalverstärker ein, mit welchen das Rauschen minimiert werden sollte. Man darf gespannt die ersten Testberichte abwarten.

Die 50D überflügelt die D90 noch bei den Serienbildern. Wärend die D90 mit 4.5 Bilder/Sekunde an ihre Grenzen stösst, schafft die 50D deren 6.5. Ansonsten aber schenken sich die beiden Kameras auf den ersten Blick nicht viel.

Allerdings hat Nikon noch ei Ass im Ärmel und überrascht mit der HD–Movie Funktion, welche es erstmals möglich macht, Filme mit einer DSLR aufzunehmen. Die maximale Auflösung für Filmaufnahmen beträgt 1280×720 und das bei 24Bildern pro Sekunde. Die Aufnahmen werden als AVI (Motion-JPEG) gespeichert. Natürlich darf dann ein HDMI Ausgang nicht fehlen. Wie gross die Dateien werden, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Die Preisempfehlung für die D90 liegt um die 1000€, bei der 50D um die 1300€

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Mi, 23. Jul. 08

von Pascal

Gehöre zwar zu den Canonisten, bin aber über die Seite canonrumors.com auf die logische Seite nikonrumors.com gestossen. Dort wird von einer neuen D800 gesprochen mit 24MP, da Sony scheinbar eine Alpha 900 an der Photokina präsentieren wird. Da Nikon Sony Sensoren verbaut, könnte das gut möglich sein. Auch die D3 soll modifiziert werden und dem Staub endgültig den Kampf ansagen. Die Gerüchteküche brodelt, nur Canon hält sich weiterhin bedeckt. Man darf also gespannt Richtung Köln blicken wenn dort Ende September an der Photokina das eine oder andere Gerücht vielleicht bestätigt wird.

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