Affinity Photo: Schwarz färben

Dieser kleine Workshop zeigt wie sich bunte Farben in Affinity Photo zu schwarz umfärben lassen.

Es zählt was und wie, nicht womit man fotografiert!

Bereits gestern habe ich auf die Serie »Through the Lens« von AdoramaTV hingewiesen – kurze, inspirierende Fotografenporträts.

Besonders beeindruckt, ja umgeworfen, hat mich das Porträt oben. Es führt vor Augen worum des in der Fotografie gehen sollte: Um Wahrnehmung, kreative Verarbeitung und individuelle Wiedergabe visuell besonderer Eindrücke. Leider wird der Kameratechnik meist mehr Augenmerk zu Teil als dem, was man damit macht!

Hier ist ein Fotograf mit einem Erfahrungsschatz von der analogen Dunkelkammer bis zur Digitalfotografie, der heute bevorzugt sein Smartphone einsetzt um damit Bilder zu kreieren, die beeindruckender sind als 99% dessen was 99% der Fotografen mit High-end-Kameras fabrizieren. Ob Digital-, Analog- oder Handy-Kamera scheint für ihn nicht von Belang zu sein. Was zählt ist das was er damit fotografiert – egal womit – und wie er die gesammelten Eindrücke verarbeitet – auch dabei egal ob digital, analog oder irgendwie crossover.

InDesign: Einen Folder gestalten, Teil 7

Dieses Video stammt aus einer Serie von Tutorials die ich im Herbst 2010 aufnahm und die die Grundlagen meiner InDesign-Schulungen abbilden. Sie knüpften an eine Serie von Videos an die ich ab 2007 als Podcasts veröffentlichte. In den letzten Jahren lagerten es zusammen mit den anderen Serien auf meinen Datenarchiven. Da sich jedoch die Techniken und Arbeitsweisen zur Erstellung von Druckdaten in InDesign seither kaum verändert haben und ich weiß, dass die Videos damals durchaus ihre Freunde fanden entschloss ich mich, sie wieder zu veröffentlichen.

Micro FourThirds oder Vollformat?

Ich habe noch nie versucht jemanden zum Kauf einer bestimmten Kamera oder eines Systems zu überreden. Es gibt verschiedene Kamerasysteme die jeweils Vor- und Nachteile haben und das ist gut so. Die eierlegende Wollmilchsau existiert auch bei Kameras nicht! Wer hier regelmäßig liest, kennt meine Meinung.

Ich wiederhole mich auch wenn ich behaupte, dass sich heute kaum eine Systemkamera – mit oder ohne Spiegel –, auf dem Markt befindet, die schlecht ist. Die Abbildungsqualität ist bereits bei Einsteigermodellen auf sehr hohem Niveau. Selbst bei den Preiswertesten finden wir einen Level vor, der vor wenigen Jahren Profimodellen vorbehalten war.

Die qualitativen Unterschiede erachte ich für Anwender unterhalb der Semiprofi-Liga für irrelevant. Das heißt, kaum ein Amateur muss heute noch auf irgendwelche Datenblätter schielen und technische Angaben vergleichen. Wichtiger ist, dass sich eine Kamera in den eigenen Händen gut anfühlt und keine wesentlichen funktionalen Einschränkungen bestehen (was allerdings bei den Einsteigermodellen der Marktführer leider zu oft der Fall ist).

Da noch immer die einseitige Ansicht propagiert wird, dass wirklich gute Abbildungsqualität unterhalb von Kleinbild (Vollformat) und Spiegelreflex kaum zu erreichen ist, fühle ich mich immer wieder genötigt dem ein differenzierteres Bild gegenüber zu stellen.

Muss es wirklich eine Vollformatkamera (Kleinbild, KB) sein oder ist MFT (Micro FourThirds) ausreichend?

Diese beiden Systeme mit Sensorformaten von 24×36mm (KB) und 13×17,3mm (MFT) bilden die beiden Extreme für Kameras mit denen sich professionelle Ansprüche erfüllen lassen, dabei aber preislich nicht auf dem Niveau  von Kompakt- oder Mittelklassewagen liegen. Die APS-C- (Canon) und DX-Formate (Fuji, Nikon, Sony, Pentax & Co) liegen Sensorformat etwa auf halben Weg dazwischen und somit auch in Bezug auf die nachfolgend angeführten Argumente Pro und Contra kleinerer bzw. größerer Sensorformate.

Für den Novizen heißt die Frage zunächst meist nicht »MFT oder Vollformat?«, sondern »Spiegelreflex- oder spiegellose Systemkamera?«

Noch teilt der Einsteiger die landläufige Ansicht Spiegelreflex sei das Non plus Ultra. Das lässt sich so allerdings nicht mehr so recht halten. In meinen Augen überwiegen heute die Vorteile spiegelloser Kameras gegenüber DSLR, wobei es natürlich jedem belassen ist einen optischen Durchblick via Spiegel dem Mäusekino eines elektronischen Suchers vorzuziehen. Das schöne ist ja: Wir haben die Wahl!

Die relevantesten Unterschiede zwischen DSLR und spiegellosen Systemkameras sind folgende:

  • Spiegelreflexkameras fokussieren flotter als spiegellose Systeme. Relevant ist das vor allem bei Extrembedingungen, z.B. wenn man Vögel im Flug oder flotte Sportarten wie Handball fotografieren möchte.
  • Systemkameras sind kompakter, leichter und transportabler als Spiegelreflexkameras, wobei das Gewicht entsprechender Objektive noch mehr auf die Schultern drückt als das Gewicht der Kamera an sich.

Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen der Fotograf zu Spiegelreflex gezwungen war, wenn er Kleinbild wollte. Sony sei dank gibt es spiegellos heute auch im Vollformat. Bleibt die Glaubensfrage ob Vollformat sein muss oder ob es auch eine Nummer kleiner geht. Und da kommt für mich die entscheidende Prioritätenfrage ins Spiel: Ist Transportabilität wichtig oder eher nicht?

Geht es um absolute Bildqualität, dann hat Kleinbild zweifellos die Nase vorn (aber immer mit Abers):

  • Das Rauschverhalten größerer Sensoren ist besser. Allerdings ist heute das Rauschverhalten aller Kameras auf einem so hohen Niveau, dass der Vorteil unter normalen Bedingungen zu vernachlässigen ist, und es nur für jene sinnvoll ist hier das Maximum anzustreben die häufig unter grenzwertigen Bedingungen arbeiten.
  • Der Kontrastumfang größerer Sensoren ist in der Regel besser. Jedenfalls bei den meisten Herstellern. Aber ein großer Player spielt in dieser Hinsicht selbst mit seinen Vollformatkameras auch nur auf Augenhöhe mit MFT. Trotzdem arbeiten unzählige Profis mit seinen Kameras und machen exzellente Aufnahmen, was für mich dagegen spricht das Thema zu überbewerten. Wer Landschaftsfotografie allerdings auf professionellem Niveau betreibt, wird aber einen größeren Kontrastumfang zu schätzen wissen. Das heißt jedoch nicht, dass jeder, der gerne einmal einen Landstrich ablichtet, unbedingt eine Nikon D810 zu einem Preis jenseits der 2500 Euro einsetzen muss.
  • Die Auflösungen sind bei größeren Sensoren höher. Aber Auflösungen von 20+, 35+ oder 50+ Megapixel lassen sich nur sinnvoll einsetzen wenn man ausreichen präzise fotografiert und sind auch nur erforderlich, wenn man entsprechend große Prints von A3 und mehr drucken will, bei denen darüber hinaus eine Rolle spielt, dass auch feinste Details messerscharf abgebildet werden.
    Wer nicht bereit ist dafür den Einsatz des Stativs zur Regel zu machen bzw. auf extrem kurze Verschlusszeiten achtet, der zeichnet nur die unvermeidliche Unruhe mit der wir Kameras halten in höherer Auflösung auf.
    Mit den neuesten 20-MP-MFT-Kameras haben mittlerweile auch Olympus und Panasonic die Grenzen des Sinnvollen erreicht. Olympus gelingt es mittlerweile sogar mit seiner Pixel-Shift-Technologie zumindest bei unbewegten Motiven sehr nahe an die Pixelgiganten von Nikon (Vergleich hier) und Canon (Vergleichsaufnahmen hier) heranzukommen.

Die genannten Vorteile von Kleinbild gegenüber MFT sind trotz aller Abers nicht von der Hand zu weisen. Doch noch einmal: Sie sind nur unter ganz bestimmten Bedingungen relevant. Bedingungen, die für 95% der Fotografen bei 95% der Aufnahmen kaum oder gar nicht relevant sind.

Nun kann man natürlich einwenden, dass jeder Fotograf gelegentlich einmal ein Foto macht, bei dem die Vorteile von Kleinbild gegenüber MFT relevant sind. Doch mit demselben Argument könnte sich ein Single einen Kleinbus kaufen um vielleicht einmal im Jahr mehr als fünf Menschen mitnehmen zu können.

Der Vorteil von MFT-Systemkameras ist ihr unschlagbar kompaktes Baumaß und das geringe Gewicht. Die meisten Geräte lassen sich mit vielen der verfügbaren Objektive auch einmal schnell in einer Mantel- oder Jackentasche unterbringen. Das schaffen selbst spiegellose Kleinbildkameras kaum und auch Apparate mit DX-Sensor können aufgrund der zwangsläufig größeren Linsen nicht mithalten.

Als Argument für größere Sensoren wird häufig die größere Schärfentiefe von MFT ins Spiel gebracht. Ich habe dem lange Zeit zugestimmt, sehe es aber zwei Jahre nach meinem Umstieg von Kleinbild auf MFT anders:

  1. In der Landschaftsfotografie ist es durchaus ein Vorteil, wenn man bereits bei Blende 5.6 die Schärfentiefe von Blende 11 bei DX bzw. Blende 16 bei Kleinbild erreicht. Fotografiert man aus freier Hand benötigt man für dieselbe Schärfentiefe nur die Hälfte des Lichts von DX bzw. ein Viertel von Kleinbild.
  2. Bei Events ist es beim Fotografieren mit offener Blende ein Problem, dass, wenn man Gruppen fotografiert all jene die nicht exakt auf der Fokusebene stehen unscharf abgebildet werden. Die größere Schärfentiefe kleinerer Sensoren kann hier durchaus ein Vorteil sein.
  3. In der Makrofotografie ist die hauchdünne Schärfentiefe großer Sensoren ein Problem, dem ambitionierte Fotografen mit Makroblitzen und Stativen mit Makroschienen entgegen wirken. Auch hier ist die größere Schärfentiefe von MFT kein Nachteil.

Nun lässt sich dem entgegen stellen,  dass man mit Kleinbild die ISO-Empfindlichkeit stärker anheben und somit die aufgezählten Nachteile kompensieren kann, und das ist richtig. Aber genauso richtig ist, dass kleinere Sensoren und größere Schärfentiefe nicht nur ein Nachteil sind.

Ebenso richtig ist, dass hauchdünne Schärfentiefe mit lichtstarken Objektiven auch bei MFT kein wirkliches Problem ist. Das Bokeh von Objektiven wie dem 42,5mm ƒ1.2 von Panasonic oder dem 40–150mm ƒ2.8 von Olympus braucht sich vor dem was mit Kleinbild möglich ist nicht zu verstecken.

MFT hat sogar eine besondere Stärke: Jeder Kleinbildfotograf weiß, dass man nicht mit Offenblende fotografieren sollte, wenn man maximale Detailschärfe erzielen will. Deshalb blenden manche generell je nach Objektiv ein bis zwei Blenden ab. Demgegenüber steht, dass sämtliche Tests von MFT-Linsen die ich kenne schreiben, dass man bereits ab Offenblende fast schon maximale Detailschärfe erreicht und aus diesem Grund ein Abblenden eigentlich nicht notwendig ist, was sich durchaus mit den Tests deckt, die ich selbst durchgeführt habe.

Nebenbei bemerkt möchte ich dem Streben nach immer noch kürzerer Schärfentiefe entgegen setzen: Mit einer lichtstarken Premiumlinse bei Offenblende Objekte freizustellen und damit bei Laien Ahs und Ohs zu erzielen ist keine Kunst. Vorder- und Hintergrund bei großer Schärfentiefe perfekt zusammen zu komponieren und die Betrachter zu begeistern hingegen schon. (Was aber nicht heißt, dass ich feine Bokehs und lichtstarke Objektive nicht liebe.)

Um den wesentlichen Punkt nicht aus den Augen zu verlieren: Mir geht es nicht darum zu sagen: Kauft euch diese oder jene Kamera weil sie besser und alles andere Murks ist. Ich möchte nur den Tipp geben die Ohren zuzuklappen, wenn wieder einmal jemand davon zu überzeugen versucht, dass sein System das einzig Wahre ist. Die Wahrheit hat viele Facetten und sieht für jeden anders aus!

Wenn ihr nicht vorhabt eure Kameras in der Gegend herumzuschleppen, wenn ihr im Auto zu euren Locations fahrt oder ohnehin nur im Studio fotografiert, seid ihr mit Kleinbild und/oder Spiegelreflex bestens bedient. Die größeren Kameras bieten griffigere Bedienelemente und einfach eine idealere Ergonomie.

Wenn extrem flinke Modelle den Kern eurer fotografischen Arbeit bilden, kauft euch eine Spiegelreflexkamera. Olympus’ Kameras gelten als extrem schnelle spiegellose Kameras, doch auch wenn ich unter normalen Bedingungen keinen Unterschied zwischen meinen OM-Ds und meinen früheren Nikons feststellen kann: Wenn ich Vögel im Flug fotografieren will liegen Welten dazwischen.

Sucht ihr eine Kamera als häufige Betleiterin, die euch weder in ihrer Funktionalität einschränkt, noch euch großartig belastet, und eine Qualität liefert mit der auch Profis glücklich werden,  müsst ihr einen Blick auf die Kameras von Olympus und Panasonic werfen. In dieser Beziehung sind MFT-Kameras tatsächlich unschlagbar.

Eure Kamera ist euer Instrument. Es sollte euch Spaß machen sie zu bedienen. Wenn ihr nicht berufsbedingt auf kompromisslose Abbildungsqualität angewiesen seid, solltet ihr euch für das Instrument entscheiden, bei dem ihr die größte Freude habt damit zu arbeiten. Die ideale Kamera fühlt sich richtig an. Und was sich richtig anfühlt hat wenig mit Labormessungen und technischen Daten und ist für jeden anders.

Schärfentiefe – die Zusammenhänge, schnell aber anschaulich

Das Video oben von Filmmaker IQ erklärt aus welchen Variablen sich Schärfentiefe zusammensetzt und wie sie zusammenhängen. Das Ganze ist sehr flott erklärt, und dass es für uns (zumindest mich) in einer Fremdsprache vorgetragen wird macht es nicht einfacher den komplexen Beschreibungen zu folgen, obwohl ich mit der Materie im Großen und Ganzen vertraut bin. Sehr schön aber, wie die optischen Grundlagen mit einfachsten Mitteln – einem Licht und einer Lupe – erklärt werden.

Affinity Photo: Hauttöne mit HSL entsättigen

In diesem Workshop zeige ich wie man übersättigte Hauttöne in Affinity Photo entsättigen kann.

Inspirierende Fotografen-Porträts: Through the Lens

Adorama ist ein amerikanischer Händler für Entertainment, Elektronik und Fotografie. Der Anbieter betreibt bei YouTube einen Kanal mit Tutorials, Reviews und einer Serie von Fotografen-Porträts unter dem Titel »Through the Lens«, von denen ich eines ausgesucht habe das oben eingebunden ist. Sehr inspirierend und sehenswert finde ich – macht Lust gleich die Kamera zu packen und raus zu gehen.

InDesign: Einen Folder gestalten, Teil 6

Dieses Video stammt aus einer Serie von Tutorials die ich im Herbst 2010 aufnahm und die die Grundlagen meiner InDesign-Schulungen abbilden. Sie knüpften an eine Serie von Videos an die ich ab 2007 als Podcasts veröffentlichte. In den letzten Jahren lagerten es zusammen mit den anderen Serien auf meinen Datenarchiven. Da sich jedoch die Techniken und Arbeitsweisen zur Erstellung von Druckdaten in InDesign seither kaum verändert haben und ich weiß, dass die Videos damals durchaus ihre Freunde fanden entschloss ich mich, sie wieder zu veröffentlichen.

Affinity Photo: Farben und Sättigung selektiv einstellen

In diesem Workshop zeige ich wie ich in Affinity Photo die Sättigung eines rötlichen Steins verstärke und die Intensität der Grüntöne im Hintergrund reduziere.

InDesign: Einen Folder gestalten, Teil 5

Dieses Video stammt aus einer Serie von Tutorials die ich im Herbst 2010 aufnahm und die die Grundlagen meiner InDesign-Schulungen abbilden. Sie knüpften an eine Serie von Videos an die ich ab 2007 als Podcasts veröffentlichte. In den letzten Jahren lagerten es zusammen mit den anderen Serien auf meinen Datenarchiven. Da sich jedoch die Techniken und Arbeitsweisen zur Erstellung von Druckdaten in InDesign seither kaum verändert haben und ich weiß, dass die Videos damals durchaus ihre Freunde fanden entschloss ich mich, sie wieder zu veröffentlichen.