Photoshop CS6 Pause

Wed, 16. May. 12

Photoshopcs6

Seit letzter Woche arbeite ich an der vierten Ausgabe meines Photoshop Workshop Buches »Adobe Photoshop CS6 – Schritt für Schritt zum perfekten Bild« für Galileo Design (Amazon nimmt schon Vorbestellungen entgegen). Projekte, wie dieses, nehmen mich als Autor immer voll in Beschlag und Zeit zum Bloggen bleibt dabei kaum. Leider.

Der Termin für die Veröffentlichung ist für Ende August geplant. Für mich bedeutet das, dass ich das Buch bis Ende Juni geschrieben haben muss. Parallel dazu gibt es noch etliche Kurse und ein paar Grafikaufträge. Deshalb sollte es bis Anfang Juli hier im Blog sehr ruhig werden.

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Ich merke, daß meine Bilder sich immer mehr von reinen Schnappschüssen zu einem besseren Foto hin weiterentwickeln.

Amazon-Rezension

Ich werde häufig von Bekannten und Freunden gefragt, welches Buch ich für den Einstieg empfehlen könnte. Bisher konnte ich keines der Bücher am Markt so wirklich empfehlen, doch jetzt bin ich fündig geworden: Das Buch “Kreativ fotografieren: Digitalfotografie verständlich erklärt” von Markus Wäger gehört zu den besten Büchern in dieser Sparte und ich kann es Einsteigern und Fortgeschrittenen, die auf dem Weg zu besseren Bildern sind, uneingeschränkt empfehlen.

Sven Maier, www.iso125.de

Ich habe in meinem Leben schon viele – auch sehr gute – Bücher über Fotografie gelesen. Dieses Buch ist eindeutig das Beste darunter.

Michael Tiedt, via Amazon-Rezension

Das Buch … unterscheidet sich meiner Meinung nach sehr von den vermeidlich ›ähnlichen‹ Büchern, die ich schon mein Eigen nennen darf. Zum einen findet Markus Wäger eine sehr verständliche Sprache, welche es jedem sehr einfach ermöglicht seinen Gedanken zu folgen. Zum anderen führt er den Leser auf einem sehr interessanten Weg durch das komplette (!) Themengebiet der Digitalen Fotografie. Es hat mich inspiriert diesen ›Weg‹ in der Umsetzung meiner Fotos weiter zu verfolgen.

Ich muss zugeben ich war beim Kauf nicht ganz davon überzeugt ob das Buch die richtige Ergänzung für mich darstellt, da ich mich selber nicht mehr zu den blutigen Anfängern zähle. Umso mehr war ich darüber überrascht, dass es ganz und gar nicht nur für ›Anfänger‹ geschrieben wurde. Zwar werden alle Themen von der Pike auf erklärt, dennoch werden Zusammenhänge und Abhängigkeiten einzelner Parameter sehr verständlich erklärt und mit sehr vielen Bildern hinterlegt, was auch bei mir zu sehr vielen Aha-Effekten geführt hat.

Das Buch stellt für mich keine Ergänzung zu meiner Sammlung dar, sondern ersetzt sehr viele davon. Schade, dass es dieses Buch nicht schon länger gibt. Ich hätte mir sehr viel Geld gespart.

Thomas P., via Amazon-Rezension

Dem Buch merkt man die Tätigkeit des Autors als Foto-Trainer an, denn es ist didaktisch sehr klug aufgebaut.

Michael Omori Kirchner, www.fotografr.de

Schaut man in die Regale sowohl der echten als auch der virtuellen Buchläden, so stellt man fest, dass es angesichts des boomenden Digitalfotografiemarktes eine Unmenge an Literatur zu diesem Thema gibt. Prüft man das Angebot genauer, so fällt in’s Auge, dass viele der angebotenen Werke sich voneinander kaum unterscheiden, da die gleichen Themen in vergleichbarer Art und Weise dargestellt werden. Bei dem vorliegenden Werk »Kreativ fotografieren« von Markus Wäger stelle ich erfreulicherweise eine interessante Herangehensweise an die Aufbereitung des Themas fest, welche ich so noch nicht in einem anderen Buch, das ich zum Thema gelesen habe, angetroffen habe.

Stefan Neuweger, photowalkingmunich.de

Sehr lehrreich und anschaulich erklärt. Mit Freude hab ich es gelesen und konnte sehr viel daraus lernen.

Klaus Gröber, Wangen

Ob das Histogramm, die Schärfentiefe, der Weißabgleich, die ISO-Empfindlichkeit oder das Blitzen mit System – kein Thema wird ausgelassen. Für mich persönlich stellt sich das Buch daher als das ideale Nachschlagewerk dar, das ich nicht mehr vermissen möchte.

Oliver Schaef, fotolism.us

Egal ob Einsteiger oder fortgeschrittener Fotograf – Markus Wägers Buch ist eine wohltuende Ausnahme unter den Fotobüchern und ein Fachbuch im besten Sinne. Bravo!

Markus Dollinger, nachbelichtet.com

Ein durchaus empfehlenswertes Buch für alle Ein- und Aufsteiger, oder alle, die endlich mal verstehen wollen, was da eigentlich in der kleinen schwarzen Kiste passiert, und wie man vom Knipsen zum Fotografieren kommt. Ein Buch, das wir auf jeden Fall ab Sofort unseren Workshopteilnehmern nahelegen werden.

Mark Kujath, www.canikon.de/literatur

Ein sehr gutes Buch für Anfänger – und wie man in meinem Fall sieht, durchaus auch für Fortgeschrittene Fotografen geeignet. Denn wie heißt es so schön: man lernt nie aus! Das Buch bekommt eine dicke Empfehlung von mir.

Jana Mänz, www.janasworld.de

LESENSWERT! • Für Anfänger und Semis sehr gut geeignet • Mit 44,90€ nicht ganz ›Billisch‹ aber es ist es Wert! • KAUFEMPFEHLUNG

Jörg Langer, langeronline.de

Ein gutes Nachschlagewerk auch für fortgeschrittene Fotografen.

Martin Neuhof, farbwolke.de

Ich kann das Buch nur empfehlen. Vielleicht kaufe ich auch noch die Kindle Edition, damit ich es leicht mitnehmen kann, wenn ich mit der Kamera losziehe. Es sind viele praxisnahe Tipps zu finden, und man merkt gleich, wie viel Erfahrung in diesem Buch steckt. Endlich verstehe ich, welchen Einfluss die Blende auf die Schärfentiefe hat, und auf was ich bei den Objektiven achten muss. Ich wusste vorher auch nicht so recht, was ich mit dem Histogramm anfangen soll – unglaublich was man da so alles rauslesen kann.

Maxemilian Hilbrand, isiCore GmbH, Wipperfürth

Titel

Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
»Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt«
Books on Demand, 1. Auflage Oktober 2011;
240 Seiten, in Farbe, Hardcover;
ISBN: 9783842373938;
Link zu Amazon
Link zu Books on Demand
Ladenpreis: 44,90 (D);
Ladenpreis E-Book: 35,99 (D)
Mehr Info und ein kostenloses Demokapitel.

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Urheberrecht im Unrecht?

Wed, 16. May. 12

Ich lebe vom Unterrichten. Ich lebe aber auch von meinen Ideen. Von meinen Ideen als Grafikdesigner und von meinen Ideen als Autor. »Grafik und Gestaltung« hat als Werk etwa 1000 Arbeitsstunden verschlungen. Konzeptentwicklung, Recherchen, Textgestaltung und so weiter. Die tausenden Stunden auf dem Weg zu den Grundlagen, mir so ein Werk überhaupt zuzutrauen, lasse ich mal außen vor. Das Buch besteht aus zwei Kilo Papier und etwas Druckfarbe und kostet knapp 40 Euro. Würde das jemand als Raub kopieren, wäre die Kopie wohl teurer als das im Buchhandel gekaufte Buch.

In meine Photoshop-Workshop-Büchern stecken etwa 300 Stunden.

In »Kreativ fotografieren« stecken 300 bis 600 Stunden – je nach dem wie ich es betrachte. Während es »Grafik & Gestaltung« und »Photoshop – Schritt für Schritt zum perfekten Bild« bislang nicht als eBook gibt, ist »Kreativ Fotografieren« elektronisch verfügbar. Obwohl das Buch ohne die Marketing-Maschinerie eines klassischen Verlags ein Mauerblümchen-Dasein im Buchhandel fristet und mit bislang knapp 500 verkauften Exemplaren ein sehr kleiner Fisch im Leseteich ist, bin ich doch schon über die Nachfrage nach einer Möglichkeit das Buch ›kostenlos‹ irgendwo herunterladen zu können, und ein entsprechendes Angebot bei einem sogenannten File-Sharing-Dienst, gestoplert. Letzteres scheint zu bedeuten, dass man dort kostenlos kriegt, was dessen Erzeuger nicht verschenken will. Amüsantes Detail: Wer will, kann bislang etwa 60% von kreativ Fotografieren als Artikelserie in meinem Blog lesen und der Rest soll folgen, sobald ich wieder einmal Zeit dafür habe.

Das Thema Urheberrechte und Respekt vor geistigem Eigentum beschäftigt mich also und ich finde, dass einer, der seine Zeit damit verbringt etwas kreatives zu schaffen, auch davon leben können sollte. Vor allem, denn dieses kreative Schaffen Nutzen stiftet.

Respekt vor dem, was sich andere Erarbeitet haben, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Wäre es für die Masse der Bürger eine Selbstverständlichkeit, bräuchten wir keine Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums, sondern die Sache würde sich von selbst regeln.

Urheberrecht beschäftigt mich also. Deshalb habe ich schon öfter Artikel mit meiner Meinung darüber veröffentlicht und schon mit vielen darüber diskutiert. Zuletzt schrieb ich den Artikel »Fotografie und Urheberrecht«. Vor einigen Tagen habe ich die Petition »Wir sind die Urheber!« unterzeichnet, dessen Inhalt ich mir hier wiederzugeben erlaube:

»Mit Sorge und Unverständnis verfolgen wir als Autoren und Künstler die öffentlichen Angriffe gegen das Urheberrecht. Das Urheberrecht ist eine historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit gegen feudale Abhängigkeit, und es garantiert die materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen.

Der in diesem Zusammenhang behauptete Interessengegensatz zwischen Urhebern und ›Verwertern‹ entwirft ein abwegiges Bild unserer Arbeitsrealität.

In einer arbeitsteiligen Gesellschaft geben Künstler die Vermarktung ihrer Werke in die Hände von Verlagen, Galerien, Produzenten oder Verwertungsgesellschaften, wenn diese ihre Interessen bestmöglich vertreten und verteidigen. Die neuen Realitäten der Digitalisierung und des Internets sind kein Grund, den profanen Diebstahl geistigen Eigentums zu rechtfertigen oder gar seine Legalisierung zu fordern.
Im Gegenteil: Es gilt, den Schutz des Urheberrechts zu stärken und den heutigen Bedingungen des schnellen und massenhaften Zugangs zu den Produkten geistiger Arbeit anzupassen.

Das Urheberrecht ermöglicht, dass wir Künstler und Autoren von unserer Arbeit leben können und schützt uns alle, auch vor global agierenden Internetkonzernen, deren Geschäftsmodell die Entrechtung von Künstlern und Autoren in Kauf nimmt. Die alltägliche Präsenz und der Nutzen des Internets in unserem Leben kann keinen Diebstahl rechtfertigen und ist keine Entschuldigung für Gier oder Geiz.«

Vor diesem Hintergrund hat ein Artikel zu dieser Petition, mit dem Titel »Ich bin die Böse«, meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Mir ist bewusst, dass viele Leute ein bisschen geistiges Eigentum ›illegal‹ verbreiten, aber das meiste legal erwerben. Ich habe selbst einen (kleinen) Anteil von Musik in meiner Bibliothek, die ich von Freunden aufgespielt bekommen habe. Ich habe Schriften auf meiner Festplatte, für die ich keine Lizenz habe, auch wenn ich für meine Projekte nur legal erworbene nutze. Ich habe schon Software gecrackt, für die es kein Demo gab, um herauszufinden, ob es sich lohnt sie zu kaufen.

Ich glaube nicht, dass man päpstlicher als der Papst sein muss, und dass man ein Todsünder ist, wenn einmal Daten den Weg auf persönliche Festplatten finden, der nicht ganz den Vorstellungen des Urhebers entspricht. Ich bin aber dagegen, dass das ›sich einfach Bedienen‹ bei den Leistungen anderer, zu einem Quasi-Grundrecht erklärt wird. Das hat etwas mit Respekt zu tun. Respekt davor, dass jeder selbst bestimmen darf, unter welchen Bedingungen er die Früchte seiner Arbeit teilt. Bin ich mit diesen Bedingungen nicht einverstanden, gibt mir das nicht das Recht, mir die Früchte einfach zu nehmen.

Oft habe ich den Eindruck, der überwiegende Teil der privaten Anwender organisiert sich eine Software wie Photoshop irgendwie, obwohl die meisten schon der Ansicht sind, dass Urheber es verdienen für ihr Schaffen entlohnt zu werden. Es wird halt argumentiert, Adobe habe eh genug Geld und ihre Software sei ohnehin überteuert.

Allerdings entspricht das nicht meinen Moralvorstellungen (nennt nun ruhig mich böse und schimpft mich einen ›Gutmenschen‹ – ich kann das einstecken –, aber ich brauche meine Moral damit ich mir im Spiegel in die Augen sehen kann). Ich finde, jeder der etwas produziert, egal ob geistig, geistlos oder materiell, hat das recht selbst zu bestimmen, wie und zu welchem Preis er die Verbreitung erlaubt. Und wenn ich Photoshop zu teuer finde, dann ergibt sich für mich daraus nicht das Recht es mir einfach zu nehmen, sondern ich verzichte darauf und suche nach einer anderen Alternative. Ich höre jetzt schon wieder die »ja, aber«s. Aber Haltung hat für mich nichts mit »ja, aber« zu tun.

Wir brauchen mit Sicherheit ein neues Urheberrecht und eine zeitgemäße Regelung für die Verbreitung geistigen Eigentums, die das Internet nicht zum Stillstand bringt und von der nicht nur ›Große‹ profitieren.

Für mich ist der Schutz vor Kopie meiner Werke eine Frage des Einkommens und des Lebensunterhalts. Ich habe hunderte Stunden in ein Konzept investiert, das Fotografie verständlicher beschreiben soll, als ich es den mir bekannten Fotoschulen unterstelle. Dazu habe ich mir viele Illustrationen und Metaphern ausgedacht, um die Themen greifbar und leicht verständlich zu machen. Ich halte »Kreativ fotografieren« für eine von mir erdachte und erarbeitete Innovation. Ob ich damit jemals einen Umsatz erlange, der zu einem Stundenlohn führt, den die meisten Arbeitnehmer als akzeptabel erachten würden, ist ungewiss.

Auf File-Sharing-Servern ist das eBook wie gesagt verfügbar und es gibt offensichtlich auch eine Nachfrage von Leuten, die offensichtlich der Meinung sind, mein Werk sei seine 45 Euro nicht wert. Ich frage mich nur, weshalb sie dann Stunden investieren wollen, es zu lesen, wenn es keine 45 Mücken wert ist?

Mir kommt vor es fließe ein breiter Mainstream in der Meinung ›kopiert sei doch nicht geklaut‹. Jedenfalls wird oft argumentiert, der Besitzer eines Werks, das lediglich kopiert wurde, verfüge ja trotzdem weiterhin über sein Original. Nur, wenn mir durch Kopie, statt Verkauf, mein Einkommen weg bricht, dann hinterlässt das bei mir sehr wohl ein Loch in der Brieftasche. Wo ist dann der Unterschied, ob mir jemand mein Einkommen auf diese Art vorenthält, oder ob er in meine Brieftasche greift und mir Bares entwendet? Das Ergebnis ist für mich, als Urheber, dasselbe: Mir fehlt der Lohn meiner Leistung.

Gerade gestern habe ich in einem Zeitungsforum so argumentiert und die Antwort erhalten, dass ich ja das Original noch immer habe und es anderweitig verkaufen könne.

Ein Anderer argumentiert bezogen auf Musik, es habe eh jede mögliche Tonfolge bereits einmal gegeben und jemand der heute komponiert schaffe eh nur das, was vor ihm bereits da war. Dieser Logik folgend kann ich aber sein Haus marschieren und mit seinem Golf davonfahren, denn das Blech dazu war ja auch schon da, bevor VW ein Auto daraus gepresst hat. Mir unterstellt es, »Kreativ fotografieren« wäre kein originelles Werk, schließlich gab es die Wörter, die ich genutzt habe, schon vorher, und auch Fotografie war schon vorher dar.

Ich behaupte: Niemand schafft etwas aus dem Nichts. Aber ein Tischler, der aus gewachsenem Holz einen neuen Tisch formt hat es verdient fair dafür entlohnt zu werden.

Ehrlich gesagt bin ich es leid mit Leuten zu diskutieren, die solcher Kleinkinderlogik in ihrer Argumentation folgen folgen. Ernst nehmen kann ich das nicht. Und ernst genommen fühle ich mich in meinem Standpunkt damit auch nicht.

Noch schlimmer sind die Vorwürfe ich würde die Totalüberwachung des Internets und chinesische Zustände fordern, wenn ich das Kopieren von Werken entgegen den Bedingungen des Urhebers als Diebstahl bezeichne.

Bin bin auch gegen Gewalt, Raub, Mord, Totschlag und Vergewaltigung in den Straßen. Ich bin deshalb aber nicht für eine Überwachung öffentlicher Plätze, schon gar nicht gegen eine Totalüberwachung mit Videokameras. Ganz im Gegenteil: Ich bin strikt gegen eine solche Kontrolle.

Und nein: ich setze das Kopieren eines eBooks nicht mit Mord und Vergewaltigung gleich!

Ich bringe lediglich klar zum Ausdruck: Wenn ich mich an dem, was ein andere geschaffen hat, bediene, ohne mich an seine Bedingungen zu halten, dann ist das Diebstahl. Ich habe auch schon einen Apfel stibitzt und verurteile niemanden, der einmal eine Musik-DVD oder mein »Kreativ fotografieren« auf seine Festplatte kopiert, weil ein Freudn gerade mit diesem Datenmaterial vorbei marschiert. Doch dass ich beim pflücken eines Apfels aus Nachbars Garten einmal eine Auge zudrücken kann, bedeutet nicht, dass ich stehlen generell akzeptiere.

Es hat was mit Respekt zu tun. Und Haltung.

PS: Eine weitere Petition in diese Richtung findet ihr unter wir-sind-die-buerger.de. Diese gefällt mir vor allem deshalb, weil sie wichtige Punkte konkret anspricht und auf Konsens setzt. Etwas, was ich in der allgemeinen Diskussion immer mehr vermisse.

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Adobe hat DNG 2004 als Standard und Alternative zu den RAW-Formaten der Kamerahersteller vorgestellt. CR2, von Canon, NEF, von Nikon, ORF, von Olympus, ARW, von Sony, etc., lassen sich damit in einen gemeinsamen Standard, eben das DNG-Format, umwandeln. Man hat immer betont, dass dabei keine Qualität verloren ginge. Ich war dem gegenüber immer skeptisch und habe DNG nur kurz für ein paar Wochen getestet.

Dinge, die mir an DNG zu denken geben

Alles nur Interpretation | Dritthersteller, wie Adobe, Apple, Phase One oder Corel, müssen die RAW-Formate der Kamerahersteller im sogenannte Reverse Engineering erst analysieren und interpretieren, bevor sie sie mit ihren RAW-Convertern entwickeln können, denn die Kamerahersteller verraten die Rezepte für ihre RAW-Formate normalerweise nicht.

Diese Interpretationen mögen eventuell von Fall zu Fall besser sein, als die Entwicklungsrezepte jener, die das Original-RAW-Format, und die Kamera, zu der es gehört, entwickelt haben. Mir scheint aber die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Koch der Ursprungssuppe – eben bei Canon, Nikon, Olympus, Sony & Co – doch mehr herausholt, als jene, die die Suppe bei Adobe, Apple und Corel nachzukochen versuchen.

Entwicklungsprogramme | Obwohl ich die Bilder keiner meiner Kameras mit der Software ihres Herstellers entwickle, schenke ich den Leuten durchaus Glauben, die behaupten mit der Original-Software mehr aus den Bildern herauszuholen, als mit Lightroom, Aperture & Co. Allerdings konnte ich mich mit dem Interface und der Arbeitsgeschwindigkeit von Nikons Capture NX2, das für mich als Nikon-Fotograf primär in Frage käme, bislang nicht anfreunden. Vor allem müsste ich mit der Nikon Software darauf verzichten auch Bilder von meiner Panasonic und meiner Oympus zu entwickeln. Außerdem habe ich schon mit Canon fotografiert und könnte mir eine Fuji vorstellen. Am Ende hätte ich fünf, sechs Entwicklungsprogramme. Nicht meine Vorstellung von Luxus.

Programmwechsel | Zwar habe ich auch meine RAW-Entwicklungs-Software schon gewechselt – von Aperture zu Lightroom, zurück zu Aperture und jetzt zu Capture One. Wechsel, die ich mit gutem Grund vollzogen habe. Der Wechsel von Lightroom zu Aperture erfolgte, weil ich mit Apertures Ergebnissen einfach zufriedener war. Ich hatte immer den Eindruck, dass ich in Aperture schneller zu besseren Ergebnissen komme, auch wenn das Programm langsamer und instabiler sein mag als Lightroom. Den selben Grund hatte es, dass ich Ende 2011 zu Capture One gewechselt habe: Die Ergebnisse sind noch einmal deutlich besser als in Aperture.

Abstriche bei der Qualität musste ich bei meinen Wechseln nie befürchten, da ich immer mit den eigentlichen Rohdaten aus der Kamera gearbeitet habe, und nie mit einer konvertierten Pseudo-Rohdatei, wie DNG.

Das Problem bei Wechseln der Entwicklungs-Software ist, dass man alle RAW-Bilder neu entwickeln muss, was einen unheimlichen Aufwand erfordert, wenn man auch alte Aufnahme mit der Qualität der neuen Software sehen will. Auch DNG bringt hier nicht den vielleicht zu erwartenden Benefit, dass Einstellungen, die man zuvor in Lightroom gemacht hat, von Aperture oder Capture One erkannt und übernommen werden. Dafür hat man mit den Original-Formaten der Kamerahersteller hingegen die absolute Gewissheit, dass man mit der neuen Software alles aus den ursprünglichen Rohdaten herausholen kann, was sie herauszuholen in der Lage ist.

Aber wie sieht es bei einem Umstieg von einem Programm zum anderen aus, wenn man DNG nutzt? Adobe behauptet immer bei der Umwandlung der proprietären RAW-Formate der Kamerahersteller nach DNG ginge keine Information verloren. Das können wir glauben oder auch nicht. Mag also sein, dass ein RAW-Bild durch die Umwandlung nicht schlechter wird. Besser kann die Rohdatei durch die Umwandlung allerdings mit Sicherheit nicht werden!

RAW von Hersteller A + DNG von Hersteller B + Entwicklung von Hersteller C ? Nun stelle ich mir vor, das bei der Konvertierung vom proprietären Format nach DNG eine Interpretation des Datenmaterials passieren muss. Und wenn man dieses DNG dann mit einer Software entwickelt, wird neuerlich interpretiert. Mag sein, dass beim Entwickeln von Adobe DNG mit Adobe Lightroom keine Qualitätseinbußen zu befürchten sind. Aber wie sieht es aus, wenn DNG mit Aperture, Capture One oder einem anderen RAW-Converter entwickelt wird?

Wird DNG besser ? Ich habe heute ein Video-Tutorial gesehen, bei dem der Trainer ein RAW-Bild in Adobe Camera Raw 6 zeigt und anschließend demonstriert um wie viel mehr Camera Raw 7 aus dem selben Bild herausholen kann. Da drängt sich bei mir die Frage auf, ob die aktuelle Version 1.3 von DNG mehr aus einem RAW herausholt als die ursprüngliche Version 1.0?

Kleinster gemeinsamer Nenner ? Als nächstes gibt mir zu denken, dass DNG ja viele verschiedene Dateiformate auf einen Nenner bringen muss. Der DNG Converter von Adobe verwandelt NEFs, CR2s, ORFs, ARWs und so weiter in DNG-Files. Klingt für mich nach kleinstem gemeinsamen Nenner und das wiederum klingt für mich nicht vertrauenserweckend.

No Future ? Adobe argumentiert für DNG, dass es noch lesbar sei, wenn Nikon, Canon und Sony ihre alten NEF-Formate längst aufgegeben haben. Doch wie wahrscheinlich ist das? Weshalb sollten sie das tun? Was sollte mich das kümmern, wenn ich Lightroom nutze? Weshalb sollte Lightroom in zehn Jahren ein RAW-Format nicht mehr unterstützen, das es heute unterstützt? Um den Nutzern, die nicht nach DNG konvertiert haben, eins auszuwischen? Weshalb sollte ich mir sicher sein, dass Adobe nicht irgendwann DNG einstellt? So, wie man GoLive und LiveMotion eingestellt und deren Nutzer im Regen stehen hat lassen?

Ich kann sogar von diesem seltsamen Vorkommen berichten: Vor einigen Monaten machte ich wieder einmal einen Lightroom-Test. Dabei habe ich alte DNG-Files importiert, die ich auch in Aperture entwickelt habe. Lightroom stellte diese Bilder nicht dar und vermerkte lediglich, dass es sie nicht interpretieren könne. DNGs, die Aperture anstandslos entwickelt werden, werden von Lightroom nicht erkannt!?

Wenn das Wörtchen ›wenn‹ nicht wär’ | Keine Frage: Ein Standardformat für RAW-Bilder wäre eine feine Sache. Wenn alle Kamerahersteller für alle Modelle ein einziges kompatibles Format nutzen würden, dieses Format von jeder RAW-Entwicklungs-Software gelesen und interpretiert werden könnte, und Einstellungen, die ich in Software A mache, von Software B erkannt und interpretiert würden. In einer perfekten Welt könnte man dann die Vorteile von Software A, mit den Stärken von Software B und Features von Software C nutzen um aus einem digitalen Negativ das perfekte digitale Positiv zu entwickeln. Allerdings wird es das niemals geben und das liegt nicht allein an marketing-strategischen Entscheidungen von Kamera- und Software-Herstellern.

Fazit | Ich kann mit keinem Beispiel belegen, dass eine meiner Aufnahmen durch DNG schlechter geworden wäre, als wenn ich es beim Original belassen hätte. Aber es gibt zu viele Zweifel, die ich mit dem Format verbinde, als dass ich ihm vertrauen würde. Und ich sehe den Grund nicht, weshalb ich Bilder nach DNG konvertieren soll.

Nachtrag, 13. Mai 2012

Peter Werner hat eine sehr lesenswerte Ergänzung zu diesem Artikel als Kommentar hinterlassen. Verweisen möchte ich außerdem auf die Beschreibung von DNG im deutschsprachigen Wikipedia.

Exotische Sensortypen | Peters Kommentar hat bei mir weiteres Nachdenken über DNG angeregt, wobei ich auf weitere Fragezeichen gestoßen bin. Laut Wikipedia unterstützt DNG derzeit die Art, wie Sigmas Kameras Pixel aufzeichnen, anordnen und speichern, nicht. Das dürfte auch für die, von Peter genannten, Sensoren in Fujis X-Pro 1 Kamera und der neuen Leica M9 M gelten. Sollte DNG diese Formate in Zukunft aufnehmen können, so muss dann aber auch die Anwendung, die die DNGs entwickelt, die exotische, ich nenne es jetzt einmal: »Pixel-Verteilung«, ebenfalls unterstützen und interpretieren können. DNG hin oder her. Drängt sich die Frage auf, ob es für diese Software dann einen Unterschied macht, ob sie das proprietäre Format von Sigma, Fuji oder Leica bekommt, oder das konvertierte DNG? Und in nächster Folge, ob es möglich wäre, dass die Software zwar die proprietäre Datei lesen kann, aber nicht darauf eingestellt ist, auch DNGs zu lesen, die diese »Pixel-Verteilung« nutzen.

Ich bleibe dabei: DNG liefert in meinen Augen mehr Fragen als Antworten.

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Eine kleine Übersicht? Das hätte es werden sollen. Doch mittlerweile hat die kleine Serie fünf Teile, und dabei sind die beiden vorbereitenden Artikel noch gar nicht mitgezählt. Wer von vorne beginnen will, beginnt hier.

Kompakt, Bridge-; System- oder Spiegelreflexkamera?

Das ist die eine Gretchenfrage bei der Entscheidung für ein Kamerasystem. Wer eine kleine Kamera zum bequemen Mitnehmen sucht ist bei Kompaktkamera am besten aufgehoben, muss aber auf das Spiel mit geringer Schärfentiefe – zum Beispiel um Personen in Porträts durch unscharfen Hintergrund freizustellen – verzichten und kann keine Objektive wechseln.

Wem kreative Möglichkeiten und Abbildungsleistungen einer Kompakten zu wenig sind, ergonomisches Handling und effiziente Bedienung wichtig, aber das Wechseln von Objektiven keine Bedingung ist, dem kann man empfehlen sich bei Bridge-Kameras umzusehen. Ein Kamerakonzept, das besonders für Leute die gerne Makro fotografieren, aber keinen absoluten Hight-End-Anspruch haben, perfekt sein kann.

Wer DSLRs zu groß findet, aber dennoch die Option zum Objektivwechsel haben möchte, für den gibt es heute mit Systemkameras eine Option. Die Qualität kann derzeit mit Einsteiger-Spiegelreflex mithalten. Eine Erweiterung der Systeme nach oben in semiprofessionelle Bereiche oder gar in die Profifotografie zeichnet sich derzeit hingegen noch bei keinem System ab. Das liegt weniger an den Kameras – Sony, mit der NEX7 und Olympus mit der OM-D E-M5 (schöner Name, gell?) dürften durchaus gehobenen Ansprüchen gerecht werden – als vielmehr am Angebot der Objektive. Zwar gibt es für fast alle Modelle Adapter um professionelle Optiken aus der Spiegelreflexwelt mit den Systemkameras zu verbinden, doch mir erschließt sich der Sinn nicht ganz, ein riesiges Objektiv an eine winzige Kamera anzuschließen.

Es kommt doch auf die Größe an!

Gewicht und Volumen | Wenn es um Abbildungsleistung und Flexibilität geht, nähme wohl jeder gerne alles was er kriegen kann. Doch für viele sind am Ende Preis, Volumen und Gewicht die Kriterien, die sie zu einem anderen Konzept führen, als zur Spiegelreflex – jenem System, bei dem man kaum Kompromisse bei Qualität und Anpassungsfähigkeit machen muss, so lange man sich nicht an Umfang und Gewicht der Ausrüstung stößt und mit den Preisen leben kann. Es fordern halt auch kompromisslose Entscheidungen ihren Kompromiss; in diesem Fall den Kompromiss tiefer in die Tasche zu greifen und mehr mit sich rum zu tragen.

Sensorformat | Es geht also um die Größe! Und das nicht nur beim Volumen des Kameragehäuses. Neben dessen Größe ist das Format des Aufnahmesensors das zweite wesentliche Kriterium bei der Entscheidung für ein System und ein Modell.

D7000 Cmos 2 rgb

Der Bildsensor ist so etwas wie der Film einer Analogkamera. Er ist das Aufnahmemedium einer Digitalkamera. Hier der Sensor einer Nikon D7000.

Neben der Frage nach der Gehäusegröße und der Sensorgröße werden alle anderen Fragen sekundär! Große Gehäuse sind gut fürs Handling, schlecht zum mitschleppen. Große Aufnahmesensoren erlauben geringe Schärfentiefe und sind gut um Objekte durch unscharfen Hintergrund zu isolieren. Kleine Sensoren erlauben kleinere Gehäuse und haben Vorteile im Makrobereich.

Kompakt- und Birdge-Kameras haben so gut wie immer kleine Aufnahmesensoren, die mehr oder weniger deutlich kleiner sind, als 8×6mm. Systemkameras haben kleine Sensorformate zwischen 6,16×4,62mm (Pentax Q) und 13,2×8,8mm (Nikon 1), oder mittelgroße Formate, wie 17,3×13mm (Olympus und Panasonic) und 24×16mm (Pentax K-01, Sony NEX und Samsung).

Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR)

Spiegelreflexkamera haben allesamt mittelgroße bis große Bildsensoren. Angefangen bei den mittelgroßen Sensorformaten von FourThirds (17,3×13mm; Olympus), Sigma Foveon (20,7×13,8mm), Canon APS-C (22,2×14,8mm) und General APS-C (knapp 24×16mm; Nikon, Sony und Pentax) bis hin zu den großen Sensorformaten Canon APS-H (27,9×18,6mm) und Vollformat (24×36mm).

Keine Frage der Gehäusegröße

Wer sich für die Kategorie Kompakt- oder Systemkamera entscheidet kann zwischen großen und kleinen Modellen in verschiedenen Preisklassen wählen. Bei Spiegelreflexkameras gibt es diese Wahlmöglichkeit so nicht. Hier fällt die Wahl für eine Gehäusegröße parallel zur Wahl der Preisklasse. Preiswerte Einsteigermodelle sind kleiner und leichter. Je höher der Anspruch (und der Preis) ausfällt, desto größer und schwerer werden die Modelle.

Olympus

Definitiv kleiner, als bei der Konkurrenz, sind die FourThirds DSLRs aus dem Hause Olympus. Hier sind auch Modelle erhältlich, die semiprofessionellen und professionellen Ansprüchen gerecht werden und dennoch relativ kompakt ausfallen.

E 5 front with lens XL

Eine schöne Kamera, die Olympus E-5, finde ich. Olympus war Pionier in Sachen LiveView bei DSLR. Die, in die Kamera integrierte Bildstabilisierung, genießt einen guten Ruf. Ebenso Olympus’ Zuiko Objektive.

Doch die kompakten Gehäuse erreicht Olympus nur dadurch, dass man den kleinsten Aufnahmesensor im gesamten Mitbewerberfeld verwendet. Das hat zwar in spezifischen Bereich, wie der Makrofotografie, Vorteile, insgesamt aber wohl deutlich mehr Nachteile: Schlechteres Rauschverhalten und eingeschränkterer Spielraum mit Schärfentiefe. Olympus bezeichnet sein, zusammen mit Panasonic entwickeltes Sensorformat mit 17,3×, als ‘FourThirds’.

FourThirds | Ich persönlich bin nach einem Jahr Erfahrung mit einer Lumix G3 Systemkamera etwas enttäuscht vom FourThirds-Standard. 17,3×13mm ist für viele Situationen einfach zu klein um wirklich schön mit kurzer Schärfentiefe gestalten zu können. Bei viel zu vielen Motiven stößt man an Grenzen, die es einem nicht erlauben durch unscharfen Hintergrund für einen schönen Freisteller zu sorgen. Zu allem Überfluss glänzt das Angebot an verfügbaren Micro-FourThirds–Objektiven nicht unbedingt durch Lichtstärke, was den Spielraum mit Schärfentiefe noch weiter einschränkt. Auch bei Objektiven für den normalen FourThirds Standard – und damit für die Olympus DSLRs – sieht es diesbezüglich nicht viel besser aus.

Ich will die Spiegelreflexkameras von Olympus nicht schlecht schreiben – dazu ist mir die Marke zu sympathisch. In Sachen Qualität und Technik mag man mit der Konkurrenz auch auf Augenhöhe liegen. Wer vor allem Wert auf eine kompakte DSLR legt oder in erster Linie Makro fotografiert, der mag damit eine gute Wahl treffen. Doch wer andere Prioritäten hat wird wohl mit einer anderen Marke glücklicher werden. Und wer vor allem Wert auf Kompaktheit legt, findet bei Systemkameras wahrscheinlich sogar die bessere Alternative.

Crop und Vollformat

Vollformat ist das vom Kleinbildfilm übernommene Format von 36×24mm. Es stellt in der digitalen Spiegelreflexfotografie heute quasi das Maß der Dinge dar. Alles was kleiner als Kleinbild ist, und somit nur einen mehr oder weniger kleinen Ausschnitt aus 36×24mm abdeckt, wird als Crop bezeichnet, was man mit ›Ausschnitt‹, ›Anschnitt‹ oder ›Beschnitt‹ übersetzen kann.

Crop für Einsteiger, Vollformat für Profis | Da der Aufnahmesensor nach wie vor noch zu den kostspieligsten Elementen einer Digitalkamera gehört und gilt, je größer desto teurer, werden Consumer-Kameras in der Regel mit Sensoren in einem Crop-Format ausgestattet und Profi-Kameras meist mit Vollformat-Sensoren. Allerdings gibt es von dieser Regel doch relativ viele Ausnahmen.

Pentax

Grundsätzlich gibt es gar nicht so viele Hersteller, die heute Spiegelreflexkameras bauen und anbieten: Canon, Nikon, Olympus, Pentax, Sigma und Sony. Von diesen sechs Herstellern haben lediglich drei Kameras mit Vollformat im Programm: Canon, Nikon und Sony.

Olympus wurde bereits als Ausnahme genannt, die auch bei Kameras für professionelle Fotografen ihre FourThirds-Sensoren verbauen. Eine andere Ausnahme ist Pentax. Pentax’ DSLR-Programm ist durchgehend mit Bildsensoren im sogenannten APS-C-Format von etwa 24×16 ausgestattet – auch die Modelle für ambitionierte Fotografen.

K 5 front with DA 18 135 WR

Technisch auf Höhe der Zeit: die K-5 von Pentax. Was sie von ihren Mitbewerbern abhebt ist eine Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit, die für diesen Preis bei Mitbewerbern nicht zu finden ist. Somit könnte sie der ideale Begleiter für Outdoor-Fotografen sein.

Pentax gehört zu den seit Jahrzehnten bekannten Herstellern von Spiegelreflexkameras. Sowohl Kameras als auch Objektive aus diesem Hause genießen einen guten Ruf. Wer einfach eine Spiegelreflexkamera mit ein paar Objektiven sucht, dabei Wert auf eine Outdoor-taugliche Abdichtung legt, aber keine Ambitionen hat, dieses System langfristig vielleicht bis in die Oberliga auszubauen, macht mit Pentax sicher keinen Fehler. Man muss sich aber eben auch bewusst sein, dass ein Aufstieg in Klassen, wie sie Canon, Nikon und Sony anbieten, derzeit nicht möglich ist.

Sigma

Ich möchte Pentax nicht als Exoten bezeichnen. Ein DSLR-Anbieter, dem man dieses Etikett vielleicht eher anheften kann, ist Sigma. Sigma ist vor allem bekannt für die Herstellung von Objektiven für die etablierten Kamerahersteller, wie Canon, Nikon, Sony und inzwischen auch für den FourThirds-Standard.

Derzeit hat Sigma zwei Spiegelreflexkameras im Angebot, von der mir persönlich allerdings nur die neue SD1 Merrill tatsächlich interessant erscheint.

SD1m front

Sigma SD1 Merrill. Eine exotische Kamera mit besonderen Eigenschaften.

Sigma hat mit diesem Modell sicher viele Kunden verärgert, vor allem jene, die vor nicht allzulanger Zeit die SD1 um den Einführungspreis von 7000 Euro gekauft haben. Das aktuelle Modell ist nun zu einem Straßenpreis von unter 2000 Euro zu haben. Zwar bietet Sigma den frühen Käufern Warengutscheine um 4000 Euro als Entschädigung an. Befremdlich bleibt es allemal.

Das ändert aber nichts daran, dass die SD1 sicher eine hervorragende Kamera mit absolut professionellem Anspruch ist. Ohne, dass ich eine Sigma DSLR bislang live testen konnte, hört man von vielen Seiten gutes über die exzellente Abbildungsqualität.

Sigma behauptet, die SD1 habe 46 Megapixel Sensorauflösung. Je nachdem, wie man die Auflösung berechnet, ist das auch korrekt. Der Foveon Sensor, im Format von 20,7×13,8mm, trägt diese 46 Megapixel in drei Schichten hintereinander. Das heißt von oben betrachtet liegen 12 Megapixel auf dem Sensor. Doch mal der drei Schichten ergeben sich rechnerisch eben 46 Megapixel. Ich gehe davon aus, dass Sigma damit nicht die Detailschärfe einer Nikon D800 mit 36 Megapixel erreicht, doch laut dem was man hört und liest, erreicht Sigma damit doch detailreichere Abbildungen, als andere Hersteller mit gewöhnlichen Sensoren und 12 Megapixel.

Das Sensorformat der Sigma SD1 liegt zwischen FourThirds und APS-C. Der Sensor ist also bei diesem Profi-Modell kleiner, als bei Pentax, Nikon, Canon und Sony bei Consumer-Modellen. Die Nachteile, die das bezüglich Spiel mit der Schärfentiefe haben könnte, dürfte sich bei Sigma sehr wahrscheinlich gut durch Lichtstarke Objektive ausgleichen lassen, von denen man doch einige im Programm hat. Immerhin besteht ein Angebot von 44 Objektiven für Sigma Kameras.

Sony

Sony spielt im Match um die Marktführerschaft im DSLR-Bereich lediglich die dritte Geige. Vor allem bei ambitionierten Hobby- und Profifotografen mag man bislang nicht so recht Boden gewinnen. Dabei stellt Sony die Aufnahmesensoren unter anderem für Nikon her. Außerdem hat man mit den sogenannten SLT-Modellen ein Konzept im Regal, das es bei keinem anderen Hersteller gibt. Dieses System verbindet die Vorteile von System- und Spiegelreflexkameras. Es verzichtet auf einen mechanischen Spiegel, nutzt einen elektronischen Sucher, erreicht aber dennoch die Auslösegeschwindigkeit von DSLRs. Etwas, was Systemkameras derzeit noch nicht in jeder Situation so ganz zu schaffen scheinen.

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SLT-Kameras von Sony, sind sowas, wie Spiegelreflexkameras ohne Spiegel.

Von allen Herstellern dürfte Sony wohl das breiteste Angebot an DSLR-Kameramodellen im Sortiment haben. Ob das gut ist, wage ich zu bezweifeln, denn es trägt wahrscheinlich nur zur Verwirrung bei.

Crop oder Vollformat?

Wer sich für eine DSLR-Kamera von Sony, Nikon oder Canon entscheidet, muss sich für Crop- oder Vollformat entscheiden. Bei Sony und Nikon heißt das APS-C mit ≈24×16mm für Crop (Vollformat ist immer 36×24mm). Das ist aber gleichzeitig auch eine Entscheidung für eine Preisklasse.

Crop-Kameras | Einseigen kann man in die Welt der Spiegelreflexfotografie ab etwa 400 Euro für ein Kameragehäuse. Meist werden diese Gehäuse im Set mit einem preiswerten Objektiv angeboten und dann darf man ab etwa 500 Euro kalkulieren. Allerdings rate ich immer dazu nicht das billigste Paket mit dem billigsten Objektiv zu nehmen. Diese Billigpakete haben in der Regel Zoomobjektive mit etwa 18–55mm. Legt man 100–150 Euro drauf, bekommt man ein flexibleres Zoom mit etwa 18–105mm oder 18–135mm. Damit dürften die meisten Einsteiger etwas mehr Freude am Fotografieren haben.

Doch nicht nur Modelle für Ein- und Aufsteiger nutzen Aufnahmesensoren, die kleiner sind als Vollbild. Auch Modelle, die sich an Profis richten, sind mit einem solchen kleineren Sensor am Markt (ab hier beschränke ich meine Betrachtungen auf das Sortiment von Canon und Nikon, weil ich darüber eher den Überblick habe, als bei Sony).

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Das Topmodell im Consumer-Segment bei Nikon: Die D7000. Trotz des Crop-Sensors findet sie durchaus auch bei Profis Einsatz.

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Canon EOS 1D Mark IV. Die Profikamera ist zu einem Einstiegspreis von über 4500 Euro auf den Markt gekommen. Sie hat keinen (!) Vollformatsensor, sondern einen sogeannten APS-H mit 27,9×18,6mm. Trotzdem meinen viele Experten, dass Canon mit diesem Modell eine praxistauglichere Kamera liefert, als Nikon mit den neuen Modellen D4 und D800 – letztere beide mit Vollformat.

Wer sich für eine Ein- oder Aufsteigerkamera interessiert und sicher ist, niemals den Aufstieg in die professionelle, oder semiprofessionelle Fotografie, zu unternehmen, der ist mit Kameras mit Crop-Sensor bestens bedient. Anders sieht es aber aus, wenn man mit einer späteren Anschaffung einer Vollformat-Kamera liebäugelt. Denn dann muss man beim Kauf der Objektive beachten, dass diese auch Vollbildtauglich sind.

Objektive, die für kleinere Sensoren konstruiert werden, decken nicht den kompletten Umfang des Vollformats ab. Bei Nikon tragen diese Objektive das Kürzel DX im Namen. Sie lassen sich zwar an Kameras mit Vollbildsensor anbringen, decken dann aber nur eine geringere Auflösung ab, zum Beispiel nur 5 von 12 Megapixel. Ich gehe davon aus, dass das bei Sony und Canon nicht viel anders ist.

Umgekehrt hingegen funktioniert die Kompatibilität ohne Einschränkungen: Ein Objektiv für Vollformat kann an einer Crop-Kamera voll genutzt werden. Wer also eine Crop-Kamera kauft und plant früher oder später aufzusteigen, der sollte darauf achten in erster Linie Objektive einzukaufen, die er auch am Vollbild nutzen kann – sofern er nicht den ganzen Objektivpark später austauschen will.

Muss es unbedingt Vollformat sein? Manchmal gewinne ich den Eindruck, viele Fotografen glaubten, alles unter Vollformat sei eines Profis nicht würdig. Canon sieht das offensichtlich anders, wie der Konzern mit der 1D Mark IV beweist. Ich sehe es ebenfalls anders.

Zwar nutze ich heute eine Nikon D700 mit Vollformatsensor. Aber das liegt vor allem daran, dass ich ein Buch über dieser Kamera geschrieben habe. Wäre das nicht der Fall würde ich mit Sicherheit weiterhin eine Kamera mit Crop-Sensor benutzen – bei Nikon Modelle mit der Bezeichnung DX.

Würde ich gerade jetzt eine Kamera brauchen und ich hätte nicht schon einige Vollformat-Objektive, dann fiele meine Wahl wahrscheinlich auf die D7000 oder D300S.

Natürlich gilt auch bei der Frage APS-C-Crop oder Vollformat, dass das Vollformat mehr Spielraum in der Gestaltung der Schärfentiefe bietet – jedenfalls so lange man nicht Makro fotografiert. Aber das Angebot lichtstarker Objektive ist bei Canon, Nikon und wohl auch Sony dermaßen groß, dass die Frage Crop oder Vollformat diesbezüglich eine zu vernachlässigende Rolle spielt. Auch sind die neuen Sensoren in APS-C mittlerweile so gut, dass das Problem des Bildrauschens ebenfalls zu vernachlässigen ist. Das hat mir jedenfalls die D7000 gezeigt.

Um das letzte Quäntchen an qualitativem Vorsprung von Vollformatsensoren wirklich komplett ausschöpfen zu können – zumal wenn die Auflösung so gigantisch ist, wie bei der Nikon D800 – braucht es auch exzellente Objektive, die für diese hohe Qualität optimiert sind. Da muss man zum Kameragehäuse, die für Vollformat aktuell ab etwa 2000 Euro zu haben ist, in der Regel je Objektiv ab etwa 1000 Euro budgetieren. Preiswertere Optiken im dreistelligen Bereich sind für Vollformat eher die Ausnahme, als die Regel.

Das Angebot an preiswerten Objektiven für Crop-Kameras hingegen ist breit und nur wenige dürften die 1000-Euro-Schallmauer deutlich durchbrechen. Dabei hinkt die Abbildungsqualität, die diese Objektive leisten, den Vollformat-Optiken in dem meisten Fällen gar nicht so sehr hinterher. Vielmehr sind es die verwendeten Materialien und die Qualität der Abdichtung, die den Mehrpreis maßgeblich ausmachen. Wer darauf trotz Crop-Kamera nicht verzichten will, kann zusätzlich auch Vollformat-Objektive voll nutzen. Das heißt Crop-Kamerabesitzer blicken auf ein viel breiteres Angebot an Optiken.

Der Preis der Professionalität | Kameras für anspruchsvolle Amateurfotografen, wie die Nikon D7000 oder die Canon 7D, erreichen heute mit passenden Optiken wohl etwa 90% der Abbildungsqualität professioneller Vollbildausrüstung. Wer damit keine guten Bilder her bringt, sollte fotografieren lernen, nicht mit der Anschaffung einer teureren Kamera liebäugeln. Ob es einen Wert hat das doppelte und dreifache für die letzten zehn Prozent zusätzlicher Abbildungsqualität auf den Ladentisch zu blättern, muss jeder Fotograf mit sich selbst ausmachen.

Ich will damit nicht andeuten, dass die Kamerahersteller für zehn Prozent mehr Qualität 200 und 300 Prozent mehr Geld einstecken. Doch der Mehrwert professioneller Geräte liegt eben nicht in erster Linie in der besseren Abbildungsqualität, sondern vor allem in besseren Materialien, besserer Abdichtung, soliderer Verarbeitung usw. So wird zum Beispiel für die Verschlüsse von Consumer-Kameras in der Regel eine Garantie von 100.000 bis 150.000 Aufnahmen gegeben. Bei professionellen Kameras sollte die Garantie eher bei 300.000 bis 400.000 liegen. Außerdem bieten Profikameras deutlich mehr Funktionen und viele davon müssen nicht wie bei Consumer-Kameras über Menüs aufgerufen werden, sondern es gibt für alle wichtigen Einstellungen am Gehäuse einen Knopf, mit dem man ihn schnell und blind erreichen kann. Mir zum Beispiel würde an Nikons D7000 vor allem ein AF-On-Button fehlen – in allen anderen Belangen wäre mir diese Kamera absolut genug.

Welche Kamera soll es nun sein?

Wer eine Spiegelreflexkamera kauft, kann nicht viel falsch machen. Ich glaube nicht, dass es derzeit ein wirklich schlechtes Gerät auf dem Markt ist, dass sein Geld absolut nicht wert ist. Das unterscheidet Spiegelreflexkameras von Kompaktkameras, wo es zwischen ein paar sehr guten Geräten sicher einige Nieten gibt.

Die Marke ist sekundär | Auf keinen Fall sollte man sich als erstes für eine Marke entscheiden und dann in dessen Regalen nach einem Modell suchen. Wer neu einsteigen will sollte keinen Hersteller ausschließen. Sie kochen alle nur mit Wasser.

Nicht den Preis entscheiden lassen | Auch der Preis sollte nicht das Kernargument sein. Nur in selten Fällen führt der Kauf des billigsten Produkts zur langfristigen Liebe.

Schwierig ist es auch einen Preisvergleich zwischen Modellen verschiedener Hersteller anzustellen. Megapixel und Brennweite des Kit-Zoomobjektivs lassen nur selten Rückschlüsse über die tatsächliche Qualität einer Kamera zu. Und der billigere Preis eines Modells eines Herstellers als beim am ehesten vergleichbaren Modelle eines anderen, rührt vielleicht einfach daher, dass er bessere Materialien verwendet und mehr Detailfunktionen anbietet.

Vorsicht mit Tests und Tipps | Auch der Rat eines Fotografen ist mit Vorsicht zu genießen. Würdet ihr mich fragen, welche Kamera ich kaufen würde, dann kann ich nur sagen: Nikon. Ich habe eine Nikon gekauft und mich bewusst für die Marke entschieden. Was sollte ich also anderes sagen? Und das sollte eigentlich auch für jeden gelten, der sich für Canon, Pentax, Sony oder Olympus entschieden hat. Ich würde mich aber nicht darauf verlassen, dass einer von Ihnen recht mit seiner Entscheidung hatte und alle anderen Deppen sind (wenn dem so wäre, würde ich sagen, die Nikon-Fotografen haben recht ;) ).

Doch jeder Fotograf hat andere Anforderungen und andere Vorlieben. Und diese Anforderungen führen dazu, sich für die eine oder die andere Marke zu entscheiden.

Lasst euren Bauch entscheiden | Vergesst also am besten all die Tests in Zeitschriften und im Internet. Informiert euch, aber lasst euch nicht zu sehr davon beeinflussen. Geht zu einem Händler, der möglichst viele Kameras von möglichst vielen Herstellern im Geschäft hat und nehmt die Geräte in die Hand. Schaut drauf, wie sich das Gerät in euren Händen anfühlt und ob sich euch die Bedienung einigermaßen Intuitiv erschließt. Vor kurzem sagte jemand zu mir Canon Apparate hätten eine bessere Menüführung. Aber fragt mich mal ob ich mit Canon zurecht komme? Ich bin Nikon gewöhnt! Also finde ich mich auf Anhieb mit praktisch jeder Nikon zurecht.

Wenn ihr schone mit Kompakt- oder Systemkamera fotografiert habt, dann habt ihr gewisse Erfahrungen. Die Bedienung einer Spiegelreflex sollte sich damit grundsätzlich erschließen und für die Grundfunktionen darf es keine großen Hindernisse geben.

Lasst vor allem eure Hand, euer Gefühl und eure Intuition beim Kamerakauf entscheiden. Das ist viel wichtiger, als Fakten auf Datenblättern, Testberichte und das, was Freunde sagen (und das, was ich schreibe). Falsch machen könnt ihr dabei nichts, denn schlechte Modelle gibt es, wie gesagt, derzeit wohl bei keinem Hersteller.

Doch auch wenn ihr euren Bauch entscheiden lässt habt ihr keine Gewährleistung, dass ein bestimmtes Modell oder eine bestimmte Marke doch nicht das richtige für euch ist. Dann muss man die Marke wechseln. Das ist zwar lästig und bedauerlich, aber was man tatsächlich genau braucht, erfährt man leider immer erst, wenn man eine gewisse Zeit mit einem Gerät arbeitet. Durch diese Schule – die manchmal auch teuer sein kann – mussten und müssen wir leider alle durch.

Fazit

Niemand kann euch die Frage »Welche Kamera soll ich kaufen?« konkret mit einem bestimmten Modell beantworten. Wer das tut, ist ein Schelm, hat keine Ahnung, oder hat nicht lange genug nachgedacht.

Bestimmt keinen Fehler macht man mit Canon und Nikon. Die Frage welcher der beiden besser ist, ist so sinnvoll, wie die Frage ob Audi oder BMW besser ist. Geschmacksache!

Hobbyfotografen machen sicher auch mit Sony keinen Fehler. Im professionellen Bereich konnte sich Sony bislang aber noch kaum etablieren. Ob das auch an den Kameras liegt, mag ich nicht beurteilen. Schlecht sind sie sicher nicht.

Als Outdoor-Fotograf bekommt man bei Pentax die am besten abgedichtete Kamera für den kleinsten Preis. Wer nicht plant seine Ausrüstung in die Breite und nach oben stark auszubauen, macht auch hier keinen Fehler. Das Angebot an Kameramodellen und Objektiven ist hier aber deutlich beschränkter, als bei den Platzhirschen Canon und Nikon – mit denen kann aber auch Sony nicht mithalten.

Olympus DSLRs kann ich nach meinen Erfahrungen mit Micro FourThirds Systemkameras nicht mehr so recht empfehlen. Wer doch mit dem Gedanken spielt, sollte sich gut anschauen, ob der die Obektive findet, die seine Anforderungen an ein Spiel mit Schärfentiefe erfüllen und ob das Rauschverhalten ausreichend ist. Lediglich im Bereich Makro ist Olympus heute noch eine ernstzunehmende Option, da die lange Schärfentiefe des relativ kleinen Sensors hier zum Vorteil gegenüber größeren Sensoren wird.

Wer kompromisslose Abbildungsqualität sucht und kein Problem mit einem Exoten hat, für den kann auch Sigma eine Option sein (allerdings glaube ich, dass die Zielgruppe der Sigma SD1 so erfahren ist, dass sie die Erläuterungen dieses Artikels kaum mehr brauchen – die Zielgruppe dieses Artikels ist doch eher der ambitionierte Einsteiger und Aufsteiger). Bei Sigma würde ich mir persönlich etwas Sorgen machen ob Sigma den Markt tatsächlich langfristig mit Kameras bedienen wird. Sollte es einmal keine Sigma DSLR mehr geben bleibt man natürlich auf seinen Objektiven sitzen.

So. Nun hoffe ich, dass meine Artikelserie zur Orientierung beim Kamerakauf nicht zu komplex und auch nicht zu langatmig geworden ist, und dass ich euch – die ihr bis hierher gelesen habt – geholfen habe etwas klarer zu sehen, was für ein Kamerakonzept das passende für euch ist, und dass ihr auch mit den Verweisen zu verschiedenen Herstellern und Modellen etwas anfangen könnt. Hätte ich gewusst, wie viel Arbeit es wird, einen solchen Überblick zu schreiben, hätte ich wohl nicht damit begonnen.

Wenn ihr Feedback oder Ergänzungen dazu habt, bitte ich euch einfach zu kommentieren. Auch eure Erfahrungsberichte (auch mit Links zu euren eigenen Blogs) kann den Lesern helfen sich besser zu orientieren.

Viel Spaß beim Fotografieren!

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