Zwei Jahre OM-D und MFT

Im vorangegangenen Artikel habe ich beschrieben wie ich von Nikon zu Olympus gekommen bin. Nun möchte ich meine Eindrücke und Ansichten über MFT und die OM-Ds zusammenfassen.

Die beste Kamera gibt es nicht

Fragt man mich wer die besten Kamerasysteme baut müsste ich wohl antworten »Nikon«. Sollte die Nikon D7100 und in ihrer Nachfolge die D7200 nicht die im Verhältnis Preis zu Funktion/Qualität beste Kamera am Markt sein, so spielt sie doch sicherlich ganz vorne mit. Nummer 1 des Kameramarktes ist aber Canon und die Profis die sich für diese Marke entschieden haben sind sicher keine Deppen – sie hatten sicher gute Gründe Canon zu wählen.

Alle Kamerahersteller kochen mit demselben Wasser. Jede Marke hat Stärken und Schwächen, jedes System Vor- und Nachteile. Die beste Kamera die für alle Fotografen ideal passt gibt es nicht. Vielmehr wird der Einsatzbereich und die subjektiven Sympathien jedes einzelnen Anwenders darüber entscheiden was er für sich selbst als ideale Kamera erachtet.

Für mich baut Olympus mit den OM-Ds die besten Kameras. Fragt mich jemand was für eine Kamera ich kaufen würde: »eine OM-D«. Logisch. Ich habe zwei davon! Fragt mich jemand was für eine Kamera er kaufen soll sage ich: »Es kommt drauf an!«

Es kommt vor allem darauf an wie man was fotografieren und wie man es darstellen beziehungsweise ausgeben möchte. Die eierlegende Wollmilchsau in Sachen Kamera wird es niemals geben. Statt dessen finde ich wir sollten die Vielfalt loben und uns darüber freuen, dass die unterschiedlichen Systeme praktisch für jeden das passende Angebot liefern dürften.

Kleinliches Geplänkel im Sinne von »mein’s ist besser als dein’s«, halte ich für verzichtbar – ebenso wie die Grabenkämpfe Mac versus Windows, Android versus iOS oder eben auch Canon versus Nikon.

Trotzdem wird dieser Artikel Vergleiche zwischen Nikon und Olympus enthalten, schließlich bin ich von Nikon auf Olympus umgestiegen und der Leser soll erfahren welche Vor- und Nachteile der System ich sehe.

Gewicht und Volumen

Jedes System hat Stärken und Schwächen schrieb ich. Die größte Stärke des MFT-Systems ist zweifellos das geringe Volumen. Zwar bauen heute auch andere Hersteller Systeme mit kleinen Kameragehäusen doch wer Objektive nicht mit in seine Kalkulation einbezieht macht die Rechnung ohne den Wirt.

Das heißt im Umkehrschluss natürlich, dass bei Fotografen für die Mobilität keine große Bedeutung hat das stärkste Argument pro MFT wegfällt. Gesellen sich zu geringem Bedarf die Ausrüstung weit zu schleppen noch riesige Hände dürften zumindest Olympus’ Kameras nicht mehr in die engere Wahl kommen.

Die neue Leichtigkeit

Für mich bedeutet das geringe Volumen und relativ geringe Gewicht die Erfahrung einer ganz neuen Leichtigkeit des Fotografierens. Dabei ist geringes Gewicht wirklich relativ zu betrachten. Nimmt man eine E-M1 mit 12–40mm ƒ2.8 in die Hand fühlt sie sich überraschend schwer an. Sie liegt satt in der Hand und vermittelt den Eindruck erstklassiger Materialqualität. Kaum eine Kamera die sich mehr wie ein Block soliden Metalls anfühlt als die E-M1- und E-M5-Modelle – eine Ausnahme mögen die in einer ganz anderen Preisklasse spielenden Leicas sein.

Erst wenn man das tatsächliche Gewicht der OM-D (inklusive 12–40mm 879g) mit einer D610 samt 24–79mm Objektiv vergleicht (1750g – die D610 alleine wiegt 850g) wird einem bewusst, dass man an ein Leichtgewicht in Händen hält. Selbst eine Sony α7S bringt mit 24–70mm 1463g auf die Waage.

Es ist die ausgewogene Balance aus hochwertiger Haptik, solidem Gewicht bei sich perfekt in die Hände schiegendem Volumen das die OM-D E-M1 die Fotografieren für mich mehr den je zu einem Flow werden lässt. Es fällt schwer diese emotionale Qualität in Worte zu fassen – im Deutschen scheint mir das Wort Leichtigkeit am passendsten, doch näher kommen für mich die englischen Begriffe smooth und easy.

Abstriche bei der Ergonomie

Kompakte Gehäuse haben allerdings nicht nur Vorteile. Die E-M5 – die Mark II ebenso wie die Mark I – sind als kompakte Begleiter konzipiert. Für stundenlange Fotosessions scheinen sie mir kaum geeignet.

Die E-M1 liegt mit ihrem wulstigen Griff schon deutlich besser in der Hand, doch der Body allein ist mir noch immer zu klein – da die Kamera verhältnismäßig niedrig ist greift mein kleiner Finger ins leere und das vermittelt das Gefühl den Apparat nicht sicher in Händen zu haben. Montiere ich hingegen den optionalen Hochformatgriff liegt sie mir besser in Händen als jede andere Kamera mit der ich bislang gearbeitet habe – Spiegelreflexkameras empfinde ich seither als klobig.

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 Mit dem optionalen Hochformatgriff liegt die E-M1 perfekt in der Hand.

Allerdings löst ein Hochformatgriff nicht das Problem, dass auf einem kompakten Gehäuse schlicht und einfach weniger Platz ist als auf einem voluminösen. Auf einer D7100 oder D600 fallen die Bedienelemente größer aus, sind besser zu ertasten und haben meist einen deutlicheren Druckpunkt. Darüber hinaus liegen die Tasten an den OM-Ds auch noch dichter beieinander was es schwerer macht die gerade benötigte Taste sofort zu finden und immer wieder dazu führt, dass man die falsche drückt.

Schulter-, Rücken und Konditionsschonend

Nun, konditionsschonend muss man vielleicht nicht nur als Vorteil betrachten, doch der Rücken und die Schultern danken einem ein MFT-System. Wer MFT packt, packt nicht selten zwei Drittel oder drei Viertel weniger Gewicht und Volumen ein als das was bei einer Kleinbild-DSLR zu erwarten wäre.

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Kaum zu glauben, aber der Fotograf trägt eine E-M1, eine E-M5, eine Lumix G1, ein 12–40mm Objektiv, ein 9–18mm Objektiv, ein 100–300mm Objektiv, eine 45mm Festbrennweite, eine 12mm Festbrennweite und eine 20mm Festbrennweite – nebst anderen Dingen die sich in der Fototasche befinden.

Elektronischer Sucher

Nicht jeder mag elektronische Sucher – ich liebe sie. Bereits vor der Aufnahme kann ich mir Histogramm und Belichtungswarnung anzeigen lassen, Änderungen von Zeit oder Blende wirken sich auf die Helligkeit des Sucherbildes aus und nach der Aufnahme wird die Bildrückschau im Sucher angezeigt – das Nehmen der Kamera von den Augen um auf das Display zu schielen entfällt. Sogar Menüs lassen sich über das Sucherbild einstellen.

Natürlich hat es seinen Preis, wenn sich eine Kamera nur via elektronischer Anzeigen bedienen lässt. Der Akku ist schneller geleert als bei einer DSLR mit der man sehr sparsam arbeiten kann wenn man die automatische Bildrückschau auch deaktiviert.

Klappbares Touch-Display

Klappbare Displays habe ich immer geschätzt und bei meinen Nikons immer vermisst – wie oft bin ich auf dem dreckigen Boden herumgerobbt um bei einer interessanten Perspektive noch durch den Sucher schauen zu können. Vor allem das rein nach oben klappbare Display der E-M1 und E-M5 Mark I hat es mir angetan – für das nach außen klappende Display der E-M5 Mark II kann ich mich hingegen noch nicht so begeistern.

Gefallen finde ich auch am Touch-Display. Wer es noch nie versucht hat mag es für Spielerei halten. Doch es hat durchaus seinen Vorteil in manchen Situationen den Fokuspunkt per Fingertip bestimmen zu können und gleichzeitig auszulösen. In den meisten Fällen schappt der AF auch augenblicklich und perfekt sitzend zu.

Schärfentiefe

Das größte Thema in Sachen pro und contra MFT stellt in der Regel die größere Schärfentiefe der kleineren Sensoren dar. ƒ1.4 bei MFT entspricht in Sachen Schärfentiefe ƒ2.8 bei Kleinbild. 1.4 versus 2.8 – das ist natürlich ein deutlicher Unterschied und er ist nicht von der Hand zu weisen.

Freisteller die sich bei einer APS-C-Kamera auch mit Standardobjektiven geringer Lichtstärke gut realisieren lassen sind nicht unbedingt die Stärke von MFT. Wer stark weichgezeichnete Hintergründe wünscht muss bei Zoomobjektiven tiefer in die Tasche greifen oder eine Festbrennweite einsetzen – ein vergleichbares zerfließen der Hintergrundfarben wie es mit lichtstarken Objektiven an Kleinbild möglich ist bleibt einem im selben Ausmaß verschlossen. Selbst das 42,5mm ƒ1.2 Objektiv von Panasonic entspricht nur etwa 2.5 bei 85mm KB und ist damit weit entfernt von dem was ein 85mm ƒ1.4 Kleinbildobjektiv an geringer Schärfentiefe zu Stande bringt.

Geringe Schärfentiefe ist nicht immer besser

Unter den Tisch fällt meist, dass größere Schärfentiefe auch Vorteile haben kann wie zum Beispiel in der Makrofotografie. Ebenfalls profitiert von der größeren Schärfentiefe wer bei Events unter gedämpftem Licht ohne Blitz fotografiert. Das Problem ist bekannt: Fotografiert man mit Offenblende ist die Schärfentiefe so gering, dass bei mehreren Personen die nicht exakt auf einer Ebene von der Linse entfernt stehen oft nur eine scharf auf der Aufnahme landet. Der Spielraum mit MFT ist hier doch größer.

Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass der größere Spielraum einer Kleinbildkamera bei der ISO-Empfindlichkeit den Nachteil wahrscheinlich wieder auszugleichen vermag.

Volle Detailschärfe ab Offenblende

Ein bekanntes Problem ist auch, dass die meisten Objektive bei Offenblende noch nicht die volle Detailschärfe und den maximalen Kontrast erreichen. Selbst bei guten Kleinbildobjektiven ist es oft notwendig um ein oder zwei Blenden abzublenden. Bei meinen Tests von MFT-Objektiven konnte ich dieses Problem nicht feststellen – ein nennenswerter Unterschied zwischen maximaler und verkleinerter Blendenöffnung war mit freiem Auge nicht zu erkennen.

Bokeh

Während Detailschärfe objektiv messbar ist kann die Beurteilung von Bokeh nur subjektiv ausfallen. Mein subjektiver Eindruck ist, dass die Bokehs meiner MFT-Linsen in der Regel sanfter und attraktiver ausfallen als ich das von den meisten Nikon-Objektiven gewohnt bin.

Zugegeben: Ich besaß nur wenige der edlen ƒ1.4 Objektive. Mag sein, dass meine MFT-Linsen im Vergleich dazu alt aussehen würden. Doch neben dem 85mm ƒ1.8 – mein bevorzugtes Porträtobjektiv unter meinen ehemaligen Nikon-Linsen – kann sich das Olympus 45mm ƒ1.8 durchaus sehen lassen und staubt am Ende noch die Auszeichnung für den Preisknüaller ab.

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Mit dem M.Zuiko 75mm ƒ1.8 lässt sich ein wunderbar cremiges Bokeh erzielen.

Auflösung

Wer nach hoher Auflösung sucht, sucht bei Olympus und Panasonic an der falschen Stelle. Für leidenschaftliche Landschafts- und Architekturfotografen sowie alle die häufig große Poster drucken wollen bieten andere Hersteller bessere Apparate an. Bei MFT ist derzeit bei 16 Megapixel Schluss. Bei Nikon sind 24 Megapixel längst Standard, 36 Megapixel auch für Amateure erreichbar und von Canon wurde gerade 50 Megapixel angekündigt.

Wer allerdings megaviel Megapixel will sollte auch megapräzise fotografieren. Andauernd locker aus der Hand nach der Kehrwert-der-Brennweite-Regel zu belichten produziert damit keine detailreicheren Bilder, sondern nur größere Daten die die Festplatten verstopfen und nach Investitionen in neuere Computer schreien. Feinstes Glas ist ebenso angesagt wie öfter mit Stativ und Blitz arbeiten.

Für mich lautet die Frage nicht wie viel Megapixel kann ich bekommen, sondern wie viel Megapixel brauche ich. Schon in Zeiten als ich noch mit der 12-MP-D700 fotografierte behauptete ich immer 18MP sind genug (für mich). Damit lassen sich A3-Ausdrucke bei 300ppi erzielen. Mehr ist für meine üblichen Anforderungen nicht notwendig.

Pixelshift

Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich auch, dass Olympus mit der neuen Pixelshift-Funktion der E-M5 Mark II die Karten neu gemischt hat. Dabei wird der Sensor während der Aufnahme mehrmals so verschoben, dass sich eine Auflösung von 40 Megapixel ergibt. Laut Vergleichen mit einer D800 bei dpreview ist das wieder erwarten keine reine Spielerei sondern erzielt Ergebnisse, die sich mit Nikons-Vollformat-Megapixelmonster durchaus messen können.

16 Megapixel für den Alltag zu nutzen aber 40 zur Verfügung zu haben wenn man sie wirklich einmal braucht ist eine interessante Option, auch wenn das im Moment nur bei unbewegten Motiven und mit Stativ funktioniert. Laut Olympus arbeite man aber schon fleißig daran die Technik so weit zu bringen, dass man sie auch ohne Stativ aus freier Hand einsetzen kann.

Rauschen

Keine Frage ist, dass Rauschen bei MFT schneller Thema wird als bei APS-C oder Kleinbild und ich verstehe, dass es Motive gibt bei denen das kleinste Rauschen stört. Solche Motive kommen auch mir manchmal unter doch in der Regel kann ich mit ein Bisschen Rauschen leben.

Tatsächlich finde ich eine feine Struktur bei vielen Aufnahmen sogar charmant weshalb ich häufig in der Nachbearbeitung digitales Korn hinzufüge. Natürlich ist es umso besser weniger eine Kamera zum Rauschen neigt. Doch bei der Qualität die moderne Kameras heute sogar bei Werten von ISO6400 und darüber noch erreichen kann ich damit leben, dass meine kompakten Begleiter nicht in der vordersten Liga mitspielen.

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Wer hätte in analogen Zeiten geglaubt, dass so eine Aufnahme ohne Stativ aus freier Hand gemacht wurde?

Kontrastumfang

Nikon-Fotografen schätzen Ihre Apparate vor allem auch wegen des hervorragenden Kontrastumfangs der Sensoren. Olympus kann da bei Weitem nicht mithalten. Vergleicht man die OM-Ds jedoch mit dem was bei dxomark.com im Durchschnitt für Canons Kameras an Dynamikumfang angegeben wird stehen die OM-Ds allerdings gar nicht so schlecht da.

Fokussierung

Als Olympus die E-M5 vorstellte hieß es, die Zeiten in denen spiegellose Kameras langsamer fokussierten als DSLRs seien Geschichte. Im normalen fotografischen Alltag möchte ich dem gerne zustimmen und bei den allermeisten Motiven kann ich keinen Unterschied zwischen meinen MFT-Kameras und meinen früheren Nikons feststellen.

Anders sieht es aber aus wenn sich die Motive so schnell bewegen wie Vögel im Flug. Gelang es mir mit meinen Nikons mühelos Dutzende Treffer zu landen wenn ich am Bodensee Möwen bei der Flugshow folgte, produziere ich mit meinen MFTs praktisch nur Fehlschüsse.

Lesern die beabsichtigen häufig Motive zu fotografieren die so schnell unterwegs sind, dass man ihnen mit der Kamera kaum folgen kann würde ich eher zu einer DSLR raten.

Funkstille

Was mich am längsten überlegen ließ ob ich wirklich von Nikon auf Olympus umsteigen soll war der Umstand, dass nur für Canon und Nikon Funk-TTL-Systeme für kabelloses Blitzen zur Verfügung stehen.

Zwar bieten auch Olympus und Panasonic ein System für kabelloses Blitzen das ebenso komfortabel zu benutzen ist wie jenes von Nikon, doch nach meiner Erfahrung reagiert es etwas weniger zuverlässig und Outdoors ist es generell schwierig damit zu arbeiten, im Sonnenlicht geht in der Regel gar nichts mehr.

Bei meinem Nikon-System stand ich wegen der Schwierigkeiten kurz davor mir ein Funksystem von Pocket Wizzard oder Pixelking zuzulegen. Beim Umstieg auf Olympus setzte ich auf die Hoffnung, dass diese mit zunehmendem Erfolg von MFT auch dessen Blitzsystem unterstützen würden – bislang eine vergebliche Hoffnung.

Glücklicherweise fand ich mittlerweile eine Lösung von Aokatec die ich bereits in einem kurzen Bericht beschrieb. Nach mehreren Fotosessions kann ich bestätigen, dass es absolut zuverlässig funktioniert.

Beispiellose Bildstabilisierung

Branchenprimus ist Olympus wenn es um Bildstabilisierung geht. Schon häufiger habe ich Aufnahmen von bis zu einer Sekunde aus freier Hand gemacht und brauchbare Ergebnisse erzielt. Die Aufnahme unten wurde versehentlich mit einer Belichtungszeit von 4 Sekunden aufgenommen – das kleine Versehen demonstriert eindrucksvoll was Olympus’ 5-Achsen-Bildstabilisierung zu leisten in der Lage ist.

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Bei einer Belichtungszeit von 4 (vier!) Sekunden aus freier Hand aufgenommen. Verrauscht aufgrund von ISO1600 und starker Dunkelheit, doch die Verwackelung ist fast schon zu vernachlässigen.

Die OM-D ist meine ideale Kamera

Olympus’ OM-Ds sind für mich die idealen Kameras und ich kann sie jedem nur wärmstens empfehlen. Am Ende hängt die Zufriedenheit mit einem System aber immer mit der Art zu Fotografieren ab und was für mich perfekt sitzt muss bei anderen noch lange nicht passen. Ich habe versucht sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Systems herauszustreichen. Dass das Fazit am Ende positiv ist war klar, denn sonst wäre ich ja kein zufriedener OM-D-Fotograf. Tatsächlich kann man mich sogar durchaus als OM-D-Fan bezeichnen.

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17 Gedanken zu „Zwei Jahre OM-D und MFT“

  1. Hi
    sehr interessanter Artikel gut geschrieben.
    teile zwar nicht alle Ansichten muss man auch nicht,
    bin damals von Canon auf MFT umgestiegen,
    hauptsächlich wegen dem Gewicht und so.
    hatte viele L Objektive habe den Umstieg aber nicht bereut.
    lg.Michail

  2. Entschuldigung, was wiegt den bitte die Gesammtausrüstung im „kaum zu glauben“ Foto? – Ich bin neugierig und am Überlegen ob ich, zumindest teilweise, auf MFT umsteigen will. z.Z. habe ich Leica M eher fehlgekaufte frühe Fujis & immernoch ältere Pentax / Samsung SLRs.
    Danke für die vielen Hinweise auf Nikon. – Eine 7000irgendwas mit nur einem Telezoom ist bei mir auch so halb im Rennen.

    1. Da müsste man jetzt das Gewicht der einzelnen Teile heraussuchen. Jedenfalls kaum die Hälfte einer APS-C oder Vollformatausrüstung oder anders gesagt: Schon vom Volumen her würde kaum ein Fotograf so eine Ausrüstung beim Vollformat mit auf die Wanderung nehmen.

  3. klasse Artikel, habe den eben erst entdeckt.
    ich bin vor ca 5 Jahren von Canon ins MFT-Lager umgestiegen allerdings zu Panasonic, GX1 – GX7 – GX8 sind seit dem nacheinander meins gewesen.

    Der Stabi ist in der OM-D’s natürlich unschlagbar, naja Panasonic war irgendwie mir von der Bedienung lieber und da ich Kinder hab muss es auch ab und an ein Video mal sein und das geht nun mal mit der panasonic besser.

    1. Danke. Das ist auch das Schöne bei MFT: Es gibt zwei kompatible Systeme die beide sehr gut und kompatibel sind. Deshalb ist es auch gut, dass die beiden ganz unterschiedliche Kameras bauen.

  4. In Zeiten des Sony-Hype unter den tatsächlichen oder selbsternannten Foto-Gurus ein wohltuender und schöner Artikel zum MFT-System. Danke!
    Ich nutze Nikon (Vollformat) und Olympus seit ca. 1/2 Jahr parallel (letzteres vor allem auf Kurzreisen und für Street) und finde, dass sich die Systeme mit unterschiedlichen Schwerpunkten wunderbar ergänzen.

  5. Eine sehr interessante und vor allem informative Seite. Ich möchte mich langsam nach „oben arbeiten“ und von der Kompaktkamera auf MFT oder aber auch APS-C umsteigen. Ich schwanke zwischen der Panasonic DMC-GX80 und der Sony Alpha 6000, wobei die Tendenz eher in Richtung GX80 geht. Mit der 4K-Foto Funktion sollte das Problem mit sehr schnellen Motiven zu lösen sein. Ich benötige die Kamera hauptsächlich als Allrounder und da wir im nächsten Jahr mit der Familie einen Ausflug auf auf die Seychellen unternehmen wollen, was man ja nicht alle Jahre macht, wollte ich auch etwas hochwertigere Bilder als sie mir meine Kompaktkamera liefert. Jetzt einmal unabhängig von Hersteller und Typ, was wäre das zukunftsichere Format? Im Bereich APS-C liest man sehr oft, dass sich mit entsprechenden Adaptern auch ältere Objektive verwenden lassen, welche man zu vernüftigen Preisen als gute gebrauchte kaufen kann.

    1. Die GX80 scheint eine tolle Kamera zu sein, die Alpha 6000 sicher nicht minder.
      Adapter mögen sinnvoll sein, wenn man Objektive hat die man weiter nutzen möchte oder aber Freude am Experimentieren hat. Allerdings ist die Frage wie viele der alten Scherben genug Detailschärfe liefern um 16MP oder gar 24MP sinnvoll zu nutzen. Und die wirklich guten alten Linsen sind dann wohl auch nicht so billig. Dann folgen die Fragen: Wie schnell fokussieren die alten Linsen bzw. kennen sie überhaupt Autofokus?
      Der größere APS-C-Sensor hat natürlich Vorteile beim Rauschen und bei der Schärfentiefe.
      Der Vorteil von MFT ist die Transportabilität. Zwar baut Sony besonders kompakte Gehäuse, aber die größeren Sensoren werden immer nach größeren Objektiven verlangen. MFT wird immer der ideale Kompromiss aus Bildqualität und Transportabilität bleiben. Außerdem ist die Linsenauswahl bei MFT um vieles größer als bei Sony.
      Am Ende ist es eine Frage des Geschmacks und der Prioritäten.

  6. Hallo Markus!
    Seit einigen Monaten besitze ich eine E-M10 MKII und war bisher nahezu restlos zurieden. Bis ich auf einen Artikel eines Landschaftsfotografen stiess, in welchem darauf hingewiesen wurde, wie hässlich Lichtquellen im Vergleich zu Spiegelreflex Kameras dargestellt werden. Und leider hat er wirklich recht. Denn statt einer sternförmigen Umgebung von Lichtern/Lampen/Sonne sieht man bei Systemkameras, leider auch bei den OM-Ds, nur matschige Flecken. Sejr unschön, wenn man mal darauf achtet.
    Diesen nicht unwesentlichen Punkt müsste man zu den Negativpunkten noch hinzuzählen.

  7. … ein Beispiel hast Du ja vielleicht direkt gleich hier. Schau Dir doch mal in Originalgrösse das 4Sekunden-Bild und dort die hinteren beiden weissen Lampen an.
    Oder hier der Link zum oben erwähnten Blog-Artikel: http://christianringer.photography/2016/01/08/mft-systemkamera-vs-fx-spiegelreflex/
    Der Mann ist u.a. zwar ein überzeugter Fuji-Mensch, doch ich habe auf meinen Bildern ja sehr ähnliche Effekte. Auch gestern wieder (Berliner Lichtfest). Habs Foto leider gelöscht, sonst hätte ich es Dir geschickt. Allerdings möchte ich bei Gelegenheit mal untersuchen, wie es sich denn mit einer kleinen Blende verhält (was man ja nachts Freihand normalerweise eher nicht einsetzt). Möglicherweise kann dadurch eine schönere Lichtumgebung (Strahlenkranz) auch mit ner OM-D erzeugt werden?

    1. Danke für den Link. Wirklich interessant.
      Ich habe jetzt einmal bei Flickr und 500px recherchiert. Tatsächlich ist bei den Bildern mit den schönsten Sternen kein einziges einer MFT-Kamera dabei. Ansonsten ziehen sich allerdings mehr und weniger schöne Beispiel von MFT bis KB durch.
      Mit Spiegel oder nicht Spiegel kann es wohl kaum etwas zu tun haben – eher mit dem Format. Der Stern-Effekt ist ein Resultat der Lichtbeugung. Die ist bei MFT ausgeprägter, da Blendenöffnungen im Vergleich kleiner sind. Mein Bild beispielsweise wurde mit ƒ22 aufgenommen, was bei KB noch nicht wirklich ein Problem ist, bei MFT hingegen zu deutlich unscharfen Bildern führt. Ob das tatsächlich der Grund ist, ist jetzt aber eine Vermutung.
      Man muss aber vielleicht dazu sagen, dass MFT weder das perfekte Werkzeug für Nachtaufnahmen noch für anspruchsvolle Landschaftsfotografie sind. Würde ich so arbeiten, dass ich zu bestimmten Zeiten zu bestimmten Orten fahre, mein Stativ aufbaue, ein Motiv aufnehme und dann wieder heim fahre, wäre ich bei Kleinbild geblieben.
      Zum Artikel könnte man vielleicht noch ergänzen, dass nicht nur die Nikon Df mehr als das doppelte einer E-M5 kostet, sondern auch das Nikon-Objektiv mit dem verglichen wurde. Allerdings habe ich auch Nikon-Aufnahmen gefunden bei denen deutlich günstigere Objektive zum Einsatz kamen und bei denen die Sterne schöner gezeichnet sind als bei den meisten MFT-Aufnahmen die ich fand.
      Aber wie gesagt: Insgesamt ein interessanter Aspekt. Wenn man auf eine schöne Zeichnung dieser Sterne wert legt sicher zu bedenken.

  8. Markus, ich danke Dir für die ausführliche Antwort.
    Ja, ich finde es auch interessant. Insbesondere, da ich bisher nirgendwo auch nur annähernd etwas darüber gelesen habe, dass nächtliche nahe Lichtquellen mit Mft unvorteilhaft abgebildet werden. Bei weiter entfernten Motiven ist ja alles wunderbar. Also gilt es wohl in Zukunft darauf zu achten, dass keine nahen Spitzlichter aufs Bild gelangen. Tja, alles Gute ist eben nie beisammen. Da ist Oly keine Ausnahme. Einen Ausgleich für den vergleichsweise einen oder anderen Nachteil erhalte ich allerdings jedes Mal, wenn ich beispielsweise ein Objektiv aus meiner Hemd-Brusttasche ziehe 😉 Oder wenn ich das Display ausklappe. Oder wenn ich per Screen-Touch gleichzeitig den Fokus setze wie auslöse. Oder wenn ich mittels lautlosem Verschluss grad mal einen Meter entfernte lebendige Motive unbemerkt auf die Speicherkarte banne 😉

  9. Hallo Markus!
    Erst heute stieß ich auf Deinen interessanten Bericht.
    Ich selbst fotografierte seit 1977/78 gut 30 Jahre lang mit dem Olympus OM-System (Schwerpunkt wiss. Makrofotografie,Natur, Landschaft, Reisen) und war damit sehr zufrieden – insbesondere auch mit den kompakten Abmessungen.
    Dann wurde es Zeit, in die digitale Welt vorzudringen, wobei 2007 Olympus nicht die Technik anbieten konnte, die mich überzeugte. So landete ich erst einmal bei Nikon und startete mit der der D 300. Im Makrobereich mit Balgen und entsprechenden Objektivköpfen war ich nicht zufrieden und kehrte dann mit Erscheinen der OM-D EM-1 zu Olympus zurück. Meine Begeisterung für diese Kamera ist groß, erlaubt sie doch viele Dinge, die eine SLR nicht kann. Jetzt deckt meine Ausrüstung alles ab – von Makro bis zur Reiseausrüstung. In Bezug auf die Objektive gibt es nichts zu kritisieren. Man kann sich mit den äußerst kompakten Modellen ausrüsten, die wenig Gewicht und viel Leistung zeigen (trotz des verbauten Kunststoffes), alternativ stehen inzwischen gigantisch gute Pro-Modelle in Ganzmetallausführung zur Verfügung, sodass Kamera und Objektive unter allen Witterungsbedingen zum Einsatz kommen können. Äußerst innovativ sind die neue Features des Firmware-Updates, womit z. B. Fokus-Stacking oder – Bracketing möglich sind. Welche andere Kamera bietet so etwas.
    Und nun warten wir alle gespannt auf die OM-D EM-1 Mark II – die Ankündigungen sind viel versprechend.

  10. Gute Abend Herr Wäger, ich beglückwünsche sie zu dem Tollen MFT System. Auch ich habe seit rund 3 Jahren das MFT System, neben dem Sony Alpha 7 System. Nun ich möchte mich in die Diskusion um die Sternenbildung bei Lichquellen einklinken, denn einiges ist da nicht korrekt, bzw. kann ich so nicht feststellen. Als erstes, es liegt nicht an den DSLR das es zu dem Phänomen kommt, auch der Sensor ist zweitrangig, es geht um das Glass selber und der Blende. Mit der Alpha 7 und einem Voigtländer 15mm, bekomme ich selbst bei der Sonne bei Tageslicht, unglaubliche Strahlen, es sieht interessant aus, aber auch unnatürlich. Auch die Kombi mit der E-M1 MK2 und dem 7-14mm Glass, erzeugt recht stark diesen Effekt mit Blende 8. Die Linse ist sehr scharf, ähnlich wie das Voigtländer, aber auch bei dem erst ab Blende 8-11. Mit den meisten Zoomobjektiven, wird es schwierig, unabhängig vom System, dieses Phänomen zu erzeugen. Selbst bei den Nikons FF und den Zooms gelang dies nicht mit jedem. Ich wünsche einen schönen Abend und beste Grüsse

      1. Dem vorstehenden Hinweis kann ich mich nur anschließen. Blendensterne entstehen bei weit geschlossener Blende (bei meiner Pentax mit APS-C-Sensor ab Blende 16 aufwärts). Abhängig von der Lamellenanzahl der Blende entstehen entweder Strahlen = Lamellen (6 Lamellen = 6 Strahlen) bei gerader Lamellenanzahl bzw. doppelt so viele Strahlen bei ungerader Lamellenanzahl (7 Lamellen = 14 Strahlen). Außerdem ist die Deutlichkeit der Strahlen sehr von der Form der Lamellen abhängig, Bei abgerundeten Lamellen, die das viel gerühmte Bokeh erzeugen, entstehen eher „matschige“ Strahlen, während bei geraden Lamellen klarere und abgegrenzte Strahlen entstehen. Dies liegt daran, dass an den Kanten, an denen die Lamellen ineinander übergehen, dann Ecken entstehen, in denen die Lichtbrechung die Strahlen erzeugen, die sich dann auch noch auf die gegenüberliegende Seite spiegeln. Daher auch die doppelte Anzahl Strahlen bei ungerader Lamellenzahl.

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