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Tipps für Photoshop CS3-User die mein CS5-Buch lesen

Seit mein Photoshop CS3 Buch vergriffen ist, sind immer wieder Anfragen an mich herangetragen worden, ob es denn nicht noch irgendwo erhältlich sei. Die Antwort ist: nein, und es wird auch nicht mehr aufgelegt, weil sich das nach dem Erscheinen einer neuen Programmversion einfach nicht mehr rechnet.

Ich glaube aber mit gutem Gewissen das neue Buch über Photoshop CS5 auch für alle CS3 und CS4 Anwender empfehlen zu können. Ich glaube auch, dass sich das Buch weiter entwickelt hat und, dass es besser geworden ist als die Vorgänger.

In diesem Screencast von Juli 2009 zeige ich die wesentlichen Unterschiede zwischen CS3 und CS4 die wichtig sind, um die ältere Version auch mit dem Buch zum neueren erlernen zu können. Da es von CS4 auf CS5 keine gravierenden Änderungen mehr gegeben hat, sollte das Tutorial auch Lesern des CS5-Buches helfen, die noch immer mit CS3 arbeiten.

Neu in CS5: Auch Nicht-Profis können wieder freistellen

Adobe scheint in CS4 ja übersehen zu haben, dass auch Leute die keine Photoshopexperten sind gelegentlich haarige Angelegenheiten freistellen wollen. Anders lässt sich für mich nicht erklären, weshalb in CS4 der Filter Extrahieren entfernt wurde. Damit ließen sich auch für Einsteiger und Gelegenheitsphotoshopper Freisteller von Subjekten mit nicht ganz glatter Trennung von Hintergrund erstellen. Einen Ersatz für das Werkzeug konnte ich in CS4 nicht erkennen.

Nun wird der fehlende Ersatz aber nachgereicht und zwar in Form des »Kante verbessern«-Dialogs. Wahrscheinlich war das schon für CS4 geplant, aber das Tool war zu der Zeit wohl noch nicht ganz ausgereift. Nun ist es das.

Um mit der »Kante verbessern«-Funktion arbeiten zu können, muss als erstes eine grobe Auswahl erstellt werden. Bei meinem Beispiel hier ging das mit dem Schnellauswahl-Werkzeug flott von der Hand. Präzise braucht die Auswahl nicht zu sein. Sie wird ja verbessert.

kanteverbessern1.jpg

In der Palette Layers (Ebenen) unten rechts ist zu sehen, dass meine Dokument aus zwei Ebenen besteht, und dass die obere ausgewählt ist. Im Bild ist die Ameisenstraße (Marching Ants) der Auswahl zu erkennen. Ist ein Auswahlwerkzeug aktiv, kann ich über die Werkzeugvorgabenpalette den »Kante verbessern«-Dialog (Refine edges) aufrufen.

Im Dialog Kante verbessern wählt man dann unter »View« • »On Layers« (wird auf deutsch dann wohl »Ansicht« • »Ebenen« oder so heißen). Dann sieht man im Hintergrund im Dokumentfenster bereits das fertige Resultat der Freistellung. Geht wirklich beeindruckend gut und ist ein viel mehr als würdiger Ersatz für den »Extrahieren«-Filter, auch wenn es die Freistellungstechnik über Masken wohl kaum ersetzen wird.

kanteverbessern2.jpg

Mit den restlichen Reglern muss dann etwas experimentiert werden. Mit ein paar Versuchen hat man bei nicht allzu schwierigen Aufgaben schnell einen brauchbaren Freisteller erstellt. Tiefer will ich im Moment auf die Details nicht eingehen (ich will ja auch noch ein Buch über CS5 verkaufen 😉 ) – vielleicht nehme ich bei Gelegenheit ja einmal einen Podcast zum Thema auf.

Das neue »Kante verbessern« scheint jedenfalls eine praxistaugliche und gute Weiterentwicklung des bisherigen Dialogs zu sein, dessen Schieberegler jetzt vielleicht etwas leichter zu verstehen sind, als es bei CS4 der Fall war. Besonders clever: Decontaminate Colors (bin schon auf die Übersetzung gespannt) womit die Farbübergänge zwischen Vorder- und Hintergrund besser ineinander übergehen.

Adobe CS4. Ein lohnenswertes Update.

Ich habe in den vergangenen Monaten oft gehört und gelesen, dass sich das Update auf CS4 nicht lohnen soll, dass sich zu wenig weiter entwickelt hat. Nun kommt es natürlich darauf an, was man mit der Creative Suite – mit Photoshop, Illustrator und InDesign – macht und wie tief man die Möglichkeiten der Programme überhaupt nutzt. Arbeitet jemand eher gelegentlich und/oder mit den oberflächlichen Funktionen, dann sind Updates schon lange nicht mehr notwendig. Photoshop 7 war ein ausgereiftes Programm (Photoshop CS4 = Photoshop 11). InDesign ist seit CS2 relativ ausgereift und diese Version bietet mehr als wohl 90% aller Anwender brauchen. Mit Illustrator konnte ich in der Version 6 schon alles umsetzen, was mir vorschwebte (Illustrator CS4 = Illustrator 14).

Für mich aber bot jedes Update von Photoshop und InDesign neue Funktionen, auf die ich anschließend nicht mehr verzichten wollte – Illustrator ist da eine andere Sache. Und gerade CS4 ist für mich ein Update das besonders interessante Neuerungen bietet:

  • Weiter angeglichene und vereinfachte Benutzeroberfläche;
  • Der Anwendungsrahmen hat sich für mich bestens bewährt;
  • Tabs sind auch nicht zu verachten;
  • Photoshop: Einstellungsebenen als Paletten veränderten für mich den Workflow mit Photoshop generell und das durchaus sinnvoll und effizient;
  • Ich liebe die Art wie sich Pinsel jetzt einstellen lassen;
  • Alle Werkzeuge durch Drücken und Halten einer Taste auch temporär aufrufen zu können erleichtert die Retusche ungemein;
  • Arbeitsfläche drehen ist der Hammer, wenn man mit einem Grafiktablett arbeitet;
  • Die Masken-Palette bietet Möglichkeiten die es zuvor noch nicht gab;
  • Der Dynamikregler aus Adobe Camera Raw war überfällig;
  • Photomerge war in CS3 gut und ist in CS4 der Hammer;
  • Abwedeln und Nachbelichten sind sehr sinnvoll weiter entwickelt worden;
  • InDesign: Preflight hätte immer schon so sein sollen, wie es jetzt ist;
  • Die Palette Verknüpfungen ist sehr deutlich verbessert worden;
  • Endlich sind Querverweise möglich;
  • Die smarten magnetischen Hilfslinien sind Goldwert für alle die Wert auf Achsen und Proportionen bei Erstellung und Platzierung der Layoutelemente legen;
  • Illustrator: Die Aussehen-Palette dürfte die Arbeit mit Illustrator nachhaltig verändern – vor allem Einsteigern werde ich das Programm in meinen Seminaren in Zukunft anders näher bringen;
  • Die Arbeit mit Verläufen hat eine echte Revolution mitgemacht;
  • Das Tropfenpinselwerkzeug hat zwar einen äußerst blöden Namen bekommen, aber für alle die gerne mit einem Grafiktablett illustrieren eröffnet das neue Welten.

Das sind nur die für mich interessantesten Neuerungen. Ich muss zwar allen Recht geben, dass CS4 in Punkto Stabilität nicht wirklich ein Fels in der Brandung ist, aber das ist nach meiner Erfahrung bei Adobe leider schon länger ein Problem. Beim Einen läuft es gut, beim anderen mäßig. Bei mir stürzen alle CS-Programme ab wenn ich sie beende. Auf zwei Rechnern und fast immer. Aber da das eben in erster Linie beim Beenden passiert und ich dadurch nichts verliere, lässt es mich kalt.

Für mich ist die Frage ob sich das Update auf CS4 gelohnt hat keine Frage: Ich möchte es nicht mehr hergeben. Aber wie gesagt: Es kommt sich sicher drauf an wie tief und professionell man die Programme nutzt. Und wer die Erfahrung gemacht hat, dass die Arbeitseffizienz durch ständige Abstürze nicht mehr gewährleistet ist, wird wohl verständlicherweise abwarten.

Adobe könnte man empfehlen die Entwicklung neuer Funktionen einmal hintan zu stellen und, dem Beispiel von Apple und Microsoft mit ihren Betriebssystemen folgend, unter der Haube aufräumen und für mehr Schnelligkeit, Effizienz und Stabilität im Programm zu sorgen. Für ein solches Update würde ich gerne auch einen moderaten Update-Betrag bezahlen, so wie Apple – wenn mich das jetzt richtig im Kopf habe – für das nächste Betriebsystem Update 29$ verlangen will. Etwas mehr darf es von miraus auch noch sein. Aufzuräumen gibt es genug. Leider wird Adobe das wahrscheinlich nicht machen.

Trotzdem: Adobe CS4 bekommt von mir eine Kaufempfehlung. 🙂


Photoshop CS4 – die Workshops für Einsteiger

pscs4

Nachdem offensichtlich schon die ersten Käufer mitten drin sind, mein neues Buch zu Photoshop durchzuarbeiten, habe ich es nun endlich auch in Händen. Es ist kein schlichter Neuaufguss des Photoshop-CS3-Werks, sondern komplett, auf Basis einjähriger, intensiver Kursarbeit damit neu konzipiertes Buch, mit 100% neuen Workshops und komplett überarbeiteten und erweiterten Grundlagenexkursen.

Ich glaube, dass es mir gelungen ist, das Buch zum einen noch verständlicher zu schreiben, und zum anderen aber auch noch weiter in die Tiefe zu gehen. Liebe Leser! Ich bin ganz gespannt auf euer Feedback und machen meine E-Mail-Portale auch für kritische Anmerkungen ganz weit auf. Lasst mich wissen, was ihr von dem Buch haltet.

ISBN: 978-3-8362-1236-6
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