Ein kompakter Überblick über Capture One

Seit Monaten trage ich die Idee mit mir herum einen Screencast zu Capture One aufzunehmen. Doch so einen Workshop vorzubereiten und aufzunehmen bedeutet viel Arbeit und braucht Zeit die ich im Moment nicht frei zur Verfügung habe. Neben zahlreichen Tagesseminaren habe ich ein Buch über Affinity Photo in Vorbereitung – da müssen Projekte die mehr oder weniger non-profit sind hinten anstehen.

Obwohl ich an der Statistik meines Blogs sehe, dass das Interesse an C1 groß ist – ein einziger Capture-One-Beitrag führt beinahe jeden Tag die Liste der Zugriffe auf Themen des Blogs an – blieb es aus beschriebenem Zeitmangen bislang bei der Idee. Ein Tweet von Boris (@bnSonic) Nienke von happyshooting.de über erste Eindrücke zu Phase Ones Digital-Darkroom-Software veranlasste mich nun heute Morgen zu der Entscheidung, mir spontan ein paar Stunden frei zu nehmen und einen improvisierten Workshop aufzunehmen.

So spontan mich die Entscheidung überfallen hat so unvorbereitet bin ich den Workshop angegangen, habe einfach mein Headset eingestöpselt und nach vier Fehlstarts ging es dann frei Schnauze und ohne Plan munter drauf los. Ich hoffe, dass dabei trotzdem etwas raus gekommen ist das euch einen Eindruck von dem Programm zu vermitteln vermag und vielleicht dem Einen oder der Anderen einen guten Einstieg in Capture One und eventuell einen Umstieg von Lightroom ermöglicht.

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9 Gedanken zu „Ein kompakter Überblick über Capture One“

  1. Hallo Markus,

    vielen Dank für den tollen Screencast. Hat mir sehr gut gefallen :-). Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Einblick, wie du mit C1 arbeitest.

    Freu mich übrigens schon auf dein Buch über Affinity Photo. Das wird dann ganz oben auf meiner Wunschliste stehen :-).

    LG
    Christian

  2. Servus Markus,
    ich kann mich meinem Vorredner
    nur anschließen. Gute Umsetzung.
    So spontane Tutorials haben was.
    Das Buch über „affinity photos“ist auf jeden Fall ganz oben auf
    meiner Liste.
    Gruß

  3. Hallo Markus,
    ich habe gestern deine Seite entdeckt und mir dein Übersichtsvideo zu CaptureOne angesehen. Ich habe zwar noch nicht ganz gerafft, ob, bzw. warum ich offenbar für die Bearbeitung einer Datei zwischen den einzelnen Tools im Arbeitsbereich (die Symbole über ‚Bibliothek‘) wechseln muss, weil ich dich andererseits dahingehend verstanden habe, dass man sich seine Werkzeuge individuell zusammenstellen kann – aber deshalb schreibe ich auch gar nicht.
    Ich will nur sagen: Ganz herzlichen Dank für dein Engagement!
    Ich bin dilettierender Amateur, aber mit Aperture in den letzten Jahren m. E. sehr brauchbar zurecht gekommen (damit kann ich das machen, was ich früher in der Dunkelkammer gemacht habe – bzw. hätte machen können, wenn ich dort besser gewesen wäre 😉 ).
    Aber irgendwan in den nächsten, na sagen wir mal: 6 – 18 Monaten, werde ich mir auch einen Aperture-Nachfolger suchen müssen – und da steht man als Amateur ja wohl sehr schnell vor der Alternative Lightroom oder C1.
    Und CaptureOne scheint Aperture ja tatsächlich zu ähneln, bzw. hinsichtlich automatischer Objektivkorrektur oder der manuellen Verzeichnungskorrektur-Möglichkeit sogar mehr zu bieten.
    Vor allem dachte ich, C1 sei nur auf Englisch zu bekommen. Dem ist aber ja bis auf das ‚Window‘ nicht so.
    Wie gesagt: Eigentlich wollte ich mich nur bedanken und natürlich würde ich mich riesig freuen, wenn du neben den beiden bisherigen Videos die Zeit finden würdest, weitere aufzunehmen (ein interessantes Thema wäre übrigens: Richtig schärfen – damit hab ich mich schon viel auseinandergesetzt, es aber trotzdem nie so kapiert, dass ich ein Foto systematisch richtig schärfen kann).
    Matthias Rathje

    1. Hallo Matthias,
      danke für deine freundlichen Worte.
      Ein Wechsel der Register ist an sich nicht notwendig, kann aber der Ordnung dienen. In Aperture gibt es ein Fenster das alle Einstellungen aufnimmt und die untereinander angereiht sind, wobei das nach Grundeinstellungen nur einige sind, wie Belichtung, Weißtabgleich, etc. Weitere können hinzugefügt werden. Haben nicht mehr alle Einstellungen am Bildschirm Platz scrollt man rauf/runter. Es spricht nichts dagegen auch in C1 alle Werkzeuge in ein Register zu hängen, ich finde es aber ganz praktisch sie nach Aufgabe zu gruppieren. So habe ich neben einem Register für die Bibliothek, eines für die Grundeinstellungen (wenn ich neue Bilder sichte und grob einstelle), eines für Beschneiden und geometirsche/optiche Korrekturen (was ich meist in einem zweiten Durchgang mache), eines für die Feineinstellung, eines für Schwarzweiß und so weiter.
      Ich möchte schon noch weitere Videos zu C1 aufnehmen, doch im Moment arbeite ich an einem Buch über Affinity Photo (Photoshop-Alternative) und das hat somit Vorrang.
      Um das Schärfen wird in meinen Augen viel zu viel Aufhebens gemacht und oft wird dabei mehr vermurkst als verbessert – zum Beispiel indem durch Überschärfen Leuchtkanten entstehen – und wenn man moderat vorgeht ist der Gewinn an Schärfe zwar am Bildschirm klar ersichtlich macht aber im Druck keinen Unterschied. Wer Wert auf maximale Schärfe legt sollte eher Wert auf der Auflösung der eigenen Kamera angemessene Objektive und Arbeitsweisen legen als zu viel Zeit in der Nachbearbeitung zu verschwenden.
      Schöne Grüße
      Markus

  4. Oh, danke für die schnelle, ausführliche und (nun auch für mich 😉 ) verständliche Antwort – und beim Schärfen in Aperture mach ich dann wohl auch nicht soviel verkehrt, wenn ich weiterhin mit den Standardeinstellungen der ‚Kanten schärfen‘-Funktion schärfe. Allerdings nehme ich deinen Hinweis jetzt vielleicht wirklich mal zum Anlass, den direkten Vergleich geschärft – ungeschärft zu machen (Ich lasse meine Ausdrucke seit einiger Zeit über das Canon HD-Book machen, das bietet die beste Fotobuch-Druckqualität, die ich kenne – wenn ich mir an dieser Stelle diese kleine (Off-Topic-)Werbung erlauben darf).
    Matthias Rathje

  5. Gratulation die Seite ist wirklich gut gemacht. Ich war ziemlich verwundert einen CaptureOne-Fan zu finden.

    Ich habe mir daher wieder einmal (Version 9) diese Software installiert. Ich hatte C1 schon einige Monate im Einsatz (Vers. 5?), es hat sich leider absolut nichts geändert:

    Hervorragende Software (RAW-Konverter), stark überhöhte Preise (das Verwaltungspaket muss man ja dazurechnen), veraltete Technologie (plugIns, ObjektivKorrekturen?) und dilettantisches Umfeld (u.a. lausiges Handbuch auf English)!

    Die Software wird sofort wieder deinstalliert. Ich denke ich bin ein „normaler“ User. Für jemanden, der sich Hunderte Stunden einarbeiten will, weil er das Tool täglich mehrere Stunden verwendet, hat C1 möglicherweise seine Berechtigung. Aber solche Menschen brauchen keine Blogs im Internet!?

    Ob ich das beurteilen kann?
    Beruflich: Ich bin seit Jahrzehnten als Organisator, Projektmanager und Software-Designer (Portfolio-Management-System) tätig.
    Privat: Ich fotografiere seit 1970 mit Nikon; 3.000 bis 5.000 Bilder pro Jahr.

    Einen Software muss intuitiv bedienbar sein und für Level 2 muss ausreichend (!) Dokumentation (in der Muttersprache) und Lernmaterial vorhanden sein!

    Ich hatte schon etliche Versionen aller gängigen Tools im Einsatz (hat mich viel Geld und Zeit gekostet); KEINES ist perfekt.

    Ich werde daher bis auf weiteres bei meiner Lösung bleiben: ein Lightroom für „niedrige“ Aufgaben (Grundbearbeitung, Katalogisieren, MetaDaten, Export für JPEG, SmugMug und Druck) und plugIns (NIK, DxO usw.) für den Fall dass es besser sein muss.

    Enrico Mauric

    1. Danke für das positive Feedback zu meinem Blog.

      Zu C1: Ich empfehle Laien- und Amateurfotografen meist Lightroom weil das Programm billiger und simpler ist. Mir allerdings fehlt der professionelle Anspruch durch Individualisierbarkeit der Benutzerführung und für Arbeitseffizienz lohnt sich auch ein höherer Preis. Von 100en Stunden Einarbeitungszeit kann nicht die Rede sein. Ich kam relativ spontan damit zurecht. Natürlich bin ich ein erfahrener Anwender aber es ist kein Geheimnis, dass Phase One in erster Linie diese Zielgruppe adressiert und ich hoffe das bleibt auch so.

      Dass sich von Version 5 zu 9 nichts getan hätte kann ich nicht recht nachvollziehen, wobei man sich beim Update von 8 auf 9 tatsächlich fragt ob 99 Euro im Angesicht der überschaubaren Änderungen im Feature-Bereich nicht ein bisschen heftig sind.

      Wieso fehlende Unterstützung durch Plugins »veraltete Technologie« sein soll verstehe ich nicht. Ich kann mit der Plugin-Unterstützung in RAW-Convertern ohnehin nichts anfangen. Ich bearbeite TIFFs generell mit Photoshop oder Affinity Photo und dort bei Bedarf einzelne Ebenen mit Plugins. Außerdem gibt es heute die meisten Plugins als Stand-alone-Variante und die kann ich direkt via Rechtsklick oder Export/Tastaturbefehl aufrufen. Das Fehlen einer Plugin-Schnittstelle ist also eher ein theoretisches als ein praktisches Problem.

      Das »Verwaltungspaket« – sofern ich das überhaupt richtig verstehe – das es früher einmal als eigenständige Software gab ist längst Teil von Capture One Pro und in meinen Augen die bessere Lösung als die von Lightroom. Dazu sei aber gesagt, dass ich von Aperture her komme und C1s Lösung näher an Aperture als an Lightroom ist. Das wird am Ende Gewohnheits- und Geschmacksache sein.

      Objektiv-Korrekturprofile sind auch längst in C1 integriert und leisten einen guten Job.

  6. Das war genau, was ich suchte! (Seit 16/09/24 verfüge ich nun über C1v.9.3.).
    Ganz zu Anfang nicht total systematisch mit thematischen Videos ein Wissen aufbauen helfen, sondern querbeetein zeigen, was da alles zu haben ist. Es hat mir die Frage gelöst, ob ’session‘ oder ‚catalog‘ (catalog!), es hat mir eine Ahnung gegeben, wie man einen eigenen ‚workspace‘ einrichten kann, es zeigte, wie reich die Bearbeitungsmöglichkeiten sind und wie man im Laufe der Zeit mit Tastaturkürzeln schon sehr flink seine Bilder fein tunen kann.
    Vielen Dank!

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