Ein Jammer!

Als ich eben eine Datei aus meinen Datenarchiven raus gesucht habe, wollte es der Zufall, dass ich über ein Schriftmuster einer Schrift stolperte, an der ich vor zehn Jahren gearbeitet habe. Es müssen hunderte Stunden gewesen sein, die ich in die Schrift investiert habe. Der Light Schnitt der Schrift war fertig und fünf weitere Schnitte bis ExtraFett waren in Arbeit. Die Turbulenzen der damaligen Zeit haben dazu geführt, dass ich (fast) alle Daten der Schriftentwicklung verloren haben. Ein einziges Blatt, das ich im Vorübergehen als Schriftmuster rasch gesetzt habe, ist von der vielen Arbeit übrig geblieben.

Nun ja, ganz stimmt das eigentlich nicht. Viel mehr ist übrig geblieben, denn die vielen Stunden in denen ich die Buchstaben erst skizziert, dann mit Bleistift und Lineal auf Millimeterpapier gezeichnet und später in Illustrator optimiert habe, haben deutliche Spuren in meinem Formalen Empfinden hinterlassen. Die Arbeit an der Schrift war die beste Gestaltungsschule, die ich je besucht habe.

Ich habe die Schrift, längst — ich möchte nicht sagen vergessen — als Episode meines Lebens zu den Akten gelegt. Aber als ich heute auf das Muster gestoßen bin und die Resultate wieder einmal sah, da wurde mir schon etwas weh ums Herz, dass die Daten die dazu geführt haben für alle Zeit verloren sind.

Ja, das gemeine k ist hässlich, und das S hat reichlich Potenzial optimiert zu werden. Aber das a hat absolut seinen Reiz, das e ist mir gut gelungen und das g ist ein Traum — ich liebe dieses g. :’)

Nun ja. Die Skizzen liegen allesamt noch hier in einem Karton und das PDF lässt sich bis zum Abwinken hochaufgelöst in Pixel umrechnen. Vielleicht werde ich das Projekt ja eines Tages wieder aufnehmen und die Schrift noch in diesem Leben fertig stellen.

 

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