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Monat: April 2016

Polarisatonsfilter und Farbe

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Mit Polarisationsfiltern lassen sich nicht nur Spiegelungen von Oberflächen entfernen, sondern auch Farben beeinflussen, primär Blau- und Grüntöne. Beim Stöbern in meinem Bildarchiv bin ich eben über diese beiden Bilder gestolpert die schön zeigen was unter Extrembedingungen möglich ist.

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Die Aufnahmen entstanden unmittelbar hintereinander und unterscheiden sich lediglich dadurch, dass der Pol-Filter anders eingestellt war. Nicht nur die Spiegelung von Gebirge und Wolken ist unterschiedlich ausgeprägt, auch das Wasser hat eine komplett andere Farbe.

Zu erwarten sind solche Farbunterschiede vor allem bei ausgeprägtem Schönwetter und es überrascht nicht, dass die Bilder im Hochgebirge entstanden sind – dort ergeben sich entsprechende Lichtsituationen häufiger als in den Niederungen. Beeinflusst werden vor allem Blau- und Grüntöne, Gelb und Rot sind kaum bis gar nicht betroffen. Trotzdem lässt sich der Effekt zum Beispiel auch an schönen und klaren Herbsttagen nutzen um den Kontrast zwischen Herbstfarben und Blau des Himmels zu betonen.

Ich verwende kaum Filter. Ausnahmen sind lediglich Graufilter für Lanzeitbelichtungen und eben Polarisationsfilter. Letzteren habe ich immer dabei. Einen Polfilter muss man haben!

Super Tele: Panasonic/Leica Vario-Elmar 100–400mm

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Panasonic Lumix G Leica DG Vario-Elmar 100–400 mm / F4-6.3 ASPH. / Power O.I.S. (Abbildung: Panasonic)

Ich habe mich bislang nicht unbedingt als großer Freund besonders langer Brennweiten geoutet, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich eher selten da nach Motiven jage wo Brennweite Trumpf sind. Trotzdem gibt es auch für einen Weitwinkel-Fan gelegentlich Situationen in denen ein normales Tele nicht ausreicht. Außerdem hat man als ambitionierter Fotograf irgendwie das Gefühl nicht ganz komplett zu sein wenn sich im Objektivpark nicht auch ein Supertele befindet.

Für MFT-Fotografen sind Brennweitengiganten glücklicherweise etwas preiswerter zu haben wie bei Systemen mit größeren Bildsensoren, schließlich führt der kleine Sensor auch zu etwas, das oft als »Brennweitenverlängerung« bezeichnet wird. Olympus’ 75–300mm ist bereits für knapp unter, Panasonics 100–300mm für knapp über 500 Euro zu haben – am langen Ende des Zooms weisen beide beachtliche 600mm kleinbildäquivalente Brennweite auf.

Ich hatte mich für Panasonics Superzoom entschieden und war von der Abbildungsqualität von Beginn an beeindruckt. Aus Neugier habe ich letzten Herbst auch Olympus’ Supertelezoom getestet, es mit Panasonics 100–300mm verglichen und einen Bericht dazu verfasst. Fazit: Die beiden schenken sich wenig.

Trotzdem, dass ich Panasonics 100–300mm schätze, hatte ich es eher selten im Einsatz, denn gefährliche oder scheue Tiere stehen nicht an vorderster Stelle meines Abschussplans, und für Motive die nicht beissen oder fliehen sind so lange Rohre keine Notwendigkeit.

Im vergangenen Winter wuchs allerdings der Wunsch und die Lust im Frühjahr mit der Kamera auf Vogeljagd zu gehen, was das Panasonic-Superzoom nun vermehrt zum Einsatz brachte Leider machte der vermehrte Einsatz ein Problem augenscheinlich: Der Fokusring läuft zwar weich, er sperrt sich aber ein bisschen dagegen in Bewegung versetzt zu werden – um die Schärfe einzustellen muss immer etwas Reibungswiderstand überwunden werden. Bei Brennweiten ab 200mm KB erschwert das allerdings das Finetuning der Fokussierung. Der Spaß am Fotografieren kann einem durchaus vergehen, wenn dauernd das Motiv von dannen hüpft, während man noch die Fokussierung zu optimieren versucht oder wenn das Gros der Aufnahmen den Schärfepunkt nicht an der richtigen Stelle hat.

Bis Ende 2015 sah es bei MFT mit hochwertigen Superteles noch übel aus, was sich mit 2016 aber ändert. Olympus hat eine 300mm-ƒ4-Pro-Festbrennweite auf den Markt gebracht und Panasonic ein höherwertiges, spritzwassergeschütztes Superzoom mit Leica-Label und einem Brennweitenbereich von 100–400mm.

Nun ist die Begeisterung der Fachpresse für Olympus’ lichtstarkes 300mm Objektiv groß, doch es ist mit einem Preisschilf von 2500 Euro nicht eben ein Schnäppchen. Demgegenüber ist Panasonics 100–400mm-Zoom um 1500 Euro (Amazon-Affiliate-Link) dann doch preiswert.

Seit einigen Tagen habe ich die Möglichkeit Panasonics neues Superzoom zu testen. Ich war gespannt wie sehr sich die 100mm mehr (200mm KB mehr) in der Praxis auswirken. Und, ja: Es wirkt sich absolut aus – mehr als ich erwartet hatte. Es sind die entscheidenden Millimeter die mir bislang fehlten Robin & Co einigermaßen formatfüllend abzulichten.

Neben der längeren Brennweite und der flexibleren Einsetzbarkeit aufgrund des Zooms bietet das Panasonic gegenüber Olympus’ Supertele auch den Vorteil etwas kompakter und leichter zu sein. Spritzwasserfest und staubdicht ist das Pana dennoch und leicht ist die Linse – zumindest nach MFT-Maßstäben – trotzdem nicht. Vielmehr vermittelt es den Eindruck aus solidem Metall gefertigt und für Profis konstruiert worden zu sein. Lediglich die vorschiebbare, fix verbaute Ministrulichtblende auf die sich eine zweite Streulichtblende aufschrauben lässt ohne dabei arretierbar zu sein lässt mich etwas ratlos zurück – allerdings ist das am Ende nur ein Detail.

Nachdem ich das Objektiv nun auf zwei Ausflügen eingesetzt habe bin ich schwer begeistert. Ich würde sagen ich werde gerade vom Supertele-Skeptiker zum Supertele-Fan bekehrt. Endlich gelingt es mir ausreichend nahe an kleine Piepmatze heranzukommen vernünftige Aufnahmen von ihnen zu schießen. Dabei ist die Kompaktheit es MFT-Systems einmal mehr ein riesiger Vorteil: Vergleichbare Brennweite für APS-C oder Kleinbild sind in der Regel mehr als die Hälfte länger und bringen das zwei- bis dreifache Gewicht auf die Waage. Tatsächlich ist das 100–400mm nur unwesentlich länger als beispielsweise Nikons Standardzoom 24–70mm ƒ2.8 und sogar etwas leichter. Entsprechend komfortabel lässt es sich einsetzen.

Beeindruckt hat mich die Bildstabilisierung. Obwohl die In-Body-Stabilisierung von Olympus bekanntermaßen exzellent ist, bevorzuge ich bereits beim 100–300mm Panasonics Stabilisierung im Objektiv. Das ist beim 100–400mm nicht anders. Was sie tatsächlich leistet muss man im Grunde selber sehen um eine Vorstellung davon zu haben. Bei 800mm Kleinbild entsteht eine enorme Hebelwirkung für die geringste Unruhe beim Halten der Kamera – ohne Stativ scheint ruhiges Halten unmöglich. Umso verblüffender wie stabil das Bild im Sucher urplötzlich wird wenn durch halbes Drücken des Auslösers die Bildstabilisierung aktiv wird.

Das 100–400mm ist wirklich ein Objektiv das man mit Freude einsetzt. Und die Freude hört beim Fotografieren nicht auf. Auch die Abbildungsqualität enttäuscht nicht. Das Bokeh ist ebenso wunderbar cremig und die fokussierten Bereiche knackscharf – jedenfalls so lange die ISO-Empfindichkeit nicht zu hoch klettern oder die Verschlusszeit für die Brennweite doch zu lang wird, doch dafür kann das Objektiv nichts. Durch Einsatz eines Einbein- oder gleich eines normalen Stativs ist natürlich noch mehr raus zu holen als aus freier Hand – trotz überzeugender Bildstabilisierung.

Neben der Möglichkeit Fernes ganz nah heran zu holen glänzt das Objektiv auch durch exzellente Freistellungsqualitäten: Fokussiert auf die Naheinstellgrenze von 1,3m ergibt sich bei 400mm und ƒ6.3 ist eine Schärfentiefe von gerade einmal 1,4mm zu erzielen – selbst auf 500m fällt die Schärfentiefe noch nicht unendlich aus (sie beträgt dann 323m).

Aufgrund der für ein Supertele recht geringen Naheinstellgrenze erzielt das 100–400mm einen Abbildungsmaßstab von 1:2 und kann dementsprechend durchaus noch als Makroobjektiv durchgehen – es gibt Objektive die sich Makro auf die Hülle schreiben und das nicht erreichen.

Clevere Details am Rande: Am Objektiv befindet sich ein Schalter mittels dem man von Full–Infinity (1,3m bis unendlich) auf 5m–Infinity (5m bis unendlich) umschalten kann, was die Fokussierung beschleunigen soll. Der Ring für die Stativschelle ist fix montiert, nur der Fuß mit dem das Objektiv montiert wird, wird angeschraubt. Im Ring sind die Schalter für Bildstabilisierung und Full/5m–Infitity integriert – der Ring lässt sich trotzdem leicht drehen, so dass man bequem vom Quer- ins Hochformat wechseln kann.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich meine Objektive einer einfachen Testreihe unterzogen. Für das 100–400mm Tele hat sich herausgestellt, dass es, so wie ein Leser angemerkt hat, am langen Ende der Brennweite bei 400mm tatsächlich nicht sonderlich scharf zeichnet. Weiters habe ich den Eindruck erhalten, dass es im Brennweitenbereich des 100–300mm auch keine besseren Ergebnisse erzielt.

Dies bestätigt für mich, dass das 100–300mm für seinen Preis sehr scharf abbilden kann. Ich persönlich ziehe dennoch das 100–400mm vor. Die Gründe sind:

  1. Die zusätzlichen 100mm scheinen mir von Vorteil auch wenn die Schärfe bei 400mm zu wünschen übrig lässt (allerdings wäre hier noch ein Test interessant, ob bei einer hochinterpollierten 300mm-Aufnahme nicht gleichwertige Resultate zu erzielen wären, den ich bislang nicht gemacht habe).
  2. Die Fokussierung scheint mir vor allem auf große Distanzen deutlich treffsicherer. Mit dem 100–300mm erzielte ich auf große Entfernungen oft Resultate die mir deutlich unschärfer erschienen als sei hätten sein dürfen; als auf kurze Distanz fokussiert. Generell scheint das 100–400mm mit AF deutlich präziser und schneller zu fokussieren als das 100–300mm.
  3. Das 100–300mm stellte für mich ein Problem bei manueller Fokussierung dar, da der Fokusring meist einen Reibungswiderstand bietet der überwunden werden muss um manuell scharfstellen zu können, was das Scharfstellen zum Geduldspiel macht und meist länger dauert als ein Vogel auf einem Platz zu sitzen bereit ist. Fokus- und Zoomring scheinen nach dem was ich im Internet las manchen Besitzern schwergängig, doch sie laufen sauber, weich und ohne Reibungswiderstand.
  4. Die Bildstabilisierung scheint mir (noch) besser (was allerdings ein wirklich subjektiver Eindruck sein kann).
  5. Die Abdichtung des Objektivs macht es möglich auch bei schlechten Witterungsverhältnissen auf den Weg zu gehen.

Nun wird darüber spekuliert, ob Olympus’ 300mm ƒ4 nicht die bessere Wahl ist. Zu seinem deutlich höheren Preis würde ich das annehmen und Olympus behauptet es sei das schärfste Objektiv das sie je gebaut haben. Allerdings ist es voluminöser und schwerer und eben eine Festbrennweite. Es ist ein Objektiv mit dem man ganz anders arbeitet – es ist ein ganz anderes Objektiv. Das 100–400mm Panasonic ist trotz seines immensen Brennweitenumfangs ein Objektiv das man gut auf ausdauernden Fotosafari mitnehmen und mit dem man gut aus freier Hand fotografieren kann. Das Zoom macht es flexibel genug auf unterschiedliche Situationen zu reagieren. Olympus’ 300mm ƒ4 ist eher ein Objektiv für geduldige Fotografen die sich an einem Platz niederlassen und auf ihr Motiv in einer bestimmten Entfernung warten.

Geht es rein um ein Verhältnis von Schärfe zu Preis ist das 100–300mm die deutlich bessere Wahl. Ob die Vorteile des 100–400mm den empfindlichen Mehrpreis rechtfertigen muss jeder für sich entscheiden.

Ein Leser schrieb er überlege mit Panasonics 100–300mm oder 100–400mm ein Olympus 75–300mm ersetzen. Nach meiner Erfahrung die ich in einem Bericht geteilt habe halte ich das nicht für sinnvoll, da sich jedenfalls 100–300mm und 75–300mm in der Praxis nicht viel schenken und auch dxomark.com wertet die beiden Linsen etwa gleich.

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Doppelt hält besser

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Vor drei Wochen etwa musste ich meine OM-D E-M5 zum Service schicken, da sie mir aus der Stativhalterung gerutscht und auf den Boden gefallen ist – Displayschaden. Auch meine Pen-F musste ich einschicken, da ein Problem mit dem SD-Kartenfach vorliegt. Somit habe ich im Moment nur eine Kamera und das macht mir wieder einmal bewusst was für ein Segen es ist drei zu besitzen.

Einer der großen Vorteile des kompakten MFT-Systems ist es, dass man auch noch relativ unbeschwert unterwegs ist, wenn man zwei oder drei Kameras schultert. Gerade jetzt im Frühjahr gehe ich gerne mit einem Supertele in den Wald, möchte aber zwischendurch auch Landschaftsaufnahmen machen können, was eher ein Weitwinkel erfordert. Mit einer Kamera bedeutet das Objektivwechsel, mit zweien lediglich Kamerawechsel.

Zwei Vollformatkameras stundenlang durch die Gegend zu schleppen ist kein Spaß, zwei MFTs hingegen wiegen weniger als eine Vollformat-DSLR mit zwei entsprechenden Wechselobjektiven. Kurze Rechnung:

  • Nikon D610: 850g (inkl. SD-Karte und Akku) + 24–70mm ƒ2.8: 1070g + 70–300mm Telezoom: 745g
    = 2665g.
  • Olympus OM-D E-M5: 425g (inkl. Karte und Akku) + Olympus OM-D E-M1: 497g (inkl) + 12–40mm ƒ2.8: 382g + Lumix 100–300mm Telezoom: 985g
    = 2289g.

Dezenter Vorteil meiner MFT-Ausrüstung: die 300mm des Pana Telezooms entsprechen 600mm auf Kleinbild umgerechnet. Nikon bietet zwar auch ein Supertelezoom mit 200–500mm an, das bringt aber mehr als zwei Kilo auf die Waage.

Dass die Vollformatriesen streng genommen ein Quäntchen bessere Detailqualität und -schärfe abliefern steht außer Frage. Doch so lange man aus freier Hand und nicht mit Stativ oder Blitzen arbeitet bleiben die Unterschiede für die meisten Anwendungen eher akademischer Natur und ich gebe dem praktischen Nutzen des Gewichtsvorteils und Verzichts auf Objektivwechsel ganz klar den Vorzug.

Objektiv für unterwegs: Panasonic Lumix 30mm 2.8 Makro

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Im Frühjahr 2013 habe ich mit der Olympus OM-D E-M5 meine erste MFT- und damit meine erste spiegellose Systemkamera, als Zweitgerät neben meiner DSLR gekauft um einen kompakten Begleiter für unterwegs zu haben. Bald erkannte ich, dass der Qualitätsunterschied zu Aufnahmen meiner Kleinbildkamera praktisch zu vernachlässigen ist, was die Frage aufdrängte, weshalb ich überhaupt noch eine voluminöse und schwere DSLR mit mir durch die Gegend schleppe – immerhin entstehen 90% meiner Aufnahmen unterwegs.

Nicht zuletzt machte mir die Arbeit mit der OM-D auch noch mehr Spaß als ich beim Fotografieren ohnehin schon immer hatte, was ich vor allem dem elektronischem Sucher und exzellentem LiveView zuschreibe. LiveView und elektronischer Sucher und die damit verbundene Möglichkeit den Bereich auf den man fokussiert zu vergrößern, gaben mir erstmals seit ich analog mit Schnittbildmaske scharfstellte wieder Sicherheit beim eigenhändigen Scharfstellen.

Obwohl die E-M5 eine kompakte Kamera und durchaus geeignet ist als tägliche Begleiterin durchzugehen, habe ich ihr später neben der größeren E-M1 auch jeweils ein kompakteres Gerät zur Seite gestellt, um meine Alltagskameratasche möglichst kompakt zu halten: Zunächst die Lumix GM1, danach kurzfristig die Lumix GM5 und dann die Olympus E-PL7 – zuletzt bin ich bei der Pen-F gelandet.

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Kompakte Kameras haben allerdings nur einen Sinn, wenn man auch kompakte Objektive einsetzen kann – kleine Bodys kombiniert mit schwergewichtigen Objektiven sind eher kontraproduktiv! Zoomobjektive haben da in der Regel das Nachsehen, vor allem, wenn nicht nur gute Abbildungsleistungen sondern auch hohe Lichtstärke gefordert ist.

Das einzige Zoom das unter meinem MFT-Objektivschatz als kleiner Begleiter in Frage käme, wäre das Olympus M.Zuiko 9–18mm (in diesem Artikel beschrieben). Es ist recht kompakt und mit dem kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 18–36mm recht flexibel einsetzbar, allerdings nicht unbedingt lichtstark (was sich bei Weitwinkel jedoch einigermaßen verschmerzen lässt).

Bevorzugt habe ich den letzten Jahren jedoch immer Festbrennweiten, wenn es um Begleiter für den Alltag geht. Lange Zeit war das Olympus 12mm ƒ2.0 meine erste Wahl, was den 24mm-Linsen entspricht die ich davor für meine Kleinbildkameras als Universalobjektiv einsetzte. Allerdings ist der breite Bildausschnitt der bei 24mm abgebildet wird sicher nicht Jedermanns Sache – üblicherweise gilt eher 35mm KB und 50mm KB als Universalbrennweite.

Einige Zeit habe ich Olympus 17mm ƒ1.8 als Immer-dabei-Linse eingesetzt – sie ist besonders kompakt –, und sie durchaus lieb gewonnen. Allerdings haben beide – das 12mm 2.0 wie auch das 17mm 1.8 – die Einschränkung, dass sich sehr kleine Motive kaum damit abbilden lassen – das liegt gleichermaßen am weiten Blickwinkel als auch an der Naheinstellgrenze.

Oft hätte ich mir gewünscht näher an Blumen, Käfer und andere Winzigkeiten heranzukommen. Doch dazu braucht es bei Systemkameras – ob mit oder ohne Spiegel – in der Regel ein Makroobjektiv. Zwar besitze ich ein Makro, doch das ist mit einer Brennweite von 60mm (120mm KB) kaum als permanenter Begleiter geeignet, einmal abgesehen davon, dass es auch nicht besonders kompakt ist.

Vor dem Hintergrund all dieser Erfahrungen und Überlegungen war ich umso interessierter als ich Panasonics Lumix G Makro 30mm ƒ2.8 entdeckte, zumal es für einen Straßenpreis von knapp 300 Euro für ein Makro ein echtes Schnäppchen darstellt (Amazon-Affilliate-Link) und in Sachen Abbildungsqualität trotzdem unter den MFT-Objektive sehr weit vorne mitspielen kann (siehe DxO-Bewertung).

Zwar bildet dieses Objektiv mit seiner kleinbildäquivalenten Brennweite von 60mm recht eng ab – mir persönlich ist bereits 50mm als Universalbrennweite zu eng – doch dafür punktet es eben mit der Möglichkeit winzige Motive formatfüllend aufzunehmen.

Obwohl ich in den letzten Wochen nicht wirklich viel Zeit zum Fotografieren unterwegs fand – entweder war das Wetter dagegen oder es fehlte an der Zeit an sich – habe ich seit Anfang Februar mehrere Hundert Aufnahmen damit gemacht, bin von den Resultaten begeistert und lasse mich im Moment von keiner Linse lieber begleiten als vom Lumix G Makro 30mm ƒ2.8.

Die nachfolgenden Bilder zeigen wie breit das Spektrum dessen ist, was sich damit einfangen lässt.

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