11 Trends im Logo-Design

Thu, 30. Sep. 10

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Mashable präsentiert elf Trends in Sachen Web-Logo-Design. Ob man den Artikel ernst nehmen kann? Ich weiß nicht. 1. sind es nicht nur Web-Logos. 2. sind die Logos teilweise schon recht alt, weshalb man nicht von einem Trend sprechen kann. 3. sehe ich nicht, dass da etwas gezeigt wird, was speziell auf Web-Logos zutrifft. 4. Sehe ich in der Sammlung keine stringenten Trends.

Mir scheint Mashaple hat da ein paar Logos zusammengetragen, versucht eine gewisse Ordnung dafür zu finden und daraus einen Artikel gestrickt. Dünne Luft etwas angewärmt ergibt noch keine Substanz. Einen Blick wert ist die Sammlung aber trotzdem für alle die am Logo-Design interessiert sind – einfach weil es eine Logosammlung ist.

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Was kostet ein Logo?

Sun, 16. May. 10

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logoglog.com zeigt zehn bekannte Logos und zeigt was ihre Entwicklung gekostet hat. Besondere Schnäppchen sind dabei die Logos von Nike und Twitter zwischen 10$ und 35$. Noch billiger das Logo von Google: Es scheint demnach 0$ gekostet zu haben. Fleißige Leser des Blogs kennen meine Meinung zum Google-Logo: Geschenkt ist noch zu teuer!

Link: logogblog.com

Found: designyoutrust.com

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Peugeot Logo Re-Design

Sun, 10. Jan. 10




Peugeot hat sich offensichtlich ein Re-Design seines Logos gegönnt.

Das Designtagebuch von Achim Schaffrinna hat sich des Themas bereits angenommen. Ich schätze Achim und sein Designtagebuch sehr. Seine Berichte sind interessant, umfangreich, gut analysiert und in der Regel bin ich auf seiner Linie. Bei Peugeot geht meine Meinung etwas in eine andere Richtung.

Zwar kann man hinterfragen, ob das Re-Design notwendig war, aber eine Verschlechterung ist es nach meiner Ansicht nicht. Dem einen mag die vorherige Variante besser gefallen haben, der andere mag eher die neue Formensprache mögen.

Ich finde der Löwe ist wesentlich dynamischer und moderner geworden. In der alten Variante wirkt der Logo erhaben und mächtig, aber auch statisch. Die alte Form erinnert eher an ein Wappen (und ist ein Wappen nicht etwas antiquiertes?), was das Re-Design eigentlich nicht assoziiert.

Einen mutigen Schritt, aber vielleicht auch einen sinnvollen, hätte es für mich dargestellt, wenn der Löwe gespiegelt worden wäre. Dann würde er nicht mehr gegen unsere konditionierte Dynamik gehen sondern sich mit ihr bewegen.

Was mich aber vielmehr interessiert: Darf der Löwe auf den Fronten der Peugeots endlich seine Badewanne verlassen? Es muss schlimm sein, für ein so königliches Tier in so beengten Verhältnissen zu leben.

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Re-Design by Unnötig

Sun, 10. Jan. 10

Manchmal sieht man tolle Re-Designs. Manchmal werden aber auch grausliche und dilettantische Re-Designs vom Stapel gelassen, wie zum Beispiel hier bei Expedia. Ich meine: Was soll der typografische Rückschritt? E, x, e und a scheinen hier wenig harmonisch nebeneinander zu leben — wirkt fast als wären einzelne Buchstaben aus mindestens drei verschiedenen Schriften zusammengewürfelt.

Und das Logo? Man mag über den typografischen Vorgänger geteilter Meinung sein. Wer comic-hafte, illustrative Logos nicht mag, wird es wohl ablehnen. Aber während das alte Logo doch zumindest professionell gestaltet zu sein scheint, von Jemandem der illustrieren kann und eine Ahnung von Form und Farbe hat, ist das neue Logo doch völlig dilettantisch. Der Verlauf wirkt seltsam, das Flugzeug unförmig und deplatziert und das nicht-ganz-aber-doch-Berühren der Flugzeugspitze am Globus … also ich weiß nicht — mir tut das weh.

Von nett und gekonnt zu kühl und unförmig — irgendwie unnötig. Da konnte wohl jemand gut verkaufen. :\

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Wer braucht ein Logo?

Mon, 14. Apr. 08

Wenn wir davon ausgehen, dass das Erscheinungsbild die Garderobe des Unternehmens ist, dann können wir das Logo mit Fug und Recht als das Gesicht bezeichnen. Kleider machen zwar Leute, aber vor allem im Gesicht spiegelt sich der Charakter einer Persönlichkeit.

Gutes Aussehen hilft, aber es ist nicht das Wichtigste. Es ist der Charakter der zählt. Ein Gesicht sollte Charakter haben. Wir wollen ein Gesicht, das uns von anderen unterscheidet – kein Allerweltsgesicht.

Was beim Gesicht von Vorteil ist ( ;-) ), ist beim Logo ein Muss.

Ein Logo muss sich klar von allen anderen Logos unterscheiden. Ein Logo ohne Eigenständigkeit, ist wie ein Auto ohne Motor: es erfüllt seinen Zweck nicht!

Welchen Zweck erfüllt das Logo?

Es kennzeichnet! Es sagt klar und deutlich: »Hier bin ich. Das ist meine Marke. Das ist mein Produkt. Das ist meine Botschaft.«

Das kann die Bildmarke (Symbol) besser als die Wortmarke (Firmenschriftzug). Das Symbol wird vom Gehirn unmittelbar wahrgenommen und zugeordnet. Der Schriftzug braucht Zeit, um gelesen zu werden.

Ein gutes Symbol braucht keine Sekunde, um im Betrachter etwas auszulösen.

Grundvoraussetzung dafür ist aber, dass das Logo – zumindest innerhalb eines definierten Marktes – unverwechselbar ist.

Der Nachteil des Symbols allerdings ist, dass es sich missdeuten lässt. Eine Wortmarke transportiert einen Namen auch, ohne dass der Betrachter jemals mit dem Unternehmen konfrontiert war. Wer noch nie mit Nike zu tun hatte, weiss auch nicht, dass der Swoosh für ein Unternehmen steht, das Nike heißt.

Und noch etwas kann das Logo: Emotionen transportieren.

Das Logo ist ein Bild. Und das sagt bekanntlich mehr, als tausend Worte.

Einzigartigkeit und spontane Erkennbarkeit sind Basis, für eine funktionierende Marktkommunikation. Wer Geld in Öffentlichkeitsarbeit investiert, sollte auch sicher stellen, dass die Botschaften klar dem Absender zugeteilt werden können. Je höher die visuelle Präsenz auf den Märkten, desto wichtiger ist ein starkes Symbol.

Umgekehrt heisst das natürlich auch: Wer sich am Markt eher leise bewegt, braucht nicht unbedingt ein lautes Logo.

Wer braucht also ein Logo?

  • wer auf seinen Märkten visuell stark in Erscheinung tritt;
  • wer viel in Marketing-Aktionen und Werbung investiert;
  • wer in einem Markt mit dichtem Wettbewerb aktiv ist;
  • und wer auf den Consumer-Markt abzielt.

Und dann noch jene Unternehmen, die über eine so große Belegschaft verfügen, dass ein Indentifikationssymbol zur Stärkung des Wir-Gefühls notwendig ist.

Wer sich nicht zu diesen Gruppen zählt, kann grundsätzlich auf ein Logo verzichten. Und er sollte auch darauf verzichten, wenn das Budget für ein starkes, eigenständiges Logo nicht ausreicht. Ordentliche Drucksorten und sauber gestaltete Werbung verfehlen auch ohne Logo ihre Wirkung nicht. The worste case ist das billige Logo, auf dem selbst gestrickten Briefkopf. Das assoziiert dann im besten Fall eines: Billig.

Ein Arzt, ein Rechtsanwalt, ein Designer oder Architekt, der Friseur und der lokale Bäcker, und viele weitere Unternehmenstypen, die weder massiv in Werbemaßnahmen wie Plakaten, Inseraten, Fernsehspots, etc. in Erscheinung treten, und auch keine Hundertschaft an Mitarbeitern haben – für Sie alle ist das Logo kein muss.

Umgekehrt soll das aber nicht heißen, dass ich Ihnen vom Logo abraten möchte. Denn am Ende geht es auch hier nicht zuletzt auch darum, was einem selbst wichtig ist. Und ein ansprechendes Logo kann auch den Auftritt eines Einzelunternehmers stärken – ebenso wie sein maßgeschneiderter Anzug.

Verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auch noch auf meinen Artikel »Was ist ein gutes Logo?«

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