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Kategorie: Tutorials

Daniel Scott über New Features & Updates in Adobe CC 2020

Posted in Adobe Illustrator, Adobe InDesign, and Adobe Photoshop

Adobe CC 2020 steht seit einigen Tagen zum Download zur Verfügung. Früher habe ich mir nach Upgrades jeweils bei lynda.com angesehen, was es an Neuerungen gibt. Leider kann ich mich mit der Learning-Plattform nicht mehr so recht anfreunden, seit sie von LinkedIn übernommen wurde. Ist aber euch nicht tragisch, denn in den letzten Jahren hat sich in meinen drei Hauptprogrammen – InDesign, Illustrator und Photoshop – ohnehin nicht besonders viel getan, und die paar Peanuts die den Kunden hingeworfen wurde, ließen sich auch über die What’s-New-Seite von Adobe recht schnell verinnerlichen.

Mit Photoshop CC2020 scheint sich Adobe endlich wieder etwas mehr angetan zu haben. Nach meinem ersten Eindruck würde ich meinen, dass es das nennenswerteste Upgrade seit CS6 ist. Ob es daran liegt, dass Adobe mit Affinity Photo ein Hauch von Gegenwind aufkommen sieht, oder ob es eher daran liegt, dass parallel eine Photoshop-Version für das iPad entwickelt wurde, die den Namen Photoshop auch verdient – wer weiß?

Ich war in den letzten Tagen die ich mir erkältungsbedingt im Bett gegönnt habe (zwischen ein paar Kurstagen) etwas auf YouTube unterwegs – ein paar Videos die ich bemerkenswert fand, habe ich vor ein paar Tagen in einem eigenen Artikel geteilt – und bin dabei zufällig auch über Videos des Adobe Certified Instructors Daniel Scott gestolpert, die mir sehr gut gefallen haben, weshalb ich sie hier teilen möchte. Ich finde seine Art sehr sympathisch und er erklärt sehr klar in einem leicht verständlichen Englisch – nicht so schnell, dass man als Nicht-Native-Speaker nicht mitkommt, aber auch nicht so langsam, dass einem beim Zuhören die Socken einschlafen.

Ich werde bei Gelegenheit selbst noch eigenen Videos über die Neuigkeiten in Photoshop und InDesign aufnehmen – als Service für die Leser meiner Bücher, damit sie sehen, was sich in der neuen Version in Vergleich zu jener der letzten Auflage getan hat. Aber vorher muss ich meine Stimme wieder vollständig auf die Reihe kriegen und Aufarbeiten, was in den Tagen in denen ich Blau machte, liegen geblieben ist.

What’s New in Photoshop CC 2020?

What’s New in InDesign CC 2020?

What’s New in Illustrator CC 2020?

Mein HDR-Workflow

Posted in Fotografie

Olympus E-M5 II | M.Zuiko 12–100mm ƒ4.0 | 20mm (40mm KB) | ƒ5.6 | 1/20s | ISO1000 | Belichtungsreihe mit 5 Aufnahmen | HDR mit Aurora HDR | Optische Korrektur mit DxO ViewPoint

Heute erreichte mich eine Mail eines Lesers, der sich für meinen HDR-Workflow interessiert. Da der Aufwand zur Erklärung überschaubar ist, möchte ich ihn kurz in einem Beitrag beschreiben.

Der Leser meinte nebenbei auch, dass er HDR bislang skeptisch sah – verstehe ich – aber, dass ihm meine Bilder gefielen – danke! – und er sich deshalb damit auseinandersetzen wollte. Nebenbei erwähnte er noch, dass HDR auch Geschmacksache sein.

Nun, ja und nein! Jeder Person steht es zu ihren persönlichen persönlichen Geschmack zu pflegen. Darüber steht keiner anderen ein Urteil zu.

Neben dem persönlichen Geschmack gibt es allerdings auch ein kollektives Ästhetikempfinden und objektive Kriterien der Bildgestaltung, technischen Umsetzung und Bildausarbeitung, die sich bewerten lassen. Das Problem von HDR ist, dass in der Zeit, als es am populärsten war, viel zu viel überbearbeitete Bilder zu sehen waren. Zu viel Kontrast, zu viel Sättigung, zu viel Schärfung. Das meiste hätte nicht anders ausgesehen, wenn man anstatt einer Belichtungsreihe bei einer Einzelbelichtung alle Regler zum Anschlag geschoben hätte. Gut gemachte HDR-Bilder waren eher die Ausnahme.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich selbst noch ein bisschen damit zu kämpfen habe, es mit Einstellungen zu übertreiben. Die ersten HDR-Aufnahmen die ich vor einigen Monaten mit Aurora HDR erstellt habe, sind mir mittlerweile schon etwas peinlich. Weniger ist mehr! Doch es wird so langsam.

In meinen Augen ist es falsch gedacht, HDR als Technik zur Verfälschung der natürlichen Wirkung zu sehen. Vielmehr ist es eine alternative Ausdrucksform zur gewöhnlichen Farbfotografie. Wie ich bereits in anderen Artikeln ausgeführt habe, zeigt ein Foto ein Motiv weder so wie wir es wahrnehmen, noch so, wie es tatsächlich ist. Das Bild das sich unsere Wahrnehmung von der Realität macht, basiert auf den beschränkten Wahrnehmungsmöglichkeiten der Augen und ist ein Konstrukt des Gehirns. Die Resultate der Digitalfotografie werden durch die Grenzen der Technik bestimmt, beispielsweise was Dynamikumfang und Farbtiefe angeht.

Natürlich kann eine Aufnahme einer Szene mit einem Motivkontrast von 1:1 Million auf einem Bildschirm mit einem Kontrast von 1:1000 nicht adäquat wiedergegeben werden – ganz egal ob ich ein unbearbeitetes JPEG oder ein HDR aus einer Belichtungsreihe davon habe. Beides sind nur Interpretationen der Wirklichkeit, so wie ein Schwarzweiß eine andere Interpretation wäre.

Kameraeinstellungen

Beginnen wir bei den Einstellungen an der Kamera. Ich nutze für meine HDR-Aufnahmen die Olympus E-M5 II, die E-M1 II und die E-M1X. Für die Belichtungsreihe wähle ich BKT mit 5 Belichtungen und einem Belichtungsunterschied von ±1EV. Ursprünglich habe ich mit 7 Belichtungen gearbeitet, dann aber herausgefunden, dass das zu keinen besseren Ergebnissen als 5 Belichtungen führt.

Damit ich alle Aufnahmen durch einmaliges Drücken des Auslösers machen kann, aktiviere ich den Serienbildmodus. Belichtungsmodus ist Blendenvorwahl (A), in der Regel nutze ich außerdem die ISO-Automatik.

Computer-Workflow

Aurora HDR HDR-Einstellungen

Am Computer öffne ich die fünf Bilder der Belichtungsreihe mit Aurora HDR, üblicherweise indem ich sie in Capture One gemeinsam aktiviere und Mittels Rechtsklicks Öffnen mit • Aurora HDR wähle. Die besten Resultate erzielt man nach meiner Erfahrung, wenn man alle Optionen zur Einstellung der HDR-Erstellung aktiviert.

Neue Ebene mit Luminanzmaske

Die von Skylum mitgelieferten Presets ignoriert man am besten. Die meisten davon erzeugen ein Ergebnis das genau dem entspricht, was HDR den schlechten Ruf eingebracht hat. Ich beginne mittlerweile damit, dass ich gleich einmal eine neue Ebene über das Bild lege und ihr eine Luminanzmaske hinzufügen.

Duplizierte Ebene und Tiefeneinstellungen

Nach dem Erstellen der Luminanzmaske dupliziere ich die Ebene, aktiviere aber gleich wieder die zuerst erstellte und kehre die Maske um (das geht am Mac mit CMD+I). Durch das Umkehren der Maske werden von den Einstellungen die ich auf dieser Ebene dann vornehme, nur die Tiefen betroffen. Meist hebe ich als erste Einstellung die Stärke von HDR Smart Strucure an. Der Rest hängt vom Bild ab, und davon, was mir für ein Aussehen vorschwebt. Meist wird man für die Tiefen Schatten und Schwarztöne anheben. Zeichnung in den Tiefen wird manchmal auch besser sichtbar, wenn man Intel. Tonw. nach rechts verschiebt.

Lichter-Ebene bearbeiten

Nach der Einstellung der Tiefen wende ich mich den Lichtern zu, indem ich die zuvor erstelle Kopie ganz oben aktiviere. Auch hier erhöhe ich Smart Structure, meist etwas zurückhaltender als in den Tiefen. Hier erzielt nach durch verschieben von Intel. Tonw. nach links eine Füllung der Lichter – Überbelichtung lässt sich damit teilweise eliminieren. Allerdings komme ich immer mehr davon weg zu versuchen Überbelichtung gänzlich zu beseitigen. Zu viele er Bilder bei denen ich das gemacht habe, scheinen mir nachträglich etwas zu matschig.

Alles weitere hängt vom Bild und der Intention wo man es hin entwickeln möchte ab. Oft lege ich noch eine Eben ohne Maske darüber, um globale Einstellungen sowohl für Lichter als auch Tiefen einzustellen.

Optische Korrekturen mit DxO ViewPoint

Interessanterweise fehlen den Aufnahmen in Aurora HDR oft die optischen Korrekturen. Vor allem Weitwinkelaufnahmen sind oft drastisch verzeichnet und zeigen deutliche Vignettierung in den Ecken. Das korrigiere ich anschließend mit DxO ViewPoint.

Neu in Affinity Photo 1.7

Posted in Affinity Photo

Es ist schon ein paar Wochen her, dass Serif die Version 1.7 von Affinity Photo herausgebracht hat. Anders als bei 1.6 und noch viel mehr 1.5 sind die Neuerungen diesmal ziemlich überschaubar und dürften vor allem die Performance unter der Haube betreffen. Serif hat auf einer Seite ihrer Website eine Aufstellung der 10 wichtigsten Neuerungen veröffentlicht. Die für das Gros der Anwender wohl – neben Performance-Boosts – wohl relevanten Neuerungen sind:

1. Neu gestaltete HSL-Anpassungsebene

Die HSL-Anpassungsebene wurde sehr clever neu gestaltet. Der Farbton wird nun nicht mehr wie zuvor (und wie in Photoshop) als Linie sondern als Farbrad dargestellt. Die Farbbereiche werden nicht mehr über ein Auswahlmenü, sondern mittels Schaltern in der jeweiligen Grundfarbe aktiviert. Der gewählte Farbbereich ist daraufhin übersichtlich im Kreis markiert.

Serif listet auch Überarbeitungen bei Selektiver Farbkorrektur, Weißabgleich und Lebendigkeit, allerdings muss man wohl mit der Lupe suchen, was sich da geändert hat – die Weißabgleich-Pipette ist nach wie vor unbrauchbar, da sie die Magenta-Grün-Achse nicht erfasst.

2. Protokoll mit »Zurück in die Zukunft«

Interessantes tut sich im Protokoll-Bedienfeld. Macht man Schritte rückgängig und führt neue Arbeitsschritte ein, erscheint rechts am Schritt auf den man zurücksetzte ein Abzweigen-Symbol. Klickt man darauf, werden alle nachfolgenden Schritte wieder hergestellt. Damit vergrößert Affinity Photo den Vorsprung in diesem Bereich gegenüber Photoshop (Affinity Photo kann das Protokoll speichern, Photoshop nicht) noch einmal immens.

3. Und außerdem

  • Die RAW-Engine soll verbessert worden sein. Befriedigend finde ich APs RAW-Entwicklung allerdings noch immer nicht. Der Schatten-Regler ist nach wie vor weitgehend wirkungslos.
  • Neuerungen bei Pinseln, die für Illustratoren interessant sein mögen.
  • Neue Filter.
  • Verbesserungen bei Makro.
  • Das Zuschneiden-Werkzeug erlaubt jetzt endlich Breite, Höhe und Auflösung vorzugeben.
  • Ein neues Assets-Bedienfeld, in das sich aber keine herkömmlichen Format wie JPEG, TIFF, AI und auch nicht das Affinity-Photo-Eigenformat importieren lässt.
  • Neue Möglichkeiten Ebenen im Ebenen-Bedienfeld zu organisieren.

Wie gesagt: Die Neuerungen sind im Vergleich zu früheren Updates überschaubar. Allerdings ist das nicht weiter ungewöhnlich – größere Neuerungen bieten auch anderer Hersteller bei kostenlosen Updates selten. Diese kommen meist erst mit kostenpflichtigen Upgrades. Ich vermute, die Weiterentwicklung von Affinity Photo hat in den letzten Monaten auch etwas unter der Entwicklung von Affinity Publisher gelitten. Ich wünschte ich hätte die Zeit mich auch damit zu befassen, doch im Moment hat mein kommendes Buch »Das ABC der Gestaltung« Vorrang.

InDesign CC: Einstellungen zurücksetzen und Voreinstellungen

Posted in Adobe InDesign

Es gibt bereits eine ganze Serie an Tutorials zu InDesign von mir. Diese sind zwar überwiegend nach wie vor aktuell, dennoch starte ich hiermit eine neue Serie über das Layout-Programm, bei der ich einige Tutorials aus meinen Workshop-Buch über InDesign – »Adobe InDesign CC – Schritt für Schritt zum perfekten Layout (Links: Verlag | Amazon-Affiliate) – heranziehe und vorführe.