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Schlagwort: Rauschen

Bildentwicklung, Abbildungsqualität und Bildgestaltung und ein Ausflug mit Nikon Z5 und Olympus E-M1

Posted in Erfahrungsberichte

Ich berichte in meinen Artikeln und Videos über die Erfahrungen, die ich mit den verschiedenen Kameras mache, immer auch davon, was mir bei der praktischen Anwendung der verschiedenen Modelle auffällt, positiv wie negativ. Ich teste nicht gezielt, aber wenn ich eine bestimmte Eigenschaft besonders hilfreich oder störend finde, dann werden das Andere vielleicht auch so empfinden, und deshalb finde ich es Wert es zu teilen. Ich wenn mir ein Modell einmal gar nicht gefällt, kann es für euch die perfekte Kamera sein. Dinge die mich stören, kann für euch genau das sein, was ihr braucht. Ich kann nur wiederholen: Andere Fotografen fotografieren andernorts, andere Motive auf andere Art, wie ich. Alles subjektiv! Weiterlesen

Welche Kamera ist die richtige?

Posted in Fotografie

Besucher die regelmäßig vorbei schauen, wissen, dass die Frage dieser Überschrift ein Thema spiegelt das mich häufig beschäftigt. Die Antwort lautet: Es kommt drauf an!

Die richtige Kamera für jeden gibt es nicht! Und was es wohl auch nicht mehr gibt sind schlechte Kameras. Jedenfalls nicht bei den verbreiteten Systemkameras und nicht bei den gängigen Marken (was sich unter diversen Namen bei manchen Discountern an Kompaktkameras mit fix verbauten Linsen tummelt mag ein anderes Thema sein).

Doch wenn es eh keine schlechten Kameras gibt und alle Modelle iO sind, weshalb schreibe ich immer wieder darüber und rücke z.B. die Vorzüge von MFT in den Mittelpunkt?

Wer hier öfters mitliest kennt auch diese Antwort: Weil ich einen viel zu breiten Mainstream sehe, der nach wie vor der Meinung anhängt, alles andere als Vollformat und Spiegelreflex wäre bestenfalls zweite Wahl.

Richtig ist, dass noch immer die meisten Berufsfotografen mit Vollformat und Spiegelreflex arbeiten. Daran ist nichts verkehrt.

Richtig ist aber auch, dass das vor allem Tradition hat. Die meisten lernten mit DSLR und investierten irgendwann in ein DSLR-System. Als 2008 die ersten spiegellosen Systemkameras auf den Markt kamen waren sie nichts weiter als eine interessante Alternative als Zweitkamera. Die Systeme waren zwar klein und Kompaktkameras überlegen, doch sowohl bei Ausstattung als auch bei Funktion und Qualität zu weit von Spiegelreflex entfernt, um professionellen Ansprüchen gerecht zu werden.

Seither hat sich viel getan und spätestens mit Modellen der X-Serie von Fuji, der NEX7 und NEX6 von Sony, der GH4 von Panasonic und den OM-D-Modellen von Olympus finden spiegellose Modelle auch bei Berufsfotografen professionellen Einsatz. Qualitative Unterschiede durch die verschiedenen Sensorformate und bei den verschiedenen Marken gibt es, das ist keine Frage. Doch ist das Niveau insgesamt so hoch, dass endloses Herumkauen auf Differenzen die oft nur mehr im Labor messbar sind, absurd ist.

Kein Mensch sieht einer Aufnahme an ob sie mit der teuersten Vollformat- oder einer Einsteigersystemkamera gemacht wurde – jedenfalls nicht, solange man bei ISO-Einstellungen keine extremen Grenzwerte überschreitet und keine detailreichen Aufnahmen deutlich über A3 ausdruckt. Was man Aufnahmen da schon eher ansieht, ist das Können der Leute die die Kameras bedienen, also ob der Fotograf sein Handwerk versteht oder nicht. Für viele Amateure wäre eine Investition in die eigenen Skills lohnender als in teurere Systeme – am besten eine Investition von Zeit in Praxis.

Beim Entwicklungsstand aktueller Kamerasysteme wird die Frage nach der besten Abbildungsqualität zum sekundären Thema. Viel wichtiger ist, wie mir ein Apparat liegt und ob ich die Funktionen vorfinde die ich für meine Arbeit brauche. Ein paar Beispiele und Überlegungen:

  • Wenn ich beabsichtige Landschaft und Architektur mit dem erforderlichen Aufwand (Stativ, Spiegelvorauslösung, Fernauslöser) zu fotografieren und in Formaten über A3 zu drucken, dann kann eine Investition in eine Vollformatkamera mit großem Kontrastumfang und Auflösung von 36MP und mehr durchaus sinnvoll sein. Ob mit oder ohne Spiegel ist persönliche Geschmacksache. (Nebenbei bemerkt: Höchste Ansprüche erfüllt man in dieser Disziplin wohl mit Mittelformat, was allerdings eine Frage des Budgets ist.)
  • Wenn ich an Porträts denke die ich in erster Linie im Studio und an mit dem Auto gut erreichbaren Locations aufnehme, oder Assistenten als Sherpas für schweres Equipment habe, dann haben voluminöse Bodys wie sie Vollformat- und bzw. oder Spiegelreflexkameras zu Eigen sind, durchaus ihre Berechtigung. Der Sinn von Auflösungen jenseits der 20MP erschließt sich mir hier hingegen kaum (höchstens man ist von einem gewissen Schärfefetischismus jenseits jeder praktischen Überlegung getrieben, woran ja auch nichts verwerflich ist).
  • Wenn ich an Astrofotografie interessiert bin, hat Nikon mit der D810A eine Kamera im Angebot die sich speziell an diese Zielgruppe richtet.
  • Wenn ich mich von Wind, Regen und Schnee nicht abhalten lasse und bei jedem Wetter auf die fotografische Pirsch gehen möchte, sollte das System gut gegen Feuchtigkeit geschützt sein. Entsprechende Modelle dürfte es bei allen Anbietern geben. Allerdings genügt es nicht eine dichte Kamera zu haben, auch die Objektive müssen gleichermaßen abgedichtet sein.
  • Wenn ich unter Wasser fotografieren möchte, muss ich vor einem Kauf sicherstellen, dass die Kamera entsprechende Features aufweist und beispielsweise Gehäuse für den Tauchgang verfügbar sind.
  • Wer Makrofotografie im Sinn hat, wird ein Klappdisplay zu schätzen wissen.
  • Wer auf Hochzeiten fotografiert, wird eine leise Kamera ebenso schätzen, wie jeder, der an Street Photography interessiert ist – letzteren ist noch an unauffälligen Kameras gelegen.
  • Wer viel unterwegs ist, wird wohl auf Dauer weniger Freude an einem großen und schweren Spiegelreflexsystem, als an einer kompakten Systemkamera haben.
  • Wer gerne Sport fotografiert, braucht eine Kamera die rasch und präzise fokussiert, und dürfte bislang mit einer Spiegelreflex-a besser bedient sein als mit einer spiegellosen Kamera (die neue Sony A6300 soll diesen Unterschied pulverisieren, doch bevor ich das nicht selbst getestet habe, bleibe ich skeptisch). Weiters garantiert eine Kamera, bei der extremes Anheben der ISO-Empfindlichkeit sehr kurze Verschlusszeiten erlaubt ohne Details durch Rauschen zermatschen zu lassen, exzellente Resultate.
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    3.8. Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit

    Posted in Kreativ fotografieren

    Fotoschule onLine - Kreative Digitalfotografie verständlich erklärt

    Ziehen wir zum Einstieg in die praktischen Einstellungen zur Belichtung einmal ein Zwischenfazit. Wir haben bereits Eingangs ­definiert, dass die wesentlichen Faktoren der Belichtung das vorhandene Umgebungslicht, die Blendenöffnung, die Empfindlichkeit des Bildsensors und die Belichtungszeit sind.

    Das Umgebungslicht ist ein Faktor, der sich oft nicht aus­reichend kontrollieren lässt, so lange man die Lichtsituation nicht mit Blitzen beeinflussen oder zu einem anderen Zeitpunkt an den Ort zurück­kehren möchte.

    Nutzen wir die Blende um nach dem System der ›Vier Schritte‹ die Schärfentiefe kreativ zu beeinflussen, können wir die Blendenöffnung nicht mehr nutzen, um auf die Intensität des Umgebungslichts zu reagieren. Es bleiben dem Fotografen also zwei Stellschrauben, um eine optimale Belichtung zu erzielen: Die ISO-Empfindlichkeit und die Dauer der Belichtung. Beides unterliegt Einschränkungen. So lässt sich die Belichtungszeit nicht beliebig ausdehnen, so lange man aus freier Hand, und nicht mit einem ­Stativ fotografieren möchte. Sie sollte kürzer sein als der Kehrwert der Blende. Bleibt im Moment die ISO-Empfindlichkeit.

    ISO-Empfindlichkeit des Bildsensors

    Als wir uns zuerst über die Blende unterhalten haben, habe ich Ihnen die bekannte ›Wasserglas-Metapher‹ vorgestellt und anschließend meine Variation davon, die ›Regen und Trichter‹-Metapher, erklärt. Die Wasserglas-Metapher erklärt den Zusammenhang zwischen Blendenöffnung und Belichtungszeit. Die Regen und Trichter Metapher bringt Zeit und Blendenöffnung in Verbindung mit dem Umgebungslicht. Was uns nun als vierte ­Dimension zu Licht, Blende und Zeit als Stellschraube noch fehlt, ist die ISO-Empfindlichkeit.

    Als flexible Variable ist die ISO-Empfindlichkeit noch relativ jung. In der analogen Fotografie lässt sich die ISO-Empfindlichkeit ­lediglich ändern, indem man den Film wechselt. Erst die Einführung von Bildsensoren als Aufnahmemedium macht es möglich, den ISO-Wert durch eine Einstellung der Kamera zu ändern.

    Zu Beginn der Digitalfotografie war der erreichbare Spielraum noch gering. Ausgehend von einem Basiswert von ISO100, bei dem die meisten Digitalkameras eine optimale Abbildungsleistung er­reichen, stieg das so genannte Bildrauschen durch Anheben der Empfindlichkeit sprunghaft an. Werte ab und jenseits von ISO800 führten auch bei hochwertigen Kameras zu absolut inakzeptablen Störungen in den Aufnahmen. Deshalb musste es heißen: Die ISO-Empfindlichkeit sollte so gering wie möglich eingestellt werden.

    Mittlerweile geben sich Kameras mit mittleren und großen Bildsensoren bereits bis in den Bereich von ISO800 und darüber hinaus kaum mehr Schwächen im Rauschverhalten, und sogar Kompaktkameras liefern bei ISO 800 durchaus akzeptable Resultate.

    Um zu illustrieren, was die ISO-Empfindlichkeit ist, habe ich noch einmal eine Metapher mit Wasserglas und Regen heran gezogen. Allerdings lasse ich den Trichter als Stellvertreter für die Blendenöffnung weg.

    Viel Umgebungslicht | Bei dichtem Regen kann ich auch mit ­einem Glas mit schmalem Durchmesser in kurzer Zeit genug Wasser ­sammeln, um es rasch zu füllen. Genau so kann ich bei ausreichendem Umgebungslicht mein Sammelbecken (der Bildsensor) rasch bis zur optimalen Belichtung füllen.

    Viel Licht Viel Regen. Das Glas füllt sich trotz geringer Aufnahmefähigkeit (schmaler Form) rasch.

    Ist die Niederschlagsmenge hingegen gering, dauert es viel länger, bis das Glas mit einem kleinen Durchmesser ausreichend voll ist.

    Wenig Licht Bei geringem Regen dauert es natürlich länger das Glas voll zu bekommen.

    Genau so dauert es bei geringem Umgebungslicht ­länger, bis der Sensor mit genug Licht für eine ausreichende Belichtung ­gefüllt ist.
    Nun kann man aber durch Erhöhung der Empfindlichkeit die Fähigkeit des Sensors erhöhen Licht auszubeuten. Das ist etwa so, als würde man den Durchmesser des Wasserglases erhöhen und gleichzeitig die Höhe reduzieren. Das Volumen bleibt identisch, aber der Regen sammelt sich schneller, und das Glas ist schneller voll.

    Wenig Licht mehr ISO Erweitert man die Aufnahmefähigkeit des Glases – in der Metapher, indem man den Durchmesser bei gleichbleibendem Volumen erweitert – kommt man ebenfalls wieder rasch zur gewünschten Füllmenge.

    Sensorformat, Lichtausbeute und Rauschverhalten | Das Problem dabei: Je mehr man die Lichtausbeute des Bildsensors unter Strom stellt, um auch bei schwachem Umgebungslicht kurze Belichtungszeiten zu erreichen, desto mehr entstehen ­Störungen, die sich im Bild als Rauschen bemerkbar machen – man spricht vom Bildrauschen.

    Größere Bildsensoren, wie Sie in System- und Spiegelreflexkameras in der Regel verbaut werden, haben bei gleich viel lichtempfindlichen Punkten (Sensorpixel) eine größere Fläche pro Pixel zur Verfügung. Sie können Licht effizienter einsammeln und liegen nicht so dicht neben ihren Nachbarn. Sie stören sich dadurch von Grund auf weniger gegenseitig was zu weniger Rauschen führt. Vereinfacht ausgedrückt.

    Ein Pixel auf einem Bildsensor mit 12 Millionen Pixeln (12 Megapixel) auf einem Kleinbild-Sensor, im ­Format 36×24 mm, ist um ein vielfaches größer als ein Pixel auf einem Minisensor, im Format 7,3×5,7 mm, in einer Kompaktkamera mit 12 Megapixel. Das heißt auch, je größer der Sensor, desto größer die Sensorpixel, desto besser die Lichtausbeute und desto geringer das Bildrauschen.

    Bildrauschen

    Als Rauschen bezeichnet man eine körnige Struktur aus helleren und dunkleren Pixeln in Digitalbildern. Minimales Rauschen wird jedes Digitalbild aufweisen. Man kann es unter guten Bedingungen für die Belichtung allerdings so gering halten, dass es nicht zu erkennen ist. Wie stark eine Kamera dazu neigt unter bestimmten Bedingungen Rauschen zu produzieren, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

    Sensorformat | Zum Ersten, wie eben erwähnt, von der Größe des Sensors. Je kleiner der Bildsensor, desto anfälliger ist er für Bild­rauschen.

    Belichtungszeit | Zum Zweiten von der Belichtungszeit: Je länger belichtet wird, desto mehr Rauschen entsteht. Das liegt vor allem daran, dass sich die Sensoren bei der Belichtung erhitzen und mehr Wärmet mehr Störungen produzier.

    Helligkeit | Drittens zeigt sich das Rauschen vor allem in dunklen Bildbereichen und Schatten. Das heißt, bei Motiven mit großen und sehr dunklen Bereichen wird das Rauschen eher zum Problem als bei so genannten High-key-Bildern.

    Qualität des Bildsensors | Last but not least: Die Qualität des ­Sensors. Hochwertigere (und leider auch teurere) Kameras be­inhalten bessere Sensoren und sollten weniger zum Rauschen neigen.

    Rauschen im Bild |Die letzten Abbildungen unten zeigen eine Aufnahme, die mit einer Kompaktkamera bei ISO800 aufgenommen worden ist und einen vergrößerten Ausschnitt daraus. Ich persönlich finde, dass Rauschen manchen Bildern durchaus ­einen intimen Charme verleihen kann. Umso mehr, wenn die Bilder schwarzweiß entwickelt werden.

    Bild
    Diese Aufnahme zeigt, dass moderne Kompaktkameras heute in der Lage sind auch bei ISO800 noch gute Fotos zu produzieren.
    Bildrauschen In der Vergrößerung ist das Rauschen allerdings deutlich zu erkennen. Neben der körnigen Struktur als die Rauschen zu sehen ist, hat es auch die negative Auswirkung Schärfe zu reduzieren.
    Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
    »Die kreative Fotoschule – Fotografieren lernen mit Markus Wäger«
    Rheinwerk-Verlag 2015, 437 Seiten, gebunden, komplett in Farbe
    ISBN 978-3-8362-3465-8
    Buch: 29,90; E-Book: 24,90
    Weitere Informationen und Demokapitel auf der Website des Verlags;
    Affilate-Link zum Buch bei Amazon.

    1.5. Formatfaktor

    Posted in Kreativ fotografieren

    Fotoschule onLine - Kreative Digitalfotografie verständlich erklärt

    Die Sache mit den Brennweiten könnte so einfach sein, wären da nicht die verschiedenen Sensorformate. Bildsensoren werden in unterschiedlichen Größen produziert und die Größe des Sensors beeinflusst den Blickwinkel (und natürlich den Preis). Das Problem ist also, dass eine bestimmte Brennweite vor einem bestimmten Sensorformat einen bestimmten Blickwinkel erzeugt, vor einem anderen Sensorformat jedoch einen anderen.

    D7000_sensor_unit_1_rgb.jpg
    Die Bildsensor-Einheit einer Nikon D7000 (Bild: © Nikon GmbH)

    Die Abbildung unten zeigt einen Auszug an Formaten, die heute bei Digitalkameras üblich sind.

    Sensorformate.jpg Ein paar Beispiele von Sensorformaten zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse: Hassselblad Mittelformatkamera, Leica S2 Spiegelrelfex-Systemkamera, Kleinbild, DX (Nikon, Sony, Pentax), Four Thirds (Olympus und Panasonic) und exemplarisch das Format der Komapaktkameras G12 und S95 von Canon.

    Kleinbildformat | In den Tagen der analogen Fotografie (dem Fotografieren mit Film) hatte sich zuletzt das Kleinbildformat für die meisten Kameras durchgesetzt. Filme im Format von 36×24mm passten sowohl in Kompaktkameras, Sucherkameras und Spiegelreflexkameras. Lediglich im professionellen High-End-Bereich waren Mittel- und Großformat mit größeren Filmformaten ›State of the Art‹.

    Sensia100.jpg Analoger Film ist noch immer von Herstellern wie Fujifilm beziehbar (Bild: © Fujifilm Europe GmbH)

    In den 1990er Jahren verhalf Canon mit seiner Ixus dem etwas bequemeren, aber relativ kleinen APS-Format, zu einem kurzfristigen Durchbruch. Doch das Gros der Aufnahmen wurde wie gesagt auf 36×24mm gebannt.

    Als Digitalfotografie zum Thema wurde und erste digitale Kameras auf den Markt kamen, wurden Bildsensoren verbaut die deutlich kleiner waren als die 36×24mm Filme der analogen Kleinbildkameras. Der Grund war vor allem, dass größere Sensoren ungleich teurer zu produzieren waren als kleinere. Deshalb werden in Kompaktkameras bis heute sehr kleine Sensoren verbaut und nur in professionellen Spitzenmodellen sind Sensoren im Kleinbildformat zu finden (in analogen Zeiten war das Abbildungsformat des Films für Kompakt und Spiegelreflex eben identisch).

    Mittelformat | Es gibt heute digitale Mittelformatkameras die größere Sensoren nutzen als das Kleinbildformat. Bekannte Hersteller solcher Geräte sind Hasselblad, PhaseOne oder Sinar. Im letzten Jahr ließ Pentax mit einer Mittelformat-Kamera aufhorchen, die als Preisbrecher gehandelt wird. Außerdem sorgte in jüngster Vergangenheit auch die deutsche Edel-Kameraschmiede Leica mit einem Kamerasystem für Interesse, das im Grunde eine Spiegelreflexkamera ist, aber einen größeren Sensor als Kleinbild nutzt.

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    Mittelformatkameras, wie dieses Modell von Pentax, nutzen deutlich größere Sensorformate, als das Kleinbildformat (Bild: © Pentax Imaging Systems GmbH)

    Sensorformat und seine Auswirkungen Weiterlesen