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Schlagwort: Objektiv

Objektiv betrachtet: Olympus M.Zuiko 8–25mm ƒ4 Pro

Posted in Erfahrungsberichte

In diesem Video zeige ich Bilder, die während eines Tests des Olympus M.Zuiko 8–25mm ƒ4 Pro entstanden sind, und beschreibe, was ich von dem Weitwinkelzoom halte.

Links

Olympus M.Zuiko 8–25mm ƒ4

Olympus OM-D E-M1 III

Olympus M.Zuiko 7–14mm ƒ2.8 Pro

Olympus M.Zuiko 12–100mm ƒ4 Pro

Olympus M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 Pro

Olympus M.Zuiko 9–18mm

Olympus

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Kreativ fotografieren 5: Grundlagen | Detailschärfe und Bokeh

Posted in Kreativ fotografieren

In der fünften Episode meiner kreativen Fotoschule geht es um Detailschärfe und Bokeh. Die Schärfe eines Fotos ist Resultat verschiedener Faktoren: Optische Qualität des Objektivs, Blendeneinstellung und Brennweite bei einem Zoomobjektiv, Sensorauflösung, Sensorformat und Pixeldichte, ISO-Empfindlichkeit und Bildrauschen, sowie Verarbeitung der Sensordaten in der Kamera – letzteres gilt auch für RAW-Dateien! Anhand von Aufnahmen eines Testcharts erkläre ich, was unter Linienpaare pro Millimeter (LP/mm) zu verstehen ist und demonstriere, wie sich Auflösung, Blende (Offenblende, Beugungsunschärfe bei geschlossener Blende) und Rauschen auf die Detailschärfe auswirkt. Abschließend gehe ich auch auf das Thema Bokeh ein und zeige, weshalb geringe Schärfentiefe und weiches Bokeh nicht dasselbe ist. Weiterlesen

Olympus 100–400, Panasonic 100–400, Olympus 40–150 und Olympus 300 Pro im Vergleich

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Im September hatte ich die Möglichkeit das neue Olympus 100–400mm Superteleobjektiv ausgiebig zu testen und ich habe das zum Anlass genommen es ausgiebig und gezielt mit meinem 40–150mm ƒ2.8 Pro und 300mm ƒ4 Pro mit Telekonvertern sowie dem 100–300mm zu vergleichen, worüber ich bereits in mehreren Artikeln berichtet habe. Hier ist noch einmal mein Eindruck zusammengefasst als Video.

Links:

Blog: Olympus M.Zuiko 100–400mm vs. Panasonic Leica 100–400mmBlog:

Olympus M.Zuiko 100–400mm vs. M.Zuiko 300mm ƒ4 Pro Weiterlesen

Telezoom M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8

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Das Olympus M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8 Pro (Olympus | Amazon-Affiliate-Link) gehört hinter dem M.Zuiko 300mm ƒ4 und mit dem M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 zu den Objektiven die ich derzeit am häufigsten einsetze.

Einerseits ist das 40–150mm ƒ2.8 ein exzellentes Zoom für Porträts, vergleichbar mit klassischen 70–200mm Vollformatlinsen, allerdings mit der Hälfte des Gewichts, deutlich kompakteren Maßen, bezogen auf Kleinbild 100mm längerer Brennweite und etwa zur Hälfte des Preises.

Gerade das recht moderate Gewicht und Volumen macht dieses Objektiv aber auch zu einem hervorragenden Begleiter auf Fotosafari. Mit 300mm KB fängt man mit etwas Glück schon einmal das eine oder andere scheue Tier ein, gleichzeitig kann man aber auch beeindruckend verdichtete Landschaftsaufnahmen mit nach Hause nehmen.

Es ist noch nicht lange her, da war ich noch Anhänger der klassischen Schule, dass das Weitwinkel das ideale Objektiv für Landschaftsaufnahmen sei, und dass Brennweiten jenseits von 50mm KB kaum mehr dafür geeignet sei. Mittlerweile ist Bewegung in diese Ansicht gekommen und ich sehe das längst nicht mehr so puristisch.

Zwar lassen sich Weite und Tiefe weitreichender Landstriche vor allem mit Weitwinkeln eindrücklich ablichten, doch gerade dann wenn man immer wieder durch dieselben Landstriche streift, gewinnen längere Brennweiten zunehmend an Wert. Aufgrund der weiten Blickwinkel und des großen Feldes das Weitwinkel einfangen, muss man oft viele Hundert Meter zurücklegen bevor sich die Ansicht deutlich verändert. Zwar hat man unterwegs oft den Eindruck, eine Landschaft eröffne hinter jeden Kurve einen neuen Blickwinkel. Doch sichtet man die Aufnahmen dann am Computer ähneln sich die Motive am Ende dann fast wie ein Ei dem anderen – zumindest reichen die wechselnden Details im Vordergrund meist nicht um mehrere Bilder mit demselben landschaftlichen Hintergrund herzuzeigen.

Gerade auf der Pirsch in der Umgebung nutzt sich das Weitwinkel für Landschaftsaufnahmen mit jedem Mal den man einen Weg geht mehr ab. Längere Brennweite die engere Bildausschnitte aufnehmen gewinnen dann zunehmend an Wert, denn man kann mit ihnen Ausschnitte aus der Landschaft herauslösen und die Elemente darin verdichten. Deshalb begleitet mich neben dem 300mm ƒ4 auch zunehmend häufiger das 40–150mm anstatt des 12–40mm.

Das relativ geringe Gewicht der Linse an der ebenfalls leichten E-M5 erlaubt es darüber hinaus das Duo komfortabel an einem Peak Design Capture Clip am Tragegurt einer Kameratasche oder eines Rucksacks zu tragen – auch Stunden lang und Kilometer weit.

Auch bei Familientreffen, Feiern und für die Fotografie von Kindern ist das 40–150mm mein absolut bevorzugtes Objektiv. Es ist schnell, flexibel und lichtstark.

Da das 40-150mm mit 72mm denselben Filterdurchmesser nutzt wie das 12–100mm ƒ4 kann ich auch dieselben Filter nutzen. Für Langzeitbelichtungen einen ND1000 Filter von Haida (Amazon), sowie einen Polfilter ebenfalls von Hoya (Amazon). Die Frontlinse schütze ich wie bei allen meinen Objektiven einem UV-Filter von Hoya (Amazon) – weshalb habe ich hier geschrieben, und hier habe ich getestet was dabei an Schärfe verloren geht (nichts).

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M.Zuiko 12–100mm ƒ4 – das Universalzoom

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Das Olympus M.Zuiko 12–40 ƒ2.8 ist Olympus’ exzellentes Standardzoom für anspruchsvolle MFT-Fotografen. Allerdings weiß jeder auch nur etwas erfahrene Fotograf, dass man mit 40mm MFT (80mm KB) rasch an die Grenzen des Erreichbaren kommt. Tiere die auch nur die geringste Scheu haben Menschen an sich heran zu lassen, sind kaum einzufangen. Auch beim Sport wird es abseits von Poolbillard und Schach schwer die Distanz zum Sportler zu überbrücken.

Universalzooms sind diesbezüglich deutlich flexibler einsetzbar, reichen sie doch weit in den Tele-Bereich, ohne das beispielsweise für Landschaft oft unverzichtbare Weitwinkel zu vernachlässigen.

Für MFT-Fotografen stellt derzeit das Olympus M.Zuiko 12–100 ƒ4 (Olympus | Amazon) die beste Wahl für ein Universal- bzw. Telezoom dar. Anders als bei anderen Zooms und Festbrennweiten gibt es im Moment noch keine wirkliche Alternative dazu von Panasonic. Auch außerhalb von MFT findet sich Vergleichbares. Weder Canon noch Nikon noch einer der Drittanhersteller bietet ein Zoom mit einem äquivalenten Brennweitenbereich bei vergleichbarer Lichtstärke und mit Abdichtung gegen Staub, Feuchtigkeit und Spritzwasser an. Einzig und allein Sony hat mit dem  FE 24–240mm ƒ3.5–6.3 einen heißen Mitbewerber im Sack – etwas preiswerter, etwas schwerer, ebenso abgedichtet, etwas mehr Zoom, deutlich weniger Lichtstärke.

Wer gerne durch die Natur pirscht, Landschaften ebenso wie Tiere ablichten möchte, nicht aber wie ich zwei Kameras umgehängt haben will, der ist mit dem 12–100 optimal bedient. Zwar bietet das 12–40mm ƒ2.8 etwas mehr Lichtstärke, doch in Sachen universeller Einsetzbarkeit hat das 12–100 in vielen Situationen die Nase vorne. Der Abbildungsmaßstab – 0,3× MFT = 0,6× KB-üquivalent –  ist bei beiden identisch und führt somit auch dieses nahe an den Bereich der Makrofotografie heran. Echtes Makro ist das zwar genau genommen nicht, das hindert Sigma aber nicht daran Objektive mit einem geringeren Abbildungsmaßstab mit dem Label Macro zu versehen.

Abbildungsqualität, Detailschärfe, Bokeh und Haptik des Objektivs sind auf gewohnt tadellos hohem Olympus-Pro-Niveau. Anders als das 12–40mm enthält es eine zusätzliche Bildstabilisierung und unterstützt Sync-IS, will heißen, dass sowohl Objektiv als auch Sensor gemeinsam stabilisiert werden, wodurch laut Olympus 6,5 Blendenstufen kompensiert werden können, und ich hege keinen Zweifel daran, dass das stimmt, habe ich selbst doch bereirs aus freier Hand zwei und drei Sekunden lange Belichtungen mit nur moderater Unschärfe gehalten.

Leider komme ich selbst viel zu selten in den Genuss damit zu Fotografieren. Seit meine Frau einmal damit auf der Pirsch war, kann ich es nur mehr heimlich oder gegen den Protest in ihren Augen an mich nehmen.

Auch für dieses Objektiv nutze ich für Langzeitbelichtungen einen ND1000 Filter von Haida (Amazon) und einen Polfilter von Hoya (Amazon). Die Frontlinse schütze ich mit einem UV-Filter von Hoya (Amazon).

Anmerkung: Sämtliche Produkte die ich vorstelle habe ich selbst erworben und in Verwendung. Es gibt keine von den Herstellern zur Verfügung gestellte oder gesponserte Produkte oder Berichte. Links zu Amazon sind in der Regel Affiliate-Links. Bei Einkäufen die auf die Verlinkung folgen fallen ein paar Prozent für mich ab. Das hilft den Blog und seine Inhalte zu finanzieren. Andere Links sind frei von Provisionen oder Umsatzbeteiligungen, ausgenommen natürlich bei der eingeblendeten Google-Werbung.

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12–40mm ƒ2.8 – Brot und Butter

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Das Brot-und-Butter-Zoom für anspruchsvolle Vollformat-Fotografen ist üblicherweise das 24–70mm ƒ2.8. Bei Nikon ist das etwa 15cm lang und wiegt ein Kilo, bei Canon etwa 11cm und 805g und bei Sony knapp 14cm bei knapp 900g. Das Olympus M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 (Olympus | Amazon) entspricht 24–80mm KB, ist 8,4cm lang und wieg 382g. Natürlich hinkt der Vergleich zwischen MFT und Vollformat immer ein bisschen. Doch das Olympus-Objektiv ist nicht nur viel kleiner und leichter als die Vollformate, es kostet auch nicht einmal die Hälfte (als ich den Artikel schreibe liegt der Preis bei Amazon deutlich höher als in Olympus’ Webshop).

Das M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 gehört zu den besten MFT-Linsen, wird bei DxO als bestes MFT-Zoom gelistet. Es hat eine großartige Haptik, Zoom und Fokussierung laufen perfekt, das Umschalten von AF auf MF funktioniert indem der Fokusring etwas nach hinten gezogen wird, was dann auch eine Fokussierungsskala zum Vorschein bringt (bei den kompakten MFT-Objektiven allerdings etwas mir Vorsicht zu genießen). Wie alle Pro-Objektive von Olympus ist es hervorragend gegen Staub, Feuchtigkeit und Spritzwasser abgedeckt. Allerdings muss auch erwähnt sein, dass die edle Metalloberfläche und vor allem die gerippten metallenen Fokus- und Zoomringe deutlich empfindlicher gegenüber Kratzern sind als schnöder Hartplastik.

Sein Abbildungsmaßstab von 0,3× (= 0,6× umgerechnet auf KB) rückt das Objektiv schon nahe an den Makro-Bereich heran und macht es damit besonders vielseitig einsetzbar. Nicht nur die Detailschärfe befindet sich auf exzellentem Niveau, auch das Bokeh ist bezaubernd. Neben dem Olympus 300mm ƒ4 ist es das Objektiv das ich in der Praxis am häufigsten im Einsatz habe – deutlich dahinter folgt dann das 40–150mm ƒ2.8.

Eine Schwäche stellt wie so oft bei Olympus der Objektivdeckel dar. Bei mir ist er schon nach kurzer Zeit in seine Einzelteile zerfallen. Die Reparatur habe ich kurzer Hand mit Superkleber ausgeführt, was sein Leben um knapp 4 Jahre verlängert hat. Mittlerweile hat er aber endgültig das Zeitliche gesegnet und ich habe ihn, wie bei vielen anderen durch eine Abdeckung von Panasonic (Amazon) ersetzt. Dieser funktioniert nicht nur einwandfrei, sondern kostet nicht einmal die Hälfte des Olympus-Originals.

Für Langzeitbelichtungen setze ich einen ND1000 Filter von Haida ein (Amazon), gelegentlich kommt ein Polfilter von Hoya (Amazon) zum Einsatz. Die Frontlinse schütze ich seit einiger Zeit mit einem UV-Filter von Hoya (Amazon).

Vor ein- oder zwei Jahren fiel mir das Objektiv einmal zu Boden und nahm Schaden. Danach lag die Schärfeebene schief. Glücklicherweise konnte es durch Olympus einwandfrei repariert werden, ebenso wie Olympus erst jüngst einen Kratzer im 300mm ƒ4 repariert hat. Ein Hoch auf den Olympus-Service!

Anmerkung: Sämtliche Produkte die ich vorstelle habe ich selbst erworben und in Verwendung. Es gibt keine von den Herstellern zur Verfügung gestellte oder gesponserte Produkte oder Berichte. Links zu Amazon sind in der Regel Affiliate-Links. Bei Einkäufen die auf die Verlinkung folgen fallen ein paar Prozent für mich ab. Das hilft den Blog und seine Inhalte zu finanzieren. Andere Links sind frei von Provisionen oder Umsatzbeteiligungen, ausgenommen natürlich bei der eingeblendeten Google-Werbung.

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Lumix 20mm ƒ1.7 – starkes Pancake

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Meinen ersten realen Kontakt mit einer MFT-Linse hatte ich mit dem Panasonic Lumix G 20mm ƒ1.7 (Panasonic | Amazon). Ich fotografierte damals noch mit Vollformat. Freunde hatten mich gebeten einen Foto-Workshop mit ihnen zu machen und eine Fotografin hatte eine Pen mit diesem Objektiv dabei. Ich wusste natürlich, dass der kleine Sensor der MFT-Kamera für vergleichsweise große Schärfentiefe sorgt, und war von der Qualität des Bokehs ihrer Aufnahmen umso mehr überrascht, selbst bei einer Ablichtung einiger Kinder von Kopf bis Fuß.

2011 habe ich dann mit der Lumix G3 eine erste MFT-Kamera gekauft, als kompakten dritten Apparat neben einer Nikon D700 und Nikon D80, und mit ihm die erste Generation des Lumix 20mm G 20mm ƒ1.7.

Seither habe ich meine MFT-Ausrüstung auf über ein Dutzend Objektive aufgerüstet und das 20mm ƒ1.7 kommt nicht mehr so häufig zum Einsatz. Hergeben würde ich es trotzdem auf keinen Fall, denn die Detailschärfe des Objektivs ist exzellente (siehe auch dxomark.com-Lens-Database – die DXO-Bewertung fällt für das 20er an einer E-M1 ii nur geringfügig niedriger aus als für Nikons DX-35mm-1.8 an einer D500).

Das Bokeh ist schön weich und die Lichtstärke gut. Darüber hinaus stammt es aus einer Zeit als sich Olympus und Panasonic noch mühten das kompakte MFT-System mit flachen Pancake-Objektiven besonders kompakt auszustatten. Der Preis von etwa 300 Euro scheint mir deshalb durchaus angemessen.

Zugegeben ist 40mm eine für Fotografen etwas seltsame Brennweite. Traditionell erwarten wir von Festbrennweiten, dass sie 24mm, 28mm, 35mm und 50mm KB haben. Olympus kommt dem mit 12mm (≈24mm KB), 17mm (≈35mm KB) und 25mm (≈50mm KB) entgegen. Panasonic geht da mit einem 15mm und dem 20mm etwas eigene Wege.

Auch bei der Lichtstärke wirken 1.7 heute etwas eigenartig, sind wir doch gewohnt, dass die Schritte 1.4, 1.8, 2.0 verlaufen.

Die 40mm KB sind der klassischen Reportage-Brennweite von 35mm noch relativ nahe – man befindet sich irgendwo zwischen diesem moderaten Weitwinkel und der flexiblen Normalbrennweite von 50mm KB. Wer damit nicht fotografieren kann, kann nicht fotografieren. Bis in die 1980er Jahre hinein gab es kaum eine andere Möglichkeit als mit Festbrennweite zu arbeiten und 35mm gehörte zu den Standards.

2011 fuhr ich zwei Wochen mit dem Roadster durch Österreich und hatte nichts anderes als die Lumix G3 und das 20mm ƒ1.7 dabei (ich berichtete hier).

Aufgerüstet habe ich das Objektiv mit einer aufschraubbaren Aluminium-Streulichtblende von JCC (Amazon), die ihm bei einem Sturz wahrscheinlich einmal das Leben gerettet hat. Heute schütze ich die Frontlinse zusätzlich durch einen Hoya Pro1 UV-Filter (Amazon). Als Polfilter nutze ich einen Hoya Pro1 PL-C (Amazon), für  Lanzeitbelichtungen einen Haida Pro II Variabler Graufilter (Amazon – zur Zeit als ich den Artikel schreibe leider nirgends verfügbar).

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UV-Filter Schärfetest

Posted in Theorie & Technik

Vor knapp einem Monat habe ich im Artikel »Drei Meinungen über Fotografie die ich in letzter Zeit änderte« berichtet, dass ich vor kurzem einen Kratzer in meinem geliebten M.Zuiko 300mm ƒ4.0 entdeckte und daraufhin beschloss sämtliche Objektive mit UV-Filtern auszustatten. Nebenbei sei verraten, dass Olympus mir ein Happy End bescherte, indem es das Objektiv einwandfrei reparierte, und das zu einem Preis von 250 Euro – deutlich weniger als ich erwartet bzw. befürchtet hatte.

Nach einiger Recherche entschied ich mich für Hoya UV Pro1 Digital-Filter (Amazon Affiliate Link). Nun hatte ich bereits nach der Bestellung eines ersten Filters einen Test durchgeführt und praktisch keinen nennenswerten Unterschied der Detailschärfe mit oder ohne Filter erkennen können.

Ich wollte es aber noch etwas genauer wissen und habe mich deshalb von einem von Roger Cicala durchgeführten Filtertest zu einem eigenen Aufbau inspirieren lassen. Cicala hat zum Einen 50 UV-Filter übereinander geschraubt um die Auswirkungen von so viel Glas auf die Abbildungsqualität zu demonstrieren, und zum Anderen Testaufnahmen mit einmal fünf hochwertigen Filtern übereinander und einmal fünf billigen Filtern übereinander gemacht.

Das clevere an diesem Testaufbau ist, dass sich eine Reduzierung der Detailschärfe die mit einem Filter kaum zu erkennen ist, bei fünf Filtern natürlich verfünffacht und entsprechend deutlicher ausfällt.

Als Objektiv für den Test habe ich das Panaleica 15mm ƒ1.7 (Panasonic | Amazon) gewählt. Dieses gehört laut dxomark.com zu den  besten MFT-Linsen, und mit 46 Millimeter hat es einen Filterdurchmesser für den ich die meisten UV-Filter habe. Also habe ich die vier Filter übereinander geschraubt und der Reihe nach je eine Aufnahme mit vier Filtern, drei, zwei, einem und ohne gemacht. Genutzt habe ich dabei den High-Res-Modus der Pen-F, das heißt die Bilder sind mit 50 Megapixel aufgelöst.

Was mich überrascht hat, ist, dass auch zwischen den Aufnahmen ohne und mit vier Filtern nur geringe Unterschiede zu erkennen sind, und das eben bei einer Auflösung von 50MP. Ich darf wohl daraus ableiten, dass bei den 16MP bis 20MP meiner MFT-Kameras mit einem einzigen Filter überhaupt kein Schärfeverlust zu erwarten ist. Das sagt natürlich noch nichts über eine verstärkte Neigung zu Geisterbildern oder Blendenflecken aus, doch zumindest diesbezüglich muss ich demnach nichts befürchten.

Die Abbildungen unten zeigen 1500 Pixel breite und 1000 Pixel hohe 100-%-Ausschnitte der vier Testaufnahmen. Hier sind die Originale zum Herunterladen: ZIP-Archiv mit 111MB.

Aufnahme ohne UV-Filter
Aufnahme ohne UV-Filter
Aufnahme mit einem UV-Filter
Aufnahme mit einem UV-Filter
Aufnahme mit zwei UV-Filtern
Aufnahme mit zwei UV-Filtern
Aufnahme mit drei UV-Filtern
Aufnahme mit drei UV-Filtern
Aufnahme mit vier UV-Filtern
Aufnahme mit vier UV-Filtern

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MFT-Super-Weitwinkelzoom: M.Zuiko 7–14mm ƒ2.8 Pro

Posted in Erfahrungsberichte

Wie bei allen Olympus M.Zuiko-Pro-Objektiven (Olympus | Amazon) gibt es auch am 7–14mm ƒ2.8 wenig zu tadeln, mit einer Ausnahme vielleicht: In Sachen Volumen und Gewicht führt es den Gedanken von MFT, ein im Vergleich zu APS-C oder gar Kleinbild ideales System für Unterwegs zu sein, ein bisschen ad Absurdum. Im Vergleich zu Nikons 14–24mm ƒ2.8 und seinen 1000g und 13cm Länge scheinen die 534g und 10,5cm zwar moderat, doch man darf nicht außer Acht lassen, dass dafür der Sensor gerade einmal etwa ein Viertel der Fläche des Vollformats hat.

Mit der Leichtigkeit von MFT-Objektiven wie dem M.Zuiko 9–18mm oder gar der winzigen aber exzellenten 12mm ƒ2.8 Festbrennweite kann das 7–14mm Pro in Sachen Trage- und Transportkomfort jedenfalls nicht mithalten. Eine Alltagstauglichkeit an einer Immer-dabei-Kamera – zum Beispiel der Pen-F, E-M10 oder E-M5 – in einer kompakten Kameratasche ist von diesem Pro-Boliden nicht zu erwarten.

Deshalb begleitet mich bei Ausflügen in meiner Heimat in der Regel auch das preiswertere und kompaktere Weitwinkelzoom, denn wie schon im oben verlinkten Artikel über das 9–18mm angemerkt: Das 7–14 mag beim Ablichten von Testcharts sichtbar bessere Ergebnisse erzielen, doch weder einem digitalen noch einem analogen Abzug wird irgendjemand ohne Studium der Metadaten ansehen, ob das eine oder andere Objektiv zum Einsatz kam.

Hinzu kommt, dass der extremere Weitwinkel von 7mm MFT hierzulande kaum einzusetzen ist, ohne dass irgendwo am Rand eine Hochspannungsleitung oder irgendein anderer nicht besonders attraktiver Zeuge menschlicher Zivilisation ins Bild hinein lugt.

Müsste ich – aus welchem Grund auch immer – einen Teil meiner Objektive abbauen, das 7–14 würde zu jenen gehören von denen ich mich am leichtesten trennen könnte. Das ist keine Aussage über die Qualität der Linse, sondern lediglich über die praktische Bedeutung die sie für mich hat und die Häufigkeit mit der ich sie einsetze.

Glücklicherweise zeichnet sich eine solche Bürde aktuell nicht ab, und so kann ich mich auch weiterhin freuen das 7–14mm mit auf Reisen in Regionen zu nehmen, in denen die menschliche Kultur weniger Störelemente in der Landschaft platziert als hier im dicht besiedelten Vorarlberger Rheintal. In Island beispielsweise hätte ich die zusätzlichen 2mm immer wieder gebrauchen können, da ich mit dem 9–18mm oft an die Grenzen des Blickwinkels stieß (das 7–14mm hatte ich damals noch nicht).

Andererseits darf im Vergleich auch nicht unerwähnt bleiben, dass die zusätzlichen 4mm am langen Ende der Brennweite des kompakteren Objektivs durchaus auch seine Vorzüge haben. Während die 14mm des einen (28mm bei Kleinbild) noch tief im Weitwinkel verwurzelt sind, gehen die 18mm des anderen (36mm Kleinbild) schon in Richtung einer Normalbrennweite und sind auf Augenhöhe mit dem klassischen Standard der Reportagefotografie: 35mm.

Vorzug des 7-14mm Pro Objektivs ist dem gegenüber natürlich die Abdichtung gegen Staub und Spritzwasser. Allerdings mag die Frage berechtigt sein, wie häufig speziell ein solches Weitwinkel im strömenden Regen zum Einsatz kommen wird, denn die kaum hinter die fix verbaute Streulichtblende zurücktretende Frontlinse wird rasch von Wassertropfen bedeckt sein, was kaum mehr brauchbare Aufnahmen erlaubt.

Wer seine Ausrüstung in den Tropen einsetzt, weiß, dass Abdichtung nicht nur bei Regen, sondern auch bei hoher Luftfeuchtigkeit schützt, und ist somit mit dem Pro sicher besser ausgestattet. Doch für mich ist das Thema nur in Zusammenhang mit Regen relevant und so hält sich der Vorzug der Abdichtung für mich auch in Grenzen.

Fällt mein Fazit über das 7–14mm somit negativ aus? Keineswegs! Die einzige MFT-Linse die ich bislang besaß und der ich ein negatives Zeugnis ausstellen würde, ist das 17mm ƒ1.8 von Olympus. Davon sollen zahlreichen Montagsproduktionen unterwegs sein, und die Schärfe meines Exemplars war grottenschlecht. Das 7–14mm ƒ2.8 ist zweifelsfrei eine exzellente Linse. Doch für meinen fotografischen Einsatzbereich spielt sie eine eher untergeordnete Rolle. Und genau von diesem persönlichen und subjektiven Eindruck berichte ich hier. Just my 2 Cent.

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