Direkt zum Inhalt

Schlagwort: Freefont

Freefonts für Design

Posted in Adobe InDesign

Bis zu meinem Buch über InDesign (Rheinwerk Verlag | Amazon Affiliate-Link) habe ich in InDesign-Kursen stets in erster Linie mit den Adobe-CC-Standardschriftarten Myriad, Minion und Garamond gearbeitet, was auf die Dauer etwas phantasielos und langweilig ist. Für »Adobe InDesign CC – Schritt für Schritt zum perfekten Layout« wollte ich etwas mehr Vielfalt einbringen, nicht zuletzt um die Leser auch zu animieren auch zu Typen abseits einiger System- und CC-Schriften zu greifen.

Gerade in den Besprechungen von Teilnehmerarbeiten beim epos Werbelehrgang merke ich immer wieder, wie auch Laien – das sind die Teilnehmer zu Beginn des Lehrgangs in der Regel – auf gut gewählte Schriftarten abseits des Mainstreams reagieren. Schrift gehört neben Bildern zu den wichtigsten Rohmaterialien des Grafikdesigns, wirken aber im Gegensatz zu Bildern eher unterschwellig, weshalb viel zu oft viel zu wenig Augenmerk auf die Auswahl gelegt wird.

Zu Beginn der Arbeit am InDesign-Buch plante ich natürlich mit Schriften aus dem Adobe-Typekit zu arbeiten. Leider (oder zum Glück) musste ich früh entdecken, dass nicht jeder Lizenznehmer der Adobe Creative Cloud dieselben Schriftarten ohne Zusatzkosten installieren kann. Deshalb entschied ich mich auf Freefonts zurückzugreifen, die ich samt und sonders von der exzellenten Freefont-Seite Fontsquirrel herunter lud. Dies sind die verwendeten Schriftarten.

Freefont mit dem Charakter einer konstruierten Serif

Posted in etc.

geotica_4b.jpg

In meinem Buch Grafik und Gestaltung habe ich ein System zur Ordnung von Schrift nach ihrem Charakter vorgestellt (basierend auf der Matrix von H. P. Willberg). Manche der Schubladen die ich zur Einordnung in dieser Matrix vorgeschlagen habe, sind gerammelt voll mit Schriftfamilien. Andere, wie die konstruierte Serif, sind praktisch leer.

Der Schriftdesigner Jos Buivenga hat nun eine Schrift vorgestellt, die man mit gutem Gewissen in diese Schublade stecken kann. Seine Geotica ist eine Serifen-Schrift mit klassizistischem Charakter, wirkt aber auch ganz eindeutig konstruiert. Was auf den ersten Blick befremdlich wirkt, könnte zum echten Hit werden. Vor allem im Mode-Bereich kann ich sie mir als gute Alternative zu den Omnipräsenten Klassikern Bodoni und Didot vorstellen.

Wie üblich sind die Schriften von Jos Buivenga ein absolutes Schnäppchen. Und wie üblich offeriert uns der Designer auch einen Teil zum kostenlosen Download. Zwar ist es bei der Geotica nur ein einziger Schnitt, aber dafür ist es der wahrscheinlich wichtigste aus dem Bundle.

Link | www.josbuivenga.demon.nl

Museo Sans released

Posted in etc.

Exlibris hat wieder eine Schrift veröffentlicht, in Namen und Form ganz offensichtlich eine Schwester der coolen Museo. Die Museo Sans ist eine sehr gut ausgebaute lineare Groteskschrift die Jos Buivenga in zehn Schnitten gestaltet hat. Bisher hat ja Jos Buivenga eine ganze Reihe an sehr gut gezeichneten und absolut professionell ausgebauten Schriften kostenlos auf seiner Website zum Download und zur Nutzung verteilt. Bei der Museo waren von fünf Schnitten drei frei, zwei zu sehr moderaten Preisen lizensierbar. Von den zehn Schnitten der neuen Museo Sans stehen nun zwei zum kostenlosen Download zur Verfügung, acht müssen lizensiert werden, wobei ein Preis von 99 $ bzw. derzeit 79,20 $ nach wie vor ein sehr faires Angebot ist.

Schriftenvielfalt fürs Webdesign

Posted in Grafik

Sehr kontrovers wird derzeit Apples Vorstoß diskutiert, mit dem jetzt (in Apple Safari) und in Zukunft (in anderen Browsern – Opera wird als nächstes folgen) Schriften, die auf einem Server zur Verfügung stehen, mittels Stylesheet zur Darstellung im Browser geladen werden können. Einen Artikel dazu hat Ralf Herrmann vor kurzem in seinem Typowiki veröffentlicht.

Weniger Freude äußert ein Teil der Schriftenentwerfer und -vertriebler, wie aus einem Artikel im Fontblog, sowie den dazu geäußerten Kommentaren, zu entnehmen ist – dort heißt die provokante Überschrift »Apple erklärt Schriftentwerfern und -verlagen den Krieg«.

Mehr Begeisterung zeigen die Schriftentwickler bei fonts.info, die die Neuigkeit mit dem Freefont Graublau Sans Web in den Schnitten Regular und Bold, zum (natürlich) kostenlosen Download feiern.
alt

Für alle interessierten, vor allem für alle mit Webdesign beschäftigten, hat Ralf Herrmann eine Umfrage ins Internet gestellt, um das Interesse der Gestalter zu erkunden. Der Link zur fünf Minuten dauernden Umrage ist hier.