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Schlagwort: Blende

Über Schärfentiefe und Bokeh

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Die meisten Rückmeldungen zu meinem Blog und seinen Artikeln sind positiv und wohlwollend. Gelegentlich gibt es Kritik und manchmal ist sie gerechtfertigt. Auch wenn ich mich bemühe gründlich zu recherchieren bevor ich Betrachtungen und Behauptungen verbreite, unterliege ich schon einmal Fehlschlüssen, Irrtümern, Vorurteilen oder sitze falschen Behauptungen anderswo auf. Auf einen Fehler hingewiesen zu werden ist mir nicht unbedingt angenehm aber willkommen – das letzte was ich möchte ist an falschen Ansichten festhalten. Weiterlesen

Manuelle Belichtung: Probier’s doch mit Gemütlichkeit

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Die Menüs von Kameras für den ambitionierten Aufsteiger werden von vielen Einsteigern, Amateur- und Hobbyfotografen wie ein tiefer, schwarzer See empfunden – und flößen ihnen oft sogar Ehrfurcht, Respekt oder gar Berührungsangst ein. Dabei braucht man vor dem was sich da in der Tiefe versteckt nicht die geringste Furcht zu haben, plantscht man in der Regel ja doch eher an der Oberfläche – egal ob aus Spaß oder von Berufswegen.

Ihr, liebe Einsteiger und Amateure, würdet es nicht glauben, wie viele Berufsfotografen nur sehr wenig Ahnung von den technischen Untiefen ihrer Werkzeuge haben. Trotzdem können sie exzellente Arbeiten liefern, denn sie beherrschen das was wirklich wichtig ist, und verschwenden keine Zeit an Beigemüse das für ihre tägliche Arbeit nicht relevant ist. Weiterlesen

Kauft euch eine Festbrennweite!

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Im Rahmen meiner Fotokurse weise ich auch auf die Vorteile lichtstarker Festbrennweiten hin. Den Einsteiger befremdet natürlich die Vorstellung auf den Luxus des Zoomens verzichten zu müssen. Heranzoomen geht damit nicht! Man muss herangehen.

Im Grunde ist das schon der erste Vorteil einer Festbrennweite: Näher dran sieht einfach oft auch besser aus. Es vermittelt dem Betrachter den Eindruck ganz nah dran, mitten im Geschehen, Hautnah dabei zu sein. Brennweiten von 50mm und weniger vermitteln Authentizität. Weiterlesen

Fotografieren mit Olympus’ Schnappschuss-Fokus

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Olympus’ bewirbt seine Objektive M.Zuiko 12mm ƒ2.0 und M.Zuiko 17mm ƒ1.8 unter Anderem mit dem Schlagwort »Schnappschuss-Fokus«. Klingt super – aber was ist das?

Entfernungs- und Schärfentiefeskala

Zum Umschalten von automatischer auf manuelle Fokussierung werden bei diesen Objektiven die Fokusringe Richtung Kamera gezogen. In manueller Stellung geben die Ringe eine zweiteilige Skala frei. Diese dient sowohl zur Entfernungseinstellung als auch als Schärfentiefeskala (oder Tiefenschärfeskala – wie man will).

Die obere Hälfte der Skala zeigt ein paar Blendenwerte und in der Mitte eine rote Markierung. Die untere Skala zeigt einige Entfernungen – Meter in Schwarz, Fuß (ft) in Rot – 1 Fuß sind knapp über 30cm. Weiterlesen

Wie viel Belichtungsmodus braucht eine Kompaktkamera?

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P7000 top lo
© Nikon GmbH

Schon tolle Geräte, Kameras wie die P7000 von Nikon, die Lumix LX5 oder die Canon PowerShot G12. Scheinen alles zu können, was eine Spiegelreflexkamera kann, außer Objektive wechseln. Sie bieten sogar wie DSLRs einen Wahlschalter für Programm ( P ), Zeitvorwahl (S), Blendenvorwahl (A) und manuelle Belichtungseinstellung (M).

Aber bringen diese Belichtungsmodi bei einer Kompakten überhaupt etwas?

Kaum. Aufgrund optischer Phänomene bei den kleinen Sensoren der meisten Kompaktkameras und deren Preiskalkulation erreicht kaum ein solcher Apparat einen größeren Blendenspielraum als bestenfalls ƒ1.4 bis ƒ8.0 am kurzen und ƒ4.0 bis ƒ8.0 am langen Ende der Brennweite. Weiterlesen

3.4. Licht- und Blendenwert

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An der Belichtung jedes Fotos sind die vier Faktoren Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit, Blende und Umgebungslicht beteiligt. Ein ­optimal belichtetes Foto gelingt nur dann, wenn ­diese Faktoren gut ausbalanciert sind.

Umgebungslicht

Das Umgebungslicht ist für den Fotografen der Faktor der Belichtung, der am schwierigsten zu beeinflussen ist. Er kann auf die Lichtsituation in der Umgebung eingehen, indem er die Blende ­öffnet oder schließt, die Lichtempfindlichkeit des Sensors erhöht oder verringert, oder die Belichtungszeit verlängert oder verkürzt. Oft wird er an zwei oder allen drei Parametern drehen, um die ­optimale Belichtung zu erreichen. Das Umgebungslicht hat er höchstens im Studio voll unter Kontrolle. Bei Landschaftsaufnahmen ist die einzige Möglichkeit das Umgebungslicht zu beeinflussen, wenn man zu ­einem anderen Zeitpunkt zurück kehrt, sollte das Licht im Moment nicht optimal sein. Weiterlesen

2.8. Blende bewusst kreativ einsetzen

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Sehen wir uns die Erkenntnisse des letzten Artikels in der Praxis an: Die aus gewählter Brennweite und Distanz resultierende Schärfentiefe wird durch die Wahl der Blende angepasst beziehungsweise korrigiert. Möchte ich das eigentliche Hauptmotiv vor dem Hintergrund hervorheben führt eine geringe Abblendung (offene Blende) zu kurzer Schärfentiefe und weichgezeichnetem Hintergrund. Möchte ich sowohl den Vordergrund als auch den Hintergrund deutlich erkennbar abbilden, dann führt kräftige Abblendung (Blende schließen) zu großer Schärfentiefe und detailreicher Wiedergabe sowohl naher als auch ferner Elemente. Nach der kreativen Kernfrage über die gewünschte Perspektive folgt die kreative Kernfrage über die Schärfe. Weiterlesen

2.7. Blende und Schärfentiefe

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Nach der vielen trockenen Theorie der letzten Artikel führen wir uns zwischendurch die Grundidee dieser Serie vor Augen, nämlich das Fotografieren nach den vier Schritten. Wo stehen wir mit unseren Betrachtungen im Moment:

  1. Für den ersten Schritt haben wir uns mit der Perspektive befasst und uns angesehen, wie man sie über Brennweite, Distanz und Blickwinkel (frontal oder diagonal, von unten, aus Augenhöhe oder von oben) kreativ beeinflussen kann.
  2. Ziel des zweiten Schrittes ist die kreative Gestaltung der Schärfe.
  3. Ziel des dritten Schrittes ist eine korrekte Belichtung.
  4. Im vierten Schritt schließen wir mit der Komposition des Bildausschnitts ab.

Nun beschleicht uns irgendwie das Gefühl, dass wir beim siebten Artikel im Abschnitt ›Schärfe‹ angekommen sind und noch immer nicht genau wissen, wie man die Schärfe kreativ beeinflusst.

Klar: Wir haben uns darüber unterhalten, dass die Brennweite Auswirkung auf die Schärfentiefe und ebenso die Distanz Auswirkung auf die Schärfentiefe hat. Weiterlesen

2.5. Blendenschritte

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›Die Blende‹ wird in der Regel in einer für den Einsteiger nur schwer nachvollziehbaren Zahlenreihe angegeben. Da gibt es Werte wie 1.8, 2.0 und 5.6. Manchmal wird diesen Zahlen ein ›ƒ‹ oder ein ›F‹ vorangestellt und manchmal auch ›1:‹.

Beschäftigt man sich eingehender mit diesen Zahlen – sie haben ja große Bedeutung für die Fotografie – wird man durch den Umstand verwirrt, dass große Zahlen zu kleinen Blenden zu gehören scheinen und kleine Zahlen zu großen Blenden. Klingt unlogisch, ist es aber nicht, wenn man die falsch etablierten Bezeichnungen richtig stellt. Weiterlesen

2.4. Blende

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Die Blende befindet sich im Objektiv und funktioniert wie ein Ventil, das sich öffnen und schließen lässt. Sie dosiert die Lichtmenge, die zum Objektiv durch­dringen kann. In der Regel besteht sie aus Lamellen, die sich in die Objektivöffnung hinein schieben und damit die Öffnung vergrößern und verkleinern können. Ist die Blende offen, verhält sie sich wie ein geöffnetes Ventil an einem Wasserhahn – es fließt viel Wasser durch und füllt ein Wasserglas rasch. Die offene Blende führt zu einer kurzen Belichtungszeit. Weiterlesen

2.2. Schärfentiefe, Brennweite und Distanz

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Schärfentiefe und Brennweite

Ausschlaggebend für die Tiefe der Schärfentiefe (der Bereich zwischen Nah- und Fernpunkt, der als scharf empfunden wird) sind Brennweite, Distanz, Blende und Sensorformat.

Die folgenden Abbildungen demonstrieren wie sich das Reduzieren der Brennweite auf die Schärfentiefe auswirkt. Je kürzer die Brennweite desto größer fällt die Schärfentiefe aus – bei ansonsten gleichen Einstellungen und Distanz. Umgekehrt heißt das natürlich auch, dass sich die Schärfentiefe reduziert, wenn man längere Brennweiten einsetzt. Weiterlesen

2.1. Schärfentiefe

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Hatten wir das Thema Brennweite nicht gerade im Abschnitt über Perspektive? Und hieß es da nicht, Brennweite und Distanz gehören zu den wichtigsten Werkzeugen um die Wirkung einer Aufnahme zu gestalten?

Genau! Die perspektivische Wirkung, die durch Variieren des Blickwinkels, bewusster Wahl der Brennweite und angemessener Distanz beeinflusst wird, ist durch andere Gestaltungsparameter kaum mehr zu topen.

Doch Brennweite und Distanz sind nicht nur ausschlaggebend für die Perspektive, sondern beeinflussen auch die Schärfe maßgeblich – in Form der Schärfentiefe. Wenn es etwas gibt, das die Bedeutung der Perspektive für die Bildwirkung noch topen kann, dann ist das die Schärfentiefe. Weiterlesen