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Markus Wäger Posts

Die Summe der Teile

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Der Artikel ›Detail is everything‹ von HD Schellnack hat mich veranlasst einmal mehr über Design nachzudenken.

Tatsächlich ist der gute Designer ein Mensch der sich sehr intensiv mit Details auseinandersetzt. Für den Nicht-Designer mag dies oft schwer nachvollziehbar sein; eine Tatsache die dem leidenschaftlichen Gestalter die Arbeit oft erschwert (ein Gestalter ohne Leidenschaft wird nie ein guter sein, wie auch ein Musiker ohne Herz kaum Mittelklasse erreichen wird). Besonders wenn sein Auftraggeber den Aufwand zur Bearbeitung der Details nicht sieht, oder ein Detail verändert haben möchte, welches dann die Harmonie des Großen und Ganzen stört steht der Designer vor einem Problem. Weiterlesen

Untersuchung zur Nutzung von legal erworbenen Schriften

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Ich weiss, dass sicher vielen meiner Leser das Thema leidlich egal sein wird. Da es mir aber nicht egal ist, möchte ich wieder einmal einen Hinweis in diese Richtung geben.

Jürgen Siebert hat in seinem Fontblog eine Untersuchung veröffentlicht, wieviele Nutzer von Schriften wieviele ihrer Schriften lizensieren, also bezahlen, was sie nutzen.

Daraus ist eine lebhafte Diskussion entstanden, die natürlich leider wieder einmal nur von Fachleuten geführt wird.

Ich lade alle die mit Gestaltung und Schrift zu tun haben ein, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, die Diskussion zu verfolgen und sich eine Meinung dazu zu bilden. Ich persönlich glaube ja, dass Schriften nur darum von vielen Nutzern nicht lizensiert werden, weil sie sich mit der Thematik niemals auseinander gesetzt haben und das Dasein und Entstehen von Schriften als Selbstverständlichkeit erachten. Weiterlesen

Bitte etwas mehr Durchschuss!

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Über Usabillity, oder zu Deutsch: Benutzerfreundlichkeit, werden viele Worte verloren. Unter Webdesignern und -experten ist es ein besonderes heiß diskutiertes und vehement gefordertes Thema. Aber eines scheint offensichtlich vielen Benutzerfreundlichkeitsexperten zu entgehen, was der Typograf seit Jahrhunderten lernt und weiss: Je länger die Zeile, desto höher der Durchschuss!

Webdesign wird heute, professionell ausgeführt, sehr oft fließend angelegt. Das heisst, dass die Satzbreite (die Länge der Zeilen) sich an die Breite der Browserfenster anpasst. Daraus ergibt sich zwar bei den heute üblichen, breiten Bildschirmen ein Problem ein weiters Problem mit der Lesefreundlichkeit, aber diesen Quark möchte ich im Moment hier nicht breit treten. Weiterlesen

Warum Schriften Geld kosten

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Eine Diskussion die vor zwei Wochen bei typografie.info (wieder einmal) lief veranlasst mich zu einem kurzen Artikel zum Thema.

Eine Schrift zu entwickeln ist viel Arbeit. Ich selbst habe schon ein paar Hundert Stunden darauf verwendet Welche zu entwerfen (die beste Übung zur Schulung formalen Empfindens die ich kenne), kann mich deshalb aber noch lange nicht als Schriftdesigner bezeichnen. So wie ich als Designer am Bild interessiert bin und deshalb fotografiere, interessiert mich Schrift als Gestaltungsmedium und deshalb versuche ich mich auch hin und wieder eigenen Schriften zu gestalten; in beidem bleibe ich aber interessierter Laie. Weiterlesen

Richtig anführen

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Im Juli habe ich einmal darüber geschrieben wie richtige Anführungszeichen aussehen. Nun hat mich ein Kapitel in Bastian Sicks ›Der Dativ ist dem Genitv sein Tod — Folge 2‹ auf die Idee gebracht das Thema für meinen Weblog noch einmal aufzunehmen, diesmal aber nicht zu beschreiben wie sie gesetzt werden, sondern wann.

Ich möchte hier drei Beispiele von Sick zitieren die recht schön illustrieren wie Anführungszeichen falsch eingesetzt werden können.

1. An der Kasse eines Supermarktes: »Gerne packen wir Ihre ›gekauften Artikel‹ in unserer Geschenkabteilung ein« — ist es ein Hinweis darauf, dass Sie nicht erwarten dürfen, dass jene Artikel die Sie eben haben mitgehen lassen auch noch in Geschenkpapier gehüllt werden? Weiterlesen

Alles Verdana, oder was? Über Bildschirmschriften.

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Die Verdana ist ja nun wirklich eine phantastische Schrift. Bildschirmschrift. Auch im Ausdruck mach sie eine durchaus passable Figur. Aber heißt das denn, dass sie uns mit ihrer stämmigen, etwas ungehobelten aber umso stabileren Statur von jedem Plakat her angrinsen muss?

Im Internet uns Screendesign sind wir auf sie angewiesen. Da gibt es wenig Alternativen: M$ Trebuchet, Tahoma und Georgia. Die Arial haben wir ja hoffentlich bald überstanden (was nicht heißen soll, dass die Arial schlecht ist, aber gut eben auch nicht). Weiterlesen

Richtig anführen

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Noch ein Thema, welches in keinem Leitfaden zur Typografie fehlen darf: die richtigen Anführungszeichen.

In den Jahren der Schreibmaschine gab es eine Art von Anführungszeichen für den Haus- und Bürogebrauch und diese standen oben und gerade: “So”.

Genau genommen handelt es sich dabei gar nicht um Anführungszeichen, sondern um Zollzeichen ( Zoll ” und Fuß ‘ bzw. Minute ‘ und Sekunde ” ). Die Schreibmaschine bot einfach keinen Platz um die Fülle typografischer Zeichen die für korrekten Satz notwendig sind aufzunehmen. Weiterlesen

Frisch gestrichen!

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Kaum ein Buch oder eine Seite über Typografie kommt ohne dieses Thema aus. Dennoch sieht man ›falsche Striche‹ zuhauf und deshalb komme auch ich nicht umhin hier eine Lanze für den richtigen Strich zu brechen.

Der Typograf kennt waagrechte Striche in drei Längen: den kurzen Strich – auch Divis genannt –, den Halbgeviertstrich – besser bekannt als ›Gedankenstrich – und den Geviertstrich.

Das Divis

Das Divis ist der kürzeste der horizontalen Striche. Es ist jenes Zeichen, das Sie erhalten wenn Sie an Ihrer Tastatur die Taste mit dem horizontalen Strich drücken, ob Mac oder Windows: – Weiterlesen

RAW und Photoshop

Posted in Digitale Dunkelkammer

RAW ist eine feine Sache: Sie machen eine Aufnahme mit Ihrer SLR-Kamera – die Einstellungen für den Weißabgleich, die Tonwertkorrektur, die Belichtung, Schärfe und so weiter nehmen Sie erst anschließend am Computer vor. Ein Foto das Sie mit der Kamera als JPEG oder TIFF gespeichert haben hat das alles bereits (relativ) unveränderlich gespeichert – ein unterbelichtetes Bild ist ein unterbelichtetes Bild und kann nur mehr in engen Grenzen aufgehellt werden.

Und das schöne an RAW: Sie können die Einstellungen an der RAW-Datei jederzeit wieder rückgängig machen oder nachbearbeiten, ohne dass sich die Qualität des Datenmaterials dabei verändert (und/oder verschlechtert). Weiterlesen

Ist JPEG die Anwort auf alle Fragen?

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Die Antwort auf diese Frage lautet: Nein!

JPEG hat den Vorteil, dass mit diesem Dateiformat kleine Datenmengen möglich sind und praktisch ›alle‹ Programme JPEG kennen und lesen können.

Logos sollten aber für die Produktion in 95 von 100 Fällen als EPS verwendet werden (aus den Programmen Illustrator, Freehand oder verwandt – nicht aus Photoshop!). 95 von 100 deshalb weil es auf die Art des Logos ankommt. Ausnahmen bestätigen die Regel lediglich.

😉

Bei Fotos sollten Sie für die Produktion von Drucksachen ebenfalls JPEG meiden und statt dessen besser Bilder als Photoshop (.psd) oder Tiff (.tif) speichern – bei der Arbeit mit InDesign bevorzuge ich ersteres. Weiterlesen

Endlich ein Buch über Schriftgestaltung

Posted in Lesetipps

Der »Verlag Hermann Schmidt Mainz« hat unter dem Titel »Designing Type« ein Buch über Schriftgestaltung angekündigt. Nachdem der einschlägig Interessierte schon ganze Regale mit Büchern über das Anwenden von Schrift füllen kann, können wir endlich auch nachlesen wie Schrift entwickelt wird. Es steht zu erwarten, dass das Buch die gewohnte Verlag-Hermann-Schmidt-Qualität hat.