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Markus Wäger Posts

Perlmuttfalter und Mohrenfalter auf Disteln

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Perlmuttfalter und Mohrenfalter auf Disteln
Olympus E-M1 MarkII | M.Zuiko 40-150mm ƒ2.8 + MC-20 | 300mm (600mm KB) | ƒ5.6 | 1/800 | ISO200 | Capture One Pro

Wenn ich das Bild jetzt so betrachte, bin ich etwas unglücklich mit der zentralen Komposition. Eine asymmetrische Komposition mit dem Mohrenfalter näher am linken Rand würde sicher besser aussehen. Ein nachträglicher Beschnitt ist leider nicht mehr möglich ohne die Disteln zu eng zuzuschneiden. Das Motiv lebt vor allem auch von der kräftig weichgezeichneten grünen Fläche vor der sich der Perlmutt- zum Mohrenfalter gesellt und sich dabei mit schön geöffneten Flügeln zeigt.

Beiden – Perlmutt- wie Mohrenfalter – sind wir in diesem Sommer recht häufig und meist in großer Zahl begegnet. In solchen Momenten hat man den Eindruck die Natur wäre noch intakt, die Welt noch in Ordnung. Die Realität sieht leider anders aus. Viele Schmetterlingsarten sind vom Aussterben bedroht. Jede Tierart die verschwindet ist ein Verlust, doch bei wunderschönen, zarten und friedlichen Tieren wie den Tagfaltern empfinde ich es besonders schmerzlich.

Exposure-X-Porträt

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Miriam
Miriam | Olympus E-M1 | Voigtländer 42,5mm ƒ0,95 Nokton |42,5mm (85mm KB) | 1/250s | ISO 200 | entfesselte Systemblitze | Photoshop, TopazLabs Clean und Alien Skin Exposure X

Wie heute schon beschrieben hat Exposure Software Exposure X in der Version 5 veröffentlicht. Das Porträt oben habe ich in Photoshop retuschiert, die Haut wurde mit TopazLabs Clean geglättet, die SW-Entwicklung erfolgte in Exposure X. Ich komme damit wesentlich schneller zu mir zusagenden Resultaten als beispielsweise mit den DxO Nik-Filtern oder DxO FilmPack.

Fotografie, Wahrnehmung, HDR

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Alphütte auf der Seraalpe
Seraalpe | Olympus E-M1 MarkII | M.Zuiko 12-100mm ƒ4.0 | 12mm (24mm KB) | ƒ8 | 1/640s | ISO200 | HDR-Bild aus 7 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint

Auf meine letzten Blogartikel habe ich einen Kommentar bekommen, dass meine HDRs nicht aussehen, wie ein reguläres Foto. Während des Schreibens einer Antwort kam mir der Gedanke, dass diese eigentlich für einen ganzen Artikel taugt, finde ich doch, dass sie wohl für viele einschlägig interessierte Leser interessant sein könnte – schließlich wird ja nicht jeder die Kommentare zu den Artikeln lesen.

Natürlich fallen Aufnahmen im prallen Sonnenlicht nicht so aus, wie die Aufnahmen die ich im genannten Artikel gepostet habe. An sonnigen Tagen kann der Motivkontrast bis zu 20LW betragen, das ist ein Kontrastverhältnis von 1:1 Million. Unsere Wahrnehmung schafft davon mit Hilfe der Tricksereien unseres Gehirns etwa 14LW (1:10.000) – die Augen selbst erreichen nur ein Kontrastverhältnis von 1:100. Ein JPEG oder ein Monitor erreicht gerade einmal 8LW (1:1000) – Angaben die bei Fernsehern das Kontrastverhältnis im mehrfachen Millionenbereich angeben, haben mehr mit Tricksereien – bei Bildschirmen technischer Natur – zu tun und mit Marketing, als mit einem Kontrastumfang der tatsächliche in den sechsstelligen Bereich geht.

In der Fotografie führt ein Motivkontrast der den Dynamikumfang eines 8-Bit-JPEGs überschreitet zu Unter- und/oder Überbelichtung. Beides – sowohl Unter- als auch Überbelichtung – kommt in unserer Wahrnehmung nicht vor. Als Äquivalent zu fotografischer Überbelichtung (strukturloses Weiß), lässt sich in der Wahrnehmung höchstens die Blendung betrachten, beispielsweise wenn man auf ein sonnenbeschienenes Schneefeld blickt. Sie brauchen aber nur einmal den Blick auf eine blendend weiße Fläche mit dem Blick auf einen überbelichteten Bereich in einer Fotografie zu vergleichen um herauszufinden, dass das zwei nicht miteinander vergleichbare Dinge sind.

Auch wenn wir in RAW fotografieren, müssen wir die 10LW bis 14LW des Sensors komprimieren, um die dunkelsten und hellsten Bereiche im 1:1000-Kontrastumfang eines Monitors sichtbar zu machen – in Lightroom heißt das Schatten und Schwarz aufhellen, Lichter und Weiß abdunkeln. Bei kräftiger Komprimierung des Dynamikumfangs der Aufnahme sieht das Resultat dann einem HDR aus mehreren Belichtungen nicht unähnlich. Anders geht es aber nicht, möchten wir in einem Foto Zeichnung in Lichtern und Schatten sichtbar machen, die unsere Augen vor Ort mühelos erkennen konnten.

Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 9mm (18mm KB) | ƒ8 | 1/640s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Einzelbelichtung der HDR-Aufnahme oben. Im Himmel enthalten einige Bereiche kaum oder gar keine Bildinformation mehr und sind überbelichtet, in den Bäumen sind viel Bereiche unterbelichtet und Schwarz.

Die Gegenlichtaufnahme mit dem Kreuz beispielsweise zeigt bei 8 Bit einen ausgefressenen, in vielen Bereichen zeichnungsfreien weißen Himmel. Andere Bereich wiederum, z.B. in den Schatten der Bäume, fallen unterbelichtet schwarz aus. Tatsächlich jedoch war der Himmel für die menschliche Wahrnehmung blau wahrzunehmen, so wie es im HDR-Bild zu sehen ist. Natürlich sah der Himmel in meinen Augen nicht exakt so aus, wie in der abgebildeten HDR-Aufnahme. Allerdings noch viel weniger so, wie in der Einzelbelichtung.

Selbstverständlich ist das HDR auch nur eine Interpretation der Realität im Rahmen der technischen und physikalischen Möglichkeiten der digitalen Fotograftechnik, nicht anders als eine normale 8-Bit-Aufnahme der Szene eine Interpretation ist. Das trifft allerdings auf unsere Wahrnehmung nicht minder zu.

Ich würde auf jeden Fall behaupten, dass das HDR bei so einer Szene meiner Wahrnehmung näher kommt, als es eine reguläre 8-Bit-Einzelbelichtung tun kann. Schließlich konnte ich vor Ort das Blau des Himmels und die Struktur der Wolken ebenso erkennen, wie die Details im Schatten der Bäume, was eben bei einer regulären Aufnahme nicht der Fall ist.

Mir geht es in der Fotografie heute darum Aufnahmen zu erstellen die Szenen so gut als möglich so zeigen, wie ich sie erlebt habe, und nicht so, wie es den technisch-physikalischen Beschränkungen einer 8-Bit-Einzelbelichtung entspricht.

Bin ich mit den Resultaten vollauf zufrieden? Nein. Auch mit dieser Technik bekomme ich oft noch ausgefressene Überbelichtung und rein schwarze Unterbelichtung. Aber es entwickelt sich und ich kann in den Aufnahmen Details und Strukturen sichtbar machen, die vor Ort problemlos zu sehen waren, und nicht von Unter- und Überbelichtung verschluckt sind.

Valiseraalpe

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Wer es gerne ruhig mag, dem darf eine Wanderung zur Valiseraalpe empfohlen werden. Als wir zunächst in Gargellen an der Talstation der Schafbergbahn eintrafen, traf uns nahezu der Schlag, ob der Massen die sich hier tummelten. Zum Glück für uns fuhren die meisten Wanderer mit der Bahn zum Schafberg hoch. Auf der Wanderung zur Valiseraalpe trafen wir dann nur mehr auf ein einziges Pärchen.

Die Wanderung habe ich auf meinem Bergfex-Account freigegeben. Die lange Dauer von knapp 5 Stunden rührt daher, dass wir sehr gemütlich wandern und immer wieder stehen bleiben, um Fotos zu machen. Außerdem beinhaltet der Zeitraum eine Rast auf der Alpe von etwa einer halben Stunde.

Der überwiegende Teil der Strecke befindet sich im Wald, weshalb sie auch bei heißem Wetter gegangen werden kann. Man kann den Weg nicht unbedingt als Panoramastrecke bezeichnen, allerdings hat man immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung. Highlight ist aber vor allem die Alpe selbst. Vor der Hütte befindet sich ein kleiner Teich, indem wir zu unserer Überraschung Karpfen schwimmen sahen. Ein Tisch mit zwei Bänken lädt zur gemütlichen Rast ein.

Die Fotos sind allesamt HDR-Aufnahmen aus fünf Belichtungen, die mit Aurora HDR vereint wurden. Die Korrekturen mit DxO ViewPoint sind notwendig, da die Resultate von Aurora HDR weder eine Korrektur der Verzeichnung noch der Vignettierung enthalten. Außerdem korrigiere ich in ViewPoint auch oft die Perspektive.

Alphütte und Gipfel über Gargellen
Ausblick unterwegs | Olympus OM-D E-M1X | M.zuiko 12-100mm ƒ4.0 | 66mm (132mm KB) | ƒ8 | 1/640 | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Fischteich auf der Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 12mm (24mm KB) | ƒ8 | 1/640s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 9mm (18mm KB) | ƒ8 | 1/640s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 10mm (20mm KB) | ƒ8 | 1/400s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Bildstock auf der Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 9mm (18mm KB) | ƒ8 | 1/500s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Bildstock auf der Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 18mm (36mm KB) | ƒ8 | 1/400s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 18mm (36mm KB) | ƒ8 | 1/100s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1 MarkII | M.Zuiko 40-150mm ƒ2.8 + MC-20 | 80mm (160mm KB) | ƒ8 | 1/125s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint

Exposure X5 ist unterwegs

Posted in Digitale Dunkelkammer

Exposure X war bis vor kurzem ein RAW-Konverter der Firma Alien Skin. Vor kurzen hat sich das Unternehmen in Exposure Software umbenannt, womit klar sein dürfte, wo in Zukunft die Prioritäten liegen.

Anders als bei den Bildbearbeitungsprogrammen tummeln sich am Markt der RAW-Konverter zahlreiche Anbieter mit ernst zu nehmenden Lösungen. Neben Marktführer Adobe mit Lightroom, sind das Capture One, DxO PhotoLab, Skylum Luminar, OnOne kommt mit demnächst mit OnOne Photo RAW 2020 erstmals in einer deutschsprachigen Version auf den Markt, dann wäre da eben Exposure das im Herbst auf X5 aktualisiert werden soll, nebst weiteren Mitbewerbern.

In der Regel arbeite ich mit Capture One. Ich mag allerdings auch Exposure wegen seiner Simulationen klassischer Analogfilme. In den letzten Jahren hat sich das Programm ordentlich vom reinen Photoshop-PlugIn zum vollständigen RAW-Konverter mit zunehmend ausgefeilteren Digital-Asset-Management-Funktionen entwickelt, was neben einer umfangreichen Entwicklung auch eine effiziente Verwaltung möglich macht. Das Programm arbeitet nicht mit einem Katalog, sondern zeigt Bilder direkt in beliebigen Ordner auf der Festplatte an. Es arbeitet dabei ausgesprochen zügig, was man nicht von jedem RAW-Konverter behaupten kann. Das Video oben zeigt, dass man an interessanten neuen Funktionen arbeitet. Wer also noch nicht weiß, womit er oder sie in Zukunft RAWs verwalten und bearbeiten soll oder eine Alternative sucht – Exposure X ist sicher einen Blick wert.

Hochalpen-Apollo

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Hochalpen-Apollo
Hochalpen-Apollofalter | Olympus OM-D E-M1MarkI | M.Zuiko 40-150mm ƒ2.8 + MC-20 |
300mm (600mm KB) | ƒ5.6 | 1/640s | Capture One Pro

Es ist ein ausgesprochenes Glück dem Alpenapollofalter einmal zu begegnen. Man findet ihn in erster Linie in den Zentralalpen Europas oberhalb von 1600m, laut Wikipedia bevorzugt zwischen 1800m und 2200m. Er hat eine Flügelspannweite von 50mm bis 60mm. Der Apenapollo gilt wie viele andere Schmetterlinge als bedroht und steht unter strengem Naturschutz.

Die Aufnahme ist kein ausgesprochen gelungenes Foto, der wunderschöne und seltene Schmetterling ist meines Erachtens nach aber dennoch herzeigenswert.

Schloss Schönbühel in HDR

Posted in Bilder, and Theorie & Technik

Schloss Schönbühel
Schloss Schönbühel | Olympus OM-D E-M5 MarkII | M.Zuiko 25mm ƒ1.2 | 25 mm (50mm KB) | ƒ5.6 | 1/800s | ISO200 | Aurora HDR und DxO ViewPoint

Schloss Schönbühel liegt in der Gemeinde Schönbühel-Aggsbach in Niederösterreich in der Wachau an der Donau. Seine Ursprünge liegen im 12. Jahrhundert und in einer leicht zu verteidigenden Festung. Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Mehr darüber findet sich auf Wikipedia.

Die Aufnahme oben ist ein HDR aus einer Belichtungsreihe aus fünf Belichtungen. Die Angaben zur Belichtungszeit beziehen sich auf die mittlere Belichtung.

Wie ich zu HDR kam

Im vergangenen Jahr machte ich einen Ausflug in die Drohnenfotografie. Leider erfuhr ich erst als ich mich nach dem Kauf, wo man in Österreich Drohnen fliegen lassen darf, dass es einer Bewilligung der Austro Control bedarf, möchte man Drohnen zum Fotografieren fliegen lassen. Laut meinen Recherchen sollte die Gebühr für die Bewilligung jährlich über 200 Euro betragen, was bei nicht gewerblicher Nutzung wohl für die Wenigsten ein Thema sein dürfte.

Rückblickend finde ich diese strenge Regelung gar nicht so verkehrt, schließlich gibt es immer genug Idioten die nicht ausreichend Verantwortungsbewusstsein besitzen ihre Drohen von Naturschutzgebieten, wilden Tieren und aus dem Luftraum des bemannten Luftverkehrs fern zu halten – immer wieder liest man von gefährlichen Situationen die für Hubschrauber und Flugzeuge durch Drohnen entstehen. Etwas sauer bin ich allerdings, dass auch bewilligungspflichtige Drohnen ohne den geringsten Hinweis in Fotogeschäften und Elektronikmärkten vertrieben werden.

Das Abenteuer Drohne führte auch dazu, dass ich begann mich intensiver mit HDR zu befassen, um ein Optimum aus den JPEGs der Drohnenkamera herauszuholen.

MFT und Aurora HDR – ein Dream-Team!

Im Merz dieses Jahres begann ich mit HDR aus meinen Systemkameras zu experimentieren. Bislang hat sich mein Interesse an HDR vor allem deshalb in Grenzen gehalten, weil ich nicht der Typ Fotograf bin der gerne mit Stativen auf den Weg geht. Lieber fotografiere ich spontan aus freier Hand. Das ist nicht nur Bequemlichkeit, sondern liegt auch daran, dass die meisten meiner Fotos auf Achse entstehen. Oft bin ich Stunden lang unterwegs, meist zu Fuß, seit diesem Jahr auch mit dem E-Bike. In beiden Fällen ist ein Stativ kein besonders bequemer Begleiter.

MFT-Kameras verfügen bekanntlich über eine exzellente Bildstabilisierung und so testete ich, ob es möglich ist brauchbare HDR-Bilder aus Belichtungsreihen aus freier Hand zu erzeugen. Das hängt allerdings nicht nur von der Qualität der Bildstabilisierung ab, sondern auch von der Präzision der automatischen Ausrichtung der HDR-Software.

Photoshop als HDR-Software kam von Beginn an nicht in Frage, da dessen HDR-Funktion lausig ist. Affinity Photo weist zwar eine bessere HDR-Funktion auf und meine Drohnen-HDRs entstanden damit, so richtig glücklich war ich mit dessen Resultaten allerdings auch nicht. In weiterer Folge testete ich so ziemlich alles, was für den Mac an HDR-Software verfügbar ist. Tatsächlich überzeugt hat mich nur Aurora HDR von Skylum.

Es liegen Welten zwischen Aurora HDR und allen anderen Programmen mit denen ich es versuchte. Nicht nur die Qualität wird von keiner anderen Software erreicht. Auch die Funktionen und Einstellmöglichkeiten sind viel umfangreicher als bei allen Mitbewerbern. Das Interface ist ansprechend gestaltet, auch wenn es dem Trend entsprechend zu dunkel ist und auch noch einen dezenten Farbstich aufweist. Besonders beeindruckend ist aber vor allem die automatische Ausrichtung und das Deghosting. Die Aufnahme oben ist von einem Fahrenden Ausflugsschiff entstanden. Dennoch ist das Resultat, wie auch alle anderen Aufnahmen die ich während der Flussfahrt machte, tadellos. An sich erstellte ich diese Belichtungsreihen in der Annahme, dass die Erstellung von HDR-Aufnahmen wegen der Bewegung scheitern würde. Doch selbst ein rasch vorbei fahrendes Motorboot wurde tadellos vereint. Personen die sich während der Aufnahme bewegen, stellen für Aurora HDR ebenfalls kein Problem dar – man erhält eine Person die tadellos ins HDR-Bild passt. Es ist fast wie Magie!

Im Moment kämpfe ich noch mit mir selbst und damit, es mit den Einstellungen nicht zu übertreibe. Ein HDR ist kein normales Foto. Sein Eindruck ist anders. Wenn dem nicht so wäre, bräuchte man keine HDRs zu erstellen.

Betrachter empfinden oft HDR vermittle einen gemalten Eindruck. Ich finde diese Assoziation heute sehr passend. Eine Kamera sieht nicht wie wir, sondern wie eine Kamera. Was sie aufnimmt und ein Foto wiedergibt, ist nicht die Realität, sondern eine Interpretation der Kamera von der Realität. Technische und physikalische Einschränkungen lassen es gar nicht zu, dass die Kamera die Realität ohne Abweichungen abbildet. Bei unserer Wahrnehmung ist es dasselbe, nur dass die Einschränkungen nicht technischer, sondern biologischer Natur sind. Es würde zu weit führen hier in die Tiefe zu gehen – detaillierter gehe ich darauf in meiner Fotoschule, in »das ABC der Farbe« und in meinem kommenden Buch »das ABC des Designs« ein.

Während eine Kamera eine Szene ganz anders aufnimmt, als wir sie wahrnehmen, malt ein Maler sie so wie er sie wahrnimmt, und somit (wahrscheinlich) auch so, wie wir sie wahrnehmen. Deshalb bin ich heute davon überzeugt, dass ein Bild das aussieht wie ein Gemälde eher der menschlichen Wahrnehmung nahekommt, als ein Foto das die Szene mit den Einschränkungen der fotografischen Aufnahme- und Wiedergabetechniken zeigt.

Perlmuttfalter

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Perlmuttfalter
Perlmuttfalter | Olympus OM-D E-M1 MarkII | M.Zuiko 40-150mm ƒ2.8 + MC-20 | 300mm (600mm KB) | ƒ5.6 | 1/250s | ISO400 | Capture One Pro
Perluttfalter
Perlmuttfalter | Olympus OM-D E-M1 MarkII | M.Zuiko 40-150mm ƒ2.8 + MC-20 | 300mm (600mm KB) | ƒ5.6 | 1/250s | ISO250 | Capture One Pro

Perlmuttfalter gibt es viele Arten. Mir fehlt die Fachkunde diesen hier genauer bestimmen zu können. Sie alle gehören zur Gruppe der Edelfalter (Wikipedia). Wunderschöne Schmetterlinge, denen man hier in Vorarlberg glücklicherweise noch oft begegnen kann.

Umbau

Posted in etc.

Wieder einmal befindet sich mein Blog in einer Umbauphase. Obwohl es mir immer Freude bereitet hat Fachartikel für den Blog zu verfassen und Videotutorials aufzunehmen, ist die Pflege meines Blogs und meines Youtube-Kanals in den letzten Monaten wieder einmal ordentlich unter die Räder gekommen. Da sind zum Einen die Projekten die zu meinem Lebensunterhalt beitragen – Bücher schreiben, unterrichten, Artikel für Magazine schreiben – und die ihre Zeit fordern. Dann hatten wir in den letzten Monaten viel schönes und trockenes Wetter, bei dem ich die Zeit lieber mit der Kamera in der Natur verbringe, als hinter dem Computer. Und natürlich will man dann, wenn man mit voller Speicherkarte nachhause kommt, das Bildmaterial auch sichten und ausarbeiten.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch andere Dinge im Leben die nicht zu kurz kommen dürfen, wozu für mich nicht nur Ausflüge und Unterhaltung gehören, sondern auch mein Interesse an dem was politisch, gesellschaftlich und ökologisch in der Welt vor sich geht, und womit ich mich auch nahezu täglich ausgiebig befasse. Irgendwo muss man am Ende die Abstriche machen, und bei mir leiden halt Blog und Videokanal darunter. Das freut mich nicht, geht aber nicht anders.

Selbst ein kurzes Video fordern meist mindestens eine Stunde bis sie online sind, ein Artikel mit Hand und Fuß dauert selbst dann mehrere Stunden, wenn er am Ende nur ein paar Absätze hat. Da mir das vermitteln von Wissen, das Bloggen und das Aufnehmen von Tutorials ja an sich Spaß macht, möchte ich den Blog bis auf Weiteres nicht stilllegen. Damit er nicht ganz verstaubt, möchte ich schauen ob es mir gelingt in nächster Zeit zumindest etwas mit Bildern zu füttern. Dafür ist allerdings das Magazin-Layout das ich zuletzt nutzte nicht gut geeignet, weshalb ich wieder zu einem klassischen Blog-Theme zurück kehre.