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Kategorie: Erfahrungsberichte

Die Suche nach der idealen Fototasche

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Wer schon einmal nach der perfekten Fototasche Ausschau gehalten hat, weiß, dass sich diese Suche weitaus schwieriger gestaltet, als sich für das optimale Kamerasystem zu entscheiden. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist natürlich wie, wo und unter welchen Bedingungen man fotografiert. Für viele Fotografen wird demnach eine Tasche auch nicht alle Anforderungen abdecken.

Bei mir haben sich über die Jahre hinweg viele Taschen und mit ihnen noch mehr Erfahrungen angesammelt, die ich gerne einmal teilen möchte. Dabei geht es mir nicht darum bestimmte Produkte im Detail zu beschreiben – die Spezifikationen lassen sich in der Regel über die verlinkten Seiten in Erfahrung zu bringen –, sondern vielmehr von den Features zu berichten, die mir an den Taschen wichtig geworden sind, womit ich negative Erfahrungen gemacht habe und welche Eindrücke bei mir die verschiedenen Hersteller hinterlassen haben.

Die große Fototasche

Nachdem ich 2006 in die Fotografie mit digitaler Spiegelreflexkamera eingestiegen bin,  war eine meiner ersten Fototasche – ich glaube sogar die erste – eine Lowepro Slingshot. Sling-Bags sind ein Zwischending aus Schultertasche und Rucksack. Auch wenn das wie die eierlegende Wollmilchsau oder die Quadratur des Kreises klingen mag und man bei diesem Versprechen immer skeptisch sein darf, funktioniert das Prinzip ziemlich gut. Zwar erreicht er mit nur einem quer angelegten Gurt nicht ganz den Tragekomfort eines richtigen Rucksacks, und die Kamera ist nicht ganz so schnell griffbereit wie bei einer Schultertasche, doch wenn man weitläufig unterwegs ist und währenddessen die Kamera oft einsetzt, ist der Kompromiss durchaus optimal.

In den ersten Generationen war der Slingshot allerdings so hässlich (Amazon), dass ich mich damit fast nur im dunkeln aus dem Haus traute. Mit ein Grund weshalb er mit der Zeit im Büro liegen blieb und durch andere Taschen ersetzt wurde.

Lowepro Fotorucksack

Vor allem wurde meine Ausrüstung größer und verlangten nach mehr Taschenvolumen. Zwischen 2008 und 2017 habe ich gelegentlich Foto-Sessions mit Modellen, oft in der freien Natur und an abgelegenen Orten gemacht, wie in einer Felsklamm und einer Flussschlucht. Dafür brauchte ich einen Rucksack mit viel Platz und guten Tragekomfort, denn neben Kamera und Objektiven mussten auch Blitze und Stative mit an die Location.

Lowepro Flipside 400 AW

Ich entschied mich für den Lowepro Flipside 400 AW (oben | lowepro.com | Amazon). Dieser wird nicht von oben oder vorne bepackt, sondern von seiner Rückseite aus, der Seite also die beim Tragen am Rücken anliegt. Ein Argument für dieses Konzept ist die Diebstahlsicherheit, was allerdings in den Regionen in denen ich unterwegs bin kein Thema ist. Das andere Argument ist, dass man ihn zur Entnahme der Ausrüstung nicht mir der Seite auf der man ihn trägt auf den Boden legen muss und somit kein Schmutz den Weg auf die Kleidung findet.

Der Flipside 400 trägt sich durchaus auch für Stunden gut, ist aber nur für die Aufnahme der Kameraausrüstung konzipiert. Ein dediziertes Fach für ein Wechsel-T-Shirt und Proviant ist nicht vorgesehen – er ist also kein Tourenrucksack.

Eines der wichtigsten Features für mich bei nahezu jeder Fototasche ist zumindest eine außen liegende Tasche zur Aufnahme einer Getränkeflasche. Nie wieder würde ich eine Tasche ohne kaufen! Der Flipside 400 AW hat zwei. AW steht übrigens für All Weather – der Rucksack kommt mit einem überstülpbaren Regenschutz daher.

Ein- und Auspacken gestalten sich beim Flipside nicht absolut komfortabel, da sich die Abdeckung des Rückens nicht vollständig aufklappen lässt und sie ohne Fixierung immer wieder zu fällt. Diesbezüglich sind Schultertaschen komfortabler.

Als Schultertasche für die große Ausrüstung nutzte ich zunächst eine Lowepro Nova 200 AW (lowepro.com | Amazon), eine gute und solide Tasche, allerdings brach nach einiger Zeit der Verschluss – relativ früh, trotz geringer Benutzung der Tasche und ohne, dass es zu einer nennenswerten Gewalteinwirkung kam. Zwar scheint mir Lowepro im Großen und Ganzen gute Qualität zu liefern, doch dieser Schaden hinterließ doch einen etwas zwiespältigen Eindruck. Es sollte nicht die einzige Fragwürdige Erfahrung mit Lowepro bleiben.

Als ich 2013 den Wechsel von Vollformat zu MFT vollzog, waren meine Fototaschen mit einem Schlag überwiegend zu groß. Eine der ersten Schultertaschen die ich damals erwarb, war eine Lowepro Nova Sport (Amazon). Leider knarzte diese Tasche beim gehen auf Schritt und Tritt, was unglaublich nervig war – ich nehmen an es lag an den Kunststoffkarabinern mit denen die Tasche am Tragegurt hing. Glücklicherweise nahm mein Händler die Tasche damals zurück.

Natürlich kann es passieren, dass sich ein Hersteller einmal in einer Komponente vergreift. Aber denselben Fehler mehrfach verbauen? Zumindest traf ich das Knarzen ein paar Jahre später an der Lowepro Inverse 100 AW Hüfttasche wieder. Offensichtlich dieselben Karabiner, weshalb ich den Gurt durch einen anderen ersetzte.

What about Thinktank?

ThinkTank SubUrban Disguise 20

Statt der Nova Sport habe ich drei Thinktank-Taschen zur Ansicht bestellt. Leider hat mich spontan keine davon wirklich überzeugt und zweifelnd und wegen eines schlechten Gewissens dem Fotohändler gegenüber habe ich die SubUrban Disguise 20 (oben | thinktankphoto.de | Amazon) gekauft. Genutzt habe ich sie kaum.

Einerseits weil das Konzept irgendwie seltsam ist. Die Tasche sieht zwar aus als ginge der Zugang zur Kamera durch öffnen der vorderen Lasche, doch dahinter findet man nur eine recht schmale Tasche für eher flaches Zubehör. Tatsächlich ist ein seitlicher Reißverschluss zu öffnen und der Deckel wird dann vom Körper weg geklappt. Diese Art eine Fototasche zu öffnen ist zwar grundsätzlich gar nicht so verkehrt, denn nach außen hat ein Deckel Platz zum Wegklappen und man kann ungehindert auf den Inhalt zugreifen, während nach hinten der Körper das wegklappen der Lasche verhindert und man sie bei den gewohnten Konzepten immer mit einer Hand halten muss, während die andere nach den Inhalten fischt. So richtig durchdacht wirkt das System für mich aber dennoch nicht.

Ihr größeres Problem ist allerdings der Tragekomfort auf ausgedehnten Strecken. Durch den hinten oben verlaufenden Reißverschluss fällt die Oberkante ziemlich eckig aus und man muss nicht Stunden lang auf Achse sein, damit sich so eine Ecke schmerzhaft an den Hüften bemerkbar macht. Wer eine Schultertasche ausgiebig zu Fuß spazieren führen möchte, dem empfehle ich eher nach Taschen mit gerundeten Kanten Ausschau zu halten.

Neben der SubUrban Disguise habe ich natürlich auch die Thinktank Retrospective (thinktankphoto.de | Amazon) in Betracht gezogen. Diese sieht zwar verdammt gut aus, doch ich konnte mich einfach nicht mit ihrem relativ hohen Gewicht anfreunden. Es macht für mich einfach keinen Sinn auf ein leichtes Fotosystem umzusteigen und mich dann für die (gefühlt) schwerste Tasche am Markt zu entscheiden.

Vanguard Schultertaschen

Vanguard The Heralder 28

Fündig geworden bin ich am Ende bei der Vanguard The Heralder 28 (oben | vanguardworld.de | Amazon). Diese vermittelt einen sehr guten Qualitätseindruck, bietet Platz für zwei kompakte Kamerabodys (bei mir Olympus OM-D E-M1) mit etwa vier Standardobjektiven (mit Vollformat eher etwas weniger). Auf Bildern wirkt sie deutlich kleiner als sie tatsächlich ist. Sie hat eine Seitentasche die aus Neopren bestehen dürfte, gleichermaßen strapazierfähig wie flexibel ist und gerne auch einen Doppelliter aufnimmt.

Die Heralder hat mich im Urlaub schon Stunden lang begleitet und war dabei für eine inklusive Reisestativ (bei mir ein  Sirui T025X) relativ dicht beladene Schultertasche immer recht komfortabel zu tragen. Sie ist dafür verantwortlich, dass ich vom Fleck weg zu einer Art Vanguard-Fan geworden bin. Sie hat einen guten und ziemlich ungefährlichen Schnappverschluss und darunter einen Reißverschluss (bei mir meist offen). Darüber hinaus ist in die Verschlusslasche oben ein Reißverschluss eingelassen, der einen raschen Zugriff auf die Kamera erlaubt. Außerdem schätze ich an ihr, dass sie auf Kletfverschlüsse verzichtet, denn diese machen in erster Linie viel Lärm und ruinieren die Kleidung.

Als Seminarleiter bin ich häufig mit dem Laptop unterwegs und benötige deshalb eine Tasche für den sicheren Transport. Mehrere Jahre lang tat mir dafür eine große Tamrac Rally Fototasche gute Dienste und zwar über einen Zeitraum hinweg in dem andere wesentlich weniger strapazierte Taschen den Weg alles Vergänglichen gingen. Leider stellt Tamrac die Rally nicht mehr her und deshalb suchte ich bei Vanguard nach einem Ersatz, den ich in der unten abgebildeten Up-rise II 33 (unten | Amazon) gefunden habe.

Vangard Up-rise 33

Die Up-rise 33 nimmt gut und gerne zwei Vollformatkameras mit drei relativ üppigen Objektiven auf, wird allerdings mit Klett verschlossen und hat keine Seitentaschen für Getränke – letzteres ist mir in diesem Fall aber egal, da die Tasche selten eine Kamera sieht und meist in erster Linie mein 15″ Macbook transportieren muss.

Die Tasche für die Fotosafari

Für die meisten Ausflüge in die Natur ist mir die Heralder überdimensioniert. Eine Tasche mit Platz für eine OM-D mit einem MFT-Standardobjektiv und etwas zusätzlichem Staurum und einer Seitentasche für ein Getränk reicht mir dafür – die zweite Kamera habe ich in der Regel umgehängt.

Die kleine Kalahari K-21

Kalahari K-21 Fototasche

Zu meinen ältesten Favoriten für die Fotosafari gehörte »die K-22« von Kalahari. Bereits als ich noch mit Vollformat fotografierte war sie mir (kalahari.de | Amazon) eine treue Begleiterin. Sie sieht so gar nicht nach typischer Fototasche aus und hebt sich mit ihren geschnürten Seitentaschen so besonders angenehm von dem was sonst so angeboten wird ab. Vergleichbar ist sie vielleicht mit der Thinktank Retrospective, die zwar cooler aussieht, allerdings mehr auf die Waage bringt und weniger Platz für ein Getränk bietet.

Nach meinem Umstieg auf das spiegellose MFT-System war mir die K-22 dann aber zu groß und ich habe sie durch eine K-21 (kalahari.de | Amazon) ersetzt. Diese nutze ich heute für das kleine Besteck – eine E-M5 etwa mit angesetztem 12–40mm ƒ2.8 und eventuell einem Wechselobjektiv. Die beiden Seitentaschen nehmen gut ein kompaktes Stativ (Sirui T025X) und eine 0,5 oder 0,75 Liter Trinkflasche auf und Krimskrams wie Handy, Geldtasche und Brille finden auch noch Platz.

Qualitativ spielt Kalahari zwar nicht in der Top-Liga und bei schwerem Regen ist der Inhalt der Nässe relativ schutzlos ausgesetzt (mit E-M1, E-M5 und Pro-Objektiven ein überschaubares Problem), aber die Tasche ist so praktisch und angenehm zu tragen, dass ich sie mir jederzeit wieder kaufen würde und ich sie auch nicht hergebe, obwohl sie in der Praxis eher selten zum Einsatz kommt, da sie für meinen Bedarf doch etwas zu klein ist.

Lowepro Passport Sling

Lowepro Passport Sling

Meine bevorzugte Schultertasche ist im Moment die Lowepro Passport Sling (lowepro.com | Amazon). Auch wenn der Name es nahe legen mag: Die Passport Sling ist kein Sling-Bag sondern eine astreine, nur etwas eigenwillig gestaltete Schultertasche.

Auch hat nicht den typischen Kamerataschen-Look, bietet Platz für eine deutlich größere Kamera als die Kalahari K-21 (sogar eine Olympus E-M1 mit angesetztem 40–150mm ƒ2.8 geht hinein) mit zwei bis drei Wechselobjektiven, einem Apfel, Riegeln und den üblichen Krimskrams. Das verlängerte Hinterteil das der Kamera ihren eigenwilligen Charakter verleiht kann beispielsweise ein Reisestativ aufnehmen und vorne findet eine Trinkflasche Platz, wobei hinten und vorne davon abhängig ist, auf welcher Seite die Tasche getragen wird. Der oben angesetzte Reißverschluss macht den Zugriff auf die Kamera leicht – oft lasse ich ihn einfach offen.

Die Tasche ist zwar ebenso wie die K-21 nicht wasserfest und kennt auch keinen Regenschutz zum überstülpen, sie punktet aber mit angenehmem Tragekomfort und ist extrem leicht. Wird der Schultergurt verkürzt, entsteht eine Schleife die ich gerne nutze um meine Jacke einzuhängen. Ob das auch für Leute funktioniert die deutlich kleiner sind als 1,85 ist allerdings fraglich – zumindest dürfte die Tasche dann wirklich tief oder die Jacke sehr locker in der Schlaufe hängen.

Leichter Daypack-Fotorucksack

Leider drückt auch die beste Schultertasche konzeptbedingt mit der Zeit zunehmend auf die Schultern. Auch wenn sich eine MFT-Fotoausrüstung im Vergleich zum Vollformat relativ leicht anfühlen mag, zerrt auch ihr Gewicht mit jeder Stunde mehr an den Schultern. Nicht selten sind sie am nächsten Tag verspannt und das Kreuz ist beleidigt.

Vanguard Reno 41

Ein Rucksack verteilt das Gewicht natürlich auf zwei Schultern. Ich habe mich vor ein paar Jahren für einen Vanguard Reno 41 (wird leider nicht mehr hergestellt, ist aber noch über Amazon zu beziehen). Er kombiniert guten Tragekomfort mit extremer Leichtigkeit und nimmt meine erforderliche Ausrüstung inklusive dem, was man zu einer Halb- oder Tageswanderung mitnimmt auf.

Systembedingt ist beim Rucksack der Zugriff auf eine in ihm verstaute Kamera aber natürlich umständlicher als bei der Schultertasche, weshalb er sich auch nicht bewährt wenn man alle paar Minuten ein Foto machen möchte. Wie könnte man also das Gewicht von den Schultern bekommen und dennoch die Kamera rasch zur Hand haben? Klarer Fall: Eine Hüfttasche muss her!

Die Hüfttasche – der große Irrtum

Lowepro Inverse 100 AW

Mir schien die Lösung das Gewicht an die Hüften zu hängen dermaßen zwingend logisch, dass ich gar nicht verstehen konnte, weshalb kaum ein Hersteller eine Hüfttasche im Programm hatte. Als ich dann eines der wenigen Produkte (Lowepro Inverse 100 AW: Amazon) im praktischen Einsatz hatte, wurde mir schnell klar weshalb: Das Konzept geht nicht auf!

Selbst wenn das Fassungsvermögen nur Teilweise genutzt und der Gurt grenzwertig straff gezogen wird, hängt die Tasche ausgesprochen unkomfortabel an den Hüften. Trägt man sie seitlich, ist der Tragekomfort besonders schlecht und der Zugriff auf die Kamera so beengt, dass das Heraus wie das Hinein zur nervigen Fummelei wird. Also nach hinten damit. Leider hat man die Kamera dann auch nicht mehr schneller im Griff als wenn man sie im Rucksack verstauen würde, denn ohne den Hüftgurt zu lösen lässt sich die Tasche nur wiederwillig nach vorne ziehen, und mit gelöstem Gurt hängt sie schnell auf Kniehöhe oder tiefer.

Lowepro wird die Probleme des Konzepts kennen und der Tasche nicht von ungefähr einen Schultergurt beilegen. Erst mit ihm wird sie bei nennenswerter Beladung überhaupt tragbar, dann allerdings mit einem sehr beengten Tragegefühl. Ein paar Ausflüge habe ich mit der Konfiguration gemacht, allerdings mit einem anderen Schultergurt, da der mitgelieferte beim gehen das weiter oben erwähnte Knarzen produzierte. Jetzt verschenke ich die Tasche, da ich mir nicht vorstellen kann jemandem für diesen Mist Geld abzuknüpfen.

Es mag sein, dass Leute mit der Figur einer Gazelle andere Erfahrungen damit gemacht haben, aber mich haben sie veranlasst ausnahmsweise einmal eine Amazon-Bewertung mit einem Stern zu vergeben. Mein Rat an alle die dennoch mit der Anschaffung einer Hüfttasche für die Fotoausrüstung liebäugeln: Erst testen, dann kaufen!

Lowepro Slingshot Edge

Lowepro Slingshot Edge

Lowepros Slingshot ist in der aktuellen »Edge« genannten Version gereift (lowepro.com | Amazon) und nicht mehr die hässliche Ente die er früher war. Ich habe mir deshalb wieder einen besorgt und nehme heute meist ihn mit auf die Fotosafari. Sling-Taschen mit quer getragenen Gurt gibt es auch von anderen Herstellern (Tamrac beispielsweise hat auch ein interessantes Produkt: tamrac.comAmazon), aber nicht jede ist mit einer Seitentasche für eine Trinkflasche ausgestattet (Vanguards Adaptor-Taschen beispielsweise nicht). Für mich ein absolutes KO-Argument: Keine Tasche ohne Trinkflasche!

Der Sling-Bag kommt bei meinen derzeitigen Anforderungen der idealen Kameratasche am nächsten. Bei ihm befestige ich einen Peak Design Capture Clip (peakdesign.com | Amazon) am Schultergurt (Bild unten) und darin die E-M5 was bis hinauf zur Kombination mit einem M.Zuiko 40–150mm 2.8 Pro-Objektiv perfekt funktioniert und ein komfortables Tragegefühl erlaubt.

Peak Design Capture Clip

Ich habe auch versucht den Peak-Design-Clip an einem Regulären Rucksack zu befestigen – also am Vanguard Reno und am Lowepro Flipside – was bei beiden aber zu keiner befriedigen Position der Kamera führt. Ich vermute sogar, dass selbst bei Peak Designs eigenem Rucksack die Kamera nicht so optimal im Clip sitzt, wie bei einem Sling-Bag.

Für mich erlaubt die Kombination Slingshot, Capture-Clip und Peak Design Slide Kameragurt jedenfalls mit zwei MFT-Kameras, einem 300mm Pro und einem Standardobjektiv auf den Weg zu gehen, beide Kameras blitzschnell zur Hand zu haben, und dennoch drei bis vier Stunden auf Achse sein zu können.

Immer-dabei-Fototaschen

Wie viele leidenschaftliche Fotografen gehe auch ich kaum ohne Kamera aus dem Haus, auch wenn ich zugeben muss, sie im Alltag viel zu selten einzusetzen. Die Kamera der Wahl dafür ist die Pen-F (olympus.de | Amazon), meist mit Lumix 15mm ƒ1.7 (panasonic.de | Amazon) oder Lumix 30mm ƒ2.8 Macro (panasonic.de | Amazon).

Tamrac Rally 2

Auf Grund meiner positiven Erfahrung mit der weiter oben erwähnten Tamrac Rally ist es kein Zufall, dass ich es auch mit einer Tasche dieses Herstellers für immer-dabei probiert habe. Die Tamrac Rally 2 (Amazon) ist eine nette und dank der Seitentaschen durchaus flexible kleine Kameratasche, allerdings mit der Betonung auf klein, weshalb Sie mir doch schnell zu klein wurde. Trotzdem: Schade, dass Tamrac die Serie eingestellt hat.

Tamrac Rally 2

Lowepro Event Messenger

Ein weiteres Produkt, das inzwischen Geschichte ist, ist die Event-Messenger von Lowepro (Amazon) – eine angenehm zu tragende kleine Kameratasche. Interessant ist ihr Feature durch einen cleveren Klappmechanismus die Kamera mit und ohne Klettverschluss nutzen zu können. Ich bin ja wie schon erwähnt wegen des schreienden, reissenden Geräusches das sie produzieren und weil sie Stoffe ruinieren kein Fan davon. Dennoch muss ich gestehen, dass Klett einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil hat: Klappt die Lasche so einer Tasche zu beisst sich der Klett sofort fest und der Deckel ist verschlossen. Bei Reiß- oder Schnappverschluss muss Hand angelegt werden um die Lasche zu sichern. Wenn man oft etwas schlampig und schleißig ist wie ich, und häufig zu faul diesen Handgriff zu tun, kann es schon passieren, dass die teure Kamera beim Anheben der Tasche aus dem Inneren kullert und Schaden nimmt – ich weiß wovon ich schreibe!

Domke

Domke F-5XB

Domke gehört zu den Klassikern unter den Kamerataschen – Bags reduced to the max, könnte man sagen. Ich hatte einige Zeit die Domke F-5XB (tiffen.com) im Einsatz, zuerst in der Rugged-Version (Amazon), dann in schwarzer Ausführung (Amazon). Das Wachs der Rugged-Version lässt die Tasche sich schmierig anfühlen und Tasche und Kleidung tauschen sich aus – die Kleidung bekommt etwas Wachs, wofür sich die Tasche etwas Stofffasern nimmt und rasch schäbig aussieht. Die schwarze Ausführung ist diesbezüglich etwas besser, doch auch ihr Stoff wirkt rasch abgenutzt und schäbig und da die Tasche nur gering gepolstert ist, vermittelt sie auch nicht das Gefühl die Kamera großartig zu schützen. Zuletzt schließt sie auch noch mit Klett, was unterm Strich alles in Allem dazu führte, dass unsere Liebe nicht lange währte.

Olympus Messenger Ledertasche

Olympus Messenger Ledertasche

Sehr schick ist die Olympus Messenger Ledertasche (olympus.de | Amazon) deren Preis/Leistungs-Verhältnis für eine solche Tasche zumal aus dem Hause des Systemherstellers absolut in Ordnung geht. Auf Klett wird hier glücklicherweise verzichtet, statt dessen kommt ein klassischer alter Schnappverschluss aus Metall zu Einsatz. Einziger Kritikpunkt: Die Bodenplatte des Verschlusses ist etwas Scharfkantig ausgefallen. Verletzungsgefahr sehe ich zwar keine, doch angenehm anzugreifen ist auch anders.

Crumpler Proper Roady 2.0

Crumpler hat ein cooles Logo und coole Werbung. Die Produkte hingegen hinterlassen bei mir oft gemischte Gefühle und den Eindruck, dass den Australiern cool wichtiger als clever ist. Ich hatte in der letzten Dekade mehr als ein halbes Dutzend Taschen von ihnen – von der kleinen Schultertasche bis zum großen Laptop-Rucksack. Überzeugt haben mich die wenigsten Produkte. Kein Wunder, setzt Crumpler doch besonders häufig auf besonders bissigen Klett.

Crumpler Proper Roady 2.0

Zu den Ausnahmen gehört die Proper Roady 2.0. Diese sieht nicht nur gut aus, sondern sie nutzt auch statt Klett- einen Schnappverschluss. Außerdem soll das Material dem Vernehmen nach kein Wasser durchlassen. Schade, dass sie keine Seitentaschen für die Getränkeflasche hat.

Tenba

Tenba Switch

Erst vor kurzem Entdeckt habe ich den britischen Taschenhersteller Tenba. Diese dürften wenn meine Informationen stimmen in der Produktion von Taschen für Fahrrad-Courriere verwurzelt sein. Ich habe zunächst eine Tenba Switch 8 (tenba.com | Amazon) geordert, da diese ein iPad Pro 10″ in einer hinten angebrachten Tasche aufnehmen kann. Sie vermittelt den besten Qualitätseindruck den ich je bei einer Kameratasche gesehen habe und wirkt ebenso innovativ und durchdacht (allerdings hat mich überrascht, dass kein Stifthalter vorhanden ist).

Ihr Nachteil: Durch die hinten angesetzte Tasche und den Reißverschluss der sie umgibt entsteht eine Kante, die sich bei längerem Tragen wie schon weiter oben zur Thinktank Suburban Disguise angemerkt unangenehm bemerkbar macht. Allerdings habe ich auch schnell bemerkt, dass es für mich nicht sinnvoll ist mein iPad permanent mit mir herum zu tragen.

Denba DNA 8 Messenger Bag

Aufgrund des positiven Eindrucks der Switch habe ich gleich noch einmal bei Tenba eingekauft, diesmal eine DNA 8 (tenba.com | Amazon). Zwar schließt diese Tasche neben den beiden Clips vorne auch mit Klett, doch Tenba setzt eine Klettgeneration ein, die keine großen Anstalten macht sich in Kleidung zu verbeissen und die sich verhältnismäßig leise öffnen lässt, wenn man die Lasche nach unten statt nach vorne weg zieht – das Geräusch ist kaum auffälliger als manche Kunststoffklipps beim Aufschnappen klingen.

Die Tasche nimmt meine Pen-F auf, auch wenn ich statt eines der kleineren Objektive ein M.Zuiko 25mm ƒ1.2 oder das 12–40mm ƒ2.8 ansetze. Viel mehr Platz bleibt dann zwar nicht mehr, aber Sonnenbrille, Geltasche und Handy gehen sich aus und das ist genau das, was ich von einer immer-dabei Tasche erwarte.

Die DNA 8 ist nach einer Dekade und deutlich mehr als einem Dutzend getesteter und gekaufter Schultertaschen für immer-dabei endlich die Taste mit der ich uneingeschränkt zufrieden bin. Zumindest diese Suche scheint für mich endgültig abgeschlossen zu sein.

Nach diesem Artikel hinzugekommen: Lowepro Flipside Treck BP 250 AW, Bericht hier.

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Lumix G9 im Vergleich zur OM-D E-M1 II

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Das schöne an Micro FourThirds ist, dass man ein System nutzt für das zwei Hersteller sehr unterschiedliche Kameras bauen. Eine Nikon ist eine Nikon, eine Canon ist eine Canon und eine Sony ist eine Sony. Doch eine Panasonic ist keine Olympus. Das heißt, wenn man mit dem einen Hersteller nicht mehr glücklich ist, kann man zum anderen wechseln ohne das System wechseln zu müssen. Oder man kann zwei sehr unterschiedliche Kamerakonzepte mit denselben Objektiven nutzen.

Ich persönlich konnte mich immer besser mit Olympus anfreunden, finde aber ebenso interessant was Panasonic macht. So auch das neue Flaggschiff in Panasonics Fotokamera-Lineup, die Lumix G9. Diese zeigt Eigenschaften die sie mir als Zweit- oder als Alternativkamera zur E-M1 II durchaus attraktiv erscheinen lässt.

Zunächst einmal sticht mir das LCD-Display auf der Oberseite ins Auge. Etwas, das ich von meinen DSLR gewohnt war. Bis ich es jetzt zum ersten Mal an einer Spiegellosen sah, war mir nicht bewusst, dass ich es vermisse. Meist fotografiere ich mit dem Sucher und habe das Display nach innen geklappt. Um mich über die Einstellungen zu informieren, muss ich einen Blick in den Sucher werfen. Keine Frage, dass ein LCD-Display einen Mehrwert darstellen würde.

Noch bei weitem interessanter ist der Joystick, denn die G9 in sehr guter Erreichbarkeit des Daumens platziert hat, und mit dem sich das AF-Messfeld in perfekter Effizienz und völlig intuitiv verschieben lässt. Nachdem ich es einmal probiert habe, kann ich nicht mehr verstehen, wieso nicht jede Kamera mit so etwas ausgestattet ist. Zusätzlicher Bonus: Ist das AF-Messfald mit dem Stick aktiviert, lässt sich über den Multifunktionswähler die Größe bzw. die Anzahl der Messfelder justieren. Bedienerfreundlichkeit par excellence.

Und noch etwas, das gleichermaßen schlicht und genial ist: Nach Drücken des ISO-Knopfes kann ich über das hintere Einstellrad die Empfindlichkeit, mit dem vorderen die maximale Empfindlichkeit für die ISO-Automatik einstellen. Eine Kombination, die ich, nachdem ich sie einmal gesehen habe, bei jeder Kamera vermissen werde, die das nicht hat.

Leider finde ich an der Kamera nicht nur Highlights, sondern auch Vieles, mit dem ich mich nicht anfreunden kann. Die G9 ist groß, schwer und fühlt sich für mich klobig an. Ich fühle mich an meine DSLRs erinnert, die ich zwar auch gerne genutzt habe, die ich aber ebenso gerne hinter mir ließ, nach dem ich zum ersten Mal die für mich perfekt in Händen liegende OM-D E-M1 II in Händen hatte. Deren schmaler und tiefer Handgriff scheint mir die perfekte Form zu haben, und der breitere und weniger tiefe Griff der G9 fühlt sich für mich nicht annähernd so gut an.

Zwar vermittelt die G9 einen soliden Eindruck und ich habe keine Zweifel, dass sie kaum weniger gut gegen die Elemente abgedichtet ist, als die E-M1, doch Olympus’ Kameras fühlen sich für mich immer etwas solider an – und Look and Feel sind für mich keine belanglosen Faktoren.

Ein schlechtes »Feel« empfinde ich bei Panasonic immer besonders bei den Einstellrädern. Während ich von der Materialanmutung, dem Widerstand und dem deutlich spürbaren Einrasten der Räder nichts besseres kenne als Olympus, vermitteln mir Panasonics Räder immer einen billigen Plastikeindruck – das ist bei der G9 nicht anders.

Die Bedienbarkeit des hinteren Einstellrads scheint mir etwas unglücklich durch die Auswulstung für den Daumen behindert, die Platzierung des vorderen hinter dem Auslöser empfinde ich ebenfalls nicht als ideal. Nichts, woran man sich nicht gewöhnen könnte. Aber Olympus scheint hier doch die perfekteren Lösungen gewählt zu haben. Das vordere Einstellrad umschließt den Auslöser – einen kürzeren Weg zwischen Einstellen und Auslösen gibt es nicht. Das hintere könnte bei den OM-Ds für den Daumen kaum logischer platziert sein.

Was mir an der G9 zunächst ideal erschien, ist die Platzierung des Ein-/Aus-Schalters. Bei Olympus befindet sich dieser seit der E-M1 links des Auslösers und das heißt, dass ich die Kameras nicht mit einer Hand einschalten kann. Schlechte Lösung!

Bei der G9 umschließt der Schalter den Auslöser. Mehrfaches versehentliches Ausschalten der Kamera, weil ich versucht hatte die Blende zu ändern, machte mir bewusst, was sich bei Olympus an dieser Stelle befindet: Das vordere Einstellrad. Die Erkenntnis dieser Erfahrung: Den Ein-/Aus-Schalter hätte ich bei Olympus gerne so platziert, dass ich ihn gut erreichbar mit der rechten Hand bedienen kann. Doch wenn ich wählen muss, ob ich um den Auslöser das Einstellrad oder Ein/Aus haben möchte, dann entscheide ich mich klar für das Einstellrad.

Als besonderes Highlight wird an der G9 der besonders große und hoch aufgelöste elektronische Sucher angepriesen, der im Moment das beste sein dürfte, was am Markt zu finden ist. Es ist keine Frage, dass er beeindruckend ist. Einen praktischen Vorteil gegenüber der E-M1 habe ich beim Vergleich jedoch nicht feststellen können. Tatsächlich erschien mir das Sucherbild der G9 beim Einsatz im Sonnenschein deutlich dunkler als bei der E-M1 (zu dunkel), wofür ich allerdings keine Erklärung habe. Fazit E-Sucher: Nice to have aber kein Must have.

Die paar Stunden die ich die G9 neben der E-M1 II bei einem Rundgang genutzt habe, sind natürlich kein gezielter Vergleichstest. Doch für mich ging es auch nur um die Frage wie sich die Kamera für mich anfühlt und ob ich sie mir neben der E-M1 vorstellen kann.

Die klare Antwort lautet: Nein! Die G9 hat ein hervorragendes Bedienkonzept. Aber ihre Größe und ihr Volumen sind für mich ein No-go, das mir den Sinn weshalb ich MFT nutze ad absurdum führt. Die Details in denen mir die G9 besser gefällt als die E-M1 wiegen niemals das perfekte Handling des Olympus Bodys auf.

Das AF-System der G9 wird als exzellent gepriesen und soll sogar mit dem exzellenten E-M1-AF-System gleichziehen, manche behaupten sogar daran vorbei ziehen können. Allerdings nur wenn man Panasonic-Objektive verwendet. Mit diesen kann die Kamera die sogenannte Depth-from-Defocus-Technik nutzen. Bei Objektiven anderer Hersteller funktioniert diese Technik nicht.  Ein Problem für mich, der zwar auch Lumix-Objektive nutzt, aber mehrheitlich doch welche von Olympus.

Leider hatte ich keine Möglichkeit den Fokus an tatsächlich schwierigen Motiven – fliegenden Vögeln – zu testen. Doch die Tests die ich machen konnte haben mich nicht überzeugt. In einigen Situationen hat der AF der G9 völlig daneben und auf den Hintergrund fokussiert. Die E-M1 die daneben Einsatz fand – wenn auch mit einem anderen Objektiv – zeigte diese Probleme nicht.

Noch rätselhafter ist mir, dass ich bei einer Serie von Aufnahmen eines Vogels in einem schattigen Bereich eines Baumes ungewöhnlich matschige, flaue Aufnahmen erhalten habe – die E-M1 hingegen erzielte in der gleichen Situation mit dem gleichen Objektiv (Panaleica 100–400mm) schöne, kontrastreiche Aufnahmen.

Mein Fazit nach einem Wochenende G9: Die Kamera hat ein extrem durchdachtes und effizientes Bedienkonzept, das meine Olympus’ absolut in den Schatten stellt und alle Schwächen bei Olympus nur zu deutlich offen legt. Sie hat mehr Knöpfe als ich jemals brauchen werde und vermittelt den Eindruck, dass ich jede nur denkbare Kombination an Einstelloptionen individualisieren und konfigurieren kann – bei Olympus stoße ich im Detail immer wieder auf kleine aber unüberwindbare Hindernisse.

Allerdings hat sie auch eine Größe, ein Gewicht und eine für mich klobige Gestaltung, die sie für mich inakzeptabel macht. Der Eindruck den ich von der Fokussierung habe und die matschige Bildqualität in einer Situation, in der die E-M1 mit demselben Objektiv sehr schöne Bilder lieferte, haben ebenfalls Zweifel gesät, ob ich mit der Kamera glücklich werden könnte. Zweifel sind keine gute Basis für eine gute Beziehung – allerdings haben Gewicht, Volumen und Shaping ohnehin schon den Ausschlag gegeben, dass ich mir die Kamera für mich nicht vorstellen kann.

Trotzdem: Wer in Gewicht und Volumen der Kamera kein Hindernis sieht und eine MFT-Kamera mit perfektem Bedienkonzept sucht, sollte einen Blick auf die G9 werfen. Meine Tests bezüglich Abbildungsqualität und Fokussierung waren zu kurz und oberflächlich um ein objektives Urteil zu ergeben.

Sirui T025X – das ideale Reise- und Wanderstativ

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Seit ich vor knapp 20 Jahren meine erste eigenen Spiegelreflexkamera kaufte haben sich bei mir vier Stative angesammelt. Vier richtige Stative! Die billigen Alukonstruktionen, Tischstative und Gorillapods nicht mitgezählt.

Das erste Stativ steht noch immer in meinem Büro und ich habe es bis zuletzt für kleinere Studioarbeiten eingesetzt. Doch für unterwegs war dieses Stativ von Anfang an zu schwer, jedenfalls mit man auf Schusters Rappen die Gegend durchstreift. Deshalb habe ich mir 2006 zu meiner ersten DSLR ein etwas leichteres Stativ beschafft. Einerseits habe ich mich dabei für die Qualitätsmarke Manfrotto entschieden, andererseits sollte es aber eines der etwas leichteren sein. Am Ende war es doch zu schwer. Was ich bei diesem Stativ vor allem lernte: Drei-Wege-Neiger sind nicht besonders komfortabel wenn es um den Transport geht. Deshalb sollte das nächste Stativ eines mit Kugelkopf sein und es sollte weniger Gewicht auf die Waage werfen wie meine bisherigen.

In einem Foto-Videotutorial stellt dann ein Fotograf ein Fotopro-Stativ von Rollei vor. Was mich dabei überraschte war, wie schnell man die Drehverschlüsse an den Standbeinen öffnen und verschließen kann. Daraufhin habe ich nach einigen Vergleichen der verschiednen Rollei-Produkte ein CT-5A gekauft. Dieses verspricht sehr flexibel zu sein, da sich die Beine abnehmen lassen und man durch ein Erweiterungsstück ein Einbeinstativ erhält. Leider geht das nicht mit wenigen Handgriffen sondern erfordert so viel Schrauberei, dass das ein fauler Kerl wie ich nicht gerne macht.

Neben der Umbaumöglichkeit zum Einbein gehören zum CT-5A auch drei Dackelbeine mit denen man ein Tischstativ erhält das sicher auch zum Makrostativ taugt.

Obschon leichter als meine bisherigen Stative fand ich schnell heraus, dass auch 1740g noch ziemlich auf die Schultern drücken wenn man zur Fotosafari ausreist, wobei nicht nur das Gewicht mehr als Grenzwertig ist sondern auch die Sperrigkeit den Transport nicht zu Freude macht.

Hinzu kommt, dass das Stativ bei Feuchtigkeit problematisch ist. Ist Nässe erst einmal in die Beine eingedrungen – wozu es nicht viel braucht – ist es schwer sie da wieder raus zu bekommen. Noch Tage nach dem Einsatz im Regen oder in einem Bach spucken die Verschlüsse Wasser beim Aus- und Einziehen der Beine. Zu guter Letzt sind die Kappen der Beine nicht besonders gut befestigt und machen sich deshalb gerne selbständig – verlieren vorprogrammiert.

Zu Rollei mein Fazit: Wer billig kauf, kauft doppelt.

So kam ich zu meinem vierten Stativ: Dem Sirui T-025X (Sirui-Produktseite; Amazon-Affiliate-Link). Während ich Fotopro mittlerweile als Billigmarke betrachte steht Sirui im Ruf exzellente Qualität preiswert (aber eben nicht billig) anzubieten und es durchaus mit italienischen Marktführern aufnehmen zu können. Dabei liegt der Listenpreis des T-025X unter dem des Fotopro CT-5A liegt – es kommt halt ohne Firlefanz daher!

sirui

Zu haben ist die T05X-Serie ab etwa 130 Euro, allerdings habe ich mich diesmal doch nicht für die billigste sondern für die leichteste, die Carbon-Variante entschieden. Und was für ein Unterschied das ist: 800g (mit Kopf) gegenüber 1700g! Darüber hinaus lässt sich das Stativ so klein zusammenlegen, dass es kaum mehr Platz benötigt als eine 750ml-Getränkeflasche.

Kalihari

Zum ersten Mal macht es Spaß mit Stativ auf Fotosafari zu gehen, denn das T-025X ist kaum zu spüren. Trotzdem vermittelt es einen rundum soliden Eindruck bis hin zum preis-/leistungsmäßig exzellenten Kugelkopf. Probleme mit sich selbst lösenden Teilen oder Feuchtigkeit konnte ich bislang keine feststellen.

Zwar fällt die Maximalhöhe mit 130cm sehr gering aus, doch da ich ohnehin gerne aus niedrigen Perspektiven fotografiere ist das kein Problem, besonders seit ich LiveView und ein Klappdisplay habe.

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Die Konstruktion des Stativs mag etwas ungewöhnlich sein – der vertikale Holm lässt sich nicht wie bei den meisten Stativen einziehen – doch gerade dadurch dürfte es so extrem leicht und kompakt geworden sein. Dankbar bin ich auch für die Arca-Swiss-Kompatible Wechselplatte. Während einige Hersteller Schnellwechselsysteme nach eigener Norm anbieten, ist Arca-Swiss eine Art Quasi-Standard, was heißt, dass es kompatible Produkte von allen möglichen Herstellern gibt. So sind beispielsweise Rollei- und Sirui-Stative bzw. deren Köpfe und Wechselplatten kompatibel. Darüber hinaus verwendet Sirui sehr kleine Wechselplatten die ich auch an meiner Pen E-PL7 dauerhaft dran lassen kann, ohne, dass sie im Alltag stört.

PS: Falls euch mein Blog gefällt, euch Artikel und Tutorials helfen und ihr mein Engagement unterstützen wollt, könnt ihr das ohne einen Cent auszugeben. Einfach beim nächsten Amazon-Einkauf über einen Affiliate-Link hier im Blog einsteigen und ich erhalte eine kleine Provision die euch natürlich nichts kostet. Oder ihr habt eines meiner Bücher gelesen und findet es gut und empfehlenswert: Viele Leute informieren sich via Amazon (auch Leute die nicht dort einkaufen) und jede gute Rezension ist eine riesige Hilfe für den Autor (als Kunde kann man auch Produkte rezensieren die man nicht dort gekauft hat). Danke.

OP Tech USA Kamera-Gurtsystem

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So gut wie jede Kamera kommt mit einem Schulterriemen oder einer Handschlaufe daher. Die letzte Kamera bei der ich diese Beigabe nutzte war meine erste DSLR, die Nikon D80. Als ich 2008 begann mit der Nikon D700 und somit Vollformat und entsprechend schweren Linsen zu fotografieren suchte ich nach einer komfortableren Alternative die ich im Gurtsystem von OP Tech USA auch bald fand.

OP Tech USA hat sich auf die Herstellung von Gurtsystemen und Accessoires aus Neopren für Fotografen und Jäger spezialisiert. Die Neoprengurte sind nicht besonders schick und deshalb wahrscheinlich nicht erste Wahl für den gemeinen Hipster unter den Motivjägern. Dafür sind sie sehr angenehm zu tragen, widerstandsfähig, pflegeleicht und flexibel. Auch mein erster Gurt von 2008 sieht kaum gebrauchter aus als meine letzten Neuzugänge.

Bei den Schultergurten wirkt das Neopren stark federnd, was ein sehr angenehmes Tragegefühl vermittelt, ohne, dass die Kamera schaukelt oder auf und ab hüpft.

Die Handschlaufen vermitteln ein bisschen den Eindruck als wären sie aus Schaumgummi gefertigt. Mit der edlen Anmutung von Lederhandschlaufen hat das wenig gemein. Dafür ist das Tragegefühl umso besser, denn die Schlaufe ist eigentlich kaum zu spüren. Die Schaumgummi-Anmutung vermittelt nicht unbedingt reissfest zu sein, doch OP Tech gibt selbst für die kleine Kompaktkamera-Handschlaufe Cam Strap QD eine empfohlene Tragelast von 1,1kg an, für den SLR Wrist Strap 4,5kg.

Das Klippsystem erlaubt einen schnellen Wechsel zwischen Gurt und Handschlaufe was mir wichtig ist. Die Klips selbst scheinen bombenfest, eine versehentliche Lösung habe ich in all den Jahren nie erlebt. Angenehm auch: Die Schulterriebem lassen sich recht klein zusammenrollen oder legen und beanspruchen nicht viel Platz in den Fototaschen.

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Für meine Olympus OM-D E-M1 habe ich den Super Classic Strap Uni-Loop (Abbildung oben; OP-Tech-Produktseite; Amazon-Affiliate-Link) von meiner Vollformatkamera übernommen, bei Bedarf wechsle ich zum SLR Wrist Strap (Abbildung unten; OP-Tech-Produktseite; Amazon-Affiliate-Link).

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OP Tech nutzt zwei verschiedene Klippsysteme (Connectors): Das Uni-Loop-System für schwerer Kamerasysteme und das Mini-QD-System für Kompakt- und kleinere spiegellose Systemkameras. An meiner OM-D E-M5 und der Pen E-PL7 verwende ich statt der größeren Verschlüsse die kompaktere Variante. Oben zu sehen die E-PL7 mit dem Cam Strap QD (OP-Tech-Produktseite; Amazon-Affiliate-Link), unten ein Foto der Pen mit dem Mirrorless Strap (OP-Tech-Produktseite; Amazon-Affiliate-Link).

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Der Unterschied zwischen Super Classic Strap zum Mirrorless Strap betrifft nicht nur die Verbindungsklipps, sondern auch das Schulterteil ist etwas anders. Der Super Classic Strap ist auf der Trageseite gummiert was ihn rutschfester macht und ich als etwas angenehmer empfinde. Der Unterschied ist allerdings nicht besonders groß.

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Weitwinkelvergleich für MFT

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Als ich letzte Woche eine Olympus OM-D E-M5 Mark II im Hochauflösenden Modus (40 Megapixel) testete, kam mir der Gedanke, dass das doch eine gute Gelegenheit ist einmal meine Olympus Weitwinkelobjektive zu vergleichen. Zum Vergleich traten an: M.Zuiko 12mm ƒ2.0 (Olympus | Amazon), M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 (Olympus | Amazon) und M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6 (Olympus | Amazon) – alle mit Stativ bei Blende ƒ8.0 und ISO200.

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Oben das Motiv, darunter ein 100-%-Ausschnitt je einer Aufnahme des M.Zuiko 12mm ƒ2.0, M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 und M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6.

Bei diesem Test ging es mir vor allem um den Vergleich der Detailschärfe, nicht um Dinge wie Verzeichnung oder chromatische Aberration. Vergleiche ich die drei Aufnahmen entdecke ich zwar Unterschiede die mir jedoch praktisch kaum relevant erscheinen, was mich selbst auch etwas überraschte – immerhin kostest das 9–18mm nicht viel mehr als die Hälfte des 12–40mm und auch deutlich weniger als die 12-mm-Festbrennweite.

Wer es genau wissen will findet bei dxomark.com die Labormessungen für die drei Linsen. Bei deren Gesamtwertung fällt der Vergleich andres aus. An der OM-D E-M1 erreicht das 12mm 22 Punkte, das 12–24mm 20 Punkte und das 9–18mm 14 Punkte.

Nachtrag | Andreas hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass die Detailschärfe eines Objektivs im mittleren Bereich nicht allein aussagekräftig für die Qualität einer Optik ist und das ist natürlich korrekt. Ich versuche zwar nicht hier amtlichen Fototestern wie dxomark.com und dpreview.com Konkurrenz zu machen, dennoch möchte ich drei Ausschnitte aus dem Randbereich nachreichen (in den Ecken enthält mein Motiv keine Elemente die für einen Vergleich aussagekräftig wären). Hier sieht man, dass das M.Zuiko 12–40mm am meisten Schärfe und Kontrast liefert, während die 12mm Festbrennweite etwas abfällt und das 9–18mm das Schlusslicht bildet.

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In der obersten Abbildung habe ich einen Ausschnitt im Randbereich markiert. Die Abbildungen darunter zeigen eine 100-%-Ansicht der Aufnahmen von M.Zuiko 12mm ƒ2.0, M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 und M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6.

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Olympus E-M5 Mark II – mein Eindruck

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Regelmäßig unterstützt mich mein freundlicher Fotofachhändler Foto Hebenstreit in Feldkirch bei meinen Projekten. So besorgte er mir frühestmöglich Kameras für meine Kamerabücher und lieh mir Objektive um darüber zu schreiben. Nun bekam ich für einige Tage die neue Olympus OM-D E-M5 Mark II zum Testen zur Verfügung gestellt.

Ein zukünftiger Klassiker

In das OM-D-Design verliebte ich mich bereits als ein erstes Bild das ein Detail einer neuen Olympus zeigte in der Gerüchteküche auftauchte. Die dann vorgestellte OM-Neuauflage bestätigte was die Gerüchte versprachen. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass es dem Retro-Pionier – immerhin hatte Olympus mit seinen Pen-Modellen den Trend angestoßen – besser als jeder anderen Kameramanufaktur gelungen ist klassisches Design neu zu interpretieren (Leica ist ein anderes Thema – dort war man immer klassisch und nie retro).

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Eines der ersten Bilder das ich von der neuen Olympus OM-D zu Gesicht bekam.

Es mag zu früh sein die E-M5 als Klassiker zu bezeichnen, doch das Potenzial dazu kann man ihr kaum absprechen. Deshalb scheint es nicht übertrieben wenn Olympus behauptet man sei die Weiterentwicklung des Designs angegangen als wenn die Mark I bereits ein Klassiker wäre.

Dass die E-M5 ein maßgeblicher Impuls für das Kameradesign der 2010er Jahre geworden ist lässt sich nicht bestreiten. Selbst wenn die Designs einer Fuji X-T1, Sony α7 oder Nikon Dƒ nicht direkt vom Erfolg der E-M5 beeinflusst sein sollten, muss man Olympus zumindest zugestehen als erstes mit einer Neuinterpretation klassischen SLR-Designs am Platz gewesen zu sein.

Das Gute wird besser

Das Kunststück der Weiterentwicklung des Gamechangers in Sachen Kameradesign haben die Olympus-Designer jedenfalls bravurös gemeistert – ich glaube ich bin nicht der einzige der findet, dass die Mark II noch schöner geworden ist als die Mark I.

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Olympus hat das Design der E-M5 Mark I mit viel Fingerspitzengefühl weiterentwickelt und das Gute mit der Mark II noch besser gemacht.

Schon bevor ich die Mark II in Händen hielt nahm ich wohlwollend zur Kenntnis, dass Olympus die Position des hinteren Einstellrades geändert hat. Bei der Mark I ist es näher am Sucher positioniert, was bei mir als notorischen Linksaugen-durch-den-Sucher-Schauers permanent dazu führt, dass ich bei der Bedienung des Rades mit dem Daumen die Brille verschmiere.

Auslader-Display

Weniger Freude bereitete mir hingegen, dass Olympus das lediglich hochklappbare Display durch ein nach außen zu schwenkendes ersetzt hat. Zum Einen vermittelt mir die Konstruktion nicht denselben Eindruck der Robustheit wie beim Vorgängermodell, zum Anderen lässt es sich mit dem seitlich ausklappenden Display auch nicht ganz so unauffällig aus der Hüfte schießen wie mit den bisher von Olympus verwendeten Lösungen.

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Ich bin kein Fan der seitlich ausklappenden Displays.

Zwar kann man das Klappdisplay so auch im Hochformat nutzen, doch in vielen Situationen fällt mir die Anwendung schwer und ich habe das Gefühl spiegelverkehrt arbeiten zu müssen. Ich hatte schon mehrere Kameras mit dieser Lösung und eine Gewöhnungsphase hat sich dabei nie eingestellt. Ich muss allerdings anmerken, dass mir auch das Zurücksetzen mit dem Auto via Spiegel Probleme bereitet – mein Gehirn scheint sich der Verarbeitung spiegelverkehrter Eindrücke gegenüber etwas zu sperren.

Zuletzt sei zum seitlich ausklappenden Display noch gesagt, dass ich die Bedienung via Touch damit als weniger komfortabel empfinde als bei einem Hochklappdisplay.

Erster Eindruck

Ein Produkt anhand von Abbildungen zu beurteilen oder es mit eigenen Händen anschauen zu können sind zwei Paar Stiefel. Mein erster Eindruck als ich die E-M5 Mark II live sah: Sie sieht noch besser aus als auf Bildern.

Haptisch fühlt sie sich so professionell, solide und gut an wie die Mark I – ich kenne keine Kamera die mir einen besseren Materialeindruck vermittelt als die E-M5 (die Klasse Leica lasse ich einmal außen vor). Auch die OM-D E-M5 Mark II vermittelt den Eindruck aus einem soliden Stück Metall geschnitten worden zu sein und die Einstellräder sind ebenfalls aus Metall. Liebevolles Detail am Rande: Der Haken der die Batterie im Fach hält ist nun nicht mehr aus Plastik sondern ebenfalls aus Metall.

Leichtgängige Einstellräder | Was mir allerdings negativ auffiel als ich die Kamera in die Hand nahm: Die Einstellräder sind zu leichtgängig. Einstellungen versehentlich zu verändern ist vorprogrammiert – das hat sich bei mir in der Praxis bestätigt.

Vordere Funktionstaste | Ungünstig positioniert und zu leichtgängig schien mir auf den ersten Blick auch eine Funktionstaste auf der Vorderseite. Allerdings hat sich dieser Eindruck in der Praxis nicht bestätigt. Dennoch würde ich keine Funktion darauf legen durch die sich eine Kameraeinstellung ändert, sondern eher eine mit deren Hilfe sich etwas temporär aufrufen lässt so lange man die Taste gedrückt hält.

Die E-M5 Mark II in der Praxis

In der Praxis liegt die Mark II etwa gleich in Händen wie die Mark I, das heißt bei Weitem nicht so gut wie eine DSLR oder eine E-M1 mit Hochformatgriff. Zwar lässt sich auch die E-M5 mit Hochformatgriff ausstatten was auch einen ausgeprägten Griff fürs Querformat beinhaltet, doch in meinen Augen ist das eher eine Notlösung für Ausnahmesituationen. Die E-M5 ist eine Kamera für unterwegs, wer häufig ausgedehnte Fotosessions plant ist mit der E-M1 besser beraten.

Die E-M1 verfügt auch über eine gut mit dem Daumen erreichbare FN-Taste die sich mit der Funktion AF-On belegen lässt. Die Oberseite der E-M5 Mark II ist zwar übersät mit Tasten, doch Tasten an der Oberseite sind im Vergleich zu solchen auf der Rückseite für mich eher der zweite Preis.

Als E-M1-Besitzer gefällt mir, dass bei der E-M5 II der Hebel zum Einschalten nun an dieselbe Stelle wie dort gewandert ist. Bei der Mark I befand er sich noch hinten unten was bei der Arbeit mit beiden Kameras dazu führt, dass die Intuition den Einschalter dauernd an der falschen Stelle sucht. Vielleicht sollte ich dazu aber noch anmerken, dass mir die Lösung wie ich sie von Nikon kenne, wo der Einschalter den Auslöser umschließt, insgesamt am Besten gefällt.

Großes Kino

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich die Arbeit mit der E-M5 Mark II nicht großartig von der Mark I. Mein generelles Fazit zum OM-D-System und zu Micro FourThirds habe ich bereits im letzten Artikel zusammengefasst. Was dort zu lesen ist trifft auch auf die E-M5 Mark II zu. Wo die Mark I im Vergleich mit der Mark II wirklich alt aussieht zeigt ein Blickt durch den elektronischen Sucher.

Nicht nur, dass nun 81 statt 35 Messfelder den Sucher bevölkern – es ist vor allem die Größe und Brillanz die bei der Mark II einen ganz neuen Durchblick ermöglichen.

Auf leisen Sohlen

So sehr ich den Donnerhall meiner ersten Kleinbildkamera, der D700, mochte, so sehr gefällt mir das dezente Auslösegeräusch der E-M5 Mark II. Für mich ist Fotografie kein rein rationales Handwerk sondern auch eine emotionale Kunst – Aussehen, Haptik und Klang des Werkzeugs spielen dabei durchaus eine Rolle. Die OM-Ds punkten in jeder Hinsicht.

Ist das dezente »Klack« des Verschlusses noch immer zu laut kann auf gänzlich lautloses Auslösen umgeschaltet werden. Bei Nikon mag es »Quiet« geben aber die neue OM-D kann geräuschlos – und das ohne schwammigen Druckpunkt am Auslöser.

Megapixelwahnsinn

Ich habe immer betont, dass 18 Megapixel genug für mich sind. Wieso gerade 18 Megapixel? Weil ich damit A3-Prints bei 300ppi machen kann.

Zugegen: Es hat schon etwas Geiles wenn man in ein 24- oder 36-Megapixelbild hinein zoomt und die feinsten Details knackscharf abgebildet sieht. Allerdings hat es auch etwas frustrierendes in der 100-%-Ansicht bei viel zu vielen Bildern in der Vergrößerung in erster Linie unscharfe Details zu sehen weil man halt wieder einmal nicht mit der Präzision gearbeitet hat die von der großen Auflösung verlangt wird.

Da mich Detailschärfe in der Vergrößerung nicht wirklich dauerhaft befriedigt wenn ich sie für die praktische Ausgabe nicht brauche kann ich auf den 20-MP-+-Wahnsinn recht gut verzichten.

Dennoch ließ es mich aufhorchen als verlautete MFT könne mit der E-M5 Mark II plötzlich 40 Megapixel. Zum Einen erweckte es die Gier des kleinen Urmenschen in mir der noch immer glaubt viel helfe viel, auch wenn der rationale Verstand weiß, dass das Unsinn ist. Zum Anderen versprach es auch eine gewisse Genugtuung gegenüber jenen Kleinbildfans die immer über die geringe Auflösung der MFTs lästern.

Pixel Shift | Zwar verlangt das Pixel Shift genannte Prinzip, dass die Kamera auf Stativ steht und sich das Motiv nicht bewegt, doch wie man hört arbeitet Olympus bereits fleißig daran die Technik so weiter zu entwickeln, dass sie zukünftig auch aus freier Hand und dann wohl auch für lebendige Motive einsetzbar ist.

Haben wenn man braucht | Das reizende an der Technik finde ich vor allem weiterhin mit einem für mich ausreichenden Maß an Auflösung fotografieren zu können (eben aktuell 16MP), bei Bedarf aber eine hohe Auflösung zuschalten können.

Als ich das erste Mal von der Technik las löste es Kopfschütteln aus und das Vorurteil der Spielerei bzw. des Marketinggags war schnell zur Hand. Allerdings nur für einen Moment, denn wie dpreview berichtete funktionierte es tatsächlich und konnte Nikons 36-Megapixel-Monster D810 durchaus Paroli bieten. Ich sollte Olympus mittlerweile gut genug kennen um zu wissen, dass reine Marketinggags nicht deren Masche sind.

Kann MFT wirklich 40 MP?

Aber leisten die kleinen MFT-Objektive wirklich genug um 40-Megapixel-Aufnahmen ausreichend Schärfe zu liefern? Immerhin hat Christoph Künne in einem Artikel bei Docma behauptet 24 Megapixel wären das höchste der Gefühle bei Kleinbild, 9 Megapixel bei APS-C und 5 bei MFT.

Auch wenn ich selbst erklärter Skeptiker gigantischer Auflösungen bin, so habe ich doch auch Zweifel an der Stichhaltigkeit der in dem genannten Artikel geäußerten Theorien. Wenn ich die Behauptungen (gefühlsmäßig) weiterspinne, müsste ich für Kompaktkameras und Handys bei weniger als 1 MP  ankommen – dass aber eine 10-MP-Kompakte nicht mehr Details leisten soll als eine 1-MP-Kompakte deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen.

Auch die 24-MP-APS-C-Kameras mit denen ich arbeitete erzielten bei angemessener Arbeitsweise durchaus mehr Detailschärfe als APS-C- oder Kleinbildmodelle mit weniger Auflösung.

Doch wie sieht es nun aus, wenn ich die Auflösung einer MFT-Kamera auf 40 MP hochschraube? Um das selbst zu testen habe ich mich mit der E-M5 in unsere Dorfkirche gestellt und unter opulenten Orgelklängen Testaufnahmen geschossen.

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Original 40-MP-Aufnahme einer Olympus OM-D Mark II mit M.Zuiko-12mm-ƒ2.0-Objektiv oben und 100-%-Ausschnitt darunter.

Die Abbildung zeigt den Detailreichtum der Aufnahme, aber auch, dass man den 100-%-Ausschnitt nicht unbedingt als knackscharf bezeichnen kann. Überraschend scheint mir das nicht. Vielmehr hätte mich überrascht, wenn die kleinen und im Vergleich zu Pro-Nikkoren relativ günstigen Olympus-Objektive mehr geleistet hätten.

Besser als Interpolation?

Nun kann man unscharfe Bilder mit hoher Auflösung ja bekanntermaßen auch via Interpolation errechnen lassen. Vor diesem Hintergrund stellte sich mir die Frage wodurch wohl ein besseres Resultat zu erzielen ist: Durch die Pixel-Shift-Technik oder Interpolation.

Für den Vergleich rechnete ich das 40-Megapixel-Pixel-Shift-Original in Photoshop auf 16 MP hinunter und anschließend wieder auf 40 MP hoch. Die Methode mag nicht ganz wissenschaftlich sein, aber um mir einen Eindruck vom Unterschied zu vermitteln ist sie wohl ausreichend.

Die folgenden Abbildungen zeigen die Resultate und belegen, dass – wie ich erwartet hatte – das Pixel-Shift-Original etwas sauberer ist, aber der Unterschied – wie ebenfalls erwartet – keine Welt ausmacht.

Zwar zeigt die interpolierte Variante etwas mehr Kontrast und dass Photoshop beim Neuberechnen die Kanten geschärft hat, was den oberflächlichen Eindruck vermittelt das interpolierte Ergebnis könnte sogar etwas besser sein – in der Praxis jedoch sollte sich aus der Pixel-Shift-Version via Kontrastanhebung und Nachschärfung noch etwas mehr rausholen.

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Oben: Ausschnitt aus dem 40-MP-Original; unten: Ausschnitt aus einer aus 16 MP hoch interpolierten Kopie.

Leider konnte ich den Test nur mit JPEGs machen. Hochauflösende Aufnahmen kann die E-M5 Mark II zwar auch in RAW speichern, allerdings genügt es dazu nicht generell auf RAW einzustellen, sondern es muss, wenn »Hochauflösend« aktiviert ist, für diese Option zusätzlich noch einmal RAW eingestellt werden. Als mir mein Fehler auffiel war es leider schon zu spät.

Lohnt sich Pixel Shift also?

Laut dpreview schlägt sich Olympus’ Pixel-Shift-Auflösung wie gesagt wacker im Vergleich mit Nikons 36-Megapixel-Kleinbildmonster. Auch der Vergleich einer E-M5-Pixel-Shift-Aufnahme und eines vergrößerten E-M5-16-Megapixelbildes legen nahe, dass die Technik mehr bringt als meine Tests nahelegen. Interessant wäre allerdings gewesen zu erfahren welche Objektive dpreview sowohl für die Nikon als auch an der Olympus eingesetzt hat (ich habe Testaufnahmen mit 12mm ƒ2.0, 12–40mm ƒ2.8 und 9–18mm ƒ4–5.6 gemacht).

Zu einem ähnlichen Fazit wie dpreview kommt auch heise Foto beim Test der E-M5 Mark II (der vollständige Test ist nur für Mitglieder des heise Foto-Clubs zu lesen). Wollen wir einmal annehmen, dass deren Labortests professioneller durchgeführt werden als meine Real-Live-Versuche und sich die E-M5 in Sachen Auflösung also tatsächlich mit Kleinbild-Pixelmonstern messen kann. So betrachtet liefert die Pixel-Shift-Funktion also tatsächlich einen Mehrwert.

Weniger angetan zeigen sich hingegen die Tester bei dxomark.com, deren Fazit man wohl grob als »alter Wein in neuen Schläuchen« übersetzen kann.

Qualität die den Preis Wert ist

Anders als DxO sieht heise Foto sehr wohl eine nützliche Weiterentwicklung der E-M5 mit der Mark II. Bei heise geht man sogar soweit die OM-D in Sachen Abbildungsqualität inklusive des Rauschverhaltens auf Augenhöhe mit aktuellen APS-C-Kameras zu positionieren.

Olympus bietet mit der OM-D Mark II einmal mehr eine Kamera die nach meiner Ansicht ihren Preis Wert ist. Manche Kommentatoren scheinen zwar den Preis einer Kamera nach demselben Prinzip wie den Preis von Wurst zu beurteilen: Weniger Wurst darf weniger kosten, kleinerer Sensor muss auch billiger sein (für den Laien kommt meist noch hinzu, dass etwas ohne Spiegel nicht mehr kosten darf als etwas mit).

Sieht man sich aber an, was Olympus mit seinen OM-Ds liefert scheinen mir die Preise absolut gerechtfertigt. Immerhin bietet man die beste Bildstabilisierung, die wohl effektivste Sensorreinigung am Markt, eine hervorragende Materialqualität und Verarbeitung und eine Abdichtung gegen Staub und Wasser die bei den Mitbewerbern absolut nicht selbstverständlich ist.

Überhaupt finde ich lobenswert, dass Olympus die Unterschiede zwischen seinen Modelllinien E-M10, E-M5 und E-M1 nicht künstlich durch funktionale Kastration herstellt. Qualitativ und funktional leisten die drei Linien praktisch dasselbe – die Software der drei Kameras ist nahezu identisch und liefert beinahe identische Möglichkeiten. Auch der Bildsensor dürfte identisch sein und somit identische Resultate liefern. Lediglich auf die 5-Achsen-Bildstabilisierung muss man bei der E-M10 verzichten und die Nehmerqualitäten des Gehäuses sind beim Einsteigermodell geringer als bei den teureren. Das sind aber Unterschiede die gerechtfertigt sind, was auf das Herausstreichen von Software-Funktionen aus preiswerteren Modellen ja nicht zutreffen kann.

Lohnt sich ein Umstieg?

Zugegen: Die E-M5 Mark II weckt Begehrlichkeiten. Praktisch gesehen liefert der größere Sucher einen deutlichen Mehrwert. Emotional getrachtet giert mein innerer Urmensch nach den 40 Megapixeln, ob ich sie nun brauche oder nicht.

Dennoch kommt es für mich nicht in Frage die Mark I durch die Mark II zu ersetzen – dazu ist der Mehrwert nicht groß genug. Allerdings soll das nicht als Kritik verstanden werden, immerhin ist es gerade einmal zwei Jahre her, dass ich die Mark I kaufte und das Austauschen meiner Geräte nur weil der Hersteller das Nachfolgemodell vorstellt ist nicht so mein Ding (mein iPhone ist noch immer ein 4 ohne s).

Man mag abwarten was die Ingenieure bei Olympus in den nächsten Jahren noch so an Innovationen für uns bereit haben – ob sie uns Dinge liefern werden von denen wir heute noch nicht wissen, dass wir sie brauchen. Aus heutiger Sicht jedoch könnte mich vor allem Eines zu einem Austausch meiner E-M5 Mark I bewegen: Ein schnellerer AF.

Zwar arbeitet der Autofokus meiner OM-Ds im Alltag absolut zuverlässig und so schnell, dass kein Unterschied zu meinen früheren Nikons zu spüren ist, doch wie ich schon mehrfach in Artikeln erwähnte ziehen sie den kürzeren, wenn es darum geht wirklich rasend schnelle Motive, wie fliegende Vögel, einzufangen.

Sollte es diesbezüglich einen Fortschritt geben, der die Spiegellosen unter allen Bedingungen mit Spiegelreflexkameras gleichziehen lässt wäre das ein Argument für eine neue Kamera. Bis dahin bleibe ich wohl bei der E-M1 und E-M5 Mark I.

Jenen allerdings, die noch keine E-M5 haben, kann die Neue von Olympus absolut empfehlen – auch abgesehen von 40 Megapixeln.

Zwei Jahre OM-D und MFT

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Im vorangegangenen Artikel habe ich beschrieben wie ich von Nikon zu Olympus gekommen bin. Nun möchte ich meine Eindrücke und Ansichten über MFT und die OM-Ds zusammenfassen.

Die beste Kamera gibt es nicht

Fragt man mich wer die besten Kamerasysteme baut müsste ich wohl antworten »Nikon«. Sollte die Nikon D7100 und in ihrer Nachfolge die D7200 nicht die im Verhältnis Preis zu Funktion/Qualität beste Kamera am Markt sein, so spielt sie doch sicherlich ganz vorne mit. Nummer 1 des Kameramarktes ist aber Canon und die Profis die sich für diese Marke entschieden haben sind sicher keine Deppen – sie hatten sicher gute Gründe Canon zu wählen.

Alle Kamerahersteller kochen mit demselben Wasser. Jede Marke hat Stärken und Schwächen, jedes System Vor- und Nachteile. Die beste Kamera die für alle Fotografen ideal passt gibt es nicht. Vielmehr wird der Einsatzbereich und die subjektiven Sympathien jedes einzelnen Anwenders darüber entscheiden was er für sich selbst als ideale Kamera erachtet.

Für mich baut Olympus mit den OM-Ds die besten Kameras. Fragt mich jemand was für eine Kamera ich kaufen würde: »eine OM-D«. Logisch. Ich habe zwei davon! Fragt mich jemand was für eine Kamera er kaufen soll sage ich: »Es kommt drauf an!«

Es kommt vor allem darauf an wie man was fotografieren und wie man es darstellen beziehungsweise ausgeben möchte. Die eierlegende Wollmilchsau in Sachen Kamera wird es niemals geben. Statt dessen finde ich wir sollten die Vielfalt loben und uns darüber freuen, dass die unterschiedlichen Systeme praktisch für jeden das passende Angebot liefern dürften.

Kleinliches Geplänkel im Sinne von »mein’s ist besser als dein’s«, halte ich für verzichtbar – ebenso wie die Grabenkämpfe Mac versus Windows, Android versus iOS oder eben auch Canon versus Nikon.

Trotzdem wird dieser Artikel Vergleiche zwischen Nikon und Olympus enthalten, schließlich bin ich von Nikon auf Olympus umgestiegen und der Leser soll erfahren welche Vor- und Nachteile der System ich sehe.

Gewicht und Volumen

Jedes System hat Stärken und Schwächen schrieb ich. Die größte Stärke des MFT-Systems ist zweifellos das geringe Volumen. Zwar bauen heute auch andere Hersteller Systeme mit kleinen Kameragehäusen doch wer Objektive nicht mit in seine Kalkulation einbezieht macht die Rechnung ohne den Wirt.

Das heißt im Umkehrschluss natürlich, dass bei Fotografen für die Mobilität keine große Bedeutung hat das stärkste Argument pro MFT wegfällt. Gesellen sich zu geringem Bedarf die Ausrüstung weit zu schleppen noch riesige Hände dürften zumindest Olympus’ Kameras nicht mehr in die engere Wahl kommen.

Die neue Leichtigkeit

Für mich bedeutet das geringe Volumen und relativ geringe Gewicht die Erfahrung einer ganz neuen Leichtigkeit des Fotografierens. Dabei ist geringes Gewicht wirklich relativ zu betrachten. Nimmt man eine E-M1 mit 12–40mm ƒ2.8 in die Hand fühlt sie sich überraschend schwer an. Sie liegt satt in der Hand und vermittelt den Eindruck erstklassiger Materialqualität. Kaum eine Kamera die sich mehr wie ein Block soliden Metalls anfühlt als die E-M1- und E-M5-Modelle – eine Ausnahme mögen die in einer ganz anderen Preisklasse spielenden Leicas sein.

Erst wenn man das tatsächliche Gewicht der OM-D (inklusive 12–40mm 879g) mit einer D610 samt 24–79mm Objektiv vergleicht (1750g – die D610 alleine wiegt 850g) wird einem bewusst, dass man an ein Leichtgewicht in Händen hält. Selbst eine Sony α7S bringt mit 24–70mm 1463g auf die Waage.

Es ist die ausgewogene Balance aus hochwertiger Haptik, solidem Gewicht bei sich perfekt in die Hände schiegendem Volumen das die OM-D E-M1 die Fotografieren für mich mehr den je zu einem Flow werden lässt. Es fällt schwer diese emotionale Qualität in Worte zu fassen – im Deutschen scheint mir das Wort Leichtigkeit am passendsten, doch näher kommen für mich die englischen Begriffe smooth und easy.

Abstriche bei der Ergonomie

Kompakte Gehäuse haben allerdings nicht nur Vorteile. Die E-M5 – die Mark II ebenso wie die Mark I – sind als kompakte Begleiter konzipiert. Für stundenlange Fotosessions scheinen sie mir kaum geeignet.

Die E-M1 liegt mit ihrem wulstigen Griff schon deutlich besser in der Hand, doch der Body allein ist mir noch immer zu klein – da die Kamera verhältnismäßig niedrig ist greift mein kleiner Finger ins leere und das vermittelt das Gefühl den Apparat nicht sicher in Händen zu haben. Montiere ich hingegen den optionalen Hochformatgriff liegt sie mir besser in Händen als jede andere Kamera mit der ich bislang gearbeitet habe – Spiegelreflexkameras empfinde ich seither als klobig.

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 Mit dem optionalen Hochformatgriff liegt die E-M1 perfekt in der Hand.

Allerdings löst ein Hochformatgriff nicht das Problem, dass auf einem kompakten Gehäuse schlicht und einfach weniger Platz ist als auf einem voluminösen. Auf einer D7100 oder D600 fallen die Bedienelemente größer aus, sind besser zu ertasten und haben meist einen deutlicheren Druckpunkt. Darüber hinaus liegen die Tasten an den OM-Ds auch noch dichter beieinander was es schwerer macht die gerade benötigte Taste sofort zu finden und immer wieder dazu führt, dass man die falsche drückt.

Schulter-, Rücken und Konditionsschonend

Nun, konditionsschonend muss man vielleicht nicht nur als Vorteil betrachten, doch der Rücken und die Schultern danken einem ein MFT-System. Wer MFT packt, packt nicht selten zwei Drittel oder drei Viertel weniger Gewicht und Volumen ein als das was bei einer Kleinbild-DSLR zu erwarten wäre.

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Kaum zu glauben, aber der Fotograf trägt eine E-M1, eine E-M5, eine Lumix G1, ein 12–40mm Objektiv, ein 9–18mm Objektiv, ein 100–300mm Objektiv, eine 45mm Festbrennweite, eine 12mm Festbrennweite und eine 20mm Festbrennweite – nebst anderen Dingen die sich in der Fototasche befinden.

Elektronischer Sucher

Nicht jeder mag elektronische Sucher – ich liebe sie. Bereits vor der Aufnahme kann ich mir Histogramm und Belichtungswarnung anzeigen lassen, Änderungen von Zeit oder Blende wirken sich auf die Helligkeit des Sucherbildes aus und nach der Aufnahme wird die Bildrückschau im Sucher angezeigt – das Nehmen der Kamera von den Augen um auf das Display zu schielen entfällt. Sogar Menüs lassen sich über das Sucherbild einstellen.

Natürlich hat es seinen Preis, wenn sich eine Kamera nur via elektronischer Anzeigen bedienen lässt. Der Akku ist schneller geleert als bei einer DSLR mit der man sehr sparsam arbeiten kann wenn man die automatische Bildrückschau auch deaktiviert.

Klappbares Touch-Display

Klappbare Displays habe ich immer geschätzt und bei meinen Nikons immer vermisst – wie oft bin ich auf dem dreckigen Boden herumgerobbt um bei einer interessanten Perspektive noch durch den Sucher schauen zu können. Vor allem das rein nach oben klappbare Display der E-M1 und E-M5 Mark I hat es mir angetan – für das nach außen klappende Display der E-M5 Mark II kann ich mich hingegen noch nicht so begeistern.

Gefallen finde ich auch am Touch-Display. Wer es noch nie versucht hat mag es für Spielerei halten. Doch es hat durchaus seinen Vorteil in manchen Situationen den Fokuspunkt per Fingertip bestimmen zu können und gleichzeitig auszulösen. In den meisten Fällen schappt der AF auch augenblicklich und perfekt sitzend zu.

Schärfentiefe

Das größte Thema in Sachen pro und contra MFT stellt in der Regel die größere Schärfentiefe der kleineren Sensoren dar. ƒ1.4 bei MFT entspricht in Sachen Schärfentiefe ƒ2.8 bei Kleinbild. 1.4 versus 2.8 – das ist natürlich ein deutlicher Unterschied und er ist nicht von der Hand zu weisen.

Freisteller die sich bei einer APS-C-Kamera auch mit Standardobjektiven geringer Lichtstärke gut realisieren lassen sind nicht unbedingt die Stärke von MFT. Wer stark weichgezeichnete Hintergründe wünscht muss bei Zoomobjektiven tiefer in die Tasche greifen oder eine Festbrennweite einsetzen – ein vergleichbares zerfließen der Hintergrundfarben wie es mit lichtstarken Objektiven an Kleinbild möglich ist bleibt einem im selben Ausmaß verschlossen. Selbst das 42,5mm ƒ1.2 Objektiv von Panasonic entspricht nur etwa 2.5 bei 85mm KB und ist damit weit entfernt von dem was ein 85mm ƒ1.4 Kleinbildobjektiv an geringer Schärfentiefe zu Stande bringt.

Geringe Schärfentiefe ist nicht immer besser

Unter den Tisch fällt meist, dass größere Schärfentiefe auch Vorteile haben kann wie zum Beispiel in der Makrofotografie. Ebenfalls profitiert von der größeren Schärfentiefe wer bei Events unter gedämpftem Licht ohne Blitz fotografiert. Das Problem ist bekannt: Fotografiert man mit Offenblende ist die Schärfentiefe so gering, dass bei mehreren Personen die nicht exakt auf einer Ebene von der Linse entfernt stehen oft nur eine scharf auf der Aufnahme landet. Der Spielraum mit MFT ist hier doch größer.

Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass der größere Spielraum einer Kleinbildkamera bei der ISO-Empfindlichkeit den Nachteil wahrscheinlich wieder auszugleichen vermag.

Volle Detailschärfe ab Offenblende

Ein bekanntes Problem ist auch, dass die meisten Objektive bei Offenblende noch nicht die volle Detailschärfe und den maximalen Kontrast erreichen. Selbst bei guten Kleinbildobjektiven ist es oft notwendig um ein oder zwei Blenden abzublenden. Bei meinen Tests von MFT-Objektiven konnte ich dieses Problem nicht feststellen – ein nennenswerter Unterschied zwischen maximaler und verkleinerter Blendenöffnung war mit freiem Auge nicht zu erkennen.

Bokeh

Während Detailschärfe objektiv messbar ist kann die Beurteilung von Bokeh nur subjektiv ausfallen. Mein subjektiver Eindruck ist, dass die Bokehs meiner MFT-Linsen in der Regel sanfter und attraktiver ausfallen als ich das von den meisten Nikon-Objektiven gewohnt bin.

Zugegeben: Ich besaß nur wenige der edlen ƒ1.4 Objektive. Mag sein, dass meine MFT-Linsen im Vergleich dazu alt aussehen würden. Doch neben dem 85mm ƒ1.8 – mein bevorzugtes Porträtobjektiv unter meinen ehemaligen Nikon-Linsen – kann sich das Olympus 45mm ƒ1.8 durchaus sehen lassen und staubt am Ende noch die Auszeichnung für den Preisknüaller ab.

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Mit dem M.Zuiko 75mm ƒ1.8 lässt sich ein wunderbar cremiges Bokeh erzielen.

Auflösung

Wer nach hoher Auflösung sucht, sucht bei Olympus und Panasonic an der falschen Stelle. Für leidenschaftliche Landschafts- und Architekturfotografen sowie alle die häufig große Poster drucken wollen bieten andere Hersteller bessere Apparate an. Bei MFT ist derzeit bei 16 Megapixel Schluss. Bei Nikon sind 24 Megapixel längst Standard, 36 Megapixel auch für Amateure erreichbar und von Canon wurde gerade 50 Megapixel angekündigt.

Wer allerdings megaviel Megapixel will sollte auch megapräzise fotografieren. Andauernd locker aus der Hand nach der Kehrwert-der-Brennweite-Regel zu belichten produziert damit keine detailreicheren Bilder, sondern nur größere Daten die die Festplatten verstopfen und nach Investitionen in neuere Computer schreien. Feinstes Glas ist ebenso angesagt wie öfter mit Stativ und Blitz arbeiten.

Für mich lautet die Frage nicht wie viel Megapixel kann ich bekommen, sondern wie viel Megapixel brauche ich. Schon in Zeiten als ich noch mit der 12-MP-D700 fotografierte behauptete ich immer 18MP sind genug (für mich). Damit lassen sich A3-Ausdrucke bei 300ppi erzielen. Mehr ist für meine üblichen Anforderungen nicht notwendig.

Pixelshift

Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich auch, dass Olympus mit der neuen Pixelshift-Funktion der E-M5 Mark II die Karten neu gemischt hat. Dabei wird der Sensor während der Aufnahme mehrmals so verschoben, dass sich eine Auflösung von 40 Megapixel ergibt. Laut Vergleichen mit einer D800 bei dpreview ist das wieder erwarten keine reine Spielerei sondern erzielt Ergebnisse, die sich mit Nikons-Vollformat-Megapixelmonster durchaus messen können.

16 Megapixel für den Alltag zu nutzen aber 40 zur Verfügung zu haben wenn man sie wirklich einmal braucht ist eine interessante Option, auch wenn das im Moment nur bei unbewegten Motiven und mit Stativ funktioniert. Laut Olympus arbeite man aber schon fleißig daran die Technik so weit zu bringen, dass man sie auch ohne Stativ aus freier Hand einsetzen kann.

Rauschen

Keine Frage ist, dass Rauschen bei MFT schneller Thema wird als bei APS-C oder Kleinbild und ich verstehe, dass es Motive gibt bei denen das kleinste Rauschen stört. Solche Motive kommen auch mir manchmal unter doch in der Regel kann ich mit ein Bisschen Rauschen leben.

Tatsächlich finde ich eine feine Struktur bei vielen Aufnahmen sogar charmant weshalb ich häufig in der Nachbearbeitung digitales Korn hinzufüge. Natürlich ist es umso besser weniger eine Kamera zum Rauschen neigt. Doch bei der Qualität die moderne Kameras heute sogar bei Werten von ISO6400 und darüber noch erreichen kann ich damit leben, dass meine kompakten Begleiter nicht in der vordersten Liga mitspielen.

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Wer hätte in analogen Zeiten geglaubt, dass so eine Aufnahme ohne Stativ aus freier Hand gemacht wurde?

Kontrastumfang

Nikon-Fotografen schätzen Ihre Apparate vor allem auch wegen des hervorragenden Kontrastumfangs der Sensoren. Olympus kann da bei Weitem nicht mithalten. Vergleicht man die OM-Ds jedoch mit dem was bei dxomark.com im Durchschnitt für Canons Kameras an Dynamikumfang angegeben wird stehen die OM-Ds allerdings gar nicht so schlecht da.

Fokussierung

Als Olympus die E-M5 vorstellte hieß es, die Zeiten in denen spiegellose Kameras langsamer fokussierten als DSLRs seien Geschichte. Im normalen fotografischen Alltag möchte ich dem gerne zustimmen und bei den allermeisten Motiven kann ich keinen Unterschied zwischen meinen MFT-Kameras und meinen früheren Nikons feststellen.

Anders sieht es aber aus wenn sich die Motive so schnell bewegen wie Vögel im Flug. Gelang es mir mit meinen Nikons mühelos Dutzende Treffer zu landen wenn ich am Bodensee Möwen bei der Flugshow folgte, produziere ich mit meinen MFTs praktisch nur Fehlschüsse.

Lesern die beabsichtigen häufig Motive zu fotografieren die so schnell unterwegs sind, dass man ihnen mit der Kamera kaum folgen kann würde ich eher zu einer DSLR raten.

Funkstille

Was mich am längsten überlegen ließ ob ich wirklich von Nikon auf Olympus umsteigen soll war der Umstand, dass nur für Canon und Nikon Funk-TTL-Systeme für kabelloses Blitzen zur Verfügung stehen.

Zwar bieten auch Olympus und Panasonic ein System für kabelloses Blitzen das ebenso komfortabel zu benutzen ist wie jenes von Nikon, doch nach meiner Erfahrung reagiert es etwas weniger zuverlässig und Outdoors ist es generell schwierig damit zu arbeiten, im Sonnenlicht geht in der Regel gar nichts mehr.

Bei meinem Nikon-System stand ich wegen der Schwierigkeiten kurz davor mir ein Funksystem von Pocket Wizzard oder Pixelking zuzulegen. Beim Umstieg auf Olympus setzte ich auf die Hoffnung, dass diese mit zunehmendem Erfolg von MFT auch dessen Blitzsystem unterstützen würden – bislang eine vergebliche Hoffnung.

Glücklicherweise fand ich mittlerweile eine Lösung von Aokatec die ich bereits in einem kurzen Bericht beschrieb. Nach mehreren Fotosessions kann ich bestätigen, dass es absolut zuverlässig funktioniert.

Beispiellose Bildstabilisierung

Branchenprimus ist Olympus wenn es um Bildstabilisierung geht. Schon häufiger habe ich Aufnahmen von bis zu einer Sekunde aus freier Hand gemacht und brauchbare Ergebnisse erzielt. Die Aufnahme unten wurde versehentlich mit einer Belichtungszeit von 4 Sekunden aufgenommen – das kleine Versehen demonstriert eindrucksvoll was Olympus’ 5-Achsen-Bildstabilisierung zu leisten in der Lage ist.

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Bei einer Belichtungszeit von 4 (vier!) Sekunden aus freier Hand aufgenommen. Verrauscht aufgrund von ISO1600 und starker Dunkelheit, doch die Verwackelung ist fast schon zu vernachlässigen.

Die OM-D ist meine ideale Kamera

Olympus’ OM-Ds sind für mich die idealen Kameras und ich kann sie jedem nur wärmstens empfehlen. Am Ende hängt die Zufriedenheit mit einem System aber immer mit der Art zu Fotografieren ab und was für mich perfekt sitzt muss bei anderen noch lange nicht passen. Ich habe versucht sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Systems herauszustreichen. Dass das Fazit am Ende positiv ist war klar, denn sonst wäre ich ja kein zufriedener OM-D-Fotograf. Tatsächlich kann man mich sogar durchaus als OM-D-Fan bezeichnen.

Kabelloses Funk-TTL-Blitzen für Olympus und Panasonic

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Wer wie ich mit entfesselten Systemblitzen arbeitet und nicht Canon oder Nikon nutzt kennt vielleicht das Problem: Für Marken wie Olympus und Panasonic gibt es aktuell kein Funksystem das TTL unterstützt (wobei, wie ich hier berichten kann, kein System nicht ganz richtig ist).

Zwar arbeite ich ausschließlich mit manuellen Blitzeinstellungen wenn ich kabellos blitze, doch die TTL-Systeme bieten den Vorteil, dass sich die Blitzleistung von der Kamera aus einstellen lässt. Die reinen Funkauslösesysteme, die sich bei jeder Marke nutzen lassen, erfordern, dass die Blitzleistung am Blitz eingestellt wird. Das bedeutet, dass für eine Änderung der Lichtstimmung ein Spaziergang zu allen Blitzen notwendig wird. Bei mir sind das in der Regel drei. Ein Blitz nach dem anderen muss dann auf Augenhöhe heruntergelassen oder hochgehoben und manuell justiert werden. Entspricht das Resultat nicht den Vorstellungen wiederholt sich der Rundgang. Ich will so nicht arbeiten.

Zwar erlauben die Systeme für das kabellose Blitzen der Hersteller auch entfernte Blitze von der Kamera aus zu steuern, nur kommunizieren diese nicht über Funk sondern über Lichtsignale. An sich funktioniert das relativ gut, allerdings nur wenn die entfesselten Blitze die Steuersignale des Masterblitzes sehen.

Leider kommt es viel zu oft vor, dass der Sichtkontakt zwischen Master und Slave blockiert ist. Das kann sein, weil sich ein Objekt dazwischen schiebt – das kann auch einmal das Modell sein. Den Blitz bewusst hinter einem Objekt zu verstecken oder ihn in einen Schirm blitzen lassen und sich hinter den Schirm stellen geht also nicht. Sonnenschein kann die Lichtsignale überstrahlen und verhindern, dass das System funktioniert. Und wenn man nicht gerade in engen Räumen mit weißen Wänden arbeitet ist es kaum möglich Blitze aus zwei verschiedenen Richtungen auf das Modell zu richten – nach meiner Erfahrung geht das mit dem Olympus-System noch weniger als mit Nikons CLS.

Wegen der beschriebenen Probleme liebäugelte ich schon lange mit einem Funk-TTL-System und als ich noch mit Nikon arbeitete stand ich schon kurz vor der Bestellung. Doch dann haben es mir Olympus’ OM-Ds angetan und ich habe das System gewechselt, nicht zuletzt auch in der Hoffnung, dass die Hersteller von Funk-TTL-Systemen früher oder später auch MFT-Blitze unterstützen. Bislang habe ich allerdings noch kein Gerücht vernommen, dass eine solche Unterstützung irgendwo geplant ist.

Umso aufmerksamer wurde ich, als ich von der Aokatec-Lösung gehört habe. Deren Lösung klingt abenteuerlich: Die Lichtsignale des Masterblitzes werden von einem Sender aufgenommen, in Funksignale umgewandelt, an die Empfänger geschickt und dort wieder als Lichtsignale an die Augen der Slaveblitze übertragen. Das folgende Video demonstriert das System in der Praxis:

Ganz geheuer war mir die Idee nicht, doch da es die bislang einzige Lösung ist mit meinen MFT-Kameras die Probleme der Lichtsteuerung zu umgehen habe ich mich vor einiger Zeit dann doch entschieden einen Satz aus Sendern und Empfängern zu ordern. Zunächst versuchte ich es direkt beim Hersteller in China, wo allerdings zur Zeitpunkt meines Bestellversuchs gar nicht ausreichend Empfänger zu ordern waren. Außerdem blieben Anfragen via Mail schlicht unbeantwortet – nicht gerade vertrauenserweckend.

Dennoch wollte ich es unbedingt probieren und habe deshalb bei Amazon nach Aokatec gesucht. Bei Amazon Deutschland blieb die Suche ohne Erfolg, doch bei der Suche über amazon.com landete ich Treffer. Also habe ich einen Sender/Empfänger und zwei weitere Empfänger aus der USA bestellt. Keine Schnäppchen scheint mir, denn zu Amazons Preisen gesellten sich noch Versand und Zoll. Aber in der Not frisst der Teufel das Brot.

Zunächst einmal wird für die Produkte zwar eine Unterstützung für Canon, Nikon und Sony angegeben, nicht aber für Olympus oder Panasonic. Laut meinen Recherchen sollte es dennoch funktionieren (was ich mittlerweile bestätigen kann).

Die Sets werden mit allem geliefert, was für den Einsatz erforderlich ist, inklusive eines Klebe-Klett-Systems mit dem sich der Sender am Masterblitz anbringen lässt. Die Materialqualität macht einen lausigen Eindruck und ich habe das System bei mir schon einmal unter Verbrauchsmaterial verbucht – Langlebigkeit würde mich überraschen. Bei einem Kopf eines Kabels für die Signalübermittlung an den Slaveblitz war bereits nach der Entnahme der Deckel abgefallen, was ich fachmännisch mit Superkleber reparierte – eine Rücksendung in die USA kam in meinen Augen nicht in Betracht.

Trotzdem habe ich den Kauf (noch) nicht bereut, denn das System arbeitet einwandfrei. Zwar konnte ich es nicht dazu bringen meinen Metzblitz zu steuern, was aber wohl eher am Auge des Blitzes liegt als am Aokatec-System. Sollte es – bei entsprechend sorgfältiger und vorsichtiger Behandlung – einige Zeit halten ist es eine absolute Bereicherung für meine Arbeit mit entfesselten Blitzen. Endlich keine endlosen Tricksereien mehr um Sichtkontakt zwischen Master und Slave herzustellen und auch keine engen Einschränkungen bei der Platzierung der Blitze.

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Der liegende Blitz ist mein Metz als Master. Darauf ist via Klettverschluss der Aokatec-Sender montiert. Wie der die Lichtsignale aufnimmt ist mir ein Rätsel aber im Studio funktioniert es einwandfrei und laut dem Filmchen oben sollte es auch im prallen Sonnenlicht kein Problem sein.
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Die drei Empfänger. Billigstes Material aber funktional einwandfrei.
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Der Sender sieht exakt aus wie die Empfänger, trägt aber die Aufschrift TX statt RX.
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Das Auge des Blitzes und der Kopf des Aokatec-Systems der dem Blitz die Lichtsignale übermittelt.
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Und so sieht es aus wenn das Kabel am Blitz montiert ist. Simpel aber effektiv.

Fototasche Vanguard The Heralder 28

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Nachdem ich vor einiger Zeit von Vollformat auf MFT wechselte brauchte ich neue Taschen – die alten waren mir zu groß für das kompakte Kamerasystem. Bislang habe ich Taschen von Lowe Pro, Kalahari, Tamrac und Think Tank und war mit deren Produkten im Großen und Ganzen zufrieden, wenn auch bei den wenigsten Produkten rundherum. Vanguard war mir lange Zeit unbekannt.

Seit einigen Wochen habe ich nun die Heralder 28 im Einsatz und das Gefühl mit Vanguard meine Taschenmarke gefunden zu haben. Die Tasche macht den Eindruck erstklassiger Verarbeitungsqualität, trägt sich sehr angenehm und auch der Look mag mich überzeugen.

Sie ist deutlich größer und fasst mehr, als ich anhand von Produktabbildungen und -beschreibungen gedacht hätte. Zuletzt war ich mit ihr auch schon mehrere Kilometer (12–15km am Stück) zu Fuß auf Fotosafari und empfinde den Tragekomfort als tadellos.

Sie nimmt für mich praktisch mein ganzes MFT-Equipment auf: OM-D E-M1, OM-D E-M5, Olympus-FL-600R-Blitz, Olympus 12mm, Panasonic 20mm, Olympus 45mm, Olympus 12–40mm, Voigtländer 42,5mm, Olympus 75mm, Olympus 60mm Macro und Olympus 9–18mm. Am Ende bleibt noch immer etwas Platz frei. Auf den Fotosafaris packe ich natürlich nicht alles mit ein, sondern begnüge mich aktuell mit den beiden OM-Ds, 9–18mm, 60mm Macro und FL-600R Blitz, dafür muss die Tasche aber etwa drei 0,5–0,75Lt. Flaschen und ein bisschen Verpflegung aufnehmen.

Mit entscheidend bei praktisch jeder Kameratasche ist für mich, dass sie zumindest eine Seitentasche hat in der man Getränke unterbringen kann – bei dieser Tasche passen zwei 0,5Lt. Flaschen in eine Seitentasche.

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Unterwegs mit der OM-D

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Eigentlich müsste es heißen unterwegs mit den OM-Ds, denn es begleiten mich im Moment die OM-D E-M1 und die OM-D E-M5. Aber »unterwegs mit den OM-Ds« klingt ein bisschen doof, finde ich.

Nachdem die komplett überarbeitete Neuauflage von »Grafik und Gestaltung« praktisch abgeschlossen ist genieße ich ein paar ruhige Urlaubstage mit meiner Frau, zur Abwechslung im Ländle, wie wir Vorarlberger unser Bundesland nennen. Fernreisen sind schön, doch wir entdecken immer wieder die schönsten Wege und Plätze vor der eigenen Haustür die uns bislang verborgen geblieben sind. Und das Essen ist bei uns ja auch nicht zu verachten. Zu empfehlen ist beispielsweise das Frühstück im Dogana in Feldkirch und das Essen im Fischerheim am Schleienloch in Hard sowie im Schützenhaus in Feldkirch, wo wir gerade gestern nach einer Wanderung ein leckeres Abendessen im Garten genossen. Urlaub wie im Urlaub ohne in Urlaub zu fahren.

Ich habe ja bereits beschrieben wie sehr ich Fototouren mit der OM-D (den OM-Ds) genieße, da alles viel leichter geworden ist. Seit letztem Sonntag habe ich etwa 50km durch Wälder und über Berge zurückgelegt. Mit dabei: Die OM-D E-M5 mit M.Zuiko 60mm Macro und die OM-D E-M1 mit M.Zuiko 9–18mm – über letzteres verfasste ich vor einigen Tagen bereits einen Artikel.

Die beiden Objektive bilden ein kongeniales Paar für die Tour durch die Natur. Das 9–18mm ist ein grandioses Weitwinkelobjektiv im kompakten Format zum kleinen Preis. Es zeichnet sich durch gute Detailschärfe, geringe Vignettierung und geringste Verzerrung aus – chromatische Aberration konnte ich bislang keine entdecken. Einmal mehr muss ich aber dazu sagen, dass ich nicht zu den Fotografen gehöre, die nach Fehlern in der Abbildungsqualität ihrer Objektive suchen. Für mich zählt in erster Linie der subjektive Eindruck den die Aufnahmen vermitteln. Und was ich hier einmal mehr unterstreichen muss, ist, dass mich das exquisite Bokeh all meiner MFT-Objektive regelmäßig umhaut. Ich spreche hier nicht von kurzer Schärfentiefe: Diesbezüglich kann MFT Vollformat keinesfalls das Wasser reichen. Ich spreche von der Qualität der Unschärfe und darin hat mich MFT absolut überzeugt, egal ob ich von meinen Olympus- oder Panasonic-Objektiven spreche. Sogar das 9–18mm-Weitwinkel entwickelt ein unglaublich feines Bokeh, wenn man einmal etwas aus kürzester Distanz fotografiert.

Während das 9–18mm derzeit mein kleiner Landschaftsliebling ist, hat mir das 60mm-Macro die Freude am Fotografieren der Welt im Kleinsten näher gebracht. Das liegt einfach am angenehmen Handling der kompakten und leichten MFT-Systeme. Während meine Vollformatkamera samt Makro-Objektiv 1570g wog, wiegt die E-M5 mit Makro 610g. Hinzu kommt, dass bei Systemkameras das Fokussieren mit Live-View bislang besser und schneller funktioniert, als bei Spiegelreflexkameras.

Das geringe Gewicht des Systems macht es ein Leichtes mit der Rechten die Kamera zu halten und zu bedienen und mit der Linken einen entfesselten Systemblitz zu nutzen um winzige Motive auch bei geschlossener Blende ausreichend auszuleuchten oder im gleißenden Sonnenlicht die Schatten aufzuhellen. Gesteuert wird der entfesselte Blitz mit dem Blitzchen der OM-D und via des RC-Modus, mit dem sich bei Olympus entfesselte Blitze ansteuern lassen. Während ich bei der People-Fotografie den Blitz manuell steuere nutze ich für Makro TTL, was auch durchwegs sehr gut funktioniert – durch die geringe Distanz in der Makrofotografie hat man auch nicht die Probleme, die in der People- und Porträtfotografie mit Lichtsignalen auftreten, sobald das Sonnenlicht die Steurblitze überstrahlt oder der UV-Empfänger das Steuersignal nicht sieht.

Die kurze Schärfentiefe von MFT entpuppt sich in der Makrofotografie zudem als Vorteil. Während Vollformat mit 120mm KB bei Blende ƒ16 auf eine Distanz von 20cm eine Schärfentiefe von gerade einmal 1,1mm produziert, bekomme ich bei MFT 4mm, was für das Abbilden von Käferchen doch deutlich von Vorteil ist.

So begleiten mich auf meinen Touren durch die Natur eine OM-D mit Weitwinkelzoom, eine OM-D mit Makroobjektiv und ein Olympus FL-600R Blitz – alles zusammen 1417g (ohne Akkus für den Blitz). Diese Leichtigkeit des Systems und der Umstand, dass ich ein Fotograf bin, der in erster Linie unterwegs ist, war ausschlaggebend für meinen Wechsel zu MFT. Natürlich ließe sich streng genommen mit Vollformat ein Hauch mehr Qualität heraus kitzeln, was allerdings den wenigsten Aufnahmen subjektiv anzusehen wäre. Das dann aber für den Preis einer um das Mehrfache schwereren Ausrüstung, eines deutlich umständlicheren Handlings (unterwegs!), höheren Kosten und der Erfordernis einer viel präziseren und weniger spontanen Arbeitsweise.

Für mich und meine Arbeitsweise als mobiler Fotograf hat sich MFT als ideal erwiesen.

Anmerkung: Die Links zu den Produkten sind wie üblich Amazon-Affiliate-Links – ich bekomme also eine kleine Provision wenn ihr über so einen Link einkauft (ohne, dass ihr mehr bezahlt), selbst wenn es nicht ein von mir verlinktes Produkt ist. Ich mache aber auch keinen Hehl daraus, dass ich persönlich den Einkauf beim Fachhändler vorziehe.

Ein paar Beispiele des 60mm ƒ2.8 Macro

EM50013

EM50091

EM50110

EM50132

EM50141

EM50165

EM1 2014 04 29 882

EM1 2014 05 04 968

EM1 2014 05 04 990

EM5 2014 05 06 1092

EM5 2014 05 08 1161

EM5 2014 05 08 1210

EM5 2014 05 08 1238

Beispiele des 9–18mm ƒ4–5.6

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EM1 2014 05 04 925

EM1 2014 05 04 931

EM1 2014 05 05 1023

EM1 2014 05 08 1102

EM1 2014 05 08 1112

EM1 2014 05 08 1115

EM1 2014 05 08 1147

EM5 2014 04 29 932

EM5 2014 05 04 1003

EM5 2014 05 05 1017

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Nikon D7100

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Ich bin ein emotionaler Mensch und kann mich überschwänglich für Dinge begeistern wenn sie mir gefallen. Ich kann sie aber auch in Grund und Boden zerreissen wenn sie mir missfallen. Die D7100 ist eine Kamera die mich begeistert. Überschwänglich! Ich halte sie in Sachen Preis/Leistung für das Beste das sich aktuell am DSLR-Markt befindet. Wer nicht glaubt er müsse unbedingt eine Vollformatkamera haben findet mit ihr ein Modell das absolut auf Augenhöhe mit Nikons FX-Kamera D600 liegt und dabei nur etwa die Hälfte kostet. Ist natürlich auch deshalb eine absolut subjektive Aussage, weil mit der Vergleich mit Canon, Pentax und Sony fehlt.

Die D7100 hat ebenso wie die D600 24 Megapixel. Schärfe und Rauschverhalten sind vergleichbar (wobei das mein subjektiver Praxiseindruck ist und ich keine Labortests angestellt habe, schließlich fotografiere ich in der Praxis und nicht im Labor).

So wie zuvor schon bei der der D800E hat Nikon bei der D7100 den Tiefpassfilter weggelassen. Solche Filter fanden sich bislang vor praktisch allen Digitalkamerabildsensoren um sogenannte Moirés zu verhindern. Moirés entstehen wenn sich extrem feine Muster überlagern, bei einer Digitalkamera die feine Pixelstruktur des Bildsensors mit beispielsweise der Struktur eines textilen Stoffes. Unangenehmer Nebeneffekt der Filter: Die Resultate werden einen Hauch unschärfer.

Nun: Die D7100 liefert beeindruckend scharfe Resultate. dpreviev behauptet zwar, dass die Resultate durch das Weglassen des Tiefpassfilters auch nicht schärfer sind als wenn sie einen hätte, allerdings frage ich mich woher sie eine D7100 mit Tiefpassfilter bekommen haben um diesen Vergleich anstellen zu können!? Mein Eindruck ist jedenfalls, dass die Aufnahmen der D7100 eine Schärfe zeigen wie ich sie bislang nicht gewohnt bin. Schon gar nicht von einer APS-C-Kamera. Mir drängt sich schon der Verdacht auf, dass das Weglassen des Tiefpassfilters dafür die Verantwortung trägt.

Nun da ich »Kreativ fotografieren mit Nikon D7100« fertig geschrieben habe muss ich die Kamera an der Verlag zurückgeben. Es blutet mir schon ein bisschen das Herz, denn sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich muss gestehen, dass ich sie lieber mag als die D600. Es ist einfach das Gesamtpaket das an der D7100 stimmig ist und begeistert. Allerdings sind die Brennweiten meiner Objektive absolut auf Vollformat abgestimmt. Außerdem wäre auch das etwas magere Angebot an sehr Brennweiten unterhalb von 35mm KB bei DX-Kameras ein Wermutstropfen für mich. Wer aber nicht so ein eingefleischter Weitwinkel-Fan ist wie ich für den gibt es spätestens seit der D7100 kaum mehr einen rationalen Grund unbedingt in eine Kleinbildkamera investieren zu müssen.

Nun muss man als hoffnungsloser Optimist natürlich immer ein Auge auf das Positive an jeder Sache werfen. Das positive daran, dass die Arbeit an »Kreativ fotografieren mit Nikon D7100« so gut wie abgeschlossen ist, ist, dass ich wieder mehr Zeit habe mit meiner noch recht neuen Olympus OM-D zu fotografieren, denn auch sie ist in ihrer Kategorie eine perfekte Kamera. Sehr kompakt und unglaublich schnell im fokussieren und auslösen. Obwohl eine spiegellose Systemkamera wohl eines der ersten Modelle das es in Sachen Geschwindigkeit beim Scharfstellen mit DSLRs aufnehmen kann. Ich hoffe ich finde in absehbarer Zeit einmal Zeit auch einen Artikel über sie zu posten.

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Objektiv betrachtet: Nikon AF-S DX 35mm 1.8

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In meiner Serie über meine Objektivausrüstung möchte ich heute das Nikon AF-S DX 35mm ƒ1.8 vorstellen.

Einmal eine kurze Erklärung das die Buchstabenkürzel zu bedeuten haben: AF steht für Autofocus. Das S heißt, dass ich nach dem automatischen Einstellen die Fokussierung von Hand verstellen kann, ohne, dass das AF-Getriebe Gefahr läuft Schaden zu nehmen. Bei älteren Objektiven ohne diesen S-Zusatz ist das nicht zu empfehlen. Dort sollte man es tunlichst unterlassen am Fokusring zu drehen, nachdem die Kamera fokussiert hat – also so lange man den Auslöser halb durchgedrückt hat.

DX bedeutet, dass das Objektiv für Kameras mit kleinem APS-Sensor ausgelegt ist und auf Kameras mit Kleinbildsensor (der Volksmund spricht vom Vollformatsensor – Nikon nennt es FX)nur einen recht kleinen Bildbereich abdeckt.

Meine Arbeitskamera ist die D700, ihres Zeichens eine FX-Kamera mit Kleinbildsensor, weshalb ich dieses Objektiv daran auch nicht verwende.

Meine immer-dabei-Kamera jedoch ist eine D80 und die hat den kleineren DX-Sensor und auf dieser Kamera ist das 35mm 1.8 mein liebster Begleiter. Zur immer-dabei-D80 also das immer-dabei-35mm. Grandkoses Gespann!

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Das obere Bild entstand in dunkelster Nacht aus freier Hand mit der D80. Bei einer Lichtstärke von 1.8, 35mm und ISO800 lässt sich das machen.

Vor dem AF-S 35mm 1.8 war das AF 50mm 1.8 mein ständiger Begleiter. Ein etwas betagtes Objektiv, das aber noch immer einen sehr guten Ruf genießt, vor allem da es schon ab etwa 100 Euro zu haben ist. Allerdings entsprechen die 50mm dieses Objektivs an der D80 einer Brennweite von 75mm und das ist praktisch ein Tele. Immer mit Tele fotografieren ist schon eine arge Einschränkung. Also habe ich mich entschieden es mit dem neuen 35mm-Objektiv zu versuchen und ich habe es nicht bereut.

Neben der Brennweite war das alte AF 50mm mein einziges Objektiv, das mir nicht erlaubt manuell nachzufokussieren. Das ist lästig, wenn man die Nachfokussiererei erst einmal gewöhnt ist.

Das AF-S 35mm 1.8 bildet schön scharf ab, bei der großen maximalen Blendenöffnung kann man aber auch sehr schöne Unschärfen erzielen und die Schärfentiefe kurz halten, auf was ich halt stehe. Die 35mm Brennweite entsprechen auf Kleinbild umgerechnet knapp der Normalbrennweite von 50mm und das soll so ungefähr der menschlichen Wahrnehmung am nächsten kommen.

Ich kann das Objektiv nur jedem empfehlen, der eine Nikon mit kleinerem Sonsor hat und nach einem guten, Lichtstarken Objektiv mit Festbrennweite Ausschau hält. Und eine Festbrennweite kann ich ohnehin jedem Fotografen empfehlen.

Ein paar Alltagsschnappschüsse, die mit dem AF-S 35mm entstanden sind, habe ich in einer mobileMe-Galerie zusammengestellt.

Richtigstellung: Ein Besucher hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass nicht bei jedem S-Nikkor (also nicht jedes AF-S) manuell nachfokussiert werden kann.