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Kategorie: Erfahrungsberichte

Superzoom M.Zuiko 12–200mm ƒ3.5–6.3

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Es hat schon etwas reihendes: 12–200mm MFT. 24–400mm Kleinbild. Vom Landschaftsweitwinkel zum Tiere-Supertele. Und das ganze auch noch in einem Regenfesten Gehäuse! Was kann man sich mehr wünschen, wenn man gerne draußen unterwegs ist. Vor allem, wenn es einen auch oft ins Gebirge zieht. Das Olympus M.Zuiko 12–200mm ƒ3.5–6.3 ist die eierlegende Wollmilchsau. Kein Zweifel!

Natürlich sind Abstriche in der Qualität zu erwarten, wenn ein so extremer Brennweitenbereich auch noch einem recht kompakten leichten Gehäuse untergebracht wird. Das war mir schon klar. Was das tatsächlich bedeutet war aber dann noch etwas ernüchternd.

Zwar ist die Qualität am kurzen Ende der Brennweite durchaus beachtlich. Schwieriger wird es aber, wenn man an das Tele-Ende geht. Zwar werden bei 400mm KB auch relativ scheue Tiere erreichbar. Die Details in Pelzen, Gefiedern oder Schmetterlingsflügeln geraten ziemlich verwaschen. Wer die Ergebnisse eines Panaleica 100–400mm und des M.Zuiko 300mm ƒ4 gewohnt ist, wird damit wohl wenig Freude haben. Deshalb ist mein 12–400mm nach einem Ausflug wieder zum Händler zurück gegangen.

Heißt das, dass ich generell vom Kauf abrate? Ich würde es anders formulieren: Wer ein echtes Universalzoom sucht, das für nahezu alle Motive die passende Brennweite mitbringt, um damit Wandern zu gehen oder eine Reise zu machen, kann durchaus einen Blick auf das Objektiv machen. Wie gesagt: Am kurzen Ende der Brennweite ist die Detailschärfe im Zentrum durchaus in Ordnung. Landschaftsaufnahmen sind somit schon einmal kein Problem. Und am langen Ende macht es Motive zugänglich, die ansonsten einfach unerreichbar sind, allerdings eben bei überschaubarer Abbildungsqualität.

Nutzt man das Objektiv (Olympus | Amazon-Affiliate-Link) an einer OM-D E-M5 (Olympus | Amazon-Affiliate-Link), hält man eine Kombination in Händen, die sowohl unerreichbar flexibel als auch unerreichbar leicht ist, und das auch noch in einer Ausführung, der ein Regenschauer wohl wenig anhaben kann. Zwar gibt es Bridgekameras, die Vergleichbares mit noch mehr Brennweite bieten, allerdings mit kleineren Bildsensoren.

Die Sache hat neben der Abbildungsqualität allerdings leider noch einen Haken: Der Preis. 900 Euro scheint mir in Anbetracht des qualitativen Kompromisses dann doch etwas ambitioniert. Immerhin kostet das M.Zuiko 12–100 ƒ4 (Olympus | Amazon-Affiliate-Link) aktuell gerade einmal 250 Euro mehr, spielt aber in jeder Beziehung in einer ganz anderen Liga. Ich persönlich würde da lieber gelegentlich auf ein Motiv verzichten, dafür aber das, was ich ablichte, in tadelloser Qualität mit nachhause nehmen.

Olympus OM-D E-M1X

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Die E-M1X (Olympus) ist ein Monster von einer MFT-Kamera. Für MFT entscheidet man sich primär, weil man mit einem kompakten und handlichen System fotografieren will. Deshalb habe ich mich für MFT entschieden. Die E-M1X liegt zwar ausgesprochen gut in Händen und ist somit handlich, aber sie ist weder kompakt noch leicht. Sie wirkt nur unwesentlich weniger als eine Nikon D850, wobei sie bei diesem Gewicht den Hochformatgriff integriert hat, die D850 hat das nicht.

Was also spricht dafür, so eine riesige und schwere Kamera mit vergleichsweise winzigem Sensor zu kaufen?

Zunächst einmal sind voluminöse Bodys von Vorteil, wenn man mit langen und schweren Teleobjektiven arbeitet. So führt die E-M1X in Kombination mit dem M.Zuiko 300mm ƒ4 Pro zu einer durchaus noch ausgewogeneren Ergonomie, als die an E-M1 II. Noch deutlicher wird das beim für nächstes Jahr angekündigten 150–400mm ƒ4.5 Superzoom. Mit dem darin integrierten 1,25-Telekonverter wird damit auf Kleinbild hochgerechnet ein 375–1000mm Zoom. Kombiniert man dazu noch den 2-fach-Telekonverter, landen wir bei 750–2000mm. Damit macht nicht nur das voluminöse Gehäuse Sinn, sondern auch die darin enthaltene Rechenpower zweier Prozessoren. Diese wird die Kamera dann sicher brachen können, soll bei 2000mm und ƒ11 noch annehmbar scharf gestellt werden können. Wie das funktionieren soll – darauf bin ich bereits gespannt.

Wenn es gut funktioniert, erhält man natürlich ein einzigartiges System: 2000mm Brennweite in noch immer handlicher Form mit der marktführenden Bildstabilisierung von Olympus! Ich gestehe, das bringt mich zum Sabbern.

Was auch reizend ist, an der E-M1X: Der Joystick zur Messfeldauswahl – gleich zwei Mal; einmal in Querformat-, einmal in Hochformatposition. Der Joystick war einer der Gründer, der mich zur Lumix G9 verleitet hat – ich bin froh ihn jetzt auch bei Olympus zu sehen.

Auch schön: Die Möglichkeit die Akkus in der Kamera via USB zu laden. Zum Laden nutze ich Solar Powerbanks (Diese beiden: Amazon-Affiliate-Link | Amazon-Affiliate-Link), die ich mit einem zusätzlichen Solarpanel (Amazon-Affiliate-Link) lade – also zumindest vom Frühjahr bis Herbst mit Sonnenenergie.

Es sind allerdings andere Dinge, die die E-M1X zu einer besonderen Kamera machen. Eines davon ist der Handheld-High-Res-Modus.

50MP-High-Res-Aufnahme: ƒ8 | 1/400s | ISO100 | 12mm MFT

Die Abbildung oben zeigt eine Aufnahme, die aus freier Hand im High-Res-Modus entstand, unten ein 1:1-Ausschnitt. Nicht gestochen scharf, wobei die Frage offen bleibt, ob eine Kamera mit einem Sensor mit 50MP echter Auflösung aus freier Hand ein deutlich besseres Resultat erzielt hätte.

1:1-Ausschnitt aus der Aufnahme oben

Zu den Vorzügen von MFT-Kameras gehört die exzellente Bildstabilisierung. Auch schon mit einer E-M1 II (und ich vermute mit allen aktuellen Olympus-Modellen) lässt sich der Mond des Nachts mit einer entsprechend langen Brennweite gut und scharf abbilden. Doch als der erste Vollmond nach dem ich die E-M1X erhalten hatte aufging, interessierte mich, ob das auch im High-Res-Modus aus freier Hand klappt.

Unbeschnittenes Bild des Mondes im High-Res-Modus aufgenommen

Die Abbildung oben zeigt das unbeschnittene Resultat mit 50MP, aufgenommen mit M.Zuiko 300mm und 1,4-fach-Telekonverter, 840mm KB, ƒ5.6, 1/1600s, ISO200. Die Abbildung unten zeigt den Zuschnitt auf den Mond. Die Aufnahme hat noch immer 8MP, was etwa einen praktisch hochauflösenden Ausdruck auf A4 erlaubt.

Zuschnitt der Aufnahme oben: ≈ 8MP
1:1-Ausschnitt

Nun ist im 1:1-Ausschnitt nicht zu übersehen, dass das Resultat nicht absolut scharf ist. Tatsächlich ist sie nicht besser, als bei einer Aufnahme, die im normalen Modus erstellt und dann auf die Auflösung des High-Res-Bildes hoch interpoliert wird. Das ist allerdings generell ein Problem hochauflösender Kameras: Je höher die Auflösung, desto eher macht sich die unvermeidliche Verwackelung des Freihandfotografierens im Resultat bemerkbar. Dennoch zeigt das Beispiel sehr schön, was bei Olympus mittlerweile technisch möglich ist – es spricht Bände über die Qualität von Olympus’ Sensorstabilisierung.

Um herauszufinden wie groß das praktische Potenzial des High-Res-Modus der kleinen MFT-Sensoren tatsächlich ist, werde ich noch einige Tests machen und Erfahrungen sammeln müssen, wobei es am Ende eher die Neugier ist, zu erfahren, was mein System theoretisch leisten könnte, ohne dass ich es praktisch tatsächlich bräuchte – in der Regel finde ich mit den 20MP der Kameras mein Auslangen.

Eine andere Eigenschaft, die die E-M1X neben dem Handheld-High-Res-Modus einzigartig macht, ist der Live-ND-Modus. Damit wird elektronisch die Wirkung eines ND-Filters simuliert, was auch unter Tags Langzeitbelichtungen möglich macht. Ich konnte bislang erst einmal kurz mit der Funktion experimentieren und habe dabei versehentlich nur ND3 statt des Maximalwerts ND5 eingestellt. Als Resultat bin ich bei ƒ11 und 1/8 Sekunde gelandet – ND5 hätte dementsprechend 1/2s ermöglicht und durch Abblenden auf ƒ22 wären 2s möglich geworden. Und wie immer gilt: Alles aus freier Hand!

Verwischtes Wasser durch verzögerte Belichtung mit Live-ND-Filter

Natürlich lässt sich mit einer wirklich hochauflösenden Kamera mit Stativ und präziser Arbeit mehr aus den Motiven herausholen. Allerdings wird der Unterschied erst wirklich relevant, wenn man bei der Ausgabe an die Grenzen geht. Demgegenüber erlaubt das System ein unkompliziertes Handling, eine Flexibilität und eine Leichtigkeit in der Fotografie, die man anderswo nicht findet. Nicht umsonst hört man dauernd Fotografen die von anderen Systemen auf MFT wechselten, sagen, dass sie eine Freude an der Fotografie wiederentdeckt haben, die sie davor so nicht mehr hatten.

Einmal mehr leistet Olympus auch Pionierarbeit durch die Integration künstlicher Intelligenz in eine Kamera, wobei die darauf basierende AI-Motivverfolgung von Flugzeugen, Zügen und Autos derzeit für mich nicht relevant sind, da diese Objekte nicht zu den für mich relevanten Motiven gehören. Ich hoffe aber, dass mit der Zeit auch Tiere zu den erkannten Objekten kommen.

Gut ist die Fokussierung schon jetzt. Die Abbildung unten zeigt eine Aufnahme eines hektischen Starenschwarms vor unruhigem Hintergrund. Keine leichte Aufgabe für ein AF-System. In wie fern allerdings die E-M1X der E-M1 II überlegen ist, vermag ich derzeit nicht zu sagen.

Fazit? Kurz und bündig: Die E-M1X mag eine spezielle Kamera sein, aber gerade das macht sie so attraktiv für mich, sie macht Spaß und ist für mich jeden Euro wert.

M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO320
M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO250
M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ5.6 | 1/400s | ISO3200
M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1,4-×-Telekonverter | ƒ6.3 | 1/1600s | ISO200

Regen, Sand, Olympus und Panasonic

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Regelmäßige wie gelegentliche Leser meines Blogs werden wissen, weshalb ich mit MFT fotografiere: Ich bin viel draußen unterwegs und möchte nicht unter der Last voller Formate leiden.

Olympus

Aus demselben Grund – dem Fotografieren in der Natur – entscheide ich mich überwiegend für Ausrüstung die den Elementen Stand halten. Zahlreiche Videos, Berichte sowie das Marketing von Olympus und Panasonic haben mir das Gefühl gegeben, mit entsprechendem Material dieser Hersteller auf der sicheren Seite zu sein. Umso erstaunter stellte ich vor einiger Zeit fest, dass nach einem Tag an dem ich von heftigem Regen überfallen worden war, der Sucher meiner E-M1 innen angelaufen war. Die Kamera selbst ließ sich zwar in den Betriebsmodus versetzen aber nicht mehr bedienen.

Nach einigen Stunden kam die Bedienbarkeit weitgehend zurück, nur von den Funktionstasten reagierte keine einzige mehr. Frustriert, weil mitten auf einer dreiwöchigen Rundfahrt durch den Norden und Osten Deutschlands, rief ich Olympus Deutschland an – ich bin zwar Kunde in Österreich, befand mich aber eben gerade in Schleswig Holstein –, und erkundigte mich, wie das bei einer Kamera die behauptet gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet zu sein möglich ist.

Die ausgesprochen freundliche Dame am Telefon versicherte mir ihr Bedauern, erklärte mir aber, dass es unter Intensivregen bei jeder Kamera zum Eindringen von Feuchtigkeit in den Body kommen könne. Obwohl sie mir ebenfalls zusicherte, man werde bei Olympus einen kulanten Weg finden mit der Sache umzugehen – woran ich nicht zweifle, da Olympus sich bisher in jeder Sache immer kulant gezeigt hatte –, war ich doch sehr enttäuscht, hatte ich doch bisher erwartet mich bei jedem Wetter auf mein Equipment verlassen zu können.

Ich rief als nächstes bei meinem Händler an, um seine Meinung einzuholen. Er bestätigte mir, dass es tatsächlich auch bei abgedichteten Kameras kaum Modelle gebe, die unter Sturzregen der schon beinahe einem Bad nahe kommt vollständig gegen das Eindringen von Feuchtigkeit gesichert seien. Die einzigen bei denen er beschwören würde, dass sie auch unter dem Wasserschlauch auf jeden Fall halten, seien die Spitzenmodelle von Canon und einzelne von Pentax, wie die K-1.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, was es bringt bei einem guten Fachhändler eingekauft zu haben: Er bot mir umgehend an mir eine Kamera nach Deutschland zu schicken, was ich allerdings doch ablehnte, da ich noch zwei weitere Kameras dabei hatte und die E-M1 in allen wesentlichen Funktionen bedienen konnte.

Nach meiner Rückkehr nach Vorarlberg brachte ich die Kamera zum Händler, der bereits mit Olympus über das Problem gesprochen hatte und sie für mich einsandte. Kaum zwei Wochen später – auch das wie gewohnt – war die Kamera wieder da. Durch Garantie gedeckt ist die Sache nicht, aber mein Händler fand mit dem Vertrieb einen Modus durch den nicht ich die Kosten zu tragen hatte.

Auch wenn ich wie gesagt enttäuscht darüber bin, dass ich in Zukunft nicht mehr ohne Bedenken weiter fotografieren kann, wenn der Regen heftig wird, möchte ich noch einmal betonen, dass Olympus’ Service hier in Österreich absolut mustergültig arbeitet. Niemals musste ich länger als zwei Wochen auf eine eingesandte Kamera warten, die Preise waren immer deutlich unter dem was ich von Nikon her kannte, und vieles wurde ohne Berechnung übernommen, auch wenn es an sich nicht durch Garantie gedeckt war. So geht Service!

Viewfinder-Sunburn-Problem

Ein gutes Beispiel dafür ist Olympus Umgang als die Kamera meiner Frau vom sogenannten Sunburn-Problem betroffen war. Die Geschichte geht so:

Eines Tages, meine Frau und ich waren gerade an einem beinahe sommerlichen Frühlingstag unterwegs, und wie auch ich trug sie eine E-M5 II in einem PeakDesign Clip am Gurt ihres Rucksacks – Sucher nach oben. Mitten während des Ausflugs zeigte sie mir, dass sich in ihrem Sucher Schleier gebildeten hatten die wie Blendenflecken aussahen. Nur im Sucher, nicht am Display, nicht auf den Fotos.

Wir schickten ihre Kamera an Olympus, sie bekam meine E-M1 (Mk I) und siehe da: Während des folgenden Ausflugs zeigte sich bei dieser dasselbe Problem. Auch diese Kamera wanderte via Händler zum Olympus-Support. Ich drückte ihr meine E-M5 II in die Hand.

Mir war ein Verdacht gekommen, dass es sich dabei wohl um keinen Zufall handeln konnte, und ich begann zu recherchieren. Dabei stieß ich auch rasch auf ein Problem das als EVF-Sunburn bekannt ist. Leider fand ich das erst heraus, als mit der zweiten E-M5 II unsere dritte Kamera davon betroffen war.

Das Problem entsteht, wenn jemand den Dioptrinausgleich des Suchers auf Anschlag stellt, und kräftige Sonnenstrahlen in einem ungünstigen Winkel auf das Display des elektronischen Suchers gebündelt werden. Durch die Kombination aus Dioptrineinstellung, Tragen der Kamera im Clip am Rucksackgurt bei sonnigem Wetter, waren wir offensichtlich in der Lage EVFs reihenweise zu killen.

Laut Olympus könne dieses Problem jede Kamera mit elektronischem Sucher und Dioptrinausgleich betreffen und man stünde auch immer für eine kostenlose Reparatur gerade, auch Jahre nach Ablauf der Garantie.

Auf meiner Suche hatte ich allerdings nur Berichte über Olympus-Kameras gefunden, die von dem Problem betroffen waren. Eine Ursache könnte sein, dass andere Hersteller einen so extremen Ausgleich der Diotrineinstellung der das Problem auslösen könnte, erst gar nicht erlauben. Eine andere Erklärung wäre aber auch, dass die Mitbewerber durch Anbringen eines Infrarot-Filters Schäden verhindern. Ich fand nämlich für das Problem bei Olympus eine Beschreibung zu einer Lösung, bei der ein Stück Infrarot-Filterfolie vor dem Eingang des EVF das Problem behebt. Wie ich erfahren habe, hat Olympus auch bei meinen Kameras einen solchen Filter angebracht – ein wöchentlich ausgefallener Viewfinder hätte uns am Ende wohl beiden keine Freude bereitet.

Panasonic

Das war jetzt der für mich angenehmere Teil des Berichts. Kommen wir zum Unangenehmen:

Auf der Rundreise durch Deutschland hatte der Zoomring meines Panasonic Lumix G Leica Vario-Elmar 100–400mm ƒ4.0–6.3 Sand eingesammelt. Wir waren ein paar Stunden am Meer unterwegs, es war windig, Sand war unterwegs. Sand ist schrecklich! Wer fotografiert weiß das. In solchen Situationen habe ich immer einen UV-Filter vor der Linse um sie nicht sandstrahlen zu lassen.

Während sich bei meinen Olympus Linsen lediglich Sand unter den Streulichtblenden vergrub, wurde er unter dem Zoomring des Telezooms zum Problem. Zoomen ohne zu hören und zu spüren wie unter dem Ring die Sandkörner schleifen und sperren ist nicht mehr möglich. Kein Problem, dachte ich. Das kann ja für den Service nicht schwer zu reinigen sein. Dachte ich!

Ich gestehe, ich hatte wegen der Sache bereits einen Albtraum. Ich träumte, dass die Reparatur viele Hundert Euro kostete, und dass ich meinen Händler bat, meine eben erst gekauften Panasonic G9 zurück zu nehmen.

Der Albtraum hat eine Ursache: Seit ich von Panasonic Objektive bestelle, bin ich es gewohnt Monate darauf warten zu müssen. Immer. Bei jedem, das mein Händler nicht vorrätig hat. Ich vermute die Produkte werden auf Kamelen von Japan nach Österreich getragen. Bei Kameras nicht viel anders.

Vor einem Jahr etwa habe ich zwei Panasonic G81 gekauft. Nach einigen Dutzend Bildern stellte ich bei einer fest, dass es Staub auf dem Sensor gab. Da dieser bereits auf Bild 9 sichtbar war (ein älteres Bild existierte nicht mehr), war relativ naheliegend, dass der Fleck wahrscheinlich aus der Produktion stammte. Die Kamera wurde eingeschickt, ich wartete Wochen auf eine Nachricht, dann hieß es die Kamera komme in der Folgewoche, als ich Ende dieser beim Händler erschien war sich aber noch immer nicht da. Als er bei Panasonic anrief, hieß es, ja die liege da irgendwo rum und man würde sie umgehend verschicken.

Leute, kauft bei einem guten Händler ein! Es lohnt sich! Er nahm die beiden G81 zurück und ich statt dessen eine Olympus E-M1 II und eine E-M5 II.

Diese Erfahrung, und ein paar andere Details, ließen in mir nicht viel zurück, das ich als Vertrauen bezeichnen würde. Deshalb ging ich auch mit etwas Spannung zum Händler, nachdem es hieß, ich könne das 100–400mm wieder abholen. Überraschung: Es war ohne Service zurück gekommen. Der Preis hätte nämlich praktisch dem Neupreis entsprochen: 1400 Euro!

Die Realität hatte meine Albträume übertroffen – ich glaube darin war von 700 Euro die Rede. Und das um Sand aus einem Zoomring zu reinigen! Was sind das für Konstruktionen, Panasonic? Wo es 1400 Euro kostet um Sand unter einem Zoomring herauszubringen!

Dabei hatte es Panasonic auch noch geschafft doppelt so lang für nichts zu brauchen, wie Olympus um meine wasserbeschädigte E-M1 II zu reparieren. Und noch etwas sei angemerkt: Es ist noch nicht lange her, dass ich auf der Frontlinse meines geliebten M.Zuiko 300mm ƒ4 einen Kratzer fand. Das Objektiv wurde an Olympus geschickt und kam gewohnt umgehend repariert zurück. Preis: Etwa 200 Euro!

Will jemand eine Panasonic G9 kaufen?

Fotorucksack Lowepro Flipside Treck BP 250 AW

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Im Frühjahr dieses Jahres habe ich meine »Suche nach der idealen Fototasche« in einem Artikel zusammengefasst und ein gutes Dutzend Lösungen – manche empfehlenswerte, andere enttäuschend – vorgestellt. In der Zwischenzeit hat sich eine weitere Tasche hinzugesellt. Bis zu derzeit habe ich für ausgedehntere Fotosafaris einen Lowepro Slingshot Edge genutzt (lowepro.com | Amazon). Bis zu zwei Stunden lässt sich dieser durchaus angenehm tragen. Darüber hinaus drückt das System aber dann doch etwas zu einseitig auf die Schultern.

Auf der Suche nach einer Lösung für Halbtags- und Tagesausflüge habe ich deshalb neuerlich Amazon durchforstet und mich zunächst für einen Cullmann 99441 Ultralight Rucksack Sports Daypack 300 (was für ein Name! | Amazon-Affiliate-Link) entschieden. Allerdings konnte mich dieser im Trockentest zuhause überhaupt nicht überzeugen und so ging er zurück an den Sender. Statt dessen orderte ich nun doch meine Nummer 2 in der ersten Auswahl, den Lowepro Flipside Trek BP 250 AW (Lowepro | Amazon-Affiliate-Link) – ein absoluter Glücksgriff diesmal.

Mein Anforderungsprofil an den Rucksack war, dass ich im unteren Bereich ein bis zwei MFT-Kameras unterbringen wollte, sowie ein zweiter Bereich vorhanden ist um etwas Verpflegung und Krimskrams für die kleine Wanderung unterzubringen. Mindestens eine Außentasche für eine Getränkeflasche (ich nutze Flaschen von Klean Kanteen: Affiliate-Link) war ein weiteres Muss. Außerdem sollte er leicht sein – meine leichte MFT-Ausrüstung in 2kg Taschen oder Rucksäcken zu transportieren kommt nicht in die Tüte! Der Flipside Trek 250 gehört mit knapp über 1kg absolut zu den Leichtgewichten. Dafür ist der Daypack aber auch wirklich klein – ich war schon etwas überrascht, als ich ihn auspackte.

Das Kamerafach im unteren Teil – über den Rücken zugänglich – nimmt gerade noch eine OM-D mit angesetztem 40–150mm ƒ2.8 Pro auf, allerdings wird es ausgesprochen eng wenn es sich um die E-M1 Mk2 handelt. In der Abbildung oben befindet die Mk1 am Telezoom, daneben eine E-M5 Mk2 mit 12–40mm ƒ2.8 Pro. Ein Beutel mit Ersatzakkus, Speicherkarten, Objektiv- und Kameradeckeln, Reinigungstuch und -stift sowie Blasebalg findet daneben gerade noch Platz.

Ist der Hüftgurt geschlossen kann man recht gut aus den Schulterriemen schlüpfen, den Daypack nach vorne ziehen und auf den Inhalt des Kamerafachs zugreifen. Hier dankt es sich, dass er wirklich kompakt ist

Im von oben zugänglichen Bereich ist ausreichend Verpflegung für einen Tagesausflug unterzubringen, für ein Herrenportemonnaie, Autoschlüssel und ein Shirt zum Wechseln ist bei Bedarf auch noch Platz. In der aufgesetzten Tasche am Rücken verstaue ich eine Tasche mit Filtern (Kalahari, Amazon-Affiliate-Link) und Visitenkarten. Auch das Handy würde hier Platz finden, doch wegen der Nutzung von Karten- und anderen Apps verstaue ich dieses in Jacke oder Hose.

Am Flipside Trek befinden sich beidseitig Außentaschen für Getränkeflaschen (alternativ natürlich auch für ein kleines Stativ) die durchaus auch Literflaschen aufnehmen können. Besonders gut gefällt mir das Gurtesystem. Problemlos lassen sich beispielsweise links, rechts und hinten je eine Jacke befestigen. Hinten lässt sich der Gurt zusätzlich noch einmal teilen, man könnte also auch hier links und rechts ein Kleidungsstück unterbringen – wer seine Kleidung nach dem Zwiebelprinzip zusammenstellt wird das zu schätzen wissen. In der Praxis wird man aber unter Umständen seitlich neben den Flaschen Kleidung unterbringen und hinten ein Stativ. Auf jeden Fall ist das System vielseitig wie ich es das bislang noch nicht gesehen habe – und das bei so einem Winzling!

Den Tragekomfort des Flipside Trek würde ich als exzellent bezeichnen. Ausrüstung inklusive Getränken, Bekleidung, Verpflegung und Krimskrams dürften bei mir trotz MFT an die 6kg betragen. Trotzdem habe ich damit in den letzten drei Wochen knapp 100km zu Fuß zurück gelegt und hatte niemals das Gefühl, dass der Rucksack mich belastet. Beachtlich die von Lowepro ActiveZone genannte Rückenpolsterung: Erst jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, wird mir bewusst, dass ich in dieser Zeit – immerhin noch während des diesjährigen Jahrhundertsommers – nicht ein einziges Mal das Gefühl hatte am Rücken zu schwitzen!

Unterwegs war ich in der Regel mit einer E-M1 Mk2 und M.Zuiko 300mm ƒ4 Pro an einem Peak Design Slide Back (Amazon-Affiliate-Link) um die Schultern, einer E-M1 Mk2 und M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8 Pro meist links am Rucksack-Schultergurt in einem Peak Design CP2 (Affiliate Link) Clip befestigt und einer Pen-F mit 12–40mm ƒ2.8 Pro rechts im Peak Design Capture Clip v3 (Blog-Artikel | Affiliate-Link) untergebracht. Im Rucksack selbst bringe ich die Kameras in der Regel nur für den Transport zu und von der Fotosafari unter.

Drei Dinge bereiteten mir nach längeren Ausflügen und mit jedem Tag zunehmend etwas mehr Beschwerden: Die an der rechten Hüfte schlenkernde E-M1, das stete Drücken der Peak Design Clips gegen die Brust und außerdem die Füße. Den rechten Clip und die E-M5 mit 40–150mm M.Zuiko habe ich deshalb gelegentlich am Gürtel befestigt, wie im Bild oben zu sehen. Den Flipside Trek hingegen habe ich kein einziges Mal in irgendeiner Weise als unangenehm oder unpraktisch empfunden. Daumen rauf für den Tragekomfort und die Ergonomie!

Man sieht mir an, dass ich glücklich mit meiner jüngsten Kameratasche bin. Nach all den vielen Taschen die ich über die Jahre getestet, gekauft und verworfen habe kann man mich sicher nicht als unkritischen Käufer bezeichnen. Am Flipside Trek 250 AW habe ich jedoch nicht die geringste Kleinigkeit auszusetzen. Er hilft alles was man für die Halb- und Tagesfotosafari braucht gut, sicher und komfortabel zu transportieren. Besser geht nicht!

Telezoom M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8

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Das Olympus M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8 Pro (Olympus | Amazon-Affiliate-Link) gehört hinter dem M.Zuiko 300mm ƒ4 und mit dem M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 zu den Objektiven die ich derzeit am häufigsten einsetze.

Einerseits ist das 40–150mm ƒ2.8 ein exzellentes Zoom für Porträts, vergleichbar mit klassischen 70–200mm Vollformatlinsen, allerdings mit der Hälfte des Gewichts, deutlich kompakteren Maßen, bezogen auf Kleinbild 100mm längerer Brennweite und etwa zur Hälfte des Preises.

Gerade das recht moderate Gewicht und Volumen macht dieses Objektiv aber auch zu einem hervorragenden Begleiter auf Fotosafari. Mit 300mm KB fängt man mit etwas Glück schon einmal das eine oder andere scheue Tier ein, gleichzeitig kann man aber auch beeindruckend verdichtete Landschaftsaufnahmen mit nach Hause nehmen.

Es ist noch nicht lange her, da war ich noch Anhänger der klassischen Schule, dass das Weitwinkel das ideale Objektiv für Landschaftsaufnahmen sei, und dass Brennweiten jenseits von 50mm KB kaum mehr dafür geeignet sei. Mittlerweile ist Bewegung in diese Ansicht gekommen und ich sehe das längst nicht mehr so puristisch.

Zwar lassen sich Weite und Tiefe weitreichender Landstriche vor allem mit Weitwinkeln eindrücklich ablichten, doch gerade dann wenn man immer wieder durch dieselben Landstriche streift, gewinnen längere Brennweiten zunehmend an Wert. Aufgrund der weiten Blickwinkel und des großen Feldes das Weitwinkel einfangen, muss man oft viele Hundert Meter zurücklegen bevor sich die Ansicht deutlich verändert. Zwar hat man unterwegs oft den Eindruck, eine Landschaft eröffne hinter jeden Kurve einen neuen Blickwinkel. Doch sichtet man die Aufnahmen dann am Computer ähneln sich die Motive am Ende dann fast wie ein Ei dem anderen – zumindest reichen die wechselnden Details im Vordergrund meist nicht um mehrere Bilder mit demselben landschaftlichen Hintergrund herzuzeigen.

Gerade auf der Pirsch in der Umgebung nutzt sich das Weitwinkel für Landschaftsaufnahmen mit jedem Mal den man einen Weg geht mehr ab. Längere Brennweite die engere Bildausschnitte aufnehmen gewinnen dann zunehmend an Wert, denn man kann mit ihnen Ausschnitte aus der Landschaft herauslösen und die Elemente darin verdichten. Deshalb begleitet mich neben dem 300mm ƒ4 auch zunehmend häufiger das 40–150mm anstatt des 12–40mm.

Das relativ geringe Gewicht der Linse an der ebenfalls leichten E-M5 erlaubt es darüber hinaus das Duo komfortabel an einem Peak Design Capture Clip am Tragegurt einer Kameratasche oder eines Rucksacks zu tragen – auch Stunden lang und Kilometer weit.

Auch bei Familientreffen, Feiern und für die Fotografie von Kindern ist das 40–150mm mein absolut bevorzugtes Objektiv. Es ist schnell, flexibel und lichtstark.

Da das 40-150mm mit 72mm denselben Filterdurchmesser nutzt wie das 12–100mm ƒ4 kann ich auch dieselben Filter nutzen. Für Langzeitbelichtungen einen ND1000 Filter von Haida (Amazon), sowie einen Polfilter ebenfalls von Hoya (Amazon). Die Frontlinse schütze ich wie bei allen meinen Objektiven einem UV-Filter von Hoya (Amazon) – weshalb habe ich hier geschrieben, und hier habe ich getestet was dabei an Schärfe verloren geht (nichts).

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Im Ernst, Peak Design?

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Zwei Dinge sind mir etwas unverständlich: Erstens, was sich Peak Design beim Design der 3. Version des Capture Clips gedacht hat, und zweitens, wie die überwiegend positiven Rezensionen dafür auf Amazon zustande gekommen sind.

Nun, Letzteres kann ich mir zumindest so erklären, dass all die Rezensenten deutlich dickere Gurten an Ihren Taschen haben als ich. An meinem Lowepro Flipside 250 AW (Amazon-Affiliate-Link) beispielsweise ist es kein Problem, da ich den Clip dort am gepolsterten Teil des Tragegurts befestige. Anders jedoch sieht es am Lowepro Slingshot Edge 250 AW (Amazon-Affiliate-Link) aus, denn dort fixiere ich den Clip am nicht gepolsterten Teil des Gurts und dann stehen, wie im Bild oben zu sehen, die Schrauben deutlich über. Das ist im wahrsten Sinn des Wortes untragbar. Dasselbe gilt, wenn ich den Clip am Lowepro Passport Sling (Amazon-Affiliate-Link) befestige.

Was die 3. Version des Capture Clips eindeutig besser kann als seine Vorgänger, ist, dass die Beschichtung ein widerstandsfreieres Herausnehmen und Einhängen der Bodenplatte erlaubt. Dem steht aber gegenüber, dass die Bodenplatte schmaler ist, wodurch sie auch bei der Gurtbreite schneller an ihre Grenzen stößt – am gepolsterten Gurt des Flipside 250 geht es gerade noch – und die geringere Auflagefläche nicht ganz so angenehm zu tragen ist, und vor allem, dass sich eben die Schrauben im Falle des Überstehens untragbar in den Körper bohren.

Nun mag man ja argumentieren können, dass so eine Schraube rasch abgefeilt ist, aber das Produkt so zu gestalten, dass ein Überstehen erst gar nicht vorkommen kann, ist in meinen Augen Aufgabe des Herstellers. Umso mehr als das Unternehmen Design im Namen trägt und dazu auch noch behaupten an der Spitze dessen zu gestalten. Ich jedenfalls kann den Capture Clip v3 so nicht empfehlen – schade, dass die Vorgänger offensichtlich nicht mehr produziert werden.

M.Zuiko 12–100mm ƒ4 – das Universalzoom

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Das Olympus M.Zuiko 12–40 ƒ2.8 ist Olympus’ exzellentes Standardzoom für anspruchsvolle MFT-Fotografen. Allerdings weiß jeder auch nur etwas erfahrene Fotograf, dass man mit 40mm MFT (80mm KB) rasch an die Grenzen des Erreichbaren kommt. Tiere die auch nur die geringste Scheu haben Menschen an sich heran zu lassen, sind kaum einzufangen. Auch beim Sport wird es abseits von Poolbillard und Schach schwer die Distanz zum Sportler zu überbrücken.

Universalzooms sind diesbezüglich deutlich flexibler einsetzbar, reichen sie doch weit in den Tele-Bereich, ohne das beispielsweise für Landschaft oft unverzichtbare Weitwinkel zu vernachlässigen.

Für MFT-Fotografen stellt derzeit das Olympus M.Zuiko 12–100 ƒ4 (Olympus | Amazon) die beste Wahl für ein Universal- bzw. Telezoom dar. Anders als bei anderen Zooms und Festbrennweiten gibt es im Moment noch keine wirkliche Alternative dazu von Panasonic. Auch außerhalb von MFT findet sich Vergleichbares. Weder Canon noch Nikon noch einer der Drittanhersteller bietet ein Zoom mit einem äquivalenten Brennweitenbereich bei vergleichbarer Lichtstärke und mit Abdichtung gegen Staub, Feuchtigkeit und Spritzwasser an. Einzig und allein Sony hat mit dem  FE 24–240mm ƒ3.5–6.3 einen heißen Mitbewerber im Sack – etwas preiswerter, etwas schwerer, ebenso abgedichtet, etwas mehr Zoom, deutlich weniger Lichtstärke.

Wer gerne durch die Natur pirscht, Landschaften ebenso wie Tiere ablichten möchte, nicht aber wie ich zwei Kameras umgehängt haben will, der ist mit dem 12–100 optimal bedient. Zwar bietet das 12–40mm ƒ2.8 etwas mehr Lichtstärke, doch in Sachen universeller Einsetzbarkeit hat das 12–100 in vielen Situationen die Nase vorne. Der Abbildungsmaßstab – 0,3× MFT = 0,6× KB-üquivalent –  ist bei beiden identisch und führt somit auch dieses nahe an den Bereich der Makrofotografie heran. Echtes Makro ist das zwar genau genommen nicht, das hindert Sigma aber nicht daran Objektive mit einem geringeren Abbildungsmaßstab mit dem Label Macro zu versehen.

Abbildungsqualität, Detailschärfe, Bokeh und Haptik des Objektivs sind auf gewohnt tadellos hohem Olympus-Pro-Niveau. Anders als das 12–40mm enthält es eine zusätzliche Bildstabilisierung und unterstützt Sync-IS, will heißen, dass sowohl Objektiv als auch Sensor gemeinsam stabilisiert werden, wodurch laut Olympus 6,5 Blendenstufen kompensiert werden können, und ich hege keinen Zweifel daran, dass das stimmt, habe ich selbst doch bereirs aus freier Hand zwei und drei Sekunden lange Belichtungen mit nur moderater Unschärfe gehalten.

Leider komme ich selbst viel zu selten in den Genuss damit zu Fotografieren. Seit meine Frau einmal damit auf der Pirsch war, kann ich es nur mehr heimlich oder gegen den Protest in ihren Augen an mich nehmen.

Auch für dieses Objektiv nutze ich für Langzeitbelichtungen einen ND1000 Filter von Haida (Amazon) und einen Polfilter von Hoya (Amazon). Die Frontlinse schütze ich mit einem UV-Filter von Hoya (Amazon).

Anmerkung: Sämtliche Produkte die ich vorstelle habe ich selbst erworben und in Verwendung. Es gibt keine von den Herstellern zur Verfügung gestellte oder gesponserte Produkte oder Berichte. Links zu Amazon sind in der Regel Affiliate-Links. Bei Einkäufen die auf die Verlinkung folgen fallen ein paar Prozent für mich ab. Das hilft den Blog und seine Inhalte zu finanzieren. Andere Links sind frei von Provisionen oder Umsatzbeteiligungen, ausgenommen natürlich bei der eingeblendeten Google-Werbung.

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12–40mm ƒ2.8 – Brot und Butter

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Das Brot-und-Butter-Zoom für anspruchsvolle Vollformat-Fotografen ist üblicherweise das 24–70mm ƒ2.8. Bei Nikon ist das etwa 15cm lang und wiegt ein Kilo, bei Canon etwa 11cm und 805g und bei Sony knapp 14cm bei knapp 900g. Das Olympus M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 (Olympus | Amazon) entspricht 24–80mm KB, ist 8,4cm lang und wieg 382g. Natürlich hinkt der Vergleich zwischen MFT und Vollformat immer ein bisschen. Doch das Olympus-Objektiv ist nicht nur viel kleiner und leichter als die Vollformate, es kostet auch nicht einmal die Hälfte (als ich den Artikel schreibe liegt der Preis bei Amazon deutlich höher als in Olympus’ Webshop).

Das M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 gehört zu den besten MFT-Linsen, wird bei DxO als bestes MFT-Zoom gelistet. Es hat eine großartige Haptik, Zoom und Fokussierung laufen perfekt, das Umschalten von AF auf MF funktioniert indem der Fokusring etwas nach hinten gezogen wird, was dann auch eine Fokussierungsskala zum Vorschein bringt (bei den kompakten MFT-Objektiven allerdings etwas mir Vorsicht zu genießen). Wie alle Pro-Objektive von Olympus ist es hervorragend gegen Staub, Feuchtigkeit und Spritzwasser abgedeckt. Allerdings muss auch erwähnt sein, dass die edle Metalloberfläche und vor allem die gerippten metallenen Fokus- und Zoomringe deutlich empfindlicher gegenüber Kratzern sind als schnöder Hartplastik.

Sein Abbildungsmaßstab von 0,3× (= 0,6× umgerechnet auf KB) rückt das Objektiv schon nahe an den Makro-Bereich heran und macht es damit besonders vielseitig einsetzbar. Nicht nur die Detailschärfe befindet sich auf exzellentem Niveau, auch das Bokeh ist bezaubernd. Neben dem Olympus 300mm ƒ4 ist es das Objektiv das ich in der Praxis am häufigsten im Einsatz habe – deutlich dahinter folgt dann das 40–150mm ƒ2.8.

Eine Schwäche stellt wie so oft bei Olympus der Objektivdeckel dar. Bei mir ist er schon nach kurzer Zeit in seine Einzelteile zerfallen. Die Reparatur habe ich kurzer Hand mit Superkleber ausgeführt, was sein Leben um knapp 4 Jahre verlängert hat. Mittlerweile hat er aber endgültig das Zeitliche gesegnet und ich habe ihn, wie bei vielen anderen durch eine Abdeckung von Panasonic (Amazon) ersetzt. Dieser funktioniert nicht nur einwandfrei, sondern kostet nicht einmal die Hälfte des Olympus-Originals.

Für Langzeitbelichtungen setze ich einen ND1000 Filter von Haida ein (Amazon), gelegentlich kommt ein Polfilter von Hoya (Amazon) zum Einsatz. Die Frontlinse schütze ich seit einiger Zeit mit einem UV-Filter von Hoya (Amazon).

Vor ein- oder zwei Jahren fiel mir das Objektiv einmal zu Boden und nahm Schaden. Danach lag die Schärfeebene schief. Glücklicherweise konnte es durch Olympus einwandfrei repariert werden, ebenso wie Olympus erst jüngst einen Kratzer im 300mm ƒ4 repariert hat. Ein Hoch auf den Olympus-Service!

Anmerkung: Sämtliche Produkte die ich vorstelle habe ich selbst erworben und in Verwendung. Es gibt keine von den Herstellern zur Verfügung gestellte oder gesponserte Produkte oder Berichte. Links zu Amazon sind in der Regel Affiliate-Links. Bei Einkäufen die auf die Verlinkung folgen fallen ein paar Prozent für mich ab. Das hilft den Blog und seine Inhalte zu finanzieren. Andere Links sind frei von Provisionen oder Umsatzbeteiligungen, ausgenommen natürlich bei der eingeblendeten Google-Werbung.

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Lumix 20mm ƒ1.7 – starkes Pancake

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Meinen ersten realen Kontakt mit einer MFT-Linse hatte ich mit dem Panasonic Lumix G 20mm ƒ1.7 (Panasonic | Amazon). Ich fotografierte damals noch mit Vollformat. Freunde hatten mich gebeten einen Foto-Workshop mit ihnen zu machen und eine Fotografin hatte eine Pen mit diesem Objektiv dabei. Ich wusste natürlich, dass der kleine Sensor der MFT-Kamera für vergleichsweise große Schärfentiefe sorgt, und war von der Qualität des Bokehs ihrer Aufnahmen umso mehr überrascht, selbst bei einer Ablichtung einiger Kinder von Kopf bis Fuß.

2011 habe ich dann mit der Lumix G3 eine erste MFT-Kamera gekauft, als kompakten dritten Apparat neben einer Nikon D700 und Nikon D80, und mit ihm die erste Generation des Lumix 20mm G 20mm ƒ1.7.

Seither habe ich meine MFT-Ausrüstung auf über ein Dutzend Objektive aufgerüstet und das 20mm ƒ1.7 kommt nicht mehr so häufig zum Einsatz. Hergeben würde ich es trotzdem auf keinen Fall, denn die Detailschärfe des Objektivs ist exzellente (siehe auch dxomark.com-Lens-Database – die DXO-Bewertung fällt für das 20er an einer E-M1 ii nur geringfügig niedriger aus als für Nikons DX-35mm-1.8 an einer D500).

Das Bokeh ist schön weich und die Lichtstärke gut. Darüber hinaus stammt es aus einer Zeit als sich Olympus und Panasonic noch mühten das kompakte MFT-System mit flachen Pancake-Objektiven besonders kompakt auszustatten. Der Preis von etwa 300 Euro scheint mir deshalb durchaus angemessen.

Zugegeben ist 40mm eine für Fotografen etwas seltsame Brennweite. Traditionell erwarten wir von Festbrennweiten, dass sie 24mm, 28mm, 35mm und 50mm KB haben. Olympus kommt dem mit 12mm (≈24mm KB), 17mm (≈35mm KB) und 25mm (≈50mm KB) entgegen. Panasonic geht da mit einem 15mm und dem 20mm etwas eigene Wege.

Auch bei der Lichtstärke wirken 1.7 heute etwas eigenartig, sind wir doch gewohnt, dass die Schritte 1.4, 1.8, 2.0 verlaufen.

Die 40mm KB sind der klassischen Reportage-Brennweite von 35mm noch relativ nahe – man befindet sich irgendwo zwischen diesem moderaten Weitwinkel und der flexiblen Normalbrennweite von 50mm KB. Wer damit nicht fotografieren kann, kann nicht fotografieren. Bis in die 1980er Jahre hinein gab es kaum eine andere Möglichkeit als mit Festbrennweite zu arbeiten und 35mm gehörte zu den Standards.

2011 fuhr ich zwei Wochen mit dem Roadster durch Österreich und hatte nichts anderes als die Lumix G3 und das 20mm ƒ1.7 dabei (ich berichtete hier).

Aufgerüstet habe ich das Objektiv mit einer aufschraubbaren Aluminium-Streulichtblende von JCC (Amazon), die ihm bei einem Sturz wahrscheinlich einmal das Leben gerettet hat. Heute schütze ich die Frontlinse zusätzlich durch einen Hoya Pro1 UV-Filter (Amazon). Als Polfilter nutze ich einen Hoya Pro1 PL-C (Amazon), für  Lanzeitbelichtungen einen Haida Pro II Variabler Graufilter (Amazon – zur Zeit als ich den Artikel schreibe leider nirgends verfügbar).

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MFT-Super-Weitwinkelzoom: M.Zuiko 7–14mm ƒ2.8 Pro

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Wie bei allen Olympus M.Zuiko-Pro-Objektiven (Olympus | Amazon) gibt es auch am 7–14mm ƒ2.8 wenig zu tadeln, mit einer Ausnahme vielleicht: In Sachen Volumen und Gewicht führt es den Gedanken von MFT, ein im Vergleich zu APS-C oder gar Kleinbild ideales System für Unterwegs zu sein, ein bisschen ad Absurdum. Im Vergleich zu Nikons 14–24mm ƒ2.8 und seinen 1000g und 13cm Länge scheinen die 534g und 10,5cm zwar moderat, doch man darf nicht außer Acht lassen, dass dafür der Sensor gerade einmal etwa ein Viertel der Fläche des Vollformats hat.

Mit der Leichtigkeit von MFT-Objektiven wie dem M.Zuiko 9–18mm oder gar der winzigen aber exzellenten 12mm ƒ2.8 Festbrennweite kann das 7–14mm Pro in Sachen Trage- und Transportkomfort jedenfalls nicht mithalten. Eine Alltagstauglichkeit an einer Immer-dabei-Kamera – zum Beispiel der Pen-F, E-M10 oder E-M5 – in einer kompakten Kameratasche ist von diesem Pro-Boliden nicht zu erwarten.

Deshalb begleitet mich bei Ausflügen in meiner Heimat in der Regel auch das preiswertere und kompaktere Weitwinkelzoom, denn wie schon im oben verlinkten Artikel über das 9–18mm angemerkt: Das 7–14 mag beim Ablichten von Testcharts sichtbar bessere Ergebnisse erzielen, doch weder einem digitalen noch einem analogen Abzug wird irgendjemand ohne Studium der Metadaten ansehen, ob das eine oder andere Objektiv zum Einsatz kam.

Hinzu kommt, dass der extremere Weitwinkel von 7mm MFT hierzulande kaum einzusetzen ist, ohne dass irgendwo am Rand eine Hochspannungsleitung oder irgendein anderer nicht besonders attraktiver Zeuge menschlicher Zivilisation ins Bild hinein lugt.

Müsste ich – aus welchem Grund auch immer – einen Teil meiner Objektive abbauen, das 7–14 würde zu jenen gehören von denen ich mich am leichtesten trennen könnte. Das ist keine Aussage über die Qualität der Linse, sondern lediglich über die praktische Bedeutung die sie für mich hat und die Häufigkeit mit der ich sie einsetze.

Glücklicherweise zeichnet sich eine solche Bürde aktuell nicht ab, und so kann ich mich auch weiterhin freuen das 7–14mm mit auf Reisen in Regionen zu nehmen, in denen die menschliche Kultur weniger Störelemente in der Landschaft platziert als hier im dicht besiedelten Vorarlberger Rheintal. In Island beispielsweise hätte ich die zusätzlichen 2mm immer wieder gebrauchen können, da ich mit dem 9–18mm oft an die Grenzen des Blickwinkels stieß (das 7–14mm hatte ich damals noch nicht).

Andererseits darf im Vergleich auch nicht unerwähnt bleiben, dass die zusätzlichen 4mm am langen Ende der Brennweite des kompakteren Objektivs durchaus auch seine Vorzüge haben. Während die 14mm des einen (28mm bei Kleinbild) noch tief im Weitwinkel verwurzelt sind, gehen die 18mm des anderen (36mm Kleinbild) schon in Richtung einer Normalbrennweite und sind auf Augenhöhe mit dem klassischen Standard der Reportagefotografie: 35mm.

Vorzug des 7-14mm Pro Objektivs ist dem gegenüber natürlich die Abdichtung gegen Staub und Spritzwasser. Allerdings mag die Frage berechtigt sein, wie häufig speziell ein solches Weitwinkel im strömenden Regen zum Einsatz kommen wird, denn die kaum hinter die fix verbaute Streulichtblende zurücktretende Frontlinse wird rasch von Wassertropfen bedeckt sein, was kaum mehr brauchbare Aufnahmen erlaubt.

Wer seine Ausrüstung in den Tropen einsetzt, weiß, dass Abdichtung nicht nur bei Regen, sondern auch bei hoher Luftfeuchtigkeit schützt, und ist somit mit dem Pro sicher besser ausgestattet. Doch für mich ist das Thema nur in Zusammenhang mit Regen relevant und so hält sich der Vorzug der Abdichtung für mich auch in Grenzen.

Fällt mein Fazit über das 7–14mm somit negativ aus? Keineswegs! Die einzige MFT-Linse die ich bislang besaß und der ich ein negatives Zeugnis ausstellen würde, ist das 17mm ƒ1.8 von Olympus. Davon sollen zahlreichen Montagsproduktionen unterwegs sein, und die Schärfe meines Exemplars war grottenschlecht. Das 7–14mm ƒ2.8 ist zweifelsfrei eine exzellente Linse. Doch für meinen fotografischen Einsatzbereich spielt sie eine eher untergeordnete Rolle. Und genau von diesem persönlichen und subjektiven Eindruck berichte ich hier. Just my 2 Cent.

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MFT-Weitwinkelzoom: M.Zuiko 9–18mm ƒ4–5.6

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Das Olympus M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6 (Olympus | Amazon) habe ich im Frühjahr 2014 gekauft, um den Weitwinkelbereich des 12mm ƒ2.0 (unter Anderem in diesem Artikel beschrieben), das ich bis dahin im Einsatz hatte, zu erweitern. Es zeichnet sich durch geringes Gewicht und kompaktes Volumen aus und bietet mit 9mm MFT (18mm KB) einen für die meisten Situationen ausreichend breiten Sichtwinkel. Ich besitze ebenso das 7–14mm ƒ2.8 Pro, habe es aber bedeutend weniger oft im Einsatz, da ich meist zu Fuß zum Fotografieren ausrücke.

Auf Fotosafari begleitet mich in der Regel eine E-M1 II mit 300mm ƒ4 am Schultergurt und eine E-M5 II mit Festbrennweite oder Standard- bzw. Weitwinkelzoom an einem Peak Design CapturePro Clip am Trageriemen des Rucksacks (über Kamerataschen und -rucksäcke schrieb ich hier).

Das 9–18mm lässt sich am Peak Design Clip komfortabel tragen, wohingegen das 7–14mm schon einen ordentlichen Klotz vor der Brust darstellt. Dabei begegnen mir die Situationen in denen die 9mm Weitwinkel des kompakteren Objektivs nicht ausreichen hierzulande eher selten. Lediglich auf einer Island-Rundreise im Sommer 2014 hatte ich einige Situationen in denen ich mir mehr Weitwinkel gewünscht hätte.

Zum CapturePro von Peak Design sei angemerkt, dass ich sowohl die Version 2 (Amazon) als auch die Version 3 (Amazon) besitze, für die Montage am Schultergurt des Rucksacks jedoch die ältere (2er) Variante bevorzuge, da sie etwas breiter aufliegt und sich für mich angenehmer zu tragen anfühlt. Was die 3 allerdings besser kann: Die Halteplatte wandert mit der neuen Beschichtung deutlich flüssiger aus und in den Clip.

Natürlich zeigt das 7–14 Pro beim Ablichten von Testcharts bessere Ergebnisse (über Tests beider Objektive berichte ich hier, das 9–18mm kommt in diesem Bericht noch einmal vor). In der Praxis ist jedoch nicht zu erwarten, dass irgendjemand anhand einer regulären Aufnahme unterscheiden kann, ob sie mit dem preiswerteren oder dem Pro-Weitwinkelzoom gemacht wurde.

Grundsätzlich vergebe ich für das 9–18mm eine klare Empfehlung für alle, denen die 12mm oder 14mm ihres Standardzooms oft nicht weit genug sind und für nicht allzu viel Geld ein Weitwinkelzoom für ausgedehnte Fotosafaris suchen. Zwei Nachteile wollen jedoch genannt werden: Eine E-M5 oder E-M1 ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, das 9–18mm nicht – unter feuchten Bedingungen heißt es also einpacken! Außerdem ist der Mechanismus den es zu überwinden gilt bevor das Objektiv ausgefahren und wieder komplett eingefahren werden kann – es muss ein Schalter verschoben und in dieser Schalterstellung gehalten werden während das Objektiv zu drehen ist – eine Bremse vor dem Einsatz.

Zubehör

Als Zubehör nutze ich gelegentlich einen Hoya Pro1 Pol-Filter (Amazon). Allerdings nimmt die Bildung von dunklen Schlieren speziell in gleichmäßig blauen Himmelsflächen unterhalb von 12mm MFT deutlich zu (siehe Abbildung unten). Zwar lässt sich der Effekt beseitigen, indem man den Filter in eine andere Stellung dreht, dabei verflüchtigt sich aber leider auch der Effekt den der Filter auf Blau- und Grüntöne haben soll. In der Praxis ist er also am kurzen Ende der Brennweite mit Vorsicht zu genießen.

Nicht verzichten möchte ich auf einen 1000× Graufilter für Langzeitbelichtungen – ich habe mich für ein Produkt von Haida (Amazon) entschieden. Schwächer als ND3.0/1000× hat sich für mich als nicht sinnvoll erwiesen (ich besitze auch diverse 64× und 8× Graufilter, die ich heute jedoch kaum mehr im Einsatz habe).

Da das Objektiv ohne Streulichtblende geliefert wird (diesbezüglich ist Olympus leider geizig) habe ich eines aus dem Zubehörangebot geordert. Allerdings nicht die von Olympus zum Preis von 34 Euro, sondern eine von JJC für 13 Euro (Amazon).

Schlecht finde ich die Objektivdeckel der preiswerteren Olympus-Serien, da sich diese nur seitlich entriegeln lassen, was bei angesetzter Streulichtblende schwierig bis unmöglich ist. Deshalb habe ich alle betroffenen Deckel durch Abdeckungen von Panasonic (Amazon) ausgetauscht. Zwar gibt es noch deutlich preiswertere Alternativen, und bei manchen Filtern werden Abdeckungen mitgeliefert (praktischere als die Originale von Olympus), doch deren Optik wirkt so billig, dass ich sie an meinen Linsen nicht ertrage.

Nach einem Kratzer in der Frontlinse meines geliebten M.Zuiko 300mm ƒ4 schütze ich meine Objektive nun konsequent mit einem UV-Filter (mehr dazu in diesem Artikel), für dieses habe ich den Hoya Pro1 Digital UV (Amazon) im Einsatz.

Beispiele

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Supertele M.Zuiko 300mm ƒ4 Pro

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Ich war ja früher nicht gerade der bekennende Tele-Fan. Im Grunde, so sagte ich, brauche ich nicht mehr als 120mm (KB). Viel lieber setzte ich auf Weitwinkel. 24mm war meine liebste Brennweite, gefolgt von 85mm – Letzteres als ideale Porträtbrennweite. Vom Porträt habe ich mich mittlerweile weitgehend abgesetzt. Dafür ist Naturfotografie stärker in meinen Fokus geraten.

Während meiner APS-C- und Vollformatzeit stellte ein Sigma 120–400mm ƒ4.5–5.6 meine längste Brennweite zur Verfügung: An der Nikon D80 mit Formatfaktor 1,5 600mm. Dieses Objektiv war allerdings eine Schlaftablette beim Fokussieren, washalb ich in der Regel meist das deutlich kürzere aber wesentlich schnellere (und leichtere) Nikon 70–300mm ƒ4.5–5.6 einsetzte.

Nach meinem Umstieg auf MFT habe ich mir zunächst das Lumix 100–300mm (Bericht | panasonic.de | Amazon). Dieses eröffnete mir mit 600mm KB, im Vergleich zum Sigma deutlich kleinerer Abmessungen und geringeren Gewichts und dank der exzellenten Bildstabilisierung derer man sich bei MFT erfreuen darf ganz neue fotografische Möglichkeiten. Trotz geringen Gewichts und der Flexibilität die man hat wenn man ohne Stativ fotografieren kann rückten scheue Tiere auf einen Schlag deutlich näher.

Die erwachte Liebe zur fotografischen Vogeljagd ließ mich dann auch zugreifen, als Panasonic das Leica 100–400mm (Bericht | panasonic.de | Amazon) vorstellte. Kombiniert mit der ebenfalls neuen E-M1 II (olympus.de | Amazon) war ich auch zum ersten Mal seit meinem Umstieg auf MFT wieder in der Lage Vögel im Flug einzufangen.

Aber wie heißt es so schön: Der größte Feind des Guten ist das Bessere. Oder so ähnlich. Tatsächlich gibt es Stimmen die das Panaleica 100–400mm kritisch sehen und auch meine eigenen Testaufnahmen von Test-Charts haben gezeigt, dass die Qualität keine Welt über den deutlich günstigeren Lumix 100–300mm oder M.Zuiko 75–300mm Objektiven anzusiedeln ist.

Einen nach allem was ich bislang mitbekommen habe exzellenten Ruf hingegen genießt Olympus’ 300mm ƒ4 Pro Festbrennweite (olympus.de | Amazon). Inklusive eines 1,4-fach Telekonverters (olympus.de | Amazon) sind damit 840mm KB zu erreichen. Ich konnte nicht widerstehen das Objektiv zu testen und habe mich anschließend für eine Kauf entschieden. Zusammen mit der Kamera kommt man damit zwar auch auf 2,2kg, aber das ist kein Vergleich mit einer vergleichbaren Vollformatausrüstung und bereitet auch nach Stunden des aktiven Einsatzes noch keine allzu große Mühe.

Aber ist es nicht eine deutliche Einschränkung mit einer Festbrennweite statt mit einem Telezoom zu arbeiten? Das dachte ich zunächst auch, weshalb ich mich zuerst auch für das Panaleica statt für das M.Zuiko entschieden habe. Im Einsatz habe ich allerdings bemerkt, dass ich das Zoom nahezu ausnahmslos am langen Ende der Brennweite, also bei 400mm nutzte. Da ich ohnehin immer mit zwei Kameras auf Safari gehe und es sehr selten vorkommt, dass mir ein Motiv entgeht weil das 300er eben kein Auszoomer erlaubt, kann ich gut mit der Einschränkung leben. Vögel und anderen Wildtieren kommt man ohnehin kaum einmal nahe genug.

Und lohnt der Qualitätsunterschied die Einschränkung und den deutlich höheren Preis? Für die die mit ihren Budgets haushalten müssen: Nein. Bei Testaufnahmen lässt sich die deutlich bessere Abbildungsleistung der Festbrennweite zwar nicht leugnen, doch in der Praxis erkenne ich kaum eine Relevanz. Häufig ziehe ich zusammen mit meiner Frau zum Fotografieren aus, wobei ich die Olympus Festbrennweite nutze und Andrea (@andreamaria7) das Panasonic Zoomobjektiv, beide mit E-M1 II. Wir fotografieren also häufig dieselben Motive. Die Unterschiede sind wirklich zu vernachlässigen und ich bin mir nicht sicher ob die manchmal vermeintlich sichtbar bessere Detailschärfe des M.Zuiko nicht einfach dem Placebo-Effekt entspringt. Selbst bei Fotodrucken in A3+ wird kein Mensch sagen können welche Aufnahme mit dem einen oder anderen Objektiv gemacht wurde.

Erwartet hätte ich, dass die (inklusive Teleconverter) etwas bessere Lichtstärke der Festbrennweite ein schnelleres und sicheres Fokussieren ermöglicht, doch ich könnte nicht behaupten, dass in der Praxis etwas darauf hindeutet. Selbst bei der Bildstabilisierung zeigt sich kein nennenswerter Unterschied, obwohl das M.Zuiko an der OM-D Dualstabilisierung nutzen kann, während das Panasonic auf die Objektivstabilisierung alleine angewiesen ist.

Etwas Zweifel habe ich an der Notwendigkeit des Teleconverters, denn ohne ihn erreicht man doch einen Lichtwert mehr Lichtstärke, kann also kürzer belichten und auch der AF sollte davon profitieren. Etwas Detailverlust scheint mir durch den Konverter sichtbar und ich frage mich ob man durch digitale Interpolation nicht beinahe dieselbe Auflösung mit identischer Detailschärfe erzielen kann. Wer das allerdings genau wissen möchte müsste es prüfen – ich habe mir die Arbeit bisher (noch) nicht gemacht.

Das Beste noch zum Schluss: Beide Objektive weisen eine für Superteles extrem kurze Naheinstellgrenze auf, dass man sie praktisch als Makro einsetzen kann. Ich besitze auch Olympus’ 60mm Makro, doch dessen Vorsprung beim Abbildungsmaßstab lässt sich in der Natur ohne Stativ oder Blitz kaum in brauchbare Aufnahmen ummünzen. Schmetterlinge und selbst Käfer mit 800mm Brennweite formatfüllend ablichten zu können ist bedeutend erfolgsversprechender als sich mit 120mm an sie anschleichen zu müssen.

Hausspatz zu Besuch auf unserer Terrasse.

Tauben in Nachbars Garten.

Schweizer Alpsteingebirge mit Säntis.

Kohlmeise auf Futterhäuschen.

Reiher über dem Bodensee.

Stare

Möwen

Rotmilan im Schneegestöber

Bauer sucht Frau?

Möwen am Bodensee mit Lindau im Hintergrund.

Kohlmeise macht einen Abflug.

Der kleine Kleiber.

Feldhase gibt Fersengeld.

Es war einmal ein Baum.

Rehbock, Storch und Krähe.

Tüpfelsumpfhuhn

Blüten

Rotkehlchen

Turmfalke

Dohle

Tagpfauenauge

Lachmöwe beim Fischen.

Kormorane

Flussseeschwalbe

Eichelhäher

Löffelente

Graureiher

Der Regisseur macht Pause

Meine frechere Hälfte

Kiebitz

Rehe

Hummel

Blüte

Schau mir in die Augen, Rotmilan!

Rauchschwalbe

Blume

Käfer

Blume

Schmetterlinge

Käfer

Falter

Schmetterling

Krähe am Aussichtspunkt

Hahn

Luftkampf

Star zu Besuch

Hausrotschwanz

Schwalbenschwanz im Flug

Bläuling

Käfer

Blume

Fisch

Libelle im Flug

Schwimmende Ringelnatter

Aurorafalter

Tanz der Schmetterlinge

Käfer

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