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Kategorie: Bilder & Gedanken

Kein Moment ist wie der andere

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Forstweg am Rheinholz | Olympus E-M1MarkII | M.Zuiko 12–100mm ƒ4 | 25mm (50mm KB) | ƒ5.6 | 1/30s | ISO800 | Software: Exposure X5

Vorgestern schrieb ich, dass ich versuche das Spielerische in der Fotografie zurückzugewinnen. Ich bin zu fokussiert und zu fixiert auf wenige Themen geworden. Ich gehe nicht mehr mit der Neugier eines Anfängers durch die Welt, der sich bei allem was er sieht die Frage stellt: Wie sieht das wohl durch das Auge der Kamera aufgenommen aus? Mit der Zeit habe ich mir immer öfter gesagt, ach, das habe ich doch schon dutzende Male fotografiert, und habe es gelassen es noch ein weiteres Mal abzulichten. Dabei ist kein Sonnenuntergang wie ein anderer, kein Mensch wie ein anderer, keine Blume wie eine andere, jeder Vogel, jedes Wild, jede Katze ist einzigartig. Auch derselbe Weg sieht zweimal gleich aus. Sogar dasselbe starre Objekt lässt sich immer wieder neu entdecken. Weiterlesen

Leicht unterwegs

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Vor einiger Zeit wurde mir bewusst, dass mir in der Fotografie die Leichtigkeit und das Spielerische verloren gegangen ist. Wenn ich zum Fotografieren ausrücke, dann praktisch nur mehr mit zwei Kameras, einem Supertele, einem Standardzoom, Tragesystem für die Ausrüstung und Rucksack auf dem Buckel.

Ich erinnere mich gut an meine erste Zeit mit der Olympus OM-D E-M5 und den Spaß den mir die kleine Kamera machte. Sie gilt als die erste wirklich gute spiegellose Systemkamera. Und nicht nur deshalb ist sie in meinen Augen der bedeutendste Meilenstein im Kameradesign seit Luigi Collani in den 1980er Jahren für Canon eine Kamera mit organischer Form gestaltet hat. Olympus hatte bereits mit der ersten Pen den Retro-Trend losgetreten. Schon damit ist es Olympus’ Designern gelungen nicht einfach neue Technik in altes Design zu packen. Vielmehr haben sie die klassischen Designs neu interpretiert. Das gelingt niemandem so gut wie Olympus (Leica ist ein anderes Thema). Und mit der OM-D E-M5 gelant es ihnen besonders gut. Ich war damals zwar überzeugter Nikon-User, doch in das Design der E-M5 verliebte ich mich bereits als ich nur einen Ausschnitt des Body auf einer Gerüchteseite sah. Der Ausschnitt findet sich am Ende eines Artikels von 2012. Weiterlesen

Warum ich meine Mission für wichtig halte

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Sumpfmeise | Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 | 420mm (840mm KB) |ƒ5.6 |1/250s | ISO1600 | Capture One Pro

Auf meinen vor wenigen Stunden geteilten Post über »Fotografen und Techniker« erhielt ich einen Kommentar der mir interessant genug schien, ihn als zusätzlichen Post zu veröffentlichen. Darin schrieb der freundliche Leser unter Anderem: »Es macht daher in meinen Augen keinen Sinn sich darüber zu échauffieren, was andere selbsternannte Fachleute zu Mft schreiben, posten etc. Es gilt noch immer der Satz: Das beste System ist das, mit welchem ich gut klar komme, und welches meine Anforderungen erfüllt. Alles andere ist Stimmungsmache. Da muß aber jeder seine eigene Erfahrung machen.« Weiterlesen

Fotografen und Techniker

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Zaunkönig | Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | 5.6 | 1/40s | ISO1600 | Capture One Pro

Ursprünglich waren Blogs Internet-Tagebücher. Mein Internet-Tagebuch befasst sich mit Fotografie und Gestaltung. Der Schwerpunkt hat sich über die Jahre hinweg vom Grafikdesign zur Fotografie verlagert hat. Das heißt nicht, dass Design eines Tages wieder mehr zurückkehren kann. Grafikdesign, Typografie Fotografie sind gehören zu meinen größten Leidenschaften. Für was ich daneben brenne, ist, Dinge zu erforschen, zu verstehen und Anderen zu vermitteln. Deshalb bin ich Fachbuchautor und Referent. Wenig ist für mich befriedigenden, als wenn es mir gelingt eine komplexe Sache so zu erklären, dass sie auch für Nicht-Experten greifbar wird. Schön, dass ich meine Begeisterung für das Erklären mit meiner Leidenschaft für Fotografie und Gestaltung verbinden konnte um davon zu leben. Weiterlesen

Sensorgröße? Alles sehr relativ!

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Kohlmeise | Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/160s | ISO1600 | Capture One Pro

Ein freundlicher Leser schrieb dieser Tage, dass auch er wegen des Gewichts einige Zeit mit MFT fotografierte, aber bei schlechten Lichtbedingungen mit den Resultaten nicht zufrieden war. Inzwischen nutzt er eine Nikon D7500 (die 7000er Serie von Nikon ist großartig) und ein passendes Superzoom von 100mm bis 400mm. Beides zusammen hat ein Gewicht von 2kg (1880g), was gegenüber den 1,5kg einer E-M1 II mit Panaleica 100–400mm (1554g) auch kein so großer Gewichtsunterschied ist.

Es rauscht im MFT

Dem kann ich nicht widersprechen. Ich ging gerade dieser Tage an einem trüben Morgen auf Vogeljagd, kam mit knapp 1000 Bilder nachhause und habe nach Aussortieren etwa 20 behalten. Neben den ungünstigen Lichtbedingungen (Gegenlicht) und dem Umstand, dass die Vögel großen Abstand zum Ufer hielten, war es auch das Rauschen bei Empfindlichkeiten von ISO4000 und mehr, das zu unbrauchbaren Aufnahmen führte. Es würde mich durchaus interessieren, um wie vieles besser die Bilder mit einem größeren Sensor geworden wären. Es gibt keinen Zweifel daran, dass damit besseres Rauschverhalten zu erzielen ist. Andererseits hätte in dieser Situation wohl auch weniger Rauschen keine guten Bilder ergeben, da eben auch Gegenlicht und die Entfernung ungünstig waren. Letztere wäre mit den 600mm KB (400mm APS-C) sogar noch größer gewesen, als mit meinen 1200mm KB (600mm MFT). Allerdings ist das mit der Brennweitenverlängerung auch etwas relativ, worauf ich weiter unten zu sprechen kommen werde. Weiterlesen

Frauen sehen besser

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Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 |420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/500s | ISO1600

Vorurteile können schädlich und gefährlich sein. Wir können aber nicht ohne sie leben. Es wäre völlig unmöglich jede einzelne Situation, Begegnung und Entscheidung jeder Sekunde des Tages immer völlig neu, neutral und objektiv zu bewerten. Wir müssen, wollen wir uns nicht überlasten – man könnte auch sagen: wollen wir überleben – auf frühere Erfahrungen, Eindrücke und Urteile zurückzugreifen. Wenn wir beispielsweise einkaufen, verlassen wir uns – zumindest die Meisten – auf das Vorurteil, das billig ist, was billig aussieht. Wer versuchen würde, jedem Produkt das er in den Einkaufswagen legt, eine gründliche Recherche voran zu setzen, müsste den Einkauf zur Lebensaufgabe machen. An Vorurteilen ist nichts Schlechtes, so lange wir uns im klaren sind, dass sie Vorurteile sind, und kein allgemein gültiges Naturgesetz. Weiterlesen

Die Blaumeise

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Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 | 420.0 mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/320s | ISO1600 | Capture One Pro
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 | 420.0 mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/320s | ISO1600 | Capture One Pro
Olympus E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 | 420.0 mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/320s | ISO1600 | Capture One Pro

Ich finde es immer wieder faszinierend, was die Vogelwelt für eine Vielfalt an unterschiedlichen Federkleidern hervorgebracht hat. Vor allem Exoten bezaubern, wenn man sie in Dokumentationen über oder im Internet von Fotografen aus fernen Ländern sieht. Dabei muss man gar nicht weit reisen um Vögel in wunderbaren Kleidern zu beobachten. Kohl- und Blaumeisen besuchen uns täglich auf der Terrasse, wo stets Futter für die hungrigen Freunde bereit steht.

Zwar fotografieren wir auch regelmäßig die Tiere die uns zuhause besuchen kommen. Ansprechender geraten Bilder jedoch, wenn sie keine urbanen Elemente enthalten, wenn es einem gelingt, sie in ihrem natürlichen Habitat einzufangen. Die kalte Jahreszeit hat dabei den Vorteil, dass die Bäume kahl und die Vögel besser auszumachen sind. Ich mag außerdem die Stimmungen die abseits sommerlichen Schönwetters entstehen. Tiere lassen sich an trüben Tagen sogar besonders gut fotografieren, ist das Licht doch nicht so hart, wie wenn die Sonne scheint. Auch Regen- und Schneeschauer halten mich ab meine Kamera einzupacken und mich auf den Weg zu machen – jedenfalls nicht immer. Wie sagt man doch so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Das gilt nicht nur für Kleidung, sondern auch für die Fotoausrüstung. Weiterlesen

Fotografieren ist das Ziel

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Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 300mm ƒ4.0 + MC-20 | 600 mm (1200mm KB) | ƒ8 | 1/1000s | ISO250 | Capture One Pro

Gestern habe ich ein YouTube-Video geteilt, indem Robin Wong über die Krise des Kamerageschäfts spricht. Ich glaube, es ist einer der klügsten Kommentare, die ich jemals zu dem Thema gehört habe. In einem Punkt teile ich seine Beschreibung allerdings nicht ganz, und zwar da, wo er eine Kreativitätskrise als mitverantwortlich am rückläufigen Interesse an Fotoapparaten anführt.

Wong spricht davon, dass in der Fotografie ein kreativer Stillstand eingetreten ist, und dass das im Gegensatz zu anderen kreativen Disziplinen stehe. Ich für meinen Teil glaube jedoch, dass an diesem Problem nicht nur die Fotografie leidet. So kann ich mich beispielsweise nicht erinnern, in den letzten 20 Jahren irgendetwas gehört zu haben, das dermaßen neu und innovativ ist, wie in den 60ern Funk und die Beatles, Ende der 60er Psychedelic, in den 70ern Hard Rock, Soul, Punk, Disco, New Wave und Electronic, ab den späten 70ern Rab und Hip-Hop, in den 80ern der Sound von Prince, danach House und Techno oder in den 90ern Nirvana, Djungle, Break-Beat und Drum&Bass. Nicht, dass ich glaube, dass den Leuten heute die Kreativität fehlte. Ich glaube nur, dass mehr oder weniger alles was im Rahmen von Rock, Pop und Black Music möglich ist, weitgehend ausgereizt ist. Darüber hinaus sind dominante Strömungen, wie einst Glam Rock, Disco oder Techno, der Pluralität gewichen. Heute gilt, alles geht und alles geht nebeneinander. Dasselbe sehe ich in der Mode und ich vermute, dass es auch in der bildenden Kunst nicht anders ist. Weiterlesen

Ich bin der Leierkastenmann

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Als ich gestern meinen Artikel darüber schrieb, weshalb Micro FourThirds für die Fotografie wertvoll ist, kam es mir vor als drehe ich ewig an derselben Leier. Wieder und wieder habe ich schon darüber geschrieben, dass nicht nur Rauschverhalten, Auflösung und Bokeh Qualitätskriterien einer Kamera sind, sondern dass Transportabilität, Handling, Bedienung oder auch Bildstabilisierung ebenso wertvolle Eigenschaften sein können. Manchmal wundere ich mich, dass überhaupt noch irgendjemand meiner Leier zuhören möchte, und heute überrascht mich, dass ich noch genauso viele Abonnenten habe, wie vorgestern. Weiterlesen

Die Wahrheit darüber, was in der Fotografie wichtig ist

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Ein Kastenwagen hat viel Raum um sperrige Dinge zu transportieren. Ein Kompaktwagen ist ein vergleichsweise kleines Auto, in dem zwei Personen komfortabel und vier meist noch immer relativ gut fahren und reisen können. Kein Autotester oder -journalist würde auf die Idee kommen an einem Kompaktwagen zu kritisieren, dass sich damit keine Schränke transportieren lassen und dass ein Kastenwagen deshalb besser ist. In der Welt der Fotografie hingegen ist genau das gang und gäbe.

Leute die sich als Experten ausgeben, vermitteln, dass sie objektiv berichten, und erzählen, was die Wahrheit ist, was falsch und was gelogen ist, kritisieren an einer Olympus E-M1X, dass die 3000 Euro für sie ein völlig überzogener Preis ist. Schließlich bekommt man für deutlich weniger Geld schon eine Vollformatkamera. Sie reduzieren einen Fotoapparat ausschließlich auf die Größe des Sensors. Dass die E-M1X abgesehen vom Sensor in vielerlei Hinsicht auf Augenhöhe mit doppelt so teuren Vollformat-Topmodellen steht und ihnen in mancherlei Hinsicht überlegen, zählt nichts. Eine Kamera ist laut ihrer Interpretation ein Sensor und sonst gar nichts. Weiterlesen

Olympus lebt

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Leser Frank hat gestern in einem Kommentar darauf verwiesen, dass Olympus ein Statement heraus gegeben hat, das alle Freunde der Marke bis auf Weiteres zuversichtlich in die Zukunft des Systems blicken lassen sollte. Heute Früh auf Twitter habe ich dann selbst einen Artikel von 43rumours.com darüber gesehen.

Ich habe dieser Tage auch zwei Nachrichten erhalten, dass offensichtlich immer wieder Kommentare verloren gehen. Ich schalte generell alle Kommentare frei, auch wenn sie Kritik enthalten oder von meiner Meinung abweichen. Ich glaube ich habe einmal einen gelöscht, weil er nichts mit der Thematik zu tun hatte und mir als Spam erschienen ist. Ebenso würde ich einen Kommentar löschen, der beleidigend oder auf ähnliche Art inakzeptabel wäre. Aber das ist zum Glück noch nie vorgekommen. Weiterlesen