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Gratis-Software für Windows?

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Heute gibz das ›Wort zum Sonntag‹ schon Freitags!

Wie vielleicht unschwer zu erkennen ist, bin ich Mac-Maniac. Das ist meine private wie subjektive Sicht der Computer-Dinge. Auch wenn ich Jedem der’s hören will von Apple vorschwärme (und viel zu oft auch jenen die es nicht hören wollen) — eine Diskussion darüber ob nun Mac oder Windows besser ist, halte ich so sinnvoll wie eine Debatte ob nun Audi oder BMW die besseren Autos baut.

Über das Klischee, Apple-Computer seien teuer mag ich mich jetzt nicht auslassen. Aber was mich oft ärgert, ist das Killerargument: »Für Windows bekommen ich die Software umsonst.«

Bei Leuten die ihr Brot a) schöpferisch verdienen und/oder sogar b) noch selbständig sind, habe ich besonders wenig Verständnis dafür.

Wer ein Produkt kaufen will, soll den dafür veranschlagten Preis bezahlen (Raubkopien aus China sind da keine gerechtfertigte Alternative!) Ist einem das Produkt zu teuer, kann man entweder beim Konkurrenten nachschauen, oder auf den Kauf verzichten.

Das Wort zum Sonntag: Stille

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»Die größte Offenbarung ist die Stille.«

Laotse

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Das heutige Wort zum Sonntag schreibe ich aus Tirol. Im Bergort Grän im schönen Tannheimer Tal verbringe ich ein verlängertes Wochenende unter der Sonne bei Wandern, Walken, Laufen und Flanieren. Wer selbigem auch etwas abgewinnen kann, dem kann ich unsere Unterkunft, das Vier-Sterne-Hotel Engel hier in Grän nur empfehlen. Das Wellnessangebot ist hervorragend und inklusive, das Personal äußerst freundliche, die Lage ruhig, das Buffet üppigst, das Essen ausgezeichnet und das Hotel vermittelt dennoch ein heimeliges Flair, da die Größe architektonisch schlau kaschiert ist. Und W-LAN bietet mir die Möglichkeit auch einmal vom Urlaubsort eine Eintragung an mein Weblog zu senden.

Link: www.engel-tirol.com

Obenohne

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Über zwei Jahre musste ich unter der Haube eines verlöteten Fortbewegungsmittels schmachten. Für einen Frischluftfetischisten wie mich besonders an sonnigen Tagen eine Qual.

Nun aber hat die Atemnot ein Ende. Gestern haben wir, mein Schatz und ich, unser Baby bekommen. Es ist ein kleiner japanischer Reiskocher mit abnehmbarem Stoffdeckelchen. Zwar sehr spartanisch nur mit zwei hautengen Sesseln eingerichtet, aber diese Reduzierung auf das Wesentlichste — vier Räder, alle rund, ein Motor und ein Bose-Sound-System — entspricht genau der asketischen Zurückhaltung die einem zurückgezogen lebenden Zen-Mönch entspricht. Also, Sonne, Wind und Kurven: Wir kommen!

2007-03-13 - 13-33-25🙂

Ausgezeichneter Ideenklau

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Wer mich kennt, weiss wie ich zur kostenlosen Nutzung geistigen Eigentums stehe — sei es wenn es um Software, Schriften oder Musik geht. Für jeden Song, jeden Buchstaben in jeder Schrift, jedes kleine Hilfsprogramm hat irgendwo in der Welt Einer oder eine Gruppe von Leute gearbeitet. Nach meiner bescheidenen Meinung steht es Niemandem zu sich eine solche Leistung einfach unter den Nagel zu reißen.

Ich habe auch schon erlebt, dass ein Unternehmen das Design einer meiner Internet-Projekte einfach 1:1 abgekupfert hat — sogar ein Teil der Grafiken hatte man sich von der Website meines Auftraggebers gezogen.

Ich persönlich kann über solche Ignoranz und Unverfrorenheit nur den Kopf schütteln, denn meine Leistung war durch meinen Auftraggeber ja honoriert worden. Aber dieser hat sich einen Designer engagiert um sich einen einzigartigen Internet-Auftritt gestalten zu lassen, und dann geht Einer her und denkt sich »he, ich bin doch nicht Blöd, Mann! Was soll ich meine Moneten für einen Designer ausgeben, wenn das ein anderer schon gemacht hat?«

Besonders dreister Ideenklau wird seit einigen Jahren mit dem Plagiarius ausgezeichnet.

Gestoßen bin ich auf die Meldung zum diesjährigen Plagiarius im Fontblog — seit langem einer meiner Lieblingsblogs.

Und wie Jürgen Siebert sagt, sind nicht nur Händler und Hersteller plagierter Produkte für den Ideenklau verantwortlich, sondern vor allem auch die Konsumenten. Oder würden Sie bedenkenlos wissentlich Hehlerware erwerben?

Das Wort zum Sonntag: Baut Microsoft jetzt Autos?

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Bei einer Computermesse hat Bill Gates die Computer Industrie mit der Auto-Industrie verglichen und das folgende Statement gemacht: »Wenn General Motors (GM) mir der Technologie so mitgehalten hätte wie die Computer Industrie, dann würden wir heute alle 25-Dollar-Autos fahren, die 1000 Meilen pro Gallone Sprit fahren würden.«

Als Antwort darauf veröffentlichte General Motors (von Mr. Welch selbst) eine Presse Erklärung mit folgendem Inhalt:

Wenn General Motors eine Technologie wie Microsoft entwickelt hätte, dann würden wir heute alle Autos mit folgenden Eigenschaften fahren:

  • Ihr Auto würde ohne erkennbaren Grund zweimal am Tag einen Unfall haben.
  • Jedes mal, wenn die Linien auf der Straße neu gezeichnet werden würden, müsste man ein neues Auto kaufen.
  • Gelegentlich würde ein Auto ohne erkennbaren Grund auf der Autobahn einfach ausgehen und man würde das einfach akzeptieren, neu starten und weiterfahren.
  • Wenn man bestimmte Manöver durchführt. wie z.B. eine Linkskurve, würde das Auto einfach ausgehen und sich weigern neu zu starten. Man müßte dann den Motor erneut installieren.
  • Man kann nur alleine in dem Auto sitzen, es sei denn, man kauft ›Car95‹ oder ›CarNT‹. Aber dann müßte man jeden Sitz einzeln bezahlen.
  • Apple würde Autos herstellen die mit Sonnenenergie fahren, zuverlässiger laufen, fünfmal so schnell und zweimal so leicht zu fahren sind, aber sie laufen nur auf 5% der Straßen.
  • Die rl-Kontroll-Leuchte, die Warnlampen für Temperatur und Batterie, würden durch eine ›Genereller Auto-Fehler‹-Warnlampe ersetzt.
  • Neue Sitze würden erfordern, daß alle die selbe Gesäßgröße haben.
  • Das Airbag-System würde fragen »Sind sie sicher?« bevor es auslöst.
  • Gelegentlich würde das Auto Sie ohne jeden erkennbaren Grund aussperren.* Sie können nur wieder mit einem Trick aufschließen, und zwar müßte man gleichzeitig den Türgriff ziehen, den Schlüssel drehen und mit einer Hand an die Radioantenne fassen.
  • General Motors würde Sie zwingen, mit jedem Auto einen Deluxe Kartensatz der Firma Rand McNally (seit neuestem eine GM Tochter) mit zu kaufen, auch wenn Sie diesen Kartensatz nicht brauchen oder möchten.** Wenn Sie diese Option nicht wahrnehmen, würde das Auto sofort 50% langsamer werden (oder schlimmer); Darüber hinaus würde GM deswegen ein Ziel von Untersuchungen der Justiz.
  • Immer dann, wenn ein neues Auto von GM vorgestellt werden wurde, müssten alle Autofahrer das Autofahren neu erlernen, weil keiner der Bedien-Hebel genau so funktionieren würde, wie in den alten Autos.***
  • Man müßte den ›Start‹-Knopf drücken, um den Motor auszuschalten.

Ich weiß, das ist ein alter Hut den jeder kennt. Aber als ich ihn dieser Tage wieder einmal aufsetze … sorry: las — wurde mir bewusst wie sich die Zeiten weiter entwickelt haben:

* Soll mit der heutigen Elektronik keine Seltenheit mehr sein. Nur dass der Trick zum Aufsperren den Mann vom ÖAMTC erfordert.

**2007 sollen ca. 70% aller Neuwagen mit iPod-Vorausrüstung auf den Markt kommen, auch wenn Sie keinen iPod haben oder wollen.

*** Ein 7er BMW mit iDrive soll ohne gründliches Studium der Betriebsanleitung nur schwer zu fahren sein soll; schon das Anlassen oder Anstellend der Scheibenwischer soll eine Hürde sein — zumindest habe ich das über die erste Generation von iDrive gelesen.

**** Beim 1er BMW drückt man tatsächlich den Start-Knopf um das Auto abzustellen (nun gut: es steht Start/Stop drauf — trotzdem!)

Auf geht’s

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Mit heutigem Tag starte ich offiziell das neue Arbeitsjahr. Alle die meine Website 2006 besucht haben — vielleicht sogar regelmäßig — kennen sie in anderem Gewand, und wissen, dass ich auf der Startseite jeden Tag einen Artikel zu den Themen Adobe Creative Suite, Grafikdesign, Typografie, Mac und alles drum herum veröffentliche. Nun ja, zumindest versuche ich es tätlich zu schaffen und im letzten Herbst ist es mir trotz einem großen Haufen Arbeit auch beinahe gelungen.

Ich habe mir auch für dieses Jahr vorgenommen fleißig zu bloggen und hoffe es auf viele Artikel zu bringen, die den Besuch meiner Website wertvoll für Sie machen.

Startseite noch leer?

Im Moment ist die Startseite noch leer, denn alle Artikel des letzten Jahres habe ich archiviert. Aber wenn es meine dringenden Arbeiten einigermaßen zulassen werde ich schon heute versuchen wieder einen cleveren Tipp auf die Beine und ins Internet zu stellen. Also bleiben Sie am Laufenden.

Auf dem Laufenden bleiben?

Wenn Sie ein Info-Junkie sind, oder zumindest Jemand der Neuigkeiten nicht abgeneigt ist, und RSS feeds noch nicht kennen, dann bitte ich Sie einen Blick auf meinen entsprechenden Artikel zu werfen.

Woher nimmt er täglich die Zeit?

Um ehrlich zu sein: ich schreibe meine Artikel nicht täglich. Das könnte ich von der Zeit her gar nicht einrichten; ich muss ja auch Geld verdienen. Meist schreibe ich drei bis sechs Artikel in einem Rutsch und veröffentliche diese dann an einem Tag nach dem anderen. Ich glaube ja, dass ohnehin niemand die Zeit hätte sechs Artikel auf einmal zu lesen. Auf diese Art versuche ich meine Site interessant zu halten. Nur relevante Top-Tagesaktuelle Neuigkeiten veröffentliche ich sofort.

Adobe ACE Photoshop

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Nachdem ich mich im Frühjahr von Adobe als Experte für InDesign zertifizieren ließ, habe ich mir vorgenommen noch vor Ablauf des Jahres die Prüfung zum ›ACE Photoshop CS2‹ abzulegen. Nachdem die InDesign-Prüfung härter ausgefallen ist als ich erwartet hatte — ich dachte es würde ein Spaziergang für mich alten InDesign-Fuchs — habe ich im Sommer begonnen mich vorzubereiten, indem ich Bücher und Schulungs-DVDs durchgeackert habe und im Programm Ecken erkundete in die ich mich im Arbeitsalltag nicht verirre.

Heute war dann der Tag der Prüfung: zwei Stunden Zeit, 70 Fragen, 74% Mindestanforderung um die Prüfung zu bestehen. Trotz meiner intensiven Vorbereitung hatte ich schwer zu beissen. Auch hier waren die meisten Fragen weit weg von dem womit der brave Grafikdesigner tagein, tagaus handwerkt.

Am Ende habe ich in einer knappen Stunde 82% der Aufgaben gelöst. Wow!

Ja, ich weiss: jetzt sitze ich hier und klopfe mir selbst auf die Schultern und trompete meinen Erfolg ins Internet hinaus. Aber um ehrlich zu sein: ich freu mich wie ein kleines Kind. Gerade weil die Prüfung so schwer war.

🙂

Und nächstes Jahr werde ich meinen ganzen Mut zusammen nehmen und Acrobat prüfen lassen.

Untersuchung zur Nutzung von legal erworbenen Schriften

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Ich weiss, dass sicher vielen meiner Leser das Thema leidlich egal sein wird. Da es mir aber nicht egal ist, möchte ich wieder einmal einen Hinweis in diese Richtung geben.

Jürgen Siebert hat in seinem Fontblog eine Untersuchung veröffentlicht, wieviele Nutzer von Schriften wieviele ihrer Schriften lizensieren, also bezahlen, was sie nutzen.

Daraus ist eine lebhafte Diskussion entstanden, die natürlich leider wieder einmal nur von Fachleuten geführt wird.

Ich lade alle die mit Gestaltung und Schrift zu tun haben ein, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, die Diskussion zu verfolgen und sich eine Meinung dazu zu bilden. Ich persönlich glaube ja, dass Schriften nur darum von vielen Nutzern nicht lizensiert werden, weil sie sich mit der Thematik niemals auseinander gesetzt haben und das Dasein und Entstehen von Schriften als Selbstverständlichkeit erachten.

Link: Fontblog

Richtig anführen

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Im Juli habe ich einmal darüber geschrieben wie richtige Anführungszeichen aussehen. Nun hat mich ein Kapitel in Bastian Sicks ›Der Dativ ist dem Genitv sein Tod — Folge 2‹ auf die Idee gebracht das Thema für meinen Weblog noch einmal aufzunehmen, diesmal aber nicht zu beschreiben wie sie gesetzt werden, sondern wann.

Ich möchte hier drei Beispiele von Sick zitieren die recht schön illustrieren wie Anführungszeichen falsch eingesetzt werden können.

1. An der Kasse eines Supermarktes: »Gerne packen wir Ihre ›gekauften Artikel‹ in unserer Geschenkabteilung ein« — ist es ein Hinweis darauf, dass Sie nicht erwarten dürfen, dass jene Artikel die Sie eben haben mitgehen lassen auch noch in Geschenkpapier gehüllt werden?

2. An Bord eines Flugzeugs: »Wir wünschen ihnen einen ›guten Flug‹« — bekommen Sie es da nicht mit der Angst zu tun? will uns die Fluglinie damit sagen, dass der Service eher bescheiden ist oder darauf hinweisen, dass Sie schon einmal anfangen sollten zu beten? Wenigstens erfolgt der Hinweis mit einer Prise Humor!

3. Am Flughafen: »Bitte lassen Sie Ihr ›Gepäck‹ nicht unbeaufsichtigt« — Sicks unverblümte Übersetzung des verunglückten Hinweis’: »Ihre schäbigen Koffer verdienen zwar kaum die Bezeichnung Gepäck, aber lassen Sie sie trotzdem nicht unbeaufsichtigt!«

Werden Anführungszeichen nicht für die Wörtliche Rede verwendet, dienen sie oft dazu Ironie zum Ausdruck zu bringen. Genau genommen gibt es vier Anwendungsmöglichkeiten für Anführungen: 1. wörtliche Rede; 2. Zitate; 3. Namen und Titel von Filmen, Liedern, Büchern, etc.; 4. eben: Ironie.

Da es sich bei den drei Beispielen oben ganz offensichtlich weder um eine wörtliche Rede, noch um ein Zitat noch um einen Namen oder Titel handelt ist der einzig gültige Schluss, dass damit Ironie zum Ausdruck gebracht werden soll.

In Wirklichkeit dürfen wir wohl davon ausgehen, dass eine Betonung erzielt werden sollte. Betonung ist jedoch eine Funktion die Anführungszeichen bis auf weiteres absolut nicht haben, dazu wären eher typografische Mittel angesagt, allen voran Fettschrift oder Unterstreichung, eventuell auch g e s p e r r t , farbig oder GROSSGESCHRIEBEN. Sick schlägt auch kursiv vor, wovon ich eher absehen würde, da auch Kursiven oft Ironie kennzeichnen.

Den lesenswerten Artikel auf den ich mich hier beziehe finden Sie in Bastian Sicks Buch und dieses in meinen Buchtipps.

Alles Verdana, oder was? Über Bildschirmschriften.

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Die Verdana ist ja nun wirklich eine phantastische Schrift. Bildschirmschrift. Auch im Ausdruck mach sie eine durchaus passable Figur. Aber heißt das denn, dass sie uns mit ihrer stämmigen, etwas ungehobelten aber umso stabileren Statur von jedem Plakat her angrinsen muss?

Im Internet uns Screendesign sind wir auf sie angewiesen. Da gibt es wenig Alternativen: M$ Trebuchet, Tahoma und Georgia. Die Arial haben wir ja hoffentlich bald überstanden (was nicht heißen soll, dass die Arial schlecht ist, aber gut eben auch nicht).

Die Tahoma ist die schlanke Schwester der Verdana. Offensichtlich sind etwas üppigere Typen eher gefragt als die schmalen. Deshalb lebt die Tahoma auch ein weitgehend ruhiges und zurückgezogenes Leben. Sie gibt aber selbst neidlos zu, dass ihre Schwester besser lesbar ist — vor allem in kleineren Schriftgraden.

Die Trebuchet ist so rundlich, weiblich und lebendig wie es ihr Name assoziiert (finde ich jedenfalls) und auch irgendwie etwas eigenwillig. Wunderschön und bestens lesbar in kleinen Schriftgraden (am Bildschirm), mit einer überzeugenden, echten Kursive und falschen Gedankenstrichen. Darf man gerne für ›Homepages‹ verwenden, auf Papier jedoch, und vor allem in großen Schriftgraden, stellt sie doch eher eine Zumutung fürs Auge dar. Jedenfalls zeugt sie nicht unbedingt von ästhetischer Kompetenz des Grafikers der ein Logo damit gestaltet.

Die Georgia. Mein Gott! die Georgia. Ich habe mich in den letzten Monaten unsterblich in sie verliebt. Eingesetzt immer dort wo kompetente Designer Screendesign entwickeln, selten auf dilettantisch zusammengeschusterten — auf gut deutsch also ein seltenes Gewächs. Wollen hoffen, dass das so bleibt, dann verleidet Sie einem nicht zu schnell.

Einst war ich der Ansicht, dass Schriften ohne Serifen am Bildschirm grundsätzlich besser zu lesen sind. In den vergangenen Monaten der Arbeit mit der Georgia aber habe ich meine Meinung geändert. Sie erscheint mir die beste, am flüssigsten lesbare Bildschirmtype zu sein. Deshalb schreibe ich mittlerweile was ich rein für den Bildschirm schreibe in Georgia — und das ist nicht wenig.

Zurück zur Verdana. Wie gesagt sind wir am Bildschirm, beim Design von Websites und bei der Gestaltung von offenen Dokumenten (Word, Excel) auf die Hand voll Bildschirmschriften die verbreitet sind angewiesen. Aber wenn wir uns daran eh schon übersatt gesehen haben, müssen wir dann auch noch Werbung, Plakate und Folder mit ihr gestalten? Auch der beste Song wird öde wenn man ihn zum hundertsten mal hört. Es gibt doch tausende von Alternativschriften und nicht alle kosten ein Vermögen. Gerade vor wenigen Tagen habe ich mir die überzeugende ›Milibusfür eine Hand von Dollar gekauft.

Etwas mehr Kreativität bei der Auswahl von Schriften und dafür etwas weniger beim Verzerren und Verschandeln würde die visuelle Belastung der Umwelt drastisch reduzieren.