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Kategorie: Lesetipps

Lesetipp: Sehen und Gestalten

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David DuChemins »Sehen und Gestalten« ist ein Buch das ich euch schon länger einmal ans Herz legen wollte, ohne dass ich bislang die Muße gefunden hätte einen entsprechenden Blogpost zu schreiben. Jetzt aber will ich das kurz machen.

Im Untertitel heißt es »David DuChemins etwas andere Fotoschule«. Nun, das weist in meinen Augen in eine etwas falsche Richtung, auch wenn es an sich eigentlich korrekt sein mag. In einer Fotoschule würde man an sich Dinge wie Grundlagen zu Kameratechnik, -ausrüstung und -einstellungen vermuten. Diese sind aber kaum ein Thema. Wer danach sucht muss zu einem anderen Werk greifen (zum Beispiel zu »Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« aus meiner Feder :)). Vielmehr geht es um das was tatsächlich wichtig ist an der Fotografie: Fotos bewusst zu gestalten.

Der Autor spricht sehr viel von der Vision die man als Fotograf haben muss. Für mich ist Vision ein sehr großes Wort und ich weiß nicht ob mir die Lust am Fotografieren nicht verginge wenn ich permanent darum bemüht sein müsste Visionen zu verfüllen. Aber wenn man von diesem etwas philosophischen Vorbehalt meinerseits gegenüber diesem Anspruch absieht ist das Buch großartig, vor allem wenn man über das Stadium hinaus ist in dem man sich noch mit den technischen Grundlagen herumschlagen muss. Es ist also vor allem eine Empfehlung für alle jene, die mit Brenneite, Blende, Verschlusszeit & Co längst per Du sind. Aber nicht nur! Auch wenn man in Sachen Fototheorie und -praxis noch Novize ist kann man es genauso gut lesen. Es ist nicht nur in einer gut zu lesenden und verständlichen Sprache gehalten, sondern, da es sich vor allem auf Gestaltungsaspekte abseits von Kameraeinstellungen konzentriert, auch ohne großartige Grundkenntnisse nachvollziehbar – Gestaltung lässt sich auch völlig unabhängig von Technik erklären. Das heißt, selbst wenn ihr ausschließlich mit eurem Telefon fotografiert und somit ohnehin nicht an Blende und Brennweite drehen könnt, gibt das Buch gute Anregungen eure Bildgestaltung zu verbessern.

Ich will mich hier nicht lange mit der Beschreibung der Inhalte aufhalten – das könnt ihr ausführlich auf der Website des dpunkt-Verlags in Erfahrung bringen, wo ihr das Inhaltsverzeichnis und ein Demo-Kapitel als PDF runterladen könnt –, sondern beschränke mich kurz und bündig darauf es als klaren Lesetipp für alle zu empfehlen, für die Fotografie mehr ist, als eine tolle Fotoausrüstung durch die Gegend zu tragen.

Alle, die lieber via Amazon bestellen, als über den freundlichen Buchhändler um die Ecke oder den Verlag, und damit leben können, dass ein paar Cents Provision für mich abfallen, finden hier den Link zum Buch beim Online-Händler.

D700-Buch-Rezension bei photoappar.at

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Vor ein paar Wochen bat ich Ralf-Jürgen Stilz ihm mein D700-Buch zur Rezension senden zu dürfen. Da er selbst eine Nikon D700 besitzt, ist ihm dieses Buch natürlich entgegen gekommen und er ist deshalb natürlich auch besonders prädestiniert, ein Buch über die Kamera zu rezensieren. Gestern hat er seine Rezension veröffentlicht und mir damit eine besondere Freude gemacht. Ich hatte zwar auf eine positive Rezension gehofft, das Feedback fiel aber noch besser aus, als ich es mir gewünscht habe.

»Gerade der mittlere und der letzte Teil des Buches, also »Grundlagen für Fortgeschrittene« und »Voreinstellungen und Funktionen« fand ich besonders interessant. Hier wird nämlich richtig Wissen vermittelt, anschaulich kurz, knapp und präzise. Fast schon zu viel Information, um alles auf einmal aufzunehmen. Deswegen werde ich das Buch immer wieder zur Hand nehmen (müssen).«

Die komplette Rezension könnte ihr beim ohnehin lesenswerten Blog photoappar.at lesen.

Best »Gestaltungsbuch« ever

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Dieses Buch ist echt der Hammer, und ein Muss für jeden Gestalter. Zwar heißt das Buch »Das Foto«, aber die Gestaltungsgrundlagen, die Mante hier erklärt, haben Allgemeingültigkeit für jeden Gestalter.

Mante erklärt Form, Fläche, Goldener Schnitt, Proportionen, Linie, Punkt, Farbe und Kontraste – alles an Beispielen der Fotografie, aber es geht nur ganz selten um Fototechnik. Es geht fast immer um die reine Bildgestaltung und deren Regeln lassen sich fast immer 1:1 auf andere Gestaltungsdisziplinen übertragen.

Wer also das Gestalten jenseits von Button-Klicks in Photoshop und InDesign erlernen will, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Auch den alten Hasen. Auch wenn man selbst noch nie eine Kamera in der Hand hatte, wird man doch außerordentlich vom Wissen in diesem Buch profitieren – der Einsteiger wie der Profi. Und da ohnehin fast jeder Grafikdesigner – auch der nicht fotografierende – praktisch täglich mit Bildern und Fotos zu tun hat, ist ein zusätzlicher Grund, sich das Buch zu besorgen und mit Hingabe zu verschlingen.

Nachtrag: Von vielen Seiten wurde negativ angemerkt, dass diese hervorragende Buch über Gestaltung alles andere als hervorragend gestaltet ist. Diesem Einwand muss ich leider zustimmen. Dass die Rotis hier als Grundschrift eingesetzt wurde, und als Überschriften dann die Frutiger hinzugekommen ist, mag dem typophilen Leser die Freude am Buch trüben. Die Typografie ist ansonsten aber sauber ausgeführt, und trotz der Schriftwahl lässt es sich gut und flüssig lesen.

Weniger gut und flüssig hingegen ist die Platzierung der Bilder. Die Grafiken und Fotos sind in sehr vielen Fällen nicht auf der Seite, auf der sie im Text besprochen werden. Permanent muss man quer blättern um die genannten Beispiele vor Augen bekommen zu können. Einen Grund dafür, weshalb die Bilder nicht passend auf die Seite des Textes platziert wurden, habe ich nur selten Entdeckt. Ganz im Gegenteil: Es gibt Illustrationen die auf der folgenden Doppelseite besprochen werden, während dort dann eine identisch große Grafik steht, die auf der Doppelseite zuvor ein Thema war.

Inhaltlich bleibt das Buch eine Empfehlung, trotz dieser formalen Schwächen.

Gero Singelmann: Adobe InDesign CS3 für Fortgeschrittene

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InDesign-Einsteigern, Quark-Umsteigern und auch bereits geübten InDesign-Benutzern, die in CS3 einsteigen, oder das Programm besser kennenlernen wollen, empfehle ich meine Lern-Video-DVD aus dem Hause Galileo.

Wer aber InDesign bereits zu 80% beherrscht, alle Brot- und Butter-Techniken bereits beherrscht, und neugierig auf die letzten 20% ist, empfehle ich das Buch »Adobe InDesign CS3 für Fortgeschrittene«. Darin lernt der Leser die Crack-Techniken im Umgang mit Text und dem Import, erfährt einiges über die besonderen Knackpunkte im Umgang mit Grafiken und mit Farbe, erhält Antworten zu speziellen Fragen beim Erstellen von interaktiven PDFs, bei der Arbeit mit XML und der Datenzusammenführung, der Leser erfährt näheres was es mit Transparenzreduzierung auf sich hat, und worauf der Profi beim Preflight, beim Drucken und beim Überfüllen achten sollte.

Besonders interessante war für mich auch die Einführung zur GREP-Suchen/Ersetzen-Funktion, die mir bisher schleierhaft war, und die ich sicher jetzt ohne weiteres nutzen kann, um umfrangreiche Dokumente noch schneller zu formatieren (ich denke, dass ich darüber in nächster Zeit einen Screencast aufnehmen werde).

Wer mit Programmierung etwas am Hut hat, bekommt sogar einen oberflächlichen Einblick, in das Erstellen von Scripten.

Aber nicht nur Freaks die das Buch von vorne bis hinten durchlesen, profitieren von dem Werk. Jeder professionelle Gestalter, der täglich mit InDesign zu Werke geht, sollte dieses Buch in seinem Regal stehen haben, um in Zweifelsfragen und für nicht alltägliche Aufgaben, auf einen Ratgeber zurückgreifen zu können. Zwar gehört das Werk nicht zu den Sonderangeboten, im Sortiment von Galileo, aber dass es seinen Preis wert ist, steht für mich außer Frage.

Proportion und Komposition

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Kimberly Elam: Proportion und Komposition

Kennen Sie das? Design soll letzten Endes ja einfach nur Geschmacksache sein.

Grundsätzlich muss ich jedem Recht geben, der dabei von seinem eigenen Geschmack spricht. Subjektiv hat jeder von uns einen anderen Geschmack. Nun ist es aber normalerweise nicht Sache des Designers, den Geschmack eines Einzelnen zu treffen. Vielmehr sollte er eine breite Masse ansprechen können, zumindest aber eine klar umgrenzte Zielgruppe. Der professionelle Gestalter verlässt sich dabei nicht ausschließlich auf seine Intuition, sondern er hat die Regeln und Erkenntnisse der Gestaltungsgeschichte studiert, und bedient sich bewährten Konstruktionsmustern.

Im wesentlichen arbeitet der Gestalter mit Achsen und Proportionen, woraus sich wiederum Rhythmus, Kontrast und Harmonie ergeben. Eine der bekanntesten Proportionsrezepte ist der goldene Schnitt. Zuerst haben wohl die griechischen Architekten und Bildhauer mit diesem Verhältnis gearbeitet, später die Römer, die Mönche in mittelalterlichen Schreibstuben, die Meister der Setzereien ebenso wie große Künstler – besonders da Vinci und Dürer haben sich um die Definition harmonischer Proportionen verdient gemacht – bis hin zu den Grafikern, Fotografen und Produktdesigner in jüngster Zeit, die mit ansprechendem Design besondere Erfolge gefeiert haben.

In diesem Buch werden zahlreiche Gestaltungs-Klassiker analysiert und es wird demonstriert, wo sich in den Werken Achsen und Proportionen finden lassen.

Einblicke in Konsumentengehirne

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Hans-Georg Häusel: »Brain View – Warum Kunden Kaufen«

Dieses Buch empfahl mir mein guter Freund, und bald Master of the Univers, Georg aus der melker [Sterngasse]. Ich muss gestehen, dass ich die Lektüre ob des reisserischen Titels zunächst mit großer Skepsis anging. Wollte uns da wieder wer verramschen, er wisse, welchen Knopf die Werbung drücken müsse, um Kunden zum Spuren zu bringen? Ich habe wohl an die fünfzig Seiten lesen müssen, um meine Skepsis abzubauen.

Sicher wurde der Untertitel »Warum Kunden kaufen« nicht unbedacht gewählt. Jemand, der erforscht, warum Kunden kaufen, wird wahrscheinlich auch wissen, wie man ein Buch nennen muss, damit Kunden es kaufen. Und welcher Unternehmern könnte schon nein sagen, wenn da einer daher kommt, und erklärt, warum Kunden kaufen.

Hans-Georg Häusel schließt das Resümee des Buches aber ganz bewusst mit der Feststellung, dass die Hirnforschung weit davon entfernt ist, zu verstehen, was in den Kunden vorgeht. Man kann lediglich feststellen, dass unter bestimmten Umständen etwas in bestimmten Gehirnregionen passiert. Und man kann feststellen, dass es bestimmte Marken schaffen, das Gehirn in jenen Bereichen zu aktivieren, in denen es auch bei ganz offensichtlichen Genüssen aktiv wird.

Ich konnte als Grafikdesigner viel aus diesem Werk lernen. Z.B., dass das Gehirn einfache Strukturen komplexen Angeboten vorzieht, und es gerne ordentlich hat – eine Bestätigung des Designer-Leitspruches »Reduziere alles auf das Wesentlichste« und ein gutes Argument, für das nächste Kundengespräch, bei dem einmal mehr verlangt wird, hier noch was dazu zu geben, dort noch was zu ergänzen und am Ende das letzte bisschen Weissraum zu nutzen. Nun kann ich also sagen und belegen, dass die Gehirnforschung hinter mir steht. 🙂

Wer also sollte dieses Buch lesen?

  • Grafiker und Designer
  • Werber
  • Marketer
  • Unternehmer
  • Verkäufer
  • Konsumenten
  • Frauen
  • Männer

Eigentlich alle!

Endlich ein Buch über Schriftgestaltung

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Der »Verlag Hermann Schmidt Mainz« hat unter dem Titel »Designing Type« ein Buch über Schriftgestaltung angekündigt. Nachdem der einschlägig Interessierte schon ganze Regale mit Büchern über das Anwenden von Schrift füllen kann, können wir endlich auch nachlesen wie Schrift entwickelt wird. Es steht zu erwarten, dass das Buch die gewohnte Verlag-Hermann-Schmidt-Qualität hat.