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Autor: Markus Waeger

Die Suche nach der Street- und immer-dabei-Kamera

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Seit vielen Monaten treibt mich die Suche nach einer kompakten immer-dabei-Kamera um. Gewöhnlich fotografiere ich mit der Nikon D700. Ein tolles Arbeitsgerät, aber zum Mitnehmen etwas klobig. Besonders wenn man auch noch entsprechende Objektive anschraubt.

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G’scheiter Brocken, die Nikon D700; Bild: © Nikon GmbH

Kompaktkameras und das Schärfentiefe-Problem

Zuletzt hatte ich gehofft in der Powershot S95 beziehungsweise Powershot G12 die Antwort auf meine Bedürfnisse gefunden zu haben. Die zwei Kleinen von Canon sind klasse Kompaktkameras, deren Qualität kaum etwas zu bemängeln gibt, so lange man berücksichtigt, dass sie nur etwa die Hälfte einer Einsteiger-DSLR mit Objektiv kosten. Wäre da nicht der kleine Sensor! Weiterlesen

3.1. Was ist Belichtung?

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Wer ›Belichtung‹ hört und an ›Belichtung‹ denkt, hat wahrscheinlich zuallererst die Belichtungszeit im Kopf. Allerdings ist das nur ein Faktor der Belichtung. Aber was ist Belichtung überhaupt?

Duden und Brockhaus beschreiben Belichtung sinngemäß als »Vorgang, bei dem Licht auf eine lichtempfindliche Schicht einwirkt«.

Ziel des Fotografen ist es in der Regel die lichtempfindliche Schicht – einen lichtempfindlichen Analogfilm oder einen Bildsensor – so zu belichten, dass ein Motiv vor der Linse optimal wiedergegeben wird. Der Fotograf sucht dazu nach einer korrekten Belichtung. Aber was ist eine korrekte Belichtung? Weiterlesen

iPad als Storage Viewer

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IPad2 smartcover DE

Vor einigen Jahren gab es diese Store Viewer, auf die man Fotos von SD- oder CF-Karten laden konnte. Ein sicheres Backup für unterwegs. Die besseren Geräte dieser Klasse waren mit Display ausgestattet, hatten 30GB und mehr und kamen soweit ich mich erinnere meist von Epson. Allerdings lagen die Teile meist jenseits von 500 Euro und ich konnte mich nie zu dieser Investition durchringen. Statt dessen habe ich mich als Notlösung mit meinem iPad rum geplagt. Über den langsamen iPod-Kamera-Connector von Apple dauerte die Übertragung zwar manchmal bis zu einer Stunde und anschließend mussten sowohl Kamera-Akku als auch iPod wieder geladen werden. Aber für ein bis zwei Mal Urlaub im Jahr war diese Notlösung für mich ausreichend. Weiterlesen

2.13. Bokeh

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Abschließend zum Kapitel ›Schärfe‹ möchte ich noch ein paar Worte zum Thema Unschärfe verlieren und über das Bokeh sprechen. Der Begriff ›Bokeh‹ stammt aus dem Japanischen und bezeichnet die Qualität der Unschärfe in einem Foto. Foto­grafischen Neueinsteigern mag etwas wie ›Qualität der Unschärfe‹ etwas philosophisch und esoterisch vorkommen. Doch mit der Zeit entwickelt man Auge und Gefühl dafür. Man beginnt Fotos nicht nur an der Qualität der Schärfe zu beurteilen, sondern genauso am Aussehen der unscharfen Bereiche. Weiterlesen

2.12. Mitziehen

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Eine besondere Art der Bewegungsunschärfe stellt das sogenannte ›Mitziehen‹ dar. Beim mitziehen folgt der Fotograf der Bewegung eines Objekts mit der Kamera. Dabei hat er bewusst eine Belichtungszeit eingestellt die so lange ist, dass der Hintergrund durch die Kamerabewegung verwischt und unscharf abgebildet wird. Daraus entstehen Action-geladene, dynamische Aufnahmen, wie die folgende Abbildung zeigt.

Mitziehen
Mitzieh-Aufnahme mit der D80 bei einer Belichtungszeit von 1/60 ­Sekunde. Das dürfte in etwa der Geschwindigkeit des Oldtimers entsprochen haben, geschätzten 60km/h.

Ein paar Tricks können helfen, wenn man Motive auf diese Art einfangen möchte:

  • Am besten für das Mitziehen geeignet sind Objekte, die sich längs zum Fotografen bewegen. Objekte die auf den Fotografen zu rasen oder sich von ihm entfernen sind weniger geeignet.
  • Das Objekt sollte nicht zu weit entfernt sein: Eine Möwe am fernen Horizont ist kaum mehr geeignet.
    Man sollte aber auch nicht zu nah sein. Eine, der Größe des Objekts angemessene Distanz, hilft die erforderliche Hebelwirkung zu erhalten um der Bewegung des Motivs fließend folgen zu können.
  • Es ist eine ausreichend lange Belichtungszeit erforderlich. Eine Faustregel besagt, dass die Geschwindigkeit dem Teiler der Belichtungszeit entsprechen soll. Das heißt bei einem Sprinter mit 20km/h 1/20 Sekunde, bei einem Auto mit 50km/h 1/50 (beziehungsweise 1/60) Sekunde und so weiter. Als Belichtungsprogramm nutzt man am Besten die Zeitvorwahl. Bei Zeitvorwahl gibt der Fotograf die Belichtungszeit vor und die Kamera regelt die Blende zur optimalen Belichtung (mehr darüber in einem späteren Artikel).
  • Auslösen sollte man erst in der Bewegung. Das heißt ich nehme das bewegte Objekt ins Visier, folge seiner Bewegung und fokussiere und löse erst aus wenn ich ihm schon fließend folge.
  • Zum Scharfstellen eignet sich am besten der kontinuierliche Autofokus (siehe auch ›Einzel- und kontinuierlicher Autofokus‹), bei dem die Kamera permanent die Schärfe anpasst.
  • Außerdem nutze ich die Serienaufnahme-Funktion (siehe auch ›Serienaufnahmen‹).

Und am besten lernt man es beim Tun. Also einfach aus­probieren. Es ist gar nicht so schwer, wie es sich vielleicht anhört und bringt Ergebnisse, über die Leute, die es noch nicht versucht haben, meist staunen. Weiterlesen

2.11. Bewegungsunschärfe

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Unschärfe durch Bewegung kann in Fotos im Wesentlichen zwei Ursachen haben: Entweder die Kamera bewegt sich – zum Beispiel weil sie unruhig gehalten oder erschüttert wird – oder das Motiv bewegt sich.

Unschärfe die durch Vibration, Zittern oder Erschütterung der Kamera zustande kommt, bezeichnet man als Verwackeln – darüber werden wir uns im Kapitel über ›Belichtung‹ ausführlicher unterhalten. Unschärfe, die durch Bewegung des Motivs zustande kommt, bezeichnet man als Bewegungsunschärfe. Bewegungsunschärfe ist ein gutes Mittel, um Aufnahmen mehr Dynamik und Lebendigkeit zu verleihen. Weiterlesen

2.10. Scharfstellen und Messfeldsteuerung

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Scharfstellen und neu komponieren

Ein Bild kann immer nur auf einen bestimmten Bereich scharf eingestellt sein. Welcher Bereich das ist entscheidet der Fotograf. Entweder über manuelle Fokussierung, oder mit Hilfe des AF-Messsystems. Diese elektronischen Systeme können nicht wissen, auf welchen Bereich scharf gestellt werden soll. Zwar gibt es mittlerweile bei Kameras für point-and-shoot-Fotografen Automatiken, die Gesichter erkennen und darauf scharf stellen können, aber in der Regel ist es ein kleines Messfeld innerhalb des Bildbereichs, über das scharf gestellt wird (siehe auch ›Fokussierung, Messfelder, Sucher und Live-View‹). Weiterlesen

2.9. Fokussierung

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Die Wahl der Schärfentiefe ist ein kreatives Gestaltungsmittel, das dem Fotografen zur Verfügung steht. Manchmal ist es besser eine kurze Schärfentiefe zu wählen, manchmal besser eine weite. Sehr oft ist es aber auch einfach Geschmacksache für welche von beiden Varianten man sich entscheidet. Manchmal fotografiere ich eine Szene sowohl mit geringer Abblendung (kleine Blendenzahl = offene Blende) für geringe Schärfentiefe und mit starker Abblendung (hohe Blendenzahl = hohe Schärfentiefe). Die beiden Varianten kann ich dann am Computer-Monitor vergleichen und mich für die eine oder andere Variante entscheiden. Weiterlesen

2.8. Blende bewusst kreativ einsetzen

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Sehen wir uns die Erkenntnisse des letzten Artikels in der Praxis an: Die aus gewählter Brennweite und Distanz resultierende Schärfentiefe wird durch die Wahl der Blende angepasst beziehungsweise korrigiert. Möchte ich das eigentliche Hauptmotiv vor dem Hintergrund hervorheben führt eine geringe Abblendung (offene Blende) zu kurzer Schärfentiefe und weichgezeichnetem Hintergrund. Möchte ich sowohl den Vordergrund als auch den Hintergrund deutlich erkennbar abbilden, dann führt kräftige Abblendung (Blende schließen) zu großer Schärfentiefe und detailreicher Wiedergabe sowohl naher als auch ferner Elemente. Nach der kreativen Kernfrage über die gewünschte Perspektive folgt die kreative Kernfrage über die Schärfe. Weiterlesen

2.7. Blende und Schärfentiefe

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Nach der vielen trockenen Theorie der letzten Artikel führen wir uns zwischendurch die Grundidee dieser Serie vor Augen, nämlich das Fotografieren nach den vier Schritten. Wo stehen wir mit unseren Betrachtungen im Moment:

  1. Für den ersten Schritt haben wir uns mit der Perspektive befasst und uns angesehen, wie man sie über Brennweite, Distanz und Blickwinkel (frontal oder diagonal, von unten, aus Augenhöhe oder von oben) kreativ beeinflussen kann.
  2. Ziel des zweiten Schrittes ist die kreative Gestaltung der Schärfe.
  3. Ziel des dritten Schrittes ist eine korrekte Belichtung.
  4. Im vierten Schritt schließen wir mit der Komposition des Bildausschnitts ab.

Nun beschleicht uns irgendwie das Gefühl, dass wir beim siebten Artikel im Abschnitt ›Schärfe‹ angekommen sind und noch immer nicht genau wissen, wie man die Schärfe kreativ beeinflusst.

Klar: Wir haben uns darüber unterhalten, dass die Brennweite Auswirkung auf die Schärfentiefe und ebenso die Distanz Auswirkung auf die Schärfentiefe hat. Weiterlesen

2.6. Lichtwert und Offenblende

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Wie zuletzt beschrieben halbiert beziehungsweise verdoppelt ein ganzer Blendenschritt die Lichtmenge. Einen Schritt, der zu einer Verdoppelung oder Halbierung der Lichtmenge führt, bezeichnet man als ›1 Lichtwert‹ (1 LW).

Lichtwert

Im Fotografenjargon heißt es statt dessen oft »belichte doch hier einmal eine Blende länger« oder »reduziere die Belichtung einmal um zwei Blenden«. Damit will der Fachmann nicht unbedingt zum Ausdruck bringen, dass wir zwingend die Blende verändern müssen. Er meint lediglich, dass eine Belichtungs­einstellung, die die Lichtmenge halbiert (eine Blende) oder viertelt (zwei Blenden), in dieser Situation von Vorteil wäre. Ob diese Einstellung über Anpassung der Blende, über Belichtungszeit oder ISO-Empfindlichkeit vorgenommen werden soll, ist damit nicht zwingend ausgesagt. Weiterlesen

2.5. Blendenschritte

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›Die Blende‹ wird in der Regel in einer für den Einsteiger nur schwer nachvollziehbaren Zahlenreihe angegeben. Da gibt es Werte wie 1.8, 2.0 und 5.6. Manchmal wird diesen Zahlen ein ›ƒ‹ oder ein ›F‹ vorangestellt und manchmal auch ›1:‹.

Beschäftigt man sich eingehender mit diesen Zahlen – sie haben ja große Bedeutung für die Fotografie – wird man durch den Umstand verwirrt, dass große Zahlen zu kleinen Blenden zu gehören scheinen und kleine Zahlen zu großen Blenden. Klingt unlogisch, ist es aber nicht, wenn man die falsch etablierten Bezeichnungen richtig stellt. Weiterlesen