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Topaz DeNoise AI und DxO PureRaw: Rauschreduzierungsprogramme im Vergleich

Posted in Digitale Dunkelkammer

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In diesem Video stelle ich einen ausführlichen Vergleich der beiden aktuellen »State of the art«-Programme zur Rauschreduzierung an.

Vom texanischen Software-Unternehmen Topaz Labs entwickelte Algorithmen werden von verschiedenen Kameraherstellern in die Elektronik ihrer Modelle integriert um Bildrauschen entgegenzuwirken, was zweifellos für ihre Qualität spricht.

Ebenso ist die DeepPrime genannte Rauschreduzierung von DxOs RAW-Konverter PhotoLab wiederum seit langem für überragende Resultate bekannt. Während Topaz DeNoise Resultate zunächst nur als JPEG bzw. TIFF speichern konnte, erlaubte DxO PureRaw von Beginn an das Speichern in DNG, dem RAW-Format von Adobe. Inzwischen ist Topaz nachgezogen und setzt ebenfalls auf DNG.

Abgesehen davon, dass auf Basis von RAW-Daten eine bessere Rauschreduzierung möglich sein sollte, als mit JPEG- oder TIFF-Dateien, bietet DNG den Vorteil, dass ich die Rauschreduzierung unabhängig von allen anderen Entwicklungsschritten jederzeit anwenden und auch an den Beginn der Ausarbeitung stellen kann. Bei einem Workflow mit JPEG oder TIFF sollte zuerst das RAW-Bild im RAW-Konverter entwickelt und dann als entwickeltes JPG bzw. TIFF an die Rauschreduzierungs-App übergeben werden – auf die fertigen JPGs/TIFFs noch einmal kräftige Einstellungen anzuwenden ist dann eher suboptimal.

15 Comments

  1. Anonymous

    Hallo Markus!

    Ich war schon immer ein Fan von DxO, bin aber durch Deine Kommentare zu Capture One gekommen, da DxOLab für mich in der Anwendung viel zu mühsam war/ist (Prozessor-Leistung hätte ich genug)

    Im Dezember wurde ich auf DxOLab5 (PureRAW) aufmerksam – und es ist so sensationell, wie schon jahrzentelang keine Software mehr. Ich fotografiere jetzt mit ISO-Automatik bis zu ISO 51.200; und die alten APS-Bilder aus der Nikon D200 sehen ebenfalls sensationell aus.

    Liebe Grüße, Enrico

    Mein Workflow ist etwas mühsam, aber der Aufwand lohnt:

    1. In DxoLab5 führe ich die RAW-Entwicklung inkl. Aller Objektiv-Korrekturen durch (Capture One hat meist keine Sigma-Profile); meist auch SmartLightning
    2. Das Ergebnis wird als DNG gesichert

    Danach erfolgt die Verarbeitung in Capture One
    4. Zunächst die Automatik mit Command+L (da DNG und KEINE RAW-Datei erfolgt KEINE Rauschunterdrückung)
    5. Danach die Zurücksetzung der Automatischen Schärfung
    6. Jetzt normale Verarbeitung je nach Bedarf

    Ich arbeite jetzt seit 6 Monaten damit und habe noch keine Mangel entdeckt

    18. Juni 2022
    |Reply
    • Hallo Enrico,
      das klingt sehr verlockend.
      Ich glaube das muss mich mir einmal ansehen. Danke!
      Liebe Grüße
      Markus

      19. Juni 2022
      |Reply
      • Anonymous

        Hallo Markus,

        hätte gerne noch einen Tipp von Dir als Capture-Spezialist:
        Ich finde weder im Netz noch in Büchern wie ich Default-Einstellungen für Crop (UNBESCHRÄNKT), drehen (FREIHAND), Trapezkorrektur (80%) ändern kann; würde viele lästige Klicks ersparen.

        Liebe Grüße, Enrico

        20. Juni 2022
      • Hallo Enrico,
        ich glaube nicht, dass du die Voreinstellungen dafür ändern kannst. Bei der Crop-Proportion und der Trapezkorrektur können dir aber wahrscheinlich Stile helfen es schnell anzuwenden.
        Liebe Grüße
        Markus

        20. Juni 2022
  2. Volker

    Da ich leider oben auf Deine Anmerkung

    „Ich vermute die wenigsten die hier mitlesen werden das nicht wissen.
    21. Mai 2022“

    keinen Reply-Button fand:

    Dann hätte eigentlich sofort die Frage gestellt werden müssen, warum es bei der GH9 funktioniert! 😉

    Ganz so einfach ist die „Nummer“ dann nämlich doch nicht … 🙂

    Viele Grüße
    Volker

    21. Mai 2022
    |Reply
    • Volker

      Meinte natürlich bei der G9!

      21. Mai 2022
      |Reply
  3. Volker

    Hallo Markus,

    eine Frage zu Deiner Anmerkung:

    „Vom texanischen Software-Unternehmen Topaz Labs entwickelte Algorithmen werden von verschiedenen Kameraherstellern in die Elektronik ihrer Modelle integriert um Bildrauschen entgegenzuwirken, was zweifellos für ihre Qualität spricht.“

    Hast Du eine Quelle für diese Information?

    Und werden in dieser auch die Kamerahersteller angegeben, welche Topaz-Algorithmen in ihrem Modellen integriert haben sollen?

    Danke und viele Grüße
    Volker

    21. Mai 2022
    |Reply
    • Anonymous

      Hallo Volker,
      ich bin vor einiger Zeit mit einem Ingenieur der lange Zeit in der Entwicklung von Bildsensoren für die Industrie tätig war in einen Mail-Dialog gekommen und durfte ihn quasi interviewen, um das, was vom Sensor zum RAW passiert, besser zu verstehen und das dann in einem Video weiter zu vermitteln.
      https://youtu.be/ljzx18mVML8
      Das mit Topaz hat er am Rande erwähnt.
      Liebe Grüße
      Markus

      21. Mai 2022
      |Reply
      • Volker

        Hallo Markus,

        vielen Dank für die Info und den Link!

        In dem Video kommt der Hinweis von M. J. auf Topaz-Algorithmen in die Kameraelektronik verschiedener Hersteller allerdings nicht vor.

        Viele Grüße
        Volker

        21. Mai 2022
      • Ich hatte es drin. Kann allerdings sein, dass ich das nebst anderem rausgelassen habe, um das Video nicht zu sehr zu überladen und weil es für die Thematik von überschaubarer Relevanz ist, woher die Algorithmen stammen.

        21. Mai 2022
  4. Reinhold Friedrich Auer

    Sehr interessantes Video über ein wichtiges Thema von MFT Fotografen. Besonders bei der Fotografie des Nachthimmels (Milchstrasse, usw) ist das Bildrauschen doch manchmal sehr störend.
    Was mich noch sehr interessieren würde ist die Alternative viele Aufnahmen mit kurzer Belichtung zu machen und diese zu stacken. Damit wächst das Rauschen nur mit 1/2 Wurzel zwei im Vergleich zum Signal. Haben Sie dies schon mal ausprobiert?

    19. April 2022
    |Reply
    • Interessanter Input, danke! Mehrere Belichtungen mit derselben Zeit der Rauschreduzierung wegen habe ich direkt noch nie versucht. Etwas Ähnliches ist aber HDR und High-Res – beides ergibt Aufnahmen mit weniger Rauschen, als eine Einzelaufnahme.

      19. April 2022
      |Reply
      • Volker

        Dieses Verfahren ist nicht neu und wird u. a. in der G9 von Panasonic im 6K PHOTO/4K PHOTO Modus genutzt, um ein rauschfreieres Bild zu generieren.

        Der Nachteil liegt aber offenkundig auf der Hand: Bei sich bewegenden Motiven wird es nichts mit dem Stacken! 😉

        VG
        Volker

        21. Mai 2022
      • Ich vermute die wenigsten die hier mitlesen werden das nicht wissen.

        21. Mai 2022

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