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Kreativ fotografieren 6: Grundlagen | Weißabgleich und Dateiformat

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In der 6. Episode meiner kreativen Fotoschule erkläre ich den Weißabgleich und wieso er notwendig ist und die Vor- und Nachteile von JPEG und RAW.

Mein Bericht über Probleme die es einst mit DNG gab: DNG zerstört RAW

Die sechs Episoden des Kapitels Grundlagen meiner kreativen Fotoschule:

  1. Visuelle Wahrnehmung
  2. Dynamik- und Kontrastumfang
  3. Kontrastumfang und Zonensystem
  4. Auflösung: Auge, Bild, Druck
  5. Detailschärfe und Bokeh
  6. Weißabgleich und Dateiformat

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3 Comments

  1. Uwe

    Es hat mir keine Ruhe gelassen, die Genzen des RAW-Formats auszuloten. Für mich typische Aufnahmen sind Kircheninnenräume.
    Meine Lieblingskirche, eine Hallenkirche von 1910 mit Einflüssen des Jugendstils, bekommt ihr Licht von 2 mal 8 bunten Fenstern auf Höhe der Orgelempore.

    Ausrüstung ist die Sony A7II mit dem Hyperwide Heliar das eine Vignettierung von -2LV hat. Meine normale Belichtung erfolgt im Multi-Modus mit Anhebung der Schatten um 3 LV ( DRO -3LV ), das ist in diesem Fall ISO 3200 ; 1/10s ; Blende 9, Speicherung als Jpeg. Das erzeugt eine ausgewogene Belichtung der Kirche. Das Bild läßt sich gut bearbeiten, insbesondre die Vignettierung entfernen. Die Fenster sind natürlich überbelichtet, nur die dunkelsten Stellen sind erkennbar.

    Die gleichen Einstellungen im RAW -Modus ergeben das gleiche Bild. Laut dxomark hat die A7II bei ISO 3200 einen Dynamikbereich von 9,5 EV, also nur 1,5 EV mehr als die 8 Stufen des Jpeg bei dem ja außerdem die Schatten schon angehoben sind.

    Der zweite Versuch erfolgt mit ISO 400 und Belichtung -1,7 LV. Die Fenster sind deutlich besser Belichtet aber in Jpeg lassen sich die Schatten nicht mehr genug aufhellen und die Vignettierung ist nicht mehr korrigierbar.
    Bei RAW beträgt die Dynamik 12,5EV, das Bild ist gut bearbeitbar aber die Entfernung der Vignettierung stößt an ihre Grenzen. Nicht in Punkto Helligkeit, aber die Ecken haben einen leichten Lila- bzw. Grünstich.

    Der letzte Versuch, nur in RAW, ist ISO 100 und Belichtung -2,7 EV. Der Dynamikbereich beträgt 13,5 EV. Die Fenster sind perfekt, die Schatten lassen sich gerade noch gut anheben, insgesamt das beste, schärfste, rauschfreie Bild.
    Die Belichtungszeit von 1/3 s ließ sich nur mit einem Ministativ bewerkstelligen.

    Da niemand in der Kirche war, konnte ich nicht um Erlaubnis bitten und habe es einfach gemacht. In der Regel verbieten Kirchen und Museen Stative, deshalb habe ich auch sonst keines dabei.

    Fazit RAW : professionell ja, sonst nein. Dateigröße RAW 49MB, Jpeg 10MB.

    27. Januar 2021
    |Reply
  2. Uwe

    Ob RAW der Königsweg ist hängt stark von der Hard- und Software ab. Ich fotografiere nur in JEPG und mit automatischem Weißabgleich.

    Sobald man Mischlicht hat hilft weder individueller Weißabgleich noch RAW. Das passiert fast immer bei Innenaufnahmen von großen Räumen wie z.B. in Schlössern.
    Die fensternahen Bereiche haben “ blaues “ Tageslicht, die gegenüberliegenden “ gelbes “ Kunstlicht. Da hilft nur eine etwas aufwendigere Bildbearbeitung.

    Der Nachteil von RAW ist, daß ich das Bild immer entwickeln muß. Bei Affinity Photo wird mit der Entwicklung das Bild von DEVELOP PERSONA an PHOTO PERSONA übergeben und ich kann in die Entwicklung nicht mehr eingreifen, außer wieder ganz von vorne zu beginnen.

    Die gleichzeitige Speicherung von RAW und JEPG in der Kamera ist nicht nur Speicherplatz intensiv, sondern bei Sony, gelinde gesagt, Mist. Die Sony A7II speichert RAW + JEPG fein, bei alleinigen JEPG gibt es noch extrafein. Den Unterschied zwischen fein und extrafein sieht man. Deshalb ist die Speicherung von RAW+JEPG sinnlos, man verschenkt Auflösung und Speicherplatz. Nur RAW? Nein danke. Deshalb für mich nur JEPG extrafein und automatische Weißabgleich.

    30. Dezember 2020
    |Reply
    • Danke für den Input.
      Dass Mischlicht zu unterschiedlich gefärbten Partien im Bild führt ist einerseits natürlich, andererseits aber auch oft unschön. Das demonstriert einmal mehr, wie unterschiedlich eine Kamera eine Szene aufnimmt und wir sie verarbeiten: In unserer Wahrnehmung kommen die »Verfärbungen« nicht vor.
      Ich habe von einem Fotografen gelesen, dass er parallel mit RAW und JPEG fotografiert und die JPEGs dann als Basisreferenz zur Entwicklung der RAWs nimmt.
      Das mit der A7 II ist echt eine etwas blöde Lösung – leider nicht die einzige bei Sonys Kameras. :\
      Guten Rutsch und gute Gesundheit für 2021 wünsche ich!

      31. Dezember 2020
      |Reply

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