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Unterwegs mit der Olympus OM-D E-M1 MkIII

Posted in Fotografie & Gedanken

Am Mittwoch habe ich die neue Olympus OM-D E-M1 MkIII bekommen – meine dritte E-M1. Die E-M1 ist für mich seit dem ersten Modell die ideale Kamera. Die erste Version habe ich durch die MkII ersetzt, weil sie mir flinke Motive, wie fliegende Vögel, zugänglich gemacht habe. Mit der ersten E-M1 war das noch nicht so recht möglich. Letztes Jahr habe ich auch die E-M1X gekauft. Vor allem wegen des Joysticks zur Auswahl des AF-Messfeldes, des Live-ND-Modus und weil der Autofokus noch einmal besser sein soll.

Zwar ist die E-M1X eine wirklich beeindruckende Kamera in einem phantastischen Gehäuse – ich habe gerade leihweise eine professionelle Vollformatkamera da, die sich bei weitem nicht so gut und wertig anfühlt –, doch sie ist auch schwer. Das Kriterium der Leichtigkeit, weswegen ich zu Olympus gekommen bin, erfüllt sie leider nicht. Gehen die Ausflüge Richtung zwei Stunden und darüber hinaus, mag ich ihr Gewicht schon merken. Deshalb konnte ich auch schwer nein zur E-M1 III sagen, bringt sie doch das, was ich an der E-M1X schätze, in das Gehäuse der E-M1 II. Meine ideale Kamera ist noch besser geworden.

Gestern Freitag war ich das erste Mal mit ihr im Ried unterwegs. Dies sind ein paar Aufnahmen des Ausflugs. Um die RAW-Bilder in Capture One Pro 20 bereits bearbeiten zu können, habe ich in den Metadaten das Kameramodell von E-M1 MkIII auf E-M1X geändert.

Für den ersten Ausflug mit der E-M1 III hatte ich gleich eine besondere Begegnung: Unweit des Forstweges standen ein Rehbock und zwei Rehe im Acker. Als ich sie sah hatten sie mich bereits im Auge. Dennoch machten sie keine Anstalten zu flüchten, sondern beobachteten einfach was mich machte. Ich konnte in Ruhe mehrere Bilder von ihnen machen, in die Knie gehen und aus einem tiefen Blickwinkel aufnehmen. Eine gute Minute verbrachten wir so Auge in Auge, bis sie dann doch über das Feld davon liefen.

Rehe | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/320s | ISO2000 | Capture One Pro 20
Rehe | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/250s | ISO2000 | Capture One Pro 20
Rehe | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/320s | ISO2000 | Capture One Pro 20

Hier ist noch eine Aufnahme des Rehbocks im Sprint. Dafür nutzte ich meinen Benutzermodus der auf Zeitvorwahl und eine Verschlusszeit von 1/1600s. Trotz ISO5000 liegt das Rauschen im Rahmen. Das mag einerseits der verbesserten Verarbeitung der Aufnahmen durch den neuen Prozessor der Kamera zuzuschreiben sein, dürfte aber auch an der sehr guten Rauschminderung von Capture One Pro 20 liegen. Weshalb die Kamera bei dieser Aufnahme Blende ƒ6.3 und nicht 5.6 und dafür eine etwas geringere Empfindlichkeit gewählt hat, ist mir hier allerdings rätselhaft.

Rehe | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ6.3 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20

Bei dem Ausflug habe ich auch etwas mit ProCapture experimentiert. Die Stockente ist hier ein Allerweltsvogel, aber bei genauer Betrachtung ein wunderschönes Tier. Rauschen ist auch hier wieder trotz ISO5000 ein überschaubares Problem.

Stockente | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20
Stockente | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20

Bei ihr habe ich auch gewartet, dass ich sie los fliegt, um es mit ProCapture einzufangen. Der Abstand wäre etwas größer gewesen, so dass der Bildausschnitt nicht so eng ausgefallen wäre, wie oben. Leider habe ich es dann doch versäumt, als die Dame endlich los flog.

Duckface | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20

Die folgende Serie des Falken entstand nicht mit ProCapture, sondern mit dem normalen Motiv-Trackings.

Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ6.3 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20
Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20
Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20
Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20
Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20
Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20
Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/1600s | ISO5000 | Capture One Pro 20

Und natürlich gibt es auch in der Flora sehenswertes. Die Obstbäume blühen schon.

Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/500s | ISO800 | Capture One Pro 20
Turmfalke | Olympus E-M1 MkIII | M. Zuiko 300mm ƒ4 + MC-14 Telekonverter | | 420mm (840mm KB) | ƒ5.6 | 1/500s | ISO800 | Capture One Pro 20

Ein schöner erster Ausflug mit der E-M1 III, auch wenn der Himmel bedeckt und der Wind frostig war. Ich freue mich schon auf weitere Touren. Mit der Mark III ist meine perfekte Kamera noch etwas besser geworden.

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7 Comments

  1. Fritz Vogel

    Hallo Markus,
    Herzlichen Dank für die tollen Bilder. Den Joystick liebe ich bei meiner GH5 und ich bin von den Mk III Neuerungen begeistert. Vor allem das wenige Rauschen bei 5000 ISO sind beachtlich. Aber ich habe bei meinen fotografischen Fähigkeiten soviel Luft nach oben, dass ich deine weiteren Berichte abwarte. Ich schätze deine praxisorientierten Berichte und Bücher (inzwischen fünf) immer sehr. Neben meinen Pana-Objektiven schätze ich auch drei Oly-Objektive.
    Vielleicht mal im Ried, liebe Grüsse vom Rorschacherberg.
    Fritz

    9. März 2020
    |Reply
  2. Zwei Kleinigkeiten: Der Benutzermodus für den Rehbock im Sprint war bei vorgegebener Verschlusszeit wohl “Blendenautomatik” (Modus S), nicht “Blendenvorwahl” – und Obstbäume gehören zur Flora, nicht zur Fauna. Interessanter Beitrag und schöne Fotos!

    7. März 2020
    |Reply
  3. Gratuliere zur Mark III, Markus!
    Über kurz oder lang werde ich auch zur Mark III upgraden, denke ich.
    Für mich sind ausschlaggebend
    – Verbesserte Augen- und Gesichtserkennung
    – Joystick
    – ND-Filter
    – Auto-ISO beim Filmen in M
    – MyMenu
    – Handheld HighRes Modus (auch wenn Dein Bericht etwas Wasser in den Wein gegossen hat 😉 )
    Die X war mir zu groß und zu teuer.
    Aber die Mark III scehin mir eine gelungene Weiterentwicklung zu sein, auch wenn viele enttäuscht sind, dass sie keinen neuen Sensor hat.
    Viele Grüße und besten Dank für Deine hilfreichen Berichte
    Andreas

    7. März 2020
    |Reply
    • Danke.
      Es wundert mich auch, dass Olympus noch immer denselben Sensor verbaut. Andererseits holen sie immer mehr aus ihm raus und wenn man bedenkt, dass seine Fläche nur ein Viertel des Vollformats beträgt, sind die Unterschiede bei Rauschverhalten und Dynamikumfang eigentlich gering. Das wirft bei mir die Frage auf, ob eine neue Sensorgeneration da wirklich nennenswert mehr bringen würde. Möglicherweise weiß Olympus da, was sie tun. Jedenfalls ist mir ihre Produktpolitik sehr sympathisch. Sie machen deine neue Kamera nicht im Jahresrhythmus zum alten Modell, wie andere. Statt dessen machen sie deine Kamera per Firmware-Upgrade neu. Und dann kommen sie mit wirklich praktischen Innovationen, wie Live-Bulb, Live-ND, High-Res-Modus (mit Stativ ist der ja wirklich nützlich) oder jetzt Starry Sky, anstatt Dinge zu verbessern, die vor allem auf dem Papier und im Marketing gut klingen. Ich mag Olympus! 🙂

      8. März 2020
      |Reply

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