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Monat: November 2019

Die Wahrheit darüber, was in der Fotografie wichtig ist

Posted in Gedanken & Bilder

Ein Kastenwagen hat viel Raum um sperrige Dinge zu transportieren. Ein Kompaktwagen ist ein vergleichsweise kleines Auto, in dem zwei Personen komfortabel und vier meist noch immer relativ gut fahren und reisen können. Kein Autotester oder -journalist würde auf die Idee kommen an einem Kompaktwagen zu kritisieren, dass sich damit keine Schränke transportieren lassen und dass ein Kastenwagen deshalb besser ist. In der Welt der Fotografie hingegen ist genau das gang und gäbe.

Leute die sich als Experten ausgeben, vermitteln, dass sie objektiv berichten, und erzählen, was die Wahrheit ist, was falsch und was gelogen ist, kritisieren an einer Olympus E-M1X, dass die 3000 Euro für sie ein völlig überzogener Preis ist. Schließlich bekommt man für deutlich weniger Geld schon eine Vollformatkamera. Sie reduzieren einen Fotoapparat ausschließlich auf die Größe des Sensors. Dass die E-M1X abgesehen vom Sensor in vielerlei Hinsicht auf Augenhöhe mit doppelt so teuren Vollformat-Topmodellen steht und ihnen in mancherlei Hinsicht überlegen, zählt nichts. Eine Kamera ist laut ihrer Interpretation ein Sensor und sonst gar nichts.

Der Bewertung einer Kamera rein an der Sensorgröße festzumachen ist völlig undifferenziert, denn das klammert jeglichen Kontext aus. Der Wert und der Nutzen einer Kamera für einen Fotografen ergibt sich allerdings erst aus dem Kontext. Ist der Kontext low light – fotografiert also ein Fotograf oft unter schlechten Lichtbedingungen – ist ein größerer Sensor selbstverständlich besser. Spielt Transport keine Rolle, spricht wenig dafür auf die unbestreitbaren qualitativen Vorzüge einer Kamera mit großem Sensor zu verzichten.

Anders sieht es jedoch aus, wenn der Fotograf mobil sein will. Ist man, wie ich, oft Stunden lang, mit einer Kamera mit Supertele und einer zweiten mit Standardzoom zu Fuß auf Achse, ist Vollformat einfach untragbar. Selbst wenn ich auf die Zweitkamera mit Standardzoom verzichten würde, könnte ich keine Vollformatkamera mit 600mm Brennweite einen Tag lang im Gebirge um die Schulter tragen. Auf die Zweitkamera müsste ich schon deshalb verzichten, weil das Stativ das ich für die Tierfotografie mittragen müsste, mehr wiegen würde und deutlich sperriger wäre, als die E-M5 mit 12–100mm Zoom. Die flexible Freihandfotografie, die mit einer MFT-Kamera und Superzoom möglich ist, ist mit vergleichbarer Brennweite und Vollformat undenkbar. Ganz abgesehen, dass ich mir ein Supertele im Vollformat das etwa meinem 300mm ƒ4 MFT entspricht kaum leisten könnte. Natürlich wäre es im Detail etwas besser, was aber beim vierfachen Preis auch zu erwarten sein sollte. Viele Aufnahmen würden mir damit aber entgehen, da es unmöglich so flexibel einzusetzen ist.

Ich würde nie behaupten MFT wäre generell besser als Vollformat – das wäre absurd. Ich habe noch nie versucht jemandem von MFT zu überzeugen. Wenn mich Leute um Rat zum Kamerakauf fragen, frage ich, was sie zu fotografieren gedenken, dann erläutere ich die Vorzüge der verschiedenen Systeme und Marken und dann gebe ich den Tipp selbst zu einem Fotohändler zu gehen und sich anzusehen, was sich für sie am besten anfühlt. Man kann nur objektiv über Fotoausrüstung berichten, wenn man die subjektiven Anforderungen berücksichtigt. Immer rate ich auch jedem die Ohren einzuklappen und weg zu hören, wenn jemand davon zu predigen beginnt, was in der Fotografie das einzig richtige und wahre ist.

Für mich wäre eine Vollformatkamera eine absolut schlechte Lösung. Zu groß, zu schwer, zu unflexibel. Das ist Fakt, das ist die Wahrheit! Ich kann mit Vollformat unmöglich so arbeiten, wie mit MFT, und schon gar nicht so, wie mit meinen Olympus Kameras.

Natürlich bedeutet das leicht zu transportierende MFT-System Kompromisse bei der Auflösung, bei High-ISO und ich kann nicht ganz die geringe Schärfentiefe von Vollformat erzielen. Aber 20 MP sind mehr als ausreichend für Ausdrucke im A3-Überformat, Nachtfotografie hat für mich keinen besonderen Stellenwert und ich kann Motive auch in Szene setzen, ohne, dass der Hintergrund in strukturlosem Bokeh zerfließt.

Hänge ich eine Auswahl von Aufnahmen der letzten Jahre an die Wände, die teilweise mit einer 24MP Nikon D600 mit Vollformat, teilweise von 16MP und 20MP MFT-Kameras kommen, wird niemand sagen können, welche Aufnahme mit welcher Kamera gemacht wurde. Natürlich hat die 24MP Vollformatkamera das Potenzial für noch größere Prints. Aber ich mache keine größeren Prints! Ich fände es völlig bescheuert, das ganze Jahr über mit einem Kastenwagen herumzufahren, nur für den Fall, dass ich eines Tages doch einmal irgendwo einen Schrank abholen muss.

Würde ich mit Vollformat fotografieren, könnte ich das nicht mehr so machen, wie ich das mit MFT kann. Wieso sollte ich meine Art, wie ich es zu fotografieren liebe aufgeben, für die theoretischen Reserven von Vollformat die ich in der Praxis nicht brauche. Ich hätte nicht den geringsten Vorteil durch Vollformat, nur Nachteile.

Damit schreibe ich nicht gegen das Vollformat! Um es noch einmal zu sagen: Es gibt Aufgaben, bei denen die Vorteile des größeren Formats unverzichtbar sind. Aber es gibt ebenso Aufgaben, für die MFT besser geeignet ist, als jedes größere Format.

Leider scheinen viele die über Fotografie berichten nicht in der Lage die Dinge so differenziert zu sehen. Viele betrachten das Thema in erster Linie aus dem Blickwinkel der Theorie und an Messergebnissen im Labor. Wie viel davon dem fertigen Bild anzusehen ist, ist kaum ein Thema. Darüber hinaus verfallen auch noch viele der allzu menschlichen Neigung für einzig wahr zu halten, was für einen selbst richtig ist. Was für einen selbst nichts ist, muss auch für alle anderen nichts sein. Sie verkünden die WAHRHEIT. Und leider haben viel zu viele dieser Leute viel zu viel Einfluss, vor allem auf Amateure und Einsteiger, die noch keine eigenen Antworten haben, noch keine Erfahrung, und die dankbar sind für Experten, die ihnen sagen was falsch nur was richtig ist. Das klingt besonders verlockend, wenn man es mir viel Theorie und Labortests belegen kann.

An und für sich ist es mir egal, was diese Leute sagen. Ich weiß, dass Olympus exzellente Kameras baut und MFT ein großartiges System ist. Ebenso wie Vollformat toll ist, und wie Canon, Nikon, Sony, Fuji, Panasonic und Pentax tolle Kameras bauen. Bedauerlich ist jedoch, dass die subjektiven, undifferenzierten und einseitigen Betrachtungen die den praktischen Kontext der Fotografie vollständig außer Acht lassen, dazu führt, dass ein System, das eine wirkliche Alternative zum Vollformat ist, ums Überleben kämpft.

Würde MFT wirklich verloren gehen, wäre das – wie ich bereits vor ein paar Tagen schrieb – ein schwerer Verlust für die Fotografie. Wer von Canon Vollformat zu Nikon Vollformat wechselt, wechselt ein Details in der Bedienung. Aber Vollformat ist Vollformat, und das ist es auch bei Pentax, Sony oder Panasonic. MFT hingegen ist ein System mit völlig anderen Eigenschaften – APS-C ist zu Vollformat nur halb so unterschiedlich. Ein Verlust von MFT wäre ein Verlust einer bestimmten Art des Fotografierens.

Olympus lebt

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Leser Frank hat gestern in einem Kommentar darauf verwiesen, dass Olympus ein Statement heraus gegeben hat, das alle Freunde der Marke bis auf Weiteres zuversichtlich in die Zukunft des Systems blicken lassen sollte. Heute Früh auf Twitter habe ich dann selbst einen Artikel von 43rumours.com darüber gesehen.

Ich habe dieser Tage auch zwei Nachrichten erhalten, dass offensichtlich immer wieder Kommentare verloren gehen. Ich schalte generell alle Kommentare frei, auch wenn sie Kritik enthalten oder von meiner Meinung abweichen. Ich glaube ich habe einmal einen gelöscht, weil er nichts mit der Thematik zu tun hatte und mir als Spam erschienen ist. Ebenso würde ich einen Kommentar löschen, der beleidigend oder auf ähnliche Art inakzeptabel wäre. Aber das ist zum Glück noch nie vorgekommen.

Als einfacher WordPress-Anwender weiß ich noch nicht, ob ich das Problem selbst herausfinden kann, aber ich werde die Sache im Auge behalten. Im Auge behalten werde ich auch den Spam-Ordner der Kommentare, allerdings habe ich darin für die vergangen Tage keinen Kommentar entdeckt, der etwas anderes ist, als Spam. Informationen über Kommentare die nicht freigegeben werden würden mir helfen das Problem zu verfolgen – gerne auch via Mail.

Der Kameramarkt – eine Branche in der Krise?

Posted in etc.

Zu meinem Artikel von gestern möchte ich ergänzen: Olympus hat laut meinen Recherchen klar dementiert, dass es irgendeinen Plan gibt, die Kamerasparte 2020 zu schließen und dass man das auch langfristig nicht in Betracht ziehe. Die Kamerabranche ist aber generell in der Krise. Ich erwarte zwar, dass sich das Gerücht um Olympus’ Rückzug nicht bewahrheiten wird, aber es auszuschließen würde ich nicht wagen. Auch 2005 hätte wohl kaum jemand geglaubt, dass sich Minolta 2006 vom Kameramarkt verabschiedet.

Leider geht es auch Nikon kaum besser als Olympus. Mit dem Unterschied, dass Nikon die Kamerasparte ist, während Olympus-Imaging Teil eines Konzerns ist der mit Medizintechnik gut zu verdienen scheint. Dabei muss Nikon in der Krise das tun, was Olympus hinter sich hat: Für das Z-System ein brauchbares Angebot an Objektiven aufbauen. Dass Nikon das gleich auf zwei Schienen machen will – für Vollformat und APS-C – ist mir rätselhaft. Zu allem Überfluss soll das auch noch mit einem gekürzten Budget für Forschung und Entwicklung vonstatten gehen. Zwar kann ich mir nicht vorstellen, dass die Traditionsmarke in absehbarer Zeit vom Kameramarkt verschwindet, aber wer könnte es vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen ausschließen?

Pentax hängt wohl nur mehr an der Druckersparte von Ricoh. Auch Canon steckt mit der Kamerasparte in der Krise. Allerdings ist Canon wohl breit genug aufgestellt, die Probleme des Kamerasektors mit anderen Produktbereichen etwas abzufedern.

Breit aufgestellt ist auch Sony. Deren Aktien galten vor ein paar Jahren zwar auch als Ramsch, aber derzeit scheint es für Sony gut zu laufen. Allerdings betreibt der Konzern eine aggressive Preispolitik und ich vermute, dass das auch mit Risiko verbunden ist.

Recht gut dazustehen scheint FujiFilm. Mir persönlich ist das ja rätselhaft, denn über Fuji lese ich zwar in den Fachmedien viel, in Kursen oder auf den Straßen sehe ich allerdings selten Fuji-Kameras. Möglicherweise sind sie auf Märkten außerhalb Europas erfolgreich. Oder es verhält sich wie bei Canon, Pentax und Olympus: Die Kamerasparte wird von anderen Produktbereichen mitgetragen. Ich bin kein Business-Insider. Ich kann nur raten.

Bleibt Panasonic. Ich nehme an, dass deren MFT-Spare ähnlich läuft, wie die von Olympus. Gerüchte Panasonic könnte sich von MFT verabschieden, gibt es schon lange. Aber was dann? Auch wenn Panasonic für seine Vollformat-Lumix auf zwei Partner verweisen kann, frage ich mich schon, weshalb das neue L-System in absehbarer Zeit Gewinn abwerfen soll, während eine Marke wie Nikon um das Überleben kämpft.

Ich halte den Gedanken, dass es in einigen Jahren keine Kameras mehr geben und jeder nur mehr mit Handys fotografieren wird, für ziemlich abstrus. Allerdings werden die smarten Alleskönner den Markt der Konsumenten die nichts anderes wollen, als ihr Leben in Bildern festzuhalten früher oder später komplett übernehmen. Fotografie wird dann eine Sparte für Fotografen sein – eine Nische mit Leuten die fotografieren, statt Bilder machen wollen. Ich vermute, dass sich ein paar Kamerahersteller in dieser Nische erholen und wieder gewinnbringend operieren können werden. Ich vermute auch, dass Berufs- und Hobbyfotografen dann für ihre Ausrüstung wieder Preise zahlen müssen, mit denen ein Hersteller etwas mehr als rote Zahlen schreiben kann. Ich vermute auch, dass das Feuerwerk an mehrmals neuen Produkten im Jahr dann vorüber sein wird. Wenn Kameras den Massenmarkt verlassen, wird ein Preis- und Innovationskrieg wie er seit Jahren tobt, für das Marketing nicht mehr notwendig sein. Das ist gut so! Weniger gut finde ich, dass wahrscheinlich nicht alle Hersteller die heute operieren, in dieser Nische ankommen werden. Ich hoffe, dass es nicht Olympus ist, der auf der Strecke bleibt. Für mich ist Olympus die beste Alternative!

Panasonic LumixG Leica Vario-Elmar 100–400mm Zoom – staubdicht ist nicht staubdicht!

Posted in Erfahrungsberichte

Vor einem Jahr habe ich berichtet, dass mein LumixG Leica 100–400mm Zoom von Panasonic nach einem Besuch am Strand Sand im Zoomgetriebe hatte. Überraschend, denn ich investiere gutes Geld in eine Ausrüstung, von denen der Hersteller verspricht, dass sie staub- und spritzwasserfest sind. In widrige Bedingungen begebe ich mich nur mit Equipment von dem ich ausgehe, dass es dazu geeignet ist. Ich liebe das Fotografieren bei Wind und Wetter. Einige meiner liebsten Fotoserien sind unter solchen Bedingungen entstanden.

Panasonic verspricht auf seiner Website, dass das LumixG Leica Vario-Elmar 100–400mm gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet ist.

Als ich das Objektiv dem Händler zum Einsenden an den Panasonic-Service übergab, war ich gespannt, wie der Hersteller mit dem Fall umgehen würde. Dass Panasonic für die Reinigung des Zoom-Mechanismus den Preis des neuen Objektivs veranschlagen würde, haute mich dann doch aus den Socken. Ich vermute, die Ingenieure des Objektivs haben sich für eine Konstruktion entschieden, die sich nach dem Zusammenfügen nicht wieder öffnen lässt. Eine Konstruktion, bei der Reparatur nicht vorgesehen ist. Andernfalls wäre doch der Zoomring einfach abzunehmen und der Mechanismus vom Sand befreien gewesen. Dass der Preis der Reparatur dem Neupreis des Produkts entspricht, deutet wohl daraufhin, dass Panasonic das Objektiv ausgetauscht hätte. Es wäre schließlich absurd vom Kunden eine Reparaturpauschale zu verlangen, für die er ein neues Objektiv kaufen kann.

Ich hätte schon damals den Konsumentenschutz einschalten sollen. Man darf den Konzernen nicht alles durchgehen lassen. Aber ich bin niemand, der den Konflikt sucht. Deshalb habe ich die Kröte des kratzenden Zoomrings geschluckt. Mittlerweile ist das Kratzen einem sanften Schleifen gewichen – die Sandkörner werden sich abgeschliffen haben. Nicht schön, aber eher eine Art ästhetisches Problem, als ein funktionales.

Vor ein paar Wochen die nächste Überraschung: Ein Stäubchen innen an der Frontlinse. Wieder habe ich das Objektiv zur Einsendung an Panasonic übergeben – auch darüber habe ich berichtet. Antwort des Service-Centers:

Laut Panasonic-Service-Partner ist das als gegen Staub abgedichtet beworbene Objektiv nicht staubdicht.

Für diese Auskunft hat die Servicestelle meinem Händler dann auch noch 80 Euro in Rechnung gesellt die ich jetzt bezahlen müsste. Ich habe vom Händler gefordert eine Stellungnahme von Panasonic zur Diskrepanz zwischen Bewerbung und tatsächlicher Qualität einzufordern und habe klargestellt, dass ich die Sache an den Konsumentenschutz übergeben werde, wenn sie den Betrag tatsächlich einfordern. Laut Händler hat Panasonic auf die Anfrage nicht mehr reagiert.

Um die Sache mit Panasonic selbst zu klären, bat ich den Händler um die Nennung eines Kontakts. Nun wird die Sache richtig kompliziert: Panasonic führt den Service an seinen Produkten nicht selbst aus, sondern delegiert diese Aufgabe an einen Service-Partner. Daraus ergibt sich die Situation, dass Panasonic die Reparaturen nichts angehen, weil diese ja vom Service-Partner vorgenommen werden. Den Service-Partner wiederum geht die Qualität der Produkte nichts an, weil diese ja von Panasonic hergestellt werden.

Das ist der Stand der Dinge. Ich werde weiter berichten, wenn sich in der Sache weiteres tut.

Macht Olympus 2020 dicht?

Posted in Gedanken & Bilder

Nein, Olympus wird nächstes Jahr nicht dicht machen. Olympus ist ein großer Konzern in der Medizintechnik, die Kamerasparte soll davon etwa 20% ausmachen. Aber um diese kreisen seit einigen Tagen Gerüchte, dass sie in den kommenden acht Wochen geschlossen werden soll – gestern berichtete dpreview.com darüber. Nun sind Gerüchte Gerüchte und ich möchte mich nicht an Kaffeesudlesen beteiligen. Aber ich mache mir Sorgen.

Dass es der ganzen Kamerabranche nicht gut geht, ist bekannt. Nicht nur um Olympus kreisen düstere Gerüchte. Jahrzehnte lang mussten die Leute eine Kamera haben, wenn sie ein Foto machen wollten. Das ist nicht mehr so. Heute genügt ein Telefon um Bilder aufzunehmen. Eine Kamera braucht nur mehr, wer ernsthaft fotografieren möchte. Das sind Berufsfotografen und Fotoenthusiasten. Das ist noch immer ein Markt, aber nur mehr ein Stückchen vom Kuchen der es einmal war.

Als Indiz für das Ende der Olympus-Kamerasparte wird unter anderem herangezogen, dass die Firma nur mehr recht sporadisch neuen Produkte ankündigt und dabei teilweise auf bewehrte Technik einsetzt, statt sich ein lichter leuchtendes Feuerwerk zu verpulvern. Ich habe den Innovationswahn der Branche unlängst kritisiert und fand es eine vernünftige Strategie sich auf ein überschaubares Angebot an Produkten zu konzentrieren. Das Line-up von Olympus ist kurz, aber schlüssig: Drei OM-D-Linien (+OM-D 1X), zwei Pen-Linien und die kompakte Tough-Serie. Allerdings ist Vernunft nicht das, was ich dem Markt unterstelle. An den Homo Oeconomicus glaub ich nicht. Das zeigt sich in der ganzen Diskussion um MFT permanent: MFT ist wegen der kleinen Sensoren unbrauchbar und außerdem sind Handys mittlerweile genauso gut wie Systemkameras. Ja, was nun? Sind die kleinen Sensoren von MFT ein Problem oder die noch kleineren von Handys besser? Eine absurde Diskussion. Wie vieles in der Kameratechnik. Und so geführt von Leuten die sich selbst als Experten verkaufen und als solche gelten.

Für mich wäre das Ende von Olympus eine Katastrophe. Nicht nur, weil ich mich der Marke verbunden fühle, sondern weil es kein System gibt, das dasselbe für mich leistet. Es ist nicht wie beim Vollformat, wo mir mindestens vier Alternativen zur Verfügung stehen. Wer mit Nikon nicht mehr will, kann auf Canon, Sony, Pentax oder nun auch Panasonic umsteigen – und vice versa. Mir bliebe zwar derzeit der Umstieg zu Panasonic offen. Aber erstens ist das Bedienungskonzept von Lumix anders und macht ein Ein-Klick-Umschalten wie ich es an meinen OM-Ds schätze nicht möglich, und zweitens sind meine Erfahrungen mit Panasonic einfach schleicht. Ich weiß nicht, ob das eine Option wäre.

Dass Handys für ambitionierte Fotografen in absehbarer Zeit Kameras ersetzen könnten, ist natürlich Unsinn. In ein paar Bereichen natürlich schon. Aber die Art der Naturfotografie, wie ich sie betreibe unmöglich. Schon meine Naturaufnahmen durch Smartphones zu ersetzen ist ein weit hergeholter Gedanke, für Tierfotografie ist das unmöglich. Nicht viel besser wäre ein Umstieg auf Vollformat. 800mm KB umhängen und aus freier Hand einsetzen und dann auch noch ein Weitwinkel am Körper zu tragen – über Stunden hinweg einfach nicht machbar. Auch APS-C-Kameras wären diesbezüglich nur eine halbe Alternative.

Und wenn ein Wechsel unvermeidbar wäre, wohin gehen? Nikon geht es auch nicht blenden. Bereits letztes Jahr forderte die japanische Regierung Fujifilm auf, sie sollten die Traditionsmarke vor dem Untergang bewahren. Außerdem endet dort gerade die DSLR-Ära. Ich glaube nicht, dass eine Investition in eine Nikon-DSLR eine Investition in eine sichere Zukunft wäre. Also doch gleicht Nikon Z? Für das neue System gibt es noch kaum Objektive und in eine Z mit F-Mount-Objektiven investieren scheint mir auch ein etwas fauler Kompromiss.

Nicht anders sieht es bei Canon aus. Nur, dass ich mich mit der Marke und ihren Kameras ohnehin nie anfreunden konnte. Das ist nicht vernünftig oder rational. Das ist rein subjektiv, emotional und irrational. Aber es ist so. Pentax? Bei denen wundere ich mich schon lange, dass sie noch existieren.

Bleiben Sony und FujiFilm. Für Fuji habe ich viel Sympathie und deren APS-C-Kameras dürften nicht ganz so auf die Schultern drücken, wie Vollformat. Leider ist deren Konzept voll auf fest beschriftete Bedienelemente ausgerichtet. Meine von Olympus gewohnte Bedienung ist mit Fuji noch viel weniger möglich, wie mit Lumix.

Bliebe eventuell noch Sony. Oder die Hoffnung, dass das Gerücht über Olympus ein Gerücht bleibt. Olympus ist ein großer Konzern, der gut von Medizintechnik lebt. Ich hoffe gut genug, um es sich leisten zu können, eine defizitäre Kamerasparte am Leben zu erhalten. Und wenn nicht, kann ich mit meiner derzeitigen Ausrüstung ja noch ein paar Jahre fotografieren. Ich brauche nicht jedes Jahr eine neue Kamera. Derzeit habe ich genau das, was ich brauche. Und vielleicht erholt und stabilisiert sich der Kameramarkt ja auch bis dahin.

Luminar 4 ist da!

Posted in Digitale Dunkelkammer

Skylum hat heute wie angekündigt Luminar 4 freigegeben. Ich habe das Programm vor kurzem heruntergeladen und mir angesehen. Hier mein erstes kurzes Fazit.

Skylum hat im Vorfeld vor allem eine neue Funktion mit der sich Himmel tauschen lassen, groß angekündigt. Und tatsächlich ist Sky Replacement so beeindruckend, wie es in den Ankündigungsvideos zu sehen war. Die beiden Abbildungen unten zeigen erst eine meiner HDR-Aufnahmen und danach dasselbe Bild mit ersetztem Himmel. Das Resultat ist mit einem einzigen Klick entstanden. Zwar zeigen sich im Bereich des Horizonts Schwächen, hinter der Baumkrone jedoch ist die Integration des Himmels beeindruckend gut. Schwächen, wie über dem Horizont zu sehen, lassen sich natürlich durch Bearbeitung der Freistellungsmakse beseitigen.

Mit Aurora HDR erstelltes HDR aus fünf Belichtungen.
Von Luminar mit einem Klick eingesetzter Himmel

Interessanterweise hat das bei einem der RAW-Originale des HDR oben nicht so gut geklappt. Die folgenden Bilder zeigen einen unbearbeiteten Abzug des RAW-Originals, darunter das Resultat nach Anwendung von AI Verbesserung und Sky Replacement.

Unbearbeiteter Abzug eines RAW-Bildes
Das Sky Replacement hat am Horizont nicht gut funktioniert

Ich persönlich kann der Idee meine Aufnahmen auf diese Art zu pimpen ja wenig abgewinnen. Allerdings verstehe ich Fotografie nicht als Handwerk, indem nur erlaubt ist, Szenen möglichst naturgetreu abzubilden. Vielmehr sehe ich sie als kreative Ausdrucksform. So wie die Malerei nach neuen Ausdrucksformen suchte, nachdem sie in der Renaissance Perfektion erreicht hatte, und Stile wie Impressionismus, Expressionismus und verschiedene Formen abstrakter Kunst entwickelte, so muss es auch der Fotografie erlaubt sein neue Wege zu erkunden. Sky Replacement in Luminar 4 ist so ein neuer Weg. Diesen zu beschreiten ist ebenso legitim, wie ihm nichts abgewinnen zu können. Am Ende kommt es immer darauf an, was man daraus macht!

Sky Replacement ist aber nicht nur eine Option, um mit wenig Aufwand Aufnahmen kreativ zu verändern und fade Urlaubsbilder per Klick aufzupeppen. Vielmehr steht gerade der Berufsfotograf oft vor dem Problem, dass er ein Firmengebäude an einem bestimmten Tag abzulichten hat, der Himmel sich dabei aber nicht immer von der freundlichen Seite zeigt. In solchen Fällen ist es seit Jahren üblich einen ansprechenderen Himmel einzufügen. Das war bislang aufwändig und nur mit einem Mindestmaß an Expertenwissen in Programmen wie Photoshop möglich. Luminar 4 wird das in Zukunft sowohl leichter als auch schneller machen.

Neben AI Sky Replacement bringt Luminar 4 auch eine intelligente Funktion zur Gesichtsretusche mit.

Nun sind für mich jedoch weder Sky Replacement noch intelligente Gesichtsretusche Killer-Argumente für einen RAW-Konverter. Für mich sind andere Eigenschaften ausschlaggebend, und diesbezüglich wirkt Luminar 4 wenig sexy auf mich. Die Benutzeroberfläche von Luminar 4 ist nun extrem reduziert und aufgeräumt, was das exakte Gegenteil des komplexen Arbeitsbereichs des von mir primär genutzten Capture One Pro ist. Reduziert und aufgeräumt mag gut klingen. Allerdings scheint mir die Arbeitseffizienz darunter zu leiden. Skylum gibt dem Anwendern auch keine Möglichkeit zur Individualisierung der Benutzeroberfläche. Auch das ist ein Gegensatz zu Capture One, in dem der Anwender nahezu vollständige Freiheit hat die Benutzeroberfläche an seine Bedürfnisse anzupassen.

Dass Individualisierung in Luminar kein Thema ist, zeigt sich auch am winzigen Voreinstellungs-Fensterchen. Besonders schade: Luminar ist nahezu schwarz und der Anwender kann daran nichts ändern. Schwarze Interfaces mögen zwar en vogue sein, sind für die Bildbearbeitung aber problematisch. Ein schwarzes Umfeld lässt Farben besonders kräftig und hell wirken. Das ist schön anzusehen. Doch wenn am Bilder in einem schwarzen Umfeld optimiert, darf man sich nicht wundern, wenn sie in weißem Umfeld, wie in einer Broschüre oder einer Website mit weißen Hintergrund, zu matt und dunkel wirken.

Effizient arbeiten bedeutet für mich auch Shortcuts nutzen zu können. Luminar ist diesbezüglich mit Lightroom und DxO PhotoLab in bester Gesellschaft. Alle diese Programme sind armselig mit Tastaturkürzeln ausgestattet und bieten dem Anwender keine Möglichkeit daran etwas zu ändern. Anders Capture One: Kaum eine Funkton für die man nicht eigene Tastaturkürzel definieren kann.

Ich glaube allerdings, dass der Vergleich mit Capture One etwas hinkt. Skylum düfte für Luminar eine ganz andere Zielgruppe vor Augen haben, als Phase One für Capture One Pro. Ich denke das Programm ist für Anwender gedacht, die sich nicht mit jedem komplizierten Detail der Bildentwicklung befassen willen – mit Funktionen, wie Gradationskurven, die sogar schwierig auszusprechen sind. Anwender die ihre Aufnahmen mit wenig Aufwand verbessern und optimieren wollen. Die virtuelle Intelligenz von Luminar leistet diesbezüglich Enormes. Ein Klick und die meisten Bilder mit denen ich es versucht habe, gewinnen enorm. Vergleichbares kenne ich von keiner anderen Software.

Das heißt nicht, dass nicht alle Werkzeuge da wären, die auch Lightroom, DxO PhotoLab und Capture One zu professionellen Programmen machen. Nur möchte Luminar dem Anwender möglichst viel davon abnehmen. Das ist durchaus ein interessanter Ansatz, denn nicht jeder hat so viel Freude an der Bildbearbeitung, dass er Stunden damit verbringen will. Wer nach einem Programm sucht, das ihm möglichst viel manuelle Einstellung abnimmt, und trotzdem alle Türen zu den Funktionen der High-End-Bildentwicklung offen lässt, der sollte unbedingt einen Blick auf Luminar 4 werfen.

Daniel Scott über New Features & Updates in Adobe CC 2020

Posted in Adobe Illustrator, Adobe InDesign, and Adobe Photoshop

Adobe CC 2020 steht seit einigen Tagen zum Download zur Verfügung. Früher habe ich mir nach Upgrades jeweils bei lynda.com angesehen, was es an Neuerungen gibt. Leider kann ich mich mit der Learning-Plattform nicht mehr so recht anfreunden, seit sie von LinkedIn übernommen wurde. Ist aber euch nicht tragisch, denn in den letzten Jahren hat sich in meinen drei Hauptprogrammen – InDesign, Illustrator und Photoshop – ohnehin nicht besonders viel getan, und die paar Peanuts die den Kunden hingeworfen wurde, ließen sich auch über die What’s-New-Seite von Adobe recht schnell verinnerlichen.

Mit Photoshop CC2020 scheint sich Adobe endlich wieder etwas mehr angetan zu haben. Nach meinem ersten Eindruck würde ich meinen, dass es das nennenswerteste Upgrade seit CS6 ist. Ob es daran liegt, dass Adobe mit Affinity Photo ein Hauch von Gegenwind aufkommen sieht, oder ob es eher daran liegt, dass parallel eine Photoshop-Version für das iPad entwickelt wurde, die den Namen Photoshop auch verdient – wer weiß?

Ich war in den letzten Tagen die ich mir erkältungsbedingt im Bett gegönnt habe (zwischen ein paar Kurstagen) etwas auf YouTube unterwegs – ein paar Videos die ich bemerkenswert fand, habe ich vor ein paar Tagen in einem eigenen Artikel geteilt – und bin dabei zufällig auch über Videos des Adobe Certified Instructors Daniel Scott gestolpert, die mir sehr gut gefallen haben, weshalb ich sie hier teilen möchte. Ich finde seine Art sehr sympathisch und er erklärt sehr klar in einem leicht verständlichen Englisch – nicht so schnell, dass man als Nicht-Native-Speaker nicht mitkommt, aber auch nicht so langsam, dass einem beim Zuhören die Socken einschlafen.

Ich werde bei Gelegenheit selbst noch eigenen Videos über die Neuigkeiten in Photoshop und InDesign aufnehmen – als Service für die Leser meiner Bücher, damit sie sehen, was sich in der neuen Version in Vergleich zu jener der letzten Auflage getan hat. Aber vorher muss ich meine Stimme wieder vollständig auf die Reihe kriegen und Aufarbeiten, was in den Tagen in denen ich Blau machte, liegen geblieben ist.

What’s New in Photoshop CC 2020?

What’s New in InDesign CC 2020?

What’s New in Illustrator CC 2020?

Kreative Bildbearbeitung: Topaz Studio 2

Posted in Digitale Dunkelkammer

Anders als die Anwender von Layout- und Vektorprogrammen steht Fotografen und Bildbearbeitern ein enormes Angebot and Programmen zur Bildentwicklung und -bearbeitung zur Auswahl und künstliche Intelligenz führt in diesem Bereich gerade auch zu einem enormen Entwicklungs-Boost. Selbst Photoshop scheint nach Jahren im Dornröschenschlaf wieder erwacht zu sein und glänzt in der Version CC2020 mit neuen Funktionen, die möglicherweise alle kleinen Häppchen die seit CS6 eingeführt wurden zusammen in den Schatten stellen.

Die texanische Software-Schmiede Topaz Labs hat dieser Tage Topaz Studio 2 veröffentlicht. Das Programm ist weder dazu gedacht Bildbestände zu verwalten, noch RAW-Bilder zu entwickeln noch soll es Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop oder Affinity Photo ersetzen. Vielmehr ist es Ziel des Programms den Anwender rasch zu kreativen Resultaten zu bringen die über die Entwicklung eines fotografisch anmutenden Resultats hinaus gehen. Das ist sicher nicht Jedermanns und -fraus Sache. Mir scheint der Ansatz aber doch interessant genug die Neuigkeit mit euch zu teilen, auch wenn ich selbst noch keine Zeit hatte das Programm herunterzuladen und zu testen.

Zeit für Olympus

Posted in Theorie & Technik

In der vergangenen Woche hat mich eine Erkältung eingeholt. Am Montag, nach einem langen Tag mit Unterricht und Meeting war ich dann streichfertig, hatte Fieber, Kopfschmerzen und was sonst noch so zu einer Erkältung gehört. In Zeiten in denen ich es mir einteilen kann nehme ich mir dann gerne die Freiheit mich unter der Bettdecke zu verkriechen, wenn ich mich krank fühle. So habe ich das dann auch am Dienstag gemacht.

Die Männergrippe hat ja gegenüber der echten Grippe den Vorteil, dass man sich nicht sterbenselend fühlt und – zumindest bei mir ist das so – die Zeit mit Lesen und dem Anschauen von Videos verbringen kann. Deshalb genieße ich das kleine bisschen Kranksein auch immer ein wenig, gibt es mir doch die Muße mich einmal mit Dingen zu befassen, für die ich mir sonst nicht so die Zeit gebe.

So habe ich den Tag mit YouTube begonnen und geschaut, was meine Abonnements in letzter Zeit Sehenswertes gepostet habe und mich u. a. darüber informiert, was es in CC 2020 so Neues gibt – wozu ich später auch noch einmal Videos in einem Artikel teilen werde.

Im Laufe des Vormittags bin ich in die Themen Olympus, MFT und Fotografie geschlittert und habe ein paar Videos gesehen, von denen ich finde, dass sie es Wert sind, hier im Blog geteilt zu werden, und dazu meine Gedanken zu posten.

Die Wahrheit ist: Es kommt drauf an!

Im Internet – und so nicht anders auf YouTube – tummeln sich zu allen Themen Menschen die nicht nur eine Meinung haben, sondern ganz wissen was WAHR ist und was falsch. Mir gehen Wahrheitsverkünder und Meinungsextremisten eher gegen den Strich. Die Wahrheit besteht im Detail aus Fakten, aber sie ist im Ganzen mehr als die Summe der Teile und und zu komplex, um sie eindeutig und ohne Wenn und Aber und Ausnahme zu beantworten. Einfache Antworten auf komplexe Fragen sind selten richtig.

Die richtige Antwort auf alle Fragen lautet: Es kommt drauf an!

Wenn jemand behauptet eine bestimmte Kamera oder ein bestimmtes System sei das einzig Wahre, dann sollte man das Zuhören umgehend einstellen – wer sowas behauptet, dürfte der Objektivität nicht zu sehr verpflichtet sein.

Ich muss in der Lage sein zu unterscheiden, zwischen der Frage, »welche Kamera würdest du kaufen?«, und der Frage, »welche Kamera soll ich kaufen?« Die erste Frage muss ich mit, »eine Olympus«, beantworten – ich nutze ja nichts anderes. Auf die zweite Frage hingegen frage ich, »was möchtest du wie fotografieren?« Bei der Wahl der richtigen Kamera kommt es auf das Einsatzgebiet an.

Jedem ist klar, dass man weder mit einer Kettensäge Laubsägearbeiten ausführen kann, noch mit der Laubsäge einen Baum umlegt. In der Fotografie hingegen dominiert genau diese Ansicht: Nur viel und groß ist gut und richtig.

Die meisten von uns fänden es sicher lächerlich sich bei Autos darüber zu beklagen, dass Kompaktwagen weniger Platz bieten, als Vans und Monster-SUVs. In der Fotografie hingegen ist es gang und gäbe zu kritisieren, dass in kompakten Kamerasystemen kleine Sensoren stecken. Nichts gegen Autos mit Platz! Wer regelmäßig viel transportieren muss, kann schwer darauf verzichten (die Absurdität, dass viele große PKW nur selten mehr als 1,3 Mensch transportieren, ist ein anderes Thema). Für die meisten jedoch – inklusive der Umwelt – ist der Kleinwagen die sinnvollere Alternative.

Praktiker und Theoretiker

In den Debatten der digitalen Fotografie dominiert viel zu sehr die Theorie. Erfolgreiche Foto-Blogger und -Vlogger können jedes physikalische Detail beschreiben, und oft begründen sie damit, weshalb größere Sensoren besser sind als kleine. Ich finde die Theorie interessant aber viel interessanter finde ich die Praxis. Deshalb bevorzuge ich Berichte echter Fotografen gegenüber jenen, die sich vor allem mit dem Testen von Ausrüstung und dem Studium von Theorie befassen. Boris Nienke von Happy Shooting hörte ich einmal sagen, »was ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis? In der Theorie gibt es keinen, in der Praxis schon.« Genau so sehe ich das auch!

Alte Hasen

Auffällig ist, dass viele der Fotografen die auf YouTube positiv, oft begeistert, von ihren Erfahrungen mit MFT-Kameras berichten, alte Hasen sind. Nun kann man natürlich einwenden, dass schon klar ist, dass die Tattergreise eine ausgewachsene Vollformatkamera nicht mehr stemmen können. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die alten Hasen etwas haben, was sich durch das Studium von Theorie nicht ersetzen lässt: Jahrzehnte Erfahrung. Und nahezu alle haben den Großteil dieser Jahrzehnte mit Voll- oder noch größeren Formaten fotografiert.

Die Videos

Das erste Video das ich teilen möchte, stammt vom australischen Fotografen Terry Lane. Ich finde es nicht zuletzt deshalb sehenswert, weil im Laufe des Videos dutzende Aufnahmen zu sehen sind, die mit dutzenden verschiedenen Kameras über nahezu zwei Jahrzehnte hinweg entstanden. Es zeigt, wie irrelevant die Kamera für gute Fotos ist, auch wenn natürlich unter der Lupe Unterschiede zwischen Kompaktkameras von 2005 und Vollformat von 2018 zu sehen wären.

Ebenfalls sehenswert von Terry Lane ist ein Video indem er über Micro FourThirds und Rauschen spricht. Gerade das letzte Drittel ist jedem zu empfehlen der mit digitaler Fotografie aufgewachsen ist, denn Lane liefert einen kurzen historischen Abriss der Entwicklung der Empfindlichkeit bei Film.

Passend zum Thema Rauschen empfehle ich als nächstes ein Video von Steve O’Nions, in dem er sich mit Auflösung befasst und dem Vorurteil widerspricht, man könne mit MFT keine großen Prints drucken (dazu habe ich Anfang des Jahres schon einmal einen Artikel mit einem Video geteilt).

Fehlt noch das dritte Argument, das oft gegen MFT vorgebracht wird: Bokeh. In dem folgenden von Denae and Andrew geteilten Video geht es nicht um MFT, sondern um die Frage, ob das viele Geld, das Fotografen gerne in lichtstarke Primes investieren, zu Ergebnissen führt, die vom Betrachter positiver bewertet werden. Die Antwort hat auch mich überrascht: Nein.

Der Sprecher – ich nehme an es handelt sich um Andrew – begründet am Ende ausführlich, weshalb Bokeh allein nicht automatisch zu guten Aufnahmen führt. Fotografie besteht aus deutlich mehr Aspekten. Uns Fotografen mögen seidenweiche Bokehs begeistern, aber für das Auge des durchschnittlichen Betrachters scheint die Detailschärfe des Subjekts von deutlich größerer Bedeutung. Darüber hinaus spielen Bildkomposition, Linienführung, Bildausschnitt, Beleuchtung und Anderes oft eine viel größere Rolle, als die Unschärfe des Hintergrunds.

Natürlich gibt es Motive die von Freistellung profitieren. Doch man macht es sich zu leicht, wenn man sie als Patentrezept für jede Szene einsetzt. Mit Vollformat und einem lichtstarken Tele auf ein Motiv halten, abdrücken und ein Resultat mit seidenweichen Bokeh erzielen kann jeder. Das Subjekt mit dem Hintergrund in eine Beziehung zu setzen und sauber zu komponieren stellt hingegen eine ganz andere Herausforderung dar. Gelingt das bei einem Foto, zeigt es nicht nur ein Subjekt, sondern erzählt eine Geschichte.

Hinzu kommt, dass Smartphones Bokeh mittlerweile exzellent simulieren. Die Zeiten, in denen man sich allein durch den Einsatz teurer Linsen vom Fußvolk abheben konnte, sind vorbei. Der Fotograf wird sich in Zukunft noch mehr anstrengen müssen, um aus der Masse herauszustechen.

Das mobile System

Auffallend ist auch, dass das Gros der Leute die über Micro FourThirds berichten, Fotografen sind, für die Mobilität eine große Rolle spielt. Auffallend, aber nicht überraschend. Mobilität ist der Kern von MFT. Ich kann mich an kein Video eines Studiofotografen erinnern, der erklärt auf MFT umgestiegen zu sein. Mir selbst wäre der Gedanke bis heute nicht gekommen. Wieso sollte ich auf die Vorzüge des Vollformats zugunsten eines kompakten Systems verzichten, wenn Mobilität für mich keine Rolle spielt? Vollformat hat größere Qualitätsreserven als Crop-Sensoren. Aber die Frage, die ich mir als Fotograf stelle, lautet doch nicht, welche Kamera bietet mir die größtmögliche Qualitätsreserve, sondern welches System meine Anforderung am besten erfüllt. Es ist eben wie beim Auto: Geräumige Transporter sind sinnvoll, wenn man den Platz regelmäßig für Transporte nutzt. Ansonsten sind sie nur teurer im Unterhalt und erschweren in der Stadt die Parkplatzsuche.

Ich habe mir meine erste Olympus als kompakte Zweitkamera gekauft. Mit der Zeit habe ich dann entdeckt, dass das System nicht nur für unterwegs gut ist, sondern, dass es ebenso meinen Bedarf im Studio deckt. Also habe ich meine Nikon-Ausrüstung verkauft um nur ein System unterhalten zu müssen. Olympus ist nicht besser als Nikon. Es erfüllt nur meine Anforderungen besser.

Der Olympus Ambassador Steve Gosling arbeitet mit zwei Kamerasystemen: Phase One Mittelformatkamera und Olympus MFT. Er hat also Erfahrung mit Sensoren die noch einmal deutlich größer sind, als Vollformat. Im folgenden Video erklärt er, weshalb ihn auf Fototour mit der Phase One immer auch eine OM-D begleitet. Bemerkenswert ist das Video nicht zuletzt auch wegen der tollen Bilder die von ihm gezeigt werden. Zu seinem Ansatz der Bildgestaltung sagt er, dass Linien für ihn oft eine größere Rolle spielen, als das Subjekt.

Im nächsten Video erklärt der Vogelfotograf Tim Boyer weshalb er seine Canon-Ausrüstung verkauft und durch Olympus ersetzt hat.

In diesem Video geht derselbe Fotograf noch etwas tiefer auf die Vorteile die er in der OM-D für sich sieht ein und zeigt auch einige Aufnahmen, auch im Vergleich zu seiner Canon-Ausrüstung.

Jari Peltomäki ist ebenfalls ein Naturfotograf, der sich für Olympus entschieden hat. In diesem Video erklärt er für Olympus, was ihn zum Wechsel bewegte.

Im folgenden Video plaudert der Travel-Fotograf Chris Eyre-Walker mit Jari Peltomäki über das Fotografieren mit Olympus und Fotografie ganz allgemein. Das Gespräch ist nicht zuletzt wegen der beeindruckenden Fotos die zwischendurch von Peltomäki gezeigt werden sehenswert.

Im letzten Video, das ich in diesem Artikel teilen möchte, gibt Robin Wong sieben Tipps, wie man den maximalen Kontrastumfang aus den kleinen MFT-Sensoren herausholen kann. An MFT wird ja auch immer wieder einmal kritisiert, dass ihr Dynamikumfang überschaubar sei, dabei befinden sich durchaus auch Vollformat-Modelle auf dem Markt, die es nicht besser können. Oder anders gesagt: Die aktuell besten Modelle liegen irgendwo über 14 Lichtwerten. Olympus’ Kameras schaffen knapp 13. Das ist keine Welt.

Mein eigener – derzeit ruhender – YouTube-Kanal findet sich hier. Dort findet sich auch eine Liste mit Videos zu Micro FourThirds.

Adobe InDesign Workshops-Buch: Sehr empfehlenswert!

Posted in Rezension

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Amazon-Rezension von Anna

★★★★★ 5 von 5 Sternen

Vielen Dank! Rezensionen helfen mir, von meinen Büchern leben zu können und sichern, dass es auch in Zukunft aktualisierte und überarbeitete Neuauflagen geben kann.

Das kurze Leben der Dinge

Posted in Erfahrungsberichte

Einige Jahre gab es im Ort in dem ich wohne eine kleine Schneiderei. Beschädigte Kleidung die wir selbst nicht hätte flicken können und hätten entsorgen müssen, konnte der Schneider tadellos richten und gekostet hat das nie viel. Schade, dass er in Ruhestand gegangen ist.

Ein paar Hundert Meter von meiner Wohnung entfernt gibt es einen Kaffeemaschinen-Service, der Kaffeemaschinen repariert. Diesem verdankt unsere aktuelle Kaffeemaschine nun schon ein jahrelanges Leben. Ein Problem hier in Schwarzach ist das harte Wasser, das jede Maschine schnell verkalken lässt. Meine Erfahrung mit dem Service des Diskounters: Ware wird eingeschickt, der Hersteller meint, dass das Produkt nicht mehr reparierbar ist, oder macht einen Kostenvoranschlag, für den sich auch ein neues Gerät ausgeht, und diese Nachricht kostet dann auch noch etwas zwischen 40 und 80 Euro.

Ich halte zwar die Erzählungen über geplante Obsoleszenz eher für einen Mythos bzw. für eine Verschwörungstheorie, zumindest, wenn sie soweit gehen, dass Geräte so konstruiert werden, dass sie ein paar Tage nach Ablauf der Garantie ihren Geist aufgeben. Ich habe zwei Gründe für diese Theorie: 1. deckt sie sich nicht mit meiner Erfahrung; und 2. frage ich mich, wer so blöd wäre, wenn er bei einem Produkt das erlebt, gleich wieder zur selben Marke zu greifen – die Hersteller würden sich damit ins eigene Fleisch schneiden.

Keine Zweifel habe ich allerdings daran, dass sich die Hersteller nicht immer für die langlebigsten Komponenten entscheiden. Ein Kunde mit einem Produkt das lebenslang hält, ist zumindest für diesen Produktbereich ein verlorener Kunde. Von daher sehe ich natürlich schon einen Kern Wahrheit in den Theorien über geplante Obsoleszenz.

Spinnen werden nicht alt

Geplanter Obsoleszenz nahe kommt der Umgang mancher Elektronikhersteller mit ihrer Hardware. So habe ich unlängst zum zweiten Mal einen an sich noch funktionsfähigen Datacolor Spyder entsorgt, weil er nicht mehr mit dem neuen Betriebssystem kompatibel ist. Nun, die Datacolor Mutter X-Rite muss sich ja nicht großartig Sorgen machen, dass der Anwender zu einem Mitbewerber wechselt, schließlich gehört einem der Markt ja praktisch alleine.

Nie wieder Samsung!

Der Datacolor-Spinne muss man zumindest eingestehen, dass sie sieben Jahre alt geworden ist. Das entschuldigt war nicht, dass Datacolor den Treiber nicht auf 64 Bit kompiliert, aber es ist ein biblisches Alter, im Vergleich zu meinem Samsung-Drucker. Den habe ich vor etwa zwei Jahren gekauft, war bis gestern auch zufrieden mit ihm, bis ich entdeckte, dass sein Treiber auch nicht mehr mit macOS 10.15 kompatibel ist.

Aktualisierte Treiber sind Fehlanzeige. Samsung hat, wenn ich das richtig verstanden habe, die Betreuung seiner Druckersparte an HP übergeben, und bei HP scheint es wenig Interesse zu geben die Produkte zu pflegen. Wieso auch? Die Geräte wurden ja einst von einem anderen Konzern verkauft. Naja, zumindest weiß ich, dass ich um HP besser auch einen Bogen mache.

Der Farblaserdrucker ist aber nicht das einzige Samsung-Gerät das mir Sorgen bereitet. Mein drei Jahre alter Samsung-Fernsteher schaltet sich seit ein paar Tagen immer wieder spontan ab. Da diese beiden Produkte die einzigen sind, die ich bislang von Samsung habe, wird es wohl keine weiteren mehr vom Koreaner geben. 100% schlechte Erfahrung ist keine gute Basis für lange Freundschaft.

Nächstes Mal doch lieber Epson

Doch auch mit anderen Druckern habe ich so meine Erfahrung gemacht. So musste ich einen funktionierenden Dell SW-Drucker verschenken, weil ebenfalls kein Treiber mehr für ein neues macOS veröffentlicht wurde. Ein Farblaserdrucker von Konica Minolta gab nach zwei Jahren den Geist auf. Zwar fand ich eine Werkstatt die ihn für etwa 200 Euro repariert hat – kaum weniger als das neue Gerät, aber besser als damit Müll zu produzieren –, kurze Zeit später war er jedoch schon wieder kaputt.

Für den nächsten Farblaserdrucker hat mir mittlerweile Epson die besten Karten. Meinen ersten Epson A3-Überformat-Fotodrucker kaufte ich etwa 2000. Der dürfte etwa 10 Jahre gehalten haben – ich sollte hier vielleicht anmerken, dass ich kein Vieldrucker bin. Neben mir steht mein zweiter Epson Stylus der auch schon auf seinen 10. zugehen dürfte und nach wie vor tadellos druckt.

Sorgen mit Olympus

Über Ärger mit Panasonic habe ich ja schon mehrfach berichtet, zuletzt hier. Für den Kommentar, dass ihr als staub- und spritzwasserfest beworbenes 100–400mm Telezoom nur gegen Spritzwasser, nicht aber gegen Staub abgedichtet ist, hat Panasonic 80 Euro in Rechnung gestellt. Ich habe dem Händler gesagt, dass ich die Angelegenheit an den Konsumentenschutz übergebe, wenn der Betrag tatsächlich eingefordert wird.

Doch auch mit Olympus läuft es derzeit nicht ganz sorglos. Letztes Jahr habe ich darüber berichtet, dass Feuchtigkeit in eine E-M1 II eingedrungen ist. Sowohl Händler, als auch Olympus selbst, haben mir mitgeteilt, dass nur ganz wenige der als Spritzwasserfest verkauften Kameras mit absoluter Zuverlässigkeit sintflutartige Regenfälle überstehen. Lediglich bei einer Pentax würde er sich trauen, sie unter fließendem Wasser zu reinigen, und das habe er auch schon gemacht. Auch die Canon 1D soll das aushalten, doch auch als widerstandsfähig verkaufte Nikon-Profimodelle habe er – so der Händler – bei extremem Regen bereits geschrottet. Wie auch immer, mich hat die Reparatur damals nichts gekostet, weil der Händler die Kosten auf sich genommen hat – ein guter Fachhändler ist sein Geld wert!

Grundsätzlich bin ich mit der Qualität und dem Service bei Olympus zufrieden. Kameras sind Gebrauchsprodukte, Verschleiß ist bei häufigem Gebrauch logisch. Auch meine Nikon-Profi-DSLRs wandert allen ein bis zwei Jahre zum Service zur Reinigung und Erneuerung abgenutzter Teile. Bin ich im Sommer unterwegs, mischen sich bei mir Sonnencreme mit relativ stark schwitzenden Händen. Eine toxische Mischung für jedes Material. Um regelmäßigen Service kommt man da nicht herum. Sowohl Nikon als auch Olympus haben den immer tadellos ausgeführt, Olympus ist dabei ein Stück preiswerter als Nikon.

Enttäuschend war aber diesmal der Kommentar des Olympus Service zu meinem MC-14 Telekonverter. Im Frühjahr dieses Jahres ist beim Wechseln des Konverters eine Schraube aus ihm heraus gefallen. Glücklicherweise fand ich sie trotz dem, dass sie in Kies gelandet ist, rasch wieder. Zuhause habe ich sie und alle anderen Schrauben dann ordentlich angezogen. Danach ließ sich der Konverter aber nicht mehr an der Kamera befestigen. Kamera- und Objektivbajonett lassen sich nur verbinden, wenn die Schrauben etwas locker sind. Nach diesem Video und den Kommentaren darunter bin ich wohl nicht der Einzige, der das Problem hat.

Mittlerweile haben sich die Probleme mit dem Konverter verdichtet und so sandte ich es an Olympus. Kommentar: Der Konverter kann nicht mehr repariert werden, er ist zu alt. Auf den Markt gekommen dürfte der Konverter 2014 oder 15 sein. Meiner stammt von 2017. Und das ist zu alt zum Reparieren? Ich habe meinen Händler um eine Stellungnahme von Olympus gebeten, und bin gespannt, was sich tut.

Leider ist das noch nicht alles. Seit dem Frühjahr besitze ich auch den MC-20 Konverter. Vergangene Woche verweigerte dieser komplett die Zusammenarbeit mit einem nagelneuen M.Zuiko 300mm ƒ4. Interessanterweise funktioniert er mit meinem, etwa zwei Jahre alten 300er, nicht jedoch mit dem neuen. Auch diesbezüglich bin ich gespannt auf die Rückmeldung von Olympus. Und natürlich werde ich darüber berichten.

Wie gesagt: Fotoausrüstung ist Gebrauchsmaterial. Werkzeuge nützen sich durch Gebrauch ab. Dass aber funktionsfähige Hardware ausgemustert werden muss, weil der Hersteller die Treiber nicht mehr aktualisiert, ist inakzeptabel. Weder im Sinne des Kundenservice, noch der Nachhaltigkeit. Abdichtung versprechen, aber keine Verantwortung übernehmen, wenn das Versprechen nicht eingehalten wird, ist Betrug am Kunden. Bajonette, die sich nur verbinden lassen, wenn die Schrauben lose sind, wodurch sie mit der Zeit herausfallen ist ein Qualitätsmanko. Fehler macht jeder. Aber man sollte dafür geradestehen und nicht den Kunden zur Kasse bitten.