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Valiseraalpe

Posted in Bilder

Wer es gerne ruhig mag, dem darf eine Wanderung zur Valiseraalpe empfohlen werden. Als wir zunächst in Gargellen an der Talstation der Schafbergbahn eintrafen, traf uns nahezu der Schlag, ob der Massen die sich hier tummelten. Zum Glück für uns fuhren die meisten Wanderer mit der Bahn zum Schafberg hoch. Auf der Wanderung zur Valiseraalpe trafen wir dann nur mehr auf ein einziges Pärchen.

Die Wanderung habe ich auf meinem Bergfex-Account freigegeben. Die lange Dauer von knapp 5 Stunden rührt daher, dass wir sehr gemütlich wandern und immer wieder stehen bleiben, um Fotos zu machen. Außerdem beinhaltet der Zeitraum eine Rast auf der Alpe von etwa einer halben Stunde.

Der überwiegende Teil der Strecke befindet sich im Wald, weshalb sie auch bei heißem Wetter gegangen werden kann. Man kann den Weg nicht unbedingt als Panoramastrecke bezeichnen, allerdings hat man immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung. Highlight ist aber vor allem die Alpe selbst. Vor der Hütte befindet sich ein kleiner Teich, indem wir zu unserer Überraschung Karpfen schwimmen sahen. Ein Tisch mit zwei Bänken lädt zur gemütlichen Rast ein.

Die Fotos sind allesamt HDR-Aufnahmen aus fünf Belichtungen, die mit Aurora HDR vereint wurden. Die Korrekturen mit DxO ViewPoint sind notwendig, da die Resultate von Aurora HDR weder eine Korrektur der Verzeichnung noch der Vignettierung enthalten. Außerdem korrigiere ich in ViewPoint auch oft die Perspektive.

Alphütte und Gipfel über Gargellen
Ausblick unterwegs | Olympus OM-D E-M1X | M.zuiko 12-100mm ƒ4.0 | 66mm (132mm KB) | ƒ8 | 1/640 | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Fischteich auf der Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 12mm (24mm KB) | ƒ8 | 1/640s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 9mm (18mm KB) | ƒ8 | 1/640s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 10mm (20mm KB) | ƒ8 | 1/400s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Bildstock auf der Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 9mm (18mm KB) | ƒ8 | 1/500s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Bildstock auf der Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 18mm (36mm KB) | ƒ8 | 1/400s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1X | M.Zuiko 9-18mm ƒ4.0-5.6 | 18mm (36mm KB) | ƒ8 | 1/100s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint
Valiseraalpe
Valiseraalpe | Olympus OM-D E-M1 MarkII | M.Zuiko 40-150mm ƒ2.8 + MC-20 | 80mm (160mm KB) | ƒ8 | 1/125s | ISO200 | Belichtungsreihe aus 5 Belichtungen, vereint mit Aurora HDR, korrigiert mit DxO ViewPoint

15 Comments

  1. HDR Bilder führen fast immer zu kontroversen Diskussionen. In manchen Situationen sicher „die“ Lösung, bei anderen wirken die Bilder „künstlich“.

    Vielen Dank für Deine Ausfürhungen.

    LG Bernhard

    22. September 2019
    |Reply
    • Ein Foto ist immer künstlich. Es gibt weder in der Natur noch in unserer Wahrnehmung ein Äquivalent für fotografische Unter- und Überbelichtung. Aufnahmen die das korrigieren – egal ob Lichter/Schattenkorrigierte RAWs oder HDRs auf Basis von Belichtungsreihen – sind nur eine andere Form der Künstlichkeit wie 8-Bit-Aufnahmen die alles über 8LW Kontrastumfang beschneiden.

      Dass wir Bilder die auf Basis der gerade aktuellen Fototechnik als realistisch empfinden liegt nur daran, dass wir gewohnt sind, dass Fotos eben so aussehen wie sie aussehen. Doch das Aussehen hat sich geändert in den letzten Jahrzehnten. Analoge Fotos aus den 80ern vermitteln einen ganz anderen Look als aktuelle Digitalaufnahmen. Heute wirken sie retro. Damals jedoch empfanden wir sie als realistisch.

      Als ich von analoger auf digitale Fotografie umstieg, fiel mir sofort auf, dass die Bilder irgendwie anders aussehen, als analoge Aufnahmen. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich sie realistischer oder künstlicher finden sollte. Heute weiß ich, dass keines von beidem zutrifft. Beides sind nur Interpretationen der Realität und unterscheidet sich sowohl von dem, wie wir eine Szene wahrnehmen, als auch von dem wie die Szenen tatsächlich sind.

      22. September 2019
      |Reply
  2. Rolf

    Hallo Markus,

    wenn ich Dich richtig verstanden habe, haben die Motive auf Deinen Bildern einen Dynamikumfang > 13 LW (OMD E-M1 II), so dass eine RAW alleine nicht den gesamten Tonwertumfang abdecken kann? Das überrascht mich ehrlich gesagt. Ich bin viel in den Bergen unterwegs, bin gerade erst aus dem Urlaub zurück mit ca. 300 Bildern (nach Selektion) – davon aber nur 4 HDR-Aufnahmen in den klassischen Situationen: Innenaufnahme Kirche mit extremen Hellichkeitsunterschieden, Kreuzgang mit Himmel im Hintergrund usw. Bei reinen Landschaftsaufnahmen der Art Deiner Bilder bin ich fast immer mit einer RAW-Aufnahme klar gekommen (mit Kontrolle übers Histogramm im Sucher). Ich mache in den meisten Fällen eine Basisentwicklung in C1P (Weißabgleich, Belichtung, Tonwertkorrektur, Spitzlichter & Schatten, Klarheit & Struktur) und übergebe – falls das Bild einen flauen Eindruck macht – an AP in die Tone Mapping Persona. Ich meine, damit den gleichen Bildeindruck zu erzielen.
    Oder habe ich da was übersehen?

    22. September 2019
    |Reply
    • Der gleiche Eindruck ist es nicht aber vergleichbar, sofern der Motivkontrast nicht größer ist als 13LW. Ob ich den Kontrastumfang mittels Lichter/Schattenkorrektur (in C1 heißt es sogar HDR) oder mittels Belichtungsreihe und HDR-Funktion vereine ist generell zweitrangig. Allerdings decke ich mit RAW und einer Belichtungsreihe von fünf Aufnahmen mit einem Unterschied von jeweils einem Lichtwert 13LW +4LW ab. Einzelbelichtungen in C1 vorzubereiten und dann mit Tonemapping Persona in AP weiter zu bearbeiten habe ich auch schon getestet, mir gefallen aber die Resultate die ich mit Belichtungsreihen und Aurora HDR erziele besser. Die Unterschiede mögen zwar in vielen Fällen überschaubar sein, allerdings komme ich mit meiner Methode deutlich schneller zu Resultaten und die Einstelloptionen sind deutlich ausgefeilter als in AP.

      DxO PhotoLab erzeugt sogar direkt einen recht ähnlichen Eindruck ohne Umweg vom RAW-Konverter über ein Bildbearbeitungsprogramm. Allerdings spricht mich der Look den ich mit Belichtungsreihe und Aurora HDR mehr an als alle anderen Wege die ich getestet habe.

      22. September 2019
      |Reply
      • Rolf

        Kleine Ergänzung, vIelleicht habe ich mich nicht ganz eindeutig ausgedrückt: Ich verwende Tonemapping in AP nicht nur bei HDR-Kombinationen, sondern auch am Einzelbild. Mit z. T. verblüffendem Ergebnis. Über „Bearbeiten mit…“ auch mit durchgehendem Workflow in C1P.
        Ja, natürlich- HDR mit 5 Bildern liefert (noch) mehr Dynamikumfang. Mich persönlich begeistert aber schon allein der Wert von 13LW bei meiner E-M1 MII, im Vergleich zu der digitalen „Pionierzeit“ Mitte der 2000ender Jahre (in der HDR m. E. deshalb eine noch größere Bedeutung hatte). Ganz zu schweigen von analogen Dias, die kaum Belichtungsfehler verziehen. Womit ich mich als nicht mehr ganz jung entlarvt habe;-)
        Danke übrigens für Deinen immer wieder interessanten Blog, ich habe mir bei Dir schon oft Anregungen geholt. Dass ab und zu mal Sendepause ist, kann ich nachvollziehen und stört mich nicht.

        22. September 2019
      • Danke für die lobenden Worte!
        Ich hatte dich schon richtig verstanden. Ich habe mit AP bereits mit HDR-Belichtungsreihen und eben auch mit Tonemapping Persona für TIFFs/JPEGs aus Einzelbelichtungen experimentiert. Bei einigen Bildern gibt es tolle Ergebnisse die sich von dem was ich mit Aurora erziele kaum unterscheiden. Allerdings sind ein paar Regler in dieser Persona nahezu wirkungslos, wie beispielsweise die Schattenkorrektur. Da habe ich in Aurora um ein Vielfaches mehr und Teils auch bessere Tools zum Finetuning.

        22. September 2019
  3. Anonymous

    Hallo Markus,

    mir gefällt der HDR-Look deiner Bilder, insbesondere weil dieser nicht übertrieben ist. Zu ViewPoint würde mich interessieren, ob du die Einzelaufnahmen vor oder das fertige Bild nach der Bearbeitung mit Aurora gemacht hast?

    Viele Grüße
    Manfred

    21. September 2019
    |Reply
    • Danke. Ganz glücklich bin ich noch nicht mit allen Resultaten, aber es wird so langsam.

      21. September 2019
      |Reply
    • Hallo Manfred,
      an Aurora HDR übergebe ich RAW-Dateien. Die Korrektur in DxO ViewPoint muss deshalb anschließend auf die TIFF-Datei (oder das JPEG) ausgeführt werden.

      21. September 2019
      |Reply
      • Manfred

        Hallo Markus, danke für die Erklärung, ich habe in den letzten Tagen auch einige Belichtungsreihen aus 5 Aufnahmen gemacht und bin schon gespannt, was sich mit Aurora HDR daraus machen lässt.

        21. September 2019
      • Manfred

        Hallo Markus, ich habe in den letzten Tagen auch einige Belichtungsreihen mit 5 Aufnahmen gemacht und bin schon gespannt, was sich mit Aurora HDR daraus machen lässt.

        21. September 2019
  4. Reinhard Koch

    Die Bilder finde ich zu perfekt. Fotografie draußen bei Sonne sieht so nicht aus.

    21. September 2019
    |Reply
    • Natürlich sieht Fotografie bei Sonne so nicht aus, denn der Motivkontrast kann dabei bis zu 20LW (1:1 Million) betragen. Unsere Wahrnehmung schafft davon nur etwa 14LW (1:10.000), ein JPEG und ein Monitor gerade einmal 8LW (1:1000). Deshalb erhalten wir bei einem Motivkontrast von mehr als 1:1000 Unter- und Überbelichtung.
      Beides – Unter- wie Überbelichtung – gibt es in unserer Wahrnehmung nicht. Das Äquivalent zu Überbelichtung – strukturloses Weiß – in der Wahrnehmung wäre Blendung. Diese ist jedoch nicht im geringsten mit fotografischer Überbelichtung vergleichbar.
      Auch wenn wir in RAW fotografieren müssen wir die 10LW bis 14LW des Sensors komprimieren um sie im Rahmen des 1:1000 Kontrasts des Monitors sichtbar zu machen. Das Ergebnis ist dann ebenso ein HDR-artiger Eindruck. Es geht aber nicht anders, wollen wir die in unserer Wahrnehmung nicht existente Unter- und Überbelichtung korrigieren.
      Die Gegenlichtaufnahme mit dem Kreuz beispielsweise zeigt bei 8 Bit und mittlerer Belichtung einen ausgefressenen, überwiegend zeichnungsfreien weißen Himmel. Andere Bereich wiederum, z.B. in den Schatten der Bäume, fallen unterbelichtet schwarz aus. Tatsächlich jedoch war der Himmel für die menschliche Wahrnehmung blau wahrzunehmen, so wie es im HDR-Bild zu sehen ist. Natürlich ist das HDR trotzdem auch nur eine Interpretation der Realität im Rahmen der technischen und physikalischen Möglichkeiten der digitalen Fotografie, nicht anders als eine normale 8-Bit-Aufnahme der Szene. Dasselbe trifft allerdings auch auf unsere Wahrnehmung zu. Auf jeden Fall will ich behaupten, dass das HDR bei so einer Szene meiner Wahrnehmung näher kommt, als es eine reguläre 8-Bit-Einzelbelichtung tun kann. Schließlich konnte ich vor Ort das Blau des Himmels und die Struktur der Wolken ebenso erkennen (in einer Standardbelichtung zeichnungsloses Weiß), wie die Details im Schatten der Bäume (in der Standardbelichtung strukturloses Schwarz), was eben bei einer regulären Aufnahme nicht der Fall ist.
      Mir geht es in der Fotografie heute darum Aufnahmen zu erstellen die Szenen so gut als möglich so zeigen, wie ich sie erlebt habe, und nicht so, wie es den technisch-physikalischen Beschränkungen einer 8-Bit-Einzelbelichtung entspricht.
      Bin ich mit den Resultaten vollauf zufrieden? Nein. Auch mit dieser Technik bekomme ich oft noch ausgefressene Überbelichtung und rein schwarze Unterbelichtung. Aber es entwickelt sich und ich kann in den Aufnahmen Details und Strukturen sichtbar machen, die vor Ort problemlos zu sehen waren, und nicht von Unter- und Überbelichtung verschluckt sind.

      21. September 2019
      |Reply
      • R. Koch7ZG9

        Ich denke das sind die typischen persönlichen Empfindungen. Wenn ich draußen bin dunkelt meine Brille automatisch ab. Wenn ich drinnen bin wird sie hell. Und schon sehe ich die Bilder nicht mehr so kontrastreich. Inzwischen schaue ich Bilder am liebsten auf dem neuen iPAD an. Das bietet eine hervorragende Schattendurchzeichnung und wieder ist alles ganz anders. Auch auf auf meinem (kalibrierten) 4 k-Monitor sehen die Bilder anders aus. Es ist ein Teufelskreis. Ich denke da muss jeder seinen Weg finden. Diskussionen werden aber immer bleiben – das ist ja auch das Schöne an unserem Hobby.

        21. September 2019
      • Dass ein Foto eine Szene nicht so zeigt, wie wir sie wahrnehmen, ist keine persönliche Empfindung. Das beginnt schon damit, dass Wahrnehmung ein dynamischer Prozess ist, bei dem das Gehirn Vieles konstruiert, korrigiert und ausgleicht, während ein Foto eine statische Belichtung in der Dauer der Belichtungszeit ist. Weder ein iPad noch irgendein anderer Monitor ändert etwas daran, dass in unter- und überbelichteten Bereichen keine Zeichnung mehr vorhanden ist. Die Auflösung (4K, 5K oder was auch immer) hat dabei mit dem Kontrastumfang wenig zu tun.
        Richtig ist natürlich, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er/sie lieber im Rahmen der technischen Möglichkeiten eines 8-Bit-JPEGs fotografiert, oder durch RAW und/oder HDR und der digitalen Dunkelkammer den Kontrastumfang seiner Aufnahmen erweitern möchte. Das ist wertneutral – das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere. Auch Schwarzweißfotografie gibt die Welt nicht so wieder, wie wir sie wahrnehmen, hat aber dennoch – vielleicht auch gerade deshalb – seine absolute Daseinsberechtigung.

        21. September 2019

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