Rotmilan – Ritter der Lüfte

Wer im Vorarlberger Rheintal und dem Rheindelta unterwegs ist und die Augen nicht nur auf das Display des Smartphones heftet, sieht den Rotmilan regelmäßig. Fast könnte man daraus schließen, dass es dem edlen Greifvogel ausgesprochen gut bei uns geht. Doch der Schein trügt. Zwar sind es heute mehr Tiere als vor einigen Jahren, doch laut den Meldungen die ich recherchieren konnte, handelt es sich lediglich um ein gutes Dutzend Brutpaare in ganz Vorarlberg. Da der Vogel ein sehr großes Territorium beansprucht und er meist hoch, doch gut sichtbar kreist, macht es den Eindruck, es handle sich um einen größeren Bestand.

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Dass es dann auch noch Idioten gibt, die auf die geschützten Vögel schießen – 2017 geschehen – ist umso bedauerlicher und unverständlicher. Zumindest eine Spezies schient sich zu vermehren wie die Karnickel: Der Idiot.

Als dieses Exemplar knapp über den Tannenwipfeln auftauchte, war ich auf das Fotografieren von Kindern eingestellt und hatte nicht wie sonst, wenn ich auf Vogeljagd gehe, mein 300er an der Kamera, sondern lediglich ein halb so langes Zoom. Glücklicherweise flog er tief genug über uns hinweg, so dass mir ein paar schöne Aufnahmen gelangen. Auch die Einstellungen der Kamera passten gerade recht gut – wenn plötzlich ein Vogel über einen hinweggleitet, ist an Einstellungen meist kaum mehr zu denken.

Aufnahmedaten

  • Kamera: Olympus OM-D E-M1 II
  • Objektiv: M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8 Pro
  • Brennweite: 150mm (300mm KB)
  • Belichtung: ƒ3.2 | 1/2000s | ISO200

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