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Monat: Juni 2016

Sony a7RII vs. Olympus Pen-F

Posted in Fotografie

So sehr ich mein MFT-System liebe, bin ich natürlich trotzdem neugierig wie sich meine Ausrüstung im Vergleich zu den Mitbewerbern schlägt. Deshalb habe ich beispielsweise letztes Jahr meine OM-D E-M1 gegen eine Nikon D810 antreten lassen und ein paar absurde Tests ausgeführt. Für meinen heutigen Test habe ich mir eine Sony a7RII besorgt und gegen meine Pen-F in Stellung gebracht.

Anders als die E-M1 löst die Pen-F mit 20MP auf und erlaubt durch Sensor-Shifting Auflösungen von 50MP bzw. 80MP. Zwar ist Sensor-Shifting bislang nur mit Stativ und bewegungslosen Motiven einsetzbar aber die Qualität von Linsen kann man damit dennoch recht gut prüfen, weshalb ich vor Kurzem alle meine Linsen einer Test unterzog.

An der a7RII kam das FE 50mm ƒ1.8 zum Einsatz, bei der Pen-F das 12–40mm ƒ2.8. Damit habe ich mit Stativ und Selbstauslöser meinen üblichen Text-Chart mit verschiedenen Blendeneinstellungen abfotografiert.

chart

Die obere der drei Aufnahmen zeigt jeweils das Ergebnis der Sony (JPEG-Aufnahme), in der Mitte Pen-F bei 50MP (JPEG-Aufnahme) und unten Pen-F bei 80MP (RAW-Aufnahme).

Sony-a7rII_1-8
Blende ƒ1.8: Da es bei Olympus’ 12–40mm erst bei ƒ2.8 losgeht keine Vergleichsbilder der Pen-F. Der Vollständigkeit halber möchte ich das Resultat der Sony trotzdem zeigen. Überrascht hat mich, dass das doch ziemlich preiswerte Sony 50er bereits bei Offenblende kaum etwas zu wünschen übrig lässt.
Sony-a7rII_2-8
Olympus-PenF_50MP_2-8
Olympus-PenF_80MP_2-8
Blende ƒ2.8: Die Pen-F holt mit dem 12–40mm ƒ2.8 sichtbar mehr aus der Aufnahme heraus. Ob der Unterschied in der Praxis relevant wäre scheint mir aber fraglich. Sehr wahrscheinlich hätte eines von Sonys Top-Objektiven mehr als das preiswerte 50mm ƒ1.8 aus der Aufnahme herausgeholt, aber ich musste hier mit dem arbeiten was ich zur Verfügung gestellt bekommen habe.
Sony-a7rII_4-0
Olympus-PenF_50MP_4-0
Olympus-PenF_80MP_4-0
Blende ƒ4.0: Kaum ein Unterschied zu den Aufnahmen mit ƒ2.8. Beide Objektive scheinen bereits bei offener Blende eine sehr gute Schärfe zu erreichen. Der Unterschied der Helligkeit und des Weißabgleichs rührt daher, dass ich mit Tageslicht aufgenommen habe und ziehende Wolken für wechselnde Lichtverhältnisse sorgten.
Sony-a7rII_5-6
Olympus-PenF_50MP_5-6
Olympus-PenF_80MP_5-6
Blende ƒ5.6: Das Sony scheint noch immer genauso scharf wie bei ƒ4, was auch kaum anders zu erwarten ist. Bei den Olympus-Aufnahmen hingegen scheint sich bei ƒ5.6 bei diesen großen Auflösungen bereits die Beugungsunschärfe etwas bemerkbar zu machen. Es zeigt, dass die Möglichkeiten MFT-Sesnoren mit Auflösung aufzupumpen begrenzt sind.
Sony-a7rII_8-0
Olympus-PenF_50MP_8-0
Olympus-PenF_80MP_8-0
Blende ƒ8.0: Bei Sony ist die Detailschärfe noch ziemlich auf Augenhöhe mit den Aufnahmen bei größerer Blenderöffnung. Bei der Pen hingegen zeigt sich, dass die Linien jenseits der 8er Markierung kaum mehr, jenseits der 9er gar nicht mehr zu unterscheiden sind. Der Grund dafür dürfte die Beugungsunschärfe sein. Das erklärt auch weshalb Olympus die Blendeneinstellung bei hochauflösenden Aufnahmen bei ƒ8 abriegelt.
Sony-a7rII_11
Sony-a7rII_16
Sony-a7rII_22
Der Vollständigkeit halber noch die Ergebnisse der Sony bei ƒ11, ƒ16 und ƒ22. Bei ƒ11 (oben) kündigt sich an, was bei der Pen bereits bei ƒ5.6 zu sehen ist: Beugungsunschärfe trübt das Schärferesultat bereits ein bisschen. Bei einer so hohen Auflösung wie 42MP erreicht man halt auch mit Kleinbild die Grenzen früher als man das mit 16MP oder 24MP erwarten darf. Mittelformatkameras dürften hier noch keine Schwächen zeigen – aber das heißt jetzt Fahrräder mit Rennmaschinen zu vergleichen. Bei ƒ16 taucht das Resultat unter die Pen bei ƒ8, was mich überrascht, was allerdings auch daran liegen könnte, dass ich mein bestes Olympus-Zoom gegen einer preiswerte Sony Festbrennweite antreten ließ. Die untere Abbildung verdeutlicht, dass die Ergebnisse mit ƒ22 bei Vollformat auch nicht besser sind als bei einem vergleichbaren Wert von ƒ11 bei MFT.

14 MFT-Objektive getestet

Posted in Fotografie

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich meine MFT-Objektive schon einmal getestet. Mittlerweile ergänzt eine Pen-F mit 20MP meine Kamera-Ausrüstung und die bietet die Möglichkeit via Sensor-Shift Bilder mit 50MP aufzunehmen (in RAW sogar 80MP). Eine gute Möglichkeit den Objektivtest zu wiederholen.

chart

Wieder habe ich einen Test-Chart genommen und mit all meinen Objektiven formatfüllend bei verschiedenen Blendeneinstellungen abgelichtet. Nachfolgend die Ergebnisse.

Neben einer Reihe an Aufnahmen von der größten zur kleinsten Blendenöffnung mit normaler Auflösung, habe ich Aufnahmeserien bei hochauflösender Einstellung erstellt. Aktiviert man die Sensor-Shift-Funktion werden die Einstellungen auf ƒ8 als kleinste Blendenöffnung limitiert. Olympus wird wissen weshalb dieses Limit gesetzt wird: Wie im vorangegangenen Artikel beschrieben erreicht das MFT-System bei ƒ11 einen kritischen Wert ab dem Detailschärfe deutlich sichtbar sinkt. Bei 20MP mag die Schärfe bei ƒ11 wohl noch akzeptabel sein, bei 50MP wohl kaum mehr.

Man mag nun denken: Was? An MFT-Objektiven sind kleinere Blendenöffnungen als ƒ11 praktisch nicht nutzbar? Da ist KB mit ƒ22 aber viel besser! In der Praxis ist der Unterschied jedoch ein theoretischer, denn die Schärfentiefe ist bei MFT bei ƒ11 praktisch identisch mit KB bei ƒ22. Und das ist ja der Sinn kleiner Blendenöffnungen: Größere Schärfentiefe.

Die folgenden Abbildungen sind Tatsächliche-Pixel-Ausschnitte des Test-Charts. Ich habe einen Ausschnitt mit Linienpaare-Messung gewählt, da sich da die Unterschiede der verschiedenen Blendeneinstellungen und Objektive am besten vergleichen lassen.

Natürlich kann mein provisorischer Test bei weitem nicht mit professionellen Tests in spezialisierten Laboren mithalten – will er auch nicht. Aber ein bisschen Aussagekraft lässt sich davon schon ableiten, denn schließlich fotografiert man in der Praxis auch nicht mit der millimetergenauen Präzision standardisierter Tests.

Der nachfolgend abgebildete Ausschnitt ist in der Vorlage etwa 17mm breit, die feinsten Linien zwischen 9 und 10 auf der Skala sind mit freiem Auge kaum mehr zu unterscheiden. Wenn man die Abbildungen also betrachtet muss man sich bewusst sein, dass sie die Schwächen der Objektive wie unter einem Vergrößerungsglas abbilden.

Mich persönlich überrascht es, dass die extrem kompakten und Teils ja auch wirklich vergleichsweise günstigen Objektive auch bei 50MP noch eine wirklich gute Abbildungsleistung zeigen. Die Auflösungen von 19–20MP die bei MFT aktuell Standard sind ist ihre Detailschärfe durch die Bank absolut ausreichend. Und für die präzise Arbeitsweise mit Studioblitzen oder stabilen Stativen die für extrem hohe Auflösungen unumgänglich ist, ist MFT nicht gedacht. MFT ist ein System für Fotografen die viel und gerne unterwegs sind und dabei unbeschwert aus der freien Hand fotografieren wollen.

Olympus M.Zuiko 12mm ƒ2.0

Das 12mm ƒ2.0 ist war eines meiner ersten MFT-Objektive. Bei einer Reise zwei Wochen durch Frankreich habe ich fast ausschließlich damit fotografiert.

Es bildet bereits ab Offenblende scharf ab, allerdings neigt es ein bisschen zu Farbsäumen und der Kontrast wird erst durch Abblenden um zwei Blendenschritte optimal.

In Sachen Detailschärfe spielt es auf Augenhöhe mit dem M.Zuiko 7–14mm Pro-Weitwinkel. Dabei ist das Objektiv so kompakt, dass sich eine Pen damit gut in eine Jacken- oder Manteltasche stecken lässt.

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Olympus M.Zuiko 17mm ƒ1.8

Das Ergebnis dieses Tests lässt mich fast wünschen ich hätte ihn gar nicht gemacht: Die Resultate des 17mm fallen sehr enttäuschend aus. Man muss bis auf mittlere Blende abblenden um akzeptable Resultate zu erzielen. Dabei listet dxomark.com die Linse auf dem dritten Platz aller MFT-Objektive – nach meinem Ergebnis schwer nachvollziehbar.

OLYMPUS-M.17mm-F1.8_17mm_F1.8
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Panasonic Lumix G Macro 30mm ƒ2.8

Das Panasonic 30mm Macro ist derzeit mein Immer-dabei-Objektiv an der Pen-F. 60mm KB ist ein gerade noch akzeptabel enger Bildausschnitt für den kontinuierlichen Einsatz – an sich bevorzuge ich eher Weitwinkel-Brennweiten. Der Vorteil des Macros ist halt, dass man jederzeit auch Winzigkeiten fotografieren kann die mit anderen Linsen kaum abzubilden sind.

Die Schärfeleistung ist exzellent und bereits ab Offenblende voll nutzbar. Dabei ist die Linse wirklich preiswert. Ein absoluter Preis-Leistungs-Hit!

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ƒ8 (hier hat die Belichtungsautomatik leider eine Überbelichtung erzeugt aber, dass die Schärfe noch immer gut ist, ist zu erkennen)

Panasonic Lumix G 20mm ƒ1.7

Das 20mm ƒ1.7 von Panasonic genießt einen hervorragenden Ruf, kann aber nicht ganz mit dem deutlich neueren 30mm Macro mithalten. Bei Offenblende bildet es für ein MFT-Objektiv relativ unscharf ab. Die beste Abbildungsleistung ergibt sich bei ƒ5.6. Blende ƒ8 ist noch immer gut aber nicht mehr ganz so scharf wie ƒ5.6.

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Panasonic Laica DG Summilux 25 ƒ1.4

Das Objektiv zeichnet ab Offenblende relativ scharf, ist aber bis Blende ƒ2.8 ein bisschen verwaschen.

Interessante Alternative: Das 30mm Macro zeichnet bei ƒ2.8 vergleichbar scharf wie das 25mm, obwohl das dort Offenblende ist. Dabei ist das 30mm deutlich preiswerter.

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Olympus M.Zuiko 45mm ƒ1.8

Ein Must-Have für alle MFT-Kamerabesitzer das ich auch auf jedem Foto-Kurs allen MFT-Fotografen empfehle. Es spielt absolut auf Augenhöhe mit dem exzellenten Nikon 85mm ƒ1.8, kostet dabei allerdings gerade einmal die Hälfte.

Ein bisschen schwammig bei Offenblende – zumindest wenn man mit 50MP Testskalen fotografiert. In der Praxis mit normalen Auflösungen sind die leichten Schwächen kaum relevant.

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Olympus M.Zuiko 60mm ƒ2.8

MFT ist ein hervorragendes Makro-System, da die Schärfentiefe bei gleicher Distanz, Brennweite und Blende doppelt so groß ausfällt als bei Kleinbild. Dabei ist die Leichtigkeit des Systems ein Segen für alle Makrofotografen ist die gerne auf Achse fotografieren und dabei hat es – typisch für spiegellose Kameras – exzellente Eigenschaften bei der Arbeit mit Live-View.

Das 60er Makro ist aber – wie alle Makros mit vergleichbarem Blickwinkel – ein exzellentes Porträtobjektiv.

Die Testaufnahmen zeigen, dass Kontrast und Detailschärfe bereits ab Offenblende sehr gut sind und die Qualität von ƒ2.8 bis ƒ8 relativ konstant ist.

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Olympus M.Zuiko 75mm ƒ1.8

Das 75mm ƒ1.8 gilt als Olympus’ feinstes und ist laut dxomark.com die zweitbeste MFT-Optik nach Panasonics 42,5mm ƒ1.2, dem es in der Wertung ganz knapp auf den Fersen ist, dabei aber nur etwas mehr als die Hälfte kostet.

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Olympus M.Zuiko 7–14mm ƒ2.8

Olympus’ professionelles Weitwinkelzoom ist bei Offenblende ein bisschen kontrastarm und nicht ganz knackscharf – aber wer nutzt schon ein extremes Weitwinkel bei Offenblende!?

Die gelbere und mattere Abbildung ist einem Wechsel der Tageslichtsituation geschuldet – alle Testaufnahmen entstanden bei Available Light.

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ƒ2.8 @ 14mm
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Olympus M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6

Das 9–18mm ist ein exzellentes und recht preiswertes starkes Weitwinkelobjektiv dessen Abbildungsleistung sich vor jener des deutlich teureren 7–14mm Pro kaum verstecken muss – in der Praxis haben die Unterschiede nur geringe Relevanz. Sein Vorteil ist, dass es deutlich kompakter ist, das 7–14mm glänzt mit einem um zwei Millimeter weiteren Blickwinkel und einer Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit.

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Olympus M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8

Das 12–40mm ƒ2.8 ist das Olympus-Brot-und-Butter-Objektiv schlecht hin und wie die Testausschnitte zeigen nicht umsonst.

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Olympus M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8

Nicht minder exzellent als das 12–40mm ƒ2.8 – ein unschlagbares Duo das eigentlich alle wichtigen Brennweiten lichtstark mit ausgezeichneter Qualität abdeckt. Sowohl am langen als auch kurzen Ende der Brennweite von Offenblende bis ƒ8 makellos. Mit diesen beiden Objektiven bestreite ich meine Porträt-Sessions heute zu 95%.

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Panasonic Lumix G Vario 100–300mm ƒ4.0–5.6

Ein preiswertes Supertele mit recht guter Abbildungsleistung – die Testbilder zeigen, dass des im Vergleich zu mancher Festbrennweite gar nicht schlecht abschneidet. Die größte Schwäche in meinen Augen: Der Fokusring ist ein bisschen sperrig in Bewegung zu bringen und macht manuelles Fokussieren am langen Ende der Brennweite sehr schwierig. In Sachen Preis/Leistung dem neueren 100–400mm absolut überlegen, da in Sachen Schärfe kaum unterlegen – für kaum ein Drittel des Preises!

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Panasonic Leica DG 100–400mm ƒ4.0–6.3

In den letzten Monaten habe ich die Freude an der Vogeljagd entdeckt. Das Problem bei meinem bisherigen Supertele, dem Panasonic 100–300mm: Der Fokusring ist etwas sperrig in Bewegung zu versetzen (wie oben beschrieben). Das nervt. Deshalb fand ich die Ankündigung des 100–400mm gleich interessant.

Das 100–400mm glänzt mit 100mm mehr als das 100–300mm und einer Abdichtung gegen Staub und Nässe. Ich habe Berichte gelesen in denen sich Anwender über eine gewisse Schwergängigkeit des Zoomrings beschweren. Er mag nicht besonders leichtgängig sein aber das kann man auch als Vorteil betrachten. Auch der Fokusring mag nicht absolut leichtgängig sein, doch er bietet keinen Reibungswiderstand der zu überwinden ist und manuelles Fokussieren macht mit ihm deutlich mehr Spaß als mit dem 100–300mm.

In Sachen Schärfe hingegen mag das 100–400mm das deutlich preiswertere 100–300mm nicht wirklich abhängen. Am langen Ende der Brennweite sind Schärfe und Kontrast sogar relativ flau. Beräut habe ich den Kauf allerdings nicht.

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LEICA-DG-100-400-F4.0-6.3_400mm_F6.3-1
ƒ6.3 @ 400mm
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ƒ8 @ 400mm

Detailschärfe und Blendeneinstellung

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Dass die Blende die Schärfentiefe beeinflusst und die wichtigste Stellschraube ist, um die Schärfentiefe zu gestalten, ist in der Regel auch fotografischen Einsteigern bald bekannt: Je kleiner der Blendenwert, desto geringer die Schärfentiefe!

Weniger Detailschärfe bei Offenblende

Beginnt man mit lichtstarken Objektiven zu fotografieren und lernt dabei den Reiz des Bokehs bei Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe kennen, kann man zunächst kaum genug davon bekommen und fotografiert so viel als möglich mit Offenblende.

Mit zunehmender Praxis lernt man aber, dass die meisten Objektive bei maximaler Blendenöffnung nicht ihre volle Schärfeleistung bringen. Oft sind die Resultate bei Offenblende unschärfer und kontrastärmer, als wenn man ein oder zwei Blendenwerte abblendet – erfahrene Fotografen wissen das.

Kritische Blende

Was hingegen auch Fotografen mit längerer Praxis oft nicht wissen, ist, dass auch am anderen Ende der Blendenreihe die Detailschärfe wieder abnimmt. Der Grund dafür ist die sogenannte Beugungsunschärfe. Was das genau ist, ist mir zu physikalisch und theoretisch, als dass ich hier im Detail darauf eingehen möchte (das PC-Magazin liefert eine ganz gute Erklärung was das ist). In der Praxis ist für den Fotografen nur die Auswirkung relevant: Eben, dass ab einer bestimmten Bendeneinstellung die Detailschärfe abnimmt, und zwar auch tatsächlich nicht sichtbar abnimmt.

Um es plakativ auszudrücken: Es ist durchaus wahrscheinlich, dass man mit einem Topobjektiv bei einer zu kleinen Blendenöffnung (große Blendenzahl) unschärfere Resultate erzielt, als mit einer billigen Scherbe bei idealer Blendenöffnung. Es handelt sich also nicht nur um ein Thema für eingefleischte Pixelzähler!

Es ist auch durchaus wahrscheinlich, dass die Schärfeleistung bei zu kleiner Blendeneinstellung deutlich schlechter ist als beim Fotografieren mit Offenblende – bei Objektiven mit kleineren Sensoren als Kleinbild ist das sogar ziemlich sicher!

Man geht davon aus, dass eine ideale Blendeneinstellung in der Regel bei Blendenwerten zwischen ƒ5.6 und ƒ8 liegen, Blendeneinstellungen zwischen ƒ11 und ƒ16 markieren akzeptable Werte und ab Blende ƒ22 verlieren Aufnahmen so viel an Detailschärfe, dass die Abbildungsqualität inakzeptabel zu werden beginnt, weshalb man auch oft von kritischer Blende spricht – jedenfalls bei Kleinbildformat!

Sensorformat, Schärfentiefe und Beugungsunschärfe

Weitgehend bekannt ist, dass das Sensorformat den Blickwinkel bei einer bestimmten Brennweite beeinflusst und kleinere Sensoren bei gleicher Brennweite engere Bildausschnitte abbilden. Man spricht in diesem Zusammenhang oft von Brennweitenverlängerung. Um das Verhältnis der Brennweitenverlängerung im Vergleich zum Quasi-Standard Kleinbildformat (Vollformat) zu berechnen bedarf es des sogenannten Formatfaktors (Crop-Faktor). Soweit, so bekannt.

Weniger bekannt ist, dass der Crop-Faktor auch herangezogen werden kann um die Schärfentiefe im Vergleich zu Kleinbild zu berechnen. So hat z.B. eine Kamera mit APS-C- bzw. DX-Sensor einen Umrechnungsfaktor von ≈1,5; bei gleicher Brennweite, gleicher Blendeneinstellung und gleicher Distanz fällt die Schärfentiefe mit APS-C-/DX-Kameras etwa 1,5 × größer aus als bei Kleinbild; mit einer MFT-Kamera und 2 als Formatfaktor 2× größer.

Derselbe Umrechnungsfaktor muss nun herangezogen werden um akzeptable und kritische Blendenwerte für APS-C/DX und MFT zu berechnen:

  • Akzeptable Blendeneinstellungen bei KB: ≈ ƒ11–ƒ16
  • Akzeptable Blendeneinstellungen APS-C/DX: ≈ ƒ8–ƒ11
  • Akzeptable Blendeneinstellungen MFT: ≈ ƒ5.6–ƒ8
  • Kritischer Blendenwert bei KB: ≈ ƒ22
  • Kritischer Blendenwert bei APS-C/DX: ≈ ƒ16
  • Kritischer Blendenwert bei MFT: ≈ ƒ11

In der Praxis sollte man unter dem kritischen Wert bleiben, das heißt bei KB Blendeneinstellungen kleiner als ƒ16, bei APS-C/DX kleinere als ƒ11 und bei MFT kleinere als ƒ8 eher meiden, Werte von ƒ22, ƒ16 bzw. ƒ11 sind für die drei Sensorformate bei tatsächlichem Bedarf bestenfalls noch akzeptabel, darüber hinaus genügt die Detailschärfe der kritischen Betrachtung eines anspruchsvollen Fotografen keines Falls mehr.

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Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die Detailschärfe verschiedener Blendeneinstellungen des M.Zuiko 45mm ƒ1.8 beim Abfotografieren des oberen Test-Charts.

Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F1.8_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F1.8_1
Offenblende ƒ1.8; die Detailschärfe liegt deutlich unterhalb der Maximalschärfe, der Kontrast ist gering
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F2.8_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F2.8_1
ƒ2.8; 1 1/3 Blenden abgeblendet, die Detailschärfe schon fast auf Maximalleistung, der Kontrast noch etwas reduziert
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F4_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F4_1
ƒ4; Detailschärfe und Kontrast erreichen Maximalleistung dieses Objektivs
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F5.6_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F5.6_1
ƒ5.6; auch bei dieser Blendeneinstellung praktisch maximale Detailschärfe und Kontrast
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F8_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F8_1
ƒ8; Schärfe und Kontrast noch immer top
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F11_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F11_1
ƒ11; der Kontrast ist noch gut, die Schärfe lässt wie bei MFT zu erwarten nach, ist aber noch akzeptabel
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F16_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F16_1
ƒ16; wie zu erwarten sackt die Detailschärfe drastisch ab; selbst bei Offenblende lassen sich feinere Linien unterscheiden als bei dieser Blendeneinstellung
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F22_2
Olympus-M.ZUIKO-DIGITAL-45mm-1-1.8_45mm_F22_1
ƒ22; Blende 22 wäre bei MFT-Objektiven an sich völlig verzichtbar, die Detailschäre ist völlig inakzeptabel

Illustrator CC WS21: Ankerpunkte konvertieren 2

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Im vorangegangenen Tutorial habe ich die verschiedenen Charaktere von Ankerpunkten gezeigt. Während gerade Segmente von Pfaden durch Eckpunkte begrenzt werden sind für sanfte Kurven Übergangspunkte erforderlich und für gebogene Segmente die in eine Ecke münden gebrochene Ankerpunkte. Hier zeige ich wie man auf Basis geometrischer Grundformen mit dem Ankerpunkt- und dem Direktauswahl-Werkzeug eine Blume und ein fünfblättriges Kleeblatt gestalten kann. Wichtig an diesem Beispiel ist mir eben die Funktion des Ankerpunkt-Werkzeuges zu beschreiben und wie man damit einen Ankerpunktcharakter in einen anderen umwandeln kann.