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Monat: Juni 2015

Kreative Fotoschule zu gewinnen

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Sengende Sonne ist nicht immer ideal zum Fotografieren. Da pflanzt man sich manchmal lieber irgendwo in eine schattige Ecke und liest ein Buch.

Da ich zufällig Bücher schreibe scheint es mir eingebraucht wieder einmal ein Exemplar eines Buches – meiner Kreativen Fotoschule – unter jenen zu verlosen die auch beim Lesen nicht auf Fotografie verzichten wollen.

Die Teilnahme an der Verlosung ist einfach: Schreibt einen Satz mit diesem Inhalt als Kommentar zu diesem Artikel: »Ich … gerne, weil …«.

Also zum Beispiel: »Ich besuche diesen Blog gerne, weil …«, »Ich würde das Buch gerne gewinnen, weil …«, »Ich fotografiere gerne, weil …«, »Ich mag meine Kamera XY, weil …« … was auch immer.

Ziehen möchte ich den Gewinner am 10. Juli – da beginnen bei uns die Sommerferien und mein Vater hat Geburtstag; ein guter Tag ein Buch zu verlosen. Das heißt wer bis zum 9. Juli kommentiert ist dabei.

Abschlusspräsentation des 10. Werbelehrgangs

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Am Freitag den 19.6. fand die Abschlusspräsentation des 10. epos Werbelehrgangs statt – der 7. Lehrgang an dem ich beteiligt war und der 5. bei dem ich als Lehrgangsleiter die Verantwortung hatte. Alle 9 Teilnehmerinnen des Semesters traten zur Projektpräsentation an. Neun Mal eine halbe Stunde Präsentation für die Jury, bestehend aus Martin Giesinger (Marketing, Giko Verpackungen, Weiler), Bernhard Weber (Werber, Weber, Mathis + Freunde, Dornbirn) und Georg Zöchling (Gestalter, Büro Sterngasse, Melk) und mich als Datenkontrolleur – anstrengend und ermüdend, möchte man meinen. Tatsächlich aber waren die neun Präsentationen so spannend und interessant, dass keiner ernsthaft von Schläfrigkeit befallen wurde.

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7:00 in der Früh – Ruhe vor dem Sturm – Juror Georg wirft einen Blick auf Abschlussarbeiten vom letzten Werbelehrgang

In den letzten Jahren lauteten die Projektaufgaben »Fahrradgeschäft in Götzis«, »Brillengeschäft in Wien«, »Möbelgeschäft in Zürich« und »Getränk für einen regionalen Markt rund um Vorarlberg«. Dieses Jahr lautete die herausfordernde Aufgabe ein »Magazin für einen regionalen Markt« zu entwickeln. Dafür wurde gefordert: Marketing-Strategie-Konzept, Magazintitel, Logo bzw. Bildmarke, Geschäftsausstattung (Visitenkarten, Briefpapier, Kuvert), Magazinlayout (Editorialdesign), Werbekampagne (Inserate und Poster), Direct Mailing, Textierung (Headlines), Event, Budgetplanung und Kalkulation sowie Abgabe druckreifer Daten. Der Zeitraum für Ideenfindung, Entwicklung und Gestaltung der Aufgabe betrug acht Wochen.

Als erstes präsentierte Andrea ihr Projekt »LändleGuide – das Freizeitmagazin«. Andreas Ziel war es mit dem Werbelehrgang Marketing, Werbung und Gestaltung für ihr Unternehmen Illtec Mobile-IT-Systeme selbst in die Hand zu nehmen. Schon vor dem Start des Abschlussprojekts sagte sie mir, dass sie dieses Ziel bereits erreicht habe – einen Eindruck den ich auf Basis der Arbeiten die ich von ihr gesehen habe nur bestätigen kann. Dass ihr Projekt exzellent ausgedacht, gestaltet und umgesetzt sein würde überraschte mich deshalb nicht im geringsten.

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Andrea bei der Präsentation ihres Projekts vor der aufmerksamen Jury
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Das Projekt-Handout von Andrea (grün) auf der Mappe des Projekts von Pia, »Wilde Heimat«

Pia war in diesem Werbelehrgang unser Gast aus Deutschland. Einmal in der Woche fuhr sie in den letzten Monaten aus Oberkirch in der Nähe von Strassburg Freitags Früh zu uns nach Götzis und Samstag Nachmittags nach dem Unterricht zurück in die Heimat. Doch wie kommt man als Schwarzwälderin auf die Idee im kleinen Vorarlberg einen Werbelehrgang zu besuchen?

Pia war über mein Photoshop-Buch auf mich aufmerksam geworden, hatte mich gegoogelt und war dabei auf den epos Lehrgang gestoßen. In näherer Umgebung war kein vergleichbarer berufsbegleitender Lehrgang zu finden, der ihr das Know-how vermittelt hätte nach dem sie suchte. »Der Werbelehrgang war für mich genau das Richtige«, sagt sie rückblickend, »ich würde ihn jederzeit wieder machen«.

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Pia präsentiert der Jury ihre Plakat- und Inseratkampagne

Zu den Highlights der Abschlusspräsentationen zählen für mich die Werbesujets für Plakate und Inserate die Pia für ihr Projekt »Wilde Heimat« entwickelte.

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An Präsentationsunterlagen auf höchstem Niveau habe ich mich in den letzten Jahren beim »Werbelehrgang« gewöhnt – dass allerdings durch die Bank nicht einfach Magazin-Dummies aus dem Bürodrucker, sondern im hochwertigen Digitaldruck Präsentationsvorlagen produziert werden die von fertigen Magazinen am Zeitschriftenkiosk nicht zu unterscheiden sind, hat mich dann dennoch verblüfft.
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Nach den Präsentationen stellen die Juroren Fragen zu den Projekten und geben den Teilnehmerinnen Feedback

Trotz strenger Bewertung durch die Juroren fühlen sich die Teilnehmerinnen vor der Jury recht wohl. »Die Jury war sehr angenehm und gab uns das Gefühl keinen Grund nervös sein zu müssen zu haben«, schreibt eine Teilnehmerin in ihrer Bewertung des Lehrgangs. Natürlich lässt sich Nervosität dennoch nicht vermeiden, wenn man ein Projekt präsentiert, auf das man acht Monate hin gearbeitet hat.

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Daria möchte mit ihrem Magazin für Gesundheit begeistern

Als Drittes präsentiert Daria ihr Projekt und macht klar: Es würde verdammt schwer sich klar für ein bestes Projekt entscheiden zu können, was allerdings auch nicht notwendig ist – es wäre nicht ausgeschlossen, dass zwei Projekte ex eaquo auf demselben Platz landen – beim letzten Werbelehrgang ist das vorgekommen.

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Viel Spaß und Gelächter hatte sich schon durch den gesamten Lehrgang gezogen – das blieb auch bei den Projektpräsentationen nicht auf der Stecke.

Noch einmal sportlich wird es mit dem Projekt von Elke. Sie wollte einer interessierten Lesergruppe mit ihrem Magazin zeigen wo die Action in Vorarlberg steigt – was für Möglichkeiten des Extrem- und Abenteuersports das Ländle bietet.

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Elke im passenden Outfit für ihr sportliches Projekt
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Nesthäkchen Gabriela bei der Präsentation ihres Projekts

Gabriela, gerade 20, hat sich für ihr Projekt für das Thema »Kunst« entschieden. Ihr Layoutkonzept ist in Sachen Gestaltungsraster und Umsetzung mein Favorit unter den präsentierten Magazin-Layouts – daran könnten sich Einige die bereits Jahre lang als Grafiker werken ein Beispiel nehmen.

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Die Jury ist aufmerksam und begeistert
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Das Logo für Gabrielas Magazin »itüpfle« (zu Hochdeutsch: i-Pünktchen) ist dem Thema »Kunst« angemessen eigenwillig

Wenn du glaubst es geht nicht mehr (besser) kommt irgendwo die Marina daher. Ihr Projekt eines Single-Magazins brachte sie knapp an die Spitze der Punktewertung, so dass in ihrem Zertifikat die Auszeichnung »Gold« prangt. Es sei allerdings angemerkt, dass mindestens die ersten vier Projekte als bestes Projekt hätten ausgezeichnet werden können – verdient hätten sie es in meinen Augen praktisch gleichermaßen. Am Ende ist die Bewertung von Werbung immer auch eine subjektive Angelegenheit – eine andere Jury hätte auch zu einer anderen Reihung der erreichten Punktezahlen führen können. Von den Skills her verdienen in meinen Augen sogar noch mehr der Damen eine Auszeichnung in Gold.

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Die Werbesujets des mit knappem Vorsprung als bestes Abschlussprojekt durch die Ziellinie galoppierenden Magazins »gsingle« – ein Magazin für Singles (Anmerkung: »gsi« oder »xi« ist der Vorarlberger Ausdruck für »gewesen« – der Vorarlberger hat sich damit in Österreich den Spitznamen »Xiberger« eingefangen)
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Marina bei der Präsentation des »Siegerprojekts«
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Bei solchen Layouts freut sich derjenige, der für die Vermittlung von Grafik, Gestaltung und Typografie verantwortlich zeichnet 🙂
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Die Jury maskiert sich mit dem Inhalt von Marinas Direkt-Mailing-Paket

Melanies Projekt Kuhnibert richtet sich an Kinder und will Ihnen Natur, natürliche Produkte, gesunde Lebensweise und das Leben am Land näher bringen. Die Jury ist beeindruckt von der Vielfalt der Themen die den Teilnehmerinnen eingefallen sind.

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Melanie präsentiert ihr Projekt Kuhnibert
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Liebevoll und schön gemacht: Nicht nur das Magazinlayout sondern auch die Werbung und die Projektpräsentation für »Kuhnibert«
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Und wieder:  Fragen und Feedback der Juroren

Nerven wie Stahlseile scheint Simone zu haben: Pünktlich vor der Präsentation trifft sie in der Akademie ein und präsentiert ihr schönes und bodenständiges Projekt souverän und routiniert – von Nervosität ist bei ihr nichts zu merken.

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Georg Zöchling begutachtet Simones Projekt »Wälder Genuss« – ein kulinarischer Führer durch den Bregenzer Wald
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Simone bei der Souveränen Präsentation ihres Projekts

Wenig überrascht hat, dass Frechdachs Caty sich für Mode und Pink entscheiden würde. Trotz Red Bulls und Herzflatterns präsentierte sie ihr Projekt frei Schnauze ohne die üblichen Spickzettel und hat für die Jury zu jeder kritischen Frage schlagfertig die passende Antwort parat – »die hat sich sehr gut verkauft«, meint Georg Zöchling anschließend anerkennend.

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Luftig und pink wie Caty – das Handout für ihr Lifestyle-Magazin-Projekt »Sunny Side Up«
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Von Herzflattern nichts zu merken – Caty bei der Präsentation

Nach knapp sieben Stunden Präsentation geben die Juroren ihre Bewertungen ab. Sie zeigen sich begeistert von den Resultaten (ich weiß, der Begriff »Begeisterung« kam nun schon mehrfach vor, doch ich wüsste nicht wie ich die Stimmung anders beschreiben sollte).

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Marketingexperte und Juror Martin Giesinger

Martin Giesinger, bereits mehrfach Juror des epos Werbelehrgangs, betont einmal mehr wie erstaunt er darüber ist, was die Absolventen der epos Akademie in acht Monaten auf die Beine stellen und lobt ausdrücklich das hohe Niveau der Arbeiten und der Akademie.

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Werbeexperte Bernie Weber von Weber, Mathis + Freunde

»Ich wusste ja, dass epos Kurse für InDesign, Photoshop und Illustrator anbietet (Anmerkung: Zuletzt auch als Expertenschulung für das Grafikerteam seiner Agentur), aber dass es hier eine Werbeausbildung auf diesem Niveau gibt war mir nicht bewusst.« Dabei denkt Bernie zunächst die Absolventinnen hätten eine zwei Jahre dauernde Ausbildung hinter sich – er zeigt sich noch einmal überrascht, als ich ihm sage, dass die Teilnehmerinnen innerhalb von acht Monaten so weit gekommen sind.

Als ich den Werbelehrgang vor einigen Jahren als Lehrgangsleiter übernahm, schlossen wir noch aus, dass es möglich wäre innerhalb von acht Monaten aus einem Einsteiger einen praktisch einsetzbaren Grafiker zu machen. Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert, nicht zuletzt auch auf Basis von Absolventinnen die erfolgreich als Grafikerinnen arbeiten oder sich sogar selbständig machten. Aus Neugier meine Frage an Bernie: »Fändest du es übertrieben, wenn sich Absolventinnen unseres ›Crash-Kurses‹ bei dir als Grafikerinnen bewerben würden?« »Also da sind durchaus ein paar Kandidatinnen dabei die man keinesfalls gleich wieder weg schicken würde!«, seine Antwort darauf.

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Markenexperte Georg Zöchling

Georg Zöchling, das zweite Mal als Juror beim Werbelehrgang dabei, schlägt in dieselbe Kerbe. Schon bei seiner letzten Teilnahme an der WLG-Jury meinte er, dass er jede der Absolventinnen sofort einstellen würde, wenn er gerade Bedarf hätte und sein Büro nicht beinahe am anderen Ende Österreichs hätte.

Nicht minder zufrieden die Absolventinnen zum Abschluss: Sie versichern mir, dass sie den Lehrgang alle samt und sonders unbedingt weiter empfehlen würden. Mehr kann man sich als Leiter eines solchen Lehrgangs nicht wünschen. Mit verantwortlich für die Zufriedenheit der Teilnehmerinnen ist natürlich das ganze Seminarleiterteam.

Für mich persönlich ist der epos Werbelehrgang der liebste Teil meiner Tätigkeit zwischen dem Schreiben von Büchern und dem Unterrichten verschiedener Programme, Gestaltungsgrundlagen und Fotografie. In den acht Monaten in denen ich mit den Teilnehmern an ihren Skills arbeite wachsen sie mir immer sehr ans Herz. Vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Mal noch mehr Stunden übernommen habe als in den Jahren davor, vielleicht auch einfach am besonderen Mix der Persönlichkeiten, vielleicht am Engagement der Teilnehmerinnen, dass ich den Eindruck habe, dass das beim WLG 10 besonders der Fall war.

Ich werde euch vermissen, Mädels vom 10. epos Werbelehrgang.

Hier gibt es eine Beschreibung der Kursinhalte und Informationen zum 11. Werbelehrgang.

Weitere Impressionen der Projektpräsentationen und der Zertifikatübergabe am folgenden Tage. Alle Teilnehmerinnen haben den Lehrgang mit mindestens »gutem Erfolg« bestanden.

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Wie viel Auflösung brauche ich?

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Kirche_D810
Das Motiv meines Vergleichstests – die weiter unten folgenden Abbildungen sind Ausschnitte aus dem Zentrum dieser Ansicht

Letzte Woche ließ ich in einer kleinen Testserie eine Olympus OM-D E-M1 gegen eine Nikon D810 antreten und schrieb darüber diesen Artikel. Dabei ging es mir nicht um die Frage welches die bessere Kamera ist. Nach meiner Überzeugung gibt es keine besseren und schlechteren Kameras. Stärken und Schwächen finden sich überall und was für den einzelnen Fotografen die beste Kamera ist hängt von den Motiven und seinen Vorlieben ab.

Dass die Nikon D810 den leistungsfähigeren Sensor enthält als die Olympus OM-D stelle ich nicht in Frage – im Labor dürfte seine Abbildungsqualität die D810 tatsächlich zur derzeit besten Kamera machen (für mich ist eine Kamera allerdings mehr als die Summe ihrer Teile und deshalb werte ich sie nicht allein anhand der Testergebnisse ihres Sensors).

Was mich wirklich interessierte war die Frage wie viel Mehrwert eine hohe Auflösung wie 36 Megapixel gegenüber einer moderaten von 16 Megapixel liefert.

Dass 36 Megapixel theoretisch mehr bringen ist logisch. Dass sie das in der Praxis auch tun steht ebenfalls außer Frage – sämtliche Labortests sprechen dafür. Nur, was bedeutet es für die Praxis wenn dxomark.com meine beste Linse unter optimalen Bedingungen mit 27 bewertet und ein Carl Zeiss Distagon T* Otus an einer D810 mit 48? Ist dieses Objektiv beinahe doppelt so gut? Und was bedeutet doppelt so gut? Doppelt von was? Was bedeutet es wenn ich in einem Magazin lese, dass ein bestimmter Sensor 3500 Linien abzubilden in der Lage ist, der andere 3800?

Ich meine: Was bedeutet das alles für meine fotografische Praxis?

Ich wollte selbst überprüfen wie viel mehr Details sich mit einer Kleinbildkamera mit 36 Megapixeln gegenüber meinen 16-MP-OM-Ds aufzeichnen und vor allem wiedergeben lassen. Beim interessantesten Test setzte ich an der OM-D E-M1 ein M.Zuiko 17mm ƒ1.8 – in dieser Kombination von dxomark.com mit 22 bewertet – ein, an der D810 ein Sigma 35mm ƒ1.8 – dxomark.com Wertung 42 – ein.

Kaum ein Objektiv (für Kleinbild und darunter) ist in der Lage eine Auflösung von 36 Megapixel mit voller Detailschärfe zu bedienen – in der sogenannten 100-%-Ansicht am Bildschirm wirken feine Details immer ein Bisschen schwammig. Mein Test sollte mir zeigen ob die Resultate dennoch deutlich besser ausfallen, als wenn mit mittlerer Auflösung aufgenommen und dann via Bildbearbeitung zur hohen Auflösung hoch interpoliert wird.

Es zeigte sich, dass die D810 mit dem exzellenten Sigma 35mm ƒ1.4 tatsächlich erkennbar mehr Details liefert als meine OM-D. Allerdings wirklich nicht mehr als erkennbar!

Zunächst einmal konnte ich zwischen nativer D810-Abbildung und hochinterpolierter OM-D-Abbildung überhaupt keinen Unterschied sehen – erst in der Vergrößerung wurde offensichtlich, dass die D810 die Details doch eindeutig präziser aufgenommen hatte, als es durch Interpolation möglich war – die entsprechenden Bilder sind im bereits erwähnten Artikel zu sehen.

Dass ich die Unterschiede in Photoshop an meinem hochauflösenden Retina-MacBook (220ppi) nicht erkennen konnte, im Browser aber schon (simuliert ca. 100ppi) legte nahe, dass ich noch einen Drucktest (300ppi) würde machen müssen. Diesen Test habe ich nun heute nachgeholt.

D810-35mm-Digitalbild_klein D810-35mm-Druck_klein
OM-D-17mm-Digitalbild_klein OM-D-17mm-Druck_klein
Oben links: 100-%-Ausschnitt aus dem Original der D810; oben rechts: 1:1-Scan eines 300-ppi-Ausdrucks des D810-Bildes; unten links: 100-%-Ausschnitt der von 16MP auf 36MP hoch interpolierten OM-D-Aufnahme; unten links: 1:1-Scan eines Prints der OM-D-Aufnahme.

Die Vergleiche zeigen, dass die D810 den Vorteil der hohen Auflösung auch ins Ziel bringt – auf das Druckpapier. Doch die Abbildungen hier täuschen – einmal mehr betrachten wir Vergrößerungen. Zwar erkenne ich auch beim Vergleich der ausgedruckten Bilder auf Fotopapier einen Unterschied zwischen der D810- und der OM-D-Aufnahme, aber dazu muss ich schon sehr genau hinsehen und mit der Nase nahe zum Papier – aus normalem Betrachtungsabstand ist der Unterschied praktisch nicht mehr relevant.

Was also bringen die hohen Auflösungen für die Praxis: Ich würde sagen bei Ausdrucken bis A3 (42cm × 29,7cm) zunächst einmal gar nichts – bei 300ppi genügen dafür 18 Megapixel, auch 16MP dürfte kaum zu einem relevant schlechteren Ergebnis führen. Die 36 Megapixel einer D810 bieten jedoch Reserven um bei 300ppi auf 60cm × 40cm zu kommen – das ist etwa A2.

Die Frage die ich mir stellen muss ist: Wie häufig kommt es vor, dass ich Poster mit Formaten über A3 drucke? Wenn das oft der Fall ist sind hochauflösende Kameras sinnvoll und gerechtfertigt.

Wenn ich allerdings selten oder praktisch nie so große Prints erstelle hat eine hochauflösende Kamera eigentlich nur Nachteile: Objektive die die erforderliche Schärfeleistung bringen kosten gerne einmal das Doppelte von Linsen die für geringere Auflösungen ausreichen, es müssen dramatisch kürzere Verschlusszeiten eingehalten werden und das verlangt in der Regel den Einsatz von Stativen oder Blitzen, Speichermedien füllen sich dramatisch schneller und die Hard- und Software zur Bildentwicklung ist bedeutend stärker gefordert …

Als Fotograf der über die Sinnhaftigkeit von Auflösung (und Ausrüstung) nachdenkt muss ich mich fragen: Wie viel Auflösung brauche ich? So viel für meine Anforderungen notwendig ist? Oder so viel ich haben kann?

Adobe Creative Cloud 2015

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Adobe veröffentlichte heute das Release 2015 der Creative Cloud. Wie üblich, »wird diese Version die Art wie Sie Ihre kreativen Arbeiten erstellen revolutionieren«. Und womit schafft die Creative Cloud das? Durch die Integration von »Adobe Stock« (formerly known as Fotolia) und durch in Reibungsloses Zusammenspiel verschiedener Devices (Smart Phone, Tablet, PC) – für alle, die ihre Layouts in Zukunft am Telefon gestalten wollen. 😉

Auf den zweiten Blick finde ich dann doch ein paar Details zu Neuerungen in den einzelnen Programmen.

Photoshop

  • Kombination mehrerer Ebenenstile
  • Mehr Kontrolle beim Verschieben und Skalieren von Ebenen
  • Mehrere Zeichenflächen
  • Vorschau von Photoshop-Entwürfen auf iOS geräten
  • Automatisches inhaltsbasiertes Füllen für Panoramabilder
  • Hochauflösende Anzeige auf HiDPI-Displays unter Windows
  • Rauschen für Weichzeichnergalerien
  • Neue Exportfunktion mit der sich unter anderem Ebenen als Bilder exportieren lassen sollten
  • Optimierter Arbeitsbereich
  • Beschleunigte Performance
  • Neue und verbesserte 3D-Features

InDesign

  • Platzierung von Bildern in Tabellenzellen (ach, das ist neu?)
  • Verbesserte Performance
  • Absatzrahmen und Schattierungen (damit scheint gemeint, dass man einen Rahmen jetzt als Absatzformat definieren kann – dürfte ein durchaus brauchbares Feature sein)

Illustrator

  • Verbessertes Zoomen, Schwenken und Scrollen
  • Nach InDesign und Photoshop kann nun auch Illustrator Dateien im Hintergrund zwischenspeichern und somit den Verlust einer Bearbeitung durch einen Absturz verhindern
  • 10 Mal höhere Vergrößerung

Es scheint noch ein paar andere Peanuts zu geben, aber besonders fett scheint dieser Braten einmal mehr nicht zu werden.

Adobe versprach bei der Einführung der Creative Cloud den Abonnenten den Vorteil in Zukunft schneller und häufiger zu Neuerungen zu kommen als das zuvor mit periodisch zum Kauf angebotenen Upgrades der Fall war. Besonders innovativ hat sich das Unternehmen seither – zumindest was Photoshop, InDesign und Illustrator angeht – nicht gezeigt und die Argumente weshalb man nun unbedingt von Adobe CS6 auf CC umsteigen müssten fehlen mir nach wie vor. Einzig Typekit, das es dem Anwender erlaubt auf einen großen Pool an Schriften zugreifen zu können ohne Lizenzgebühren abführen zu müssen ist in meinen Augen ein wirklich nennenswerter Benefit – für die die’s brauchen.

Bei der Ankündigung von Adobe Stock klang es für mich zunächst so als könnte man von diesem Service Stockphotos kostenlos herunterladen – kann man zwar mit Wasserzeichen, doch die Lizenzierung scheint dann doch nicht mehr so kostenfrei zu sein. Wäre der Zugriff auf einen gewaltigen Pool an Stockphotos so wie TypeKit tatsächlich ohne Zusatzgebühren möglich, wäre das wirklich ein absolutes Killer-Feature für Adobe CC. Doch so …

David gegen Goliath: Olympus OM-D E-M1 gegen Nikon D810

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Eigentlich ist der Titel dieses Artikels (wieder einmal) nicht ganz korrekt. Tatsächlich geht es mir nicht um einen Vergleich der OM-D mit der D810 sondern um die Erörterung des Nutzens hochauflösender Sensoren. Dass ich eine OM-D zum Vergleich heranziehen würde bot sich an, da ich damit arbeite. Ich hätte sie aber ebensogut gegen die neue 50-Megapixel-Canon oder die angekündigte 42-Megapixel-Sony antreten lassen können – es war für mich halt eben nur eine D810 mit 36 Megapixel verfügbar (mein Dank an Foto Hebenstreit für das Leihgerät).

Ich hege keinen Zweifel, dass die Nikon D810 mit entsprechenden Objektiven die Möglichkeiten der Abbildungsqualität einer E-M1 in den Schatten stellt. Es ist keine Frage, dass eine Kamera mit APS-C- oder Kleinbildsensor das kleinere Micro-FourThirds-Format noch lange, vielleicht auch dauerhaft, ausstechen wird. Wer reine Abbildungsqualität über alle anderen Aspekte stellt, für den gilt tatsächlich: Je größer (der Sensor) desto besser.

Für mich jedoch ist eine Kamera mehr als eine Summe von Messwerten aus Labortests. Es gilt die Vorzüge maximaler Abbildungsleistungen gegen andere Qualitäten abzuwägen. Natürlich kann ein LKW mehr transportieren als ein PKW – aber soll ich mir deshalb einen kaufen und die Nachteile beim Tanken und Parken in Kauf nehmen nur weil ich vielleicht einmal im Jahr etwas wirklich Großes transportieren will?

Nach zwei Jahren OM-D erscheint mir die D810 klobig und fett in Händen – kein Gedanke daran, dass ich zu dicken Spiegelreflexapparaten zurück kehren möchte. Geil jedoch finde ich den Shutter-Sound der D810. Klang meine Nikon D700 im Serienbildmodus wie ein Maschinengewehr, erinnert mich der Auslöserklang des D810-Shutters eher an eine Photonenpistole.

Dynamikumfang

Besitzer der D810 schwärmen nicht zu Unrecht vom enormen Dynamikumfang der D810 – mit beinahe 15 Lichtwerten eine andere Liga als die OM-D mit etwa 12,5 Lichtwerten. Zwar ist der Vergleich des Dynamikumfangs nicht Teil meines kleinen Tests hier, aber da es kaum Mehraufwand darstellt zeige ich zwei Aufnahmen um den Unterschied zu veranschaulichen.

Kirche_D810
Realtextmotiv 1, Nikon D810 mit Stativ aufgenommen

Für meinen Test habe ich mich für drei Motive entschieden. Als Realmotiv mit Stativ habe ich mich für den Saal einer Kirche (oben). Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen je eine Aufnahme der D810 und der E-M1 bei der ich in Capture One das Maximum an wiederherstellbaren Lichtern heraus gekitzelt habe.

D810_Lichter
Der große Dynamikumfang erlaubt eine umfangreiche Wiederherstellung von überbelichteten Lichterpartien (vergleiche mit den völlig weiß ausgefressenen Fenstern in der Abbildung oben).
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Mehr war aus dem Dynamikumfang der OM-D E-M1 (ca. 12 LW im Unterschied zu ca. 14 LW bei der D810) nicht rauszuholen.

Aufnahmen aus freier Hand

Wer sich für eine Kamera mit hoher Auflösung entscheidet muss sich bewusst sein, dass Verwackelung entsprechend feiner aufzeichnet wird – hohe Auflösung ist wie eine Lupe für die Unruhe bei der Kamerahaltung.

Üblicherweise gilt die Faustregel man könne etwa den Kehrwert der Brennweite aus freier Hand halten. Das bedeutet bei 200mm sollte sich 1/200s halten lassen, bei 100mm 1/100s und bei 35mm 1/35s. Für diesen kleinen Test habe ich Topfpflanzen mit unterschiedlichen Verschlusszeiten mit D810 und 35mm- und E-M1 mit 17mm-Objektiv fotografiert.

blumen
Die nachfolgenden Abbildungen sind 100-%-Ausschnitte aus diesem Motiv und entstanden aus freier Hand
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Viel Kaffee und eine etwas unglückliche Körperhaltung haben wohl dazu beigetragen, dass diese 35-mm-Aufnahme bei 1/25s »so extrem« verwackelt ausgefallen ist (Nikon D810, Sigma 35mm ƒ1.4, 1/25s).
D810_100_35
1/50s sollte sich nach Faustregel eigentlich aus freier Hand halten lassen. Allerdings nicht, wenn der Sensor mit 36 Megapixel auflöst! (Nikon D810, Sigma 35mm ƒ1.4, 1/50s)
D810_100_35
Dass 1/100s bei 35mm noch immer so verwackelt ausgefallen ist, ist mit Sicherheit einer übertriebenen Tagesration Kaffee und einer gebückten Körperhaltung zuzuschreiben (Nikon D810, Sigma 35mm ƒ1.4, 1/100s).
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1/200s – jetzt ist’s scharf (Nikon D810, Sigma 35mm ƒ1.4, 1/200s). Allerdings nur relativ scharf, denn selbst exzellente Objektive liefern einem 36-MP-Sensor nicht mehr genug Schärfe um dieselbe Detailzeichnung wie bei einer Nahaufnahme zu erzielen.
blume_nah
Diese Nahaufnahme (E-M5, M.Zuiko 60mm ƒ2.8 Macro, Nahaufnahme bei Blende ƒ4.5 bei 1/200s) hat dieselbe Auflösung wie der 100-%-Ausschnitt aus dem D810-Bild darüber, allerdings ist es eine Nahaufnahme die darauf hinuntergerechnet wurde. Es ist eben ein Irrglauben man könne durch einen »Crop« dieselbe Qualität wie mit einer näheren oder Teleaufnahme erzielen – je enger der Crop gezogen wird, desto größer wird der Unterschied der Detailschärfe im Vergleich zur näheren Aufnahme!
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Olympus OM-D E-M1, M.Zuiko 17mm ƒ1.8, 1/60s – trotz großer Mengen Kaffees und verkrampfter Körperhaltung zeigt die Abbildung akzeptable Schärfe. Da es sich jedoch auch hierbei um einen (100%) Crop handelt kann die Schärfe natürlich auch nicht mit der Nahaufnahme aus dem Beispiel darüber mit halten.
E-M1_30_34
Olympus OM-D E-M1, M.Zuiko 17mm ƒ1.8, 1/30s; ja, ja – Kaffee ist der Feind scharfer Bilder.

Schärfevergleich anhand eines Testcharts

Der Kern des Vergleichs dieses Artikels war herauszufinden um wie viel besser die Detailschärfe ist, wenn eine hohe Auflösung durch native Auflösung des Sensors erreicht wird, als durch Interpolation einer Aufnahme eines Sensors mit geringerer Auflösung.

Wie komme ich überhaupt auf die absurde Idee, dass eine vergleichbare Qualität zu erreichen sein könnte? Ganz einfach: Das Resultat des Aufblasens von Bildern via Interpolation ist Unschärfe. Je höher wiederum die Auflösung eines Sensors, desto eher zeichnet er statt schärferer Details, Schwächen in der Detailschärfe der Optik auf – das Resultat ist ebenfalls Unschärfe.

Für einen ersten Test pappte ich wieder mein Testchart an meine Bürotür und nahm eine Reihe von Testbildern auf.

testchart
Testchart – orange markiert: Die Ausschnitte der nachfolgenden Abbildungen

Die Nachfolgenden Aufnahmen zeigen 100-%-Ausschnitte von Aufnahmen des Testcharts oben. Die beiden D810-Abbildungen sind unveränderte Ausschnitte aus den Originalen, die Ausschnitte der E-M1-Abbildungen hingegen stammen aus Bildern die von Capture One von 16 Megapixel auf 36,3 Megapixel hochgerechnet wurden (151%).

Links oben befindet sich jeweils das interpolierte E-M1-Bild – mit M.Zuiko 12–40mm bei 38mm und Blende ƒ4.0 aufgenommen. Rechts daneben je eine Aufnahme der D810 mit 24–120mm ƒ4 bei Blende 8. Unten links der Ausschnitt von Aufnahmen mit D810 und Sigma 35mm ƒ1.4 bei Blende ƒ4.

Zwei Nikon-Objektive waren mir wichtig um die Auswirkung der Optik auf die Qualität sichtbar zu machen. Die Tests zeigen, dass 36 Megapixel mit einem Standardzoom kaum bessere Resultate liefern als interpolierte Aufnahmen einer 16-Megapixel-Kamera die mit exzellenter Optik aufgenommen wurden. Die Sigma-Festbrennweite wiederum soll demonstrieren was man etwa Maximal von dieser Auflösung erwarten darf.

Oly_Zoom1 Nikon_Zoom5
Nikon_FB1
Die interpolierte Aufnahme zeigt gegenüber der Aufnahme mit Standardzoom Stärken und Schwächen.
Oly_Zoom2 Nikon_Zoom4
Nikon_FB2
Bei der Interpolation wird in der Regel geschärft was wohl zum Eindruck führt, dass das hochgerechnete Bild etwas besser ist als die Aufnahme des Standardzooms.
Oly_Zoom3 Nikon_Zoom3
Nikon_FB3
Beobachtet man bis zu welchem Bereich sich noch einzelne Linien unterscheiden lassen, stellt die interpolierte Aufnahme das Schlusslicht in diesem Vergleich dar. Auf den ersten Blick jedoch fällt es schwer einen klaren Sieger zu erkennen.
Oly_Zoom4 Nikon_Zoom2
Nikon_FB4
In diesem Bereich scheint speziell das Sigma etwas zu schwächeln und markiert überraschenderweise das Schlusslicht.
Oly_Zoom5 Nikon_Zoom1
Nikon_FB5
Das Raster im Randbereich des Testcharts scheint vom Olympus-Objektiv am schärfsten aufgenommen worden zu sein – hier müsste man die interpolierte Version zum Sieger küren.

Vergleich anhand eines Real-Live-Motivs

Natürlich fotografieren die wenigsten von uns Testcharts, weshalb Laborergebnisse auch immer etwas mit Vorsicht zu genießen sind. Was zählt ist was in der Praxis bei Real-Motiven aus einer Kamera herauszuholen ist.

Um das zu überprüfen habe ich das Motiv das Eingangs zu diesem Artikel zu sehen ist mit der E-M1 und dem M.Zuiko 17mm ƒ1.8 und der D810 und dem Sigma 35mm ƒ1.4 fotografiert und die Aufnahme aus der E-M1 wieder von 16 Megapixel auf 36 Megapixel hoch interpoliert.

Zu meiner Überraschung zeigt sich die D810 in dieser Disziplin als klarerer Sieger als vor dem Testchart – ich hätte eigentlich das umgekehrte Ergebnis erwartet. Bei gründlicher Überlegung erscheint mir das aber logisch, dass sich die Methoden der Nachschärfung und der Kontrastanpassung die bei der Interpolation angewendet werden bei reinen Schwarzweiß-Strichzeichnungen eher zu akzeptablen Lösungen führen als bei realen Aufnahmen mit Schattierungen und Farben.

NIKON-D810_35_8_1-1_6s_35-mm-f-1_4
Nikon D810, Sigma 35mm ƒ1.4, ƒ8, 1/6s; am Computerbildschirm üblicherweise bei etwa 100ppi dargestellt (in Browser auch bei hochauflösenden Bildschirmen)
E-M1_17_4_1-8s_OLYMPUS-M_17mm-F1_8-1
Olympus OM-D E-M1, M.Zuiko 17mm ƒ1.8 bei Blende ƒ4.0 – der Unterschied in der Detailqualität ist unübersehbar

Aufgefallen ist mir der Unterschied allerdings erst bei der Platzierung der beiden oberen Testaufnahmen hier im Browser. Ich arbeite mit einem Retina-Macbook mit 220ppi. In Capture One und Photoshop CC fällt darauf die 100-%-Darstellung von Bildern mehr  als zwei Mal kleiner aus als auf herkömmlichen Displays (Anmerkung: 100% bedeutet in Bildbearbeitungsprogrammen in der Regel, dass ein Pixel des Digitalbildes einem Pixel des Bildschirms entspricht – je höher die Bildschirmauflösung, desto kleiner die Wiedergabe).

Der Browser meines Computers orientiert sich nicht wie Photoshop an der tatsächlichen Pixelgröße digitaler Bilder, was auch gut ist, denn sonst würden die Bilder auf den Websites die ich besuche viel zu klein dargestellt. Statt dessen wird ein Display mit weniger Auflösung simuliert und das führt wiederum dazu, dass Bilder etwa so dargestellt werden wie in der 200-%-Darstellung in Photoshop.

Hatte ich in der 100-%-Anzeige in Photoshop praktisch keinen Unterschied zwischen der nativen D810-Aufnahme und der interpolierten E-M1-Aufnahme erkennen können wurden die Schwächen in der 200-%-Darstellung des Browsers entlarvt: Die Aufnahme der 36-Megapixel-D810 ist ganz eindeutig besser als die interpolierte Version der 16-Megapixel-E-M1.

Das Beispiel zeigt aber ganz deutlich wie wenig sich in der Vergrößerung deutlich sichtbare Unterschiede in der Praxis auswirken. Die nachfolgenden Abbildungen simulieren die Wiedergabegröße meiner Beispielbilder im Druck. Dort fällt die Auflösung noch höher aus als auf meinem Retina-Display – üblich sind 300ppi. Bei dieser Auflösung erscheint auf derselben Fläche ein drei Mal größerer Bildausschnitt als bei 100ppi. Vergleicht man die beiden folgenden Aufnahmen miteinander ist der Unterschied, der oben deutlich ist, praktisch nicht mehr zu erkennen.

NIKON-D810_35_8_1-1_6s_35-mm-f-1_4_3x
Die Druckwiedergabe erfolgt üblicherweise mit 300ppi, nicht wie am Bildschirm mit 100ppi. Daraus ergibt sich eine Wiedergabe die drei Mal kleiner ist als die Anzeige am Monitor.
E-M1_17_4_1-8s_OLYMPUS-M_17mm-F1_8_3x
Vergleicht man diesen Ausschnitt einer Aufnahme der OM-D E-M1 mit 17mm ƒ1.8 bei Blende ƒ4 mit dem Ausschnitt der Aufnahme darüber der D810 mit Sigma 35mm ƒ1.4 bei Blende ƒ8 relativiert sich der Unterschied.

Fazit

Natürlich ermöglicht die D810 bessere Abbildungsqualität und Detailschärfe als die E-M1 – das war nicht anders zu erwarten. Ein größerer Sensor ist ein größer Sensor – da fährt die Physik drüber! Die Beispiele demonstrieren jedoch die Nachteile der hohen Auflösung (Verwackelung) und zeigen, dass der Unterschied zwischen echten  und interpolierten 36 Megapixeln geringer ist als wohl Viele erwarten würden – die Grenzen der möglichen Schärfeleistung die Linsen heute erreichen können relativieren den Wert einer höheren Auflösung.

Weiterführende Artikel zu diesem Thema:

Dieser Artikel findet einer Fortsetzung in meinem Bericht »Wie viel Auflösung brauche ich?«., außerdem befasst sich auch der Artikel »Megapixel ersetzen Zoomobjektive?« mit der Thematik.

Megapixel ersetzen Zoomobjektive?

Posted in Fotografie

Gestern stellte Sony seine neue spiegellose Systemkamera α7r MkII vor. Mit an Bord: Ein 42,3-Megapixel-Sensor. Eigentlich ein Bisschen mau nachdem Canon ja jetzt 50 Megapixel anbietet.

Es war natürlich  klar, dass das kommen würde – ich schreib bereits vor ein paar Wochen: Das Megapixel-Rennen geht in die zweite Runde, nachdem es in den letzten Jahren wegen das High-ISO-Rennens in die Pause ging.

Allerdings habe ich mir noch gestern vorgenommen das Thema Megapixel die nächste Zeit ruhen zu lassen, schließlich habe ich mich schon oft genug dazu geäußert. Heute las ich dann bei thephoblographer.com einen Artikel mit der Überschrift “How Many Megapixels Do You Need”.

16, stand da im ersten Absatz, was mir sehr gefiel. Ich selbst betrachte ja seit Jahren 18 Megapixel als Maß der Dinge. Weshalb 18? Weil man damit A3 bei 300ppi erreicht.

Ich vermute der Anteil der aufgenommenen Fotos die tatsächlich den Weg auf Formate über A3 finden liegt im niedrigen Promillebereich und zwar bei irgendeiner Zahl mit einer Null vor dem Komma.

16 Megapixel seien also genug für die meisten Fotografen, schreibt der Autor bei thephoblographer.com, und erntet meine volle Zustimmung. Allerdings nur um sie im nächsten Absatz wieder zu verlieren. Denn dort meint er, dass höhere Auflösungen für Fotografen einen Sinn hätten, wenn sie gelegentlich Crops aus den Aufnahmen herausschneiden müssen, weil sie gerade kein ausreichend langes Tele dabei haben.

Damit bedient er einen weit verbreiteten Mythos und so hätte er sich den Schmus mit den »16 Megapixel sind genug« auch sparen und gleich schreiben können: Ein Fotograf kann nie genug Auflösung haben!

Dass man bei Kameras mit hochauflösenden Sensoren zur Not große Bilder auf kleine Ausschnitte zusammenschneiden kann ist eine unter Laien weit verbreitete Ansicht – und offensichtlich nicht nur unter Laien.

Das Problem dabei: Je höher die Auflösung, desto eher macht der Sensor nur Schwächen der Optik und jede geringste Erschütterung und Unruhe der Kamera sichtbar. 20 Megapixel und mehr verlangen nach sehr guten Linsen um die Mehrauflösung auch nutzen können. Ansonsten wird nur die Unschärfe der Objektive höher aufgelöst aufgezeichnet.

Schon vor drei Jahren schrieb ich einen Artikel, in dem ich die 12-Megapixel-DSLR D700 mit der 20-Megapixel-Kompakten RX100 von Sony verglich. Das Beispiel dort belegt, dass ein auf 20 Megapixel aufgeblasenes 12-Megapixel-Bild einer guten Kamera mit (relativ) gutem Objektiv auch nicht unschärfer ist als eine Aufnahme die mit einem kompakten, (relativ) billigen Objektiv mit einer 20-Megapixel-Kamera gemacht wurde.

In einem weiteren Artikel machte ich einen direkten Vergleich und rechnete ein 20-MP-Bild aus der RX100 auf 12 Megapixel hinunter, dann wieder auf 20 Megapixel hoch und verglich es mit dem ursprünglichen Original (in meinem Buch »Die kreative Fotoschule« gibt es so ein Beispiel auch in gedruckter Form). Das Ergebnis: Kein sichtbarer Unterschied!

Das ist ein Bild das ich mit der RX100 aufgenommen habe
Originalausschnitt
Das ist ein 100-%-Ausschnitt aus dem Originalbild
Interpoliert
Das ist ein Ausschnitt aus einem Bild das ich in Photoshop auf 12MP heruntergerechnet und das Resultat dann wieder auf 20MP aufgeblasen habe

Das heißt, dass es in der Praxis kaum einen Unterschied macht, ob man einen Ausschnitt aus einem Bild das mit 36, 42 oder 50 Megapixel aufgenommen wurde herauscroppt oder das Bild mit einer 16 oder 18-Megapixel-Kamera macht und dann digital auf die entsprechende Auflösung hoch interpoliert. Jedenfalls legen das alle Tests die ich bisher in diese Richtung gemacht habe nahe.

Ich bin mir sicher, dass hochauflösende Sensoren bis zu einer gewissen Pixeldichte bei entsprechend präziser Arbeitsweise für bestimmte Motive tatsächlich einen Qualitätsgewinn darstellen – ob das auf 42 oder 50 Megapixel auch noch zutrifft wage ich zu bezweifeln. Beim Einsatz von Objektiven der Mittelklasse oder darunter und bei spontaner Fotografie aus freier Hand jedoch dürfte durch die hohen Auflösungen kaum ein qualitativer Gewinn zu erzielen sein.

Ich frage mich wie viele Fotografen die auf hohe Auflösungen schwören tatsächlich überprüft haben ob die vielen Megapixel tatsächlich etwas bringen; ob sie wirklich einmal verglichen haben ob die Resultate ihrer Megapxielboliden tatsächlich schärfere Bilder ergeben als es Interpolationen von Bildern mit 16 oder 20 Megapixel erreichen würden. Ich glaube ja längst nichts mehr was ich nicht selbst überprüft habe.

Am Ende muss jeder selbst entscheiden wie viel Geld er in Kameras, Objektive, Computer und Festplatten mit hohen Auflösungen investiert nur um einmal im Jahr von einem Bild eine Abzug machen zu lassen der größer ist als A3. Ob er dafür dann wirklich ausreichend präzise gearbeitet hat um das Mehr an Schärfe auf das Papier zu bringen, ob dieselbe Schärfe nicht auch durch Interpolation zu erreichen gewesen wäre und ob der Betrachter des Posters den Unterschied überhaupt wahr nimmt steht auf einem anderen Blatt.

Am Ende bedienen die Kamerahersteller mit ihren hochauflösenden Kameras allerdings nur einen tief verwurzelten Aberglauben der Menschen: Viel hilft viel!

Meine MFT-Objektive im Test

Posted in Fotografie

»Objektive im Test« ist vielleicht ein bisschen hoch gestapelt, denn wer sich für Laborgebnisse interessiert wird anderswo kompetentere Bewertungen finden. Mein kleiner Test fiel recht unprofessionell aus: Testchart an die Wand gepappt, Kamera auf Stativ und rasch mit verschiedenen Blendeneinstellungen durch fotografiert.

testchart
Der Testchart wie ich ihn mit den verschiedenen Objektiven aufnahm und orange markiert die beiden Ausschnitte die weiter unten zu sehen sind. Den größeren Ausschnitt musste ich wählen weil ich mit der kürzesten Brennweite, dem 12mm MFT (24mm Kleinbild) nicht näher an die Vorlage heran kam.

Auf Dinge wie exaktes Ausrichten der Winkel von Kamera zu Testchart habe ich dabei nicht geachtet. Auch die Ausleuchtung war dilettantisch: Tageslicht durchs Fenster plus Tageslichtleuchtstoffröhren. Mir ging es schlicht darum selbst einmal meine eigenen Objektive getestet zu haben – selber machen ist immer eindrücklicher als aus zweiter Hand erfahren! Und wenn ich sowas schon mache, wieso nicht gleich die Ergebnisse mit euch teilen.

Abgesehen davon, dass der Testaufbau nicht viel mit der Präzision gemein hat mit der im Labor gemessen wird, sind natürlich auch die JPEGs die anschließend folgen nur bedingt aussagekräftig, da sie zumindest leicht komprimiert sind. Die beiden Abbildungen sind jeweils 100-%-Ausschnitte, beide aus dem mittleren Bereich des Testcharts.

Als Kamera kam eine Olympus OM-D E-M1 zum Einsatz. Die Aufnahmen entstanden in RAW und wurden mit Capture One Pro entwickelt. Die Abbildungsqualität erscheint an meinem Bildschirm und am RAW-Konverter natürlich deutlich besser als die JPEGs die ihr hier im Browser seht und entlockten mir zunächst einmal ein staunendes »Wow!«, obwohl ich so einen Test zumindest für einzelne Objektive nicht zum ersten Mal mache.

M.Zuiko 12mm ƒ2.0

Das Olympus M.Zuiko 12mm ƒ2.0 (Amazon-Affiliate-Link) gehört zu meinen liebsten Objektiven, ist häufig auf meiner Immer-dabei-Kamera drauf und glänzt durch exzellente Leistung bei geringstem Volumen. Das Objektiv besticht bereits bei Offenblende mit hervorragender Abbildungsqualität bis in die Randbereiche, lediglich der Kontrast verbessert sich sichtbar durch Abblenden von 2.0 auf 2.8. Die Verbesserung die durch Abblenden erreichbar ist dürfte allerdings praktisch kaum relevant sein, was heißt, dass das Objektiv bedingungslos offenblendentauglich ist.

OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2 OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2_Siemens
Blende: ƒ2.0
OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2_8 OLYMPUS_M_12mm_F2_0-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_12mm_F2_0-4 OLYMPUS_M_12mm_F2_0-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

Leica Summilux 15 ƒ1.7

Das kleine Leica (Amazon-Affiliate-Link) kaufte ich gemeinsam mit der Lumix GM1. Abgesehen davon, dass ich eine Brennweite zwischen 24mm und 40mm Kleinbild für mein MFT-System wollte reizte mich auf der Blendenring am Objektiv. Die GM1 ist nur mit einem Einstellrad ausgestattet – der Blendenring erlaubte mir im manuellen Belichtungsmodus ohne Umschalten Blende und Verschlusszeit regeln zu können.

Die JPEGs täuschen ein bisschen über die tatsächliche Qualität hinweg. Auch wenn eine Zunahme von Detailschärfe und Kontrast durch Abblenden bis ƒ4.0 zu erkennen ist halte ich auch hier den Unterschied für den praktischen Einsatz für kaum relevant.

LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-1_7 LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-1_7_Siemens
Blende: ƒ1.7
LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-2_8 LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-4 LEICA-DG-SUMMILUX-15-F1_7-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

M.Zuiko 17mm ƒ1.8

35mm Kleinbild ist in meinen Augen die besser Normalbrennweite. Das kleine 17mm von Olympus (Amazon-Affiliate-Link) habe ich gekauft um das 15mm Lumix zu beerben. Qualitativ schenken sich die beiden Linsen laut dxomark.com-Tests nicht viel – das Leica bildet schärfer ab hinkt aber bei der chromatischen Aberration. Ich schätze am Olympus 17er neben der Brennweite die Kompaktheit – es ist mein kleinstes Objektiv – und den Schnappschuss-Fokus.

OLYMPUS_M_17mm_F1_8-1_8 OLYMPUS_M_17mm_F1_8-1_8_Siemens
Blende: ƒ1.8
OLYMPUS_M_17mm_F1_8-2_8 OLYMPUS_M_17mm_F1_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_17mm_F1_8-4 OLYMPUS_M_17mm_F1_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

Lumix G 20mm ƒ1.7

Das 20mm ƒ1.7 (Amazon-Affiliate-Link) genießt einen ausgezeichneten Ruf. Es war meine erste MFT-Linse die ich vor Jahren zusammen mit einer Lumix G3 kaufte. Heute habe ich es nur mehr selten im Einsatz, allerdings weniger weil mich die Qualität nicht überzeugt, als vielmehr, dass ich mit der Brennweite von 40mm nicht so viel anfangen kann.

Auch bei diesem Objektiv ist ein Gewinn an Schärfe und Kontrast durch Abblenden zu erkennen, doch auch hier fällt beides so gering aus, dass man die Relevanz für die Praxis durchaus in Frage stellen darf.

LUMIX-G-20-F1_7-1_7 LUMIX-G-20-F1_7-1_7_Siemens
Blende: ƒ1.7
LUMIX-G-20-F1_7-2_8 LUMIX-G-20-F1_7-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
LUMIX-G-20-F1_7-4 LUMIX-G-20-F1_7-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

Leica Summilux 25mm ƒ1.4

Der Gewinn an Detailschärfe und Kontrast fällt beim 25er Leica (Amazon-Affiliate-Link) deutlicher aus als bei den meisten anderen MFT-Objektiven die ich testete. Allerdings ist beides dermaßen exzellent, dass das zu verschmerzen ist.

Würde ich heute noch einmal ein 25er für mein MFT-System kaufen würde ich mich allerdings nicht mehr für das Leica entscheiden sondern für jenes von Olympus (Amazon-Affiliate-Link) – qualitativ schenken sie sich nicht viel, doch das Olympus ist deutlich kleiner und preiswerter.

LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-1_4 LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-1_4_Siemens
Blende: ƒ1.4
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2 LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2_Siemens
Blende: ƒ2.0
LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2_8 LEICA-DG-SUMMILUX-25-F1_4-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8

M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 (bei 40mm)

Das 12–40-ƒ-2.8 (Amazon-Affiliate-Link) dürfte wohl das Standardzoom für MFT sein. Seine Abbildungsqualität ist dermaßen gut und sein Bokeh so schön weich, dass man sich wirklich fragen muss wozu man da noch weitere Festbrennweiten in dem Bereich braucht – sofern es nicht um jedes Drittel Lichtstärke und jedes Gramm Gewicht geht ist das 12–40er für seinen Brennweitenbereich eigentlich auch alleine ausreichend. In Sachen Detailschärfe und Kontrast ab Offenblende schlägt es sogar die meisten Festbrennweiten in seinem Bereich, vor allem wenn man die Randbereiche mit berücksichtigt.

Dabei ist seine Naheinstellgrenze dermaßen gering, dass man auch Kleinstes gut abbilden kann und es schon sehr winzig werden muss, bevor man zum Makro greifen muss. Als ob das nicht schon genug wäre punktet es darüber hinaus auch durch Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit, was es zusammen mit einer E-M5 oder E-M1 sogar absolut sauwettertauglich macht.

OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-2_8 OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-4 OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0
OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-5_6 OLYMPUS_M_12-40mm_F2_8-5_6_Siemens
Blende: ƒ5.6

M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8 (bei 40mm)

Das 40–150er (Amazon-Affiliate-Link) ist für mich vor allem deshalb interessant, weil es bei Blende ƒ2.8 und 150mm auch ein Freistellen relativ großer Objekte erlaubt. In der Bildmitte erhält man (bei den 40mm bei denen ich testete) auch bei Offenblende eine scharfe und kontrastreiche Abbildung, zu den Rändern hin hingegen gehört es zu den Linsen im Test deren Detailschärfe bei Offenblende am offensichtlichsten reduziert ist – mit den beste Linsen in meinem kleinen Test kann es in diesen Bereichen nicht mithalten (allerdings habe ich aber eben nur die Anfangsbrennweite getestet, bei anderen Zoomstellungen mag sich das Bild ändern).

OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-2_8 OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-4 OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0
OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-5_6 OLYMPUS_M_40-150mm_F2_8-5_6_Siemens
Blende: ƒ5.6

M.Zuiko 45mm ƒ1.8

Für einen Preis von knapp über 250 Euro ist das 45er-1.8 (Amazon-Affiliate-Link) ein Objektiv das man einfach haben muss, wenn man mit MFT fotografiert. Es bietet exzellente Detailschärfe. Zwar sieht man auch hier einen Gewinn von Kontrast und Schärfe durch abblenden, aber wieder gilt, dass die Unterschiede dermaßen gering sind, dass die praktische Relevanz für die meisten Motive absolut vernachlässigt werden darf. Bei dxomark.com wird die Linse als 4.-bestes Objektiv für MFT gelistet – obwohl ich auch das deutlich teuerere 75er ƒ1.8 habe kommt das porträttauglichere 45er in der Praxis deutlich häufiger zum Einsatz, nicht zuletzt auch wegen seines wunderbar cremigen Bokehs (was allerdings beim 75er schon noch einmal eine Nummer feiner ausfällt).

OLYMPUS_M_45mm_F1_8-1_8 OLYMPUS_M_45mm_F1_8-1_8_Siemens
Blende: ƒ1.8
OLYMPUS_M_45mm_F1_8-2_8 OLYMPUS_M_45mm_F1_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_45mm_F1_8-4 OLYMPUS_M_45mm_F1_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

M.Zuiko 60mm ƒ2.8 Macro

Olympus’ 60er Macro (Amazon-Affiliate-Link) ermöglicht nicht nur faszinierende Einblicke in einen Mikrokosmos der uns mit freiem Auge verweht bleibt, es ist auch eine exzellente Porträtlinse.

OLYMPUS_M_60mm_F2_8-Macro-2_8 OLYMPUS_M_60mm_F2_8-Macro-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_60mm_F2_8-Macro-4 OLYMPUS_M_60mm_F2_8-Macro-4_Siemens
Blende: ƒ4.0
OLYMPUS_M_60mm_F2_8-Macro-5_6 OLYMPUS_M_60mm_F2_8-Macro-5_6_Siemens
Blende: ƒ5.6

M.Zuiko 75mm ƒ1.8

Obwohl man es wohl als amtlich bezeichnen kann, dass das 75mm ƒ1.8 (Amazon-Affiliate-Link) zu den besten Objektiven für Micro FourThirds gehört, zählt es doch nicht zu meinem bevorzugt eingesetzten. Der Grund ist schlicht und einfach die Brennweite. Zwar liefert die Linse ein Bokeh vom Feinsten, doch 75mm ist für meinen Geschmack etwas zu eng für Porträt – und längere Brennweiten als 50mm setze ich primär für Porträt ein.

Es ist zwar in diesem Bericht bereits zur Leier geworden doch auch für diese Linse gilt, dass der Gewinn an zusätzlicher Schärfe und Kontrast für die Praxis nur wenig Bedeutung haben dürfte.

OLYMPUS_M_75mm_F1_8-1_8 OLYMPUS_M_75mm_F1_8-1_8_Siemens
Blende: ƒ1.8
OLYMPUS_M_75mm_F1_8-2_8 OLYMPUS_M_75mm_F1_8-2_8_Siemens
Blende: ƒ2.8
OLYMPUS_M_75mm_F1_8-4 OLYMPUS_M_75mm_F1_8-4_Siemens
Blende: ƒ4.0

Lumix G 100–300mm ƒ4.0–5.6

Am langen Ende der Brennweite entspricht dieses Objektiv 600mm Kleinbild. Wer Motive fotografieren möchte denen man sich nicht recht nähern kann findet mit diesem Objektiv einen guten Partner. Dass Detailschärfe und Kontrast trotz des langen Brennweitenbereichs und des verhältnismäßig günstigen Preises dieses Objektivs (Amazon-Affiliate-Link) im Vergleich zu den anderen Linsen gar nicht so deutlich abfällt hat mich doch recht überrascht.

LUMIX-G-VARIO-100-300-F4_0-5_6-4 LUMIX-G-VARIO-100-300-F4_0-5_6-4_Siemens
Blende: ƒ4.0
LUMIX-G-VARIO-100-300-F4_0-5_6-5_6 LUMIX-G-VARIO-100-300-F4_0-5_6-5_6_Siemens
Blende: ƒ5.6
LUMIX-G-VARIO-100-300-F4_0-5_6-8 LUMIX-G-VARIO-100-300-F4_0-5_6-8_Siemens
Blende: ƒ8.0

Fazit

Ich hatte in letzter Zeit immer wieder davon gelesen, dass Leute Objektive gekauft haben die dann eine mangelhafte Schärfe aufwiesen – Produktionsschwankungen können wohl dazu führen, dass nicht jedes ausgelieferte Exemplar exakt die gleiche Qualität aufweist. Es war Zeit für mich endlich einmal meine eigenen Objektive auf ein Montagsprodukt hin zu überprüfen. Bei dem was ich so sehe würde ich davon ausgehen, dass sich bei mir kein faules Ei eingeschlichen hat.

Außerdem wollte ich einmal selbst überprüfen ob alle meine Objektive bestätigen, was die Spatzen von den Dächern pfeifen, nämlich, dass MFT-Objektive meist bereits ab Offenblende so scharf abbilden, dass ein Abblenden für noch mehr Schärfe eigentlich nicht notwendig ist. Bei Kleinbild gibt es ja die Regel, dass man die Blende etwa zwei Lichtwerte schließen sollte um zur optimalen Detailschärfe zu gelangen. Nun, nach diesem Test hat sich für mich der Eindruck bestätigt, dass tatsächlich alle meine Objektive bedingungslos offenblendentauglich sind.

Was ist deine liebste Brennweite?

Posted in Fotografie

Hätte ich mich für eine einzige Brennweite zu entscheiden, müsste ich nicht lange nachdenken welche das wäre: 24mm Kleinbild. Auf den Plätzen folgten 85mm und 35mm (Kleinbild).

24mm

24mm ist eine extrem flexible Brennweite mit einer ausgesprochen dynamischen Bildwirkung. Es müssen schon recht weite Landstriche oder relativ beengte räumliche Bedingungen sein bevor mit einem 24er nichts mehr geht.

Mit meiner Nikon-Kleinbildkamera gehörte ein 24mm ƒ1.8 von Sigma zu meinen liebsten Objektiven. Heute sehe ich diese Linse zwar etwas kritischer, denn sie erzeugte ein extrem unruhiges Bokeh, trotzdem lassen sich mit einer so kurzen Brennweite und so viel Lichtstärke Bildeindrücke erzeugen die ansonsten kaum zu erzielen sind und manchmal ein bisschen an die Wirkung eines Tilt-Objektivs erinnern.

Das besagte 24mm ƒ1.8 wird heute nicht mehr angeboten, doch es gibt eine verschärfte Variante mit Lichtstärke 1.4 – leider auch zum verschärften Preis.

An meinen Olympus-Kameras ist es das 12mm ƒ2.0 das das 24mm-Sigma-Kleinbildobjektiv beerbt hat. So wie ich bereits mit dem Sigma 24mm als einziges Objektiv mehrwöchige Reisen bestritt habe ich schon Reisen praktisch ausschließlich mit dem 12mm von Olympus bebildert.

85mm

85mm ist praktisch die klassische Porträtbrennweite – nicht umsonst bieten Panasonic und Voigtländer Objektive deren 42,5mm exakt 85mm Kleinbild entsprechen. An meiner Nikon war das 85mm ƒ1.8 mein primäres Porträtobjektiv, an meinen Olympus-Kameras gehört das 45mm ƒ1.8 dazu das mit 90mm die Marke von 85 nur knapp überschreitet – das Panasonic 42,5mm ƒ1.2 steht auf meiner Wunschliste.

35mm

Ein 35mm steht in meiner Favoritenliste auf Platz 3. Müsste ich zu einem 24mm für ein einziges weiteres Objektiv entscheiden würde meine Wahl auf ein 85mm fallen. Müsste ich mich hingegen entweder für ein 35mm oder ein 85mm als einziges Objektiv entscheiden (also ohne ein 24mm) würde ich 35mm den Vorzug geben. 35mm ist in meinen Augen die bessere Standardbrennweite als 50mm.

Leider ist es bei Kameras mit APS-C-Sensor gar nicht so einfach preiswerte und kompakte 35mm-Objektive zu finden (wer dazu aus eigener Erfahrung Tipps für welche Marke auch immer abgeben möchte darf sich eingeladen fühlen das in einem Kommentar zu tun), denn an ihnen entspricht eine Brennweite von 35mm eher dem Blickwinkel von 50mm Kleinbild – ist also deutlich enger. So ist beispielsweise das gleichermaßen exzellente wie preiswerte 35mm ƒ1.8 DX-Objektiv von Nikon eben praktisch eher eine 50mm Normalbrennweite.

Für meine MFT-Kameras von Olympus habe ich ein lichtstarkes, gutes und handliches 35mm-Objektiv gefunden – das 17mm ƒ1.8 entspricht mit 34mm Kleinbild ziemlich exakt diesem Wert und das Fotografieren damit macht in der Praxis viel Spaß. Und wer weiß: Vielleicht wird 35mm ja eines Tages das 24er vom Spitzenplatz meiner Gunst vertreiben.

Und was ist deine liebste Brennweite?

Kleiner Wasserfall

Posted in Fotogalerie

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Kleiner Wasserfall | Kamera: Olympus OM-D E-M5; Objektiv: Olympus M.Zuiko 12–24mm ƒ2.8 | 54mm (KB); ƒ11; 20s; 64× Graufilter von Hoya; Stativ | Entwicklung: Capture One Pro, Adobe Photoshop, DxO FilmPack

An heißen Tagen sucht der hitzescheue Fotograf gerne Zuflucht im Schatten – schließlich findet man auch im Wald schöne Motive. Um das fallende Wasser dieses kleinen Wasserfalls als Schleier einzufangen wählte ich eine lange Verschlusszeit was bei Tag einen Graufilter verlangt. Ein 64× Graufilter scheint mir für solche Aufnahmen ideal – keinesfalls weniger.

Mit der Olympus Pen E-PL7 in den Bergen

Posted in Fotografie

Hätte ich gewusst wo es uns hin verschlägt, als wir gestern Früh zu einer Rundfahrt mit dem Cabrio ausrückten, hätte ich eine andere Kameratasche mitgenommen und zwar die mit der OM-D E-M5 und 12–40mm und 9–18mm Objektiv als Inhalt. So jedoch rückte ich mit meiner Immer-dabei-Kameratasche und der Immer-dabei-Kamera Olympus Pen E-PL7 mit 17mm ƒ1.8 (knapp 35mm Kleinbild) aus.

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Seilbahnen sind nicht meine Freunde – ich habe ganz gerne festen Boden unter den Füßen. Doch der Aufstieg zum Lünersee ist lang.
Blende ƒ5.6, 1/125s, manuelle Belichtung; die Aufnahme wurde am Computer geometrisch korrigiert; Schatten und Lichter wurden aufgrund der Gegenlichtsituation in Capture One kräftig angeglichen.

Unverhofft führte uns der Weg ins Vorarlberger Brandnertal und ans Ende der Straße zu Füßen des Lünersees.

Mit der Gondel ging es hoch zur Douglashütte wo ich am Ufer des Sees eine ausgezeichnete Forelle aus demselben verspeiste. An touristischen Hotspots erwarte ich ja normalerweise weder sehr gutes Essen noch sehr freundliche Bedienung – höchstens sehr hohe Preise –, doch beides wurde hier geboten – zu fairen Preisen!

Nach dem Essen machten wir uns an die Umrundung des Sees. Dafür werden auf den Wegweisern 1 Stunde und 45 Minuten veranschlagt – wir schafften die 7,5km in 2 Stunden 30 Minuten – Genießer und Fotografen brauchen eben etwas länger.

Die OM-D hätte mit den beiden oben genannten Objektiven den Vorteil gehabt flexibler auf die Bergwelt reagieren zu können. 35mm Kleinbild ist schon ein recht enger Ausschnitt wenn man Alpenlandschaften einfangen möchte. Den See gab es damit immer nur Häppchenweise – den ganzen konnte ich nicht ein einziges Mal in den Bildausschnitt bekommen. Schon die exzellente 12–40mm ƒ2.8 Linse hätte deutlich weitere Panoramen ermöglicht, wäre für Porträts zwischendurch besser geeignet gewesen und erzielt im Nahbereich Aufnahmen die eigentlich schon fast als Makro durchgehen müssten.

Dafür hat die Pen mit dem 17mm-Objektiv und somit der kleinbildäquivalenten Brennweite von knapp 35mm natürlich den Vorteil volumen- und gewichtsmäßig nicht viel Heu zu fressen und dennoch eine Abbildungsqualität auf Augenhöhe mit einer E-M1 zu liefern.

Allerdings hätte die OM-D noch einen weiteren Vorteil gehabt: Den elektronischen Sucher. Fotografieren im Sonnenschein ist mit Display immer ein Bisschen wie ein Blindflug. Zwar geht es mit einem Klappdisplay etwas besser als ohne – es gelingt leichter einen optimalen Winkel für das Display zu finden und es zu beschatten – aber ein Sucher ist unter der Sonne doch ein klarer Vorteil.

Dass man mit einer Pen und einer 35mm-Festbrennweite und somit ohne den Luxus des Zoomens eine Wanderung in den Bergen trotzdem schön bebildern kann sollen die nachfolgenden Aufnahmen zeigen.

Die meisten Fotos entstanden mit manueller Fokussierung und Schnappschuss-Fokus. Ebenfalls manuell fokussiert habe ich die Nahaufnahmen von den Bergblumen. Es waren in erster Linie die Aufnahmen von Andrea die ich mit Autofokus aufgenommen habe und dann meist via Touch auf das Display.

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Das nach vorne klappbare Display verleitet sogar einen »No-Selfie-Man« wie mich gelegentlich doch ein Selfie aufzunehmen – zumindest wenn die frechere Hälfte aus dem Hintergrund ins Bild grinzst.
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35mm Kleinbildbrennweite ist jetzt nicht unbedingt optimal für Porträts aber wenn man den Bildausschnitt nicht zu knapp auf das Gesicht beschränkt geht es durchaus. Das 17mm-M.Zuiko zeigt dabei einen durchaus ansprechenden Freisteller und eine angenehme Unschärfe im Hintergrund.
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Wie von MFT-Linsen gewohnt erzeugt auch das 17mm ƒ1.8 ein sehr schönes weiches Bokeh. Das Klappdisplay erlaubt die tiefe Perspektive.
Blende ƒ1.8, 1/2500s.
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Klassische Vordergrund/Mittelgrund/Hintergrund-Staffelung. Bei manueller Fokussierung mit Schnappschuss-Fokus ist bei Blende ƒ11 ab ≈2m bis unendlich alles scharf. Mit einem Polfilter habe ich die Sättigung des Himmels und des Wassers sowie die Spiegelungen auf dem See beeinflusst. Der Filter von Hoya passt mit seinem 46mm-Gewinde sowohl auf das 17mm ƒ1.8 als auch auf das 12mm ƒ2.0.
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Dank exzellenter Sony-Bildsensoren erreichen Olympus’ Kameras trotz relativ kleinen MFT-Formats einen beachtlichen Dynamikumfang – die E-PL7 beispielsweise 12,4 Lichtwerte. Damit lassen sich auch schwierige Gegenlichtsituationen mit Wolken und Schneefeldern im Sonnenschein recht gut meistern. Für solche Resultate ist dann natürlich eine Korrektur von Lichtern und Schatten bei der Entwicklung in der digitalen Dunkelkammer notwendig.
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Eine aus dem Leben gegriffene Momentaufnahme. Einfangen konnte ich sie nur weil die Kamera auf Schnappschuss-Fokus gestellt war und ich nicht fokussieren musste. Auch der Belichtungsmodus stand auf M – unter gleichbleibenden Lichtsituationen, wie im beinahe schattenlosen Gelände um den See, kein Problem.
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Die Farben von Bergseen können an sonnigen Tagen durchaus mit jenen von Ozeanen um karibische Inseln konkurrieren.
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Die 25cm Naheinstellgrenze des 17mm ƒ1.8 setzen dem Ablichten kleiner Blümchen Grenzen – ohne Zuschnitt würden sie im ursprünglichen Bildausschnitt noch verlorener wirken. So, mit den angedeuteten Schneefeldern im Bokeh, hat die Aufnahme jedoch durchaus ihren Charme.
Manuell fokussiert, ƒ1.8, 1/4000 Sekunde (ohne den Polfilter, der ein bis zwei Lichtwerte schluckt, wäre sich Offenblende hier im Sonnenschein wohl nicht ausgegangen).
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Gehört irgendwie zu den Bergen: der Enzian. Kommt man wegen der Naheinstellgrenze nicht näher an seine Motive ran gilt es aus der Not eine Tugend zu machen in dem man die Landschaft zum präsenten Hintergrund der Blüten macht. Auch hier wurde manuell fokussiert; Blende ƒ3.2, 1/160s.
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Noch ein Bild mit schöner Tiefenstaffelung.
Manuell fokussiert im Schnappschuss-Fokus, Blende ƒ11, 1/125s.
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Ob sich das Bergbächlein selbst für diesen Weg entschieden hat?
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Nachdem man einen See umrundet hat darf man sich natürlich auch einen Schlemmerbecher gönnen.

Capture One 8.3

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Der dänische Hersteller von Mittelformatkameras Phase One, hat gestern sein Programm zur RAW-Entwicklung Capture One auf die Version 8.3 aktualisiert – ein Anlass für mich wieder einmal auf die Software hinzuweisen. Wer sich wie ich mit Adobe Photoshop Lightroom nicht so recht anfreunden kann findet darin eine exzellente Alternative.

Capture One ist zwar (für nicht Sony-Fotografen) ein ordentliches Stück teurer als Lightroom, bietet dafür aber eine wesentlich flexiblere Oberfläche mit Massig Möglichkeiten die Bedienung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass Capture One Lightroom in Sachen Qualität schlägt.

Ein etwas ausführlicherer Bericht über meinen Eindruck von Capture One findet sich hier. Wer das Programm kennenlernen möchte kann es kostenlos bei phaseone.com herunterladen und einen Monat lang ohne jegliche Einschränkung testen.