Archiv der Kategorie: Bildergeschichten

Schlechtes Fotowetter

Das schlechteste Fotowetter ist für mich ein dicht bedeckter gleichmäßig grauer Himmel. Dann doch lieber Sonnenschein. Besonders jetzt wo der Winter noch nicht ganz vorbei ist spürt man deutlich wie die leeren Batterien die Energie der Sonnenstahlen aufsaugen wenn man es an den ersten warmen Tagen hinaus schafft. Doch ein wolkenloser blauer Himmel ist fotografisch nicht besonders interessant – außer »schönes Wetter« sagt er gar nichts. Und dann noch die Härte des Lichts wenn die Sonne den Zenit quert.

Als Naturfotograf habe ich Regenwetter lieben gelernt. Die Luft riecht frisch, man spürt die Elemente der Natur besonders deutlich, kaum ein Mensch ist unterwegs und man kann kommt mit ganz besonderen Stimmungsbildern nachhause.

Statt Regen fällt in der kalten Jahreszeit natürlich Schnee, der den Vorteil hat den Fotografen nicht so schnell zu durchweichen und sich fotografisch leichter festhalten lässt als Regen.

Schneeregen herrschte, als ich die vier Bilder die ich hier zeige aufgenommen habe. Die meisten Tiere waren an diesem Tag wohl zuhause geblieben. Lediglich ein dichter Schwarm Stare und eine Schar Möwen die sich eher ungewöhnlich weit vom Bodensee in die Vorarlberger Riedlandschaft zurück gezogen haben, sorgte für Leben über der ruhenden Landschaft. Darüber suchte außerdem der eine oder andere Greifvogel sein Mittagessen, nicht ganz ungestört von den schwarz gefiederten Krähen.

Dank der exzellente abgedichteten E-M1 und E-M5 sowie der Olympus Pro Objektive muss ich mir wegen des Equipments keinerlei Gedanken machen. Und was ich dabei außerdem schätze: Meine breitkrempigen Fischerhut (Amazon Affilliate-Link). Und der schützt nicht nur vor dem Regen. Seit ich ihn auch als Sonnenschutz nutze habe ich nicht mehr das Problem, dass mir Sonnenstrahlen in den Sucher hinein blenden. Ohne Hut musste ich häufig meine Augen mit der linken Hand abschirmen, mit ist dieses Problem vollständig behoben.

Und falls jemand Etwas gegen kalte Finger sucht: Die MacWet Gloves Climatec (Amazon Affilliate-Link) kann ich durchaus empfehlen.

MerkenMerken

Mit der OM-D E-M1 II auf Vogeljagd

Der Rotmilan ist nach meiner Meinung einer der schönsten und edelsten Greifvögel – nicht umsonst nennt man ihn auch Königsweihe. Auch wenn er aktuell nicht vom aussterben bedroht ist, wird er in verschiedenen Regionen auf der roten Liste geführt. Im Vorarlberger Rheindelta sieht man ihn relativ häufig, obwohl es im ganzen Bundesland nur etwa 20 Tiere geben soll.

Bilder wie dieses blieben mir längere Zeit verwehrt, nachdem ich den Umstieg von Nikon zu Olympus gemacht habe. Spiegellose Kameras arbeiten beim Autofokus mit Kontrasterkennung, und die ist bislang kaum in der Lage der Phasenerkennung von DSLRs das Wasser zu reichen.

Die Olympus OM-D E-M1 II (Amazon-Affiliate-Link) hat Vögel im Flug wieder erreichbar für mich gemacht. Anders als die meisten anderen Spiegellosen hat Olympus bei ihr Sensoren zum Phasenvergleich auf dem Bildsensor untergebracht und sie ins Spitzenfeld der rasch fokussierenden Kameras gebracht. Der deutlich bessere AF war bei Erscheinen der E-M1 II ausschlaggebend, dass ich das Upgrade von der ersten E-M1 gemacht habe. Und ich habe es nicht bereut – Seit ich die Kamera habe bin ich, wenn immer Zeit und Wetter es zulassen, draußen auf der Vogeljagd.

Olympus OM-D E-M1 Mark II | M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1.4 Telekonverter | 420mm | ƒ5.6 | 1/5000s | ISO800 | Software: DxO PhotoLab

Waldohreule

Gerade habe ich die achte Auflage meines Photoshop-Workshop-Buches in Druck gegeben, finde ich mich schon wieder mitten im anderen Projekt an dem ich arbeite: Einen Workshop-Buch über Adobe InDesign. Dessen Druck soll im April erfolgen. Viel zu tun, denn Mitte Januar starten wieder neue Kurse. Zeit zum Bloggen und Video-Tutorials bleibt da keine, denn zwischendurch muss ich einfach raus.

Dann packe ich meine Kameras ein und gehe  mit Andrea auf die Pirsch. Wir sind mittlerweile leidenschaftliche Vogeljäger, und häufig überrascht was es da draußen an gefiederten Gesellen zu entdecken gibt. Eine besondere Freude ist es natürlich, wenn einem so scheue Nachtschattengewächse wie Waldohreulen vor die Linse fliegen und neugierig beäugen, wie sie Schuss um Schuss abgelichtet werden. Dank der hervorragenden Bildstabilisierung von Olympus gelingen solche Aufnahmen bei 840mm KB auch noch bei 1/13 Sekunde Belichtungszeit ohne nennenswerte Verwackelung.

Olympus OM-D E-M1 | M.Zuiko 300mm ƒ4 + 1.4 Telekonverter | 420mm | ƒ5.6 | 1/13s | ISO500 | Capture One Pro

Schneefall, Wasserfall

schneefall-wasserfall
Kamera: Olympus OM-D E-M1 | Objektiv: M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 | Brennweite: 35mm (70mm KB) | Blende: ƒ5.6 | Zeit: 1/160 S | ISO: 800 | Fokus: Manuell | Belichtungsmodus: Manuell | Belichtungsmessung: Mittenbetont | Weißabgleich: Manuell |  Selbstauslöser mit Anti-Shock und 15S Vorlaufzeit | Stativ | Entwicklung: Capture One Pro

Fotografieren kann man nicht nur im Sonnenschein. Ganz im Gegenteil! Gerade das was man landläufig als schlechtes Wetter bezeichnet, kann manchmal fotografisch spannender sein als Postkartenwitterung. Meiner E-M1 und den Olympus-Pro-Zooms machen Schnee, Regen oder Gischt Gott sei Dank nicht viel aus, so dass ich mir deshalb keine Sorgen machen muss.

Dia Aufnahme entstand mit Stativ um maximale Detailschärfe zu garantieren. ISO habe ich angehoben um eine ausreichend kurze Verschlusszeit zu erhalten die Schneeflocken im Fall einzufrieren. Ich machte auch Aufnahmen mit Langzeitbelichtungen bei denen die Flocken nur mehr als blassweiße Striche abgebildet wurden aber am Ende gefiel mir diese Variante am besten.

Olympus Anti-Shock-Funktion ist für die Arbeit mit Stativ sehr angenehm. Dabei stellt man eine Vorlaufzeit bis zum Auslösen ein, vergleichbar mit einem Selbstauslöser, allerdings wird der Verschluss bereits zu Beginn dieser Zeit geöffnet. Das sollte eine wirklich erschütterungsfreie Aufnahme garantieren. Der Vorteil daran ist, dass man nicht mit einem Fernauslöser (in meinem Fall mit dem iPhone und Olympus App) herumhantieren muss.

HDR und Langzeit am Bodensee

Nachdem mein Buch über Affinity Photo abgeschlossen ist habe ich wieder etwas mehr Zeit in der Natur zu verbringen und dabei zu fotografieren.

Da man die schärfsten Aufnahmen erzielt wenn die Kamera auf einem Stativ angebracht ist, suchte ich Jahre lang nach einem optimalen Begleiter für unterwegs. Leider kann ich es mir nicht leisten Preise beim Einkauf außer Acht zu lassen und so versuchte ich immer preiswert einzukaufen. Dabei sind über die Jahre 4 Stative zusammen gekommen – Einbein, Gorillapods und billige und leichte Alustative aus meiner Anfanszeit nicht mitgerechnet.

Wer billig kauft, kauft eben doppelt, heißt es. Ziel des jeweils neuen Stativs war es weniger Gewicht mittragen zu müssen und es weniger sperrig am Rucksack anbringen zu können, doch selbst der vorletzte Einkauf, das Rollei CT-5A (Amazon-Affiliate-Link), ist für meinen Geschmack noch zu sperrig und schwer, auch wenn das Stativ ansonsten praktisch und sehr gut ausgestattet und Preis/Leistung sehr OK ist.

Erst mit dem Sirui T-005X Traveller (Amazon-Affiliate-Link) bin ich vollständig zufrieden. Es lässt sich zwar mit einer Maximalhöhe von 1,3m nicht besonders hoch ausziehen, doch da ich ohnehin sehr gerne aus tiefen Perspektiven fotografiere ist das kein Problem für mich. Die Transportabilität hat Vorrang. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass Hürden wie Absperrungen, Zäune oder Mauern durchaus zum Problem werden können. Alles hat eben zwei Seiten.

Sirui

Das Stativ lässt sich sehr kompakt zusammenklappen und ich kann es problemlos in einer der beiden Seitentaschen meiner Kalahari K-21 (Amazon-Affiliate-Link) Fototasche unterbringen.

Kalihari

Die K-21 ist meine zweite Kalahari-Tasche. Zuvor, als ich noch mit Kleinbild-DSLR fotografierte, hatte ich die größere Schwester, die K-22 (Amazon-Affiliate-Link), in Verwendung. Ich mag das unkonventionelle Aussehen der Tasche das so gar nicht an Fototasche erinnert, die riesigen Seitentaschen in denen man locker zwei 0,75lt Getränkeflaschen oder eben eine Flasche und ein Reisestativ unterbringt, sowie dass sie sowohl preiswerter als auch leichter ist als mach vergleichbare Tasche. Manche Leinentasche bringt ja locker ein bis zwei Kilo auf die Waage und ich finde es nicht sinnvoll, das Gewicht das ich mit einer MFT-Ausrüstung einspare an eine Tasche zu verschwenden!

Neben den wirklich opulenten Seitentaschen bietet die K-21 gut Platz für eine Systemkamera oder eine kleine DSLR samt eines angesetzten und eines Zusatzobjektivs, im Falle eines MFT-Systems dürfen es schon zwei der größeren Linsen sein. Von den kompakten MFT-Festbrennweiten sollte die Tasche wohl locker ein halbes Dutzend aufnehmen können.

Üblicherweise hänge ich auf Fotosafari meine Kamera mit angesetztem Objektiv um und kann in der Tasche zwei weitere Objektive transportieren, oft auch mit einer zweiten Kamera – dank MFT eben alles recht unbeschwert und ermüdungsfrei (drei Objektive, zwei Kameras, Stativ, Getränk und trotzdem ein erträgliches Gewicht – ich liebe MFT!). Zuletzt bietet auch die vorne angesetzten Zusatztasche der K-21 noch reichlich Platz für Krimskrams.

Die folgende Aufnahme entstand Mitte der Woche am Bodensee. Es zeigt ein HDR-Bild das ich mit Kamera auf Stativ aufgenommen habe, das aus 5 Belichtungen besteht und mit Aurora HDR vereint wurde. Was ich daran mag, ist, wie weit hinaus Aurora HDR die Steine unter der Wasseroberfläche sichtbar gemacht hat.

Am_See_HDR
Kamera: Olympus OM-D E-M5 | Objektiv: M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 | Brennweite: 12mm (24mm KB) | Blende: ƒ11 | Zeit: Belichtungsreihe mit 5 Belichtungen à ±1LW | ISO: 200 | Fokus: Manuell | Belichtungsmodus: Manuell | Belichtungsmessung: Mittenbetont | Weißabgleich: Manuell | | Selbstauslöser mit 12S Vorlaufzeit | Stativ | Entwicklung: Capture One Pro und Aurora HDR

Die nächste Aufnahme zeigt dasselbe Motiv in einer Langzeitbelichtung. Das Wasser wird dadurch glatter als bei kurzer Verschlusszeit, auch die Wolken werden weicher. So etwas geht während des Tages nur mit einem Graufilter – 15 Sekunden Belichtungszeit bleiben ohne bei Tageslicht unerreichbar. Um Verwackelung durch das Auslösen zu verhindern nutze ich den Selbstauslöser.

Langzeit
Kamera: Olympus OM-D E-M5 | Objektiv: M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 | Brennweite: 12mm (24mm KB) | Blende: ƒ11 | Zeit: 15 S (mit ND1000 Graufilter) | ISO: 200 | Fokus: Manuell | Belichtungsmodus: Manuell | Belichtungsmessung: Mittenbetont | Weißabgleich: Manuell | | Selbstauslöser mit 12S Vorlaufzeit | Stativ | Entwicklung: Capture One Pro

Das letzte Bild zeigt das Motiv in einer Kurzzeitbelichtung (also normale Belichtungszeit ohne Graufilter). Hier zeigt sich im Gegensatz zur Lanzeitbelichtung die bewegte Wasseroberfläche. So ein Bild ließe sich an sich auch aus freier Hand auch fotografieren, doch versierte Landschaftsfotografen wissen, dass maximale Abbildungsschärfe auch bei relativ kurzen Verschlusszeiten nur mit Stativ garantiert ist.

Kurzzeit
Kamera: Olympus OM-D E-M5 | Objektiv: M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 | Brennweite: 12mm (24mm KB) | Blende: ƒ11 | Zeit: 1/200 S | ISO: 200 | Fokus: Manuell | Belichtungsmodus: Manuell Belichtungsmessung: Mittenbetont | Weißabgleich: Manuell | | Selbstauslöser mit 12S Vorlaufzeit | Stativ | Entwicklung: Capture One Pro

Während bei Kleinbidlkameras häufig mit Blende ƒ16 fotografiert wird, versuche ich bei meinen MFT-Kameras ƒ11 nicht zu überschreiten. Bei größeren Blendenwerten nimmt die Detailschärfe aufgrund der sogenannten Beugungsunschärfe ab. Üblicherweise bleibe ich mittlerweile meist bei Blende ƒ8 und nur dann, wenn ich wirklich einen ausgesprochen tiefen Bereich von sehr weit vorne bis hinten scharf abbilden möchte stelle ich auf ƒ11 hoch.

Vor der eigenen Tür

ordinaryworld
Kamera: Olympus OM-D E-M5 | Objektiv: M.Zuiko 17mm ƒ1.8 (34mm KB) | Blende: ƒ8 | Zeit: 1/160 S | ISO: 200 | Belichtungsmodus: Blendenvorwahl | Belichtungsmessung: Mittenbetont | Weißabgleich: Manuell

Ich bin zwar kein besonderer Globetrotter, dennoch habe ich schon ein paar ganz besondere Orte dieser Erde besucht. Doch wenn es darum geht bezaubernde Impressionen einzufangen braucht man gar nicht weit zu reisen, sondern nur mit offenen Augen und einer offenen Wahrnehmung durch die Gegen zu gehen. Oft liegen wunderbare Plätze direkt um die Ecke oder vor der eigenen Haustür.

Dieses Aufnahme zeigt einen Teil des Riedes, zwischen meinem Wohnort Schwarzach und dem Ort wo sich mein Büro befindet, das ich passiere, wenn ich zu Fuß ins Büro gehe.

Die Gegend ist unspektakulär und an manchen Tagen trostlos und ein bisschen abweisend, nicht zuletzt aufgrund der Straßen, der Bahn und der Hochspannungsleitungen die die Wiesenlandschaft durchschneiden.

An manchen Tagen aber, wenn das Wetter und das Licht stimmt, kann sie auch einen bescheidenen und gleichzeitig charmanten Reiz vermitteln. Bescheiden meine ich in diesem Fall im positiven Sinn – einige Leser werden sich sicherlich vorstellen können, dass Bescheidenheit eine Tugend und Tugend etwas durchaus positives sein kann.

Die spektakulärsten Plätze die ich schon besuchen durfte – manche davon weltbekannt – waren alles andere als bescheiden. Hätte ich viel Glück gehabt, hätte ich sie vielleicht unter Bedingungen vorgefunden die es mir ermöglichten den Ort spektakulär abzulichten. Leider hatte dieses Glück nie. Zwei oder drei Wochen, oder auf der Durchreise oft kaum eine Stunde, bieten geringe Chancen einer Location unter optimalen Bedingungen zu begegnen!

Besonders dramatisch sehe ich das allerdings nicht, weiß ich doch, dass ich selbst unter optimalsten Bedingungen kaum eine Aufnahme machen könnte, die mit den spektakulärsten der Sehenswürdigkeit mithielten. Irgendwann war immer schon jemand da der noch mehr Glück hatte, eine bessere Ausrüstung einsetzte, mehr Aufwand trieb oder schlicht ein besserer Fotograf war. Je bekannter der Ort, desto wahrscheinlicher, dass ich diese Aufnahmen schon sah und, dass sie meine blass aussehen lassen.

Auch wenn spektakuläre Aufnahmen atemberaubender Kulissen natürlich etwas Beeindruckendes haben, ist es nicht das was mich antreibt. Ich liebe genauso, vielleicht noch mehr, den Reiz des Gewöhnlichen, des Alltäglichen, des Bescheidenen. Die Aufnahme oben ist so ein Motiv das mir den Reiz des gewöhnlichen vermittelt und mich in seiner Bescheidenheit anspricht.

Ich erinnere mich noch wie ich damals kurz überlegte, ob es sich wirklich lohne die Kamera auszupacken, oder, ob ich einfach nur ein Foto machen wollte um ein Foto zu machen. Ich entschied mich die Kamera aus dem Rucksack zu holen und die Szene rasch eingefangen.

Begleitet hat mich an diesem Tag meine Olympus E-M5 mit dem was in den letzten Monaten mein Immer-dabei-Objektiv war, dem M.Zuiko 17mm ƒ1.8. Dieses Objektiv entspricht knapp 35mm Kleinbildbrennweite und ist damit eine sehr gute und flexible Immer-dabei-Brennweite.

Zwar fotografiere ich sehr oft mit manueller Belichtung, doch wenn ich unterwegs bin steht der Modus eher auf Blendenvorwahl. Als Blende wählte ich ƒ8.0. Das entspricht ƒ16 an Kleinbild und ist eine durchaus typische Brennweite für Landschaft. Zwar erlaubt das Objektiv wie die meisten Olympus-Objektive ein Schließen der Blende bis auf ƒ22, doch bei höheren Werten als ƒ11 nimmt die Schärfe aufgrund der sogenannten Beugungsunschärfe ab. Fokussiert habe ich auf Etwas im Vordergrund, ich vermute auf die Bäumchen links.

Die Aufnahme erschien zunächst im RAW-Converter etwas flau, was aber nicht ungewöhnlich ist. Während die kamerainterne JPEG-Verarbeitung in der Regel für kontrastreiche und gesättigte Resultate sorgt, gehen RAW-Converter zunächst moderater vor, was RAWs im Vergleich zu JPEGs oft unspektakulär erscheinen lässt.

Rein mit der Entwicklung der Aufnahme in Capture One wäre sie nicht zu einer meiner liebsten des letzten Jahres geworden. Erst mit einer Bearbeitung in Photoshop und mit dem neu erschienenen und gerade erworbenen Plugin Aurora HDR kamen Wolken und Schattierungen so heraus, wie sie im Ergebnis nun zu sehen sind.

Sonnenuntergang über den Rheinspitz

Die Gemeinde Bildstein sitzt am Rande des Bregenzer Waldes über dem Vorarlberger Rheintal und ist bekannt für die schönste Barockkirche des westlichsten Bundeslandes Österreichs in der auch immer wieder klassische Konzerte statt finden. Vor der Kirche erstreckt sich ein großer Platz an dessen Ende sich eine grandiose Aussicht über das Rheintal und den Bodensee bietet.

An Sommertagen wie diesen versinkt die Sonne in atemberaubenden Farben im See und bietet ein besonders eindrückliches Schauspiel wenn der Himmel mit einigen Wolken gesprenkelt ist. Ich gehöre nicht zu den Fotografen bei denen das Fotografieren von Sonnenuntergängen verpönt ist. Ganz im Gegenteil: Ich bin immer wieder beeindruckt wenn ich sehe was die Kollegen an Abendstimmungen aufnehmen und herzeigen. Zu behaupten ein Foto von einem Sonnenuntergang sei langweilig heißt zu behaupten ein Sonnenuntergang sei langweilig. Das mag man für sich so empfinden, sollte man aber nicht zur allgemeinen Wahrheit erklären.

Wenn es darum geht, dass Sonnenuntergänge schon Tausend- und Millionenfach fotografiert worden sind, dürften wir nichts mehr fotografieren, denn worauf träfe das nicht zu? Jeder Sonnenuntergang ist anders und ich finde jeder sollte seinen eigenen Sonnenuntergang fotografieren. Wieder und wieder.

_EM51909_blog
Kamera: Olympus OM-D E-M5; Objektiv: Olympus M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6 | 12mm (24mm KB); ƒ8; 1/200s; ISO200 | Entwicklung: Capture One Pro, Adobe Photoshop, Topaz Clarity
_EM51908_blog
Kamera: Olympus OM-D E-M5; Objektiv: Olympus M.Zuiko 9–18mm ƒ4.0–5.6 | 9mm (18mm KB); ƒ8; 1/60s; ISO200 | Entwicklung: Capture One Pro, Adobe Photoshop, Topaz Clarity
_7040050_blog
Kamera: Olympus OM-D E-M1; Objektiv: Olympus M.Zuiko 40–150mm ƒ2.8 | 150mm (300mm KB); ƒ8; 1/400s; ISO200 | Entwicklung: Capture One Pro
_EM51980_blog
Kamera: Olympus OM-D E-M5; Objektiv: Olympus M.Zuiko 12–40mm ƒ2.8 | 14mm (28mm KB); ƒ5.6; 1/80s; ISO200 | Entwicklung: Capture One Pro, Adobe Photoshop, Tobaz Clarity

Regentropfen am Weg

Man sollte viel öfter bei Regen fotografieren gehen.

regenweg
Kamera: Olympus OM-D E-M5; Objektiv: Olympus M.Zuiko 12–24mm ƒ2.8 | 36mm (KB); ƒ9; 1/400s; ISO800 | Entwicklung: Capture One Pro

Kleiner Wasserfall

wasserfall
Kleiner Wasserfall | Kamera: Olympus OM-D E-M5; Objektiv: Olympus M.Zuiko 12–24mm ƒ2.8 | 54mm (KB); ƒ11; 20s; 64× Graufilter von Hoya; Stativ | Entwicklung: Capture One Pro, Adobe Photoshop, DxO FilmPack

An heißen Tagen sucht der hitzescheue Fotograf gerne Zuflucht im Schatten – schließlich findet man auch im Wald schöne Motive. Um das fallende Wasser dieses kleinen Wasserfalls als Schleier einzufangen wählte ich eine lange Verschlusszeit was bei Tag einen Graufilter verlangt. Ein 64× Graufilter scheint mir für solche Aufnahmen ideal – keinesfalls weniger.