Wed, 06. May. 09

auge_robert_kneschke_tmb

Vor Kurzem hat mir Blogger und Fotoproduzent Robert Kneschke angeboten, ein Tutorial für markuswaeger.com zu schreiben. Da ich Roberts Blog schon lange abonniert habe und von der Qualität seiner Artikel überzeugt bin, habe ich mich sehr über das Angebot gefreut und natürlich angenommen. Unten findet ihr die Beschreibung auch als Screencast.

Augen-Retusche in Photoshop

Bei der Stockfotografie ist es wichtig, dass Menschen gut aussehen. Die Gesichtsretusche gehört deshalb zu den Standardaufgaben eines Fotografen.

Vor allem die Retusche der Augen ist wichtig, da diese stark beeinflussen, wie sehr ein Gesicht strahlt.

In diesem Artikel beschreibe ich, wie ich die Augen mit Photoshop bearbeite. Ich nutze Photoshop CS3, aber auch mit CS2 und CS4 sind die beschriebenen Aktionen verfügbar. Für viele Ergebnisse gibt es auch andere Herangehensweisen, die ebenso sinnvoll sein können.

Zur Arbeit nutze ich ein Grafiktablett. Das ist keine zwingende Voraussetzung, aber jedem zu empfehlen, der regelmäßig Retuschearbeiten macht. Zum einen beschleunigt ein Grafiktablett den Arbeitsablauf, da mehrere Funktionen, die mit der Maus nacheinander eingestellt werden müssten, wie Pinseldruck oder Pinselgröße, mit dem Grafikstift zusammen beeinflusst werden können. Außerdem werden Auswahlen genauer, da mit dem Stift wie auf Papier »nachgezeichnet« werden kann.

Kommen wir zu den einzelnen Abläufen einer Augenretusche:

1. Die Augenbrauen

Augenbrauen sehen dann schön aus, wenn sie gut konturiert und, vor allem bei Frauen, nicht zu dick sind. Ich nutze hier zuerst das Ausbessern-Werkzeug, um einzelne Häärchen an den Rändern und zwischen beiden Brauen zu entfernen.

Danach kommt der Kopierstempel zum Einsatz mit ca. 40–60% Deckkraft, um bei Bedarf die Augenbrauen dünner werden zu lassen. Die Pinselränder sind mit 0% sehr weich, manchmal ist es aber sinnvoll, die Ränder härter zu setzen (40–50%), um einen ausgefransten Look zu vermeiden.

2. Die Augenringe

Das Entfernen der Augenringe ist einfach, erzielt aber einen deutlich jüngeren und frischen Look im Gesicht. Ich nutze wieder den Kopierstempel mit relativ großem Radius (meist ungefähr so groß wie die Iris) und geringer Deckkraft (30–45%), um die die Augenringe mit hellerer Wangenhaut zu ersetzen.

Hier wird ein großer Vorteil des Grafiktabletts sichtbar. Damit kann ich je nach Druck des Stifts die Deckkraft des Kopierstempels vergrößern und so die Ränder leicht auslaufen lassen, damit keine harten Übergänge zu sehen sind.

Ein Wort zur Warnung: Die meisten Models finden es sehr gut, wenn ihre Augenringe wie von Zauberhand verschwinden. Instinktiv wirkt es aber seltsam, Personen ganz ohne Augenringe zu sehen. Wir nehmen das Gesicht dann als »künstlich« wahr, wie meist die Frauen auf Titelbildern von Fernsehzeitschriften. Um das zu vermeiden, sollten immer ganz leichte Augenringe gelassen werden.

3. Die Falten

Bei den Fältchen unter und neben den Augen (Krähenfüße) gilt ähnliches wie für die Augenringe. Die Falten sollten höchstens verkürzt und aufgehellt werden.

Dazu nutze ich ebenfalls den Kopierstempel mit kleinerem Radius und geringer Deckkraft. Vor allem die Falten, die beim Lachen entstehen, sollten mindestens andeutungsweise erkennbar bleiben.

4. Das Weiß der Augen

Um das Weiß der Augen heller zu machen, nutzen viele Kollegen den Abwedler. Das funktioniert gut. Ich hingegen mache aber eine Auswahl des Augenweiß. Den Vorteil erkläre ich später.

Je nachdem, was einfacher ist, markiere ich das Weiß links und rechts von der Pupille separat mit dem Auswahlwerkzeug. Oder ich markiere das ganze Weiß inklusive der Pupille und mache dann mit dem Kreis-Auswahlwerkzeug eine negative Auswahl, um sie wieder auszuschneiden. Dadurch wird der Rand um die Pupillen schön rund und gleichmäßig.

Wenn ich das Weiß von beiden Augen markiert habe (Um mehrere Auswahlen zu machen, wird die Umschalt-Taste gedrückt gehalten), erstelle ich eine Tonwertkorrektur als Ebenenmaske. Meist ziehe ich die den rechten Weiß-Regler von 255 auf ca. 250 und den mittleren Grau-Regler von 1,00 auf ca. 1,15.

Bei einigen Personen sind dicke rote Äderchen in den Augen zu sehen. Die werden entweder mit dem Kopierstempel entfernt. Da das oft aber an den Rändern schnell “gestempelt” aussieht, nutze ich oft nur den »Entsättigen-Schwamm«, um das kräftige Rot abzumildern.

5. Die Pupille

Das Schwarz in der Pupille verstärke ich mit einem Abwedler-Werkzeug. Der Kreisumfang wird ungefähr der Pupillengröße angepasst, mit 0% Randdichte und ca. 10% Belichtung.

6. Die Iris

Die bunte Iris ist für die Farbe der Augen verantwortlich. Hier greife ich selten ein, meist nur bei Menschen mit brauner Iris, die oft dunkel aussieht und sich dadurch kaum von der Pupille abhebt. Diese helle ich dann mit dem Abwedle-Werkzeug auf

Wer die Augenfarbe verstärken will, kann dafür den Sättigen-Schwamm nehmen und mit einer Pinselgröße, die ungefähr der Breite der Iris entspricht, einmal den Kreis nachfahren.

7. Kontaktlinsen

Bei Models, die Kontaktlinsen tragen, ist oft der Rand der Linsen zu sehen, der wie ein dunkler Halbring auf beiden Seiten der Iris liegt. Um diesen zu entfernen, nehme ich den Kopierstempel, markiere vorsichtig diesen Halbkreis und ziehe ihn auf die weiße Augenfläche daneben, um den Rand damit zu ersetzen.

Das Ganze noch einmal – nur schneller

In der Stockfotografie geht es auch um Schnelligkeit. In der Regel müssen zig bis hunderte Fotos von einem Model bearbeitet werden, die während einer Fotosession entstanden sind.

Um sich die immer gleichen Retuscheschritte zu ersparen und damit Zeit zu gewinnen, nutze ich gerne Aktionen. Das sind im Vorfeld gespeicherte Handlungsabläufe, die auf Knopfdruck wiederholt werden.

Ich habe bei mir die Tasten F4 bis F8 mit Retuscheschritten belegt, die ich auch in dieser Reihenfolge abarbeite. Im Bereich der Augen ist das der Schritt 4, um die Augen zu weißen.

Ich brauche nur das Augenweiß zu markieren, drücke F6 und meine gespeicherte Aktion läuft ab. Diese besteht im Grunde nur aus dem Befehl »Ebenenmaske mit Tonwertkorrektur erstellen« mit den oben beschriebenen Werten.

Das ist auch der Vorteil der Markierungsmethode: Mit dem Abwedler-Werkzeug wäre so eine Automatisierung nicht möglich. Den (Um)weg über die Ebenenmaske wähle ich, falls bei einigen Fotos aufgrund der Lichtsituation die Werte keinen glaubwürdigen Look erzeugen. Mit einem Klick auf die Ebenenmaske kann ich im Nachhinein schnell die Werte individuell verschieben. Erst vor dem Abspeichern reduziere ich alle Ebenen auf die Hintergrundebene.

Robert Kneschke
(www.robertkneschke.de)

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Fri, 02. Jan. 09
 
 Podcast Video: Play Now | Play in Popup | Download

Am letzten Tag des vergangenen Jahres habe ich Ruhe und Muße genutzt um noch schnell in Hast die ersten Episode des Designworks VideoPodcast für das Jahr 2009 aufzunehmen. Am ersten Tag des neuen Jahres habe ich die Aufnahme geschnitten und am zweiten Tag 2009 veröffentliche ich die Aufnahme nun.

InDesign CS4 befand sich in Form einer Beta seit Oktober auf meinem Rechner und ist seit Anfang November für alle Anwender öffentlich verfügbar. Ich arbeite seit dieser Zeit damit, habe 288 Seiten und einen Umschlag für das Buch »Nikon D700 – das Buch zur Kamera« gestaltet und gesetzt und Seit Dezember 219 Seiten »Photoshop CS4 – die Workshops für Einsteiger«. Ich konnte somit bereits ausgiebig praktische Erfahrungen mit der neuen Version sammeln.

Für mich als Experten beinhaltet InDesign CS4 einige sehr nützliche Neuerungen, allem voran Querverweise, Live-Preflight, eine wesentlich verbesserte Verknüpfungen Palette und sehr smarte Hilfslinien. Dass diese Neuerungen für Otto und Emma Normalanwender von großem Interesse sind, wage ich zu bezweifeln. Da die meisten Neuerungen sich in erster Linie im Bereich der Automatisierung abspielen und damit in erster Linie Buchtypografen, Setzer von umfangreichen und Katalogen etc. betreffen, und für die Gestaltung von Foldern, Broschüren und Anzeigen praktisch uninteressant sind, glaube ich nicht, dass InDesign CS4 ein Must-have für das Gros der Anwender ist. Allerdings glaube ich, dass man sich der Update-Entwicklung nicht entziehen kann. Wer noch mit der Creative Suite 2 arbeitet, sollte einen Umstieg auf CS4 ernsthaft überlegen. Wer gerade erst vor Monaten, oder gar Wochen, auf CS3 upgedatet hat, kann getrost auf CS5 warten.

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Tue, 25. Nov. 08
 
 Podcast Video: Play Now | Play in Popup | Download

Wow! Wer hätte das gedacht? Ein halbes Jahr liegt zwischen dem letzten Designworks VideoPodcast und heute. Endlich habe ich es wieder einmal geschafft eine neue Episode aufzunehmen. Wäre das Leben ein Wunschkonzert, dann würde ich euch wie im Frühjahr geplant jede Woche mit einer neuen Episode versorgen. Aber es gibt zu viel zu tun. Doch heute habe ich mir einen Tag Auszeit von meinen regulären Jobs genommen, um euch über die coolsten und heißesten Neuerungen in Photoshop CS4 zu informieren.

Ich hoffe es dauert keine sechs Monate mehr, bis ich euch einen ähnlichen Einblick in InDesign CS4 und Illustrator CS4 offerieren kann. :-)

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Tue, 27. May. 08
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ;

Sam Designworks VideoPodcast Episode 20 habe ich euch gezeigt, wie ich in Photoshop mit einer Aktion in Sekundenschnelle einen Rahmen samt aller fürs Internet notwendigen Konvertierungen vornehme. Heute biete ich euch meine Aktion zum Downloaden, Ausprobieren und selber Verwenden an. Diese Aktion entspricht zwar nicht 1:1 der Aktion, wie ich sie im Screencast aufgenommen habe – sie ist noch um einiges umfangreicher und komplexer –, aber vielleicht hilft sie euch dabei, mein Tutorial besser zu verstehen.

Aber nicht vergessen: Schrift und Text austauschen! ;-)

PS: Es läuf nach wie vor die Verlosung eines Buches und drei meiner Video-Trainings.

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Wed, 21. May. 08
 
 VPC20: Photoshop und mit dem Auto zum Rahmen: Play Now | Play in Popup | Download

Groß–Klein, Kalt–WarmSchon wieder Mittwoch, und damit Designworks VideoPodcast-Tag. In der 20. Ausgabe zeige ich euch heute, weshalb es für mich in Photoshop nur eine Sekunde dauert, ein Bild mit einem dünnen weissen Rahmen, einem schwarzen Passepartout und meiner Internetadresse samt Subline zu versehen. Um nicht nur in Rätseln zu sprechen: Ich zeige euch, wie ihr ein Bild auf eine bestimmte Größe anpasst, in den passenden Farbraum konvertiert, scharfzeichnet, die Fläche vergrößert, die Kontur hinzufügt, den Text einfügt, das Ganze ausrichtet und dabei die ganze Arbeit als Aktion aufzeichnet, um den Rahmen anschließend nur einen Klick entfernt zu haben.

Einen Haufen Bilder mit diesem Rahmen seht ihr in meinem Flickr-Account.

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Wed, 14. May. 08
 
 Podcast Video: Play Now | Play in Popup | Download

In der letzten Woche, habe ich die Basis-Funktionen von Bridge erklärt. Heute gehe ich einen Schritt weiter, und zeige einige Funktionen, die vor allem einmal für Leute interessant sind, die viel Fotos zu verwalten haben, und wohl oder vielleicht auch viel Fotografieren, jedoch noch nicht ein Programm wie Adobe Photoshop Lightroom einsetzen wollen. Bilder von der Kamera laden, suchen und mit Schlüsselworten versehen. Hier zeige ich im schnellen Durchlauf, wie’s geht.

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Wed, 07. May. 08

Hallo, werte Leser, und seid gegrüßt, ihr Besucher aus dem Cyberspace. Es ist schon wieder Mittwoch und deshalb Zeit für die neue Ausgabe, des Designworks VideoPodcast. Ich kann es kaum glauben, dass ich es im Moment schaffe, neue Episoden auf die Welt zu bringen, denn mit Seminaren, Bücherschreiben und Grafikdesign-Jobs bin ich derzeit so ausgelastet, dass sich meine Freizeit immer mehr ins Nirvana verflüchtigt.

In dieser Ausgabe des Designworks VideoPodcast, möchte ich euch im schnellen Überblick durch die Funktionen der Adobe Bridge verschaffen – der zweite Teil dazu folgt dann nächste Woche. Ich mache eigentlich keinen Hehl daraus, dass ich mich nie allzu sehr für die Bridge erwärmen konnte. Das mag zuerst daran liegen, dass ich Fotos mit Adobe Photoshop Lightroom bearbeite und dann dass das Mac OS mit der neuen CoverFlow-Funktion eine nette Alternative bietet. Aber mein Wort ist ja nicht die Alleinseeligmachendewahrheit, und deshalb zeige ich euch hier mal was’s kann, und ihr entscheidet dann, ob ihr das super oder käse findet. Gut?

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Wed, 30. Apr. 08
 
 VPC17: InDesign CS3 und wie man mit Daten Bilder zusammenführt: Play Now | Play in Popup | Download

In meinem VideoTraining zu InDesign CS3 aus dem Hause Galileo, habe ich euch gezeigt, wie man mit den Bordmitteln von InDesign einen Serienbrief gestaltet. Hier zeige ich euch, dass ihr damit noch viel mehr machen könnt.

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Wed, 23. Apr. 08
 
 VPC16: InDesign CS3 und wie man Formate durch suchen ersetzt: Play Now | Play in Popup | Download

In dieser Episode des Designworks VideoPodcast, geht es darum, wie man effizient mit Absatz- und Zeichenformaten in InDesign CS3 arbeiten kann. Ich importiere ein Word-Dokument und bearbeite direkt die Formatvorlagen daraus, weise dem Dokument mit Suchen/Ersetzen Formate zu – wozu ich auch GREP einsetze – und formatiere dann noch einzelne Stichworte wie von Geisterhand mit verschachtelten Formaten.

Nach einigen Episoden, bei denen eher die Einsteiger ihre Freude gehabt haben dürften, geht es hier also wieder etwas mehr um’s Eingemachte, damit mir auch die Profis nicht davon laufen. :-)

(Ach ja: Smileys in einem Internet-Auftritt sollen uncool und wenig vertrauenserweckend sein – ich verwende sie trotzdem :-P )

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Fri, 18. Apr. 08
 
 QuickTipp 6: Gebrochene Ankerpunkte zu Übergangspunkten machen: Play Now | Play in Popup | Download

Zum Zeichnen von Pfaden und zu gebrochenen Ankerpunkten, habe ich von einem Zuseher die Frage erhalten, wie man einen gebrochenen Ankerpunkt wieder einen Übergangspunkt machen kann. Die Episode spielt in Illustrator.

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