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Webdesignerdepot hat einen Artikel zur Entstehung des Ampersands, des Kaufmannsunds, gepostet. Es sind auch einige schöne Beispiele dargestellt, die zeigen, wie viel kreativen Freiraum dieses Zeichen dem Schriftdesigner bietet.
Falls jemandem das hier abgebildete Ampersand gefällt, es gerhört zur genialen und freien Aller.

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Anti-Aliasing

Mon, 09. Nov. 09

Smashing Magazine hat einen umfangreichen Artikel über Anti-Aliasing veröffentlicht. Anti-Aliasing ist eine Technoligie die auch nicht für den Bildschirm optimierte Schriften am Bildschirm gut lesbar macht. Für Grafikdesigner ist Anti-Aliasing praktisch unverzichtbar.

Artikel: The Ails Of Typographic Anti-Aliasing (englisch)

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Avisierter Veröffentlichungstermin für mein Buch »Grafik und Gestaltung« war ursprünglich September, dann wurde auf Dezember verschoben. Nun wird es Frühjahr 2010. Der Grund: Das Werk ist sehr aufwändig. 600 Seiten fundiertes Basiswissen und Praxistipps brauchen Zeit.

Abgesehen davon, dass ich die Themen nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann und alles, wo ich mir nicht sicher bin noch einmal mit Recherchen überprüfe, gibt es das eine oder andere Loch in meinem Know-how das ich stopfen muss. Und dann sind Wissen, und eine auch für Grafikeinsteiger verständliche Erklärung schreiben können nicht immer das gleiche. Einfache, klar verständliche Erklärungen komplexer Zusammenhänge sind eine echte Herausforderung. Vieles davon will mit Grafiken erläutert werden, die zu zeichnen sind.

Vor allem aber verlasse ich mich dabei nicht auf das, was bisher über Design geschrieben wurde. Wer mein Buch über die Nikon D700 kennt, weiss, dass ich versuche ausgetrampelte Erklärungspfade zu verlassen und neue Perspektiven auf ein Thema zu eröffnen, um eine Thematik so verständlich und praxistauglich als möglich zu illustrieren. Deshalb habe ich die Farbenlehren von Küppers und Itten nicht einfach übernommen. Beide haben ihre Theorien in der PräDigitalen Zeit aufgestellt. Für das Design am Computer zwischen RGB und CMYK sind diese Thesen nur mehr bedingt tauglich. Dasselbe gilt für den Umgang mit Schrift und Typografie: Einerseits gibt es eine DIN-Norm zur Klassifizierung von Schriften, die aber für die heutige Schriftenlandschaft längst überholt ist. Und dann gibt es Spezialkonzepte, die sich aufgrund ihrer Komplexität der Praxistauglichkeit gerne entziehen und nur für Experten nachvollziehbar sind. Ich habe versucht auf Basis von H.P. Willbergs Schriftenmatrix ein Konzept vorzulegen, das auch Gestaltern bei der Schriftwahl unter die Arme greift, die keine ausgeprägten Schriftfetischisten oder Typomanen sind.

Das alles brauch so verdammt viel Zeit. Aber es wird. :)

Buch bei Galileo: http://www.galileodesign.de

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Schrifttipp: Museo Sans

Fri, 25. Sep. 09

Ich lese im Moment gerade »Hot Shoe Diarys« von Joe McNally. Bin mir noch nicht sicher wie mir das Buch gefällt, denn es ist ziemlich viel lustig gemeintes Geplapper mit drin, das das Lesen einerseits locker macht, aber das Verstehen nicht immer erleichtert. Außerdem finde ich den Tipp die Kamera auf Adobe RGB zu stellen etwas seltsam, wenn darauf der Tipp folgt man solle in RAW fotografieren – letzteres macht erstere Einstellung obsolet. Aber zumindest ist es unterhaltsam.

Natürlich sind auch tolle Fotos drin. Was es mir aber besonders angetan hat ist die Schrift, in der das Buch gesetzt ist. Super tolle Leseschrift, angenehm unauffällig und doch eigenständig. Sehr schönes Satzbild. Verdammt! Und ich kenn’ die gar nicht! Darf nicht sein. Also Recherchieren. Also zu Identifont gesurft und die Identifizierungsmaschine angeworfen. Am Ende spuckt die doch glatt die Museo Sans aus. Im ersten Moment hielt ich das für einen Fehler, denn ich kenne die Museo, finde sie zwar absolut geil, aber hätte ihr nie, niemals, so eine ausgezeichnete Leserlichkeit zugetraut. He, Jos, echt super Job!

Die Museo Sans gibt es bei Jos Buivenga zu bestaunen und bei myFonts zu kaufen. Allerdings kann man nur acht der zehn Schnitte kaufen, denn – und das ist das Beste – zwei Schnitte können kostenlos heruntergeladen und frei genutzt werden. Und das ist noch nicht das Ende der guten Nachrichten: Die beste Nachricht ist, dass der ganze Satz mit den zehn Schnitten dieser wunderbaren Schrift nur 89$ Kosten. 89$! He, das sind gerade mal 60€! Wer da noch Schriften klauen muss der soll sich schämen und eingraben. Danke, Jos, für diese tollen Deals. :)

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Sinnvolle Trennungen

Wed, 09. Jul. 08

Besonders in meinen InDesign-Seminaren – wo ja die Arbeit mit Text zur Kernaufgabe gehört – weise ich gelegentlich darauf hin, dass Texte manuell umbrochen werden sollten. Einmal abgesehen davon, dass sich dadurch ganz einfach ein angenehmeres Satzbild erzielen lässt (ich behaupte, dass erfahrende Typografen-Augen nach wie vor besser gestalten, als jede Satzprogramm-Automatik), sollte vor allem auch auf möglichst sinnvolle und wenig Trennungen geachtet werden.

Silbentrennung am Ende einer Zeile erschwert zuweilen das korrekte und vor allem Unmittelbare Erfassen von Inhalten. Dabei ist eine Trennung zwischen »Grafik-« und »designer« kein Problem, denn unsere Wahrnehmung setzt das ohnehin zusammengesetzte Wort unmittelbar und mühelos wieder zum Grafikdesigner zusammen.

Besonders in Acht nehmen, sollte sich der Setzer beim Umbrechen durch Silbentrennung, vor sogenannten sinnentstellenden Trennungen. H.P. Willberg hat in einem seiner Bücher einmal »Urin-« »stinkt« als Beispiel für eine solche angegeben. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass Urin übel riecht, sondern es ist auf Instinkte bezogen, die den Wesen schon seit Urzeiten innewohnen.

Ich habe mir einmal vorgenommen sinnentstellende Trennungen zu sammeln, und bin auch schon über einige gestolpert. Leider habe ich bisher im Moment nicht daran gedacht, und die Beispiele später wieder vergessen.

Auslöser für diesen Artikel war eine Trennung in einem Buch, das ich eben lese. Darin kam die Trennung zwischen »Sol-« und »daten« vor – der Satz bezog sich auf den Inhalt eines Bildes. Wie es so ist, steht man manchmal auf dem Schlauch und ich fragte mich, was denn das für Daten sein sollen. Erst beim Blick auf das besprochene Bild machte mir klar, dass es nichts mit Daten, sondern mehr mit Kriegern zu tun hatte (und ließ mich über mich selbst schmunzeln).

Hätte ich besagtes Buch gesetzt, dann hätte ich diese Trennung nach Möglichkeit vermieden. Es ist zwar ein Detail, und die Trennung ist ja auch korrekt durchgeführt, trotzdem verhindert ein sinnvoller Umbruch solche unnötigen Stolpersteine und macht einen Text optimal lesbar.

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