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TfP? What the f***!

OK, zugegeben: Begriffe sind dehnbar und man kann darüber diskutieren was jetzt wohl was genau zu bedeuten hat. Aber wenn jemand auf einer TfP-Modell-Seite nachfragt welcher Fotograf Fotos seines Neugeborenen auf TfP-Basis mache finde ich die »TfP« weit über die Grenzen hinaus überstrapaziert.

TfP bedeutet Time for Prints. Das ist eine gute Sache. Es bedeutet, dass sich Leute die Spaß einer bestimmten Sache haben zusammen tun um gemeinsam Spaß zu haben. Wer gerne Menschen fotografiert braucht ein Modell, wer sich gerne fotografieren lässt braucht einen Fotografen. Natürlich kann man Selbstporträts anfertigen, aber auf die Dauer ist das so unterhaltsam wie alleine Fußball spielen. Eine TfP-Session ist wie gemeinsam aus reinem Spaß Fußball oder Musik spielen.

Ich finde es ebenso unseriös wenn Fotografen Modelle auf TfP-Basis ködern und ihre Werke dann kommerziell nutzen, wie ich es unseriös finde Fotografen für einen Auftrag zu angeln, für den man nur kein Geld ausgeben möchte. Und um das geht es doch: »Ich hätte gerne schöne Fotos meines Neugeborenen, möchte aber nichts dafür zahlen.« Das ist iO. Aber dann nenn es doch auch so. Suche nach einem Fotografen der dir schöne Fotos für Lau macht aber hänge nicht deinem Neugeborenen um, dass es Spaß an einer TfP-Foto-Session hätte. Das ist heuchlerisch und lächerlich!

Wir können den TfP-Gedanken natürlich gerne in dieser Richtung weiter spinnen: »Ich suche einen Fotografen der mir meine Hochzeit auf TfP-Basis fotografiert.« Oder: »Ich würde gerne meine Firmenzentrale auf TfP-Basis ablichten lassen.« »Unser Magazin sucht TfP-Fotografen die Aufnahmen für eine Modestrecke machen wollen.«

Cool! Man kann natürlich darauf eingehen. Für Amateure ist das die beste Möglichkeit sich einen potenziellen Arbeitsmarkt zu ruinieren, lange bevor sie die Fähigkeit zur Selbständigkeit haben. Ambitionierte Fotografen die etwas können sollten darauf aber eher nicht eingehen. So bekommen die Sparefrohs wenigstens was sie verdienen: Amateurqualität.

Wie gesagt: TfP ist eine tolle Sache. Aber man sollte den Begriff nicht überstrapazieren.

Es zählt was und wie, nicht womit man fotografiert!

Bereits gestern habe ich auf die Serie »Through the Lens« von AdoramaTV hingewiesen – kurze, inspirierende Fotografenporträts.

Besonders beeindruckt, ja umgeworfen, hat mich das Porträt oben. Es führt vor Augen worum des in der Fotografie gehen sollte: Um Wahrnehmung, kreative Verarbeitung und individuelle Wiedergabe visuell besonderer Eindrücke. Leider wird der Kameratechnik meist mehr Augenmerk zu Teil als dem, was man damit macht!

Hier ist ein Fotograf mit einem Erfahrungsschatz von der analogen Dunkelkammer bis zur Digitalfotografie, der heute bevorzugt sein Smartphone einsetzt um damit Bilder zu kreieren, die beeindruckender sind als 99% dessen was 99% der Fotografen mit High-end-Kameras fabrizieren. Ob Digital-, Analog- oder Handy-Kamera scheint für ihn nicht von Belang zu sein. Was zählt ist das was er damit fotografiert – egal womit – und wie er die gesammelten Eindrücke verarbeitet – auch dabei egal ob digital, analog oder irgendwie crossover.

Affinity Photo: Farbkorrektur bei Hauttönen

Dieses Tutorial zeigt wie man mit Unterstützung von Messpunkten in Affinity Photo Farbkorrekturen bei einem Porträt vornehmen kann.

Mit der Olympus Pen E-PL7 in den Bergen

Hätte ich gewusst wo es uns hin verschlägt, als wir gestern Früh zu einer Rundfahrt mit dem Cabrio ausrückten, hätte ich eine andere Kameratasche mitgenommen und zwar die mit der OM-D E-M5 und 12–40mm und 9–18mm Objektiv als Inhalt. So jedoch rückte ich mit meiner Immer-dabei-Kameratasche und der Immer-dabei-Kamera Olympus Pen E-PL7 mit 17mm ƒ1.8 (knapp 35mm Kleinbild) aus.

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Seilbahnen sind nicht meine Freunde – ich habe ganz gerne festen Boden unter den Füßen. Doch der Aufstieg zum Lünersee ist lang.
Blende ƒ5.6, 1/125s, manuelle Belichtung; die Aufnahme wurde am Computer geometrisch korrigiert; Schatten und Lichter wurden aufgrund der Gegenlichtsituation in Capture One kräftig angeglichen.

Unverhofft führte uns der Weg ins Vorarlberger Brandnertal und ans Ende der Straße zu Füßen des Lünersees.

Mit der Gondel ging es hoch zur Douglashütte wo ich am Ufer des Sees eine ausgezeichnete Forelle aus demselben verspeiste. An touristischen Hotspots erwarte ich ja normalerweise weder sehr gutes Essen noch sehr freundliche Bedienung – höchstens sehr hohe Preise –, doch beides wurde hier geboten – zu fairen Preisen!

Nach dem Essen machten wir uns an die Umrundung des Sees. Dafür werden auf den Wegweisern 1 Stunde und 45 Minuten veranschlagt – wir schafften die 7,5km in 2 Stunden 30 Minuten – Genießer und Fotografen brauchen eben etwas länger.

Die OM-D hätte mit den beiden oben genannten Objektiven den Vorteil gehabt flexibler auf die Bergwelt reagieren zu können. 35mm Kleinbild ist schon ein recht enger Ausschnitt wenn man Alpenlandschaften einfangen möchte. Den See gab es damit immer nur Häppchenweise – den ganzen konnte ich nicht ein einziges Mal in den Bildausschnitt bekommen. Schon die exzellente 12–40mm ƒ2.8 Linse hätte deutlich weitere Panoramen ermöglicht, wäre für Porträts zwischendurch besser geeignet gewesen und erzielt im Nahbereich Aufnahmen die eigentlich schon fast als Makro durchgehen müssten.

Dafür hat die Pen mit dem 17mm-Objektiv und somit der kleinbildäquivalenten Brennweite von knapp 35mm natürlich den Vorteil volumen- und gewichtsmäßig nicht viel Heu zu fressen und dennoch eine Abbildungsqualität auf Augenhöhe mit einer E-M1 zu liefern.

Allerdings hätte die OM-D noch einen weiteren Vorteil gehabt: Den elektronischen Sucher. Fotografieren im Sonnenschein ist mit Display immer ein Bisschen wie ein Blindflug. Zwar geht es mit einem Klappdisplay etwas besser als ohne – es gelingt leichter einen optimalen Winkel für das Display zu finden und es zu beschatten – aber ein Sucher ist unter der Sonne doch ein klarer Vorteil.

Dass man mit einer Pen und einer 35mm-Festbrennweite und somit ohne den Luxus des Zoomens eine Wanderung in den Bergen trotzdem schön bebildern kann sollen die nachfolgenden Aufnahmen zeigen.

Die meisten Fotos entstanden mit manueller Fokussierung und Schnappschuss-Fokus. Ebenfalls manuell fokussiert habe ich die Nahaufnahmen von den Bergblumen. Es waren in erster Linie die Aufnahmen von Andrea die ich mit Autofokus aufgenommen habe und dann meist via Touch auf das Display.

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Das nach vorne klappbare Display verleitet sogar einen »No-Selfie-Man« wie mich gelegentlich doch ein Selfie aufzunehmen – zumindest wenn die frechere Hälfte aus dem Hintergrund ins Bild grinzst.
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35mm Kleinbildbrennweite ist jetzt nicht unbedingt optimal für Porträts aber wenn man den Bildausschnitt nicht zu knapp auf das Gesicht beschränkt geht es durchaus. Das 17mm-M.Zuiko zeigt dabei einen durchaus ansprechenden Freisteller und eine angenehme Unschärfe im Hintergrund.
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Wie von MFT-Linsen gewohnt erzeugt auch das 17mm ƒ1.8 ein sehr schönes weiches Bokeh. Das Klappdisplay erlaubt die tiefe Perspektive.
Blende ƒ1.8, 1/2500s.
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Klassische Vordergrund/Mittelgrund/Hintergrund-Staffelung. Bei manueller Fokussierung mit Schnappschuss-Fokus ist bei Blende ƒ11 ab ≈2m bis unendlich alles scharf. Mit einem Polfilter habe ich die Sättigung des Himmels und des Wassers sowie die Spiegelungen auf dem See beeinflusst. Der Filter von Hoya passt mit seinem 46mm-Gewinde sowohl auf das 17mm ƒ1.8 als auch auf das 12mm ƒ2.0.
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Dank exzellenter Sony-Bildsensoren erreichen Olympus’ Kameras trotz relativ kleinen MFT-Formats einen beachtlichen Dynamikumfang – die E-PL7 beispielsweise 12,4 Lichtwerte. Damit lassen sich auch schwierige Gegenlichtsituationen mit Wolken und Schneefeldern im Sonnenschein recht gut meistern. Für solche Resultate ist dann natürlich eine Korrektur von Lichtern und Schatten bei der Entwicklung in der digitalen Dunkelkammer notwendig.
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Eine aus dem Leben gegriffene Momentaufnahme. Einfangen konnte ich sie nur weil die Kamera auf Schnappschuss-Fokus gestellt war und ich nicht fokussieren musste. Auch der Belichtungsmodus stand auf M – unter gleichbleibenden Lichtsituationen, wie im beinahe schattenlosen Gelände um den See, kein Problem.
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Die Farben von Bergseen können an sonnigen Tagen durchaus mit jenen von Ozeanen um karibische Inseln konkurrieren.
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Die 25cm Naheinstellgrenze des 17mm ƒ1.8 setzen dem Ablichten kleiner Blümchen Grenzen – ohne Zuschnitt würden sie im ursprünglichen Bildausschnitt noch verlorener wirken. So, mit den angedeuteten Schneefeldern im Bokeh, hat die Aufnahme jedoch durchaus ihren Charme.
Manuell fokussiert, ƒ1.8, 1/4000 Sekunde (ohne den Polfilter, der ein bis zwei Lichtwerte schluckt, wäre sich Offenblende hier im Sonnenschein wohl nicht ausgegangen).
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Gehört irgendwie zu den Bergen: der Enzian. Kommt man wegen der Naheinstellgrenze nicht näher an seine Motive ran gilt es aus der Not eine Tugend zu machen in dem man die Landschaft zum präsenten Hintergrund der Blüten macht. Auch hier wurde manuell fokussiert; Blende ƒ3.2, 1/160s.
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Noch ein Bild mit schöner Tiefenstaffelung.
Manuell fokussiert im Schnappschuss-Fokus, Blende ƒ11, 1/125s.
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Ob sich das Bergbächlein selbst für diesen Weg entschieden hat?
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Nachdem man einen See umrundet hat darf man sich natürlich auch einen Schlemmerbecher gönnen.

2.1. Schärfentiefe

Fotoschule onLine - Kreative Digitalfotografie verständlich erklärt

Hatten wir das Thema Brennweite nicht gerade im Abschnitt über Perspektive? Und hieß es da nicht, Brennweite und Distanz gehören zu den wichtigsten Werkzeugen um die Wirkung einer Aufnahme zu gestalten?

Genau! Die perspektivische Wirkung, die durch Variieren des Blickwinkels, bewusster Wahl der Brennweite und angemessener Distanz beeinflusst wird, ist durch andere Gestaltungsparameter kaum mehr zu topen.

Doch Brennweite und Distanz sind nicht nur ausschlaggebend für die Perspektive, sondern beeinflussen auch die Schärfe maßgeblich – in Form der Schärfentiefe. Wenn es etwas gibt, das die Bedeutung der Perspektive für die Bildwirkung noch topen kann, dann ist das die Schärfentiefe.

Es gibt zahlreiche Kriterien, die für gute Fotos zusammen­wirken müssen. Unsere Betrachtungen konzentrieren sich hier auf jene Kriterien, die sich direkt mit der Kamera beeinflussen lassen – und den Objektiven. Wir haben vier Hauptkriterien identifiziert: Perspektive, Schärfe, Belichtung und Komposition. Während die Belichtung praktisch den geringsten kreativen Spielraum bietet – eine optimale Belichtung ist eine optimale Belichtung – bieten Perspektive und Schärfe großen Gestaltungsspielraum.

Während man zum Ändern der perspektivischen Wirkung das Objektiv wechseln muss, sofern man kein Zoomobjektiv hat, lässt sich die Schärfentiefe mit Hilfe der Blende praktisch bei jedem Objektiv beeinflussen. Grund genug also, sich mit der Schärfentiefe ausreichend zu befassen.

Schärfentiefe

Neben der Perspektive ist die Schärfentiefe ein ganz essenzielles, bildgestalterisches Mittel. Man kann die Frage nach der Schärfentiefe mit einem einfachen ›entweder/oder‹ auf den Punkt bringen: Will ich den Hintergrund scharf oder unscharf?

Tatsächlich scharf können mit einer Kamera immer nur Bildbereiche in einem ganz bestimmten Abstand zum Sensor abgebildet werden. Das ist exakt der Bereich, auf den fokussiert – also scharf gestellt – wird. Bereits der Bereich unmittelbar davor und direkt dahinter wird schon nicht mehr ganz scharf abgebildet.

Doch auch wenn theoretisch gesprochen immer nur ein ganz dünnes Scheibchen in der Tiefe vor der Kamera gestochen scharf abgebildet wird, so wird in der Regel ein bedeutend größerer Bereich direkt vor und hinter dem fokussierten (schärfsten) Punkt noch immer als scharf empfunden. Mit abnehmender Distanz zur Kamera auf der einen Seite und zunehmender Entfernung auf der anderen Seite jedoch fällt die Unschärfe immer deutlicher aus.

Nahpunkt und Fernpunkt |Auf dem Weg in die Richtung des Fotografen gibt es einen Punkt, ab dem dann die Abbildung von einem Betrachter nicht mehr als scharf empfunden wird, sondern als unscharf. Diesen Punkt bezeichnet man als Nahpunkt. Vom fokussierten Punkt weiter weg in der Ferne gibt es ebenso einen Punkt, ab der die Schärfe so gering wird, dass ein Betrachter sie als unscharf empfindet. Diesen Punkt bezeichnet man als Fernpunkt. Der Bereich zwischen Nahpunkt und Fernpunkt ist die sogenannte Schärfentiefe.

Zwar ist der Übergang vom scharfen zum unscharfen Bereich fließend, dennoch lässt sich ein relativer Knackpunkt zwischen dem was als scharf und dem was als unscharf wahrgenommen wird berechnen und festlegen.

Freistellen | Über Distanz und Brennweite beeinflussen Sie die perspektivische Wirkung eines Bildes. Mit der Schärfentiefe haben Sie einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Aufmerksamkeit des Betrachters. Durch steuern der Schärfentiefe können Sie Objekte vor einem Hintergrund herausheben, oder mit dem Hintergrund verschmelzen lassen. So arbeitet der Fotograf gerne mit einer kurzen Schärfentiefe um den Hintergrund einer Person unscharf zu bekommen, damit sich alle Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Modell lenkt – man spricht vom Freistellen.

Geringeschwaerfentiefe
Diese Illustration stellt dar, wie man sich kurze Schärfentiefe ­vorstellen muss, könnte man sie von der Seite sichtbar machen.
Freigestellt
Mit kurzer Schärfentiefe lässt sich der Hintergrund hinter dem Hauptdarsteller eines Motivs unscharf abbilden. Das hat den großen Vorteil, dass ein beispielsweise unruhiger Hintergrund sich nicht mehr wichtig macht und nicht vom Hauptmotiv ablenken kann.
Freisteller
Kurze Schärfentiefen durch offene Blenden sind vor allem bei Porträts ein gutes Mittel um das Modell vom Hintergrund freizustellen.

Die kleine Serie unten zeigt wie gut es funktioniert mit Hilfe selektiver Schärfe die Aufmerksamkeit zu lenken. Obschon sich der rote Kegel auf Grund seiner aktiven Farbe in den Vordergrund drängt, so fällt die Hauptaufmerksamkeit doch immer auf jenen Kegel, der gerade am Schärfsten abgebildet ist.

Kegel1 spacer.gif Kegel2
Kegel3 spacer.gif Kegel4
Schärfentiefe eignet sich vorzüglich dazu die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ein bestimmtes Objekt oder einen bestimmten Punkt zu lenken.

Nutzen Sie die Möglichkeit der selektiven Schärfe auf bestimmten Bereichen und der Unschärfe für unwichtige Bildelemente um in Ihren Bildern auch inhaltlich eine klaren Fokus zu setzen. Es ist Teil Ihrer kreativen Freiheit in der Fotografie. Setzen Sie sie bewusst ein.

Anders sieht es hingegen meist in der Landschaftsfotografie aus. Vor allem dann, wenn man nach dem Konzept Vordergrund–Mittelgrund–Hintergrund gestaltet entscheidet man sich für eine große Schärfentiefe, damit sowohl Nähe als auch Mitte als Ferne möglichst scharf auf das Bild kommen.

Hoheschaerfentiefe
Diese Illustration visualisiert eine hohe Schärfentiefe. Der Fotograf fokussiert auf das Modell, der ­Bereich davor und dahinter verliert an Schärfe, aber nur gering.
Hintergrundscharf
Bei hoher Schärfentiefe sind die Bereich hinter de fokussierten ­Objekt scharf abgebildet – das ist wichtig, wenn man zum Beispiel eine Landschaft mit ins Bild ­bringen will. Oft stört es aber auch, wie bei der Abbildung von Personen, weil sich der Hintergrund wichtig macht und vom ­Modell ablenkt.
Landschaft
Bei dieser Aufnahme sollte das Schilf vorne links (Vordergrund), der gefrorene Teich (Mittelgrund) und die Bäume hinten (Hintergrund) möglichst scharf auf das Bild. Dazu habe ich Blende ƒ13 eingestellt.

Darum geht es in diesem Kapitel im Wesentlichen: Welche Mittel kann ich einsetzen um die Schärfentiefe in einer Aufnahme kreativ zu beeinflussen? Habe ich ein Motiv, das ich vom Hintergrund freistellen möchte? Möchte ich die Aufmerksamkeit mit selektiver Schärfe lenken? Oder sollte ein möglichst weiter Bereich von ganz nah bis weit entfernt so scharf als möglich abgebildet werden.

Vielschaerfentiefe spacer.gif Wenigschaerfentiefe
Zweimal derselbe Wasserspeier mit unterschiedlicher Schärfentiefe.
Titel Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
»Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt«
Books on Demand, 1. Auflage Oktober 2011;
240 Seiten, in Farbe, Hardcover;
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