Fototechnik Tags:
Blendenautomatik;
EOS 400D;
Erklärung;
Kamera;
Kreativprogramm;
Manuell;
Moduswahlrad;
Motivprogramm;
Programmautomatik;
Zeitautomatik Kommentare: 0
Die Kamera ist nun eingestellt und die wichtigsten Begriffe sind zumindest mal gehört. Diese werden sich sowieso erst mit der Zeit setzen und so richtig verstanden werden. Denn Theorie alleine nützt nichts. Erst wenn die Theorie in der Praxis umgesetzt und man anhand eigener Beispiele ausprobiert wird, stellt sich ein gewisses Selbstverständnis dafür ein.
Bevor wir aber nun los legen, werfen wir noch einen Blick auf das Moduswahlrad. Wir unterscheiden hier zwischen Kreativprogrammen und Motivprogrammen. Bei den Kreativprogrammen kann man auf die Einstellungen der Kamera mehr oder weniger Einfluss nehmen. Bei den Motivprogrammen, werden die Parameter vorgegeben. Man braucht sich um die Einstellungen nicht mehr zu kümmern.
Die Beschreibung aller Motivprogramme möchte ich erst zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen. Denn erst nach Erklärung ein paar weiterer Tasten und Einstellungen macht diese Erklärung Sinn. Für die Kreativprogramme, mit welchen wir beginnen werden, reicht aber unser bisheriges Wissen aus.
Programmautomatik (P)
Bei der Programmautomatik übernimmt die Kamera die Einstellung der Blende und Belichtungszeit. Dabei achtet die Kamera darauf, das keine Verwackelungsunschärfe entstehen kann. Das heisst die Verschlusszeit wird mit Priorität behandelt. Erst wenn diese genügend kurz ist, wird die Blende etwas geschlossen.
Blendenautomatik (Tv)
Das Tv steht für die englische Bezeichnung Time value und bedeutet Zeitwert. Das heisst die Zeit kann manuell gewählt werden und die Kamera bestimmt dann automatisch die passende Blende. Die Belichtungsszeit verändert man durch das drehen des Wahlrades beim Auslöser. Diese Funktion macht Sinn, wenn ich die Belichtungszeit bewusst einsetzten möchte. Also bei sehr kurzen oder sehr langen Belichtungszeiten.
Zeitautomatik (Av)
Auch hier steht das Av für eine englische Bezeichnung nämlich Aperture value, was soviel bedeutet wie Blendenwert. Hier kann also die Blende bestimmt werden und die Kamera errechnet sich die passende Belichtungsszeit. Wie bei der Blendenautomatik kann hier die Blende mit drehen des Wahlrades eingestellt werden. Wie wir gelernt haben, kann mit der Blende die Schärfentiefe bestimmt werden. Diese Funktion bietet daher grosses gestalterisches Potential und gehört zu meiner meist verwendeten Einstellung.
Manuelle Einstellung (M)
Bei dieser Einstellung kann man sowohl Blende wie auch die Belichtungszeit manuell einstellen. Das hört sich auf den ersten Augenblick schwierig an, ist aber ziemlich einfach. Die Kamera misst nämlich ständig die vorherrschenden Bedingungen und anhand eines Reglers wird sowohl im Sucher wie auch auf dem LCD Display angezeigt, ob die Aufnahme über– oder unterbelichtet ist. Dabei ist es nützlich wenn man weiss, das jeder Teilstrich 1/3 Blendenstufe bedeuted und die Zahlen +1, +2 oder auch –1,–2 bedeuten, dass die Aufnahme um diese Blendenstufen über– oder unterbelichtet ist. Wird also angezeigt, dass die Aufnahme um 1 Stufe überbelichtet ist, muss die Blende um 1 Stufe reduziert werden oder die Verschlusszeit dreimal kleiner gemacht werden. Mit dem drehen des Wahlrades wird die Verschlusszeit bestimmt. Durch drücken der Belichtungskorrekturtaste und gleichzeitiges drehen des Wahlrades kann die Blende verändert werden.
Ich empfehle jedem Anfänger mit der manuellen Einstellung zu beginnen. Es ist wie mit dem Autofahren. Auch hier lernt man nicht mit einem Automaten, automatischer Einparkhilfe und weiterem Schnickschnack. Erst wenn man es selber beherrscht, kann man sich auf die technische Unterstützung verlassen und dann nötigenfalls Einfluss nehmen, wenn nicht das passiert was man sich vorstellt. Viele schrecken davor zurück, und verlassen sich gerne auf die Automatikprogramme oder gar Motivprogramme. Doch wird das grosse Potential einer DSLR mit dieser Art und Weise des fotografierens nie ausgeschöpft werden.
Deshalb mein Weckruf: Traut euch und ihr werdet sehr schnell grosse Fortschritte machen!
A-Dep
Die Abkürzung steht für auto depth of field und steht für automatische Schärfentiefe. Mit dieser Funktion misst die Kamera die Entfernung zu jedem auf dem Bild befindlichen Objekt und versucht dabei diese alle scharf darzustellen. Haben wir zwischen den einzelnen Objekten eine grosse räumliche Distanz, also beispielsweise eine Person welche am Strand steht mit der Sonne und dem Horizont im Hintergrund, wird die Blende sehr klein ausfallen. Denn mit geschlossener Blende wird die Schärfentiefe grösser. Umgekehrt, wenn wir Elemente haben die räumlich nahe stehen wie beispielsweise eine Person vor einer Wand, wird die Blende gross ausfallen.
Nun sind wir schussbereit, denn die Kamera ist eingestellt und mit der manuellen Steuerung stehen uns alle Möglichkeiten offen. Im nächsten Artikel behandeln wir die Anzeige im Wiedergabemodus. Denn neben dem schiessen von Fotos ist es auch wichtig, diese am Display zu betrachten, zu analysieren und evt. zu verbessern.




Letzte Kommentare