Filme leben ja nicht nur von Story, Visual Effects und Schauspielern sondern auch zu einem Grossteil von der Inszenierung und den »Bildern« im Film. Denn nicht nur ein Foto benötigt Spannung, einen guten Bildaufbau und das beherzte befolgen und brechen einiger Regeln, auch im Film diese Elemente wichtig.

Das beweisen auch die Lebensläufe einiger grossen Regisseure. Stanley Kubrick, verstorben im März 1999 im Alter von 71 Jahren, arbeitete nach seinem Schulabschluss als Fotograf beim Look-Magazin in New York. Schon 1951, im Alter von 23 Jahren, drehte er den ersten Dokumentarfilm über einen Boxer. Zwei Werke später wurde er von Hollywood entdeckt und mit Spartacus im Jahre 1960 gelang ihm dann der Durchbruch. Zu seinen grössten Werken zählen Filme wie »Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb«, »Lolita«, »2001, Odyssee im Weltraum«, »Clockwork Orange«, »Shining« und und und.
Kubrick war vorallem für seinen Perfektion bekannt und seine Ideen die auf den ersten Blick scheinbar unmöglich erschienen. Im Frühling letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit in Zürich ein Ausstellung von Stanley Kubricks Film und Fotowerke zu besuchen. Dort habe ich auch erfahren, dass für den Film »Barry Lyndon« eine extra von der NASA entwickelte hochempfindliche Filmkamera zum einsatz kam, nur um die Szenen mit Kerzenlicht ausleuchten zu können, da Kubrick alles andere unpassend erschien.
Einen völlig anderen Weg geht David Lynch. Der Regisseur von der Erfolgsserie »Twin Peaks« und den schwer zu begreiffenden Filmen wie »Mulholland Drive« und »Lost Highway« hat die Fotografie für sich entdeckt. Bis zum 23. November werde nun in Düsseldorf noch Fotografien von David Lynch ausgestellt. Die Fotos sind nicht weniger schräg als seine Filme, aber zugleich faszinierend unkonventionell und sehr experimentell.
Dieser kurze Ausszug zeigt, das Film und Foto nicht nur sprachlich sehr nahe beieinander liegen. Ein Film braucht, damit er wirklich gut ist, neben guten Schauspielern einer guten Story und der passenden Filmmusik auch atemberaubende Bilder. Es sind mir wenige Filme bekannt, die alle diese Kriterien zufriednstellend erfüllen und noch weniger, welche nun speziell gute Bilder liefern. Einige wenige möchte ich euch aber ans Herz legen, solltet ihr an einem Samstag Abend mal nicht wissen was ihr machen sollt.
Einer der bildgewaltigsten Filme der jüngeren Generation ist Sean Penns »Into the Wild« Ein ergreifender Film der schon im Trailer ansatzweise die hervorragende Kameraführung erkennen lässt.
Ein weiterer Film der mich faszinierte ist »The Motorcycles Diary / Die Reise des jungen Che« Die Momentaufnahmen sind toll inszeniert und auch sonst gewinnt man tolle Einblicke in einige Länder von Südamerika.
Weiter kann ich die Filme »Station Agent«, »300« und »Requiem for a Dream« empfehlen. Letztern jedoch nur für hartgesottene, denn der Film über Drogen und Tablettenmissbrauch kann einem ganz schön zusetzen. Filmtipps nehme ich gerne entgegen





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