Thu, 05. Nov. 09
Autor: Markus Kategorien: Werbung Tags: ; ; ; ; ; Kommentare: 0

»Wunderschöne Aufnahmen 33 Fuß unter Wasser.« Und daneben steht eine Olympus Kompaktkamera. Wird damit nicht assoziiert, dass die kleine Kompaktkamera so tolle Fotos machen würde? Ist der Laie kritisch und differenziert genug zu erkennen, dass für dieses Foto eine Ausrüstung zum Preis des Vielfachen eingesetzt wurde und massive Technik inklusive Photoshop eingesetzt wurde?

Ich habe bei solchen Inseraten immer etwas das Gefühl der Hersteller wolle mich für blöd verkaufen. :\

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Thu, 22. Oct. 09
Autor: Markus Kategorien: Werbung Tags: ; ; ; ; ; ; Kommentare: 0

»Childishly easy to use«, behauptet Canon von der IXUS 200. Ja, ja! Und dann macht die kleine Kompakte solche Bilder. Glauben wir eh, dass das abgebildete Foto mit einer Handtaschenknippse samt integriertem Blitz gemacht worden sind. Ich liebe es, wenn Werbung ihre ehrlichsten Momente erreicht.

Aber wir wollen keine Spielverderber sein und halbe Haare machen. Die Sujet-Idee ist nicht schlecht. Funktioniert nicht unmittelbar, vermittelt aber einen dezenten Witz wenn die Poiente entschlüsselt ist. :)

Quelle: http://adsoftheworld.com

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Fri, 26. Jun. 09

Wie Sie wissen, hat – neben der Blende – auch die Brennweite Einfluss auf die Schärfentiefe: Kurze Brennweite = große Schärfentiefe, lange Brennweite = geringe Schärfentiefe. Sie können auch diesen Umstand nutzen, um Ihre Aufnahmen bewusst mit dem Gegensatz Scharf–Unscharf zu gestalten.

Für den gemeinen Knipser ist die Brennweite in Form des Zoom­objektivs kein Gestaltungswerkzeug, sondern ein Faulheitswerkzeug. Es ermöglicht ihm auf seinem Allerwertesten sitzen zu bleiben, anstatt sich zu bewegen, die beste Position für eine Aufnahme zu suchen und sich dabei eventuell dem Motiv anzunähern. Man muss ihm aber zugestehen, dass er die gesparte Energie später dazu brauchen wird, um etwas Begeisterung für die mittelmäßigen Schnappschüsse aufzubringen, die daraus entstehen.

Nun wissen wir, dass es Notwendigkeiten gibt, in denen Wechsel- oder Zoomobjektive ein Segen sind. Weder einen Vogel in freier Wildbahn, noch die Weite einer Landschaft werden Sie mit einem 50 mm Standardobjektiv vernünftig ablichten können und bei einem Tiger im Dschungel raten wir dringend davon ab, ihm zu nahe zu kommen. Jenseits der Notwendigkeit, sich ­scheuen Tieren mit einem Teleobjektiv zu nähern oder die Un­endlichkeit einer Wüste mit einem Weitwinkel erfassen zu ­können, bergen Brennweiten aber noch ganz andere gestalterische Möglichkeiten – man muss sich dazu eben nur bewegen.

Bevor wir uns aber ansehen, wie Sie verschiedene Brenn­weiten nutzen können, um Ihre Bilder kreativ zu gestalten, ­möchten wir mit einem Irrglauben aufräumen, der noch immer weite Verbreitung genießt, nämlich, dass man mit einem Teleobjektiv ein Bild »verdichten« könne – dass der Hintergrund mit ihm quasi näher an das Subjekt einer Aufnahme heranrücke. Dazu bilden wir mit der ersten Grafik den Winkel je eines typischen Vertreters der Kategorie Weitwinkel, Normal- und Teleobjektiv ab.

Falls jemandem noch nicht bewusst war, woher der Name Weitwinkel kommt, sollte es jetzt klar sein. Wenn Sie nun – nehmen wir an mit einem Zoomobjektiv – von der gleichen Position je ein Bild mit der Brennweite 28 mm, 50 mm und 160 mm machen, dann sehen die Ergebnisse so aus.

Bildausschnitt eines 28mm Weitwinkel-Objektivs.

Bildausschnitt eines 50mm Normalobjektiv vom selben Standpunkt aus.

Bildausschnitt eines 160mm Teleobjektiv vom selben Standpunkt aus.

Zwar erscheinen die Person und die Fenster im Turm dahinter bei der Aufnahme mit Brennweite 160 mm am nächsten. Aber, wenn Sie die drei Bilder vergleichen, werden Sie feststellen, dass das Verhältnis der Person zu den Fenstern dahinter bei allen drei Aufnahmen identisch ist. Solange Sie von derselben Position aus fotografieren, erhalten Sie Resultate wie Sie in der nächsten Abbildung in einem Bild gekennzeichnet sind. Die Verhältnisse von Vordergrund zu Hintergrund bleiben absolut unverändert, lediglich der Ausschnitt ändert sich durch die verschiedenen Brennweiten.

In dieser Abbildung sind die drei Ausschnitte, wie sie sich aus den drei Brennweiten aus gleichem Standpunkt ergeben übereinander gelegt.

Dass also ein Teleobjektiv den Hintergrund näher an ein Subjekt heranholt ist eine Legende – jedenfalls solange Sie sich nicht vom Fleck bewegen. Wenn Sie aber bereit sind, ein paar Schritte zu gehen, können Sie hingegen mit unterschiedlichen Brennweiten Aufnahmen erzielen, die sich in Ihrer Wirkung drastisch unterscheiden.

Nehmen wir einmal an, das Subjekt Ihrer Bilder soll die Person sein. Sie möchten also die Person möglichst formatfüllend in der Aufnahme haben. Um sie mit der mittleren Normalbrennweite von 50 mm formatfüllend ablichten zu können, müssen Sie sich von dem Standort, von dem aus Sie die oberen drei Bilder gemacht haben, fortbewegen und sich der Person nähern. Durch die Veränderung Ihrer Position scheint es, als hätte sich der Turm im Verhältnis zur zuvor abgebildeten Normalobjektiv-Aufnahme deutlich von der Person entfernt.

Position und Ergebnis, wenn eine Person mit einem 50mm Normalobjektiv formatfüllend abgelichtet werden soll.

Um die Person mit dem 160 mm Teleobjektiv formatfüllend ablichten zu können, müssen Sie sich von ihr entfernen. Das Model bleibt bei allen Beispielen hier gleichweit vom Turm entfernt. Sie müssen sich für diese Aufnahme aber ein Stück weiter weg bewegen, über die Position hinaus, von der Sie die ersten drei Aufnahmen gemacht haben. Beim Ergebnis der neuen Auf­nahme entsteht dann der Eindruck, als wäre der Turm näher an das Model herangerückt.

Position und Ergebnis, wenn die Person mit einem 160mm Teleobjektiv formatfüllend aufs Foto soll.

Dramatisch können Sie ein Bild mit Weitwinkel gestalten, indem Sie (wieder) ganz dicht an das Subjekt Ihrer Aufnahme herangehen. In diesem Fall treten wir so nah an unser Model heran, dass es unser Format ebenso hoch ausfüllt, wie bei den beiden vorangegangenen Aufnahmen. Dazu verwenden wir diesmal eine 28 mm Brennweite. Durch die extreme Nähe zum Subjekt, die durch den weiten Winkel überhaupt erst möglich wird (mit Normal- oder gar Teleobjektiv würden Sie aus dieser Nähe ja bestenfalls einen Ausschnitt der Person ablichten können), entsteht plötzlich der Eindruck als wäre der Turm in weite Ferne gerückt. Obwohl also das Modell seinen Abstand zum Turm keinen Millimeter verändert hat, haben sich die Proportionen in den drei Bildern komplett geändert – im Gegensatz zu den ersten drei Beispielen mit Zoom, in denen sich lediglich der Ausschnitt geändert hat. Ausschlaggebend für diese Veränderung der Bildwirkung ist also nicht die Brennweiten sondern die Beweglichkeit des Fotografen. Brennweiten sind also doch nicht nur ein Segen für Faule!

Position und Ergebnis, wenn das Bild mit einem 28mm Weitwinkel formatfüllend abgelichtet wird.

Neben der Möglichkeit, die Größenverhältnisse von Vorder- und Hintergrund durch Veränderung der Brennweite und Ihrer Position zu bestimmen, beeinflussen Sie mit der Brennweite wie erwähnt auch die Schärfentiefe.

Auszug aus dem Buch »Nikon D700 – Das Buch zur Kamera«. Diese Auszüge sind auf dem Blog veröffentlicht:


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Wed, 15. Apr. 09
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ; ; Kommentare: 0

Nachdem unser Buch über die Nikon D700 nun schon seit Jahresbeginn am Markt ist und wir in der Zeit auch ausgiebig mit der Kamera weitergearbeitet haben, möchte ich für alle D700-Besitzer und Benutzer zwei Tipps nachlegen.

  1. Was mich immer wieder geärgert hat, an der D700, ist der Multifunktionswähler, der sich nicht nur horizontal und vertikal, sondern auch diagonal benutzen lässt. Beim Blättern durch Aufnahmen bei der Bildwiedergabe gerät man bei der Bedienung der Multifunktionstaste immer wieder unbeabsichtigt auf diagonal, statt horizontal und verrutscht prompt in der Wiedergabedarstellung, statt zum nächsten Bild zu blättern. Ärgerlich?
    Abhilfe schafft die Individualfunktion »f9 Einstellräder«: Schaltet man »Menüs und Wiedergabe« auf »On« kann fortan auch mit dem hinteren Einstellrad durch Bilder geblättert werden. Spart echt Nerven!
  2. Im Buch haben wir empfohlen die Einstellungen für »Wiedergabe« > »Nach dem Löschen« auf »Vorheriges Bild anzeigen« einzustellen. Der Grund ist, dass – zumindest ich – nach einigen Bildern gerne die Aufnahmen checke und dabei gleich ein paar Bilder lösche. Das geschieht dann von der jüngsten Aufnahme hin zu älteren. Dabei ist die Einstellung »Nach dem Löschen vorheriges Bild anzeigen« einfach bequemer.
    Doch in der Praxis kommt es auch oft vor, dass man eine ganze Serie an Bildern von der ersten zur letzten Aufnahme durchblättert und die schwachen Fotos löscht. Dabei wäre natürlich die Einstellung »Nächstes Bild anzeigen« besser. Seit einiger Zeit arbeite ich mit der Einstellung »Letzte Reihenfolge«. Dann erscheint nach dem Löschen beim Vorwärtsblättern das nächste, beim Löschen während des Rückwärtsblättern das vorangegangene. Während des Schreibens hatte ich Bedenken, dass diese Einstellung in der Praxis verwirrend sein könnte, und habe sie nicht empfohlen. In der Praxis habe ich nun aber die Erfahrung gemacht, dass das sehr gut funktioniert.
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Sun, 22. Mar. 09

Nach einer sehr schönen, aber viel zu kurzen Woche Urlaub in La Gomera, bin ich wieder in Vorarlberg gelandet. 1600 Bilder habe ich mitgebracht. Derzeit bin ich am Aussortieren und Bearbeiten.

Mit auf Reisen war mein Lowe Pro SlingShot 200 AW Fotorucksack, beladen mit Nikon D700, Nikkor 70–300), Nikkor 24–70, Nikkor 70–200, iPod als Fotospeicher mit Apple-Kamera-Adapter, Ladegerät (natürlich), zwei Ersatzakkus (einer hätte eigentlich gereicht), drei CampactFlash Speicherkarten und Reinungungsstift und Reinigungstücher.

Der Rucksack hat sich entgegen meinen Erwartungen, trotz der schweren Ausrüstung (ca. 6kg) an nur einem Tragegurt auch bei mehrstündigen Ausflügen gut bewährt. Geschwenkt vor den Bauch lassen sich Objektive auch ohne Assistent gefahrlos tauschen. Außerdem fühlt es sich gut an, an stark frequentierten Orten den Rucksack vor dem Bauch tragen zu können. Manchmal habe ich auch einfach den Regenschutz als Diebstahlschutz über den Rucksack gezogen.

Der iPod als Datenspeicher ist eine Notlösung. Würde ich so was öfters als nur zweimal im Jahr im Urlaub brauchen, müsste eine andere Lösung her. Eine 4GB Karte auf den iPod übertragen dauert schon mal eine gute Stunde. Das geht eigentlich nur über Abend und Nacht, wenn die Kamera einmal zuhause bleibt, denn nach der Übertragung einer Karte muss der iPod erst wieder komplett neu geladen werden. Ohne volle Aufladung fällt mitten im Herunterladen der Strom aus. Dennoch: Da das bei mir wie gesagt nur zweimal im Jahr vorkommt, bin ich recht zufrieden mit dieser Lösung.

Was mir gefehlt hat, war ein Stativ. Meine Stative waren mir etwas zu groß und schwer für die Flugreise, am Zielort habe ich es dann aber doch vermisst. Jetzt habe ich mir halt einen Gorillapod Focus bestellt.

Meine D700 hat das Fehlen eines Stativs natürlich einigermaßen wettgemacht, mit den möglichen, hohen ISO-Werten. Die Kamera ist mir mittlerweile echt sehr gut an die Hand gewachsen und die Bedienung aller Elemente und Einstellung funktioniert mittlerweile weitgehend intuitiv – wichtig, wenn es darum geht, schnell Abdrücken zu können.

Am meisten Aufnahmen habe ich mit dem 24–70mm ƒ2.8 Nikkor gemacht. Das ist für mich auf Reisen einfach der wichtigste Brennweitenbereich. Das Objektiv ist echt der Hammer. Ebenso ein Hammer ist natürlich das 70–200mm ƒ2.8, das aber nicht so oft zum Einsatz gekommen ist – In erster Linie am Abend, denn da konnte ich die exzellente Lichtstärke nutzen. (Das Objektiv wird aber bei den Modell-Shootings in den kommenden Wochen sicher oft zum Einsatz kommen).

Unter Tags hatte ich lieber das 70–300mm Nikkor eingesetzt, das zwar erst bei Blende ƒ4.5 beginnt, aber damit doch deutlich mehr Brennweite hat, als das 70–200, leichter ist und dennoch auch bei weit offener Blende eine recht gute Schärfe hergibt. Bei Preisen ab ca. 500 Euro scheint mir dieses, für Kleinbild-Sensor taugliche Objektiv ein absolutes Schnäppchen zu sein, und äußerst empfehlenswert.

Bild: Das regelt die Zeit, ursprünglich hochgeladen von Markus Wäger

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Wed, 18. Feb. 09

In letzter Zeit sind wieder ordentlich zoomstarke Kompaktkameras, Bridgekameras und Superzooms auf den Markt gekommen. Die Hersteller überbieten sich mit Brennweitenbereichen. Da bringt Nikon eine P90 auf den Markt, die von 28–624mm reicht (umgerechnet auf Kleinbildformat). Olympus bietet sogar mit SP590-UZ ein Modell von 26–676mm an!

Früher fand ich den Gedanken an solche Boliden auch Geil. Mit beinahe 700mm Brennweite, da müsste man doch in der Lage sein die Schuhbändel vom Mann im Mond zu fotografieren. Wer aber wirklich einmal versucht hat mit langer Brennweite eine Vogel in ein paar Dutzend Meter Entfernung auf den Sensor zu bannen, wird wissen, wie schnell ein paar Meter Abstand ein paar Millimeter Brennweite überfordern können – auch wenn es 700mm sind. Gerade wer darauf aus ist, mit langen Rohren kleine Objekte zu jagen, wird seine Brennweitenträume schnell von der banalen Wirklichkeit eingeholt sehen. Aber eigentlich ist die Relativität von Brennweite noch das kleinere Problem an solchen Zoomgiganten. Das Problem ist vielmehr, dass sich mit Kompaktkameras mit langen Brennweiten nur selten gute Aufnahmen erzielen lassen. Das hat mit Atmosphäre und Licht zu tun.

Da ist einmal das Problem, dass man, je länger die Brennweite, desto mehr Licht benötigt. Leider lässt ein Objektiv desto weniger Licht zum Sensor, je länger die Brennweite ist. Das Resultat: Bei den extremen Verlängerungen mit Zoomriesen lassen sich nur unter äußerst hellen Lichtbedingungen einigermaßen unverwackelte Aufnahmen erzielen. Am besten bei strahlenden Sonnenschein. Leider ist strahlender Sonnenschein aufgrund harter Licht-Schatten-Kontraste nicht unbedingt der Freund gelungener Aufnahmen.
Der zweite Feind guter Aufnahmen auf weite Distanzen ist die Atmosphäre. Je größer die Distanz, desto mehr sorgt die Atmosphäre dafür, dass Aufnahmen milchig, flau und kontrastarm werden.

Es gibt sicher Aufnahmesituationen, in denen eine Kompaktkamera mit langer Brennweite gute Ergebnisse erzielen kann. Ich vermute aber, dass hinter dem Trend zu Kameras mit superlanger Brennweite in erster Linie die volkstümliche Weisheit »Viel hilft viel« steckt. Und darüber hinaus Unwissenheit.

Ich vermute, dass viele Käufer von Superzoomkameras von den Resultaten der Geräte enttäuscht sein werden und die Lust am Fotografieren verlieren.

Entgegen dem Trend zum langen Telezoom scheint es aber auch einen Trend zum Weitwinkel bei Kompaktkameras zu geben – eine Entwicklung, der ich viel mehr abgewinnen kann. Weitwinkel werfen viele Probleme von Superzooms gar nicht auf. Man ist oft in der Lage auch mit günstigen Modellen beeindruckende Landschafts- und Städteaufnahmen zu machen, und man bekommt vor allem dort mehr Action aufs Bild, wo Kompaktkameras vor allem daheim sind: Auf Partys und überall wo Leute zusammen kommen.

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Mon, 16. Feb. 09
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ; ; ; ; Kommentare: 12

Via Twitter hat mich am Wochenende die Frage nach der besten Kamera erreicht. Ich bin Nikon-Fotograf aus absoluter Überzeugung. Deshalb kann ich nichts anderes empfehlen als eine Nikon.

Die drei großen Hersteller – Nikon, Canon und Sony – haben sicher langfristig das größte Potenzial und das größte Angebot an Objektiven – vor allem Canon und Nikon.

Mir fallen viele Argumente pro Nikon ein: Nikon ist bekannt dafür, besonders gute, große, helle Sucher zu bauen, und auch beim Systemblitzen scheint Nikon derzeit die Nase vor allen anderen Herstellern zu haben (vor allem wenn es um entfesseltes Blitzen geht). Die Qualität der Nikon-Objektive steht außer Zweifel (und im Gegensatz zu einem geizigen Mitbewerber ;-) kommen Nikon-Linsen immer MIT Streulichtblende), und, und, und.

Ein Canon-Fan wird aber wohl genau so viele Argumente pro Canon liefern. Alle Hersteller kochen mit Wasser und beinahe jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Am Besten ist immer zu überlegen, was möchte ich mit der Kamera machen und welche must-have-Eigenschaften ergeben sich daraus für die Kamera. Bei Street-Photography ist derzeit zum Beispiel die Panasonic G1 neue Micro-Four-Thirds sicher eine Überlegung wert: Klein und kein Spiegel, der Lärm macht. Studio-Fotografen die einen preiswerten Einstieg ins Profi-Segment mit hoher Auflösung suchen und auf hohe ISO-Werte verzichten können, sollten die Sony α900 ansehen. Für alle, die im Gegensatz auf eine gigantische Auflösung verzichten können (man sollte sich ernsthaft überlegen, wie viel Auflösung man braucht und wie viel Auflösung zu viel ist), aber hohe ISO-Werte zu schätzen wissen, für die stellt die D700 (und darüber die D3) eine Revolution dar. Canons D700-Konkurrent 5D Mark II punktet mit fast schon doppelter Auflösung, wirft damit natürlich extrem hohe Datenmengen auf und ist damit auch deutlich langsamer als die D700. Bezüglich Rauschen habe ich von dieser Kamera schon gelesen, dass sie besser als die D700 sein soll, und gehört, dass sie mit der D700 nicht mithalten kann.

Und dann muss einem eine Kamera immer auch vom Feeling und der Bedienung her gut liegen und sympathisch sein. Ein Produkt wie ein Kamerasystem, darf einem nicht nur funktional entgegen kommen, sondern man muss es auch emotional mögen.

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Mon, 01. Dec. 08
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; ; ; ; ; Kommentare: 0

Nikon D3XPhotoscala berichtet in einem aktuellen Artigel von heute unter dem Titel »Kleinbild-Bolide: Nikon D3X« über das langerwartete neue Profiflaggschiff von Nikon. Die Eckdaten sind im Wesentlichen identisch mit der D3, allerdings klotzt das neue Modell mit einer Sensor- und Bildauflösung von 25MP. Doch auch Nikon kann mit dieser Auflösung keine Wunder vollbringen. Die empfohlene Emfpindlichkeit liegt bei der Neuen zwischen ISO100 und ISO1600 (ISO6400 bei der D3) und kann bei Bedarf auf ISO6400 erweitert werden (Nikon D3: ISO25600) – wohl um den Preis stark zunehmenden Rauschens. Außerdem macht die Pixellast die Kamera auch langsamer: Nikon D3X maximal 5 Bilder in der Sekunde bei voller Auflösung, entgegen 9 Bildern bei der D3. Wer nach einer Kamera sucht, die A3 und darüberhinaus ganz locker abdeckt, wird nun auch aus dem Hause Nikon bedient. Wie sich die Neue im Vergleich mit den Mitbewerbern von Canon und Sony behauptet wird sich noch zeigen müssen. Immerhin verbaut Sony in der A900 denselben Sensor für das halbe Geld.

An und für sich veröffentliche solche Randnotizen seit einigen Monaten eher als Twitter-Tweet. Alle, die an aktuellen Kurzmeldungen zu Typografie, Schrift, Fotografie und Software interessiert sind, möchte ich einladen, mir bei Twitter zu folgen: http://twitter.com/markuswaeger

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Mon, 11. Aug. 08
Autor: Pascal Kategorien: News Tags: ; ; ; ; ; ; ; Kommentare: 2

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Fokusiermethoden. Zum einen haben wir da den manuellen Fokus und zum anderen der Autofokus. Diese Option kann man an den Objektiven mittels eines Schiebeschalters umstellen. AF steht dabei für Automatischer Fokus und MF für Manueller Fokus.

Mit dem manuellen Fokus lässt sich die Schärfenebene manuell wählen in dem man den Fokusring am Objektiv dreht. Jeh nach Objektiv muss dazu allerdings zwingen der Schalter auf MF gestellt sein da im AF-Modus der Ring durch den Motor blockiert wird. Ehrlich gesagt, habe ich diese Methode bisher kaum angewendet, da ich der Meinung war, die Kamera kann das sicherlich besser als ich. Dies kann auch passieren, wenn die Dioptrinkorrektur falsch eingestellt ist. Vor kurzem habe ich aber etwas entscheidendes gelernt, was den Einsatz der manuellen Fokusierung erheblich erleichtert.

Wenn man durch den Sucher blickt und auf das gewünschte Motiv fokusiert hat, drückt man den Auslöser halb durch. Ist das Objekt nun tatsächlich scharf, erscheint der grüne Punkt rechts unten in der Sucheranzeige (in diesem Falle neben der 9). Stimmt die Schärfe nicht, erscheint auch der Punkt nicht. So kann kontrolliert werden, ob die eigenen Einstellungen mit den Messmethoden der Kamera übereinstimmen.

Beim Autofokus übernimmt die Kamera das Scharfstellen des Motivs. Dabei wird über ein Ultraschallmotor (die sogenannte USM Bezeichnung auf den Objketiven) der Fokusring in die richtige Position gebracht. Neben dem grünen Punkt erscheint auch noch ein oder mehrere rote Punkte im Sucherfeld auf den 9 Fokusmesspunkten (kleine Rechtecke mit Punkt im oberen Bild). Damit lässt sich kontrollieren auf welcher Ebene das Scharfstellen stattgefunden hat. Gerade bei Motiven mit einer grossen räumlichen Tiefe (Beispielsweise eine Person im Freien) ist es oftmals nicht ganz einfach, dass der Fokus tatsächlich auf dem gewünschten Motiv zu liegen kommt, zumal man Bilder ja interessant gestalten möchte und seine Motive daher vorzugsweise etwas ausserhalb der Mitte platziert.

Um dem Autofokus etwas unter die Arme zu Greifen und seine Messtätigkeiten einzuschränken, lässt sich die Grundeinstellung, welche alle 9 Messpunkte zur Hilfe nimmt, auf einen der neun Messpunkte reduzieren. Dazu drückt man die AF-Messfeld Taste rechts oben auf der Rückseite der Kamera (vorzugsweise wärend dem Fokusieren mit dem rechten Daumen) und dreht dann am Hauptwahlrad (neben dem Auslöser) jeh nach belieben im Uhrzeiger— oder im Gegenuhrzeitersinn. Beim Drehen im Uhrzeigersinn erlöschen nun alle Fokuspunkte ausser der in der Mitte platzierte und danach nach rechts oben einmal rund ums Fessfeld.

Damit lässt sich genau festlegen, in welchem Bildbereich sich das scharfe Motiv befindet. Das Ganze funktioniert übrigens auch im manuellen Modus. Auch dort lässt sich der Messpunkt einschränken und vereinfacht deshalb die Kontrolle beim manuellen Fokus. Übrigens: Neben den roten Punkten im Sucher erscheint die Anzeige auch gross auf dem Display.

Neben den zwei Fokusarten hat man mit dem automatischen Fokus noch weitere Möglichkeiten. Mit der Taste AF auf der Rückseite der Kamera kann man zwischen drei verschiedenen Fokusierhilfen wählen. Da wäre zum einen die »ONE SHOT« Einstellung. Sie ist ideal für stationäre unbewegte Objekte wie Architektur, Landschaft, Portrait, etc. Das Objekt wird durch halbes durchdrücken des Auslösers einmal Fokusiert und behält dann diese Einstellung bis zum Durchdrücken oder Loslassen des Auslösers. Daneben folgt der »AI FOCUS« (AI = Artificial Intelligence = künstliche Intelligenz). Dieser Modus ist ideal für Tieraufnahmen, Kleinkinder und alles was sich spontan und unvorhegesehen bewegt. Beim halben Durchdrücken fokusiert die Automatik genau gleich wie im ersten Modus. Bewegt sich das Objekt nun beginnt die Automatik nachzuschärfen. Somit wären wir dann auch schon beim »AI SERVO« welcher sich für Sportaufnahmen und sonstige Motive mit Bewegung eignen. Die Automatik versucht ständig dem bewegten Objekt zu folgen und es scharf zu halten.

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Mon, 04. Aug. 08

Die Kamera ist nun eingestellt und die wichtigsten Begriffe sind zumindest mal gehört. Diese werden sich sowieso erst mit der Zeit setzen und so richtig verstanden werden. Denn Theorie alleine nützt nichts. Erst wenn die Theorie in der Praxis umgesetzt und man anhand eigener Beispiele ausprobiert wird, stellt sich ein gewisses Selbstverständnis dafür ein.

Bevor wir aber nun los legen, werfen wir noch einen Blick auf das Moduswahlrad. Wir unterscheiden hier zwischen Kreativprogrammen und Motivprogrammen. Bei den Kreativprogrammen kann man auf die Einstellungen der Kamera mehr oder weniger Einfluss nehmen. Bei den Motivprogrammen, werden die Parameter vorgegeben. Man braucht sich um die Einstellungen nicht mehr zu kümmern.

Die Beschreibung aller Motivprogramme möchte ich erst zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen. Denn erst nach Erklärung ein paar weiterer Tasten und Einstellungen macht diese Erklärung Sinn. Für die Kreativprogramme, mit welchen wir beginnen werden, reicht aber unser bisheriges Wissen aus.

Programmautomatik (P)

Bei der Programmautomatik übernimmt die Kamera die Einstellung der Blende und Belichtungszeit. Dabei achtet die Kamera darauf, das keine Verwackelungsunschärfe entstehen kann. Das heisst die Verschlusszeit wird mit Priorität behandelt. Erst wenn diese genügend kurz ist, wird die Blende etwas geschlossen.

Blendenautomatik (Tv)

Das Tv steht für die englische Bezeichnung Time value und bedeutet Zeitwert. Das heisst die Zeit kann manuell gewählt werden und die Kamera bestimmt dann automatisch die passende Blende. Die Belichtungsszeit verändert man durch das drehen des Wahlrades beim Auslöser. Diese Funktion macht Sinn, wenn ich die Belichtungszeit bewusst einsetzten möchte. Also bei sehr kurzen oder sehr langen Belichtungszeiten.

Zeitautomatik (Av)

Auch hier steht das Av für eine englische Bezeichnung nämlich Aperture value, was soviel bedeutet wie Blendenwert. Hier kann also die Blende bestimmt werden und die Kamera errechnet sich die passende Belichtungsszeit. Wie bei der Blendenautomatik kann hier die Blende mit drehen des Wahlrades eingestellt werden. Wie wir gelernt haben, kann mit der Blende die Schärfentiefe bestimmt werden. Diese Funktion bietet daher grosses gestalterisches Potential und gehört zu meiner meist verwendeten Einstellung.

Manuelle Einstellung (M)

Bei dieser Einstellung kann man sowohl Blende wie auch die Belichtungszeit manuell einstellen. Das hört sich auf den ersten Augenblick schwierig an, ist aber ziemlich einfach. Die Kamera misst nämlich ständig die vorherrschenden Bedingungen und anhand eines Reglers wird sowohl im Sucher wie auch auf dem LCD Display angezeigt, ob die Aufnahme über– oder unterbelichtet ist. Dabei ist es nützlich wenn man weiss, das jeder Teilstrich 1/3 Blendenstufe bedeuted und die Zahlen +1, +2 oder auch –1,–2 bedeuten, dass die Aufnahme um diese Blendenstufen über– oder unterbelichtet ist. Wird also angezeigt, dass die Aufnahme um 1 Stufe überbelichtet ist, muss die Blende um 1 Stufe reduziert werden oder die Verschlusszeit dreimal kleiner gemacht werden. Mit dem drehen des Wahlrades wird die Verschlusszeit bestimmt. Durch drücken der Belichtungskorrekturtaste und gleichzeitiges drehen des Wahlrades kann die Blende verändert werden.

Ich empfehle jedem Anfänger mit der manuellen Einstellung zu beginnen. Es ist wie mit dem Autofahren. Auch hier lernt man nicht mit einem Automaten, automatischer Einparkhilfe und weiterem Schnickschnack. Erst wenn man es selber beherrscht, kann man sich auf die technische Unterstützung verlassen und dann nötigenfalls Einfluss nehmen, wenn nicht das passiert was man sich vorstellt. Viele schrecken davor zurück, und verlassen sich gerne auf die Automatikprogramme oder gar Motivprogramme. Doch wird das grosse Potential einer DSLR mit dieser Art und Weise des fotografierens nie ausgeschöpft werden.
Deshalb mein Weckruf: Traut euch und ihr werdet sehr schnell grosse Fortschritte machen!

A-Dep

Die Abkürzung steht für auto depth of field und steht für automatische Schärfentiefe. Mit dieser Funktion misst die Kamera die Entfernung zu jedem auf dem Bild befindlichen Objekt und versucht dabei diese alle scharf darzustellen. Haben wir zwischen den einzelnen Objekten eine grosse räumliche Distanz, also beispielsweise eine Person welche am Strand steht mit der Sonne und dem Horizont im Hintergrund, wird die Blende sehr klein ausfallen. Denn mit geschlossener Blende wird die Schärfentiefe grösser. Umgekehrt, wenn wir Elemente haben die räumlich nahe stehen wie beispielsweise eine Person vor einer Wand, wird die Blende gross ausfallen.

Nun sind wir schussbereit, denn die Kamera ist eingestellt und mit der manuellen Steuerung stehen uns alle Möglichkeiten offen. Im nächsten Artikel behandeln wir die Anzeige im Wiedergabemodus. Denn neben dem schiessen von Fotos ist es auch wichtig, diese am Display zu betrachten, zu analysieren und evt. zu verbessern.

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