Thu, 05. Nov. 09
Autor: Markus Kategorien: Werbung Tags: ; ; ; ; ; Kommentare: 0

»Wunderschöne Aufnahmen 33 Fuß unter Wasser.« Und daneben steht eine Olympus Kompaktkamera. Wird damit nicht assoziiert, dass die kleine Kompaktkamera so tolle Fotos machen würde? Ist der Laie kritisch und differenziert genug zu erkennen, dass für dieses Foto eine Ausrüstung zum Preis des Vielfachen eingesetzt wurde und massive Technik inklusive Photoshop eingesetzt wurde?

Ich habe bei solchen Inseraten immer etwas das Gefühl der Hersteller wolle mich für blöd verkaufen. :\

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Thu, 22. Oct. 09
Autor: Markus Kategorien: Werbung Tags: ; ; ; ; ; ; Kommentare: 0

»Childishly easy to use«, behauptet Canon von der IXUS 200. Ja, ja! Und dann macht die kleine Kompakte solche Bilder. Glauben wir eh, dass das abgebildete Foto mit einer Handtaschenknippse samt integriertem Blitz gemacht worden sind. Ich liebe es, wenn Werbung ihre ehrlichsten Momente erreicht.

Aber wir wollen keine Spielverderber sein und halbe Haare machen. Die Sujet-Idee ist nicht schlecht. Funktioniert nicht unmittelbar, vermittelt aber einen dezenten Witz wenn die Poiente entschlüsselt ist. :)

Quelle: http://adsoftheworld.com

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Fri, 26. Jun. 09

Wie Sie wissen, hat – neben der Blende – auch die Brennweite Einfluss auf die Schärfentiefe: Kurze Brennweite = große Schärfentiefe, lange Brennweite = geringe Schärfentiefe. Sie können auch diesen Umstand nutzen, um Ihre Aufnahmen bewusst mit dem Gegensatz Scharf–Unscharf zu gestalten.

Für den gemeinen Knipser ist die Brennweite in Form des Zoom­objektivs kein Gestaltungswerkzeug, sondern ein Faulheitswerkzeug. Es ermöglicht ihm auf seinem Allerwertesten sitzen zu bleiben, anstatt sich zu bewegen, die beste Position für eine Aufnahme zu suchen und sich dabei eventuell dem Motiv anzunähern. Man muss ihm aber zugestehen, dass er die gesparte Energie später dazu brauchen wird, um etwas Begeisterung für die mittelmäßigen Schnappschüsse aufzubringen, die daraus entstehen.

Nun wissen wir, dass es Notwendigkeiten gibt, in denen Wechsel- oder Zoomobjektive ein Segen sind. Weder einen Vogel in freier Wildbahn, noch die Weite einer Landschaft werden Sie mit einem 50 mm Standardobjektiv vernünftig ablichten können und bei einem Tiger im Dschungel raten wir dringend davon ab, ihm zu nahe zu kommen. Jenseits der Notwendigkeit, sich ­scheuen Tieren mit einem Teleobjektiv zu nähern oder die Un­endlichkeit einer Wüste mit einem Weitwinkel erfassen zu ­können, bergen Brennweiten aber noch ganz andere gestalterische Möglichkeiten – man muss sich dazu eben nur bewegen.

Bevor wir uns aber ansehen, wie Sie verschiedene Brenn­weiten nutzen können, um Ihre Bilder kreativ zu gestalten, ­möchten wir mit einem Irrglauben aufräumen, der noch immer weite Verbreitung genießt, nämlich, dass man mit einem Teleobjektiv ein Bild »verdichten« könne – dass der Hintergrund mit ihm quasi näher an das Subjekt einer Aufnahme heranrücke. Dazu bilden wir mit der ersten Grafik den Winkel je eines typischen Vertreters der Kategorie Weitwinkel, Normal- und Teleobjektiv ab.

Falls jemandem noch nicht bewusst war, woher der Name Weitwinkel kommt, sollte es jetzt klar sein. Wenn Sie nun – nehmen wir an mit einem Zoomobjektiv – von der gleichen Position je ein Bild mit der Brennweite 28 mm, 50 mm und 160 mm machen, dann sehen die Ergebnisse so aus.

Bildausschnitt eines 28mm Weitwinkel-Objektivs.

Bildausschnitt eines 50mm Normalobjektiv vom selben Standpunkt aus.

Bildausschnitt eines 160mm Teleobjektiv vom selben Standpunkt aus.

Zwar erscheinen die Person und die Fenster im Turm dahinter bei der Aufnahme mit Brennweite 160 mm am nächsten. Aber, wenn Sie die drei Bilder vergleichen, werden Sie feststellen, dass das Verhältnis der Person zu den Fenstern dahinter bei allen drei Aufnahmen identisch ist. Solange Sie von derselben Position aus fotografieren, erhalten Sie Resultate wie Sie in der nächsten Abbildung in einem Bild gekennzeichnet sind. Die Verhältnisse von Vordergrund zu Hintergrund bleiben absolut unverändert, lediglich der Ausschnitt ändert sich durch die verschiedenen Brennweiten.

In dieser Abbildung sind die drei Ausschnitte, wie sie sich aus den drei Brennweiten aus gleichem Standpunkt ergeben übereinander gelegt.

Dass also ein Teleobjektiv den Hintergrund näher an ein Subjekt heranholt ist eine Legende – jedenfalls solange Sie sich nicht vom Fleck bewegen. Wenn Sie aber bereit sind, ein paar Schritte zu gehen, können Sie hingegen mit unterschiedlichen Brennweiten Aufnahmen erzielen, die sich in Ihrer Wirkung drastisch unterscheiden.

Nehmen wir einmal an, das Subjekt Ihrer Bilder soll die Person sein. Sie möchten also die Person möglichst formatfüllend in der Aufnahme haben. Um sie mit der mittleren Normalbrennweite von 50 mm formatfüllend ablichten zu können, müssen Sie sich von dem Standort, von dem aus Sie die oberen drei Bilder gemacht haben, fortbewegen und sich der Person nähern. Durch die Veränderung Ihrer Position scheint es, als hätte sich der Turm im Verhältnis zur zuvor abgebildeten Normalobjektiv-Aufnahme deutlich von der Person entfernt.

Position und Ergebnis, wenn eine Person mit einem 50mm Normalobjektiv formatfüllend abgelichtet werden soll.

Um die Person mit dem 160 mm Teleobjektiv formatfüllend ablichten zu können, müssen Sie sich von ihr entfernen. Das Model bleibt bei allen Beispielen hier gleichweit vom Turm entfernt. Sie müssen sich für diese Aufnahme aber ein Stück weiter weg bewegen, über die Position hinaus, von der Sie die ersten drei Aufnahmen gemacht haben. Beim Ergebnis der neuen Auf­nahme entsteht dann der Eindruck, als wäre der Turm näher an das Model herangerückt.

Position und Ergebnis, wenn die Person mit einem 160mm Teleobjektiv formatfüllend aufs Foto soll.

Dramatisch können Sie ein Bild mit Weitwinkel gestalten, indem Sie (wieder) ganz dicht an das Subjekt Ihrer Aufnahme herangehen. In diesem Fall treten wir so nah an unser Model heran, dass es unser Format ebenso hoch ausfüllt, wie bei den beiden vorangegangenen Aufnahmen. Dazu verwenden wir diesmal eine 28 mm Brennweite. Durch die extreme Nähe zum Subjekt, die durch den weiten Winkel überhaupt erst möglich wird (mit Normal- oder gar Teleobjektiv würden Sie aus dieser Nähe ja bestenfalls einen Ausschnitt der Person ablichten können), entsteht plötzlich der Eindruck als wäre der Turm in weite Ferne gerückt. Obwohl also das Modell seinen Abstand zum Turm keinen Millimeter verändert hat, haben sich die Proportionen in den drei Bildern komplett geändert – im Gegensatz zu den ersten drei Beispielen mit Zoom, in denen sich lediglich der Ausschnitt geändert hat. Ausschlaggebend für diese Veränderung der Bildwirkung ist also nicht die Brennweiten sondern die Beweglichkeit des Fotografen. Brennweiten sind also doch nicht nur ein Segen für Faule!

Position und Ergebnis, wenn das Bild mit einem 28mm Weitwinkel formatfüllend abgelichtet wird.

Neben der Möglichkeit, die Größenverhältnisse von Vorder- und Hintergrund durch Veränderung der Brennweite und Ihrer Position zu bestimmen, beeinflussen Sie mit der Brennweite wie erwähnt auch die Schärfentiefe.

Auszug aus dem Buch »Nikon D700 – Das Buch zur Kamera«. Diese Auszüge sind auf dem Blog veröffentlicht:


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Wed, 15. Apr. 09

Nachdem unser Buch über die Nikon D700 nun schon seit Jahresbeginn am Markt ist und wir in der Zeit auch ausgiebig mit der Kamera weitergearbeitet haben, möchte ich für alle D700-Besitzer und Benutzer zwei Tipps nachlegen.

  1. Was mich immer wieder geärgert hat, an der D700, ist der Multifunktionswähler, der sich nicht nur horizontal und vertikal, sondern auch diagonal benutzen lässt. Beim Blättern durch Aufnahmen bei der Bildwiedergabe gerät man bei der Bedienung der Multifunktionstaste immer wieder unbeabsichtigt auf diagonal, statt horizontal und verrutscht prompt in der Wiedergabedarstellung, statt zum nächsten Bild zu blättern. Ärgerlich?
    Abhilfe schafft die Individualfunktion »f9 Einstellräder«: Schaltet man »Menüs und Wiedergabe« auf »On« kann fortan auch mit dem hinteren Einstellrad durch Bilder geblättert werden. Spart echt Nerven!
  2. Im Buch haben wir empfohlen die Einstellungen für »Wiedergabe« > »Nach dem Löschen« auf »Vorheriges Bild anzeigen« einzustellen. Der Grund ist, dass – zumindest ich – nach einigen Bildern gerne die Aufnahmen checke und dabei gleich ein paar Bilder lösche. Das geschieht dann von der jüngsten Aufnahme hin zu älteren. Dabei ist die Einstellung »Nach dem Löschen vorheriges Bild anzeigen« einfach bequemer.
    Doch in der Praxis kommt es auch oft vor, dass man eine ganze Serie an Bildern von der ersten zur letzten Aufnahme durchblättert und die schwachen Fotos löscht. Dabei wäre natürlich die Einstellung »Nächstes Bild anzeigen« besser. Seit einiger Zeit arbeite ich mit der Einstellung »Letzte Reihenfolge«. Dann erscheint nach dem Löschen beim Vorwärtsblättern das nächste, beim Löschen während des Rückwärtsblättern das vorangegangene. Während des Schreibens hatte ich Bedenken, dass diese Einstellung in der Praxis verwirrend sein könnte, und habe sie nicht empfohlen. In der Praxis habe ich nun aber die Erfahrung gemacht, dass das sehr gut funktioniert.
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Sun, 22. Mar. 09

Nach einer sehr schönen, aber viel zu kurzen Woche Urlaub in La Gomera, bin ich wieder in Vorarlberg gelandet. 1600 Bilder habe ich mitgebracht. Derzeit bin ich am Aussortieren und Bearbeiten.

Mit auf Reisen war mein Lowe Pro SlingShot 200 AW Fotorucksack, beladen mit Nikon D700, Nikkor 70–300), Nikkor 24–70, Nikkor 70–200, iPod als Fotospeicher mit Apple-Kamera-Adapter, Ladegerät (natürlich), zwei Ersatzakkus (einer hätte eigentlich gereicht), drei CampactFlash Speicherkarten und Reinungungsstift und Reinigungstücher.

Der Rucksack hat sich entgegen meinen Erwartungen, trotz der schweren Ausrüstung (ca. 6kg) an nur einem Tragegurt auch bei mehrstündigen Ausflügen gut bewährt. Geschwenkt vor den Bauch lassen sich Objektive auch ohne Assistent gefahrlos tauschen. Außerdem fühlt es sich gut an, an stark frequentierten Orten den Rucksack vor dem Bauch tragen zu können. Manchmal habe ich auch einfach den Regenschutz als Diebstahlschutz über den Rucksack gezogen.

Der iPod als Datenspeicher ist eine Notlösung. Würde ich so was öfters als nur zweimal im Jahr im Urlaub brauchen, müsste eine andere Lösung her. Eine 4GB Karte auf den iPod übertragen dauert schon mal eine gute Stunde. Das geht eigentlich nur über Abend und Nacht, wenn die Kamera einmal zuhause bleibt, denn nach der Übertragung einer Karte muss der iPod erst wieder komplett neu geladen werden. Ohne volle Aufladung fällt mitten im Herunterladen der Strom aus. Dennoch: Da das bei mir wie gesagt nur zweimal im Jahr vorkommt, bin ich recht zufrieden mit dieser Lösung.

Was mir gefehlt hat, war ein Stativ. Meine Stative waren mir etwas zu groß und schwer für die Flugreise, am Zielort habe ich es dann aber doch vermisst. Jetzt habe ich mir halt einen Gorillapod Focus bestellt.

Meine D700 hat das Fehlen eines Stativs natürlich einigermaßen wettgemacht, mit den möglichen, hohen ISO-Werten. Die Kamera ist mir mittlerweile echt sehr gut an die Hand gewachsen und die Bedienung aller Elemente und Einstellung funktioniert mittlerweile weitgehend intuitiv – wichtig, wenn es darum geht, schnell Abdrücken zu können.

Am meisten Aufnahmen habe ich mit dem 24–70mm ƒ2.8 Nikkor gemacht. Das ist für mich auf Reisen einfach der wichtigste Brennweitenbereich. Das Objektiv ist echt der Hammer. Ebenso ein Hammer ist natürlich das 70–200mm ƒ2.8, das aber nicht so oft zum Einsatz gekommen ist – In erster Linie am Abend, denn da konnte ich die exzellente Lichtstärke nutzen. (Das Objektiv wird aber bei den Modell-Shootings in den kommenden Wochen sicher oft zum Einsatz kommen).

Unter Tags hatte ich lieber das 70–300mm Nikkor eingesetzt, das zwar erst bei Blende ƒ4.5 beginnt, aber damit doch deutlich mehr Brennweite hat, als das 70–200, leichter ist und dennoch auch bei weit offener Blende eine recht gute Schärfe hergibt. Bei Preisen ab ca. 500 Euro scheint mir dieses, für Kleinbild-Sensor taugliche Objektiv ein absolutes Schnäppchen zu sein, und äußerst empfehlenswert.

Bild: Das regelt die Zeit, ursprünglich hochgeladen von Markus Wäger

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