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Um es vorweg zu nehmen – Die EOS 400D ist eine tolle Kamera, mit einem hervorragenden Preis- Leistungsverhältnis, aber der Anzeigemodus gehört zu den Schwachstellen dieser Kamera. Gerade für Einsteiger in die digitale Fotografie, würde ich mir mehr Anzeigemodi wünschen. Da es die aber nicht gibt, muss man aus dem bestehenden das Beste heraus holen und dabei möchte ich euch helfen.
Durch drücken der Play-Taste wird das letzte aufgenommene Bild auf dem Display angezeigt und alle blau bedruckten Tasten bekommen nun Gültigkeit. Durch drücken der linken (Messfeldsteuerung) oder rechten (AF) Cursertaste kann zwischen den Bilden hin und her gewechselt werden.
Wenn man die Schärfe der Aufnahme kontrollieren möchte, muss man in das Bild hinein »zoomen«, denn eine Schärfebeurteilung ist sonst nicht möglich. Über das + Lupensymbol kann in der Bildausschnitt vergrössert werden. Wer nahe ran will, kann die Taste gedrückt halten. Leider konnte ich keine Informationen finden, wie gross die tatsächliche Vergrösserung ist, sie dürfte aber etwa bei 1:2 liegen. Wenn man nach dem zoomen im Bild verfahren möchte, kann man das über die Cursertasten machen. Auch ein Bildwechsel ist möglich. Dabei dreht man lediglich am Hauptwahlrad und schon wird das nächste Bild eingeblendet.
Um wieder in die eingepasste Ansicht zurück zu kehren, drückt man entweder das - Lupensymbol und hält sie gedrückt, oder man drück einmal die Play-Taste. Wenn man in der eingepassten Anzeige das - Lupensymbol drückt, wird eine Bildübersicht angezeigt mit neun Bildern. Mit dem Curser kann zwischen diesen neun Bildern verfahren werden. Wird das Bild oben links oder unten rechts erreicht und um eine weitere Position zurück oder nach vor gesprungen, werden die nächsten neun Bilder angezeigt.
Das Ganze kann auch noch beschleunigt werden. Durch drücken der »JUMP«-Taste werden alle Bilder durch einen grünen Rahmen ausgewählt. Wird jetzt mit den Cursertasten vor- oder zurück gesprungen, werden immer die nächsten neun Bilder angezeigt. Hat man die Bildgruppe erreicht mit dem gewünschten Bild, wird über ein erneutes drücken der »JUMP«-Taste die Bildgruppe wieder deselektiert und ein einzelnes Bild kann ausgewählt werden.
Die »JUMP«-Funktion kann auch im Einzelbildmodus betätigt werden. Unten rechts im Display errscheint dann die Meldung »Spring 10 Aufn«. Man hat nun sogar die Möglichkeit, diese 10 Aufnahmen durch drücken der Cursertasten oben (ISO) oder unten (WB) auf »Spring 100 Aufn« oder auf »Spring Aufn.Dat« zu ändern. Dies ist sehr nützlich um schnell die gewünschten Fotos zu finden.
All diese Funktionen sind aber reiner Bedienkonfort und helfen uns noch nicht, die Aufnahmen zu verstehen und zu verbessern. Deshalb sind die nächsten beiden Anzeigemodi die wichtigeren.
Wenn man sich nun im Anzeigemodus befindet werden durch ein erneutes drücken der »DISP.«-Taste die wichtigsten Aufnaheparameter angezeigt. Unten links befindet sich zuerst die Verschlusszeit, gefolgt von der Blende. Die anderen Informationen sind für mein Empfinden überflüssig. Ich hätte mir hier anstelle der Bildpositon oder der Dateinummer, den ISO-Wert und die Belichtungskorrektur gewünscht. Deshalb ist die letzte Anzeige, welche durch ein erneutes drücken der »DISP.«-Taste eingeblendet wird, die wichtigste und informativste für uns Fotografen.
Links oben finden wir die Aufnahme und rechts daneben das Histogramm. Zur Erläuterung des Histogrammst komme ich gleich. Unterhalb vom Bild finden wir das Aufnahmedatum sowie die Uhrzeit. Darunter Belichtungszeit, Blende und Belichtungskorrektur. In der untersten Zeile Bildposition, Aufnahmequalität, Speicherplatz auf der Karte und der ISO Wert. Rechts Angaben zum Farbraum, Weissabgleich und welche Messfeldsteuerung eingesetzt wurde. Mit all diesen Werten, welche im Moment wahrscheinlich noch etwas viel ist, lässt sich eine qualitative Beurteilung erstellen.
Wichtig für die qualitative Beurteilung ist in erster Linie die Belichtungszeit, die gewählte Blende und der ISO-Wert! Dabei sollte man sich selbst folgende Frage stellen: »Was will ich mit dem Bild darstellen und stimmen meine Parameter dafür?« Denn wir erinnern uns: Eine kurze Belichtungszeit für Momentaufnahmen, eine lange für Bewegung und Dynamik. Eine offene Blende für eine geringe Schärfentiefe oder eine geschlossene für eine grosse Schärfentiefe und ein möglichst niedriger ISO-Wert wenn es die Lichtbedingungen zulassen. Wer sich diese Frage nach eine Aufnahme stellt, die Ergebnisse anhand der Lupenfunktion und der Parameter kontrolliert, wird viel berechnbarere Ergebnisse erhalten und sehr viel schneller den Umgang und das Zusammenspiel erlernen!
Das Histogramm
Das Histogramm ist neben den Aufnahmeparametern das wichtigste Kontrollorgan für den Fotografen. Mit dem Histogramm, und zwar ausschliesslich mit ihm, lässt sich beurteilen, ob ein Bild richtig belichtet wurde. In diesem wird die Verteilung der Bildpunkte nach Helligkeit sortiert. Ganz links im Histogramm befinden sich die dunklen respektiven schwarzen Bildpunkte. Ganz rechts die hellen, respektive weissen. Ziel einer Aufnahme ist es, eine Verteilung innerhalb dieser Grenzen zu erhalten. Befinden sich die Bildpunkte mehrheitlich auf der linken Seite des Histogramms, ist die Aufnahme zu dunkel und unterbelichtet. Umgekehrtes gilt, wenn die Verteilung zu weit rechts ist. Die Aufnahme ist zu hell und daher überbelichtet. Wer eine ausführlichere Erklärung wünscht kann sich diese auf Wikipedia oder bei Kwerfeldein abholen.
Der grosse Vorteil dieser Grafik ist die Unabhängigkeit von äusseren Einflüssen. Ist es z.B. sehr hell wird das ablesen des Displays sehr schwierig. Auch kann die Display-Beleuchtung falsch eingestellt sein. Das Bild wirkt dann vielleicht auf der Anzeige zu dunkel oder zu hell, ist aber in Tat und Wahrheit richtig belichtet.
Dem aufmerksamen Betrachter dieser Anzeige wird vielleicht aufgefallen sein, dass im Bild gewisse Stellen schwarz aufblinken. Dies sind all jene Stellen, welche so stark überbelichtet sind, dass nur noch reines weiss vorhanden ist und deshalb keine Strukturinformationen mehr vorhanden sind. Generell gilt, dass eine Aufnahme keine ausgebrochenen Stellen aufweisen sollte. Da aber die Kamera nur einen sehr eingeschränken Konstrastumfang abbilden kann (siehe RAW – Ein bisschen HDR muss sein) ist es manchmal unerlässlich, Stellen ausbrechen zu lassen, da ansonsten das ganze Bild zu dunkel würde.





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