Tue, 20. Apr. 10

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Noch ist die letzte Korrektur nicht ausgeführt und das erste Wort nicht gedruckt, doch das abschließende Wort ist geschrieben — es lautet: Schauen.

Zwei Jahre ist es her seit ich begonnen habe daran zu schreiben, doch der Löwenanteil der Arbeit fand in den letzten vier Monaten statt. Jetzt bin ich glücklich und erleichtert, dass ich das Werk abschließen kann.

Ein kurzes, einleitendes Kapitel behandelt ein paar Grundlagen der Wahrnehmung, worauf das umfangreichere Kapitel über Formenlehre folgt, in dem vor allem auch Proportionen und die harmonische Verteilung von Objekten eine Rolle spielen.

Das dritte Kapitel widmet sich der Farbenlehre. Dabei zitiere ich nicht nur die klassischen Farbenlehren von Johannes Itten und Harald Küppers, sondern stelle diese auch in einen Kontext zu RGB und CMYK, was für den Gestalter am Computer wichtig ist. Außerdem wird erklärt was Farbharmonien sind, welche Kontraste es gibt und zu guterletzt noch ein kurzer Überblick, womit in unseren Breiten bestimmte Farben gemeinhin assoziiert werden.

Im vierten Kapitel nehme ich mich der Gestaltung mit Bildern an, einem Thema, das in den meisten Büchern über Gestaltung zu kurz kommt, obschon fast alle Grafikdesigner doch täglich mit Bildern zu tun haben. Es geht um die emotionale Wirkung von Bildern, um Hinweise zur Beschneidung etc.

Kapitel fünf widmet sich dem Thema Schrift, liefert einen Überblick über die historische Entwicklung vom Beginn des Buchdrucks bis zu Schriften am Bildschirm und stellt Schriftgruppen nach DIN 16518 vor. Außerdem präsentiere ich mit der Schriftgruppen-Matrix ein System das dem Einsteiger helfen soll passende Schriften für die Schriftmischung zu bestimmen. Ein kleines Glossar zu Begriffen aus der Typografie rundet das Kapitel ab.

Lesetypografie ist auch für Grafikdesigner in der Werbung ein wichtiges Thema. Im vierten Kapitel beschäftige ich mich mit wesentlichen Fragen zur Gestaltung gut lesbarer Texte — wie groß sind Schriftgrößen für Lesetexte zu wählen, was ist der ideale Zeilenabstand und so weiter. Im Abschluss geht es dann auch noch um ein Thema, das vor allem für Werbegrafiker wichtig ist, nämlich wie Headlines markant und prägnant formatiert sein sollen.

Neben dem Umgang mit Bildern kommen auch Gestaltungsraster in Büchern über Grafikdesign meist zu kurz. Im siebten Kapitel beschreibe ich wie man Gestaltungsraster entwickelt und was ihr Nutzen ist.

Noch ein Thema, das oft vernachlässigt wird: Im achten Kapitel geht es um Corporate Design. Die visuelle Kommunikation für Unternehmen sollte nicht heute so aussehen und morgen anders. Ein Logo alleine reicht nicht aus, damit ein Erscheinungsbild funktioniert. Dieses Kapitel zeigt die Basisbausteine und erklärt wie ein einfaches Corporate-Design-Manual aussehen sollte.

Abgeschlossen wird das Buch mit einem Kapitel über DTP und Druckvorstufe, das einen groben Überblick über Produktonsmethoden und Druckverfahren liefert, zeigt, wie Bildauflösung und Druckauflösung zusammenhängen, beschreibt, weshalb Farbmanagement wichtig ist und was bei der Erstellung druckfähiger Daten zu berücksichtigen ist.

Bezogen werden kann das Buch bei Amazon, direkt beim Verlag Galileo-Press oder im freundlichen Buchhandel.

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Sun, 10. Jan. 10
Autor: Markus Kategorien: Grafikdesign Tags: ; ; ; ; Kommentare: 0

Manchmal sieht man tolle Re-Designs. Manchmal werden aber auch grausliche und dilettantische Re-Designs vom Stapel gelassen, wie zum Beispiel hier bei Expedia. Ich meine: Was soll der typografische Rückschritt? E, x, e und a scheinen hier wenig harmonisch nebeneinander zu leben — wirkt fast als wären einzelne Buchstaben aus mindestens drei verschiedenen Schriften zusammengewürfelt.

Und das Logo? Man mag über den typografischen Vorgänger geteilter Meinung sein. Wer comic-hafte, illustrative Logos nicht mag, wird es wohl ablehnen. Aber während das alte Logo doch zumindest professionell gestaltet zu sein scheint, von Jemandem der illustrieren kann und eine Ahnung von Form und Farbe hat, ist das neue Logo doch völlig dilettantisch. Der Verlauf wirkt seltsam, das Flugzeug unförmig und deplatziert und das nicht-ganz-aber-doch-Berühren der Flugzeugspitze am Globus … also ich weiß nicht — mir tut das weh.

Von nett und gekonnt zu kühl und unförmig — irgendwie unnötig. Da konnte wohl jemand gut verkaufen. :\

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Fri, 11. Dec. 09

Als ich eben eine Datei aus meinen Datenarchiven raus gesucht habe, wollte es der Zufall, dass ich über ein Schriftmuster einer Schrift stolperte, an der ich vor zehn Jahren gearbeitet habe. Es müssen hunderte Stunden gewesen sein, die ich in die Schrift investiert habe. Der Light Schnitt der Schrift war fertig und fünf weitere Schnitte bis ExtraFett waren in Arbeit. Die Turbulenzen der damaligen Zeit haben dazu geführt, dass ich (fast) alle Daten der Schriftentwicklung verloren haben. Ein einziges Blatt, das ich im Vorübergehen als Schriftmuster rasch gesetzt habe, ist von der vielen Arbeit übrig geblieben.

Nun ja, ganz stimmt das eigentlich nicht. Viel mehr ist übrig geblieben, denn die vielen Stunden in denen ich die Buchstaben erst skizziert, dann mit Bleistift und Lineal auf Millimeterpapier gezeichnet und später in Illustrator optimiert habe, haben deutliche Spuren in meinem Formalen Empfinden hinterlassen. Die Arbeit an der Schrift war die beste Gestaltungsschule, die ich je besucht habe.

Ich habe die Schrift, längst — ich möchte nicht sagen vergessen — als Episode meines Lebens zu den Akten gelegt. Aber als ich heute auf das Muster gestoßen bin und die Resultate wieder einmal sah, da wurde mir schon etwas weh ums Herz, dass die Daten die dazu geführt haben für alle Zeit verloren sind.

Ja, das gemeine k ist hässlich, und das S hat reichlich Potenzial optimiert zu werden. Aber das a hat absolut seinen Reiz, das e ist mir gut gelungen und das g ist ein Traum — ich liebe dieses g. :’)

Nun ja. Die Skizzen liegen allesamt noch hier in einem Karton und das PDF lässt sich bis zum Abwinken hochaufgelöst in Pixel umrechnen. Vielleicht werde ich das Projekt ja eines Tages wieder aufnehmen und die Schrift noch in diesem Leben fertig stellen.

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Wed, 09. Dec. 09
Autor: Markus Kategorien: Uncategorized Tags: ; ; ; ; ; ; Kommentare: 0

Mixes quietschbunter und unbunger Inspiration finden sich bei http://acreativeuniverse.com

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Wed, 09. Dec. 09

Im Moment nehme ich gerade mit den Teilnehmern des Epos Werbelehrgangs »Werben & Gestalten« das Thema Form durch und dabei geht es selbstverständlich auch um Proportionen. Nun sind natürlich Dinge wie Goldener Schnitt, Fibonacci-Zahlen, 2:3-, 3:4-, 3:5-Formate und so weiter an sich reichlich trocken und ohne Praxisbeispiele schwer nachvollziehbar. Als ich heute morgen bei graphis.com dieses Poster gesehen habe habe ich mir sofort gedacht, dass da mit solchen Proportionen gestaltet wurde. Es wirkt einfach zu stimmig und harmonisch, als dass das nicht so gewesen sein könnte. Also habe ich es in Illustrator übernommen und nachgemessen.

Ja, tatsächlich: Horizontal ist die Aufteilung der Breite 1:3. Das ergibt 4 Teile (1 Teil Abstand links, 3 Teile für die breite der Scheibe), also ViertelVerhältnis also eine 3:4-Basis.

Die Höhe ist in 5 Teile augeteilt: 3 Teile zur Unterkante der Scheibe, 2 Teile für den Abstand nach unten, also eine FünftelBasis also 3:5.

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